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Aufregung beim Thüringenligaspiel

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Bereits vor dem anstehenden Thüringenligapiel zwischen dem HSC Erfurt und der SG Könitz/Saalfeld verbreitete sich Unruhe unter beiden Mannschaften. Und diese war berechtigt, erschienen doch die angesetzten Schiedsrichter nicht in Erfurt. Konnten sie auch nicht, da sie am selben Tag in Plauen bei einem Spiel der Mitteldeutschen Oberliga eingesetzt waren.

Und jetzt? Warum waren offenbar keine anderen Schiedsrichter zu diesem, für den möglichen Abstieg aus der Thüringenliga, wichtigen Spiel angesetzt? Dies konnte gar nicht geschehen, da die betreffenden Schiedsrichter es versäumt hatten, den zuständigen Ansetzer der Thüringenliga über die zeitgleiche Ansetzung des MHV zu informieren! Für einen solchen Fall ist das Verfahren einfach und klar:

  • die höhere Ansetzung (hier MHV) hat Vorrang!
  • die Schiedsrichter geben dem niedrigeren Ansetzer (THV) den Spielauftrag zurück
  • die Ansetzung von neuen Schiedsrichtern bekommen die 'alten' zur Information
  • erst mit dieser Umbesetzung sind die vorherigen Schiedsrichter vom Spiel entbunden!
Leider kam nun diese Kette aufgrund der fehlenden Rückgabe nicht zur Wirkung und 60 Minuten vor Spielbeginn war nichts mehr zu retten. Die Mannschaften müssen spielen - das ist vorgeschrieben -, haben sie ja auch. Doch für alle wäre ein Schiedsrichterpaar in Reserve für solche Fälle viel angenehmer und mit weniger Emotion verbunden.

Das war auch in Thüringen mal Standard, doch leider sind diese Zeiten längst vorbei! Der Landeskader (auch die Bezirkskader) sind chronisch unterbesetzt, es fehlen Schiedsrichter an allen Ecken! Ein Zustand der bereits länger ständig thematisiert wird, doch trotz gemeinsamer Beratungsrunden mit den Vereinen, unterm Strich ändert sich in der Praxis nichts. Es wird von Jahr zu Jahr schlimmer!

Wie wichtig aber der Schiedsrichterausschuss die anstehenden Spiele nimmt, zeigt sich in der Ansetzung von Schiedsrichterpaaren aus Sachsen und Sachsen-Anhalt, die Dank der angrenzenden MHV-Partner ermöglicht wurden und werden!

Wenn in Thüringen wieder mehr Schiedsrichter in Bezirks- und Landeskader zur Verfügung stünden, ist es wahrlich nicht nötig, dass, dankenswerter Weise und gut, der Trainer einer konkurrierenden und ebenfalls im Abstiegskampf befindlichen Mannschaft kurzfristig einspringen muss!



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