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« Antworten #3 am: 24.01.2012 - 18:11:08 » |
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Im letzten Jahr konnte Thüringen mit einer starken Vorrunde noch die Endrunde erreichen, aber diesmal waren die Vorzeichen in Fredersdorf beim gastgebenden HV Brandenburg deutlich schlechter und das sollte sich auch bei den Spielen niederschlagen. Die stärkste Thüringer Spielerin hatte sich im Vorfeld das Kreuzband gerissen und auch die Thüringer Torhüterin, gleichzeitig Nummer 1 der DHB – Auswahl konnte durch eine Rückenprellung ihre Mannschaft nicht voll unterstützen, obwohl sie es mit zwei Kurzeinsätzen zumindest versuchte!
Wie so oft fuhr die Auswahl zum zweiten Höhepunkt der Landesauswahlperiode und auch zur 2. Sichtung des DHB für die Jugendnationalmannschaft, dezimiert, mit 11 Spielerinnen zum Wettkampf. Dabei waren aber schon 2 Spielerinnen des Jahrganges 97, die der Auswahl aushalfen, dafür herzlichen Dank. Das zeigt deutlich die Einstellung einiger Spielerinnen, aber auch einiger Vereine, die besten Spielerinnen für die Auswahl zu motivieren und abzustellen, damit der Landesverband zumindest eine gute Vorrunde absolvieren kann.
Die Mannschaft wollte sich natürlich trotzdem gut verkaufen, aber gleich im ersten Spiel gegen den Favoriten aus Brandenburg lief nichts zusammen und man kam schnell in das Hintertreffen. Zur Halbzeit 7:17 und leider war auch nach der Pause kein Aufbäumen zu erkennen, so dass man am Ende mit 16:37 unterging! Im zweiten Spiel war nun Wiedergutmachung angesagt und das konnte man auch erkennen. Mit einer deutlich besseren Einstellung wurde das Spiel gegen den HV Sachsen bis Ende der 1. Halbzeit offen gestaltet und auch im zweiten Abschnitt war das Bemühen zu erkennen sich immer wieder heranzuspielen und vor allem nicht aufzugeben. Am Ende verlor man 22:30 und konnte wenigstens erhobenen Hauptes den ersten Tag beenden. Nach einer gründlichen Auswertung am Abend, sollte am Sonntag noch einmal alles versucht werden das Leistungspotenzial nicht nur abzurufen, sondern auch einmal darüber hinauszugehen. So begann man dann auch das Spiel und konnte die 1. Halbzeit ausgeglichen gestalten. Nach der Halbzeit aber waren die Kräfte dann aufgebraucht und die jüngeren Spielerinnen können in so einem Wettkampf noch keine Akzente setzen, aber zumindest war bei allen das Bemühen deutlich zu erkennen und zur Zeit ist Thüringen leistungsmäßig einfach zu schwach um richtig gut mitzuspielen. Am Ende stand ein 22:32 auf der Anzeigetafel und die gute 1. Halbzeit war nicht mehr zu erkennen.
Hier liegen aber auch deutlich die Defizite unserer Kader, die ein hohes Tempo mit dem entsprechenden Durchsetzungsvermögen nur eine Halbzeit gehen können oder eben nur 2-3 Spielerinnen diese Anforderungen erfüllen. Im Gespräch mit der DHB Bundestrainerin Nachwuchs Ute Lemmel, wurden zwei Spielerinnen genannt, die gute Ansätze gezeigt haben, aber die nötige Konstanz noch bei weitem nicht ausreicht, aber sie bleiben unter Beobachtung. Die Wettkämpfhärte und auch die -häufigkeit in Thüringen sind dabei nicht ausreichend und spiegeln den momentanen Leistungsstand deutlich wider.
Hier muss unbedingt der Hebel angesetzt werden, will man im Nachwuchsbereich nicht in der Versenkung verschwinden. Die Zusammenarbeit mit den leistungsorientierten Vereinen, aber auch die Einstellung der talentierten Kader sowie die Unterstützung durch die Vereine und Bezirke muss auf den Prüfstand gestellt werden.
Die THV-Auswahl: Tor: Dinah Eckerle, Esther Klopprogge (beide Thüringer HC)
Feld: Stefanie Bischof(20/4), Victoria Gramma (18/4), Adriana Böhnhardt (8), Franziska Blumenberg (5), Josephine Kessler (4), Linda Bach (1), Pauline Lorenz (1) - alle Thüringer HC, Alexandra Kraska (2) HBV Jena 90, Pauline Grun (1) SVW Eisenach
Trainer: Svetlana Minewskaja, Frank Puttfarken
Abschlusstabelle Platz Verband Punkte Tore 1. HV Brandenburg 6:0 81:39 2. HV Sachsen-Anhalt 3:3 68:63 3. HV Sachsen 3:3 64:71 4. HV Thüringen 0:6 59:99
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