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Thüringer Handball-Verband
20.11.2008 - 23:15:48 *
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 1 
 am: 18.11.2008 - 16:12:38 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Peter
HP Erfurt

Toll gespielt und doch verloren!!!

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSC Erfurt  32:30 (17:16)

Einen tollen Handballabend erlebten die Zuschauer in der Nessetalhalle in Goldbach.
Am Ende siegten die Hausherren aus Goldbach knapp mit 32:30.

Man wusste um die schwere der Aufgabe gegen den Tabellenführer aus Goldbach/Hochheim

War man doch bei keinen geringeren als dem Staffelprimus zu Gast. Was beide Mannschaften
dann an diesem Abend boten, war ein Handballspiel der besonderen Klasse.
Kampf, Athletik und Tempohandball war das, was den zahlreichen Zuschauern geboten wurde.
Die von Gerd Stefanowsky glänzend eingestellten HSC Männer, waren von Beginn an im Spiel.
Die Goldbacher, die mit einer sehr offensiven Abwehrvariante gegen Steffen Ahrens begannen,
zwangen Gerd Stefanowsky taktisch zu reagieren.

Die Führung von Stefan Martin wurde von den Goldbachern postwendend per
7 Meter ausgeglichen. Auch die nächsten beiden Treffer der Goldbacher fielen vom
7 Meter-Punkt. Die Heimmannschaft, nach der neuen zwischenzeitlich Führung durch
Felix Menge in der 6 Minute, ging dadurch erstmals mit 3 : 2 in Führung.

Danach schwanke das Spiel bis zur Halbzeit immer hin und her. Die toll kämpfend Abwehr um
Daniel Baumgarten und Steffen Ahrens agierte, nach der taktischen Auswechslung von
Christian Ratz, nun mit Karsten Krech und nun Andre´ Ahrens sehr gut
Im Angriff wechselte nun Daniel Baumgarten auf die Aufbaumitte und Steffen Ahrens
wechselte zur Kreismitte.
Es wurden nun immer wieder Kombinationen gespielt, die die Goldbacher ein um das andere
mal vor Probleme stellte und sich im Abwehrverband der Goldbacher immer wieder Lücken
auftaten. Diese wurden konsequent genutzt. Doch die schnellen und spielstarken Goldbacher
konnten immer wieder den Ausgleich herstellen oder gar in Führung gehen.
So wurden beim Spielstand von 17: 16 für Goldbach/Hochheim die Seiten gewechselt.

Auch im zweiten Spielabschnitt wog das Spiel immer hin und her. Steffen Ahrens lief zu
großer Form auf und hielt die HSC Männer fast allein in Spiel.
So erzielte er die Hälfte aller HSC  Tore im zweiten Spielabschnitt und zog so seine Mitspieler
förmlich mit. Entweder vollstreckte er selbst oder seine Aktionen wurden unfair unterbrochen.
Damit reduzierten sich die Goldbacher immer wieder und die Erfurter stemmten sich mit aller
Macht gegen die spielerischen Vorteile der Einheimischen. Das es letztlich nicht zu einem Teilerfolg
reichte, lag nicht am Willen. In der Deckung wurde in der entscheidenden Phase gegen den
überragenden Juhnke nicht entschlossen genug agiert.

Zum Unglücksraben avancierte Stefan Martin. In der Endphase wurde im ein Kontertor wegen
angeblichen Stürmerfouls abgepfiffen und 2 Minuten später bekam sein direkter Gegenspieler
für eine absolut vergleichbare Aktion, die Philipp Hielscher hielt, einen / Meter von den ansonsten
souveränen Schiris zugesprochen. Der 7 Meter wurde verwandelt.
„Der Knackpunkt einer guten bis sehr guten Oberligapartie“ fand Gerd Stefanowsky. Auch deshalb
war für die Erfurter diese Niederlage  schmerzlich.

Was für eine Moral in der Truppe steckt, zeigte man direkt nach dem Spiel. Minuten nach dem
Ende holten die „Zugpferde“ die gesamte Truppe zusammen. Was Arm in Arm besprochen wurde
entzog sich dem Schreiber. Es ist aber durchaus denkbar, dass man sich Mut für das nächste Spiel
zusprach.
Kann man diese sehr gute kämpferische Leistung auch in der Endphase mit spielerischen Mittel
untermauern, so wird in Zukunft auch der ein oder andere Überraschungssieg erkämpft werden
können. Es ist wichtig kontinuierlich weiter zu arbeiten und mindestens auf diesem Niveau weiter
in die Spiele zu gehen.An den Schwachpunkten, die es auch in dieser Partie gab und die für die
Niederlage entscheidend waren, muss weiter gearbeitet werden.
So fehlt es an Durchschlagskraft und Vollendung über den Kreis und über die linke Außenseite.
Hier stabiler zu werden heißt unberechenbarer zu werden
 
Schon im nächsten Spiel gilt es die Kritikpunkte abzustellen und Trainer Gerd Stefanowsky
wird alles daran setzten um aus Gotha die nächsten Auswärtspunkte mit nach Hause zu bringen.

Stimmen zum Spiel:

Peter Wolter:          Eine Niederlage, die zwar sehr ärgerlich ist, aber für die man sich nicht
                            schämen muss. Die Mannschaft hat alles gegeben und leider heute
                            gegen einen gut aufgelegten Tabellenführer aus Goldbach verloren.
                            Ich denke die Zuschauer sind an diesem Abend voll auf ihre Kosten 
                            gekommen.

 2 
 am: 18.11.2008 - 14:54:25 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
TA Nordhausen  18.11.2008

Fünfter Sieg hintereinander

SV Petkus Wutha-Farnroda - Nordhäuser SV 21:34 (11:17)

Mit der Favoritenbürde im Gepäck reisten die Männer des Nordhäuser SV zum Nachholspiel der fünften Runde nach Wutha-Farnroda. Nach den zuletzt so souverän geführten Punkt- und Pokalspielen wollten die Südharzer auch diesmal ihre Klasse unter Beweis stellen und den Sieg einfahren.

Die Südharzer begannen wie erwartet konzentriert und mit Torhunger (3:0). Der erste Treffer der Gastgeber in der Hörselberghalle gelang erst in der fünften Minute. Im weiteren Spielverlauf gaben sich die Hausherren so leicht nicht geschlagen. Sie nutzten die kleinen Schwächen der Nordhäuser in der Chancenverwertung aus, um zunächst in Reichweite zu bleiben. Nach dem Ausgleich zum 9:9 war es keine Tuchfühlung mehr, das Spiel drohte zu kippen. Bei der folgenden Auszeit der Nordhäuser gab es klare Worte. Was folgte, war ein Südharzer Zwischenspurt bis zur Halbzeit auf 17:11. So waren die Kräfteverhältnisse noch vor der Pause wieder hergestellt. Dies war umso wichtiger, da sich mit Sören Ahlert der zuletzt stark aufspielende Nordhäuser Torhüter am Knie verletzt hatte.

Auch in der zweiten Halbzeit kämpften die Gastgeber mit stumpfen Waffen. Langsam, aber stetig bauten die Südharzer ihren Vorsprung aus, ohne dass die Hausherren sie daran hindern konnten. Ungefährdet zogen die Nordhäuser Torjäger ihre Kreise. So war der Sieg nie mehr in Gefahr. Nur noch die Höhe des Erfolges war fraglich. Da der NSV auch nicht viel mehr tat, als unbedingt nötig war, konnten sich die Gastgeber über eine nicht optimale Chancenverwertung der Nordhäuser freuen. So blieb die Niederlage des SV Petkus Wutha-Farnroda mit 21:34 noch im Rahmen. Denn es hätte für die Hausherren auch viel schlimmer kommen können.

Die Nordhäuser setzten mit diesem Erfolg ihre Serie fort. Sie gewannen ihr fünftes Spiel in Folge und rangieren nun auf dem zweiten Platz der Tabelle. Aktuell besitzen sie die beste Abwehr und den stärksten Angriff der Liga. In der Abwehr sind es vor allem Michael Spieß und Marco Holznagel, die den Beton anmischen, während im Angriff Sebastian Kreutz und Stefan Fuhrmann die Kanoniere vom Dienst sind. Die Basis des Erfolgs ist aber die starke Mannschaftsleistung. Mit dieser will der NSV nun auch dem Spitzenreiter Mühlhausen dicht auf den Fersen bleiben, bevor es am 17. Januar in Nordhausen zum Gipfeltreffen kommt.

Nordhäuser SV: Sören Ahlert, Karsten Scholz - Sebastian Kreutz (8 Tore), Marcel Effenberger (1), Christian Flötling (2), Stefan Fuhrmann (15), Martin Stritzel (2), Michael Spieß (2), Leander Buchardt, Marco Holznagel (4).

 3 
 am: 18.11.2008 - 14:53:01 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
TA Nordhausen  18.11.2008

Imponierender Nordhäuser Siegeswille

TSV Motor Gispersleben - HSG Nordhausen 29:33 (17:14)

Es geht eng zu im Kampf um Titel und Medaillen in der Handball-Oberliga der Frauen. Nur drei Punkte trennen nach sechs Spieltagen den derzeitigen Sechsten, die TSG Ruhla (6:6 Punkte), vom Spitzenreiter SV Hermsdorf (9:3). Bestens im Geschäft ist weiterhin die Mannschaft der HSG Nordhausen, die das schwere Auswärtsspiel beim TSV Motor Gispersleben mit 33:29 gewann. Mit 8:4 Punkten liegt die HSG als Vierter auf der Lauer.

Trotz des Sieges war längst noch nicht alles Gold. Erneut blieben zu viele klare Chancen ungenutzt, deshalb musste man bis zuletzt um den Sieg hart kämpfen. Der unbedingte Siegeswille aber imponierte, und über den Kampf fand die Mannschaft auch zu einer deutlichen spielerischen Steigerung gegenüber den jüngsten Partien. Das war gegen einen deutlich verbesserte Gisperslebener Mannschaft aber auch dringend nötig. Nordhausen begann nervös. Die Verunsicherung nach den zuletzt bescheidenen Leistungen war der Mannschaft deutlich anzumerken. Gispersleben hingegen startete selbstbewusst und zog mit 4:0 in Führung. Nancy Brodhuhn im Tor impfte dann mit guten Paraden ihren Vorderleuten zunehmend mehr Sicherheit ein. Nordhausen kam auf, und beim 7:7 war erstmals Gleichstand erzielt. In der Folge schlichen sich aber wieder einige Unkonzentriertheiten ein. Die quirligen Gastgeberinnen nutzten diese Chancen sofort aus, zogen wieder mit 10:7 in Front. Diesen Vorsprung verteidigten sie bis zur Pause mit Leidenschaft, und beim Stand von 17:14 wurden die Seiten gewechselt.

Die HSG-Frauen kamen entschlossen aus der Kabine zurück. Sie präsentierten sich nun als geschlossene Einheit. Die Abwehr, zuletzt sorgenbehaftet, gab sich kaum eine Blöße. Und auch die nun das Tor hütende Mandy Holznagel war wie zuvor Nancy Brodhuhn ein sicherer Rückhalt. Innerhalb weniger Minuten wendete sich das Blatt. Nordhausen glich beim 18:18 zum zweiten Mal in dieser Parte aus und zog sofort und unwiderstehlich auf 22:18 vorbei. Die Gastgeberinnen waren geschockt, brauchten eine ganze Weile, um selber wieder Akzente setzen zu können.

Nordhausen strahlte weiter Gefahr von allen Positionen aus, kam beim 28:23 zum größten Vorsprung des Spiels. Man hatte das Geschehen fest im Griff. Fünf Minuten vor dem Ende bei 30: 26-Führung aber galt es dann doch noch eine brenzlige Situation zu überstehen. Mandy Basse wurde nach einem Foul mit Rot vom Parkett geschickt. Und einige unnötige Unmutsäußerungen von der Bank über diese Entscheidung zog noch eine weitere 2-Minuten-Strafe nach sich. Gispersleben nutzte die Überzahl zum 27:30, kam dann noch auf 29:31 heran. Die HSG-Frauen behielten nun aber kühlen Kopf und nutzten noch zwei Chancen eiskalt zum hochverdienten Sieg.

HSG: Brodhuhn/Holznagel - Grob (3), Mohrig (3), Weinrich, Böttcher (5), Weber (6), Richter, Kwella (10), Basse (6).

 4 
 am: 18.11.2008 - 14:48:57 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
OTZ Jena  18.11.2008

HBV II mit Auswärtspunkten

SV Hermsdorf II - HBV Jena 90 II  24:28 (7:14)
 
Auch die Landesliga-Handballerinnen des HBV Jena 90 II kehrten aus Hermsdorf mit einem Sieg heim. 28:24 (14:7) hieß es für Jena II gegen den SV Hermsdorf II, wobei die Jenaerinnen immer in Front lagen. 6:1, 10:3, 14:7, 16:9 aber auch nur 17:14 hießen da einige Zwischenstationen. Der Jenaer Sieg stand aber nie in Frage. Für Jena II waren die Torhüterinnen Liesa Fuhrmann und Lisa Hilmer sowie Anne Müller (5 Tore), Katrin Pelzer (5), Susanne Stanek (3), Julia Bachmann (3), Birgit Gärtner (3), Tina Karczewski (2), Stephanie Kieslich (2), Iris Eisenmann (2), Martina Hebig (2), Romy Schakau (1), Stefanie Kraska und Anne Göpfert am Ball.

 5 
 am: 18.11.2008 - 14:46:55 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
OTZ Stadtroda  18.11.2008

Kollektives Versagen
 
Hermsdorf II verliert überraschend deutlich gegen Neuling HBV 90 Jena

SV Hermsdorf II - HBV 90 Jena 22:27 (12:15)

Siege im Sport kann man nicht planen. Das bekamen vorigen Sonnabend die Landesliga-Handballer des SV Hermsdorf II im Heimspiel gegen den Aufsteiger HBV Jena zu spüren.
Eigentlich wollten die Hermsdorfer dieses Spiel unbedingt gewinnen. Nach den 60 Minuten herrschte jedoch große Ernüchterung bei allen Beteiligten. In einem mäßigen Spiel gewann der Gast aus Jena recht deutlich 27:22 (15:12).

"Wir müssen uns bei den Zuschauern entschuldigen, die wegen uns in der Halle waren. Wer zum ersten Mal heute hier war, der wird wohl nie wieder her kommen. Das war einfach nur grauenhaft, was wir den Leuten für eine Leistung geboten haben", sagte Hermsdorfs Trainer André Werrmann.

Der suchte auch einen Tag später nach den Gründen für das kollektive Versagen seiner Jungs nach der Pause. Nach 40 Minuten hätten die Schiris die Partie getrost abpfeifen können. Jena führte da schon, Hermsdorf war mit seinem Latein am Ende.

"Wir haben alles probiert, haben umgestellt, doch es ging nichts", sagte Werrmann. Es klappten die einfachsten Dinge nicht: Da kam der Pass über zwei Meter nicht zum Nebenmann, da wurde der Ball nicht gefangen. Da gingen die SVH-Spieler ins unnötige 1:1, da wurde viel zu egoistisch gespielt. Rätselraten war angesagt. Was war nur mit der Hermsdorfer Mannschaft los?

Personell standen zwar die gleichen Spieler wie gegen Könitz/Saalfeld oder Ronneburg auf dem Parkett der Hermsdorfer Sporthalle, doch mental lagen offenbar Welten zum Spiel gegen Jena.

"Wir müssen darüber reden, sonst gewinnen wir in dieser Liga kein Spiel mehr." Hermsdorf II bot gegen Jena die mit Abstand schwächste Saisonleistung. Es wird keinen Deut einfacher: Nächsten Sonnabend fehlen im Spiel beim Tabellennachbarn WSV Neuhaus mit Andreas Bozek und Sebastian Steinbach zwei Leistungsträger. Mit 5:9-Punkten hängt die Reserve-Mannschaft aus Hermsdorf ganz tief im Schlamassel. Neuling Jena schwamm sich dagegen mit dem unerhofften und ganz sicher nicht eingeplanten Auswärtssieg frei und kann bei aktuell 9:5-Zählern von mehr träumen.

SVH II: Schanzenbach, Hentschel - Opel (7), Steinbach (1), Simon (1), Taubert, Jakob (1), Krüger, P. Rudolf (1), Wendt (5), H. Rudolph (1), Lüder (2), Bozek (3).

 6 
 am: 18.11.2008 - 14:44:54 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
HP Eisenach

Eingeplante Niederlage
 
SV Petkus Wutha-Farnroda - Nordhäuser SV  21:34

Petkus-Trainer Mike Baechler ist derzeit nicht zu beneiden. Seine mit jungen Nachwuchsspielern aufgestockte Mannschaft war den erfahrenen Nordhäuser Haudegen völlig unterlegen.Baechler hatte zwar überraschenderweise Martin Borovka zur Verfügung und die Nachwuchsspieler Eccarius, Senf und Aßmann mühten sich ebenso redlich wie Oldie Jan Gemeinhardt, wurden aber oft abgeblockt oder warfen vorbei. In der Abwehr stand Torwart Torsten Haskarl auf verlorenem Posten. Dennoch hatte der Keeper in der ersten Halbzeit große Momente, als er nacheinander gegen den Nordhäuser Schützen vom Dienst, Stefan Fuhrmann, Treffer verhinderte (17./18./20./21.). In den ersten 20 Minuten hielt Wutha trotz der Nachteile das Spiel offen. Nach der Drei-Tore-Führung der Gäste (4:7/12.) holte Petkus auf und schaffte durch Martin Borovka und Eccarius den 9:9-Ausgleich (19.). Torwart Haskarl hatte davor seine beste Zeit gehabt. Doch als die Gäste wirklich ernst machten, Fuhrmann mehrfach unwiderstehlich davonzog und auch Sebastian Kreutz (9 Treffer) erfolgreich war, wuchs der Vorsprung schnell an. Fuhrmann traf vor der Pause schon zehn Mal und erzielte mit insgesamt 15 Toren knapp die Hälfte der Gästetreffer. Nach dem Wechsel hatte sich der Favorit richtig warm gespielt und die Begegnung nahm den von vielen befürchteten Verlauf. Über 12:19 und 19:28 sicherte sich Nordhausen den ungefährdeten Sieg. Wutha-Farnroda hofft in zwei Wochen auf bessere Zeiten, wenn Fernschütze Johannes Handrick wieder einsatzfähig ist.

Petkus: Haskarl/König/Schmidt - Richter, Borovka (5), Gemeinhardt (2), Eccarius (3), Liebetrau (2), Berg, Senf (1), Ostermann (3/2), Aßmann (5).

 7 
 am: 18.11.2008 - 14:18:59 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
15.11.2008  19:30
SV Hermsdorf II - HBV Jena 90
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

 8 
 am: 18.11.2008 - 14:16:47 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
15.11.2008  18:00
SV Petkus Wutha-Farnroda - Nordhäuser SV
[Hörselberghalle Wutha-Farnroda]

 9 
 am: 18.11.2008 - 14:15:08 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
OTZ Gera  18.11.2008

HSV gibt sich geschlagen

Das war eine deprimierende Vorstellung.

HSV-Vorstand Bernhard Jander Empfindliche Heimpackung für Ronneburg im Derby gegen Hermsdorf

HSV Ronneburg - SV Hermsdorf 20:29 (9:15)

Das hatten sich die meisten der 500 Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle in Ronneburg am Sonnabend ganz anders vorgestellt. Die geballte Wurfgewalt aus dem Rückraum mit Thomas Heidrich, Robert Herling, Matthias Zänsler und Carsten Kusch sollte reichen, um den Regionalliga-Absteiger aus Hermsdorf, das sich im Umbruch befindet, ernsthaft Paroli zu bieten.

Es blieb bei der Hoffnung. Hermsdorf war Chef im Ring, die mitgereisten Zuschauer machten in den letzten 20 Minuten die Partie akustisch zu einem Heimspiel. Mit 29:20 gewann der Gast. Mit einem solch klaren Resultat hätte wohl kaum einer gerechnet.

Ronneburg wurde an diesem Tag seinem Ruf gerecht, zwar eine starke Oberliga-Mannschaft zu sein, aber keine Spitzenmannschaft. Schon früh zerstörten die Gäste den Traum nach einem spannenden, dramatischen Handball-Fest. Ronneburg wirkte bieder, einfallslos und ohne Esprit.

Nicht so Hermsdorf. In der Abwehr schonte sich keiner, Tobias Högl langte gegen Kusch und Heidrich einige Male heftig zu. Vorn traf Stefan Riedel, wie er wollte. Und was war mit Ronneburg los? Heidrich mühte sich, seine ersten vier Würfe landeten entweder neben dem Kasten oder wurden von SVH-Torwart René Meißner pariert. "Nach einer Viertelstunde war die Partie gelaufen , sagte Ronneburgs Verantwortlicher, Bernhard Jander, kurz nach dem Abpfiff. Er musste erst mal diese 60 Minuten sacken lassen. "Hermsdorf hat völlig verdient gewonnen , äußerte der HSV-Mann. Für sein Team fand er nichts Positives. "Nein, da gibt"s nichts schön zu reden. Man kann auch sagen, das war eine deprimierende Vorstellung.

Die Leistungsträger boten allenfalls Normalkost. Weder Hannes Seidemann noch Enrico Olzmann (mit Ausnahme in der Endphase) waren der große Rückhalt im Ostthüringenderby. Und vorn sündigten die Heidrichs, Herlings und Zänslers. Keiner aus dem Trio brachte es auf eine normale Quote in der Wurfeffektivität.

Was Jander besonders missfiel, war das fehlende Aufbäumen. "Die Mannschaft hat sich viel zu früh mit der Niederlage abgefunden. Und Jander ging sogar noch tiefer in die Analyse. "Wie das Spiel heute gelaufen ist, das war nicht im Sinne unserer Vorstellung, unseres Konzeptes, was wir hier aufgebaut haben. Ich bin ziemlich enttäuscht.

In der Schlussphase hätte es für den HSV eine richtige Klatsche geben können. Hermsdorf schaltete nach dem 24:14 (50.) durch Tobias Högl einen Gang zurück. Maik Grützbach ballerte einen Konter ans Außennetz, Högl traf nur den Pfosten (52.). Der HSV konnte noch mal bis auf 20:26 verkürzen. Zwei Minuten später war Schluss. Die Hermsdorfer feierten, die Ronneburger gratulierten artig dem Sieger. Bis auf René Bauer, der minutenlang enttäuscht hinter der Bank lag, ging der Rest der Mannschaft relativ gelassen mit der empfindlichen Heimpleite um - auch das überraschte.

HSV: Seidemann, Olzmann - Koska, Zänsler (1), Nowak (1), Bauer (1), Stölzner, Heidrich (6), Förster (4), Herling (4), Kusch, Meyer (3).

 10 
 am: 18.11.2008 - 14:12:51 
Begonnen von Marco - Letzter Beitrag von Marco
HP Gispersleben

Um eine Enttäuschung reicher

TSV Motor Gispersleben - HSG Nordhausen  29:32 (17:14)

Es ist einfach nicht zu erklären. Die Formschwankungen der Gisperslebener Oberliga-Damen nehmen immer kuriosere Konturen an. Zuletzt noch mit einem herausragenden Auswärtssieg beim Landesmeister HSV Apolda glänzend, leistete sich das Team um Trainer Frank Stange nun binnen zwei Wochen zwei mehr als enttäuschende Niederlagen.
Am Samstag zeigten die Erfurterinnen ihre zwei Gesichter mal wieder binnen eines Spiels. Ohne langes Abtasten entwickelte sich zunächst eine rassige Oberligapartie, in dem Tempo und schöne Ballstafetten das Spiel prägten. Dabei erwischte Gispi den etwas glücklicheren Start, als Nordhausen in schöner Regelmäßigkeit nur das Gebälk der Tore prüfte. Nach vorne wurde vor allem über die überragende Feldspielerin Franziska Lücke der Abschluss gesucht, so dass man eigentlich während der 1. Halbzeit den Eindruck gewinnen konnte, Gispersleben habe alles unter Kontrolle. Doch es kam mal wieder anders. Die Gastgeber schluderten mit ihren Großchancen. Lücke traf völlig frei nur den Pfosten, Grimmig setzte einen Siebenmeter neben das Tor und die Außen Holick und Keller ließen selbst beste Einwurfgelegenheiten aus. Hergt verzettelte sich im Angriff und warf unplatziert. Die schon üblichen Abspielfehler taten ihr Übriges, um erneut am Nervenkostüm zu zehren. So blieb Nordhausen trotz einiger Glanzparaden von Gispi-Torfrau Ihle im Spiel und konnte zur Halbzeit beim 17:14 noch auf die Wende hoffen.
Und diese Wende brach sofort nach der Halbzeitpause über die Gastgeberinnen herein. In dem Wissen, eine mögliche Vorentscheidung in der 1. Halbzeit verpasst zu haben, zitterten sich die Damen nur so über das Parkett. Nordhausen nutzte dies erst zum Ausgleich (18:18) und kurze Zeit später gar zur 3-Tore-Führung (22:19). Und genau in dieser Situation fehlte Gispi an diesem Tag mal wieder eine Führungsspielerin, welche die Ärmel hochkrempelt und an der sich andere aufrichten könnten. Kapitän Grimmig blieb unauffällig, Hergt fabrizierte Fehler über Fehler und fand erst in den letzten Minuten ihren Wurf. Bei Lücke schien ein erster konditioneller Substanzverlust unübersehbar, was aber angesichts ihres Einsatzes nicht verwundert. Die Außen blieben weiterhin ohne Torerfolg und zeigten mehr als deutlich auf, wo im Gisperslebener Team die Schwachpunkte zu finden sind. Klare Vorgaben des Trainers wurden missachtet, stattdessen trottete man noch weitere 20 Minuten mit hängenden Köpfen über das Feld. Spaß entwickelten nur noch die Gäste, welche unermüdlich ihre ebenfalls bescheidenen Möglichkeiten in die Waagschale warfen und bis zum Umfallen kämpften. Gispersleben zeigte nun vor allem auch defensiv Zerfallserscheinungen, ließ die Außenspielerinnen der Gäste unbedrängt zum Abschluss kommen und konnte sich bei Torfrau Ihle bedanken, dass es nicht noch früher noch schlimmer kam. Und tatsächlich eröffneten die Gäste dem Gastgeber plötzlich noch eine Chance zum Punkten, als sie nach einer regelkonformen Roten Karte lautstark protestierten und eine weitere Zweiminutenstrafe kassierten. Doch selbst im 6:4-Überzahlspiel brachte Gispi keinen vernünftigen Wurfversuch zu Stande und musste am Ende über eine verdiente 29:32-Niederlage quittieren.
Dementsprechend geknickt zeigte sich Trainer Frank Stange nach der Partie, welche die Gisperslebener nach gelungenem Saisonstart nun doch wieder in die Abstiegszone brachte: „Ich kann mir all das nicht mehr erklären. Wir hatten den Gegner 30 Minuten lang fest im Griff und machen uns dann alles kaputt. Es wird einfach zu wenig von dem umgesetzt, was ich sage und deshalb verlieren wir solche Spiele.“
Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat sein Team am 29.11. beim punktgleichen HSV Weimar. Der Gegner brachte sich durch einen überraschenden Sieg beim Titelanwärter TSG Ruhla für den Abstiegskampf in Stellung und wird die Punkte sicher nicht freiwillig hergeben. Bleibt zu hoffen, dass die Gispi-Frauen bis dahin den Kopf frei bekommen, denn das Potenzial im Team muss in dieser ausgeglichenen Liga einfach zu mehr als dem Abstiegskampf reichen.

TSV Motor Gispersleben:
Ihle, Holick – Lücke 11/2, Hergt 7, Schulze 4, Braun 2, Fuhrmann 2, J. Holick 1, Keller 1, Nonne, Grimmig

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