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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: Halbfinale  (Gelesen 887 mal)
Marco
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« am: 26.01.2007 - 00:32:36 »

07.02.2007  20:00
HSV Apolda 1990 - Thüringer HC II
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

18.02.2007  15:30
SV Aufbau Altenburg - HSG Nordhausen
[Südost-Sporthalle Altenburg]
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« Antworten #1 am: 07.02.2007 - 23:52:48 »

HP Thüringer HC

Titelverteidiger wieder im Finale

HSV Apolda 1990 – Thüringer HC II  24:31 (13:14)

In einem vorgezogenen Pokalspiel musste die Bundesliga-Reserve des Thüringer HC beim Oberliga-Zweiten HSV Apolda 1990 antreten. Am Ende gab es mit 31:24 (14:13) den erwarteten Favoritensieg.

Apolda musste auf seine gefährlichste Werferin Juliane Wenke verzichten. Sie war im vergangenen Jahr noch Kapitän der weiblichen Jugend B des Thüringer HC, wechselte aber aus privaten Gründen zurück nach Apolda.

Trotzdem waren die Gastgeberinnen hochmotiviert, denn nicht alle Tage kann man sich mit einem Regionalliga-Spitzenteam messen. Der THC brauchte lange um ins Spiel zu kommen. Das konnte Apolda nutzen und ging 2:0 in Führung. Nach dem Ausgleich zum 3:3 baute Apolda die Führung auf 7:4 aus. Besonders die beiden Routiniers Heike Herbert und Manuela Planer konnten die THC-Torhüterin dabei überwinden. Erst beim 11:12 (27.) lag der Favorit erstmals in Front. Mit einer knappen Ein-Tore-Führung konnten die Gäste den weg in die Kabine antreten.

Nach dem Wechsel zog der THC das Tempo an. Die Deckung arbeitete offensiver und aggressiver. So war schnell ein deutlicher Vorsprung erreicht. Beim 15:20 war allen Zuschauern klar, dass es keine Überraschung geben wird. Routiniert und clever schaukelte der THC das Match nach Hause. Über die Stationen 19:24, 22:28 und 23:30 kam der Regionalligist zu einem deutlichen Erfolg.

Jetzt müssen sich noch der SV Aufbau Altenburg und die HSG Nordhausen über den Gegner des THC im Finale einigen. Das zweite Halbfinale findet am 18. Februar statt, die beiden Finalpartien sind für den 14./15. April und 05./06. Mai vorgesehen.

HSV Apolda 1990: Andrea Mikolajczak, Beatrice Wolf; Elfi Günther, Corina Lehnhardt (3), Katrin Falkuß (2), Sandra Pohl (3), Antje Heinz (2), Manuela Planer (7/2), Heike Herbert (7/2).

Thüringer HC II: Ann-Christin Ponick; Tina Michel (11/2), Jenny-Marie Mörstedt, Kathrin Hill (2), Anna Eber (1), Beatrix Mosert (9/2), Annett Echtermeyer (2), Katharina Loest (1), Marion Radonic (5).

Strafminuten: 2 - 8.
Siebenmeter: 6/4 - 7/4.
Schiedsrichter: Kai Fladerer/Hendrik Möller (SG Motor Arnstadt).
Zuschauer: 50.
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« Antworten #2 am: 09.02.2007 - 11:24:09 »

TA Apolda 09.02.2007

Beide in Notbesetzung

HSV Apolda 1990 - Thüringer HC II  24:31 (13:14)
 
Das Erwartete ist eingetreten: Die Apoldaer Handballerinnen haben gegen den Thüringer HC II den Einzug ins Finale des Landespokals verpasst. Dennoch bleibt nicht nur bei Trainer Steffen Müller ein etwas bitterer Nachgeschmack.
"So leicht wie heute wird es wohl so schnell nicht noch mal, die THC-Zweite zu schlagen und ins Pokalfinale zu kommen." Steffen Müller, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des HSV Apolda, haderte nach dem 24:31 (13:14) am Mittwochabend ein wenig mit den Umständen. "Wer hätte denn aber auch ahnen können, dass Erfurt/Bad Langensalza nur mit neun Spielerinnen hier auftaucht und davon gerade mal drei zum Stamm der Regionalliga gehören?"

Das Problem jedoch: Die Apoldaer Personallage war noch prekärer. Ausgerechnet das große Talent Juliane Wenke, bis vorige Saison selbst noch selbst für den THC am Ball, war in Winterurlaub, ebenso Andrea Scherf. Anne Sponholz musste arbeiten, und Sabine Nimtz hatte trotz Krankheit auf der Ersatzbank Platz genommen, kam aber nicht zum Einsatz. Ansonsten musste die Truppe mit sieben Feldspielerinnen praktisch die gesamte Partie in gleicher Formation durchstehen.

Erstaunlich genug, dass Apolda mit 6:3 den besseren Start erwischte und bis zum 11:10 (24.) stets in Führung lag. Noch zur Pause (13:14) schien eine Sensation in der Luft zu liegen. "Aber noch nicht mal da hat die Mannschaft verstanden, dass das eben nicht die Regionalliga-Truppe ist, gegen die sie hier spielt", bedauerte Steffen Müller. "Meine Frauen hatten sich vor dem Spiel festgelegt: Wir sehen das als Trainingsspiel, holen uns eine Packung ab und gehen wieder. Der unbedingte Wille, hier etwas zu reißen, hat gefehlt."

Letztlich entschied die Kondition das Spiel, und hier waren die jungen Spielerinnen aus Erfurt und Bad Langensalza klar im Vorteil. Den Apoldaerinnen passierten mit nachlassenden Kräften immer wieder Ballverluste, die der Gegner mit schnellen Kontern bestrafte. Mit 14:20 war praktisch die Vorentscheidung gefallen. Der HSV gab nie auf und rackerte sich noch einmal auf vier Tore heran. "Da hätten wir dann eine Bank gebraucht, um noch mal frische Kräfte zu bringen", so Steffen Müller. So aber hatten die nur wenigen Zuschauer nie das Gefühl, dass die Partie noch einmal kippen könnte. "Mit der Leistung insgesamt kann ich aber trotzdem zufrieden sein", sagte der Trainer.

Seine Truppe hat jetzt anderthalb Wochen Pause, bevor sie gegen die Dritte des Thüringer HC einen Heimsieg in Angriff nimmt. Dann folgt auch schon der Saison-Höhepunkt: das Derby in Weimar. Steffen Müller bangt noch um den Einsatz von Juliane Wenke an jenem 4. März: Sie hat genau an diesem Tag eine Schul-Reise nach Berlin auf dem Plan. "Wir versuchen noch mit dem Gymnasium zu klären, dass sie nach dem Spiel eventuell ja hinterherfahren kann", so Coach Müller. "Der Verein würde diesen Transfer selbstverständlich übernehmen."

Dass in Weimar zur neuen Saison Personal-Notstand herrscht und sogar die Oberliga-Teilnahme in Gefahr ist (TA 8.2.), haben die Apoldaerinnen erstaunt zur Kenntnis genommen. Die seit Jahren heftig und herzlich rivalisierenden Vereine gehen demnächst etwas überraschend einen Schritt aufeinander zu: Die Weimarer Abteilungsleitung hat sich zu einem Gespräch in Apolda angemeldet und will über künftige Konzepte reden.

HSV Apolda: Mikolajczak, Wolf; Lehnhardt 3, Falkuß 2, Günther, Pohl 3, Heinz 2, Planer 7, Herbert 7.
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« Antworten #3 am: 20.02.2007 - 02:05:32 »

TA Nordhausen  20.02.2007

Sieben Zwerge sind im Endspiel

SV Aufbau Altenburg - HSG Nordhausen 19:20 (9:12)

Erneut den Einzug ins Thüringer Landespokalfinale schafften die Nordhäuser Damen mit einem knappen 20:19-Erfolg im Halbfinalspiel in Altenburg. Nach dem Sommermärchen der Fußball-WM 2006 sorgte die deutsche Nationalmannschaft bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer vor wenigen Wochen mit begeisternden Leistungen und dem Gewinn des Weltmeistertitels für ein Wintermärchen. Einem Märchen gleicht aber auch die scheinbar nicht enden wollende Erfolgsserie der ersten Frauenmannschaft der HSG Nordhausen. Am 4. November gab es mit dem 24:31 bei Aufbau Altenburg die letzte Niederlage. Nun konnte man, erneut in Altenburg, ein Jubiläum feiern: Zum zehnten Mal in Folge blieb die Mannschaft unbesiegt, gewann das Landespokalspiel gegen Aufbau mit 20:19. Die somit geglückte Revanche für die November-Niederlage bedeutete zugleich den erneuten Einzug ins Landespokalfinale.

Das Spiel in Altenburg konnte einmal mehr nur mit einer Mini-Besetzung bestritten werden. Nach dem Abschlusstraining am Freitag hatten sich neun Spielerinnen zur Mitfahrt gemeldet, von denen dann aber noch zwei wegen plötzlicher Erkrankung ausfielen. Torhüterin Luise Schmidtke musste damit wieder in ein Feldspieltrikot schlüpfen. Die "sieben Zwerge", wie Trainer Udo Raupach hinterher scherzte, wuchsen dann aber wie schon so oft in dieser Saison wieder über sich hinaus. Mit einem Blitzstart wurde Altenburg überrascht. Jenny Mohrig nutzte zwei Konterchancen zur 2:0-Führung. Leider wurden danach weitere klare Chancen etwas unkonzentriert vergeben, und Altenburg gelang der 2:2-Ausgleich. Doch unbeirrt zog Nordhausen aus einer sicheren Abwehr heraus weiter ein sehr gutes Angriffsspiel auf, war klar dominierend und stürmte bis auf 10:5 davon. In den letzten fünf Minuten vor der Pause spielten dann einige unnötige überhastete Aktionen den Gastgeberinnen in die Hand und ließen Aufbau zum 9:11 aufschließen. Angelina Kwella gelang dann mit einem direkt verwandelten Freiwurf noch ein Treffer zur 12:9-Halbzeitführung.

Es war klar, dass die zweite Spielhälfte für die Gäste vor allem zu einer Kraftfrage werden würde. Es gab keine Wechselmöglichkeit, bei Altenburg hingegen saß eine komplette Zweitbesetzung auf der Bank. Nordhausen gelang es dann auch nicht mehr, an das sichere Kombinationsspiel der ersten 30 Minuten anzuknüpfen. Auch weil die Gastgeberinnen jetzt engagierter angriffen, Fouls provozierten und die HSG häufig in Unterzahl spielen musste. Mit großem Kampfgeist versuchte man, die Nachteile wettzumachen. Steffi Weber gelang sogar in doppelter Unterzahl ein Treffer.

Dennoch drohte Mitte der zweiten Halbzeit das Spiel zu kippen: Altenburg glich zum 14:14 aus und ging sogar erstmals selber mit 15:14 in Führung. Die HSG-Frauen behielten aber in dieser kritischen Phase den Kopf oben. Bis zum 17:17 konnte sich keiner der Kontrahenten einen entscheidenden Vorteil verschaffen. Dann aber doch ein kleines Plus für die HSG, die drei Minuten vor Schluss 19:17 und wenig später nach einem verwandelten Siebenmeter 20:18 führte. Für die Entscheidung sorgte Torhüterin Nancy Brodhuhn, die einen Strafwurf parierte. Altenburg schaffte dann zwar doch noch einmal den Anschlusstreffer, doch unmittelbar danach war Schluss. Das Nordhäuser Märchen kann also weitergehen.

HSG Nordhausen: Brodhuhn - Rosenstock (1 Tor), Mohrig (4), Böttcher (1), Weber (8), Schmidtke, Kwella (6).
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