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Sonneberg
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« Antworten #1 am: 18.02.2007 - 14:19:18 » |
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Handball, THV-Pokal Männer
SV Fortuna Großschwabhausen – HVS Sonneberg 28:38 (11:18)
Finale oho, Finale ohohoho
Diese und andere Gesänge hörte man nach dem Schlusspfiff in der Halle von den Sonneberger Fans und auch Spielern, denn der Finaleinzug wurde perfekt gemacht! Seit langer Zeit hat Sonneberg wieder die Chance den Thüringenpokal zu gewinnen. Denn durch einen souveränen und nie gefährdeten Halbfinalsieg gegen Großschwabhausen wurde der Weg ins Finale geebnet.
In der ausverkauften Halle der Gastgeber begannen die Spielzeugstädter so, wie es sich die beiden Trainer vorgestellt hatten. „Es wurde genau das umgesetzt, was wir als Maßgabe vor dem Spiel ausgegeben hatten. Mit Biss starten und gleich zeigen, dass wir der Oberligist sind!“ Und genau das taten die Sonneberger auch. Vor dem Anpfiff herrschte natürlich noch ohrenbetäubender Lärm in der Halle, denn für ganz Großschwabhausen war es das Spiel der Spiele, doch auch die Gästefans standen den Gastgebern in Sachen Lautstärke in nichts nach. Doch diese Halbfinalparty wussten die Sonneberger geschickt zu dämpfen, denn man ging schnell mit 4:0 in Führung. Durch eine gute 6-0-Abwehrformation konnte man den Angriffsdrang der Fortunen geschickt bremsen und nach vorne selbst sehr schnell spielen und durch eine gute Treffsicherheit ein erstes Polster zwischen sich und den Landesklassisten legen.
Danach wurden die Gäste wieder etwas unkonzentrierter und Großschwabhausen konnte verkürzen (5:7), doch das war dann auch das größte der Gefühle, denn Sonneberg startete wieder eine Blitzserie und ging mit 11:5 in Führung. Die mit großen Ambitionen gestarteten Großschabhäuser wurden dann auch in ihre Schranken gewiesen, denn durch eine routinierte Angriffsleistung schafften die Sonneberger eine 18:11-Halbzeitführung. Ärgerlich dabei die zweite Zeitstrafe für Sonnebergs besten Werfer Martin Blechschmidt. Das machte das Arbeiten im zweiten Spielabschnitt natürlich nicht gerade leichter, denn nach der dritten Zeitstrafe wäre die rote Karte fällig gewesen, doch dies konnte zum Glück verhindert werden. Das Problem dabei wäre gewesen, dass weder Torsten Schmidt noch Robert Blechschmidt als Ersatz zur Verfügung standen.
Nach dem Pausentee starteten die Sonneberger trotz Unterzahl relativ gut, und konnten den Abstand beibehalten bzw. noch erhöhen. „In der Kabine hatten wir gesagt, dass wir noch zehn bis 15 Minuten Powerhandball spielen müssen und das dann eigentlich schon theoretisch reichen würde!“ prophezeite Coach Michael Mäder und er behielt damit ja auch irgendwie recht. Denn in der 50. Spielminute gelang dann erstmals eine Zehn-Toreführung und spätestens da war auch jedem in der Halle klar, wer das Parkett als Sieger verlassen würde! Wenn gleich das Schiedsrichtergespann über die gesamte Spielzeit hinweg dem „Underdog“ beiseite stand und die ein oder andere unklare Entscheidung gegen den Oberligisten getroffen wurde, spielten die Sonneberger ihren Stiefel doch sicher runter und konnten am Ende den Finaleinzug mit einem souveränen 38:28 Halbfinalsieg feiern.
Erfreulich auf Sonneberger Seite war, dass wieder jeder Spieler zum Einsatz kommen konnte und diesmal auch alle Eingesetzten zeigten, dass sie in dieser Mannschaft einen festen Platz haben. Rolf Grieseler durfte am Kreis für Roman Gurtowoi ran und konnte beide Anspiele auch eiskalt verwerten. Besonders freute sich Gurtowoi darüber, der Grieseler gewissermaßen als Lehrling ansieht und dann natürlich auch jedes Tor von ihm bejubelt. Aber auch Christian Seifarth, kam für Müller, wusste im Rückraum auf der Regieposition zu gefallen, denn er konnte seine Nebenleute ein ums andere mal gut in Szene setzen.
Beeindruckt waren alle aber auch von der Atmosphäre in der Halle, was man dann auch an der ein oder anderen Aussage der Gastgeber erkennen konnte. Trainer Dirk Heinemann sprach von drei- bis viermal so vielen Zuschauern wie zu einem üblichen Landesklassespiel und auch alles in und um die Halle war nur dem Halbfinale gewidmet. Die Plakate in der Halle sollten dann den Spielzeugstädtern etwas Angst machen, dass dies allerdings nicht funktionierte ist ja bereits klar. Es hingen drei handgemalte Plakate an den Hallenwänden auf denen jeweils der Oberligist stand, der in schon besiegt wurde. Das Kästchen bei Sonneberg war natürlich noch leer, doch die Fans der Gäste ließen es sich nach dem Schlusspfiff natürlich nicht nehmen, in das Kästchen ein Kreuz, statt einen Haken wie bei den anderen Oberligisten, zu setzen.
Die Finalspiele werden im Gegensatz zu den vorangegangenen Spielen mit Hin- und Rückspiel ausgetragen. Sonneberg darf als erstes auswärts ran, doch nicht da, wo es alle vermuteten. Denn Eisenach konnte sensationell in Bad Blankenburg mit 33:27 gewinnen. Das heißt für die Spielzeugstädter am Tag der Arbeit dem 1. Mai auf nach Eisenach und gegen die Reserve des ThSV das Hinspiel um den Thüringenpokal bestreiten. Über Mitfahrgelegenheiten werden wahrscheinlich noch im Laufe dieser Woche Einzelheiten geklärt.
Und am kommenden Wochenende dürfen sich alle Handballfans auf das zweite Heimspiel ihrer Sonneberger Mannschaft freuen, denn nach vier Auswärtsspielen hintereinander dürfen sich die Spielzeugstädter endlich mal wieder in heimischer Halle ihrem Publikum präsentieren. Die Vorzeichen für das kommende Wochenende stehen also relativ gut, denn voraussichtlich wird Robert Blechschmidt zurückkehren und außerdem sind natürlich alle heiß drauf, die weiße Weste in eigener Halle behalten zu können. Einfach wird es allerdings nicht, denn Gegner Erfurt/Bad Langensalza beginnt aufzurüsten. Unter anderem gehört mittlerweile der Zweitligaerprobte Daniel Baumgarten zum Kreis der Mannschaft aus der Landeshauptstadt. Das Spiel ist wie gewohnt am Sonntag um 16.00 Uhr in der SBBS-Halle in Steinbach.
*Thomas Kunz/Pressewart*
Sonneberg: Werner, N. Weiß, Funkstein; Müller (3), Blechschmidt (13/5), Poser, Gurtowoi (7), Kroll (5/1), Kienel (4), Chr. Weiß (4), Grieseler (2), Seifarth
Großschabhausen: Dittrich, Krumbholz; J. Heinemann (7), Ehm (4), Maik Wichmann (3), Winter, S. Heinemann, Sachse, Mark Wichmann (2), Zufelde (1), Neumann (6), Hänsgen (5), Wessely, Engemann
7-Meter: Großschwabhausen: 5/5 Sonneberg: 6/6 Zeitstrafen: Großschwabhausen: 2 Sonneberg: 4
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