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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: Auswahlsaison 2011/12  (Gelesen 834 mal)
Geschäftstelle
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« am: 24.01.2012 - 18:04:03 »

Hier folgen demnächst generelle Informationen zu den männlichen Auswahlen im Spieljahr 2011/12.
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« Antworten #1 am: 24.01.2012 - 18:51:38 »

Am Wochenende 20.-22. Januar 2012 nahm die THV Auswahl am Vorrundenturnier zum DHB Länderpokal in Dormagen teil. Auch wenn es noch zu keinem Erfolg reichte, kehrte das Team um die verantwortlichen Trainer Christian Roch und Christoph Jauernik doch mit vielen positiven Eindrücken vom Turnier zurück und alle eingesetzten Spieler konnten große Rückschlüsse für ihre weitere sportliche Entwicklung mitnehmen.

Nachdem man am Freitag in der Jugendherberge Neuss eingecheckt und Abendbrot gegessen hatte, machten sich die 14 Spieler in 2 Kleinbussen auf nach Dormagen, wo im dortigen Sportcenter des DHC Rheinland um 20:00 Uhr noch eine einstündige Trainingseinheit auf dem Plan stand. Dem folgte noch eine organisatorische Besprechung aller Trainer der Landesverbände mit dem Ausrichter sowie dem DHB-Jugendkoordinator Christian „Blacky“ Schwarzer.

Am nächsten Morgen ertönte um 10:00 Uhr der Anpfiff zur ersten Partie, welche der HV Niedersachsen mit Trainer Klaus-Dieter Petersen am Ende deutlich mit 27:17 gegen die ARGE Rheinland/Pfalz für sich entschied. Im Anschluss daran wurde es für die Jungs vom THV erstmals Ernst, sah man sich doch gleich im 1. von insgesamt 4 Turnierspielen über die volle Spielzeit (2x25 Minuten) dem Turnierfavoriten vom gastgebenden HV Mittelrhein gegenüber. Schon das äußere Erscheinungsbild beider Teams konnte unterschiedlicher nicht sein. Gegenüber den Hünen aus Dormagen und Gummersbach erschien unsere Auswahl doch die Körperhöhe und das Körpergewicht betreffend in der falschen Altersklasse angekommen. Dank großem Einsatz konnte man die Parte jedoch erstaunlich lange offen halten (5:5 nach 10 Minuten), doch in der Folge setzte sich das mit mehreren DHB-Auswahlkadern angetretene Heimteam stetig ab. Vor allem Tim Rodrian (ThSV Eisenach) vermochte mit seinen 10 Toren gut dagegen zu halten und auch der kleine Maxi Jäschke (ThSV Eisenach) hinterließ mit 3 Treffern von Rechtsaußen und einer überaus soliden Abwehrleistung einen positiven Eindruck. Letztlich lief man aber immer einem wachsenden Vorsprung der Hausherren hinterher. Einem Treffer der THV-Auswahl standen stets 2 Treffer der Mittelrheinischen entgegen, so dass man am Ende eine deutliche und etwas zu hoch ausgefallene 20:37-Niederlage quittieren musste.

In der zweiten Partie des Tages sah man sich nach knapp 3-stündiger Pause der  zuvor stark eingeschätzten Auswahlmannschaft aus Rheinland/Pfalz gegenüber. Aber die Thüringer machten auch hier ihre Sache sehr ordentlich, hielten das Spiel über die gesamten 50 Minuten offen. Vor allem Philipp Hempel (ThSV Eisenach) wusste hier mit viel Zug zum Tor zu gefallen, erzielte insgesamt 8 Treffer aus dem Rückraum. Dass es am Ende nur zu einer 22:24-Niederlage reichte, ist an den 10 (!!!) vergebenen 100-prozentigen Torchancen festzumachen. Hier fehlte im Team wohl auch etwas der Glaube an die Siegchance und der Funken mehr Willen und Emotion, denn sonst wäre hier nicht nur ein gutes Ergebnis drin gewesen.

Am nächsten Morgen stand vor dem Anpfiff um 9:00 Uhr bereits der Auszug aus der Jugendherberge auf dem Plan. Pünktlich um 8:15 Uhr versammelte man sich in der Kabine, um sich auf das Spiel gegen den HV Niedersachsen vorzubereiten. Einem verschlafenen Start (0:4 / 2:7) stand eine gelungene Spielphase zum 6:10 gegen den ebenfalls körperlich weit überlegenen Gegner entgegen. Auch im zweiten Abschnitt gelang es phasenweise, über Tore von Philipp Hempel, Ardit Ukaj und Armend Alaj erfolgreich dagegen zu halten. Vor allem aber die vielen Gegenstoßtore der Niedersachsen raubten dem Team doch zusehends die Moral, so dass eine viel zu deutliche 18:33-Niederlage verbucht werden musste.

In der letzten Partie am Sonntag traf man auf die Auswahl des HV Berlin, wohlwissend, dass man auch hier eine überdurchschnittliche Leistung abrufen musste, um das Spiel offen gestalten zu können. Dass dies jedoch letztlich bis zur 40. Minute gelang, war der nun gezeigten Torgefahr von allen Positionen zu verdanken. Christopher Gladis von Linksaußen, Moritz Rahn und Christian Fritschek aus dem Rückraum  sowie Armend Alaj vom Kreis (alle ThSV Eisenach) bewiesen Moral und Torinstinkt, während Tim Rodrian und Maxi Jäschke ihrem Team verletzt fehlten. Vor allem im Abwehrverband klappte nun die Abstimmung nicht mehr so gut, so dass die Berliner letztlich noch einen sicheren 32:23-Erfolg herausspielen und sich neben dem Turniersieger HV Mittelrhein für die Endrunde im Hessischen Rotenburg an der Fulda qualifizieren konnten.

Fazit der Trainer:
Insgesamt haben wir uns in den letzten 2 Jahren spürbar an die anderen Verbände herangepirscht. Das blieb auch DHB-Trainer Christian „Blacky“ Schwarzer nicht verborgen, der unsere sportliche Entwicklung in den letzten beiden Jahren ausdrücklich gelobt hat. Er sieht aber auch unsere körperlichen Nachteile als Hauptursache für die noch ausbleibenden Erfolge. Hinzu kommt sicherlich auch, dass wir mit fünf Spielern des jüngeren 96er Jahrganges in Dormagen spielten, was die athletischen Unterschiede freilich noch untermauerte.

Dennoch stimmt die Tendenz:
Den 75 bzw. 59 Differenz-Minustoren in nur 3 Spielen 2010 und 2011 (im Schnitt also die Spiele mit 25 bzw. 20 Toren Unterschied verloren) können wir dieses Jahr nun also 44 Differenz-Minustore in 4 Spielen (im Schnitt 11 Tore Unterschied) gegenüberstellen. Das ist eine positive Entwicklung, wenn auch im Ergebnis freilich noch längst nicht befriedigend.

Aus dieser Entwicklung ziehen wir als Trainer die notwendige Motivation, unseren Weg mit dem neuen Stützpunktsystem des Thüringer Handball-Verbandes weiter zu gehen. Für die Spieler bedeuten Spiele auf Auswahlniveau immer eine sportliche Gradmessung, die man auch als Spieler der B-Jugend in der MHV-Oberliga nicht unbedingt jedes Wochenende hat. Dieser Gradmesser ist aber wichtig, um sich individuell besser einschätzen zu können. Auch unsere Auswahlspieler werden nun noch besser wissen, an welchen Defiziten sie ggf. noch härter zu arbeiten haben, um ihre persönlichen Ziele zu erreichen.


Für ihren Einsatz im THV-Trikot bedanken wir uns bei:
Lukas Frohmüller, Marcus Römer (ThSV Eisenach), Toni Hempel (Post SV Gera) –
Christopher Gladis (m96), Ardit Ukaj (m96), Maxi Jäschke (m96), Lucas Zemann (m96), Florian Leinhos (m96), Philipp Hempel, Tim Rodrian, Tim Voigt, Armend Alaj, Moritz Rahn, Christian Fritschek (alle ThSV Eisenach), Moritz Reichenbach (LSV Ziegelheim)


Christian Roch
Stützpunkttrainer männlich



 
Dormagen, Januar 2012
HV Niedersachsen      - ARGE Rheinland/Pfalz  27   :   17
Thüringer HV            - LV Mittelrhein            20   :   37
HV Berlin                 - HV Niedersachsen      19   :   17
ARGE Rheinland/Pfalz - Thüringer HV             24   :   22
HV Mittelrhein          -   HV Berlin                 26   :   20
HV Niedersachsen     - Thüringer HV             33   :   18
ARGE Rheinland/Pfalz - HV Mittelrhein            25   :   36
Thüringer HV            - HV Berlin                  23   :   32
HV Mittelrhein          - HV Niedersachsen      35   :   24
HV Berlin                 - ARGE Rheinland/Pfalz  31   :   20


Platz    Verband                      Tore     Differenz    Punkte
1.      HV Mittelrhein             134 : 89    + 45         8:0
2.      HV Berlin                    102 : 86    + 16         6:2
3.      HV Niedersachsen        101 : 89    + 12         4:4
4.      ARGE Rheinland/Pfalz      86 : 116   - 30         2:6
5.      Thüringer HV                83 : 126   - 43         0:8
« Letzte Änderung: 24.01.2012 - 21:51:29 von Geschäftstelle » Gespeichert
Siggi
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« Antworten #2 am: 16.03.2012 - 12:23:00 »

Bericht DHB-Sichtung 2012 – Jahrgang männlich 1996


Vom 7.-13. März nahm die männliche Thüringer Auswahlmannschaft des Jahrgangs 1996 an der diesjährigen DHB-Sichtung teil und wurde dabei erstmals der an der Sportschule Ruit stattfindenden „Süd-Sichtung“ zugeteilt. Im beschaulichen Schwabenland, südlich der Metropole Stuttgart, wurden die von Christian Roch und Christoph Jauernik betreuten Jungs durch die DHB-Sichter Christian „Blacky“ Schwarzer (DHB Jugendkoordinator), Heiner Brand (DHB Manager) und Martin Heuberger (DHB Bundestrainer) sowie Klaus-Dieter „Pitti“ Petersen, Christoph Armbruster, Heiko Karrer und Wolfgang Sommerfeld (alle DHB Trainer) auf Herz und Nieren getestet.

Neben den üblichen Turnierspielen (jede Halbzeit wurde gesondert mit 2 Punkten gewertet) und einem anschließenden Penaltywerfen (Gegenstoßpass des Torwartes) standen wie immer auch die Grundspiele 4:4 und 5:5 sowie diverse koordinative und athletische Tests auf dem Programm der vom HV Württemberg bestens organisierten Veranstaltung.

Dass die Trauben auf diesem Niveau für die Thüringer Jungs immer etwas zu hoch hängen, sollte hinlänglich bekannt sein. Dennoch konnte auch in diesem Jahr ein weiterer Schritt in Richtung der anzustrebenden Gleichwertigkeit unternommen werden. Die Spielergebnisse werden in den letzten Jahren von mal zu mal knapper, den Bock umzustoßen gelang indes auch diesmal noch nicht ganz. Dennoch beweisen die äußerst umkämpften Halbzeiten u.a. gegen den HV Bremen sowie den späteren Turnierzweiten HV Saar, dass man trotz teils deutlicher körperlicher Unterlegenheit in allen Spielen mithalten kann und letztlich nur die athletischen Defizite den Ausschlag geben. Das yugoslawische 3:2:1-Abwehrsystem ist in seinen Regelbewegungen schon recht gut verinnerlicht und auch offensiv werden teilweise gute Lösungen gefunden. Derweil zählen das 1:1- und Wurfverhalten sowie das druckvolle Passen und Fangen unter Bedrängnis weiterhin zu den Schwächen der THV-Auswahl, wenngleich auch hier deutliche Fortschritte erkennbar geworden sind. Vor allem die beiden Linkshänder Maximilian Jäschke und Jonas Richardt (Jg. 97) sowie Lucas Zemann (alle ThSV Eisenach) konnten hier schon überzeugen. Seinen Anteil an den knappen Spielausgängen hatte freilich auch Keeper Alexander Heyder (SV Hermsdorf), der mit vielen guten Paraden seine anfängliche Nervosität etwas ablegen konnte.

Ähnliche Tendenzen wie die Turnierspiele lassen auch die Grundspiele erkennen. Besonders im Grundspiel 5:5 fehlt es der THV-Auswahl derzeit an großgewachsenen und körperlich robusten Rückraumspielern, um auch im Fernwurfbereich zu Toren zu kommen. Auch beim schnellen Stoßen / Rückstoßen treten immer wieder Probleme in der Ballkontrolle auf, was u.a. auf koordinative Schwierigkeiten und eine mangelhafte Grundausbildung zurückzuführen ist. Bei entsprechendem Gegendruck ist die Fehlerquote einfach deutlich zu hoch.

Im Testbereich hat sich die THV Auswahl auch in diesem Jahr wieder im breiten Mittelfeld der anwesenden Verbände und Akteure bewegt, den größten Schritt nach vorn hat man aber im Bereich „Bodenturnen“ vollzogen. Nils Hemleb (ThSV Eisenach) wusste vor allem beim Shuttle-Run-Test (14,50 min), Standweitsprung (2,60 m) und Stand-Hochsprung (61 cm) auch bundesweit mit erstklassigen Werten zu überzeugen. Allgemeine Schwächen bestehen vor allem im Sprintbereich sowie im koordinativen Umgang mit 2 Bällen etc.

Immerhin erreichten bei dieser Veranstaltung mit Maxi Jäschke (ThSV Eisenach) und Alexander Heyder (SV Hermsdorf) auch zwei Akteure aus Thüringen den Eintrag ins Notizbüchlein der DHB-Trainer und dürfen auf eine Einladung zum DHB-Training hoffen. Dazu unseren herzlichsten Glückwunsch!
Übrigens schaffte mit Kevin Struck (HV Berlin) noch ein Thüringer den Sprung ins Nationalteam. Der gebürtige Nordhäuser war im Sommer 2011 nach 2 Jahren beim ThSV Eisenach zu den Füchsen Berlin gewechselt.


Als besonderes Highlight der Veranstaltung empfanden die Thüringer Jungs die von den DHB-Trainern angeleiteten Trainingseinheiten zu verschiedenen Schwerpunkten.
Beim gemeinsamen Mannschaftsabend zum Thema „The stage is yours“ bestach das Team mit verschiedenen Variationen von „menschlichen Pyramiden“ und selbst hatte man viel Spaß an den Beiträgen der anderen Verbände.

Trainer und Mannschaft traten mit einem mehrheitlich guten Gefühl und ohne ernsthaftere Blessuren am Sonntagmittag die rund 4-stündige Heimreise an, wohlwissend, an welchen Defiziten es zukünftig im Training noch härter zu arbeiten gilt.


Für den THV waren dabei:
Alexander Heyder (m96, SV Hermsdorf), Sebastian Brand (m97, ThSV Eisenach) –
Sebastian Hammer, Maximilian Rühling, Florian Rang (alle m96, HSV Weimar), Lucas Zemann, Nils Hemleb, Christopher Gladis, Jonas Frenzel, Maximilian Jäschke (alle m96, ThSV Eisenach), Vincent Neudeck, Jonas Richardt (beide m97, ThSV Eisenach)


Christian Roch
THV Stützpunkttrainer - männlich
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