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Marco
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« Antworten #2 am: 09.02.2007 - 11:24:09 » |
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TA Apolda 09.02.2007
Beide in Notbesetzung
HSV Apolda 1990 - Thüringer HC II 24:31 (13:14) Das Erwartete ist eingetreten: Die Apoldaer Handballerinnen haben gegen den Thüringer HC II den Einzug ins Finale des Landespokals verpasst. Dennoch bleibt nicht nur bei Trainer Steffen Müller ein etwas bitterer Nachgeschmack. "So leicht wie heute wird es wohl so schnell nicht noch mal, die THC-Zweite zu schlagen und ins Pokalfinale zu kommen." Steffen Müller, Trainer der Oberliga-Handballerinnen des HSV Apolda, haderte nach dem 24:31 (13:14) am Mittwochabend ein wenig mit den Umständen. "Wer hätte denn aber auch ahnen können, dass Erfurt/Bad Langensalza nur mit neun Spielerinnen hier auftaucht und davon gerade mal drei zum Stamm der Regionalliga gehören?"
Das Problem jedoch: Die Apoldaer Personallage war noch prekärer. Ausgerechnet das große Talent Juliane Wenke, bis vorige Saison selbst noch selbst für den THC am Ball, war in Winterurlaub, ebenso Andrea Scherf. Anne Sponholz musste arbeiten, und Sabine Nimtz hatte trotz Krankheit auf der Ersatzbank Platz genommen, kam aber nicht zum Einsatz. Ansonsten musste die Truppe mit sieben Feldspielerinnen praktisch die gesamte Partie in gleicher Formation durchstehen.
Erstaunlich genug, dass Apolda mit 6:3 den besseren Start erwischte und bis zum 11:10 (24.) stets in Führung lag. Noch zur Pause (13:14) schien eine Sensation in der Luft zu liegen. "Aber noch nicht mal da hat die Mannschaft verstanden, dass das eben nicht die Regionalliga-Truppe ist, gegen die sie hier spielt", bedauerte Steffen Müller. "Meine Frauen hatten sich vor dem Spiel festgelegt: Wir sehen das als Trainingsspiel, holen uns eine Packung ab und gehen wieder. Der unbedingte Wille, hier etwas zu reißen, hat gefehlt."
Letztlich entschied die Kondition das Spiel, und hier waren die jungen Spielerinnen aus Erfurt und Bad Langensalza klar im Vorteil. Den Apoldaerinnen passierten mit nachlassenden Kräften immer wieder Ballverluste, die der Gegner mit schnellen Kontern bestrafte. Mit 14:20 war praktisch die Vorentscheidung gefallen. Der HSV gab nie auf und rackerte sich noch einmal auf vier Tore heran. "Da hätten wir dann eine Bank gebraucht, um noch mal frische Kräfte zu bringen", so Steffen Müller. So aber hatten die nur wenigen Zuschauer nie das Gefühl, dass die Partie noch einmal kippen könnte. "Mit der Leistung insgesamt kann ich aber trotzdem zufrieden sein", sagte der Trainer.
Seine Truppe hat jetzt anderthalb Wochen Pause, bevor sie gegen die Dritte des Thüringer HC einen Heimsieg in Angriff nimmt. Dann folgt auch schon der Saison-Höhepunkt: das Derby in Weimar. Steffen Müller bangt noch um den Einsatz von Juliane Wenke an jenem 4. März: Sie hat genau an diesem Tag eine Schul-Reise nach Berlin auf dem Plan. "Wir versuchen noch mit dem Gymnasium zu klären, dass sie nach dem Spiel eventuell ja hinterherfahren kann", so Coach Müller. "Der Verein würde diesen Transfer selbstverständlich übernehmen."
Dass in Weimar zur neuen Saison Personal-Notstand herrscht und sogar die Oberliga-Teilnahme in Gefahr ist (TA 8.2.), haben die Apoldaerinnen erstaunt zur Kenntnis genommen. Die seit Jahren heftig und herzlich rivalisierenden Vereine gehen demnächst etwas überraschend einen Schritt aufeinander zu: Die Weimarer Abteilungsleitung hat sich zu einem Gespräch in Apolda angemeldet und will über künftige Konzepte reden.
HSV Apolda: Mikolajczak, Wolf; Lehnhardt 3, Falkuß 2, Günther, Pohl 3, Heinz 2, Planer 7, Herbert 7.
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