Thüringer Handball-Verband

Pinnwand => Oberliga => Thema gestartet von: Marco am 12.10.2008 - 10:17:05



Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 12.10.2008 - 10:17:05
11.10.2008  16:00
ThSV Eisenach II - HSG Werratal 05
[Werner Seelenbinder Sporthalle Eisenach]

11.10.2008  17:30
LSV Ziegelheim - SV Thuringia Königsee
[Wieratalhalle Ziegelheim]

11.10.2008  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Apolda 1990
[Nessetalhalle Goldbach]

11.10.2008  19:00
Thüringer HC - SV T&C Behringen/Sonneborn
[Salza-Halle Bad Langensalza]

12.10.2008  16:00
HSC Erfurt - Sonneberger HV
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]

12.10.2008  16:30
Ernestiner SV Gotha - HSV Ronneburg
[Ernestinum Sporthalle Gotha]


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 12.10.2008 - 10:25:50
HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - SV Thuringia Königsee  39:28 (18:15)
   
Mit einem standesgemäßen Pflichtsieg vor knapp 400 Zuschauern haben sich die Ziegelheimer Handballer ihrer Aufgabe gegen Liga-Schlusslicht Königsee entledigt. Dabei zeigten die Hausherren vor allem in der Anfangs- und Endphase der ersten Hälfte Einstellungsschwächen, nach dem Seitenwechsel distanzierten sie die Gäste souverän.

Königsee deckte zunächst offensiv gegen David Heinig und Steffen Moritz, was den Ziegelheimern aber kaum Probleme bereitete. Andre Heinig nahm die Zügel in die Hand und war oft nicht zu stellen. Dagegen fehlte in der Hintermannschaft Biss und Konzentration. So lieferten sich beide Teams in den ersten Minuten einen offenen Schlagabtausch (6:6, 8.). Dann endlich stand die „grüne Wand“ und schon war Ziegelheim mit 12:6 auf und davon (16.). Den Vorsprung behaupteten die LSV-Männer jetzt anscheinend mühelos (17:11, 25.). Doch die sichere Führung war trügerisch. Königsees Keeper steigerte sich gegen allerdings nicht besonders platzierte Würfe und auch in der Hintermannschaft fingen sich die Ziegelheimer Männer viele vermeidbare Bälle ein. Die Quittung war ein, gemessen an den Spielanteilen, relativ unbefriedigender Pausenstand. „Wir müssen einfach unseren Schlendrian abstellen“, so Karsten Knöfler, der sich wegen eines grippalen Infektes diesmal auf das Coachen beschränkte. Es dauerte wieder einige Minuten, ehe die LSV-Truppe seine Worte beherzigt hatte (22:18, 35.). Schritt für Schritt nahm der LSV-Express Fahrt auf. Die Thuringia-Deckung wurde mit viel Bewegung oder gleich per schnellem Gegenstoß aus den Angeln gehoben. Torgefahr herrschte auf allen Positionen. Ralf Reusch und Christian Godlinski waren am Kreis kaum zu stellen und auch die Außen Marcel Jahn und Robert Kühnert brachten sich mit ins Spiel ein. Zwei Kempa-Tricks aus dem Spiel heraus, eingeleitet über Robert Kühnert und Nick Sense, abgeschlossen von David Heinig, begeisterten die Fans auf den Rängen. In zehn Minuten machten die LSV-Männer alles klar (34:21, 48.). In der Schlussviertelstunde zeigte der für den zur Zeit verletzten Steve Rüger im Kasten eingesprungene Tobias Hahn, dass er noch ganz gut auf Zack ist. Sieben Paraden in der Schlussviertelstunde gingen auf sein Konto. Ziegelheim verwaltete die klare Führung (37:23, 54.), kleinere Unkonzentriertheiten ermöglichten den Gästen zum Ende hin etwas Ergebniskosmetik. Mehr war für sie an diesem Abend nicht möglich. Der LSV ist mit dieser Leistung für das am kommenden Wochenende in Ronneburg steigende Ostthüringenderby gut gerüstet und vielleicht können sie mit einem ähnlich couragierten Auftreten wie in Hermsdorf für eine Überraschung sorgen.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (3), D: Heinig (14/1), A. Heinig (4), Moritz (5), Reusch (3), Knöfler (n.e.), Wunderlich (1), Kühnert (2), M. Jahn (5/2), Sense (2)
Strafminuten: LSV 6; Thuringia 14 inkl.1 RK   
7m: LSV 7/4; Thuringia 5/4
Schiedsrichter: Grußdorf/Breier (Nordhäuser SV)


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 00:30:14
HP Goldbach

Die Erfolgsstory geht weiter

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Apolda 1990  28:27 (13:11)

Goldbach/Hochheim bleibt in der Erfolgsspur. Mit nur einem Treffer Vorsprung - 28:27 - bezwangen die Blau-Weißen den Zweitplatzierten HSV Apolda in einer an Spannung und Dramatik kaum zu überbietenden Begegung. Dabei blieben sie ihrer derzeitigen Linie treu, drehten die Partie erst in den letzten Minuten und gewannen wieder ganz knapp.

In Minute elf lagen die Nessetaler mit 5:6 hinten, zogen dann auf 9:6 davon. Einmal mehr überzeugte die offensive 3-2-1 Abwehrreihe; Die vorgezogenen Spieler nahmen die überraschten Apoldaer Recken fast schon an der Mittellinie in Empfang. In dieser Phase versäumten es die Goldbacher sich entscheidend abzusetzen, gingen vorn mit ihren klaren Chancen recht leichtfertig um. Einen Pfostenknaller von Sebastian Juhnke nahm Kapitän Michael Stegner auf und stellte den 13:11 Halbzeitstand her. Die Partie wurde sehr intensiv geführt, die Goldbacher Medizinabteilung um Dr. Jens Krannich hatte alle Hände voll zu tun. Die zahlreichen Blessuren hielten die blau-weißen Recken jedoch nicht davon ab, sich den “körperlich überlegenen Apoldaer Riesen” ohne Unterlass entgegen zu stemmen.

Die kämpferische Spielweise der Goldbacher forderte konditionellen Tribut. Phasenweise hatten sie sich förmlich aufgerieben, hängten Mitte der zweiten Halbzeit sichtlich durch. Mehrmals hintereinander leisteten sie sich ohne Not und Bedrängnis im Angriff Abspielfehler und hinten schnappte die Konterfalle zu. Die Fans waren geschockt, denn eine 20:17 Führung schlug blitzschnell in einen 20:23 Rückstand um.

Eine Auszeit richtete die Nessetaler schnell wieder auf: Holger Paslat hielt nun den Abwehrblock zusammen, trat wirkungsvoll den Apoldaer Werfern entgegen. Zwei ragten in der Schlussphase noch heraus: Sebastian Juhnke agierte in der Art und Weise eines modernen Linksaußen, zog kompromisslos aufs Apoldaer Tor und beförderte den Ball dabei dreimal mit Übersicht ins Netz. Christopher Kohls hingegen zeigte keine Nerven und schenkte den guten Lars Möbus gleich drei Siebenmeter, so auch den entscheidenden Treffer zum 28:27, ein.

“Glück gehört schon dazu, bei solch engen Kisten”, sagte Goldbachs Trainer Sven Rothhämel nach dem Abpfiff. “Doch jeder glaubte fest an sich, zeigte große Moral. Die Spieler haben etwas Wesentliches total verinnerlicht, dass jederzeit alles drin ist und ein Spiel seine vollen 60 Minuten dauert“, ergänzte er seine spontane Analyse.

Goldbach: Schneegaß, Harseim, Voigtritter, Skowronek 1, Kohls 10/4, Paslat, St.Juhnke 3, Taubert 3, Andreas, M.Stegner 1, Trenkelbach 3, Moratschke 1, Se.Juhnke 6/1, Laufer;
Strafwürfe: 5/6 (Apolda 0/1),
Zeitstrafen: 3 (Apolda 8).


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 00:32:52
HP Apolda

Niederlage beim Team der Stunde

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Apolda 1990  28:27 (13:11) 
 
Mit der knappsten aller Niederlage kehrten unsere Jungs vom Spitzenreiter zurück. Der SV Blau Weiß Goldbach/Hochheim gewann 28:27 und darf sich weiter über den Platz an der Sonne freuen.
Die Fans beider Teams sahen in der vollbesetzten Goldbacher Sporthalle ein Spiel, das es in sich hatte. Werbung pur für den Handball! Spannung, Dynamik, Leidenschaft – nichts hat gefehlt, wenn man aus Apoldaer Sicht vom Endresultat absieht.
Goldbachs Defensive begann sehr offensiv, versuchte, unseren Spielaufbau sehr früh zu stören. Doch wir waren vorbereitet. Wenngleich wir nicht so antworteten, wie wir uns das gewünscht hatten, blieben wir doch immer im Rennen. Nur kurz, so zwischen der 18. bis 25. Spielminute verloren wir etwas den Faden, kamen kurz aus dem Rhythmus. Doch beim 13:11 zur Halbzeit für Goldbach war alles noch offen.
Mit Wiederanpfiff das gleiche Bild. Die Nessetaler legen vor und unser Team zieht nach. Doch so richtig kommen wir erst ab der 40. Minute vom Fleck. Matthias Koch erkämpft jetzt drei Bälle in Folge und unsere Verteidigung stellt die Gastgeber vor fast unlösbare Aufgaben. Auch Lars im Kasten steigert sich von Minute zu Minute. So wird aus dem 18:15 für Goldbach ein 23:20 für den HSV.
Jetzt, so hoffen die wieder zahlreichen und unüberhörbaren HSV-Fans, können wir es packen - Goldbach zum zweiten Mal in eigener Halle bezwingen. Sollte der Wunsch Wirklichkeit werden? Die Vorstellung ist schon ganz nahe, doch was eben noch super funktionierte, geht jetzt in die Hose.
Goldbachs Torwart Schneegaß hält wieder einige HSV-Knaller und der Spitzenreiter gibt nicht auf. Nach einer Auszeit der Gastgeber kämpfen diese sich wieder ran, erzielen beim 26:26, drei Minuten vor ultimo wieder den Ausgleich. Unseren Männern, nach etlichen Zeitstrafen arg gebeutelt, gehen die Ideen aus und kleine Unaufmerksamkeiten in der Defensive besiegeln unser Schicksal. Nach dem entscheidenden 28:27 für die Gastgeber sind noch zwanzig Sekunden zu spielen, doch die Tabellenführer verteidigen ihren Kasten erfolgreich. Abpfiff der Unparteiischen - hängende Köpfe bei unseren Jungs, überschwänglicher Jubel bei Blau-Weiß. So ist Handball! Schade für unseren HSV, denn dieses Klassespiel hätte wohl zwei Sieger verdient.

Unsere Mannschaft
Lars Möbus, Nils Hübscher (Tor)
Marco Stanek, Roger Gierschick (2), Arsim Zogaj, Torsten Dippmann (2), Florian Dejmek (2), Dominik Althoff (1), Volker Goldmann (1), Viorel Sava (8), Mark Rath (3), Sebastian Triller (2), Matthias Koch (6), Alexander Berceanu

Strafen
Strafwürfe: Goldbach: 6/4 Apolda: 1/0
Zeitstrafen: Goldbach: 3x2min Apolda: 8x2min

Schiedsrichter: Luther/Jäger (SV Wartburgstadt Eisenach)

Spielfilm: 1:0, 6:6, 9:6, 10:9, 13:11 (Hz.)
15:12, 18:15, 20:17, 20:23, 22:24, 25:26, 26:26, 27:27, 28:27


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 00:36:48
HP Eisenach

Erwarteter Erfolg über Aufsteiger HSG Werratal   
   
ThSV Eisenach II - HSG Werratal 05  29:24 (15:9)
 
Ohne Bäume auszureißen, ohne spielerischen Glanz zu verbreiten, bezwang das junge Team des ThSV Eisenach II erwartungsgemäß Aufsteiger HSG Werratal 05 mit 29:24 (15:9), verbuchte damit den zweiten Sieg der noch frischen Saison in der Oberliga Männer. Die Schützlinge von Frank Ihl durchlebten einige Wellentäler. „Daher bin ich auch nur mit dem Ergebnis, nicht mit dem Verlauf der 60 Minuten zufrieden“, stellte der ThSV-Coach klar.

Die Defensive mit einem gut aufgelegten Andreas Nositschka im Tor legte in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Erfolg, gestattete den Südthüringern bis zum Seitenwechsel lediglich neun Torerfolge. Routinier Andre Stegner hielt auch während holpriger Situationen seine 17 bis 19-jährigen Nebenleute auf Kurs, war mit neun Treffern zugleich erfolgreichster Werfer für seine Farben. „Im Angriff unterliefen uns besonders mit den Wechselspielern zu viele einfache Fehler, wurden Spielsituationen falsch erkannt, wurde die falsche Wurfvariante gewählt“, analysierte Frank Ihl. Trotz einer 17:10-Führung (35.) für den ThSV Eisenach II kamen die Südthüringer nochmals bis auf drei Treffer heran (19:16, 43./24:21, 52.). Um nicht in die Bredouille zu kommen, wechselte Frank Ihl wieder sein Stammpersonal ein. „Das Bemühen war allen nicht abzusprechen, Rückstände in der Abwehrarbeit aber auch im Vorwärtsgang können nur mit beharrlicher Arbeit minimiert werden. Das ist unsere Aufgabe. Die leistungssportliche Einstellung ist hierfür die Grundlage“, unterstrich Frank Ihl.

Offensichtlich bei den Gästen, die mangelnde Torgefahr aus dem Rückraum. „Mit Spielzügen zu allen Kreispositionen versuchten wir das zu kompensieren, erarbeiteten uns vielfach gute Torchancen, ließen davon allerdings eine Vielzahl aus“, resümierte Klaus Schneider, der Coach der HSG Werratal 05. Auch der Ex-Eisenacher Sascha Kleint suchte lange vergeblich nach dem richtigen Zielwasser. Vom Punkt und bei den Würfen von Linksaußen, ThSV-Keeper Andreas Nositschka blieb lange Zeit Sieger.
Das Team aus dem Sportzentrum Breitungen begann vor spärlicher Kulisse, nicht einmal 100 Zuschauer verloren sich im weiten Rund der Werner-Aßmann-Halle, respektlos. Gefällige Ballstafetten führten zum 3:4 durch Martin Schmidt vom Kreis (6.). Freilich die letztmalige Führung der Gäste. Die Eisenacher erhöhten das Tempo, Bewegung mit und ohne Ball, Torgefahr von Paul Lipsky aus dem linken und Bert Hartfiel aus dem rechten Rückraum, die Gastgeber stellten mit ihren Treffern zum 10:6 (16.) die Weichen. Die Unparteiischen Fladerer/Möller (Arnstadt) erstickten bereits den Versuch von überharten Aktionen im Keim und waren damit gut beraten. Schnelles Spiel der Eisenacher zum Kreis zogen Siebenmeter-Entscheidungen der Referees nach sich. Nachdem Andre Stegner zunächst sicher versenkte, blieb Werratals eingewechselter Schlussmann Rene Menschner gegen Eisenachs Routinier bei dessen 4. Strafwurf Sieger (17.), kaufte auch dem jungen Robby Schindler das Leder vom Punkt ab (25.). Die Werrataler steckten in keiner Phase den Kopf in den Sand. Die Eisenacher wechselten frühzeitig durch, brachte die noch jüngere Generation mit Jakub Vanek und Christian Lämmerhirt. Vergeblich versuchten die Gäste mit der Einwechslung ihres bundesligaerfahrenen Oldies Kay Gehri dem eigenen Angriffsspiel mehr gefährlichen Zuschnitt zu verleihen. Johannes Drieß traf nach einem Tempogegenstoß zum 15:9-Pausenstand.
Nach Wiederanpfiff erhöhte der im linken Rückraum eingewechselte Felix Knoblich mit scharfem und plazierten Wurf auf 17:10 (34.). Doch dann lief es holprig bei den Hausherren, ermunterte die wackeren Gäste. Werratals Michael Schneider narrte die ThSV-Abwehr, markierte den 15. Treffer für sein Team. Der in der zweiten Halbzeit auftauende Ronny Schlesinger verkürzte für die Gäste gar bis auf drei Treffer (19:16, 43.). Paul Lipsky und Bert Hartfiel kamen von der Bank zurück. Johannes Drieß zirkelte das Leder von Linksaußen zum 22:17 (47.) in die Maschen. Mit einer offensiver ausgerichteten Deckungsarbeit (Thomas Kolbe vorgezogen), störten die Gäste den Angriffsfluss der Eisenacher. Nach dem 24:21 (52.) hieß beim ThSV Eisenach II mit zwei vor der eigenen Deckung agierenden Spielern Balleroberung die Devise. Andre Stegner startete zum 27:21 (54.) durch. Florian Schulze setzte, mustergültig freigespielt, vom Kreis den Schlusspunkt zum 29:24. „Im Aufeinandertreffen mit jungen durchtrainierten Burschen der Eisenacher Zweitbundesligareserve haben wir uns Aufsteiger recht gut verkauft“, zeigte sich selbst Verlierer-Coach Klaus Schneider nicht unzufrieden.

ThSV Eisenach II: Nositschka, Enke; Vanek, Sandrock, Schulze (1), Knoblich (1), Hartfiel (4), Schindler (1/1), A, Stegner (9/5), Lipsky (4), Eisenberg, Lämmerhirt (1), Drieß (6), Keller (2)

HSG Werratal 05: Jakob, Menschner; Gehri, Schmidt (5/1), Schlesinger (6), Kolbe (2), Osterwald, Barth, Wagner (1), Kleint (7/1), Westhues (2), M. Schneider (1)

Siebenmeter: ThSV II 8/6 – Werratal 7/4
Zeitstrafen: ThSV II 6 x 2 Min. – Werratal 7 x 2 Min.
Schiedsrichter: Fladerer/ Möller (Arnstadt)
Zuschauer: 100


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 00:39:16
Infoline Hermsdorf

Hermsdorf schlägt den Post SV Gera

SV Hermsdorf - Post SV Gera 27:17 (8:7)

Beide Trainer hatten schon vor Spielbeginn den Finger in die Wunde gelegt. In ihrem Vorwort zum Spiel gegen die Postler schrieben sie:“ Unsere Mannschaft durchlebt einen Lernprozess und das muss man ihr zugestehen.“ Und im weitern sagten sie auch: “Das Denken in einigen Köpfen, die Hermsdorfer seinen die „Überflieger“ und als Regionalligaabsteiger immer Favorit, ist mittlerweile mehr als Fehl am Platz und überholt. Jedes Spiel geht bei Null los und gegen jede Mannschaft muss erst mal gespielt werden.“
So war es auch gestern. Hermsdorf der Top-Favorit, Gera als Mannschaft die es galt „abzuschlachten“, dachten jedenfalls viele. Es sollte aber etwas anders kommen.
Hermsdorf bestimmte von Anfang an das Tempo im Spiel. Man kombinierte und schaffte sich die notwendigen Räume. So weit so gut. Was fehlte war der Abschluss. Ein toll aufgelegter Nerved im Geraer Tor wurde zum Alleinunterhalter. Er kaufte den Hermsdorfer Spielern reihenweise den Schneid ab. Mit dieser überragenden 1. Halbzeit hielt er allein die Post im Spiel und verunsicherte zunehmend unsere Werfer. Gera ging jeweils drei Mal im Führung bis zum 4:3. Danach hatte die Hermsdorfer Deckung, mit den in der 1. Halbzeit haltenden Ch. Szlapka im Tor, den Geraer Rückraum im Griff. Im Gegenzug warf man aber Nedved berühmt. Er hielt in den ersten 30 Minuten 12 Bälle und es kamen noch 4 Holztreffer dazu. Hermsdorf setzte sich zwar auf 8:5 ab musste aber noch zwei Konter kassieren zum schmeichelhaften 8:7 zur Halbzeit.
Die Trainer ließen die Mannschaft in der Halbzeit in Ruhe. In einer kurzen Ansprache wurde verlangt, im Abschluss energischer zu agieren. J. Heilwagen kam auf Rechtssaußen, dafür rückte de la Motte auf Linksaußen und Rust an den Kreis. Im Tor begann in der zweiten Halbzeit R. Meißner. Die ersten 5 Minuten sah es so aus, als würde dich kaum was ändern. Post glich zum 9:9 aus. Danach ging ein spürbarer Ruck durch die Mannschaft. Die Jungs kamen ins Laufen und setzt nun auch ihre bessere Physis in Zählbares um. Mit einem Zwischenspurt zogen die Gastgeber auf 17:10 davon. Die Postler bekamen zusätzlich berechtigte Zeitstrafen, weil sie die Hermsdorfer Angreifer nur noch unfair bremsen konnten. Hermsdorf hielt das Tempo hoch und hatte nun auch den notwendigen Erfolg. Beide Außen trugen sich gleich mehrfach in die Torschützenliste ein. Der Bann war gebrochen. Post konnte nochmals kurzzeitig auf einen Rückstand von 6 Toren zum 20:14 verkürzen, das war’s aber auch schon mit der ganzen Herrlichkeit. Renne im Tor, mit 11 gehaltenen Bällen, trug maßgeblich zum am Ende deutlichem 27:17 bei. Es war kein berauschendes Spiel, halt ein Arbeitssieg, es lässt uns zudem noch viel Luft nach oben.
Es kommen andere Gegner, die mit Sicherheit stärker sind, die aber vielleicht nicht solch einen starken Keeper im Tor haben. Gekämpft haben unsere Jungs, das kann man keinem Absprechen. Die notwendige Sicherheit im Abschluss wird kommen.
Dank an unseren Fanclub, der über die gesamte Spielzeit Bambule gemacht hat.
Es war ein Sieg mit 10 Toren Vorsprung, nicht mehr aber auch nicht weniger.
Zum Schluss noch ein Zitat unser beiden Trainer: “Die Mannschaft ist gewillt über 60 Minuten zu kämpfen, den Gegner unser Spiel aufzuzwingen und Ihnen den ersten Heimsieg zu schenken.“ Das hat sie gemacht, ohne wenn und aber.
Tore für Hermsdorf: Högl (6/1); Grützbach (4); Heilwagen(4); de la Motte (6); Rust (1); Riedel (6/4).
7 Meter: SVH 8/5 Post: 5/3
2 Minuten: SVH 6 Post: 10 (dabei 1x RK für 3x 2 Minuten)
Schiedsrichter: Niedtner/Valley


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 11:47:25
HP Thüringer HC

In der Oberliga angekommen

Thüringer HC - SV T&C Behringen/Sonneborn  32:26 (16:14)

Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung, bei der auch in kritischen Situationen die Kampfmoral stimmte, konnten die THC-Männer ihren ersten Saisonsieg und zwei wichtige Punkte einfahren. Im Nachbarschaftsduell konnte der SV T&C Behringen/Sonneborn mit 32:26 (16:14) bezwungen werden.
 
Behringen/Sonneborn erwischte den besseren Start und lag  nach sieben Minuten mit 4:1 vorn. Vor allem der wurfstarke Mirko Brachmann setzte sich eins ums andere Mal durch. Doch die THC-Abwehr mit einem gut aufgelegten Thomas Freytag im Gehäuse stellte sich zunehmend besser auf diese Aktionen ein. Bereits nach weiteren zwei Minuten und drei Tempogegenstößen war der Ausgleich hergestellt (4:4/9.). In der nächsten Viertelstunde dann ein Schlagabtausch auf hohem spielerischem Niveau und mit ständig gleichem Ablauf:
Die Gäste legten ein Tor vor, der THC antwortete und zog gleich. Bemerkenswert in dieser Phase das ausgezeichnete Kreisläuferspiel beim Gastgeber. Dominique Schlösser wurde von allen Rückraumpositionen mit wunderschönen Zuspielen bedient und war damit erfolgreich.
Dann in der 25. Minute der letzte Gleichstand bei 14:14. Der THC legte noch eine Schippe drauf. Christian Kley kam jetzt über den Rückraum zur ersten Führung und Markus Tunger legte sofort noch ein weiteres Tor nach (16:14/26.). Behringen/Sonneborn kämpfte nun seinerseits um den Anschluss, der THC stemmte sich dagegen und verlor Christian Schmidt durch Rote Karte. Den folgenden Strafwurf entschärfte Andreas Heyl, so dass bis zur Pause kein Tor mehr fiel.

In den zweiten Abschnitt hatten die Hausherren den besseren Start. Christian und Philipp Kley besorgten den Vier-Tore-Vorsprung (18:14/32.). Dann die nächste Rote Karte, diesmal Sebastian Irovsky nach “taktischem Foul“ und Hektik kam auf. Jetzt zählte die Erfahrung von Andrej Minevski, der das Spiel seines Teams beruhigte und selbst abgezockt im Angriff die Fäden zog. So blieb es bis zur Schlussviertelstunde beim Vorsprung von drei bis vier Toren für die Gastgeber, ehe dann wieder Mirko Brachmann seine Farben heranbrachte (24:23/47.).
Noch einmal war alles offen. Was folgte, waren hektische Angriffe und zahlreiche Fehlversuche auf beiden Seiten. Als Erster fand der THC zurück ins Spiel und konnte mit Christian Kley und Manuel Binternagel den alten Abstand herstellen(26:23/50.). Angeführt vom überragenden Markus Tunger und einem selbstbewussten Philipp Kley(drei Tore in Folge) setzte der THC zum Endspurt an. Die Gäste mussten ihrer kräftezehrenden Abwehrarbeit mehr und mehr Tribut zollen und brachten gegen den ebenfalls gut aufgelegten Andreas Heyl kaum einen Ball ins Ziel. Der THC nutzte seine Chance und baute seinen Vorsprung zum leistungsgerechten Endstand noch aus.

THC: Andreas Heyl, Thomas Freytag; Christian Kley (8), Philipp Kley (6), Andrej Minevski (1), Manuel Binternagel (1), Markus Tunger (7), Christian Schmidt (1), Lars Mickley, Marcus Hoyer (1), Sebastian Irovsky (2), Dominique Schlösser (5), Chris Hobert, Georg Erkenberg.

Schiedsrichter: Uwe Kolb/Sigmar Raßbach (HV Beerberg Goldlauter/HSG Werratal 05).


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 20:12:23
HP Erfurt

Steffen Ahrens und Johannes Trommer waren die Trümpfe die stachen

HSC Erfurt - Sonneberger HV 29:24 (14:13)

Am Sonntag dem 12.10. gab der Sonneberger HV seine Visitenkarte im Erfurter Sportgymnasium ab und bestätigte dass, was der Trainer vorhersagte.

„Wenn wir die Achse Müller, Blechschmidt, Gurtowoi in den Griff bekommen, können wir das Spiel für uns entscheiden“.

In der 25. Minute war es dann Gurtowoi selbst, der durch die dritte 2 Minuten Strafe diese Arbeit den Erfurtern abnahm und letztendlich damit den Spielausgang vorzeichnete.

Wie schon in den letzten Spielen, erwischten die Gäste den besseren Start und zogen auf 2:5 davon. Hier wirkte der Deckungsblock der Erfurter nicht aggressiv genug und im Angriff mussten sich die Baumgarten, Ahrens und Co. erst „warmwerfen“.

Dann fasste sich Steffen Ahrens ein Herz, zog immer wieder kraftvoll im 1:1 an den Ketten und schloss auch erfolgreich ab. Seinen Aktionen war es auch zu danken, dass sich Gurtowoi

die drei 2 Minutenstrafen abholte und somit sein Team entscheidend schwächte. Die Schiris Dähne/Scholz schickten dann aber auch auf der anderen Seite in schöner Regelmäßigkeit 2 oder 3 Erfurter auf die Strafbank. Dies schien die Zeitnehmer etwas zu fordern, denn im Protokoll steht A. Ahrens mit nur einem Treffer. Und der Schreiber hat mindestens 2 Tore von Andre gesehen. Die Schiris behielten ihre etwas kleinliche Linie bei und sorgten so für viel Platz auf dem Spielfeld. 10x2 Minuten für die Erfurter war dann doch des Guten etwas viel. Zum Handballspielen gehört aber auch die Ausrichtung der eigenen Handlungen nach den Schiris. Und das ließen die Erfurter in der ersten Halbzeit vermissen.

Mit 14:13 wechselte man die Seiten.

Wer nun dachte , die HSC Männer würden den Sack nach der Halbzeit zumachen sah sich aber getäuscht. Die Sonneberger Deckung hatte sich gut auf Andre Ahrens eingestellt, was deutlich Wirkung bei Andre zeigte. Besser als in früheren Tagen reagierte aber der Linkshänder. Es wurde nun nicht wild drauflosgebolzt, sonder geschickt Stefan Martin auf der Außenposition eingesetzt, der immer stärker wird. Ob knallhart, geradlinig oder als gefühlvoller Heber oder Dreher, seine Würfe fanden meist den Weg ins Tor. Aber, parallel zur ersten Halbzeit, dezimierten sich die Erfurter wieder selbst und Felix Menge( rabenschwarzer Tag) und Karsten Krech (formverbessert) mussten ebenfalls mit 3x2 Minuten Strafen die rote Karte hinnehmen. Und plötzlich stand es, wie gegen Eisenach, Mitte der zweiten Halbzeit Unentschieden (21:21). Gerd Stefanowsky gab dann Rene Schröpfer und Johannes Trommer eine Chance. Rene konnte diese noch nicht nutzen, verzog 3x freigespielt und fing sich obendrein eine unnötige Zeitstrafe ein, aber Johannes wurde dann zum Machtwinner. Die kräftemäßig nachlassenden Sonneberger hatten ihn wohl nicht auf der Rechnung und die ihm gebotenen Freiheiten nutzte Johannes in den letzten 15 Minuten zu 5 Toren. Neben einem starken Steffen Ahrens, einem sich steigernden Phillipp Hielscher und einem treffsicheren Stefan Martin, der entscheidende Vorteil in diesem Spiel.

Ohne in Hektik zu verfallen, spulten die Erfurter ihr Spiel weiter kontrolliert ab und zogen entscheidend auf 26:22 davon. Die Sonneberger verkürzten noch auf 27:24, doch Johannes Trommer und Andre Ahrens warfen mit Treffer 28 und 29 die letzten Tore für einen verdienten Sieg.

Bleibt zu wünschen, dass der sich im ungeliebten Behringen gegen den SV Town&Country Behringen/Sonneborn nächste Woche fortsetzt und zum Derby gegen den THC (26.10.) und im Spiel gegen Hermsdorf (2.11.) es dann zu dem Zuschauerinteresse kommt, dass sich Mannschaft und Vereinsleitung für diese Saison erhoffen.

Der HSC spielte mit
Hielscher, Stange, A.Ahrens(1), Baumgarten (4), S.Ahrens (9), Schmidt, Krech (3), Trommer (5), Ratz, Menge, Martin (7), Schröpfer


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 20:16:33
HP Gotha

Golden war nur der Herbst

Ernestiner SV Gotha - HSV Ronneburg  27:27 (13:14)

Wahrlich kein handballerisches Leckerli, was dem Publikum in der Goldbacher Nessetalhalle kredenzt wurde: Zu einem enttäuschenden Spiel trugen beide Mannschaften wie auch die Schiedsrichter bei. Da rundete das unentschiedene Ergebnis das Gesamtbild ab - Trübsal statt Freude bei allen Beteiligten. Was (sich) die Akteure zuvor auf dem Feld geleistet hatten, war zeitweilig haarsträubend!
Schlafmützig präsentierte sich die Gothaer Deckung, ein Leichtes für die Gäste, mit 2:0 in Führung zu gehen. Ohne Kanonier Zänsler angereist, machte der HSV wie erwartet von hinten Druck, setzte aber auch die Außen gekonnt in Szene. Die Ernestiner beschäftigten sich zunehmend mit sich selbst und ihren Fehlern, verließen somit früh die anfangs erfolgreiche Marschroute des schnellen Gegenangriffs. Ohne derartige Disziplinlosigkeiten, die letztendlich in der roten Karte für Gewalt (dritte Zeitstrafe, davon zwei wegen Reklamierens) gipfelten, hätte die Frage "Wenn nicht jetzt, wann dann?" nicht in unmelodischem Achselzucken Erwiderung gefunden. Schlagbarer als an diesem Sonntag war der Titelaspirant aus Ostthüringen gar lange nicht! Und die Abwehrmängel wären gewiss mit konzentrierten Offensivaktionen zu kompensieren gewesen. Doch da graute es den Hund: Unvorbereitete Abschlüsse, wiederholtes Scheitern vom Kreis oder Pässe, mit denen man mehr die eigenen Leute denn die gegnerischen austrickste, ließen Ronneburg stets einen Vorsprung von bis zu drei Toren verwalten.
Dem jungen Serben Vukašinović, der in der Kreisstadt eine Ausbildung begonnen hat und den ESV fortan verstärken wird, fehlte noch sichtlich die Bindung zum Kombinationsspiel und er verzettelte sich in technisch fehlerhaften Solotänzchen.
Auf hohem Niveau bewegten sich beiderseits die Torhüter. Die der "Hausherren" erwiesen sich als wahre Siebenmetertöter und vertagten mit weiteren Glanztaten die Vorentscheidung zugunsten der Gäste. In einer davon geprägten Phase, beim 16:17, waren die Ernestiner minutenlang zu prasslig, endlich den Ausgleich zu erzielen. Erneut kreierte Ronneburg ein Drei-Tore-Polster.
Positiv: Der ESV gab sich nie geschlagen, kam zurück und tatsächlich zum 23:23, ja sogar zur 24:23-Führung. Jetzt musste der HSV nachziehen - und tat es (25:25). Als Gotha plötzlich mit zwei Toren vorn lag, schien "jetzt" ganz nah zu sein. Durch zwei seltsame Pfiffe gegen sie blieb den ESV-Angreifern ein weiterer Torjubel versagt. Die favorisierten Gäste nutzten die Gunst der Stunde, um ihrerseits die Treffer 26 und 27 einzulochen.
ESV: Scheerschmidt, Anschütz - Jicha 1, Wandtke 1, Behling 5/3, Thieme 6, Hofmann 5, Gewalt 2, Irmisch 1, Meß, Vukašinović 4, Perner 2
Strafwürfe: 3/3 (HSV 7/3)
Zeitstrafen: 6 (3)
Schiris: Förster/Förster (Goldbach/Hochheim)
Zuschauer: 120


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 20:30:52
HP Königsee

Königsee geht erneut die Luft aus

Fünfte Niederlage in Folge - Thuringia nun allein ohne Pluszähler

LSV  Ziegelheim - SV Thuringia Königsee 39:28 (18:15)

Mit am Ende 28 erzielten Treffern, und diese in fremden Gefilden erzielt, haben schon so manches Team über Punktgewinne jubeln lassen. Nicht die Königseer, welche nach den 60 Spielminuten klar geschlagen die Heimreise von der thüringisch-sächsischen Landesgrenze ins Rinnetal antreten mussten. Mit dieser fünften Niederlage in Folge wird die Situation für das Oberliga-Urgestein Königsee immer prekärer. Nachdem in dieser fünften Punktspielrunde der bisherige ebenfalls pluspunktlose Leidensgenosse Thüringer HC gegen Behringen/Sonneborn sein erstes Erfolgserlebnis feiern konnte, ist Thuringia nun alleiniges Schlusslicht. Dies könnte bei den kommenden Ansetzungen gegen Angstgegner Post SV Gera am heimischen Schiefer bzw. auswärts bei den Meisterschaftsfavoriten SV Hermsdorf sowie HSV Ronneburg so bleiben, falls nicht ein Wunder geschieht. Mit jedem weiterem Doppelpunktverlust besteht jetzt die Möglichkeit, dass die Varchmin-Schützlinge den Kontakt zum rettenden Ufer verlieren - und das ein Jahr vor der 20-jährigen Oberliga-Jubiläumssaison. In der Höhle des Löwen von Ziegelheim traten die Gäste zunächst couragiert auf und übernahmen bis zum 3:2 drei Mal die Führung, welche der Gastgeber jeweils im Gegenzug ausglich. Mit dem 4:3 wendete der Gastgeber das Blatt, bekam das Match in den Griff und blieb bis zur Schlusssirene in Vorderhand. Thuringia hielt jedoch zunächst zur Überraschung des LSV-Lagers weiter dagegen und blieb dran (6:7). Mit zunehmender Spieldauer wurde allerdings die Überlegenheit bzw. Toredifferenz größer (6:12). Die Königseer steckten das weg und kämpften sich wieder in Reichweite (10:13). Näher ließ Ziegelheim die Rinnestädter jedoch nicht kommen, welche sich dank Fehlerquote der Gäste erneut absetzen konnten (16:10). Die Schlussphase des ersten Durchgangs gehörte den Varchmin-Schützlingen, denen es gelang, das Resultat hoffnungsvoller zu gestalten (15:18). An diese Leistung knüpften die Thuringia-Mannen zu Beginn der zweiten 30 Spielminuten nahtlos an und versetzten den LSV mit seinen Anhang ins Staunen (16:18, 17:19). Nach gut 40 Minuten war es jedoch vorbei mit der Herrlichkeit und alle Hoffnungen schwanden. Thuringia verlor das Stehvermögen, schlitterte in sein bekanntes Dilemma und musste nun seinen Kontrahenten ziehen lassen (29:20), der beim 31:21 den von den Fans geforderten Zehn-Tore-Vorsprung realisieren konnte und diesen weiter ausbaute (34:21). Dem Tabellenschlusslicht schwammen nun die Felle davon, welches bis zur Schlusssirene bemüht war, nicht noch ärger unter die Räder zu kommen.

Thuringia Königsee: Föhr, Szotowski, Dewender - Förster (1), Pojonie (2), Göring (1), Schmeißer (6), Oldenburg (6), Dademasch (7), Meilahn (4), Hüttner (1).


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 13.10.2008 - 20:34:18
TLZ Eisenach  13.10.2008

Missgeschick schwächt T&C

Thüringer HC - SV T&C Behringen/Sonneborn  32:26 (16:14)
 
Der Frust der Oberliga-Handballer T&C Behringen-Sonneborn nach der 26:32-Niederlage beim THC war groß, denn die Niederlage war vermeidbar gewesen. T&C wollte gewinnen und hätte es wohl auch, wenn den beiden tschechischen Spielern Kulhavy und Linkshänder Kovar am Samstag nicht ein Missgeschick widerfahren wäre. Sie verfuhren sich trotz "Navi" und fanden bis zum Abpfiff nicht zur Halle.
Vor allem im Rückraum fehlten Behringen/Sonneborn so die personellen Alternativen. Mit den erfahrenen Tschechen hätten die Gäste gewonnen und so für einen optimalen Saisonstart gesorgt.

Der T&C begann gut, führte 4:1 und darüber bis zum 14:12 Ende der ersten Halbzeit. Dann kippte das Spiel zu Gunsten des THC, der bis zur Pause für ein 16:14 sorgte. Schon in dieser Phase offenbarte sich eine gewisse Nervenschwäche der Behringer. Mönche und Peterson im Tor hielten am Samstag in solch wichtigen Phasen auch nicht überragend.

Trotzdem blieben die Gäste nicht zuletzt durch die Tore Mirko Brachmanns auf Tuchfühlung und kämpften sich Mitte der zweiten Halbzeit sogar bis auf 23:24 heran. Die Hausherren waren nach zwei Roten Karten jeweils nach groben Fouls personell geschwächt. Dann aber verwerteten Behringen/S. drei Chancen nicht, scheiterte vom Siebenmeterpunkt oder traf den Pfosten. Spätenstens hier wären die beiden Tschechen mit ihrer Routine gefragt gewesen.

So zog vor allen dank der Tore von Marcus Tunger der THC auf drei Tore davon und sorgte für die Vorentscheidung. Behringen/Sonneborn hatte nichts mehr entgegen zu setzen.

T&C : S. Erhardt 1, Blaß 3, Schenk 2, Brachmann 5, Walther, Sv. Erhardt 4, Hellmund 1, Stehmann 4, Albrecht 4, Marx 2


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 14.10.2008 - 12:25:05
OTZ Gera 14.10.2008

Mannschaft steht in der Kritik
 
Jander stellt nach 27:27 die Vertrauensfrage

Ernestiner SV Gotha - HSV Ronneburg 27:27 (13:14)

In Handball-Ronneburg wird in dieser Woche ein eisiger Wind wehen. Nach dem 27:27 (13:14) vom Sonntag gegen den SV Ernestiner Gotha geizte der HSV-Boss Bernhard Jander nicht mit öffentlicher Kritik an der Mannschaft.
"Das war einfach nur grauenhaft, was heute die komplette Mannschaft abgeliefert hat, keine Einstellung, kein kämpferisches Element und dazu eine schwache Chancenverwertung. Da gibt es nichts schön zu reden. Das war einfach nur schlecht , sagte Jander nach den 60 Minuten.

Was nützte die ständige Führung von zwei, drei Toren, wenn am Ende nur ein Pünktchen herauskommt. Als die Ronneburger drei Minuten vor Schluss ebenfalls ein Plus von zwei Toren hatten, schien der Gast schon durch zu sein. Doch es kam wieder einmal anders. Die Verantwortlichen erlebten ein Déjà vu. Wie vor drei Wochen an gleicher Stelle, damals gegen Blau-Weiß Goldbach, gaben die Ostthüringer den Sieg und damit die zwei Pluspunkte noch aus der Hand. Wenn es nach den 60 Minuten überhaupt was Positives gab, denn das Ergebnis. Gotha führte plötzlich, war dicht dran an der Sensation. Ronneburg konnte die Schmach mit dem Ausgleich noch in Grenzen halten. Nicht für Bernhard Jander. Der stellte die Vertrauensfrage an jeden einzelnen Spieler. "Jeder Spieler sollte sich ab sofort hinterfragen lassen, ob er weiß, warum er in Ronneburg Handball spielt? Jander hat mindestens drei Gründe parat: Spaß am Handball, die Stadt und den Verein nach außen repräsentieren und ganz nebenbei noch den einen oder andere Euro verdienen. Der HSV-Boss ging sogar noch weiter und sagte. "Wer das nicht mehr will, kann sich sofort einen neuen Verein suchen.

Bis zum Liga-Kracher am Sonnabend gegen den LSV Ziegelheim dürfte nichts mehr so sein, wie es zuletzt war.

Jander wird jede Trainingsminute genau von außen beäugen. Für seinen Frust gibt es eine nachvollziehbare Erklärung. Die Mannschaft hatte vor Saisonbeginn das Ziel Meistertitel formuliert. Nach gerade mal fünf Spielen zieren schon drei Zähler das Minuspunkt-Konto der Ronneburger Mannschaft. Sowohl die Niederlage gegen Goldbach als auch das Unentschieden gegen Gotha waren unnötig. "Wir machen uns absolut unglaubwürdig, wenn wir nach außen große Ziele formulieren und dann nicht unsere Hausaufgaben machen , sagte Jander.
HSV: Seidemann, Olzmann - D. Koska (3), Nowak (2), Bauer (2), Heidrich (2), Förster (2), Herling (10), Kusch (3), Meyer (3).


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 14.10.2008 - 12:27:42
OTZ Gera  14.10.2008

Den Favoriten knapp 40 Minuten geärgert
 
Post-Torwart Nedved mit 26 Paraden
 
SV Hermsdorf - Post SV Gera 27:17 (8:7)

Als krasser Außenseiter waren die Geraer beim Regionalliga-Absteiger Hermsdorf angetreten. Ein normales Spiel war es nicht. Mit Grützbach, Remme, Pfeifer und Szlapka hatten vor der Saison drei Post-Handballer die Gäste in Richtung Holzland verlassen. Den umgekehrten Weg waren Trautvetter und Rose gegangen. Alle sechs Wechsler kamen auch zum Einsatz, wollten sich also ihren alten Vereinen präsentieren.

Für Gera ging es, das eigene Spiel möglichst lange durchzusetzen. Insbesondere aus einer gut stehenden Abwehr heraus wollte man einfache Tore erzielen. Dies gelang zunächst. In der Defensive passte es. Torwart Nedved verschaffte sich mit seinen Paraden bei den Hermsdorfern viel Respekt. Fast im Minutentakt entschärfte er die Würfe aus dem Rückraum oder vom Kreis. Am Ende standen für ihn 26 gehaltene Bälle zu Buche. So schafften es die Postler, in der Anfangsphase sogar zwei Mal in Führung zu gehen. Die Torausbeute blieb zunächst niedrig. Nach 25 Minuten waren gerade elf Treffer gefallen - 6:5 für Hermsdorf. Das Geraer Problem war einmal mehr der Angriff. Einfache Tore waren schwierig zu erzielen, da Hermsdorf in der Rückwärtsbewegung schnell die Lücken schloss. Im Positionsangriff fehlte es den Gästen am erforderlichen Druck aus dem Rückraum. Die Eigenfehlerquote war zu hoch. So enteilten die Holzländer kurz vor der Halbzeit auf 8:5. Aber Gera blieb dran. Der gut freigespielte Wiesner wurde unfair gebremst. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Werler, dem mit der Halbzeitsirene im Konter auch noch der 8:7-Anschluss gelang. "Das war der Kampf- und Teamgeist, den ich von meiner Mannschaft erwarte, wenn wir erfolgreich sein wollen , lobte Post-Trainer Steffen Waldenburger die Vorpausenleistung seiner Sieben.

Bei den Hermsdorfern dürfte es in der Kabine etwas lauter zugegangen sein, was sich im Spiel nach Wiederbeginn zunächst nicht niederschlug. Beim 9:9 konnte Gera nochmals ausgleichen, war beim 12:10 für Hermsdorf immer noch dran. In den 20 Schlussminuten setzte sich dann aber die Überlegenheit der Holzländer durch. Bei den Gästen schwanden die Kräfte, was vermehrt zu Zwei-Minuten-Strafen führte. So musste man zwischen der 35. und 45. Minute fast sechs Minuten Unterzahl am Stück ertragen, was Hermsdorf eiskalt bestrafte. Während die Postler im Angriff immer wieder an SVH-Torwart Meißner scheiterten, zog der Gastgeber durch Tore nach Tempogegenstößen auf 17:10 davon. Die Geraer kämpften tapfer weiter, hatten aber keine spielerischen Mittel, um den Rückstand nochmals zu verkürzen.

Post SV Gera: Nedved, Poschbeck - Botor (1), Werler (5), Borik, Barth (2), Bäumler (1), Rochler, Zurawski (1), Trautvetter (1), Teichmann (4), Wiesner (2), Rose.


Titel: 4. Spieltag
Beitrag von: Marco am 14.10.2008 - 14:57:03
HP Sonneberg

Am Ende fehlte die Kraft

HSC Erfurt – Sonneberger HV 29:24 (14:13)

Sonnebergs Oberligahandballer mussten am vergangenen Sonntagnachmittag die dritte Niederlage im vierten Saisonspiel einstecken, waren jedoch auch hier wieder nicht chancenlos. In einem hart aber nicht unfair geführten Spiel kämpften sie sich immer wieder zurück ins Spiel, mussten in der Schlussphase aber der hohen Kraftanstrengung Tribut zollen.

Zu Beginn des Spiels konnten die Spielzeugstädter noch einige Unstimmigkeiten auf Gastgeberseite ausnutzen und mit 5:2 in Führung gehen. Nach dem Ausgleich der Erfurter (5:5) entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, in welchem das Geschehen bis zum Pausenpfiff hin und her wogte. (14:13) Sehr negativ wirkte sich kurz vor der Halbzeit allerdings die Hinausstellung von Roman Gurtowoi aus, der da bereits seine dritte Zeitstrafe kassierte.

Nach dem Wechsel leisteten sich die Sonneberger eine kurze Schwächephase und die körperlich sehr robusten Erfurter konnten sich erstmals mit fünf Toren absetzen. (19:14) Vor allem Steffen Ahrens (9) und den quirligen Rechtsaußen Stefan Martin (7) bekamen die Spielzeugstädter nie in den Griff. Doch durch enormen kämpferischen Einsatz fanden die Sonneberger wieder zurück ins Spiel und konnten beim 21:21 erstmals wieder egalisieren. In der Folgezeit baute man aber mehr und mehr ab sodass die Gastgeber immer wieder zu einfachen Toren kamen. Vor allem der eingewechselte Trommer (5) konnte in den letzten zehn Minuten das Spiel im Prinzip alleine entscheiden. (26:22, 29:24)

Am Ende steht eine Niederlage zu Buche, die zwar etwas zu hoch ausgefallen ist, aber im Endeffekt dem Leistungspotential an diesem Nachmittag entsprach. Auf Spielzeugstädter Seite machte sich wiederum das Fehlen einer echten Alternative bemerkbar, zudem jetzt auch noch Pit Poser für ungewisse Zeit ausfallen wird, da er sich an seiner rechten Schulter einer OP unterziehen muss.

Um Tuchfühlung zum Mittelfeld der Tabelle zu halten, wäre ein Sieg im kommenden Heimspiel am Samstag schon fast Pflicht, doch da kommt kein geringerer als der bisher ungeschlagene Tabellenführer aus Goldbach/Hochheim. Es bleibt abzuwarten, ob gerade gegen diese Spitzenmannschaft eine Überraschung in Form von zwei Punkten gelingen kann.

Sonneberg: Werner, de Rooij, Gornig; Müller (9/4), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (7/1), Gurtowoi (2), Kroll (2), Kienel, Schleuchardt (4), Bartl