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Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 15.10.2006 - 22:05:05 14.10.2006 17:30
LSV Ziegelheim - Post SV Gera [Wieratalhalle Ziegelheim] 14.10.2006 19:30 HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim [Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda] 14.10.2006 20:00 SG Erfurt/Bad Langensalza - ESV Lok Meiningen [Salza-Halle Bad Langensalza] 15.10.2006 16:00 HV Spielzeugstadt Sonneberg - SV Thuringia Königsee [Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach] 15.10.2006 16:30 Ernestiner SV Gotha - HSV Ronneburg [Ernestinum-Sporthalle Gotha] 15.10.2006 17:00 SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg [Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf] Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 15.10.2006 - 23:10:17 HP Apolda
HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 25:24 (14:11) Erfolg nach großem Kampf Gegen Goldbach ist immer was los! Das ewige Derby beider Traditionsvereine zieht Zuschauer und Spieler jedes Mal erneut in seinen Bann. Denn, alles was man sich von einem Oberliga-Handballmatch wünscht, bekommt man in diesem Spiel zu sehen. Tempo, Leidenschaft, Spielfreude und natürlich auch die Emotionen, die ein solches Duell mit sich bringt. Goldbach, nach eigenen Ansprüchen denkbar schlecht in die Saison gestartet, kam nach Spielbeginn etwas besser weg. Begünstigt durch technische Fehler unseres Teams nutzten die Gäste die sich bietenden Kontermöglichkeiten rigoros (1:4, 4.Minute). Doch bereits zu diesem Zeitpunkt der Begegnung zeigte der HSV Abwehrstärke, ließ kaum einen Treffer im Positionsangriff zu. Im Vorwärtsgang lagen die großen Reserven für unsere Jungs. Beide Abwehrreihen bestimmten das Spiel. Mit der Zeit bekamen die Apoldaer das eigene Spiel und den Gegner besser in den Griff, waren beim 5:5 (15. Minute) wieder dran und gestatteten den Nessetalern beim 9:9 (22. Minute) letztmalig den Ausgleich. Doch obwohl wir von nun an stets in Führung lagen, blieb Goldbach immer gefährlich, jederzeit bereit, die kleinsten Schwächen der Glockenstädter auszunutzen. Unsere Mannschaft lag zwar immer mit zwei bis drei Toren in Front, doch Sicherheit konnten wir damit nur bedingt gewinnen. Der „Hauptschuldige“ für diesen Umstand war wohl im Goldbacher Kasten zu suchen. Mark Walter entschärfte im zweiten Spielabschnitt etliche „Hundertprozentige“ unseres Teams, war der beste Akteur auf dem Spielfeld. Zum Glück hatte sein Gegenüber, unser Markus Helm, einen ähnlich guten Tag erwischt. Mit seinen Paraden half er unseren Jungs, die Gäste auf Distanz zu halten. Beim 23:19 (55. Minute) erkämpfte sich Alex den Ball und mit großem Einsatz einen Strafwurf für uns. Fünf Tore Differenz wären wohl so etwas wie eine Vorentscheidung gewesen, doch auch diese Chance konnte Goldbachs Keeper vereiteln. Es kam, wie es dann immer kommt. Unsere Männer verkrampften, begingen Fehler und Rothämels Truppen marschierten. Bis zum 23:22 mussten die HSV-Fans starke Nerven haben, ehe sie wieder einen Treffer bejubeln durften. Goldbach zog nach und war beim 24:23 für uns erneut in Ballbesitz. Doch diesmal, beim Spiel vier gegen vier ließ sich unsere Abwehr nicht mehr überwinden. Matthias Koch war es vorbehalten, das letzte Tor für unser Team zu erzielen und diese, stets aufs Neue so wunderbar prickelnden, Jubelstürme auszulösen. Unsere Mannschaft: Markus Helm, Nils Hübscher (Tor); Marco Stanek (1), Roger Gierschick (2), Torsten Dippmann (2), Hans Raddatz, Matthias Koch (3), Volker Goldmann (2), Viorel Sava (10), Mark Rath (5), Alexander Berceanu, Steffen Müller Strafwürfe: HSV 7/5 Goldbach 3/2 Zeitstrafen: HSV 9 Goldbach 7+ 1 RK Schiedsrichter: Grußdorf/Breier Spielfilm: 0:1, 1:4, 5:5, 6:6, 8:6, 9:9, 12:9, 14:11 (Hz.) 15:11, 18:15, 19:17, 21:19, 23:19, 23:22, 24:23, 25:23, 25:24 Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 15.10.2006 - 23:12:57 HP Bad Blankenburg
Sieg in Hermsdorf in einem hochklassigen Handballspiel SV Hermsdorf II – HSV Bad Blankenburg 26:32 (14:16) Der HSV hat sich die Fahrt ins Holzland sicher etwas einfacher vorgestellt, jedoch muss man dem Gastgeber ein großes Kompliment machen, dass er solch eine starke zweite Mannschaft auf das Parkett gebracht hat. Die Hermsdorfer waren von der ersten Minute an voll motiviert und wollten den Kurstädtern ein Bein stellen. Die Gäste ihrerseits hielten nicht nur dagegen, sondern übernahmen die Regie auf dem Spielfeld. So entwickelte sich ein interessantes und gutes Handballspiel, in dem jede der beiden Mannschaften ihre Höhepunkte, aber auch Schwächemomente hatte. Das Spiel war auch geprägt von einer eindrucksvollen Atmosphäre, in der beide Fanblocks ihre Mannschaft toll unterstützten. Dies war schon echt bemerkenswert. Das Spiel begann und der HSV führte bereits nach zwei Minuten mit 2:0. Die Tore warfen Igor Ardan und Stefan Oertel. Jedoch verkürzte Hermsdorf postwendend auf 1:2. Nun kam eine sehr starke Phase der Gäste aus dem Schwarzatal, denn sie bauten den Vorsprung bis zur 8. Spielminute auf 7:3 aus. Zwei Tore vom Punkt, durch den diesmal besten Torschützen Daniel Hellwig, trugen maßgeblich zu dieser Führung bei. In der 20. Minute warf Oertel, der trotz seiner 2 Tore diesmal unter seinen Möglichkeiten spielte, das 14:9. Dies war erstmals ein 5-Tore-Vorsprung und viele dachten, dass es ein geruhsamer Sonntagabend werden würde. Bis zur 22. Minute wurde dieser Vorsprung auch gehalten, als der an diesem Tag wieder hervorragend spielende Petr Korbel zum 14:9 traf. Jedoch kam jetzt wieder Bruder Leichtsinn in die Abwehr des HSV. Dem Gastgeber wurden einfache Tore gestattet und die Holzländer nahmen das Geschenk dankend an. Mit ihrer aggressiven Spielweise brachten sie die Blankenburger ein um das andere Mal in Verlegenheit. Der Vorsprung war bis zur Halbzeit fast aufgebraucht. Spielstand 16:14 für die Kurstädter. Dieser Trend setzte sich auch nach der Halbzeit fort. Zwar erzielte Korbel noch einmal die 17:15 Führung, jedoch war es in der 34. Minute soweit. Hermsdorf erzielte erstmals im Spiel den Ausgleich. Der HSV wehrte sich jedoch und bis zum Spielstand von 20:19 für die Gäste war es das gleiche Geschehen. Der HSV erzielte die Führung und Hermsdorf glich aus. Viele der HSV-Fans dachten nun bereits, dass es wieder ein Spiel wird, in dem das Nervenkostüm jedes Einzelnen auf das Stärkste strapaziert wird. Doch diesmal löste sich der HSV und riss in den nächsten 7 Minuten das Spiel an sich. Frank Recknagel hielt einen Strafwurf und der Angriff der Kurstädter erzielte herrliche Tore. Das hatte zur Folge, dass es in der 45. Minute 25:20 stand. Nach 47 Minuten erzielte Andre Jäschke erstmals beim Stand von 27:21 die 6-Tore-Führung. Nun verließ der HSV urplötzlich wieder seine Linie. Für den Betrachter war es nicht nachvollziehbar, was da geschah. War es Hochmut oder schwanden die Kräfte? Hermsdorf jedenfalls zog sofort sein Spiel auf und warf 4 Tore in Folge. Die Halle kochte und das Spiel war in der 53. Minute wieder offen. Nach 7 Minuten ohne Tor war es in der 54. Minute Korbel vorbehalten, die Führung wieder auszubauen. Karel Sabrsula, der an diesem Tag ein ausgezeichnetes Spiel machte, warf mit einer Rakete das vorentscheidende 28:25 in der 55. Minute. Damit war der Widerstand der Holzländer gebrochen. Drei Tore von Hellwig in den letzten drei Minuten rundeten das Bild ab und Bad Blankenburg feierte mit seinen Fans den verdienten Auswärtssieg und den errungenen 2. Tabellenplatz in der Oberliga. Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (7), Gäbler, Hellwig (8/4), Jäschke (4), Korbel (5), Meilahn, Oertel (2), Reichmann(1), Sabrsula (5), Wiegand Siebenmeter: SV Hermsdorf II: 7/6 HSV: 5/4 Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 15.10.2006 - 23:19:16 HP Ziegelheim
LSV Ziegelheim - Post SV Gera 35:27 (16:12) Für eine Nacht haben die LSV-Handballer nach einem überlegenen Sieg gegen den Post SV Gera die Tabellenspitze der Oberliga erobert. Dabei standen die Vorzeichen der Begegnung nicht sonderlich günstig, gingen doch ausgerechnet die beiden Trainer und Spielmacher Knöfler (Rückenbeschwerden) und Moritz (Mittelfußprellung seit dem Gotha-Spiel) angeschlagen in die Partie und wurden fast ausschließlich nur im Angriff eingesetzt. Dafür war Andre Heinig nach langwieriger Schulterverletzung erstmals wieder an Bord, musste aber ebenfalls über weite Strecken noch geschont werden. Doch die momentane Stärke des LSV wurde auch in dieser Begegnung wieder ersichtlich: die Ausgeglichenheit des Kaders, in der jeder für seinen Mitspieler in die Bresche springen kann. Eindrucksvoll untermauerten das die beiden Kreisläufer Reusch und Godlinski, die gemeinsam neun Treffer erzielten und sich hervorragend ergänzten. Eine große Geste gab es zunächst vor dem Spiel. Die vorjährige B-Jugend des Post SV Gera mit ihrem Trainer Uwe Lätzsch verabschiedete offiziell LSV-Talent David Heinig, der in der vergangenen Saison auf eine Bitte der Geraer hin für ein Jahr in deren Regionalliga-Mannschaft und damit in der höchsten deutschen Jugend-Spielklasse auf Torejagd gegangen war. Die Post-Mannschaft richtete ein herzliches Dankeschön an die Eltern von David, dessen Trainer Karsten Knöfler und die Verantwortlichen des LSV für die gelungene Kooperation, von der letztlich beide Vereine profitieren konnten. Geschlagene zehn Minuten brauchten die LSV-Männer dann aber, um ins Spiel zu finden. Vorn zu wenig Bewegung, Fehlpässe und Fehlwürfe, dazu nur wenig Einsatz in der Abwehr. Die Ziegelheimer wirkten wie gelähmt, ehe sie schließlich mit 5:4 die Führung übernahmen. In erster Linie war es Linksaußen Sylvio Graichen, der endlich wieder an bessere Zeiten anzuknüpfen scheint, und mit seinen präzisen Würfen den LSV auf Trab brachte. Mitte der ersten Hälfte waren die Hausherren unter dem Jubel der knapp 500 Besucher auf 11:5 davongezogen, um aber gleich darauf wieder einen Gang runterzuschalten. Das aber war die beste Einladung für die stark in die Saison gestarteten Post-Handballer, die mit drei Treffern am Stück auf 11:8 verkürzten. Größtes Problem des LSV die Chancenverwertung, wobei die Gäste mit ihrem tschechischen Neuzugang einen überragenden Mann im Kasten hatten. Bis zur Pause verwalteten die Gastgeber den Vorsprung, vor allem dank des als Geheimwaffe eingewechselten David Heinig, der von nun an zum gefährlichsten Rückraumakteur des LSV und letztlich auch Matchwinner wurde. Nach dem Wechsel spielten die Ziegelheimer nach einem kurzen Hänger und in Unterzahl in der 40. Minute (20:18) stabiler in der Abwehr mit einem erneut sehr starken Torsten Urwank im Kasten. Der sorgte mit Klasseparaden dafür, dass die Zuschauer nie zur Ruhe kamen und die LSV-Truppe selber mit schnellen Gegenstößen kreuzgefährlich blieb. Im Positionsangriff zeigte sich die Überlegenheit besonders in der individuellen Stärke der Ziegelheimer, die auf Geraer Treffer stets als Antwort immer ein erneutes Tor parat hatten. Dass es 50 Minuten lang bis zur Vorentscheidung dauerte (26:22), lag in erster Linie am Schlussmann der Post-Handballer, der konstant einige „Hundertprozentige“ parierte, meist immer dann, wenn die Ziegelheimer hätten wegziehen können. Als der Gäste-Widerstand endgültig gebrochen war, spielten die LSV-Männer unter dem Jubel der Fans den Sieg souverän nach Hause. LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (5), D. Heinig (8), S. Graichen (8), A. Heinig (1), Moritz (4/1), Reusch (4), Knöfler (3), Etzold, Kühnert, Sense, A. Zielke Strafminuten: LSV 10 incl. 1 RK (3x2'); Post 12 7m: LSV 3/1; Post 5/4 Schiedsrichter: Gebhardt / Schönfeld (Oberlungwitz / Oederan) Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 13:19:54 HP Sonneberg
Sieg hing am seidenen Faden HV Spielzeugstadt Sonneberg - SV Thurinia Königsee 30:29 (13:11) Sonneberg quälte sich förmlich zum Sieg. Wurde das Kellerkind aus Königsee etwa unterschätzt? Klar! Das zumindest meint Sonnebergs Trainer Uwe Blechschmidt. Der wetterte noch lange nach dem Spiel: „Das war eine Katastrophe! Die Einstellung einiger meiner Akteure lag bei Null. Was einige ablieferten, war eine Frechheit.“ Den Zuschauern war´s egal. Sie feierten ausgelassen den knappen Erfolg ihrer Mannschaft. Immerhin sorgen die beiden Punkte dafür, dass sich der HV Spielzeugstadt zumindest bis zum nächsten Spieltag an der Tabellenspitze sonnen darf. Und das gefällt vor allem den Fans, die dann eben auch einmal über viel Stückwerk hinweg sehen. Überhaupt staunte wohl so manch ein Spieler, wie viele Zuschauer den Weg in die Halle fanden. Knapp 300! Und das bei herrlichstem Herbstwetter. „Wenn wir diese Zahlen halten wollen, muss aber mehr kommen. Ein Großteil der Zuschauer fühlt sich mit zwei Punkten entschädigt. Es gibt aber auch viele Fans, die sehen sehr genau hin“, warnt Uwe Blechschmidt. Dass er über weite Strecken sauer auf seine Schützlinge war, hatte mehrere Gründe. Die laxe Einstellung jedenfalls nutzte der Gegner, um fast bis zum Ertönen der Schlusssirene im Geschäft zu bleiben. Im Angriff blieb der HV diesmal vieles schuldig. Erst in der 7. Spielminute musste der überragende Thuringia- Torhüter Höhne das erste Mal hinter sich greifen. Nur gut, dass auch Werner zwischen den Sonneberger Pfosten zu ganz großer Form auflief. „Wenn der nicht so gehalten hätte, wären wir schon zur Pause aus dem Rennen gewesen“, orakelte ein Fan. Nicht auszuschließen. Nach der Pause hofften alle auf Besserung. Vergeblich. Stattdessen egalisierte Königsee die Sonneberger Halbzeitführung. Das Kopf-an-Kopf-Rennen zog sich hin bis zum 18:18. Großes Glück für den HV dass sich Friedrich, Najman und Oldenburg nichts mehr „erlauben“ durften und dementsprechend leger deckten. Zudem musste Anders verletzt vom Parkett — und Königsee hatte kein weiteres Ass im Ärmel. Dies nutzten vor allem Gurtowoi, M. Blechschmidt und Schmidt gnadenlos aus. Das lange Zittern war aber erst beendet, als M. Blechschmidt 28 Sekunden vor Schluss zum 30:28 einlochte. Sonneberg: Werner, N. Weiß, Funkstein: Schmidt (8), Müller (2), C. Weiß (2), Poser (1), Gurtowoi (8), Kroll (1), Kienel, Grieseler, R. Blechschmidt (2), M. Blechschmidt (6) Konigsee Höhne, Cader, Lächa, Anders (4), Friedrich(4), Najman (10), Götz, Göring (4), Oldenburg(6), Dademasch(1) Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 18:06:26 HP Gotha
Das Warten dauert an Ernestiner SV Gotha - HSV Roneburg 23:23 (10:12) Nach dem vierten Saisonspiel immer noch keinen Sieg, dennoch verbuchen die Ernestiner bereits drei Punkte auf der Habenseite. Drei Remis aus den letzten drei Partien - eine Serie fürs Raritätenkabinett des Handballs. Trotz weiter geschrumpften Kaders (ohne Gewalt und 2 x Steinbrecher) - ein voller Erfolg gegen die leicht favorisierten Ostthüringer war durchaus im Bereich des Möglichen. Doch sollte man nach 60 spannungsgeladenen Minuten (an)erkennen, dass die Gastgeber mit dem Erreichten zufrieden sein mussten. Ein großer Dank gilt "Mikesch" Scheerschmidt, der seine Mannschaft mit Klasseparaden inklusive vier getöteten Siebenmetern stets im Rennen hielt. Im Feld zeigte André Stegner seine bisher beste Vorstellung für die ESV-Farben, jedes seiner acht Tore eine Augenweide gegen einen exzellenten Gästetorwart. An dem bissen sich andere die Zähne aus. Besonders Lars Thieme machte er das Leben zur Hölle, Rückraumtreffer: Fehlanzeige. Wie es geht, demonstrierte "Oli B." auf der Halblinken. Seine Würfe hatten den nötigen Pfeffer, um das Netz zum Zappeln zu bringen. Der im zweiten Abschnitt eingewechselte Michael Adam sorgte auf Rechtsaußen für neuen Schwung, die schwierigen Dinger versenkte wiedermal der alte Kämpfer, Detlef Irmisch. Den wichtigsten Ball lochte - wie schon in Goldbach - "Flo" Wandtke wenige Sekunden vor Schluss zum Endstand ein. Gegen die wuchtigen Ronneburger Angreifer gab die Deckung ihr Bestes, Marko Schneider rackerte unermüdlich. Was dennoch durchkam, meisterte meistens Gothas Nummer 12. 23 Gegentreffer sind wahrlich nicht viel, doch bot sich auf der anderen Seite ein ähnliches Bild. Viele Gelegenheiten ließen die Hausherren aus, riskante Pässe führten zu Ballverlusten. So auch beim Stand von 20:17 (45.), als ein vielleicht vorentscheidender Vier-Tore-Vorsprung möglich war und die Gäste stattdessen den Abstand verringerten. Plötzlich klappte beim ESV nichts mehr, Ronneburg traf viermal in Folge zum 21:22. Die Felle schienen davon zu schwimmen, aber erneut konnten sich die Ernestiner aus dem Strudel befreien und die Niederlage verhindern. Dass es überhaupt soweit kommen musste, war den Anfangsminuten geschuldet, als klare Konterchancen versiebt wurden. So geriet man vom Start weg in Rückstand (0:2, 4:6). Eine starke Phase brachte den ESV nach gut einer Viertelstunde nach vorn (9:7 nach 5:7), ein schlechtes Finish (vom 10:8 zum 10:12) vermieste jedoch die Pausenstimmung. Bis Mitte der zweiten Halbzeit wechselten dann die Führungen hin und her. ESV: Scheerschmidt - Wandtke 1, Perner, Eisenacher, Schneider 1, Behling 5, Irmisch 3, Thieme 1, A. Stegner 8, Hofmann, Adam 4 Strafwürfe: 0 (HSV 9/5) Zeitstrafen: 4 (5) Schiris: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen) Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 18:22:19 HP Thüringer HC
Punkteteilung in Gotha Vier verworfene Siebenmeter – ein Sieg war also möglich Ernestiner SV Gotha - HSV Ronneburg 23:23 (10:12) Am Sonntag kam es in der Sporthalle Ernestinum zum Aufeinandertreffen des Ernestiner SV Gotha und den leicht favorisierten HSV Ronneburg. Nach der Punkteteilung des Gastgebers in Goldbach war die HSV-Truppe gewarnt. So begann man das Spiel konzentriert, denn eine Niederlage wollte man sich keinesfalls einfangen. Es wurde ein kampfbetontes und spannungsgeladenes Oberligaspiel mit ausgeglichenen Spiel- anteilen. Ronneburg führte schnell mit 1:3, doch Gotha hielt dagegen und schaffte den Ausgleich zum 4:4. Wieder waren es die Gäste, die in Führung gingen (5:7) und der Gastgeber musste nachziehen. Nach dem wiederum erzielten Gothaer Ausgleich (7:7) gingen diese danach mit 9:7 bzw. 10:8 in Front. Nun waren die Ronneburger gefordert. Zu diesem Zeitpunkt scheiterten die Hausherren an der guten HSV – Deckung und des öfteren am gut aufgelegten HSV – Keeper H. Seidemann und das HSV – Team konnte bis zur Pause noch vier Bälle am Stück im Gothaer Tor versenken (10:12). Den besseren Start in Halbzeit zwei erwischte Gotha und es stand 12:12. Danach wechselten die Führungen ständig und bis zum 17:17 stand es noch viermal Unentschieden. Viele ver- passte Gelegenheiten und Ballverluste auf beiden Seiten bestimmten zeitweilig das Spiel. Nun waren es Gothas Männer, die wieder ins Spiel fanden und mit 20:17 führten. Eine Vor- entscheidung war jedoch keinesfalls gefallen. Nach dem 21:18 traf Ronneburg viermal in Folge zum 21:22 und die Gothaer Deckung hatte somit gegen die Ronneburger Angreifer das Nach- sehen. Doch die Hausherren stemmten sich gegen eine drohende Niederlage und schafften ihrerseits den 22:22 Ausgleich. In der letzten Minute versenkte M. Puta, der insgesamt neunmal traf, den Ball zur 22:23 Führung ins Gastgebertor. Zu einem Sieg sollte dies jedoch nicht reichen, denn wenige Sekunden vor Ultimo lochte die Heimmannschaft den Ball zum 23:23 Endstand ein. Erfreulich gut spielten bei Ronneburg die Youngster D. Koska und F, Förster auf. Letztlich waren aber vier verworfene Siebenmeter „schuld“, dass es nicht zu einem Sieg reichte, denn an der notwendigen Einstellung lag es keinesfalls. Ronneburg spielte mit: H.Seidemann, R.Zehmisch, D.Koska (2), S.Gottschalk, Ch.Dathe, S.Ganzha (1), R.Bauer, Th.Heidrich (3), F.Förster (5), M.Puta (9), O.Meyer (3) Siebenmeter: Ernestiner SV Gotha: 0/0, HSV Ronneburg: 5/9, Zeitstrafen: Ernestiner SV Gotha: 4 x 2min, HSV Ronneburg: 5 x 2min. Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 21:51:52 HP Gera
Ziegelheim beweist Heimstärke und besiegt Post-Handballer deutlich LSV Ziegelheim - Post SV Gera 35:27 (16:12) Am Samstag reisten die Post-Handballer mit viel Zuversicht nach Ziegelheim, waren es doch die Männer aus Gera die als einzige im letzten Jahr in der Wieratalhalle punkten konnten. Bevor das Spiel begann bedankten sich die A-Jugend Spieler des Post SV Gera und Ihr Trainer Uwe Lätzsch für die gute Zusammenarbeit mit dem LSV Ziegelheim im letzten Jahr. Der LSV Spieler D. Heinig verstärkte im letzten Jahr die Regionalligamannschaft des Post SV Gera. Das es gerade jener Spieler sein sollte, der mit seinen Toren die Oberligamänner der Gäste vor Probleme stellen sollte, war zu diesem Zeitpunkt noch nicht klar. Das Spiel begann und schon die ersten Minuten zeigten, dass die Spieler um Trainer Waldenburger nicht an die sehr guten Auswärtsspiele der letzten Zeit anknüpfen können. Ungewohnt viele technische Fehler, Fehlabspiele und Fehlwürfe prägten das Angriffsspiel der Geraer. Am Ende der ersten Halbzeit sollten es in Summe 24 Ballverluste sein, so viele, wie in den drei Spielen zuvor nicht zusammen. Das es trotz dieser katastrophalen Halbzeit "nur" 16:12 zur Halbzeit stand, war vor allem ein Verdienst von Petr Nedved im Tor der Gäste , der mehrere 100 % entschärfte und die Würfe aus dem Rückraum der Gastgeber sicher abwehrte u.a. einen 7m von Steffen Moritz. Die Ansage in der Kabine war dann auch eindeutig, jetzt muss der Angriff mitziehen und dann ist hier noch alles möglich. Die Spieler schienen dies auch verstanden zu haben, denn man verkürzte den Rückstand auf 20:18. Doch leider war es nur ein kurzes Aufflackern. Der Motor im Angriff wollte nicht zünden und der Geraer Rückraum erwischte einen rabenschwarzen Tag. Einzig allein Stefan Martin erreichte im Angriff Normalform und versenkte 11 Würfe im Ziegelheimer Tor. Zu allem Unglück für die Gäste steigerte sich auch der Torhüter der Gastgeber T. Urwank von Minute zu Minute und spielte eine stärkere zweite Halbzeit wie sein Gegenüber. Die Gastgeber spielten jetzt verstärkt über ihren Linksaußen S. Graichen . Gegen dessen Würfe fand auch Petr Nedved keine Einstellung. Die zweite Halbzeit war auch die Halbzeit von D. Heinig. Zwar hatte die Geraer Abwehr den Torschützenkönig der Oberliga Steffen Moritz gut im Griff, doch die Gastgeber hatten darauf eine Antwort und die hieß D. Heinig. 8 Bälle versenkte er aus dem Rückraum im Netz der Gäste. Unterm Strich ein verdienter Sieg der Gastgeber, die von ihrem fairen Publikum zu recht gefeiert wurden. Für die Geraer heißt es, dass Spiel abhaken, nach vorn schauen und mit einem Sieg im nächsten Spiel zurück in die Erfolgsspur finden. Der Post SV Gera spielte mit: P. Nedved, L. Möbus --- K. Krech (1 Tor), M. Grützbach (4), S. Teichmann, St. Martin (11), D. Botor (2), St. Haupt, K. Rosenbaum (6) , E. Pfeifer (2) und J. Mühlberg (1). Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 22:03:50 HP Thüringer HC
Ersten Sieg ohne Leistungssteigerung erzielt SG Erfurt/Bad Langensalza - ESV Lok Meiningen 28:17 (16:6) Was gegen die Mannschaften aus Eisenach, Sonneberg, Gera und Hermsdorf nicht zum Sieg langte reichte gegen den ESV Lok Meiningen zu einem nie gefährdeten 28:17 (16:6)-Erfolg. Moralisch sorgte der erste Doppelpunktgewinn für neue Impulse, allerdings blieb die Mannschaft spielerisch wieder vieles schuldig. Konzentriert gingen die Gastgeber ins Spiel um endlich einmal mit einer schnellen Führung im Rücken ein Spiel gestalten zu können. Dies gelang beim 4:1 nach zehn Minuten auch. Allerdings machte in dieser Phase der Meininger Keeper Mike Pfeiffer viele Chancen zu nichte. Da Meiningen im Angriff fast wirkungslos agierte kam dann der Torhüter als Feldspieler in die Begegnung. Meiningen verkürzte auf 4:3 und blieb bis zum 7:4 im Spiel. Dann aber wirkten sich individuelle Vorteile gegen die sich im kompletten personellen Umbruch befindlichen Theaterstädter aus. Über ein 11:4 war beim Pausentee ein komfortabler Vorsprung erreicht. Nach dem Wechsel boten beide Mannschaften weiterhin nur mäßiges Landesliga-Niveau. Meiningen konnte nicht mehr, die Gastgeber verwalteten das Ergebnis. So plätscherte die Partie dahin. Der Höhepunkt war dann beim 24:12 erreicht. Weihnachtsbescherung gab es aber nicht, dafür war der Vorsprung beim Maximum angelangt. Am Ende ein verdienter Sieg der SG. Nächte Woche beim Pokalspiel in Großschwabhausen und dann auswärts in der gefürchteten Königseer Schiefer-Arena werden sich die Gegner allerdings dann heftiger wehren. SG Erfurt/Bad Langensalza: Dirk Wunderlich, Ulf Hering, Andreas Heyl; Sören Bernt (3), Christian Ratz (2), Andre Ahrens (2), Felix Menge (4), Christian Schmidt (3), Marcus Tunger (3), Sebastian Irovsky (1), Dominique Schlösser (1), Jens Ludwig (8/5). ESV Lok Meiningen: Holger Volkmar, Mike Pfeifer; Michael Leipold (5/1), Marcel Struck, Thomas Hildebrandt (5), Christian Toennies (3/1), Norman Volkmar (1), Georg Brachmann, Christian Ludwig (1/1), Björn Voigt (2). Straminuten: 16 - 14. Siebenmeter: 5/5 - 6/3. Rote Karte: Mike Pfeiffer (Meiningen - 39. - Umstossen des Gegners im Konter). Schiedsrichter: Steffen Dathe/Denis Lanzendörfer (Weißenfelser HV 91/SV 1925 Steuden). Zuschauer: 110. Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 16.10.2006 - 22:06:59 HP Meiningen
SG Erfurt/Bad Langensalza - ESV Lok Meiningen 28:17 (16:6) Leicht nervös, aber trotzdem guter Stimmung reisten die Männer des ESV Lok zum fälligen Punktspiel nach Bad Langensalza. Auch eine gehörige Portion Selbstvertrauen befand sich im Reisegepäck der Meininger Oberligahandballer, welches man sich am vergangenen Sonntag gegen Ronneburg erspielt hatte. Vielleicht hatte man sich die ganze Geschichte leichter vorgestellt und dabei fast vergessen, dass die Spielgemeinschaft vom HSC Erfurt und dem THC Bad Langensalza mit ganz anderen Zielstellungen in die Saison gestartet war und die an sie gesetzten Erwartungen bisher nicht erfüllen konnte. Das wollte die SG diesmal in eigener Halle rigoros ändern. Der ESV, ohne Mathias Krüger (2 Spiele gesperrt), ohne Bernd Rosemeier (Dienst) und ohne Matthias Baumann, der schon vorher mit der A-Jugend in Apolda gespielt hatte, wollte sich trotzdem so teuer wie möglich verkaufen. Der Anfang verhieß aber schon nichts Gutes. Meiningen hatte Anwurf und wollte sofort mit angesagtem Spielzug Flagge zeigen. Der Spielzug klappte, Thomas Hildebrandt traf aber nur den Pfosten. Letzter stand in den ersten 4 Minuten gleich 4x im Weg. Das zerrte schon recht kräftig am Nervenkostüm der Lok-Spieler. Ein weiterer Fingerzeig kam von den Schieris (aus Weißenfels/Sachs.Anh.), die in der 5. Minute für eine dunkelrotwürdige Notbremse an Th.Hildebrandt nur eine 2-Minuten-Strafe aussprachen. Mike Pfeiffer, der in Halbzeit zwei wieder im Feld spielte, erhielt dagegen in der 39.Minute für die gleiche Missetat regelgerecht den roten Karton gezeigt. Es gab noch einige Situationen, wo die Unparteiischen diesem Namen nicht unbedingt gerecht wurden. Dies war aber im Endeffekt nicht der Ausschlag gebende Umstand, warum der ESV das Spiel deutlich verlor. Der Berichterstatter muss sich wiederholen und die Fehlerquote als dafür mitverantwortlich nennen. Die Gastgeber schlugen gleich ein höllisches Tempo an, was in die Meininger Abwehr immer wieder Löcher riss, die gnadenlos genutzt wurden. Lok versuchte immer wieder mit angesagten Spielzüge zum Erfolg zu kommen und immer wieder hinderte die aggressive 4:2-Deckung der SG die Gäste daran. So versuchten dann Th.Hildebrandt, Christian Toennies und auch andere Spieler von Lok über Einzelaktionen sich den Weg zum Torwurf frei zuwuseln. Man wurde festgemacht oder der Ball ging verloren und EF/Bad Langensalza schaltete sofort auf Konter um. In der 1.HZ hatte Mike Pfeiffer und in der 2.HZ Holger Volkmar kaum Chancen, an den Ball zu kommen. So machte sich Lok selber das Leben wieder schwer und verlor entsprechend hoch gegen einen nicht deutlich besseren Gegner. Fazit des Trainers: ich muss es wiederholen, wir haben noch einen langen, schwierigen Weg vor uns. Das Spiel gegen Ronneburg war ein erster kleiner Lichtblick, mehr aber auch noch nicht. Die Spielgemeinschaft war im Zugzwang, da von dieser Kombination mehr erwartet wurde und wird. Statistik: Holger Volkmar (Tor) Mike Pfeiffer (1.HZ im Tor; 2.HZ Feldspieler), Michael Leipold (5/1), Normen Volkmar (1), Georg Brachmann, Marcel Struck, Thomas Hildebrandt (5), Christian Toennies (3/1), Christian Ludwig (nur bei 7-m einges.) (1/1), Björn Voigt (2), Alexander Zienert (n.e.) 7m: SG 5/5 ESV 7/3 2Min: SG 8 ESV 8 + rK. (39.) Schieri: Dathe/Lanzenhöfer (Weißenfels/Steuden) Zuschauer: 150 Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 17.10.2006 - 00:04:39 HP Königsee
Königsee lässt Tabellenführer zittern Thuringia nach zwei verletzungsbedingten Ausfällen gehandicapt HV Spielzeugstadt Sonneberg - SV Thuringia Königsee 30:29 (13:11) Von der Tabellenkonstellation her standen die Königseer vor einer kaum lösbaren Aufgabe beim aktuellen Tabellenführer. Doch die Rinnestädter überraschten mit einem sehenswerten Spiel, verkauften sich so teuer wie möglich und ließen die Sonneberger bis zur Schlusssirene zittern. Thuringia begann abwehrmäßig ganz stark, brauchte allerdings im Vorwärtsgang zu viele Anläufe zu etwas Zählbaren (2:0, 4.), was zu diesem Zeitpunkt bei den Gastgebern noch gravierender war. In dieser Auftaktphase hätte sich die Thuringia-Sieben schon einen schönen Vorsprung herausspielen können, doch Dademasch scheiterte mehrmals. Nach acht Spielminuten platzte auch der Knoten beim HVS, welcher seinen ersten Treffer beim 1:3 erzielte. Mit der Zeit kamen die Sonneberger besser zum Zuge, doch die Oldenburg, Najman & Co. hielten weiter dagegen, da sich Thuringia-Keeper Cadek als ein Meister seines Faches erwies und hielt, was zu halten war (4:3, 12.). In diesen Minuten große Aufregung auf der Königseer Bank, da es nach einem Foul an Dademasch nicht gut bestellt war für den Außen, der auch nicht wieder zum Einsatz kam. Doch nach wie vor lagen die Gäste vorn (7:5, 16.), die weiter geschickt ihr Spiel aufzogen, allerdings quälte sich auch Anders mit einer Knieverletzung über die Zeit. Als in den weiteren Minuten weiterhin viel Leerlauf bzw. Fehler das Königseer Spiel bestimmten, drehte der Tabellenführer das Match zu seinen Gunsten (9:7, 21.). Die Rinnestädter kämpften aufopferungsvoll weiter und erreichten wieder den Ausgleich (10:10, 25.). Der Favorit rüttelte nun mächtig an den Ketten (13:11.). Die Königseer zogen sich auch mit Beginn des zweiten Spielabschnittes weiter achtbar aus der Affäre, wo man erneut ausgleichen konnte (14:14, 33.). In diesen Minuten fielen die Treffer wie reife Früchte, da beide Torhüter nichts zu bestellen hatten. Freude auf Seiten der Gäste, die durch Najman wieder in Front ziehen konnten (17:16, 37.). Auch in der Folgezeit blieben die Thuringia-Akteure auf der Höhe des Geschehens, welche sich allerdings die Führung wieder aus der Hand nehmen ließen (18:19, 41.) und die Sonneberger ziehen lassen mussten (18:21, 43.). Die Hohmann-Schützlinge ließen sich davon nicht beeindrucken und verkürzten (22:23, 47.), mussten aber nun nach Dademasch auch auf Anders verzichten. Diesen Schock nutzten die Gastgeber, die sich erneut absetzten (26:23, 51.). Wer nun dachte, Königsee bricht zusammen, sah sich getäuscht. Thuringia kämpfte sich auf Tuchfühlung (25:26, 55.), was aber keinen langen Bestand hatte (25:28, 57.). In den letzten Spielminuten setzten die Rinnestädter alles auf eine Karte. Ein Remis kam beim 28:29 (59.) wieder in den Bereich des Möglichen, was Sonneberg mit dem letzten Angriff zunichte machte. Höhne, Cadek; Anders (4), Lächa, Götz, Göring (3), Najman (11), Dademasch (1), Friedrich (4), Oldenburg (6). Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 17.10.2006 - 00:10:39 OTZ Stadtroda 17.10.2006
Toll gekämpft und alles gegeben Hermsdorfer ärgern Favoriten Bad Blankenburg - HSV-Rückraum erlöst Schreiber SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg 26:32 (14:16) Eine seltsame Stimmung herrschte am Sonntag nach dem Abpfiff in der Halle. Die Sieger aus Bad Blankenburg feierten, und auch die unterlegene Mannschaft aus Hermsdorf nahm den Applaus der meisten der 350 Zuschauer entgegen. Aber irgendwie waren die Hermsdorfer nicht ganz zufrieden. Sie hatten sich mehr ausgerechnet. Vor allem dem Coach Jens Friedrich merkte man es an. Seine Jungs hatten kämpferisch alles gegeben, hatten den Favoriten beim 18:18 (36.) und später noch beim 26:28 (54.) mächtig geärgert, doch das "i"-Tüpfelchen zur Glückseligkeit fehlte. Die Gäste, mit dem Ex-Hermsdorfer Coach Steffen Schreiber, hatten im Rückraum die stärkeren Einzelspieler. Sabrsula, der Hüne im halblinken Rückraum, und der Linkshänder Ardan (mit einem unglaublichen Tor von Rechtsaußen), mussten weniger Aufwand betreiben, um die wichtigen Tore zum Sieg beizusteuern. Sie feuerten die Bälle aus allen Lagen in Richtung Hermsdorfer Tor - und trafen. Mehrere Male klatschte der Ball an den Innenpfosten oder an die Unterkante der Torlatte. Auf der Gegenseite wurde Keeper Frank Recknagel, er kam nach der Pause, berühmt geworfen. Schreiber spürte man bei seinem "Heimspiel" die Erleichterung an. Sein überschwenglicher Jubel war nicht gespielt. Er stand unter Druck nach seinem überraschenden Vereinswechsel. In den letzten Minuten hielt Schreiber die Grüne Karte in der Hand, er zögerte, tanzte um den Zeitnehmertisch herum. Seine Jungs erlösten ihn mit den drei Toren vom 29:26 (54.) zum 31:26 (58.). Am Ende gab´s ein langes Gespräch zwischen den beiden Übungsleitern. Schreiber lobte die junge Hermsdorfer Truppe. "Ihr habt uns das Leben ganz schön schwer gemacht." Friedrich gab das Kompliment zurück. Er sprach von der besten Saisonleistung. "Wir haben den Kampf angenommen. Entscheidend waren die gestandenen Spieler. Sie haben den Unterschied ausgemacht." Und dann bedankte sich Friedrich beim Publikum. "So eine Kulisse ist für eine zweite Mannschaft nicht normal." Oswald, Meißner, Remme, Opel, Rust (4), Werrmann (7), de la Motte (8), Varchmin (1), E. Trautvetter (1), Machts (1), Hobritz (1), Parybyk, Schreck (3). Titel: 5. Spieltag Beitrag von: Marco am 18.10.2006 - 12:27:43 TA Erfurt 18.10.2006
Nie ohne Kopfschmuck SG Erfurt/Bad Langensalza - ESV Lok Meiningen 28:17 (16:6) Andere Handballer tragen einen Knieschutz oder Bandagen für die Gelenke. Jens Ludwig braucht diese nicht. Besonders großen Wert legt der 36-Jährige allerdings auf ein anderes Detail. Auch in der Salzahalle ist Jens Ludwig damit locker auszumachen. Kein anderer auf dem Parkett trägt einen solchen Kopfschmuck. Das rot-weiß-blaue Tuch mit den 50 Sternen für die amerikanischen Bundesstaaten ist seit Jahren mit dabei. Auch am vorigen Samstag fehlte es nicht, als die Oberliga-Männer der SG Erfurt/Bad Langensalza beim 28:17 (16:6) gegen Meiningen ihren ersten Sieg landeten.Die Freude fiel aber verhalten aus. Nicht zuletzt auch beim 36-jährigen Linkshänder, obwohl er mit acht Toren zum besten Werfer beim Gastgeber avancierte. Was zuvor gegen Eisenach, Sonneberg, Gera und Hermsdorf nicht zum Sieg gereicht hatte, war für den Letzten aus Südthüringen genug. Mühelos holte sich der Aufsteiger den moralisch wertvollen ersten Doppelpunkt. Spielerisch blieb die Truppe um Trainer Andrzej Minevski indes wiederum vieles schuldig. "Meiningen war erschreckend schlecht", befand Ludwig, ohne dabei die Leistung seiner Mannschaft aufwerten zu wollen. Anspruchsvolle Oberligakost hat die im dritten Heimspiel nicht geboten. Dafür war alles zu "eckig und kantig", meinte der Rückraummann.Wissen muss er es. Schließlich ist die höchste Thüringer Spielklasse seit mehr als zehn Jahren Tummelplatz des Erfurters, der nach dem Abstieg der Ilmenauer zur neu ins Leben gerufenen Spielgemeinschaft wechselte. Zusammen mit dem neuen sportlichen Leiter Andreas Köthe, unter dem Ludwig schon vor Jahren beim SSV Erfurt-Nord und später auch in Ilmenau trainiert hatte, und mit den Spielern Dominique Schlösser sowie Johannes Trommer kehrte er sozusagen an seine einstige Wirkungsstätte zurück. Denn sowohl der THC als auch der HSC, die im Männerbereich nun eine Liaison eingegangen sind, haben ihre Wurzeln im Erfurter Norden. Auch die des Handballers Jens Ludwigs liegen dort. Und er hat noch einmal "Blut geleckt"."Eigentlich wollte ich nur aushelfen. Ich bin schließlich nicht mehr der Jüngste", schmunzelt Ludwig, dessen Dienste für die SG derzeit über die eines Notnagels weit hinausgehen. Nach einer Halbzeit gegen Sonneberg (26:28) und sechs erzielten Toren stand er nun gegen Meiningen beinahe komplett auf dem Parkett. Anfangs in der Abwehr, dann auch im Angriff halbrechts und außen. Acht Tore steuerte er bei. Fünf erzielte er durch Siebenmeter, weil er das interne Strafwurfduell im Training gegen Felix Menge und André Ahrens gewonnen hatte.Den ungefährdeten Sieg über Meiningen will Ludwig jedoch nicht überbewerten. "Wir müssen kleinere Brötchen backen", steht für den Amerikafan durch und durch fest. Der Neuanfang, um in Erfurt wieder Oberliga-Handball zu etablieren, gestaltet sich schwerer als erwartet. "Das ist ja kein Wunder. Durch die Akteure vom THC, HSC Erfurt und von Ilmenau muss praktisch aus drei Mannschaften eine gebildet werden", sagt der Mann mit dem Kopftuch. Trotz der Unerfahrenheit sieht er die SG auf einem guten Weg.15 Mann zählt der Oberliga-Kader und 15 vornehmlich junge Spieler stehen in der Zweiten in der Wartschlange. "Der Abstieg dürfte gar kein Thema sein", blickt Ludwig voraus. Auch mit dem Wissen, dass die neue Mannschaft vorerst ohnehin nichts zu fürchten hat. Durch Suhls Rückzug gibt es keinen Absteiger. "Die Spielgemeinschaft hat schon zwei Oberliga-Jahre gebucht, ohne was dafür zu können", sieht er in der Ehrenrunde den großen Vorteil eines Testjahres. Nach dem will der zweifache Familienvater den nachrückenden Talenten das Oberliga-Parkett überlassen. Vielleicht sogar ganz. Der Kopfschmuck, der natürlich nur die Augen vor Schweiß schützen soll, hat längst noch nicht ausgedient.
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