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Thüringer Handball-Verband
21.11.2008 - 06:20:47 *
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Autor Thema: 9. Spieltag  (Gelesen 1083 mal)
Marco
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« am: 24.11.2006 - 00:28:15 »

25.11.2006  15:00
ThSV Eisenach II - HSV Ronneburg
[Werner Assmann Sporthalle Eisenach]

25.11.2006  16:30
SV Thuringia Königsee - HSV Bad Blankenburg
[Sporthalle "Am Schiefer" Königsee]

25.11.2006  19:00
HV Spielzeugstadt Sonneberg - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

25.11.2006  19:30
Post SV Gera - HSV Apolda 1990
[Panndorfhalle Gera]

25.11.2006  19:30
SV Hermsdorf II - Ernestiner SV Gotha
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

26.11.2006  16:00
SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]
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« Antworten #1 am: 26.11.2006 - 20:04:04 »

HP Sonneberg

HV Spielzeugstadt Sonneberg – SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 28:27 (17:13)

Unglaublich: Der nächste Sieg in einem Spitzenspiel

Auch die vor der Saison als Aufstiegsfavorit gehandelten Handballer aus Goldbach/Hochheim konnten in der Spielzeugstadt nicht gewinnen. In einem dramatischen Spiel setzten sich die Sonneberger mit 28:27 durch und konnten sich somit in der Tabelle leicht von den Goldbachern absetzen.

Die schlimme Nachricht erreichte das Trainergespann Blechschmidt/Mäder schon am Freitag: Thomas Werner liegt flach und wird definitiv nicht spielen können, da er Penizillin einnehmen muss. Wiederum musste Frank Funkstein von Anfang an ins Tor und auch diese Woche bestätigte er seine gute Leistung aus dem Pokalspiel letzte Woche gegen Ronneburg. Noch erstaunlicher dabei ist wohl, dass er erst eine Stunde vor Spielbeginn Arbeitsschluss hatte und deshalb natürlich verspätet zur Mannschaft gestoßen war, doch seine Leistung war wieder einmal souverän.

Das Spiel begann mit der ersten und einzigen Führung der Gäste (1:0), danach fanden die Spielzeugstädter immer besser zu ihrem Spiel und konnten sich kontinuierlich absetzen. Über die Stationen 9:4 und 14:8 ging man einer komfortablen Pausenführung entgegen. Doch kurz vor dem Pausenpfiff noch einige Unkonzentriertheiten und Goldbach konnte auf 17:13 verkürzen.

Die Goldbacher kamen nach dem Wechsel mit Druck aus der Kabine und konnten über ihre besten Werfer Mitrovic (8/3) und S. Juhnke (7) sofort den Anschluss schaffen. Nach dem 18:16 erreichten sie in der 45. Minute den 22:22-Ausgleich. Danach wieder eine starke Phase der Sonneberger. 3 Tore in Folge brachten einen Vorsprung, der wieder etwas ruhiger stimmen lies. Danach schafften es die Sonneberger auch, ihre Gäste stets auf 2-3 Tore Distanz zu halten.

2 Minuten vor Schluss schien dann auch schon alles klar zu sein. Sonneberg führte mit 28:25 und hatte den Ball. Doch die nun auf Manndeckung umgestellten Gäste konnten diesen erobern und erzielten den Anschlusstreffer. Die Anzeigeuhr wollte einfach nicht ablaufen, denn Sonneberg vergab nochmals 2 hochkarätige Chancen, doch die Gäste konnten nur noch den Anschlusstreffer zum 28:27 erzielen. Die restlichen 10 Sekunden spielten die Sonneberger dann sicher runter.

Als die Schlusssirene ertönte, sprangen die Zuschauer auf und alle Spieler lagen sich in den Armen, denn dieser Sieg war hart erarbeitet, und umso größer war dann auch die Freude.

„Das zum Schluss unsere spielerische Linie weg war, ist verständlich, doch durch die richtige Einstellung und den Kampf haben wir das Spiel noch nach Hause geschaukelt.“ Resümierte Uwe Blechschmidt nach dem Krimi und fügte noch hinzu: „Ich bin natürlich glücklich, mit dem Sieg, und ich freue mich vor allem auch für Frank Funkstein. Er ist mittlerweile ein echter Ersatz für Thomas Werner geworden und steht ab jetzt als klare Nummer 2 hinter ihm!“ Co-Trainer Michael Mäder meinte noch: „Steve Kroll macht seine Sache zwar gut, doch den verletzungsbedingten Ausfall von Christopher Weiß konnte er nicht ganz kompensieren und auch Robert Blechschmidt konnte aufgrund einer Erkältung nicht an die starken Leistungen vergangener Wochen anknüpfen, doch hat es gereicht und wir haben wieder einmal 2 Punkte in Sonneberg behalten.

Sonneberg: Funkstein, N. Weiß; Schmidt (8/1), Müller (1), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (11/3), Gurtowoi (6), Kroll (2), Kienel, Poser, n.e.: Grieseler, Seifarth, Chr. Weiß

Gelbe Karten: Sonneberg 4, Goldbach 2
2-min-Strafen: Sonneberg 7, Goldbach 7
7-Meter: Sonneberg 4/5, Goldbach 3/3
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« Antworten #2 am: 26.11.2006 - 20:43:01 »

HP Bad Blankenburg

Katastrophale Leistung in einem glanzlosen Kreisderby

SV Thuringia Königsee – HSV Bad Blankenburg 32:34 (12:16)

34:32 Sieg beim Spiel Not gegen Elend mit überforderten Unparteiischen

Erwartungsvoll zogen Unmengen von Zuschauern in die Sporthalle am Schiefer in Königsee, um am Samstagnachmittag ein brisantes und schönes Handballspiel zu erleben. Was sie allerdings dort geboten bekamen, war für viele mehr als enttäuschend, vor allem vom haushohen Favoriten Bad Blankenburg. Die Königseer, gehandicapt durch den Ausfall von Oldenburg, Dademarsch und Höhne, spielten mit dem letzten Aufgebot, das sich jedoch mehr als ausgezeichnet verkaufte. Gernot Brähne, als „Handballopa“ eigentlich nur Aushilfe, ohne Training, warf allein 4 Tore, dagegen ein Igor Ardan als ehemaliger Nationalspieler und mit 29 Jahren in der Blüte seines Handballlebens auf HSV-Seite magere 6. Hier kann man nur sagen, das ist Handball ohne Logik. Weiterhin spielte die Abwehr der Gäste aus der Kurstadt wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen ohne jegliches Konzept. Schwache Angreifer von Thuringia vernaschten ein um das andere Mal die hilflos wirkende Verteidigung von Bad Blankenburg. Und dann waren dort noch die Bundesliga-Schiedsrichter vom THV. Sie waren keineswegs spielentscheidend, aber was sie boten, machen Laien in der E-Jugend allemal besser. Wenn das das Niveau von Schiedsrichtern aus Thüringen ist, dann gute Nacht. Jedoch schreibt eben so ein Derby seine eigenen Gesetze, denn eins ist auch Fakt: Trotz dieser Leistungen werden die Schiedsrichter bald wieder Bundesliga pfeifen und der HSV ist mit diesem Sieg Tabellenführer der Oberliga. Daraus folgt, dass all diese Sportler nicht so schlecht sein können, wie sie sich am Schiefer präsentiert haben. Diese Schlussfolgerung gibt Hoffnung und sollte alle Thüringer Handballfans nicht mutlos werden lassen.

Das Spiel selbst begann vor eindrucksvoller Kulisse erst einmal recht schnell und der HSV warf auch das erste Tor nach 35 Sekunden durch einen Konter von Stefan Oertel. Jedoch wurde so konzentriert nicht weiter gespielt und Königsee erzielt postwendend den 1:1 Ausgleich. Nach 3 Minuten hatten sich die Kurstädter auf 3:1 abgesetzt. Doch wiederum war der Elan der Gäste nur ein Strohfeuer. Nach 10 Minuten hatte der Gastgeber beim 6:5 die viel umjubelte Führung erzielt. Schon hier stand die Handballwelt auf dem Kopf. Doch dies wollten sich die Herren aus Bad Blankenburg nun doch nicht bieten, und zeigten nun einen etwas besseren Handball. Schnell konnten sie sich gegen die in dieser Phase überforderten Königseer absetzen. In nur 7 Minuten wurde das Spiel gedreht und der HSV führte durch 5 Tore in Folge mit 10:6. Leider musste der verletzt ins Spiel gegangene Tobias Jahn sein Tor verlassen, wurde aber von Frank Recknagel glänzend vertreten. Trotzdem konnte Thuringia nach 20 Minuten auf 9:12 verkürzen. Die letzten 10 Minuten verliefen ausgeglichen auf sehr niedrigem Niveau, welches die 16:12 Halbzeitführung für die Gäste zur Folge hatte.

Wer dachte, dass diese Führung dem HSV Sicherheit geben würde, sah sich getäuscht. Die Worte von Steffen Schreiber in der Kabine wurden nicht befolgt und die Gäste spielten die mit Abstand schlechteste Halbzeit in dieser Saison. Unmotivierte Würfe, unverständliche Abspielfehler, Abwehr ohne Konzept, nicht nachvollziehbare Einzelaktionen waren das Markenzeichen der Gäste. Nur so kann man verstehen, dass der sicher geglaubte Vorsprung nach nur 7 Minuten in der 37. Minute beim Spielstand von 17:17 aufgebraucht war. Bis zur 41. Minute war ein gewisses Gleichgewicht beider Teams zu erkennen. Der Spielstand von 21:20 resultiert daraus. Obwohl es in der Folgezeit jede Menge Leerlauf auf dem Parkett gab, konnten sich die Gäste aus der Kurstadt absetzen. Sie hatten es vor allem Stefan Oertel zu verdanken, der trotz einiger völlig unmotivierter Würfe in Unterzahl, noch bester HSV-Akteur war. Er warf allein 9 herrliche Tore in das von Cadek gut gehütete Tor der Gastgeber. Als in der 51. Minute Hellwig mit seinem siebenten von ebenfalls neun Toren zum 29:24 traf, glaubten viele an eine Vorentscheidung. Das Spiel von Königsee wurde jetzt merklich stabiler und im Gefühl des sicher geglaubten Sieges beim HSV immer schlechter. Die Reihen auf beiden Seiten wurden durch die Unparteiischen stark gelichtet. In einer eigentlich fairen Partie auf dem Spielfeld gab es insgesamt 6 rote Karten und unverständlich viele Zeitstrafen. Das entschuldigt jedoch nicht die nun völlig indiskutable Leistung der Gäste. Schnell witterten die Gastgeber Morgenluft und holten Tor um Tor auf. Beim Spielstand von 30:29 für die Gäste war erneut der Vorsprung aufgebraucht. Erneut waren es Oertel und Hellwig, die mit ihren Toren den HSV weiter im Rennen hielten. Jedoch lag in der 59.Minute beim Stand von 32:31 für Bad Blankenburg die Sensation in der Luft. Königsee ging zur Manndeckung über, jedoch behielt Igor Ardan mit seinem Tor zum 34:32 Endstand die Nerven. Insgesamt ein glücklicher, aber dennoch verdienter Auswärtssieg beim Kreisderby. Nun hat der HSV erstmal eine Woche spielfrei, ehe es zum Schlusslicht nach Meiningen zum erneuten Auswärtsspiel geht.

Für den HSV Bad Blankenburg spielten:
Jahn, Recknagel; Ardan (6), Gäbler (1), Hanl, Hellwig (9/3), Jäschke (3), Meilahn, Oertel (9), Reichmann, Sabrsula (4), Sternkopf (2), Wiegand
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« Antworten #3 am: 26.11.2006 - 20:49:34 »

HP Eisenach

Dramatik bis in die Schlusssekunden

ThSV Eisenach II – HSV Ronneburg 31:31 (15:16)

Mit dem fest angestrebten Sieg über den Tabellenführer wurde es nichts. Trotz bester personeller Voraussetzungen reichte es für den THSV Eisenach II in heimischer Halle nur zu einem 31:31 (15:16) gegen den HSV Ronneburg. Die Ronneburger waren sich ihrer Mittel sicher, setzten auf Aktivitäten ihrer Aufbaureihe, bestimmten damit über weite Strecken den Spielverlauf. Die Gastgeber vermochten es nicht, den Aktionsradius der Ronneburger Rückraum-Recken einzuengen. Zwei-Meter-Mann Martin Puta (7 Treffer) setzte vielfach nahezu ungehindert zum Torwurf an oder bediente seine Teamgefährten, wie Olaf Meier (7 Tore). Die Gastgeber, in namhafter zweitbundesligaerfahrener Besetzung mit Andreas Nositschka im Tor, Adrian Wöhler auf Links- und Martin Hoffmann auf Rechtsaußen, Till Riehn im linken und Robert Weiß im rechten Rückraum, Alexander Schiffner in der Regierolle und Marcel Liebetrau am Kreis zündeten nicht im erforderlichen Maß den Turbo, um mit schnellem leichtfüßigem Kombinationshandball die Gäste schwindlig zu spielen.

Licht und Schatten wechselten rasch. ThSV-Coach Frank Ihl vermisste den Lerneffekt. „Warum haben wir unser erfolgreiches Konterspiel über die Außen nicht fortgesetzt“, fragte er sich. „Der Großteil der Zweitligaanschlusskader konnten das eigene Anspruchsniveau nicht nachweisen“, konstatierte Frank Ihl, der die Partie trotz einer vollbesetzten Wechselbank mit nur 7 Feldspielern bestritt. Der mit kritischem Auge auf einem „Hochsitz“ am Spielfeldrand die Partie verfolgende ThSV-Zweitligacoach Hans-Joachim Ursinus bescheinigte lediglich Robert Weiß eine gute Leistung. Der Blondschopf, mit 11 Treffern auch bester Werfer, überzeugte im rechten und linken Rückraum sowie im Abwehrverband. Till Riehn befindet sich weiter im Leistungstief. Richtig Gefahr drohte dem Ronneburger Kasten außer bei Krachern von Robert Weiß nur, wenn Marcel Liebetrau am Kreis angespielt wurde. Und doch hätte es zum Doppelpunktgewinn gereicht, wenn die Eisenacher, nach 50 Minuten mit 29:27 in Führung liegend, in einer dramatischen Schlussphase mehr Cleverness hätten walten lassen!
Robert Weiß ließ vom Anpfiff an das Leder im Ronneburger Netz zappeln. Till Riehn hingegen blieb ohne Fortune, schmetterte erst einen Strafwurf ans Holz (3.) und traf wenig später aus dem Rückraum nur das Gebälk (6.). Eine präzise Steilvorlage von Martin Hoffmann versenkte Marcel Liebetrau zum 6:4 (12.). Doch die Gäste antworteten schnörkellos zum 7:8 (17.), weil Martin Hoffmann, Alexander Schiffner und Till Riehn das Leder nicht unter brachten. Mit gutem Auge und versierter Wurftechnik zog Ronneburgs Thomas Heidrich mehrfach ab, wie zum 13:14 (26.) und 13:15 (27.). Kurz vor der Halbzeitsirene traf der eingewechselte Andre Ludwig zum 15:16 Anschlusstreffer.
Zu inaktiv die ThSV-Abwehr gegen Ronneburgs Goalgetter Martin Puta, der für die Freiräume zum 17:21 (36.) und 21:24 (40.) dankte. Mit einfachen technischen Fehlern stellten sich die Eisenacher selbst mehrfach ein Bein. Endlich erhöhte Alexander Schiffner die Schlagzahl, traf zum zum 22:24 (41.). Martin Hoffmann erspitzelte das Leder und versenkte zum 23:24 (42.). Doch die Ronneburger hatten noch die richtige Antwort parat. Als Martin Puta wegen Reklamierens für zwei Minuten auf die Bank musste, markierte Marcel Liebetrau den 26:26 Ausgleich (45.). Die Waage schien sich in Richtung des ThSV II zu neigen. Die dritte Zeitstrafe bedeutete für Ronneburgs Thomas Heidrich das vorzeitige Aus (47.). Marcel Liebetrau verwandelte vom Punkt zum 28:27 (47.). Zwei ThSV-Rennfahrervorlagen landeten im Aus. Andre Ludwig, gerade wieder eingewechselt, ließ es zum 29:27 (50.) krachen. Hitzköpfigkeit statt Besonnenheit bei einer eigenen 2- Tore-Führung: Die Unparteiischen Scholz/Wilck (Gera/Sömmerda) schickten kurz hintereinander Alexander Schiffner, Marcel Liebetrau und Andre Ludwig zum „zweiminütigen Abkühlen“. Ronneburg nutzte in 6:3 Überzahl die Gunst der Stunde, traf durch den agilen Oliver Meier zum 29:30 (53.). Der bis dato treffsichere Marcel Liebetrau brachte mutterseelenallein das Leder nicht am eingewechselten Ronneburger Schlussmann Robert Zemisch vorbei (56.). Andreas Nositschka steigerte sich im ThSV-Kasten, parierte gleich doppelt glänzend, hatte das Glück des Tüchtigen bei einem Holztreffer (Werler, 57.) auf seiner Seite. Robert Weiß traf mit Maßarbeit zum 30:30 (58.). Ballgewinn für den ThSV II, Alexander Schiffner versenkte technisch elegant zum 31:30 (59.). Im Gegenzug das 31:31 durch Sven Gottschalk. Knapp 60 Sekunden sind noch zu absolvieren. Ballbesitz für den ThSV II. Zeit für eine Kombination. Doch Andre Ludwig packt urplötzlich die Brechstange aus, hämmert den Ball in die 2. Etage über den Ronneburger Kasten. Haareraufen im ThSV-Lager. Riesenchance für Ronneburgs Oliver Meier zum Siegtreffer für die Gäste. Doch Andreas Nositschka stand goldrichtig. Auszeit ThSV Eisenach 4 Sekunden vor Ultimo. Zu einer Torchance kommt es nicht mehr.

Mit der Bilanz von 8:8 Punkten nach 8 Spieltagen zeigte sich Frank Ihl nicht ganz unzufrieden, wenngleich zumindest bei den Heimremis gegen Ziegelheim und Ronneburg zwei Zähler regelrecht verschenkt wurden. „Wir müssen im Abwehrbereich weiter hart arbeiten. Das verstärkte Training mit der 1. Mannschaft sollte sich da vorteilhaft auswirken“, so Frank Ihl. Am kommenden Sonntag geht es zu Ernestiner Gotha, einem Team das personell mächtig aufgerüstet hat, bei der Titelvergabe ein gewichtiges Wort mitreden will. Dann kann Frank Ihl personell nicht aus dem Vollen schöpfen, sind das Zweitligateam (bei der SG Bietigheim/Metterzimmern) und auch die A-Jugend um Regionalligazähler am Ball.

ThSV Eisenach II: Nositschka, Luckert (31.-39.); Laufer, Ludwig (2), Schiffner (5), Weiß (11), Liebetrau (10/2), Wöhler (1), Hoffmann (2), Riehn, Abad, Helbig, Marx.

HSV Ronneburg: Seidemann, Zemisch (ab 47.); Koska (3), Gottschalk (2), Ganzha (2), Dathe, Bauer, Heidrich (8/3), Vollgold, Förster (1), Puta (7), Meier (7/1), Werler (1).

Zeitstrafen: Eisenach 6 x 2 Min. Ronneburg 5 x 2 Min. (Rot gegen Heidrich nach 3. ZS, 47. Min.)
Siebenmeter: Eisenach 3/2 Ronneburg 5/4
Schiedsrichter: Scholz/ Wilck (Gera/Sömmerda)
Zuschauer: 130
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« Antworten #4 am: 26.11.2006 - 22:24:45 »

HP Apolda

Aus Pokalniederlage nichts gelernt

Post SV Gera - HSV Apolda 1990 33:23 (14:8)

Nach der knappen Niederlage am letzten Wochenende gegen den Post SV Gera wollten wir nach 60 Minuten als Sieger vom Parkett gehen. Doch auch ein zweites Mal war nur der Wunsch Vater des Gedankens. Wir wollten unsere Fehler aus der letzten Partie abbauen und dabei vor allem unsere Chancenverwertung verbessern.
Doch schon in der ersten Minute konnte man erkennen, dass die klaren Worte des Trainers Ralf Börmel nicht bis zu den Spielern durchgedrungen waren. Wir kamen zwei mal frei zum Torwurf, doch die „Null“ auf der Anzeige blieb standhaft. Die ersten 15 Minuten dachte man nicht, dass wir die Apoldaer Mannschaft waren, welche in dieser Saison schon so einigen Titelfavoriten ein Bein gestellt hatte. In der Abwehr, was eigentlich immer unsere Stärke war, liefen wir dem Gegner hinterher. Wir ließen uns von den einfachsten Kombinationen austanzen und stellten uns zusätzlich noch ungeschickt an, so dass wir in den ersten 10 Minuten drei Zeitstrafen zu verkraften hatten.
Dieser Schlendrian in der Deckung schwappte nun auf den Angriff über. Man meinte zu glauben, dass wir das Wort Mannschaftssport falsch ausgelegt hatten. Von unseren, noch vor zwei Tagen im Training geübten Spielzügen war nichts zu erkennen. Ein Standhandball, in dem sich keiner für den Anderen bewegte, was Fehlpass um Fehlpass zur Folge hatte. So schenkten uns die Männer aus Gera leichte Kontertore ein. Nach 20 Minuten fingen wir uns wieder, arbeiteten in der Deckung besser zusammen und konnten mehrfach den Ball erobern. wobei drei Tore in Folge für uns heraussprangen. Doch dies war leider nur ein Strohfeuer unseres Könnens, so dass die erste Halbzeit mit einem enttäuschenden Spielstand von 8:14 beendet wurde.
Die harten Worte des Trainers in der Kabine zeigten leider keine Wirkung. Die Deckung arbeitete jetzt zwar besser und auch in der Offensive erarbeitete man sich Chance um Chance, doch Sieger blieb letzten Endes der gegnerische Schlussmann. Beim Stand von 11:19, eine Viertelstunde vor Spielende, brachte Trainer Ralf Börmel die grüne Karte zum Einsatz. Er stellte die Abwehr auf ein 3:3 System um (fast Manndeckung), um so noch die Minimalchance auf den Sieg zu wahren. Gera kam mit der neuen Deckung nicht klar, wir konnten sie zu Fehlabspielen zwingen und uns auf fünf Tore herankämpfen. Doch auch der Geraer Coach stellte in einer Auszeit seine Jungs besser auf unsere Deckung ein und der alte Abstand wurde nach und nach wieder hergestellt.
Dank unseres Torhüters Nils Hübscher wurden wir nicht mit 50 Toren aus der Halle geschickt. Er war mit Abstand bester Apoldaer und konnte mit 25 gehaltenen Bällen als Einziger unseren Ansprüchen gerecht werden.
Glückwunsch nach Gera.
Wir hoffen unseren Auswärtsvirus bald zu überwinden und die letzen beiden Spiele dieses Jahres erfolgreich abzuschließen.

Unsere Mannschaft:
Markus Helm, Nils Hübscher (Tor); Marco Stanek (3), Torsten Dippmann (5), Hans Raddatz , Volker Goldmann (1), Viorel Sava (7), Mark Rath (2), Alexander Berceanu (4), Steffen Müller (1),
Hans Raddatz, Marco Utschig, Roger Gierschick
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« Antworten #5 am: 26.11.2006 - 22:27:13 »

HP Gera

Postler gewinnen gegen völlig desolate Apoldaer souverän

Post SV Gera - HSV Apolda 1990 33:23 (14:8)

Am Ende des Spieles zwei Trainer, der eine hochzufrieden, der andere komplett sprachlos. Sicherlich für viele eine große Überraschung, denn der zufriedene Trainer war Gera´s Coach Steffen Waldenburger.
Apolda, bis auf Matthias Koch, mit voller Kapelle in Gera angereist, denn sie wollten die Pokalniederlage revidieren. Aber das Spiel begann völlig anders. Die Postler hoch konzentriert und motiviert legten einen Blitzstart hin mit 4:0, einmal durch sehr gute Abwehrarbeit mit einem hervorragend haltenden Petr Nedved, über das gesamte Spiel, was 35 gehaltene Bälle beweisen können, und zum anderen durch blitzschnelles Umschalten in den Angriff mit sicherem Abschluss.
Dies veranlasste Apolda´s Trainer, Ralph Börmel, schon in der 6. Spielminute ein Team-Time-out zu nehmen, um seine Männer wach zu rütteln. In der 7. Spielminute dann das erste Gästetor zum 4:1, aber mehr kam noch nicht rüber. Dafür unbeeindruckt spielten die Geraer weiter bis zum 8:2 (13.). Dann ein kleiner Hänger, denn Apolda konnte auf 9:6 (20.) verkürzen. TTO-Gera mit toller Wirkung, denn gleich 3 Treffer in Folge brachten das 12:6. Diese 6 Tore Vorsprung waren auch noch beim 14:8 vorhanden als die Seiten gewechselt wurden.
Bange Frage unter den Geraer Fans, legt das Team noch so eine gute Halbzeit hin, auch wenn Apolda völlig von der Rolle schien. Egal, die Punkte für den weiteren Meisterschaftsverlauf sind wichtig.
Start in die zweite Hälfte und man war gleich wieder hellwach und markierte das 15:8. Danach ein weiterer Spielverlauf, den die Postler klar dominierten. In der 41. Spielminute stand es 19:10 für die Hausherren. Beim 21:12 (45.) Auszeit bei Apolda, die dazu genutzt wurde die Abwehr ihrerseits umzustellen. Sie agierten mit einer 3:3 - Abwehr, die im weiteren Verlauf etwas Erfolg brachte, denn man schwang sich auf und beim 24:19 hatte man das Gefühl jetzt kommt noch mal Spannung auf. Ursache dafür war ein starker Keeper Nils Hübscher im Gästetor und auch Viorel Sava erzielte 4 Tore in Folge.
Kippt das Spiel seitens der Postler? Nein!!!, sie zogen wieder an und machten 3 Tore zum 28:20 in der 55. Spielminute. Nun war der Bann gebrochen und am Ende gab es einen hochverdienten 33:23 Sieg gegen eine völlig desolat agierende Apoldaer Mannschaft.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, L. Möbus, Ch. Szlapka --- K. Krech (6), E, Pfeifer, D. Botor (7), J. Mühlberg (1), P. Borik (3/1), K. Rosenbaum (1), S. Teichmann, St. Haupt, M. Grützbach (8/4) und St. Martin (7). 
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« Antworten #6 am: 27.11.2006 - 11:33:29 »

OTZ Stadtroda  27.11.2006

"Ukrainische Wurfkuh" besiegt Gotha im Alleingang

SV Hermsdorf II - Ernestiner SV Gotha  35:31 (19:13)

Norman Kietzmann trifft und trifft - Erster Sieg für SVH II nach fünf Niederlagen

Die Hermsdorfer können doch noch gewinnen. Nach den fünf Niederlagen (vier in der Liga, einmal im Pokal) durften Werrmann, de la Motte & Co. endlich wieder jubeln.
Das 35:31 am Sonnabend in eigener Halle gegen Ernestiner Gotha war hoch verdient. Der wiedergenesene Coach Jens Friedrich wusste sofort, bei wem er sich am meisten zu bedanken hatte, bei "unserer neuen ukrainischen Wurfkuh." Mit dieser liebevollen Umschreibung meinte er natürlich Norman Kietzmann. Der 1,93-Meter-Mann konnte bei seinem Comeback fast unbedrängt und nach Lust und Laune hochsteigen und die Bälle fast regelmäßig in die rechte Ecke des Gothaer Tores einlochen.

"Ich weiß nicht, ob wir ohne Norman heute auch gewonnen hätten", musste Friedrich die Leistung des etatmäßigen Regionalligaspielers neidlos anerkennen. Im Gegensatz zu den bisherigen SVH-Spielen setzte diesmal der Angriff die Akzente, und nicht die Abwehr.

Im Schatten von Kietzmann steigerte sich Torben de la Motte. Er traf ebenfalls zwölf Mal. Dagegen blieben die Außenpositionen mit den Perspektivspielern Michael Varchmin, Perry Dennhardt, Tony Hobritz und Carsten Machts deutlich hinter ihren eigenen Erwartungen zurück. Friedrich: "Die Quote von den Außenpositionen war heute erschreckend schwach."

Gotha - mit dem wurfstarken Oliver Behling - enttäuschte, vor allem in der Deckung. In der Vorwärtsbewegung nutzte es die Schwächen der Hermsdorfer im Umkehrspiel aus. Der 6:0-Riegel hatte sich noch nicht formiert, hatten die Gothaer bereits den Torabschluss gesucht und gefunden. Die Taktik, den überragenden Kietzmann enger zu decken, kam beim 22:28 (47.) viel zu spät.

Das letzte Wort gehörte noch einmal dem Hermsdorfer Trainer. Der wünschte sich von seinen etablierten Rückraumspielern für die nächsten Spiele ein ähnliches Auftreten wie Kietzmann. "Zeigen sie nur 60 Prozent, kann ich viel beruhigter auf der Bank sitzen. Denn dann gewinnen wir noch andere Spiele. Da bin ich mir absolut sicher."

Hermsdorf II: Oswald, Passarge, M. Varchmin, de la Motte (12), Werrmann (3), Rust (2), Dennhardt (1), Machts (1), Hobritz (2), Opel (1), Kietzmann (12), Bocek, Parybyk (1)
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« Antworten #7 am: 27.11.2006 - 16:17:14 »

OTZ Saalfeld 26.11.2006
   
Königsee der Sensation nahe

SV Thuringia Königsee – HSV Bad Blankenburg 32:34 (12:16)

Handball, Oberliga: Bad Blankenburg gewinnt Kreisderby ganz knapp - Schwache Schiris

Von Gerd Wagner Das im Vorfeld zum David-gegen-Goliath-Duell deklarierte Kreisderby im Thüringer-Handball-Oberhaus bekam am Sonnabend nur selten diesen Aspekt. Die Königseer ließen den Favoriten und Aufstiegsanwärter kaum zur Entfaltung kommen, sich von größeren Rückständen nicht beeindrucken und hatten sogar in der Schlussphase dieser Begegnung ein Resultat mit sensationellem Anstrich in den Händen.

Doch zunächst hatte der zahlenmäßig stark mitgereiste HSV-Anhang Grund zum Jubeln, da ihre Mannen die Führung erzielen konnten. Auf Königseer Seite setzte Najman einen Strafwurf an den Pfosten, so dass die Kurstädter ihre Führung ausbauen konnten (3:1, 4.). Die Partie pegelte sich in den Anfangsminuten auf eine Zwei-Tore-Differenz ein, da die Gastgeber mehrfach ihre Möglichkeiten ungenutzt ließen. Die Gäste wirkten dagegen konsequenter, fanden allerdings jetzt in den Thuringia-Keepern Cadek und Föhr ihre Meister.

Königsee kämpfte verbissen und wurde belohnt mit dem Ausgleich und der erstmaligen Führung (6:5, 11.). Bad Blankenburg ließ jedoch mit der Antwort nicht lange auf sich warten. Dieser Spielstand und der leidenschaftliche Kampf auf beiden Seiten war die nötige Würze für dieses ewig brisante Derby, welches die Gastgeber weiter knapp vorn sah (7:6, 13.), was sich schnell wieder änderte. Der HSV Bad Blankenburg kam in diesen Minuten zu drei Toren in Folge, welche die Rinnestädter zurückwarfen (7:10, 18.). War das bereits der Knackpunkt für die Gastgeber? Es hatte den Anschein, da Thuringia nach vorn weiter sündigte und der HSV traf (12:8, 20.). Einen höheren Rückstand verhinderte in diesen Minuten Torhüter Cadek. Doch die Gäste wurden in dieser Phase spielbestimmender und Königseer Treffer waren weiterhin Mangelware, da selbst Strafwürfe nicht untergebracht wurden (9:15, 24.). Die Rinnestädter gaben nicht auf, scheiterten jedoch mehrfach am HSV-Schlussmann Recknagel. Kurz vor der Pausensirene wurde das Resultat wieder etwas freundlicher aus Königseer Sicht (12:16, 29.).

Noch einmal 30 Spielminuten pure Leidenschaft wünschte man sich für den zweiten Durchgang, der zunächst von Fehlwürfen geprägt war, bevor die Gäste den Torreigen wieder eröffneten (17:12, 32.), welche allerdings Wiegand durch den roten Karton verloren. In diesen Minuten wurde die Partie härter aber nicht unfair, was die Königseer zum Verkürzen nutzten (16:17, 35.). Der HSV begann erstmals zu wackeln und forderte die Unterstützung von den Rängen, da die Rinnestädter nun ausglichen und Bad Blankenburg Meilahn sowie später noch Jahn per roter Karte verlor. Die Partie war nun wieder völlig offen mit Treffern auf beiden Seiten, allerdings mehr für den Tabellenzweiten, welcher sich wieder in Front schieben konnte (20:18, 39.). Königsee warf weiterhin all seine Kampfkraft in die Waagschale und blieb dran (20:21, 42.).

Als jedoch Recknagel erneut mehrere Einschläge verhindern konnte, bedankten sich seine Vorderleute mit einem Vier-Tore-Vorsprung (24:20, 44.). Bei den Rinnestädtern schien nun die berühmt berüchtigte Flautezeit anzubrechen, da im Vorwärtsgang nicht mehr viel lief. Bad Blankenburg hatte nun die Partie wieder fester in der Hand und schien auf dem Weg zum sicheren Doppelpunktgewinn zu sein (26:21, 46.), denn noch einen Aufholkraftakt traute man den Hohmann-Schützlingen wirklich nicht zu. Doch die Najman, Varchmin & Co. kämpften und zerrten weiter mächtig an den Ketten (24:27, 50.). Die Kurstädter blieben cool, nutzten ihre Möglichkeiten besser und ließen ihren Vorsprung wieder deutlicher werden (29:24, 52.).

Der HSV war insgesamt die spielerisch bessere Mannschaft, dem die Königseer großen Kampfgeist entgegensetzten, so dass die Fans auf der Tribüne ein rassiges Kreisderby verfolgen konnten, welches in der Schlussphase noch einmal zu brodeln begann.

Thuringia Königsee spielte sich noch einmal ins Geschäft, als Friedrich drei Mal in Folge ins Bad Blankenburger Tor traf und seine Farben zum 29:30 (57.) brachte. Erneut begannen die Kurstädter zu wanken, die sich durch einen Treffer von Oertel retteten (31:29, 58.). Die Partie wurde in den letzten Sekunden noch einmal zum offenen Schlagabtausch, welcher die Königseer jedoch weiter hinten sah (32:33, 59.) Gastgeber Thuringia lief nun die Zeit davon, zumal die Gäste in letzter Sekunde sich aller Sorgen entledigten.

Nicht berauschend in diesem Kreisderby war die Leistung der beiden Schiedsrichter Dähne und Jakob aus Bad Klosterlausnitz bzw. Vieselbach.

SV Thuringia Königsee: Cadek, Föhr - Göring (5), Götz (1), Lächa, Friedrich (5), Najman (11), Pojonie (2), Varchmin (3), Brähne (4), Riwe (1).

HSV Bad Blankenburg: Jahn, Recknagel - Ardan (6), Sternkopf (2), Sabrsula (4), Wiegand, Meilahn, Oertel (9), Jäschke (3), Hanl, Gäbler (1), Reichmann, Hellwig (9).

Schiedsrichter: Dähne/Jakob (Bad Klosterlausnitz/Vieselbach).
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« Antworten #8 am: 27.11.2006 - 22:22:50 »

HP Ziegelheim

SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim 28:43 (14:21)   

Mit einer echten Leistungsdemonstration in einem äußerst fairen Spiel bei ihrem „Angstgegner“ haben die LSV-Männer nun die Tabellenspitze der Oberliga gestürmt und damit nicht nur sich selbst, sondern auch die zahlreichen Fans verblüfft. Die Erfurter mussten letztlich schon fast ohnmächtig mit ansehen, wie sie von ihrem einstigen „Lieblingsgegner“ vollständig auseinander genommen wurden. Obwohl beim LSV Kreisläufer Ralf Reusch und Rechtsaußen Jörg Etzold berufsbedingt nicht anreisen konnten, waren die Gäste in allen Belangen überlegen. Es wurde von Beginn an munter durchgewechselt, sogar die Startformation hatte mal ein anderes Gesicht. Einen Hänger suchte man aber vergebens. Konsequent und souverän zogen die Ziegelheimer ihre Kreise. Hoffnungsvoll dabei der nach Verletzung wieder erstarkte Andre Heinig, dem neun Treffer gelangen.

In der Anfangsphase konnten sich die Gastgeber noch im Spiel halten (5:5, 10.). Doch schon bald hatten die Ziegelheimer ihre Hintermannschaft stabilisiert und da dauerte es gerade mal fünf Minuten, in denen die Gäste auf und davon marschierten. Mit der Auszeit der Erfurter und der Einwechslung von Spielertrainer Minewski gab es zunächst Probleme in der LSV-Deckung. Doch Ziegelheim hatte noch einen verlässlichen Part, den Angriff, der fast jeden Erfurter Treffer mit einem eigenen Tor beantwortete. Die beinah über die gesamte Spielzeit praktizierte Sonderbewachung gegen Steffen Moritz sollte sich in keinster Weise für die Spielgemeinschaft auszahlen. Andre Heinig traf wieder wie gewohnt und machte damit die LSV-Angriffe noch gefährlicher. Als er nach der langen Verletzungspause eine Auszeit zum Verschnaufen benötigte, kam einfach sein „kleiner“ Bruder David und machte da weiter, wo der „Große“ aufgehört hatte. Nick Sense und Karsten Knöfler vollführten schöne Anspiele an den Kreis auf Christian Godlinski, der immer besser ins LSV-Spiel hinein wächst. Sylvio Graichen markierte in typischer Manier seine Treffer aus spitzem Winkel. So dauerte es auch nicht lange bis zum nächsten Zwischenspurt kurz vor der Pause. Vier Tore am Stück und es hieß 21:14.

Knappe zwölf Minuten hielten die Gäste das Resultat im Rahmen (22:27, 42.). Dann spielte nur noch der LSV. Torsten Urwank leitete den Aufgalopp ein. Er parierte einen Strafwurf und ebenso den Nachwurf mit einem spektakulären Hechtflug. Erfurt probierte weiter verschiedene Deckungsvarianten, aber ohne Erfolg. Dem LSV gelang jetzt alles, völlig egal wer spielte (22:31, 45.). Als dann noch in der Schlussphase der eingewechselte Keeper Tobias Hahn reihenweise Großchancen der Gastgeber zunichte machte, brachen die Landeshauptstädter völlig ein (25:39, 54.). Plötzlich war die Gelegenheit da, für zumindest eine Woche die Tabellenführung zu übernehmen. Dafür mussten 12 Tore Vorsprung her. Nichts leichter als das an diesem Sonntagnachmittag. Die Ziegelheimer machten 15 draus und feierten schließlich ausgiebig im proppevollen Bus den Sprung auf den Gipfel der Tabelle. Mit diesem Sieg haben sie nun auch die „Festung“ Erfurt (bisher gelang bei den Gastspielen in der Landeshauptstadt lediglich ein Punkt) eingenommen. Eines sollte noch unbedingt erwähnt werden: Es herrschte trotz der heftigen Niederlage für die Gastgeber in und vor der Halle eine wohltuende faire Atmosphäre zwischen den beiden Mannschaften und beider Fanlager ! Dafür gilt allen Beteiligten ein großes Dankeschön.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (4), D. Heinig (6), S. Graichen (10), Ch. Graichen (2), A. Heinig (9), Moritz (8/3), Knöfler (2), R. Kühnert (1), Sense (1), A. Zielke
Strafminuten: SG 4; LSV 4         
7m: SG 4/3; LSV 3/3
Schiedsrichter: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)
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« Antworten #9 am: 27.11.2006 - 22:31:27 »

TLZ Gotha  28.11.2006

Ein Desaster in Ostthüringen

SV Hermsdorf II - Ernestiner SV Gotha  35:31 (19:13)
 
Eine bittere 31:35 (13:19)-Niederlage kassierten die Oberliga-Handballer des Ernestiner SV in Hermsdorf. Im Gothaer Lager herrschte angesichts des desolaten Auftritts Ratlosigkeit.
"Die ersten 25 Minuten waren das schlechteste, was wir in dieser Saison gezeigt haben", analysierte Co-Trainer Utz Wandtke den Auftritt der Gothaer. Angefangen von den Spielkombinationen bis zum Deckungsverhalten hat die Mannschaft nichts von dem umgesetzt, was Trainer Thomas Dietz ausgegeben hatte. "Da kommt natürlich kein Spielfluss auf", sagte Wandtke. Gegner möglicherweise unterschätzt und die Einstellung nicht gefunden, das rächte sich nach einer halbwegs ausgeglichenen Anfangsphase: Über 5:4 und 6:4 baute Hermsdorf seinen Vorsprung auf 19:10 (25.) aus. Die Gothaer machten es den Gastgebern leicht: "Wir lassen die Leute schießen, das tut weh", resümierte Wandtke.

Mit einer nochmaligen Umstellung gelang es Trainer Dietz, die Mannschaft im Spiel zu halten. Den Hermsdorfer Sechs-Tore-Vorsprung konnten die Gothaer gleich nach der Pause halbieren (21:18/40.). Doch jedes Mal, wenn sich die Chance für mehr bot, patzten die Gothaer. Wandtke: "In der zweiten Halbzeit war eigentlich alles möglich, aber nur, wenn man seine Chancen 100-prozentig nutzt und sein Können vollends abruft."

Das aber gelang den Gothaer wiederum nicht. Einzig Torhüter Mike Scheerschmidt, der sich trotz einer grippalen Erkrankung durchs Spiel schleppte, konnte eine Entschuldigung vorweisen. Seine Vorderleute jedoch leisteten sich zu viele Aussetzer. "Wir haben als Mannschaft komplett versagt", wollte Wandtke keinen Spieler von der Kritik ausnehmen. Auch der Top-Scorer des Teams, Oliver Behling, leistete sich einige Fahrkarten.

Ernestiner SV: Scheerschmidt, Springer - Wandtke 4, Eisenacher (n.e.), Hoffmann 1, Perner, Adam 2, Schneider 1, Meß (n.e.), Behling 13/3, Irmisch, Thieme 4, Stegner 4/2, Trott 2. Strafwürfe: 6/6 (7/5),
Zeitstrafen: 12 min + RK Stegner (14 min).
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