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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 15. Spieltag  (Gelesen 1359 mal)
Marco
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« am: 28.01.2007 - 00:32:56 »

27.01.2007  16:00
ThSV Eisenach II - HV Spielzeugstadt Sonneberg
[Jahnsporthalle Eisenach]

27.01.2007  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - ESV Lok Meiningen
[Nessetalhalle Goldbach]

27.01.2007  19:00
HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

27.01.2007  19:30
SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

28.01.2007  16:00
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee
[Panndorfhalle Gera]

28.01.2007  16:30
Ernestiner SV Gotha - HSV Bad Blankenburg
[Sporthalle Ernestinum Gotha]
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Heike
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« Antworten #1 am: 28.01.2007 - 19:21:37 »

HP ThSV Eisenach

ThSV Eisenach II - HV Spielzeugstadt Sonneberg 29:32 (11:16)

ThSV Eisenach II mit harter Landung auf dem Boden der Realität

Fehlerfestival beendet Erfolgsserie

Die bessere Mannschaft trug gegen eine Ansammlung gut ausgebildeter junger Einzelspieler verdient den Erfolg davon. Der ThSV Eisenach II unterlag nach einem Fehlerfestival völlig verdient dem HV Spielzeugstadt Sonneberg mit 29:32 (11:16). Damit endete die Erfolgsserie der Zweitligareserve, die bis dato am 11.11.06 (in Goldbach) letztmalig ein Pflichtspiel verloren hatte. „Wir sind auf dem Boden der Tatsachen zurück. Die hohe Quote technischer Fehler und Fehlwürfe brachte uns selbst frühzeitig auf die Verliererstraße

Zu egoistisch agierte ein Großteil. Vorbereitende Handlungen sind ebenso wichtig wie der Torwurf. Enttäuschend, das Anspruchsdenken einzelner Spieler hält mit der Einstellung nicht Schritt“, resümierte Frank Ihl krachsauer. Gegen die „Großen“ der Oberliga vermag der ThSV Eisenach II kaum Punkte einzufahren. Der 20-Tore-Sieg der Vorwoche bei Schlusslicht Meiningen schien die Eisenacher zu selbstsicher gemacht zu haben. Das Team aus Südthüringen war aus einem ganz anderen Holz geschnitzt, lag nach dem 4:4 (9.Min.) stets in Führung. Die ThSV-Akteure verloren selbst in der kleinen Jahnsporthalle zu oft die Orientierung. Eine Folge der Feierlichkeiten am Vorabend (oder Nacht) zum 10-jährigen Aufstiegsjubiläum des ThSV Eisenach ? Die Gäste jedenfalls behielten den Durchblick, legten das Leder stets zum durch viel Bewegung am besten postierten Mitspieler ab. Die Eisenacher bekamen in diesem Punkt eine bittere Lehrvorführung. Manuell Müller und Robert Blechschmidt kurbelten mit viel Esprit das Angriffsspiel der Gäste an. Allerdings, mehrfach leistete die Eisenacher Abwehr im „Dämmerzustand“ Schützenhilfe. Torhüter Sven Luckert verhinderte mit zahlreichen Paraden Ärgeres. Den jungen Keeper nahm auch ThSV-Coach Frank Ihl aus der Generalkritik heraus.
Zeitgleich lief im Fernsehen das Handball-WM Spiel Deutschland – Frankreich; so bildeten ein Dutzend Eisenacher und ein halbes Dutzend mitgereister Sonneberger die „Kulisse“ dieses Oberligaspieles. Diese „unterkühlte Atmosphäre“ beeindruckte die Gäste keinesfalls, die sofort unter Dampf stande. Die behäbigen Hausherren wurden zum 1:3 (Christopher Weiß, 5.Min.) ausgekontert. Der Spieler Namens Weiß auf Eisenacher Seite, nämlich Robert Weiß, sorgte mit drei Treffern in der Auftaktphase zum 3:3 Ausgleich (7.). Nach dem 4:4 (9.) waren die Eisenacher völlig von der Rolle. Haarsträubende Fehler, Michael Schmidt dankte per Doppelschlag zum 6:9 (15.). Robert Weiß setzte bis zum Seitenwechsel in schöner Regelmäßigkeit das Leder links neben den gegnerischen Kasten. Daniel Luther löste Daniel Wernicke im Rückraum ab, mehr Torgefahr brachte das nicht. Adrian Wöhler wirkte völlig indisponiert. Frank Ihl holte den Rotschopf auf die Bank. Der Besucher hätte den Eindruck gewinnen können, angesichts katastrophaler Missverständnisse bei Versuchen zu Tempogegenstößen, die Eisenacher spielten erstmals zusammen. Sonneberg zeigte sich wie aus einem Guss. Nach dem 9:11 (24.) bestraften die Sonneberger, vornweg Martin Blechschmidt, die Kapriolen der Eisenacher eiskalt zum 11:16 Pausenstand.
Mit Kapitän Tosten Laufer am Kreis, Marcel Liebetrau rückte auf die Rechtsaußen-, Daniel Wernicke bezog die Linksaußenposition, ging der ThSV Eisenach II in den zweiten Spielabschnitt – und wurde erneut eiskalt erwischt. Regelrecht in der Zuschauerrolle bezogen die Treffer zum 11:18 (35.). Eine offensivere Deckung, weil nur halbherzig praktiziert, änderte nichts. Mit Ballstafetten zu allen drei Kreispositionen antworteten die Gäste clever .Ihr Torhüter Frank Funkstein kaufte den Eisenachern zahlreiche Bälle, darunter auch einen Liebetrau-Strafwurf, ab. Gefahr drohte Sonneberg, wenn Robert Weiß, zur Pause das richtige Zielwasser getrunken, in Wurfposition gebracht wurde. Das „sichere Händchen“ von Robert Weiß nutzten die Eisenacher jedoch zu wenig. Statt für ihn zielgerichtet vorzubereiten, wurde gegen die kompakte Sonneberger Abwehr schier planlos zum Wurf angesetzt. Die Gäste gerieten nicht einmal ins Wanken. Routinier Roman Gurtowoi traf vom Kreis zum 15:21 (43.). Sonneberg spielt Mit- und Füreinander. Das entscheidende Plus. Roman Gurtowoi läuft sich am Kreis geschickt frei, bekommt auch das Leder und versenkt es zum 20:26 (53.). Frank Ihl versucht es noch einmal mit Adrian Wöhler und einer offensiveren auf Ballgewinne orientierten Abwehr. Daniel Luther, Alexander Schiffner und Adrian Wöhler verkürzen binnen weniger Sekunden auf 23:26 (54.). Sonnebergs Martin Blechschmidt lässt es zum 23:27 Krachen (55.). Die beiden Außen Pit Poser (links) und Christopher Weiß (rechts) lassen mit ihren Treffern in der Schlussphase nichts anbrennen (26:30, 58.).

STATISTIK

ThSV Eisenach II: Nositschka, Luckert; Wöhler (2), Liebetrau (3), Luther (5/2), Weiß (8), Schiffner (6), Laufer (4/2), Marx (n.e.), Wernicke

HV Spielzeugstadt Sonneberg: Funkstein, Werner (n.e.), Weiß (n.e.); Schmidt (3/1), Müller (4), R. Blechschmidt (1), M. Blechschmidt (5/2), Poser (4), Gurtowoi (5), Kroll, Kienel (3), C. Weiß (7), Griseler

Siebenmeter: Eisenach 6/5 – Sonneberg 3/3
Zeitstrafen: Eisenach 5 x 2 Min. – Sonneberg 6 x 2 Min.
Schiedsrichter: Bätz/Langbein (Arnstadt/Blankenburg)
Zuschauer: 18
« Letzte Änderung: 28.01.2007 - 19:23:42 von Heike » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 28.01.2007 - 22:36:48 »

HP Gera

Pflichtsieg ohne Glanz

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 33:29 (14:13)

Vor einer Geisterkulisse (ca. 70 Handballfans) fand das Oberligaspiel zwischen dem Post SV und dem SV Thuringia Königsee statt. Sicherlich etwas geschuldet an der Handball-WM der Männer, aber auch an den derzeitigen Leistungsschwankungen beider Oberligateams.
Heute eigentlich nur ein Spiel das in die Kategorie Männer-Landesklasse eingeordnet werden kann, aber für das Postteam dennoch mit dem Sieg sehr wichtig war, denn im Moment ist die Mannschaft geplagt von Verletzungssorgen und so über jeden Punktgewinn glücklich.
Das Spiel begann mit dem 1:0 für Gera, aber postwendend der Ausgleich. Bis zur 9. Spielminute ein ausgeglichenes Spiel, was das 4:4 bestätigen kann. Von nun aber der Gast aus Königsee die dominierende Mannschaft, denn sie hatten beim 5:9 mit 4 Toren die Führung inne. Es dauerte einige Zeit bis sich das Postteam wieder ins Spiel zurück brachte. In der 25. Minute stand es 10:13. Noch waren 5 Minuten zu spielen, die aber endlich von den Geraern genutzt wurde um mit 4 Treffern in Folge das 14:13 zu markieren. Garant dafür war eine gute Abwehrleistung sowie ein sehr gut haltender Petr Nedved im Geraer Kasten. Pause, und was Ersatz-Coach, Rolf Häseler, in der Kabine für Worte fand bleibt das Geheimnis.
Halbzeit 2 begann und es setzte sich ein Spiel fort, wo keiner sich entscheidend absetzen konnte, denn es folgte der Ausgleich zum 14:14, dann weiter Führungstreffer Gera, Ausgleich, Führungstreffer Königsee, Ausgleich und ........... bis zur 37. Spielminute, es stand bis dahin 11 Mal Unentschieden. Dann endlich der kleine Ruck im Postteam, denn von an hatte man die Gäste im Griff, auch wenn nicht überzeugend. Beim 21:18 in der 42. Spielminute erstmals 3 Tore vor. Noch schafften es die Königseer immer den Anschlusstreffer zu markieren, so beim 21:20 (46.), 24:23 (50.) oder 25:24 (51.). Dann drei Tore in Folge für Gera zum 28:24 in der 54. Spielminute, Vorentscheidung?, ein klein wenig ja, denn die Gäste hatten nicht mehr viel dem entgegen zu setzen. Im Tor nun Lars Möbus, der ebenfalls einen guten Tag erwischte, so dass von hinten die notwendige Ruhe ausgestrahlt wurde. Einige Tore dann auch noch im guten Konterspiel, so dass es beim 32:27 in der 57. Spielminute für die Fans klar war, Post kann heute zwei positive Punkte verbuchen. Am Ende ein 33:29, Pflichtsieg ohne Glanz, aber dennoch wichtig für die Moral.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, L. Möbus, Ch. Szlapka --- K. Krech (10/5), D. Botor (3), M. Seime (1), P. Borik (2), K. Rosenbaum (3), S. Teichmann (2), J. Mühlberg (7) und St. Martin (5).
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« Antworten #3 am: 28.01.2007 - 22:47:20 »

HP Erfurt

Mit Rumpftruppe Gegner deklassiert

SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza  18:31 (10:15)

Die Vorzeichen für das Auswärtsspiel in Hermsdorf waren alles andere als gut. Zu der Verletzung von Steffen Ahrens zogen sich am Freitag zum Abschlusstraining sowohl Johannes Trommer als auch Andre Ahrens Verletzungen am Sprunggelenk zu.
Bei Johannes ging nichts und er musste pausieren. Andre biss die Zähne zusammen und spielte durch. Da auch Christian Schmidt aus beruflichen Gründen fehlte hatte Andrej Minewski nur 2 Feldspieler auf der Wechselbank.
Was die verbliebenen Akteure dann boten war eine taktische Meisterleistung. In aller Seelenruhe spielte unsere Truppe ihre Angriffe aus und brachten immer wieder Andre Ahrens in Wurfposition der insgesamt 13 mal eiskalt „einlochte“. In der Deckung wurde diesmal aggressiv gespielt und was dann noch aufs Tor kam war meist eine Beute von Ulf Hering.
Mit 10:15 wurden dann die Seiten gewechselt Der Gastgeber stellte taktisch um und nahm Marcus Tunger und Andre Ahrens in Manndeckung. Aber auch darauf gaben die Gäste die richtige Antwort. Immer wieder zog Andrej Minewski unwiderstehlich eine 1:1 Finte an und vollendete selbst oder brachte seine Mitspieler in beste Wurfpositionen. So zog Erfurt vom 10:15 auf 10:23 davon und entschied damit das Spiel vorzeitig.
Neben Andre Ahrens (wenn da nicht ein paar Schlafwageneinlagen auf der Deckungsaußenposition gewesen wären) und Ulf Hering konnte sich besonders Felix Menge über seine Leistung freuen. Im Angriff auf ungewohnter Halblinksposition und in der Deckung auf der Spitze eingesetzt machte er sein bisher bestes Spiel der Saison.
Der ganzen Mannschaft ist ein Riesenkompliment für die gezeigte Leistung zu zollen und nun freuen wir uns auf die 2. Vertretung des ThSV Eisenach am So. den 04.02 im Sportgymnasium in Erfurt. Anwurf ist 14.30 Uhr.
Und bitte die Presse in den nächsten Tagen verfolgen. Für den 04.02 haben wir für alle Handballfans eine Überraschung organisiert.

SG Erfurt/Bad Langensalza: Ulf Hering, Dirk Wunderlich; Andre Ahrens (13/3), Felix Menge (6), Jens Ludwig, Marcus Tunger (2), Sebastian Irowsky, Dominique Schlösser (4), Andrej Minewski(5), Christian Ratz (1)
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« Antworten #4 am: 29.01.2007 - 01:22:31 »

HP Bad Blankenburg

Hervorragend aufgelegter Tobias Jahn hält HSV auf Medaillenkurs - Auswärtssieg in Gotha   

Ernestiner SV Gotha - HSV Bad Blankenburg  24:27 (9:15)
 
Gehandicapt durch viele Ausfälle mussten die Bad Blankenburger nach Gotha reisen. Neben Karel Sabrsula und Andreas Sternkopf fehlte auch Kapitän Ronny Wiegand und Igor Ardan konnte verletzungsbedingt nur mit großem Handicap spielen. Jedoch erkannte man die Mannschaft im Vergleich zur Vorwoche nicht wieder. Das Mannschaftsgefühl und der Kampfgeist sind zurückgekehrt und jeder kämpfte plötzlich wieder für seinen Mitspieler. Hier hat wohl Trainer Steffen Schreiber ganze Arbeit über die Woche geleistet. Oder haben sich die Spieler ein Beispiel an der deutschen Nationalmannschaft genommen, die im Abwehrverhalten und im Kampfgeist einfach nur überzeugt und sensationellen Handball spielt? Hiervon ist der HSV noch weit entfernt, jedoch hat er in Gotha wenigstens diese Tugenden übernommen und war trotz der Verletzungen in allen Belangen die bessere Mannschaft. Das Abwehrverhalten stimmte nach Wochen des Schlendrians wieder und Tobias Jahn zeichnete sich mehrfach mit überragenden Paraden aus. So konnte nach zuletzt 1:5 Punkten der erste Sieg wieder eingefahren werden. Die in dieser Saison bisher kaum eingesetzten Spieler der so genannten zweiten Reihe wie Martin Hanl, rechtfertigten ihren Einsatz mit guten Leistungen. Er steuerte 3 Tore zum Sieg bei. Auch Felix Gäbler im Mittelblock konnte auf für ihn ungewohnter Position überzeugen. Bemerkenswert waren auch die Fans der Kurstädter, die in großen Scharen nach Gotha zogen und wahre Heimspielatmosphäre erzeugten. Es zeugt davon, dass sie ihre Mannschaft auch in schwierigen Situationen nicht im Stich lässt. Die Fans jedenfalls sind regionalligareif.
Das Spiel begann und Gotha war erst einmal die dominierende Mannschaft. Es dauerte jedoch drei Minuten, ehe sie das erste Tor erzielten. Nach 4 Minuten stand es dann 2:0 für die Hausherren. In der 10. Minute erzielte Gotha das 4:2. Doch nun begann der HSV ernst zu machen und fand zu seinem Spiel. Aufbauend auf einer guten Abwehr dirigierte Daniel Hellwig nun das Blankenburger Spiel. Nach 12 Minuten war erstmals die Führung erreicht, die bis zum Schluss nicht mehr aus der Hand gegeben wurde. Martin Hanl erzielte das 5:4 für die Gäste. Noch zweimal konnten die Gothaer ausgleichen, ehe der HSV dann nach 23 Minuten auf 10:7 davonziehen konnte. Als der diesmal auch vom Siebenmeterpunkt treffsichere Hellwig von diesem auf 11:8 traf, begann eine starke Phase der Gäste. Schnell zogen sie auf 15:8 davon, ehe die Gastgeber zum Halbzeitstand von 9:15 trafen.
Die zweite Halbzeit begann und Gotha konnte erst einmal wieder verkürzen. Doch dann trafen die hier überzeugend spielenden Kurstädter viermal hintereinander. So stand es nach 36 Minuten 19:10 für die Grün/ Gelben. Viele dachten, dass dies die Entscheidung ist, jedoch begann nun die bekannte Schwächephase des HSV. So wurde schnell der hart erkämpfte Vorsprung verspielt. Nach 49 Minuten stand es dann plötzlich nur noch 21:19 für die Gäste. Das Spiel schien zu kippen, jedoch waren die Gäste an diesem Nachmittag zu stark, um sich das Geschehen aus der Hand nehmen zu lassen. Der nach längerer Zeit wieder eingesetzte Adrian Wendlandt erzielte jetzt zwei wichtige Tore und in der 52. Minute war der 4-Tore-Vorsprung wieder erreicht, Spielstand 24:20. Nun traf man auf beiden Seiten noch wechselseitig zum 27:24-Endstand für die überglücklichen Blankenburger, die sich damit selbst aus ihrer kurzzeitigen Krise zogen.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (2), Gäbler, Hanl (3), Hellwig (10/5), Jäschke (3), Korbel (1), Meilahn, Oertel (5), Reichmann (1), Wendlandt (2)

Siebenmeter:
Ernestiner SV Gotha 2/2, HSV Bad Blankenburg: 6/5
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« Antworten #5 am: 29.01.2007 - 01:25:10 »

TLZ Gotha  29.01.2007

Nur ein Trainingspartner

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - ESV Lok Meiningen  37:23 (17:9)

Nach zwei tollen Auswärtsspielen der Goldbacher in Bad Blankenburg und Ziegelheim, die jeweils mit einem Teilerfolg gefeiert wurden, kam nun der bislang punktlose ESV Lok Meiningen zum Heimspiel in der Goldbacher Nessetalhalle. Da fällt es der Mannschaft von Trainer Sven Rothhämel sicher nicht einfach, sich entsprechend zu motivieren. Dennoch gewann sie am Ende mit 37:23 (17:9).
Das Tabellen-Schlusslicht erwischte den deutlich besseren Start. Es verbuchte nach sieben Minuten sogar ein 3:1, was die Zuschauer in der Goldbacher Halle sehr verwunderte. Aber Michael Stegner ließ sich nicht lange bitten und führte sein Team auf die Siegerstraße (4:3, 8.).

Trotz alledem waren wohl alle Zuschauer noch zu sehr verzückt vom kurz zuvor errungenen Sieg der deutschen Nationalmannschaft gegen die Franzosen: Die Stimmung in der Halle glich eher einem Testspiel - keine Trommler, kaum Emotionen. Ein Sieg war eben Pflicht. Bis zur Pause stand dann auch schon, trotz vieler Fehler und Fehlwürfe auf Goldbacher Seite, ein recht ansehnlicher Halbzeitstand an der Anzeigetafel: 17:9.

Nach der Pause bauten Dejmek, Mitrovic und Co. die Führung weiter aus. Ein Höhepunkt des Spiels war Michael Stegners 32 Meterwurf ins Meininger Gehäuse zum 27:13 (44.). Fortan hatten die Schiedsrichter Grußdorf und Breier wohl Mitleid mit den Gästen. Wohlwollend pfiffen sie insgesamt zehn Strafwürfe.

In den letzten Minuten stockte Sebastian Juhnke sein Torekonto noch etwas auf, bevor er sich die letzten Sekunden mit seinem Bruder zusammen von der Bank ansehen musste, wie Meiningen den Schlusspunkt setzte.

Die Pflicht hat Goldbach also erledigt. Nächste Woche ist spielfrei und dann tritt wieder eine Spitzenmannschaft mit dem HSV Ronneburg in Goldbach an.

Goldbach: Schneegaß, Walter - Stegner (8/2), Paslat (1), Glief, Mitrovic (7/1), Andreas (4), Seb. Juhnke (8), Skowronek (3), Moratschke, Voigtritter, Dejmek (4), St. Juhnke (2);

Strafwürfe: Goldbach 5/3 (Meiningen 10/7);
Strafminuten: 8 Minuten (16 + Rot für Leipold, 60.)
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« Antworten #6 am: 29.01.2007 - 01:39:11 »

TA Gotha  29.01.2007

Eine Halbzeit La Paloma

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - ESV Lok Meiningen  37:23 (17:9)
 
Ein Arbeitssieg, der den Blau-Weißen nicht schwer fiel und dennoch manchmal nicht leicht war.
Henning Fritz im Tor zu toppen, das schaffte Florian Schneegaß zwar noch nicht. Aber als letzter Mann gegen Meiningen machte der Jungsporn in der ersten Hälfte keine schlechte Figur. Davon konnten sich die Goldbacher Handballfans überzeugen, als sie so nach und nach in der Nessetalhalle auftauchten. Mit dem Schwung aus dem Deutschlandspiel gegen Frankreich wollten sie nun auch ihre eigene Mannschaft anfeuern, setzten vielleicht doch zu viel voraus, was da in der Westfalenhalle ablief, nach Goldbach übertragen zu wollen.

Denn im Angriff zeigten die Blau-Weißen einige Schwächen, in der 10. Minute verfehlten Moratschke und Voigtritter nach einem Konterlauf das Tor, vier Minuten später knallte Dejmek zunächst auf den Fuß des Torwarts, kurz darauf traf der Rückraumschütze erst nach dreimaligem Anlauf zum 10:6. Dabei zeichnete sich Loks Torhüter Holger Volkmar aus, der dann später verhinderte, dass seine Mannschaft nicht mit über 40 Toren im Minus nach Hause fahren zu musste.

Nach dem ersten Time out (17.) waren die Blau-Weißen treffsicherer. Erneut in ausgezeichneter Form präsentierte sich die Goldbacher Deckung mit ihrem Regisseuren Gerald Glief und Holger Paslat. In guter Form war auch Dirk Andreas, von dem Kapitän man wieder mehr sah. So vollendete er eine gute Kombination mit Sebastian Juhnke zum 17:9-Halbzeitstand.

Nach der Pause konnten Stegner, Dejmek und Mitrovic zunächst auf 24:10 erhöhen, bevor Sebastian Juhnke zweimal erfolgreich konterte. Michael Stegner, zweitbester Torschütze der Partie, brachte dann ein Beispiel, was Handballer machen, wenn es langweilig wird. Sie zaubern. Hallensprecher Siegfried Juhnke überlegte ein paar Minuten, um die Entfernung abzuschätzen, die der Ball vom Kreis ins gegenüberliegende Tor brauchte und kam auf 32 Meter. Ein Treffer, mit dem Volkmar nicht gerechnet hatte. Andere Kunststücke, wie Skowroneks Heber, verfehlten allerdings das Tor. So etwas machte die Gäste noch mal stark (30:17). Gefährlich konnten sie aber nicht mehr werden, wenn auch ihr Torwart immer wieder Angriffe vereitelte, so von Moratschke und Skowronek. Die Goldbacher machen noch mal Tempo, überwanden die Schlafeinlage. So flog Stefan Juhnke geradezu in den Kreis hinein und konnte vor der Linie noch rechtzeitig im Fluge abdrücken zum 36:21. Eine Minute später beim Schlusston traf Meiningen noch zweimal zum 37:23-Endstand.

"Es ist immer schwer, gegen so eine Mannschaft zu spielen, die mit dem Rücken zur Wand steht", wollte am Ende Trainer Sven Rothhämel die kleinen Fehler seiner Jungs erklären. Zwei Punkte sei aber klare Ansage gewesen und die sind gekommen. "Wenn auch nur in einer Halbzeit die Linie eingehalten wurde und in der zweiten sich La Paloma durchsetzte."

Wie Fritz, Kraus und Co. am Dienstag in das WM-Viertelfinale einsteigen, dass wollen sich einige Spieler und Fans live in der Köln-Arena ansehen. Der Doppelstockbus fährt um 7 Uhr ab Nessetalhalle.

Goldbach/Hochheim: Schneegaß, Walter, Voigtritter, Skowronek 2, Paslat 1, Dejmek 4, St. Juhnke 2, Mitrovic 7/1; D. Andreas 4, M. Stegner 8/2; Glief, Moratschke, S. Juhnke 9 Strafwürfe: 5/3 (10/7); Zeitstrafen: 5 (9 - Rot: Leipold, 3 x 2 min)
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« Antworten #7 am: 29.01.2007 - 02:40:14 »

OTZ Sport  29.01.2007

LSV Ziegelheim ist jetzt Titelaspirant Nummer eins

30:25-Sieg in Ronneburg
HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim  25:30 (8:13)
Der LSV Ziegelheim ist seit Sonnabend Titelaspirant Nummer eins in der Handball-Oberliga.
Im Top-Spiel in Ronneburg vor 600 Zuschauern gewannen die Gäste 30:25 (13:8). Zehn Minuten vor Schluss sah es für den im Vorfeld so hoch gehandelten Gastgeber nach einem Debakel aus. Die kompakten und kampfstarken Ziegelheimer lagen 27:17 vorn. Von der Dominanz Ronneburgs im Rückraum war wenig zu sehen. Martin Puta, eigentlich Goalgetter, saß in der ersten Halbzeit fast nur auf der Bank. Er brachte es auf zwei Tore. Sein Schatten Nick Sense meldete den Tschechen fast vollständig ab.

Die Gäste überraschten mit offensiver 5:1-Deckung. André Heinig sorgte als vorgerückte Spitze nicht nur für Unruhe im gegnerischen Spielaufbau, er schnappte auch zwei Bälle weg.

Schon Regionalliga-Niveau hatten die etwa 200 mitgereisten Fans aus Ziegelheim. Sie sorgten auf den Zuschauerrängen für ein klares Plus, kurz vor Ende initiierten sie eine Polonaise durch die Sporthalle. "Meine Jungs hatten wohl gedacht, das läuft so weiter wie gegen Bad Blankenburg", meinte ein mächtig enttäuschter Ronneburger Trainer Viktor Sidortschuk.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Gottschalk (4), Ganzha (2), Zänsler (6), Dathe, Bauer, Heidrich (1), Vollgold (3), Förster (2), Puta (2), Meyer (5).

LSV: Urwank, Hahn, Godlinski (1), D. Heinig (11), S. Graichen (3), C. Graichen, A. Heinig (4), Moritz (8), Reusch (3), Knöfler, Etzold, Kühnert, Sense.

SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza 18:31 (10:15)
Die Hermsdorfer stecken in einer Krise. Im dritten Spiel des Jahres setzte es die dritte Pleite. Was zunächst noch gut aussah (6:5), wurde mit zunehmender Spielzeit zur Enttäuschung.

SVH II: Oswald, Passarge, Schreck (2), Dennhardt (3), Varchmin (1), Rust (3), Opel (1), de la Motte (8), Hobritz, Machts, Heilwagen, Trautvetter, Parybyk.

LSV Ziegelheim ist jetzt Titelaspirant Nummer eins

 
 
Handball-Oberliga: 30:25-Sieg in Ronneburg
Stadtroda (OTZ/piek). Der LSV Ziegelheim ist seit Sonnabend Titelaspirant Nummer eins in der Handball-Oberliga.
Im Top-Spiel in Ronneburg vor 600 Zuschauern gewannen die Gäste 30:25 (13:8). Zehn Minuten vor Schluss sah es für den im Vorfeld so hoch gehandelten Gastgeber nach einem Debakel aus. Die kompakten und kampfstarken Ziegelheimer lagen 27:17 vorn. Von der Dominanz Ronneburgs im Rückraum war wenig zu sehen. Martin Puta, eigentlich Goalgetter, saß in der ersten Halbzeit fast nur auf der Bank. Er brachte es auf zwei Tore. Sein Schatten Nick Sense meldete den Tschechen fast vollständig ab.

Die Gäste überraschten mit offensiver 5:1-Deckung. André Heinig sorgte als vorgerückte Spitze nicht nur für Unruhe im gegnerischen Spielaufbau, er schnappte auch zwei Bälle weg.

Schon Regionalliga-Niveau hatten die etwa 200 mitgereisten Fans aus Ziegelheim. Sie sorgten auf den Zuschauerrängen für ein klares Plus, kurz vor Ende initiierten sie eine Polonaise durch die Sporthalle. "Meine Jungs hatten wohl gedacht, das läuft so weiter wie gegen Bad Blankenburg", meinte ein mächtig enttäuschter Ronneburger Trainer Viktor Sidortschuk.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Gottschalk (4), Ganzha (2), Zänsler (6), Dathe, Bauer, Heidrich (1), Vollgold (3), Förster (2), Puta (2), Meyer (5).

LSV: Urwank, Hahn, Godlinski (1), D. Heinig (11), S. Graichen (3), C. Graichen, A. Heinig (4), Moritz (8), Reusch (3), Knöfler, Etzold, Kühnert, Sense.

SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza 18:31 (10:15). Die Hermsdorfer stecken in einer Krise. Im dritten Spiel des Jahres setzte es die dritte Pleite. Was zunächst noch gut aussah (6:5), wurde mit zunehmender Spielzeit zur Enttäuschung.

SVH II: Oswald, Passarge, Schreck (2), Dennhardt (3), Varchmin (1), Rust (3), Opel (1), de la Motte (8), Hobritz, Machts, Heilwagen, Trautvetter, Parybyk.

Ernestiner SV Gotha - HSV Bad Blankenburg 24:27 (9:15)
Die Bad Blankenburger haben sich im Gothaer Ernestinum von ihrer stärkeren Seite gezeigt. Auch ohne Karel Sabrusla und anfänglich ohne Igor Ardan kontrollierten die Gäste die Partie. Zwischenzeitlich hieß es schon 19:10.

HSV: Jahn, Recknagel, Korbel (1), Ardan (2), Wendlandt (2), Meilahn, Oertel (5), Jäschke (3), Hanl (3), Gäbler, Reichmann (1), Hellwig (10)

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 33:29 (14:13)
Vor nur 88 Zuschauern kam Gera zu einem Arbeitssieg. Königsee hielt 45 Minuten lang mit, baute in der Schlussphase aber merklich ab. Die Post profitierte davon und kam zu einem klaren Sieg.

Post: Szlapka, Möbus, Nedwed, Martin (5), Mühlberg (7), Krech (10), Botor (3), Teichmann (2), Seime (1), Rosenbaum (3), Borik (2).
Königsee: Cadek, Höhne, Oldenburg (3), Götz (1), Lächa, Najman (7), Hüttner (9), Dademasch (5), Friedrich (1), Kneblik, Göring (3).
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Beiträge: 6.513




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« Antworten #8 am: 29.01.2007 - 02:43:53 »

HP Meiningen

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - ESV Lok Meiningen  37:23 (17:9)

Supertorhüter Holger

Es ist wie im richtigen Leben, mit zunehmendem Alter wird man immer besser, man muss nur richtig gefordert werden. Diese Weisheit triff von Spiel zu Spiel immer mehr auf Holger Volkmar im Lok-Tor zu. Mit seiner Einstellung und entsprechenden Leistung konnte der ESV die Tor Differenz in Goldbach in Grenzen halten, jedenfalls bis zur 54. Minute. Da stand es 31:21. Dies war den Gastgebern offensichtlich zu wenig, und sie gingen zur offenen Manndeckung über. Mit dieser Situation waren dann einige Lok-Spieler überfordert und dass nicht nur weil sie bereits fast eine Stunde gespielt hatten. Unmotiviert wurden überflüssige Fehlabspiele produziert und so den Blau-weißen Gelegenheiten zur Resultatsverbesserung gegeben. Soweit zum Ende der Partie. Auch zu Beginn gab es Positives zu vermelden. Die erste Viertelstunde sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel, ja Lok führte sogar zwischenzeitlich mit 3:1 und überraschten die Gastgeber mit ihrer Spielweise. Mike Pfeiffer findet sich immer besser mit der Rolle des Spielmachers zurecht. Michael Leipold, wieder gesund, lieferte ebenfalls eine ganz starke Partie auf der Kreismitte. Trotz konditioneller Rückstände durch die Krankheit, ackerte und rackerte er in der Goldbacher Deckung und schaffte immer wieder Lücken und Wurfmöglichkeiten für seine Mitspieler oder warf selber. Auch Thomas Hildebrandt zeigte sich formverbessert und steuerte 4 Tore bei. Nach und nach kam bei einigen Lok-Spielern die Angst vor der eigenen Courage zum Vorschein, man könnte ja heute eine kleine Sensation schaffen und so wurden wieder unnötige Fehler von den Goldbachern konsequent in Tore umgemünzt. Vielleicht setzt nun doch bei diesem oder jenem Meininger Spieler in Nachhinein die Erkenntnis ein, dass bei noch mehr Einsatz in der Abwehr doch mancher Gegentreffer verhindert werden könnte. Und es gibt noch einen höchsterfreulichen Umstand zu vermelden. Nach der guten Leistung des Schieri-Ehepaars Jung am vergangenen Sonntag muss man auch diesmal dem Schiedsrichterpaar Michael Grußdorf und Heiko Breier eine sehr gute Leistung bescheinigen. Sie waren ein Vorbild für jeden Schiedsrichter, wie man mit Souveränität eine zur Überhärte neigende Partie ohne Probleme über die Bühne bekommt. Kompliment aus Meiningen!   

Fazit des Trainers: Mit dem Ergebnis bin ich nicht zufrieden. Bei größerer taktischer Disziplin wäre ein besseres Ergebnis möglich gewesen. Ich erwarte in den folgenden Spielen noch mehr Einsatz meiner Spieler im Deckungsverhalten.

Statistik: Holger Volkmar (Tor), Matthias Baumann 1, Georg Brachmann, Thomas Hildebrandt 4, Michael Leipold 4, Mike Pfeiffer 7/5, Bernd Rosemeier 3, Christian Toennies 2, Björn Voigt,  Norman Volkmar 2, Sebastian Schmidt 

BW:  7m  5/2      2Min 5
ESV:  7m 9/7      2Min  9 + r.K. für 3x2Min                                       
Schieri:  Grußdorf/Breier (Nordhausen)         
Zuschauer: 120
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« Antworten #9 am: 29.01.2007 - 02:45:34 »

HP Sonneberg

ThSV Eisenach II – HV Spielzeugstadt Sonneberg 29:32 (11:16)

Aus-, Aus-, Auswärtssieg

Sonnebergs Handballer kehrten am Samstagabend mit einem souveränen Auswärtssieg aus der Wartburgstadt Eisenach zurück. Ein Auswärtssieg der mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung erarbeitet wurde und nach dem es anfangs ganz und gar nicht aussah, denn die Eisenacher Bundesliga-Reserve war aufgrund der spielfreien ersten Mannschaft gespickt mit Spielern des Anschlusskaders. Jedoch konnten Liebetrau, Weiß, Luther und auch Torhüter Nositschka die Erwartungen zu keiner Zeit erfüllen. Durch viele technische Fehler im Spielaufbau und einer schwachen Wurfquote wurden die Gäste aus der Spielzeugstadt immer wieder gestärkt.
Und diese witterten ihre Chance und konnten diese auch eiskalt nutzen. Durch einen starken Frank Funkstein im Tor und vor allem in der ersten Halbzeit sicher stehenden Abwehr wurde der Grundstein für diesen wichtigen Auswärtssieg gelegt.

„Unser großes Glück war der jeweils gute Start in beide Halbzeiten“, meinte Manuel Müller. Denn Sonneberg startete das Spiel fulminant, führte gleich mit 2:0 und musste beim 4:4 letztmalig den Ausgleich hinnehmen.

Im Angriff lief der Ball meistens schnell über mehrere Stationen bis schließlich der entscheidende Pass auf den freien Mitspieler kam und dieser auch, im Gegensatz zum letzten Auswärtsspiel in Gera, sicher im Kasten untergebracht wurde. Und so schafften es die Spielzeugstädter durch einen konzentrierten Spielaufbau und Abschluss sich vor der Pause noch entscheidend abzusetzen. Die Halbzeitführung von 16:11 spricht dafür natürlich deutliche Bände.

Nach dem Wechsel legten die Sonneberger auch gleich nach und konnten stets einen fünf Tore Vorsprung halten. Beim 26:21 in der 45. Minute sahen sich die Gäste auch schon auf der Siegerstraße. Doch nicht wie zuletzt blieben die Jungs von Uwe Blechschmidt und Michael Mäder konzentriert. Zwar kamen die Wartburgstädter durch eine Abwehrumstellung näher, doch auf mehr als drei Tore ließen die Sonneberger die Eisenacher nicht ran kommen.

Dann gab es in der 57. Spielminute doch den Anschlusstreffer der Eisenacher zum 28:30, doch wie schon im gesamten Spiel ließen sich die Männer um Kapitän Manuel Müller nicht beirren und erzielten gleich zwei Tore in Folge zum entscheidenden 32:28. Den letzten Treffer der Eisenacher zum Endstand von 32:29 für Sonneberg konnten diese schon mit einem Lächeln verkraften. „Ein schöneres Geschenk konnte ich mir gar nicht wünschen“, meinte Geburtstagskind Ronny Kienel direkt im Anschluss an das Spiel und auch Pit Poser konnte dadurch natürlich beruhigt mit der Mannschaft in seinen 20. Geburtstag rein feiern.

Trainer Uwe Blechschmidt resümierte diesen wichtigen Auswärtssieg anschließend mit den Worten: „Der Sieg war natürlich extrem wichtig, weil die Eisenacher direkter Tabellennachbar sind und unsere Mannschaft hat heute wieder Moral bewiesen und endlich den zweiten Auswärtssieg der Saison einfahren können.“ Und Michael Mäder lies noch anklingen: „Jetzt können wir natürlich mit einem gestärkten Selbstvertrauen die nächste hohe Auswärtshürde angehen.“ Und damit meint er natürlich das am kommenden Wochenende anstehende Spiel in Apolda.

Sonneberg: Funkstein, Werner, N. Weiß; Schmidt (3/1), Müller (4), R. Blechschmidt (1), M. Blechschmidt (5/2), Poser (4), Gurtowoi (5), Kroll, Kienel (3), Weiß (7), Grieseler

7-Meter: Eisenach: 5/6 Sonneberg: 3/3
Zeitstrafen: Eisenach: 5 Sonneberg: 6
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« Antworten #10 am: 29.01.2007 - 22:16:24 »

HP Gotha

Rückrundenstart ging in die Hose

Ernestiner SV Gotha - HSV Bad Blankenburg  24:27 (9:15)

Nach dem fünften Aufeinandertreffen bleibt es dabei: Die Ernestiner können gegen Bad Blankenburg nicht gewinnen. Oder wollen sie nicht? Genau diesen Eindruck hinterließen sie zumindest in der ersten Halbzeit. Was da geboten wurde war emotionslos, kraftlos, erfolglos. Anstatt den Arsch mitzunehmen und sich der drohenden Niederlage entgegenzustemmen machte sich viel zu früh kollektive Resignation breit. Es fehlte ein Antreiber, ein Wachrüttler, einer der mit gutem Beispiel voran geht und seine Kameraden mitreißt.
Innerhalb weniger Minuten ging die Sache den Bach runter. Überzeugen konnten die Gastgeber von Anfang an nicht, da es ihnen aber die Kurstädter zunächst gleichtaten, blieb das Spiel bis zum 7:7 ausgeglichen. Erst mit dem Pausenpfiff gelang Perner das neunte Tor nachdem die Gäste aus dem 8:10 kurzerhand ein 8:15 gemacht hatten.
Im Bemühen, ihr Spiel aufzuziehen, vergaßen die Gothaer den entscheidenden Punkt: Druck auf die Deckung auszuüben. Die Aufbaureihe enttäuschte komplett, immer wieder wurde die Verantwortung auf den Nebenmann geschoben. So musste stereotyp von den ungünstigen Außenpositionen der Abschluss gesucht werden, wobei sich der HSV auf seinen starken Torhüter verlassen konnte.
Als nach dem Wechsel und zehnten ESV-Treffer wiederum die Gäste viermal zuschlugen (10:19) und dann auch noch Stegner zu Boden gerissen und mit Schulterverletzung ausgewechselt wurde, drohte ein Debakel.
Bad Blankenburgs Trainer Schreiber nahm eine Auszeit, die die Gothaer gut gebrauchen konnten. Von nun an herrschte verkehrte Welt. Plötzlich waren die Dietz-Männer hellwach, drückten - was bleib ihnen auch übrig - weiterhin aufs Tempo und trafen sogar das Tor. So einfach war es, die Konter des Gegners zu verhindern. Besonders der jetzt auf Halbrechts agierende Neuzugang Jicha deckte die Schwachstellen der Gästedeckung auf und brachte es auf sechs Buden. Die Abwehr kämpfte verbissen, Scheerschmidt vernagelte seinen Kasten und schwuppdiwupp stand es 19:21 und das Spiel auf der Kippe.
Wenn die Schiris danach den Anschlusstreffer nicht zurückgepfiffen hätten und Hellwig bei seinem gehaltenen Siebenmeter im Nachwurf nicht doch noch das 19:22 markiert hätte - wer weiß ...
Zwar kamen die Ernestiner dank Hofmanns Granaten noch zweimal auf zwei heran (22:24, 23:25), am Ende jubelten aber folgerichtig die Gäste. Das Geschenk, welches ihnen vor dem Seitenwechsel zuteil geworden war, gaben sie nicht wieder her.
ESV: Scheerschmidt, Steinbrecher - Wandtke, Perner 1, Irmisch 4, Schneider 4, Behling 2/1, Thieme 1, Stegner 3/1, Hofmann 3, Meß, Trott, Jicha 6
Strafwürfe: 2/2 (HSV 5/4)
Zeitstrafen: 3 (6)
Schiris: Jung/Jung (Gera)
Zuschauer: 200
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« Antworten #11 am: 29.01.2007 - 22:25:14 »

HP Ronneburg

Ronneburg ohne Chance
 
Sidortshuk-Sieben enttäuscht im Spitzenspiel bei Fünf-Tore-Niederlage gegen Ziegelheim

HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim 25:30 (8:13)

Die Zeichen standen günstig für die Ronneburger Handballer, mit einem Sieg über Spitzenreiter Ziegelheim selbst die Tabellenführung in der Handball-Oberliga zu übernehmen. Nach dem überzeugenden Sieg des HSV in Bad Blankenburg und dem Ziegelheimer Wackler daheim gegen Goldbach in der Vorwoche betrug der Rückstand nur noch einen Zähler. Zudem hatten die Ronneburger den LSV in dieser Saison sowohl im Hinspiel als auch im Pokal bezwungen. Aber es kam anders. Hochverdient verließ Ziegelheim die Spielfläche vor 500 Zuschauern - darunter wohl die Hälfte Gäste-Anhänger - als 30:25-Sieger, wobei das Endergebnis den Ronneburger fast noch schmeichelte.

HSV-Trainer Viktor Sidortshuk fand nach der zweiten Heimniederlage der Saison kaum Worte: "Wir haben viel zu ängstlich und ausrechenbar gespielt. Puta war im Rückraum ein Totalausfall. Wir haben viele unmotivierte Würfe abgegeben. Die Abwehr stand schlecht, so dass die Torhüter ohne Chance waren. Jezt sind die Ziegelheimer erster Meisterschaftsanwärter, auch wenn sie noch einige schwere Auswärtsspiele vor sich haben."

Die Ronneburger fanden schlecht ins Spiel. Schon nach zehn Minuten war Ziegelheim auf 2:7 davon gezogen. Der HSV-Rückraum kam mit der offensiven 5:1-Deckung der Gäste nicht zurecht. Gerade dem Tschechen Puta fehlten die Räume. Zunächst blieb Ronneburg dran. Der vom HC Halle gekommene Ex-Hermsdorfer Zänsler rackerte, scheiterte später aber immer wieder am starken Ziegelheimer Torwart Urwank, der zum festen Rückhalt seiner Sieben wurde und von den Fans frenetisch gefeiert wurde.

Der Gastgeber schaffte es nie, den Rückstand auf zwei Tore zu verkürzen. Gelegenheiten gab es genug. Aber egal, ob Zänsler, Heidrich, Puta, Gottschalk oder Dathe im Rückraum agierten - keiner von ihnen konnte an diesem Tag Führungsqualitäten entwickeln und die anderen mitreißen. Die Torwurfeffektivität mit nur acht Treffern in den ersten 30 Minuten war so gering, dass Ziegelheim zur Halbzeit mit 8:13 führte.

Auch nach Wiederbeginn war von einer Ronneburger Aufholjagd nichts zu spüren. Zwar gelangen Puta zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Treffer, die sich aber schnell als Strohfeuer erwiesen. Die HSV-Abwehr bekam den Ziegelheimer Rückraum nicht in den Griff, in dem der erst 18-jährige David Heinig mit elf Toren zum erfolgreichsten Torschützen der Begegnung avancierte. Nach zwei Konter-Gegentoren lagen die Gäste beim 10:18 (38.) gar mit acht Toren in Front. Die HSV-Torhüter Seidemann und Zehmisch verloren das Duell gegen Ziegelheims Urwank klar. Beim 15:25 (52.) drohte den Ronneburgern ein Debakel. Selbst aus einer anfänglichen Sechs-gegen-drei-Überzahl konnte man kein Kapital schlagen.

Erst als der LSV nach dem 20:30 (58.) auf dem Parkett schon zu feiern begann und die Fans durch die Halle Polonaise tanzten, konnte der Gastgeber mit fünf Treffern in Folge das Ergebnis aus seiner Sicht etwas freundlicher gestalten und noch auf 25:30 verkürzen. Während die Ronneburger nach dem Abpfiff enttäuscht und mit hängenden Köpfen auf der Spielfläche saßen, kannte der Ziegelheimer Jubel keine Grenzen.
 
Torschützen für HSV Ronneburg:
Heidrich (1), Ganzha (2), Puta (2), Förster (2), Vollgold (3), Gottschalk (4), Meyer (5), Zänsler (6), 
Siebenmeter: HSV Ronneburg: 1/1, LSV Ziegelheim: 3/4, 
Zeitstrafen: HSV Ronneburg: 6 x 2min, LSV Ziegelheim: 7 x 2min, 
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« Antworten #12 am: 29.01.2007 - 22:27:27 »

HP Ziegelheim

HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim  25:30 (8:13) 

Ausnahmezustand in der Sporthalle zu Ronneburg am späten Samstagabend. 200 Ziegelheimer Fans sind aus dem Häuschen, können das soeben Erlebte kaum in Worte fassen. Und den einheimischen Fans dürfte es nach diesem wiederum denkwürdigen Ostthüringen-Derby ähnlich gegangen sein. Denn was als Sturm auf die Tabellenspitze geplant war, endete für die Gastgeber in einem Desaster. 60 Minuten lang beherrschten die Ziegelheimer ihren Gegner, revanchierten sich damit eindrucksvoll für die erlittene Hinrundenniederlage. Ronneburg war schließlich mit dem Endresultat noch gut bedient. Drei Minuten vor Schluss führten die Gäste bereits mit 30:20, ließen dann aber ihren Kontrahenten in der bereits einsetzenden Siegesfeier beinahe ohne Widerstand gewähren. „Unser taktisches Abwehrkonzept ist perfekt aufgegangen“, jubelte Karsten Knöfler nach der Partie und meinte dabei die Variante einer 5:1-Deckung mit dem „Kraken“ David Heinig auf der Spitze. Der störte den Spielfluss exzellent, nahm Heidrich aus der Partie und grenzte den Radius von Fernschütze Puta ein. Der konnte nun von Nick Sense herausragend bearbeitet werden, ließ sich sogar entnervt auswechseln. Beide, Puta und Heidrich, hatten die LSV-Truppe noch im Hinspiel fast im Alleingang abgeschossen. Diesmal gelangen ihnen zusammen ganze drei Tore.

Nach der 2:1-Führung (3.) der Hausherren übernahmen die Gäste das Zepter und legten richtig los. Mit einer bissigen und clever agierenden Abwehr kauften sie den Ronneburgern den Schneid ab. Vorn setzte der Rückraum des LSV mit den Heinig-Brüdern und Steffen Moritz die Akzente aus der Ferndistanz. Sechs Tore in Folge zum 7:2 (10.) sorgten für Stimmung auf den Rängen. Weitere vier vergebene hochkarätige Chancen in dieser Phase zeigten die Ziegelheimer Überlegenheit auf. Auch wenn sich die Gastgeber durch die Hereinnahme von Neueinkauf Zänsler allmählich etwas fingen, gefährden konnten sie die LSV-Männer diesmal nicht. Souverän auch die Schlussminute der ersten Hälfte, die die Ziegelheimer geschickt herunterspielten, um schließlich mit dem Pausenpfiff den Ball über Moritz zum 13:8 im Kasten zu versenken.

Wer jetzt mit dem Aufbäumen der Ronneburger gerechnet hatte, sah sich getäuscht. Nur wenige Sekunden waren gespielt, da schmetterte Andre Heinig einen Hüftwurf zum 14:8 ins Netz. Der eingewechselte Sylvio Graichen, vor der Pause wegen einer noch nicht ganz auskurierten Knieverletzung nicht im Einsatz, erhöhte im Doppelpack zum 18:10 (37.). Zweimal traf dann Puta und Hoffnung keimte bei den Hausherren. Als Torsten Urwank jedoch die nächste Granate von Puta sicher fing, war das Intermezzo des Tschechen beendet und er verließ erneut die Platte. Ziegelheim zündete noch einmal den Turbo, Ralf Reusch zweimal hintereinander nach Pass von Knöfler zum 24:15 (49.). Eine allerletzte Chance bot sich den Ronneburgern dann doch noch einmal. Nach einem Wechselfehler standen nämlich mit den beiden Heinigs und Moritz nur noch drei Ziegelheimer auf dem Feld. Doch sechs Ronneburger Angreifer scheitern zunächst an der Abwehr und schließlich an dem, wegen seiner schwachen Leistung gegen Goldbach, zu letzt arg gescholtenen Keeper Urwank, der in diesem Spiel wieder zum Turm in der Schlacht wurde. Als im Gegenzug David Heinig den Ball bei angezeigtem Zeitspiel einfach unter die Latte hämmert (25:15, 51.), hält es keinen Ziegelheimer mehr auf den Sitzen. Im Gegenteil, eine Polonaise aus zig LSV-Fans macht sich auf den Weg durch die Ronneburger Halle. Allen ist spätestens jetzt klar: hier brennt heut nichts mehr an. Als der Ball zum 30:20 einschlägt (57.), „verabschieden“ sich die Ziegelheimer vom Spielgeschehen. Sehr zum Leidwesen vom gerade eingewechselten Keeper Tobias Hahn, der nun chancenlos einen Konter nach dem anderen auf sich zurollen sah. Doch der trägt es mit Fassung und Humor. Mit dem Abpfiff feiert Ziegelheim. Der Klassiker Ronneburg – LSV ist um ein weiteres denkwürdiges Kapitel reicher.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (1), D. Heinig (11/1), S. Graichen (3), Ch. Graichen, A. Heinig (4), Moritz (8/2), Reusch (3), Knöfler, Etzold, Kühnert, Sense
Strafminuten: HSV 16; LSV 12 incl. 1 RK (3x2')   
7m: HSV 1/1; LSV 4/3
Schiedsrichter: Beyer/Düwel (Bad Blankenburg/Werratal)
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