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Die männliche THV-Auswahl beim DHB-Länderpokal mit viel Licht und Schatten

Berlin. Vom 17. bis 21.12.2017 nahm die männliche Auswahlmannschaft des Thüringer Handball-Verbandes am Länderpokalturnier der Verbandsauswahlmannschaften im DHB teil.
Aufgrund der geringen Anzahl an leistungswilligen und leistungsfähigen Jungs des Jahrgangs 2001 im THV entschied sich Verbandstrainer Christian Roch gemeinsam mit seinem Trainerstab dazu, ein Perspektivteam für dieses Turnier zu berufen.

„Wir haben schon einige Talente in Thüringen, können sie allerdings aufgrund der aktuell noch fehlenden Leistungsstruktur im männlichen Bereich oft nicht im Land halten bzw. in ihren Vereinen optimal fördern. Darum fehlen uns immer wieder leistungsstarke Spieler für unsere Auswahlmannschaften. Wir haben daher für unseren insgesamt 16 Spieler umfassenden Kader bereits acht Spieler der Jahrgänge 2002 und 2003 nominiert. So konnten diese Spieler bereits wichtige Erfahrungen auf höchstem deutschen Niveau sammeln, wovon sie hoffentlich bei den kommenden DHB-Sichtungsveranstaltungen profitieren werden.“ Freilich gilt es demzufolge auch, die Ergebnisse der insgesamt sechs Spiele an vier Tagen entsprechend einzuordnen. „Siege waren unter den beschriebenen Bedingungen nicht zu erwarten, daher haben wir uns sinnvolle kleine Ziele gesetzt. Und hier dürfen wir mit der Umsetzung zunächst einmal durchaus zufrieden sein.“ so Christian Roch in einem ersten Resümee. Die positive Entwicklung der Thüringer im Jahr 2017 blieb auch den anwesenden DHB-Sichtern um Nachwuchsbundestrainer Jochen Beppler und den für die männliche Jugend verantwortlichen Auswahltrainer Erik Wudtke nicht verborgen. Sie lobten neben dem Coaching durch die Auswahltrainer Christian Roch und Philipp Große auch den unbändigen Willen der Jungs, sich in jedem Spiel weiterzuentwickeln und zu verbessern. Außerdem habe sich die Spielanlage deutlich weiterentwickelt. Auch der Gesamteindruck mit einheitlicher Bekleidung zur Erwärmung sowie zu den Mahlzeiten usw. war eine positive Randnotiz wert.

Die größten Baustellen gibt es jedoch nach wie vor im athletischen Bereich, denn hier sind die Thüringer Jungs nicht nur aufgrund der Alterszusammensetzung weit unterdurchschnittlich entwickelt. Hier liegt der Schlüssel, um in Zukunft die guten Ansätze auch im Spiel umsetzen zu können. „Wir wissen seit langem um diese Problematik und arbeiten im Auswahltraining intensiv an diesem Thema. Aber zusätzlich müssen sich auch die Jungs selbst sowie die Heimvereine dieses Themas ernsthaft annehmen, wenn wir hier signifikante Verbesserungen erreichen wollen. Ansonsten hängen wir den anderen Auswahlmannschaften, welche zumeist aus eingespielten Sportschul- bzw. Leistungsvereinsmannschaften bestehen, auf lange Sicht weiter hinterher.“ beschreibt Christian Roch die Problematik. „Daher wird die Auswertung des DHB von uns auch mit den Vereinstrainern intern besprochen, denn letztlich ziehen wir alle am selben Strang und wollen unsere Talente bestmöglich entwickeln.“

Der seit August 2017 für den Thüringer Handball-Verband tätige A-Lizenzinhaber verweist in diesem Zusammenhang aber auch nochmals auf die Notwendigkeit, auch den männlichen analog zum weiblichen Bereich an einer Sportschule zu etablieren, um so Talente im Land zu halten, in Trainingsgruppen zu konzentrieren und auf höchstem Niveau ausbilden zu können.



Für den Thüringer Handball-Verband waren folgende Jungs aktiv:
Nico Knauß, Marius Göbner, Johannes Krause (HV Ilmenau) – Jonas Hennig, Elias Liebe, Philipp Bourtal, Moritz Bewie, Jannis Förster, Tizian Reum (alle ThSV Eisenach), Tim Strzala (HSV Apolda), Elias Bombelka (SV Aufbau Altenburg), Marc Wellendorf, Clemens Jähnig (SV Goldbach/Hochheim), Alexander Beck, Pascal Hoßfeld, Jonas Schuchardt (SV T&C Behringen-Sonneborn)



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