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Marco
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« Antworten #4 am: 13.12.2006 - 03:23:35 » |
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TA Nordhausen 13.12.2006
Nordhäuser Konter wie Nadelstiche
LSV Ziegelheim - HSG Nordhausen 26:31 (15:19)
Was normalerweise ein klarer Nachteil ist, entpuppt sich bei der HSG Nordhausen derzeit eher als Vorteil: Eine Minibesetzung mit fast keinen Wechselmöglichkeiten. Das war zuletzt so gegen Spitzenreiter Weimar, dem man in dessen eigener Halle sensationell einen Punkt entführte. Und nun schaffte man zum Rückrundenauftakt in Ziegelheim mit 31:26 nach einer sehr souveränen Leistung sogar den ersten Auswärtssieg.
Trainer Udo Raupach scherzte nach dem Spiel, künftig nur noch mit sechs, maximal sieben Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen anzutreten.
Mit diesem Sieg zementierte Nordhausen endgültig die derzeitige Zweiklassengesellschaft in der Thüringer Frauen-Oberliga. Sechs der zehn Mannschaften, unter ihnen die HSG derzeit auf Rang fünf, spielen um die Medaillen, sind nach zehn Spieltagen nur um fünf Punkte voneinander getrennt. Die übrigen vier Teams sind bereits weit abgeschlagen, werden den Abstiegskampf unter sich ausmachen.
Die Nordhäuser Frauen brauchten nach der langen Anreise fünf Minuten, um sich die Fahrtmüdigkeit aus den Gliedern zu schütteln. Mehr als die 1:0-Führung für Ziegelheim ließen sie aber nicht zu. Die Abwehr vor der erneut sehr guten Nancy Brodhuhn im Tor stand von Beginn an sicher, gab sich kaum einen Blöße. Und langsam kam auch der Angriff mehr und mehr auf Touren. Zum größten Trumpf wurde dabei der schnelle Gegenstoß nach Abwehr- oder Torwartparaden. Jenny Mohrig war einfach nicht zu halten, bekam ein präzises Zuspiel nach dem anderen und verwandelte diesmal auch sehr sicher. Ein Riesenspiel von ihr. Aber auch im Positionsspiel hatte die HSG an diesem Tage viel zu bieten. Angelina Kwella sorgte für viel Druck aus dem Rückraum, band immer wieder zwei Gegnerinnen. Das schaffte Platz auf den Außenpositionen, den Viola Böttcher und Steffi Weber zu nutzen wussten. Über 3:1 setzten sich die Gäste bis auf 6:2 ab. Dann ein kurzer Hänger, aber schnell hatte man alles wieder im Griff und beim 15:9 den größten Vorsprung in der ersten Halbzeit herausgespielt. Sechs Tore waren es auch noch beim 18:12. Erst in der Schlussphase nutzte Ziegelheim ein paar Nachlässigkeiten der HSG zum Verkürzen. Dennoch ein 19:15-Vorsprung für die HSG zur Pause.
Nach dem Seitenwechsel stockte das bis dahin flüssige Spiel der Nordhäuser Frauen etwas. Die Abwehr agierte nicht mehr so konsequent wie bisher, und im Angriff blieben einige klare Chancen ungenutzt. Da war bei zwei Pfostenwürfen auch einiges Pech dabei. Ziegelheim, von den Zuschauern angetrieben, nutzte diese Schwächephase zu fünf Treffern in Folge und lag mit 20:19 vorn. Kritisch für die HSG wurde es aber nicht, denn man hatte sich bald wieder gefangen. Nur noch einmal überließ man den Gastgeberinnen mit 22:21 eine Führung. Dann war Nordhausen wieder klarer Chef auf dem Parkett. Als die zweite HSG-Torhüterin Luise Schmidtke noch einen Siebenmeter parierte, war das das Zeichen zum vorentscheidenden Zwischenspurt zur 26:23-Führung. Noch wehrte sich Ziegelheim, verkürzte immer wieder bis auf zwei Tore. Aber souverän und ohne den befürchteten Kräfteabfall verteidigte die HSG den Vorsprung. Immer wieder wirkten die blitzschnellen Konter über Jenny Mohrig wie Nadelstiche und zermürbten schließlich die LSV-Spielerinnen. Die versuchten in den letzten Minuten zwar noch, mit einer offensiven Abwehr das Unausweichliche abzuwenden. Aber auch da hatten die Gäste die richtigen Antworten und nutzten ihre individuellen Stärken zum Ausbau der Führung.
HSG: Brodhuhn, Schmidtke - Rosenstock (2), Mohrig (9), C. Kwella, Böttcher (3), Weber (6). Kohl (3), A. Kwella (8).
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