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Thüringer Handball-Verband
07.01.2009 - 23:05:33 *
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Autor Thema: Nachholspiele vom 12. Spieltag, vorgezogenes Spiel vom 16. Spieltag  (Gelesen 654 mal)
Marco
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« am: 05.02.2007 - 18:32:13 »

03.02.2007  19:30
HSV Apolda 1990 - HV Spielzeugstadt Sonneberg
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

04.02.2007  14:30
SG Erfurt/Bad Langensalza - ThSV Eisenach II
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]

04.02.2007  15:00
SV Hermsdorf II - ESV Lok Meiningen
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]
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Marco
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« Antworten #1 am: 05.02.2007 - 18:36:14 »

HP Sonneberg

HSV Apolda 1990 – HV Spielzeugstadt Sonneberg 25:26 (13:12)

„Das ist Wahnsinn…“

Sonnebergs Handballer kamen am vergangenen Samstag mit zwei Punkten im Gepäck wieder nach Hause, denn sie schafften es, doch etwas überraschend gegen den vermeintlichen Angstgegner Apolda in dessen Halle zu gewinnen. „Nicht schön, aber selten!“, könnte man Trainer Uwe Blechschmidt zitieren, wobei er natürlich Recht hatte, denn das Spiel an sich war mehr von Kampf, Einsatz und Leidenschaft, als von spielerischer Klasse geprägt. Doch auch in solchen Auswärtsspielen können die Spielzeugstädter mittlerweile die Oberhand behalten.

Der Krimi begann um 19:30 Uhr in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle in Apolda. Diese konnten auch gleich in Führung gehen, eher Sonneberg ausgleichen und sich sogar etwas absetzen konnte. (4:2) Doch Apolda besann sich seiner Stärken und konnte durch die aggressive und teilweise unfaire Abwehrarbeit, den Spielstand drehen und selbst in Führung gehen. Hierbei muss gesagt werden, dass der Sonneberger Robert Blechschmidt durch eine klare Unsportlichkeit eines Apoldaer Spielers verletzt am Boden liegen blieb und nicht mehr ins Spiel eingreifen konnte. Was war passiert? Blechschmidt erkannte eine Lücke in der Gastgerber-Deckung und wollte diese natürlich zum Torwurf nutzen, doch in dem Moment bekam er einen Schlag mit dem Ellenbogen seines Gegenspielers auf den Hinterkopf und blieb benommen liegen. Kurz vor dieser Situation wurde er bereits rüde gefoult und landete auf dem Hinterkopf. Robert Blechschmidt musste also ausgewechselt werden und konnte im gesamten Spiel nicht mehr mit eingreifen, wobei bis Sonntagmittag eine Gehirnerschütterung nicht ausgeschlossen werden konnte. Auch von dieser Stelle alles Gute.

Das schien die Spielzeugstädter auch etwas verunsichert zu haben, denn Apolda konnte sich auf 9:5 absetzen. Das Trainergespann Blechschmidt/Mäder nahm die fällige Auszeit. Hierbei war zu sehen, was mittlerweile aus dieser Mannschaft geworden ist. Es war nicht laut, im Gegenteil ruhig und besonnen wurden Instruktionen gegeben und man sprach miteinander. Es zeigte vor allem auch Wirkung, denn die Gäste aus der Spielzeugstadt konnten wiederum verkürzen. Mit dem Pausenpfiff gelang der Anschlusstreffer zum 13:12.

Vom Pausentee kamen die Sonneberger wesentlich besser zurück, als die Gastgeber. Zwei Blechschmidt-Tore brachen die Spielzeugstädter wieder in Front und beim 18:18 gelang Apolda letztmalig der Ausgleich. Nun zeigten die Spielzeugstädter ihre Cleverness. Allen voran Kapitän Manuel Müller und Roman Gurtowoi setzten ihre Mitspieler ein ums andere mal brilliant in Aktion. Dabei half auch die kurze Deckung gegen Martin Blechschmidt und Manuel Müller nichts, denn im Spiele 4 gegen 4 zeigten die Sonneberger, was man in der Kleingruppe alles machen kann. Immer wieder wurden die Außenspieler in eine freie Wurfposition gebracht und diesmal trafen sie auch sicher. (Ronny Kienel und vor allem Christopher Weiß).

„Entscheidend für unseren heutigen Sieg war vor allem, dass wir trotz einiger Schwächephasen in der Schlussphase nie den Ausgleich von Apolda hinnehmen mussten.“ Meinte Michael Mäder nach dem Spiel und spielte damit natürlich auch etwas auf die Cleverness seiner Jungs an. Apolda kam mehrfach gefährlich nahe, doch entweder stand die Gästeabwehr sattelfest, oder sie leisteten sich einen technischen Fehler, weshalb sich die Sonneberger wieder absetzen konnten. (23:25; 24:25; 24:26; 25:26) Hierbei muss diesmal wieder Thomas Werner im Sonneberger Tor hervorgehoben werden, denn er konnte in der zweiten Halbzeit entscheidende Bälle, vor allem des besten Apoldaer Schützen Viorel Sava (12 Tore), abwehren und sein Team somit auf der Siegerstraße halten.

Zum Ende hin schafften es die Sonneberger dann mit etwas Glück, aber schließlich doch sicher einen weiteren Auswärtssieg nach Hause zu schaukeln. Und als um Punkt 21.00 Uhr die Schlusssirene in der Werner-Seelenbinder-Sporthalle zu Apolda ertönte, lagen sich alle Sonneberger, ob Spieler, Trainer und auch die mitgereisten Fans in den Armen und bejubelten diesen wichtigen und hart erkämpften Doppelpunktgewinn in Apolda.

Sonneberg: Werner, Funkstein, N. Weiß; Schmidt (4/1), Müller (1), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (12/2), Gurtowoi (1), Kienel (2) Kroll, Poser, Chr. Weiß (6), Seifarth

7-Meter: Apolda: 6/7; Sonneberg: 3/5
Zeitstrafen: Apolda: 4; Sonneberg: 5
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« Antworten #2 am: 05.02.2007 - 18:37:23 »

TA Apolda  05.02.2007

Alle suchten Sava

HSV Apolda 1990 - HV Spielzeugstadt Sonneberg  25:26 (13:12)

Der Wiedereinstand missglückte gründlich: 25:26 verloren die Apoldaer Oberliga-Handballer gegen Sonneberg. Bittere Erkenntnis: Vor dem HSV hat zurzeit kein Gegner mehr Angst.
Die unfreiwillig lange Spielpause hat den Handball-Männern des HSV Apolda offenbar nicht gutgetan: 25:26 (13:12) verloren sie am Samstagabend ihr Oberliga-Heimspiel gegen Spielzeugstadt Sonneberg. Damit hat Apolda mit 11:13 nun ein negatives Punktekonto und rutscht in der Tabelle auf Rang neun ab, ins hintere Mittelfeld.

In der ersten Hälfte erlebten die zahlreichen Fans noch überwiegend eine ansprechende Leistung. Nach der Pause jedoch fehlten der unbedingte Siegeswille und die Geschlossenheit. Die Außenpositionen waren ein glatter Ausfall, das Team delegierte die Torgefahr immer wieder nur in den Rückraum zu Viorel "Mischu" Sava, der zwölf Bälle versenkte.

Mitte der zweiten Halbzeit gingen die Sonneberger mit zwei Toren in Führung und gaben diese bis zum Schluss nicht mehr ab. Für sie reichte es an diesem Tag, als harmonierende, homogene Mannschaft zu agieren, zudem besaßen auch die Südthüringer mit Martin Blechschmidt einen überragenden Werfer im Rückraum - wie Sava traf er zwölf Mal.

In der ersten Hälfte hatte Gastgeber HSV in seiner stärksten Phase binnen sieben Minuten aus dem 4:4 einen 9:5-Vorsprung gemacht. Nils Hübscher im Tor ließ in dieser Phase die Gäste verzweifeln. Dann jedoch wurden die Inkonsequenzen in Deckung und Angriff immer gravierender, und Sonneberg kam wieder heran. Das 18:17 (43.) war die letzte Apoldaer Führung in dieser Partie.

Auch am Ende besaß der HSV noch genügend Chancen, um das Ruder herumzureißen. Markus Helm parierte etwa beim 24:25 kurz vor Schluss einen Siebenmeter, aber dann vergaben die Apoldaer den folgenden Angriff überhastet. Die Quittung folgte auf dem Fuß mit dem 24:26, der Spielentscheidung. Sava verkürzte noch.

Mit vier Spielen in Folge gegen Meisterschafts-Anwärter stehen den Apoldaern nun schwere Wochen ins Haus.
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« Antworten #3 am: 05.02.2007 - 18:42:36 »

HP Eisenach

SG Erfurt/Bad Langensalza – ThSV Eisenach II 29:29 (10:14)

Unerwarteter Punktgewinn

Mit einem unerwarteten Punktgewinn kehrte der personell gehandicapte ThSV Eisenach II aus der Landeshauptstadt zurück. Bei der SG Erfurt/Bad Langensalza gelang ein 29:29 (10:14) Unentschieden. Gestützt auf einen mit tollen Reflexen und gutem Stellungsspiel glänzenden Keeper Sven Luckert waren die Eisenacher über weite Strecken auf dem Parkett der Sporthalle des Coubertin-Gymnasium die klar tonangebende Mannschaft. In der Schlussphase fehlte dem kleinen Kader um den mitspielenden Trainer Frank Ihl zur großen Überraschung allerdings die Puste.

Im Trikot der SG Erfurt/Bad Langensalza lief erstmals Daniel Baumgarten auf, bis Anfang vergangener Woche noch zum Zweitligaaufgebot des ThSV Eisenach zählend. Aus beruflichen Gründen zog es den Rückraumspieler sportlich zurück in seine Heimatstadt. Dem 26-jährigen fehlte es verständlicherweise noch an Bindung zu seinen neuen Kollegen.
Nach dem symbolischen Anwurf durch das Erfurter Prinzenpaar übernahmen erstaunlicherweise die Eisenacher in ungewohnter Formation das Zepter. Standen doch vier etatmäßige Kreisspieler in der Anfangsbesetzung. Doch nur Kapitän Torsten Laufer durfte auf seiner Stammposition ran. Wegen Personalmangels halfen Marcel Liebetrau im rechten Rückraum, Steffan Helbig auf Rechtsaußen und Sven Marx auf Linksaußen aus. Alexander Schiffner begleitete zunächst die Regieposition. Daniel Luther besetzte den linken Rückraum. Mit einer solchen Kapazität an Kreisspielern wurde natürlich das Spiel über alle Kreispositionen gesucht. Mit Erfolg! Ein eleganter Schiffner-Dreher von Linksaußen bedeutete das 2:4 (8.). Bei den Gastgebern setzte Andre Ahrens die Akzente (5:5, 11.). Bruder Steffen, von Erstbundesligist Kronau zurück, schaute verletzt noch zu. Nach einer Viertelstunde streifte sich ThSV-Coach Frank Ihl das Spielertrikot über, besetzte zunächst die Linksaußenposition, narrte gleich Erfurts Keeper zum 6:7 (15.). Sven Marx traf per Heber zum 6:8 (15.). Geschickt variierten die Eisenacher das Tempo. Torsten Laufer versenkte eine Liebetrau-Vorlage zum 8:10 (19.). Erfurts Spiel lahmte an Präzision und Dynamik. Ob im rechten oder im linken Rückraum, Daniel Baumgarten brachte das Angriffsspiel der Gastgeber nicht in Schwung. Nach seiner zweiten Zeitstrafe beließen die Eisenacher ihr Schwergewicht Sven Marx wegen des drohenden „Rot“ auf der Bank. Frank Ihl selbst übernahm die Spielfäden auf dem Parkett. Torsten Laufer markierte auf Zuspiel von Daniel Luther das 8:12 (24.). Die Erfurter bissen sich an Eisenachs Schlussmann Sven Luckert regelrecht die Zähne aus.
Für die Qualität der Eisenacher sprach eine Szene unmittelbar nach Wiederanpfiff: Sven Luckert wehrte im glänzenden Stil ab. Steffan Helbig behauptete sich im Kampf um den Abpraller erfolgreich gegen Daniel Baumgarten. Marcel Liebetrau lochte zum 10:15 (32.) ein. Das rief nun Erfurts Spielertrainer Andrej Minevski auf den Plan. Er verlieh als Aktiver dem Spiel seiner Mannschaft den nötigen Pfiff, brachte mit Raffinesse seine Schützlinge selbst in Position (14:16, 37.). Mit wechselnden Abwehrsystemen und einem Sven Luckert in Galaverfassung hatten die Eisenacher die richtigen Antworten. Alexander Schiffner, nun ein „verkappter Linksaußen“, und Daniel Luther setzten zum erfolgreichen Torwurf an (14:18 (39.). Die Ex-Eisenacher Andre Ahrens und Felix Menge in den Erfurter Reihen bliesen zur Aufholljagd. Beim 19:20 (Menge, 46.) trafen die Erfurter erstmals zum Anschlusstreffer. Alle rechneten mit einem Abspiel, Frank Ihl zog stattdessen selbst zum 19:21 (47.) ab. Nach einer neuerlichen Luckert-Parade zog Alexander Schiffner zum 20:23 (49.) ab. Die Erfurter fighteten, wollten ihre Erfolgsserie nicht abreißen lassen, profitierten nun freilich von den schwindenden Kräften der Eisenacher. Dominique Schlösser wurde am Eisenacher Kreis freigespielt, traf zum 26:26 Ausgleich (56.). Andre Ahrens nutzte einen Ballgewinn zur 27:26 Führung für Erfurt (56.). Die Eisenacher mobilisierten die letzten Kräfte; vornweg Trainer Frank Ihl. Nach Foulspiel am 37-jährigen traf der 19-jährige Alexander Schiffner vom Punkt zum 27:27 (57.). Es wurde hoch dramatisch. Die neuerliche Erfurter Führung egalisierte im Gegenzug Frank Ihl (28:28, 58.). Die Schlussminuten wurden dann entscheidend von Daniel Baumgarten beeinflusst. Zunächst vertändelte er das Leder, Eisenachs Daniel Luther „dankte“ per Tempogegenstoß zum 28:29 (59.). Dann marschierte Daniel Baumgarten kraftvoll in Richtung ThSV-Kasten, ließ dem guten Sven Luckert beim Treffer zum 29:29 keine Abwehrchance (60.). Doch noch waren knapp 60 Sekunden zu absolvieren. Ballverlust für den ThSV Eisenach. „Taktische Regelwidrigkeit“, Ballhalten, von Frank Ihl. Logische Folge: eine Zeitstrafe. Bei noch ausstehender Spielzeit von 14 Sekunden Ballbesitz für die Hausherren. Unabgestimmt, wegen noch fehlender Bindung, verhaspelt sich Daniel Baumgarten. Es bleibt beim 29:29.
Im Anschluss verfolgten beide Teams mit über 300 Zuschauern auf einer Großbildwand das erfolgreiche WM-Finale der Schützlinge von Heiner Brand.

SG Erfurt/Bad Langensalza: Wunderlich, Hering; Baumgarten (3/1), Ratz, Andre Ahrens (8), Kley, Menge (5), Ludwig (5), Mievsky (2), Tunger (3), Trommer, Irosky, Schlösser (3)

ThSV Eisenach II: Nositschka, Luckert; Laufer (5), Schiffner (7/3), Luther (6), Liebetrau (6), Marx (1), Helbig, Keller, Schellbach, Ihl (4)

Zeitstrafen: Erfurt 3 x 2 Min. – Eisenach 5 x 2 Min.
Siebenmeter: Erfurt1/1 – Eisenach 4/3
Schiedsrichter: Schröter/Lothspeich (Jena)
Zuschauer: 300 in der Sporthalle des Coubertin-Gymnasium Erfurt
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« Antworten #4 am: 06.02.2007 - 22:16:48 »

HP Thüringer HC

Leistungsgerechtes Unentschieden gegen den ThSV Eisenach II

SG Erfurt/Bad Langensalza - ThSV Eisenach II  29:29 (10:14)

Die Vorzeichen zum Punktspiel gegen die zweite Vertretung des ThSV Eisenach standen nicht schlecht. Die SG schien auf einer Erfolgswelle, Daniel Baumgarten gab sein Debüt, die Tribüne der Sporthalle des Sportgymnasiums waren voll besetzt und die Handball WM sorgte schon im voraus für eine tolle Stimmung.

Um die Sache rund werden zu lassen fehlte eine gute Leistung unserer Mannschaft und ein überzeugender Sieg. Aber hier hatte man die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Wurde Eisenachs Zweite, die nicht Bestbesetzung antraten, unterschätzt?

Auf alle Fälle fehlte unserer Mannschaft im Match die mannschaftliche Geschlossenheit der letzten Spiele. Von Beginn an wurde viel zu pomadig, zu langsam gespielt. Der Begriff „schnelle Mitte“ muss bei der SG wohl noch definiert werden. Den Gegner von Anfang an auch konditionell unter Druck zu setzen wurde verabsäumt und hätte doch an diesem Tag entscheidend zum Sieg beitragen können. Aber nun zum Spiel.

Nach dem Anwurf der Karnevalsprinzessin entwickelte sich in den ersten Minuten ein ausgeglichenes Spiel (5:5, 11.). Aber hier wurde schon die Stärke der Eisenacher sichtbar. Ruhig und abgeklärt wurden die Angriffe vorgetragen. Ein ums andere Mal wurde die Erfurter Abwehr am Kreis ausgespielt und konzentriert abgeschlossen. Bei Erfurt versuchte man immer wieder Andre Ahrens in Wurfposition zu bringen. Andre lies sich aber von der kompromisslosen, harten aber fairen Abwehrarbeit beeindrucken und fand in Sven Luckert einen hervorragend eingestellten Torhüter.
Zum wiederholten Male fand Johannes Trommer keine Einstellung zur gegnerischen Abwehr und somit hing Felix Menge auf Linksaußen in der Luft.

Die Einwechselung von Daniel Baumgarten im Angriff sowohl auf Halblinks als auch auf Halbrechts brachte nicht den gewünschten Erfolg und so ging man mit einem 10:14-Rückstand in die Kabinen.
Die 2. Halbzeit wurde dann von den beiden Oldies auf dem Parkett, Andrej Minewski und Frank Ihl entscheidend beeinflusst.
Brachte Andrej jetzt etwas mehr Ordnung ins Spiel, setzte seine Nebenleute gekonnt in Szene so wusste Frank Ihl immer wieder seine Cleverness ins Spiel zu bringen und düpierte unsere Deckung ein ums andere Mal. Über die Stationen 10:15, 14:18, 19:21 entwickelte sich nun ein abwechslungsreiches Spiel in dem die Erfurter in den letzten zehn Minuten zeigten was sie eigentlich drauf haben.

Die Deckung stabilisierte sich, Ulf Hering steigerte sich im Tor und endlich wurde schnell nach vorn gespielt. Die Eisenacher zeigten konditionell Wirkung und beim 26:26 durch Dominique Schlösser war die Partie wieder offen. Eigentlich hatte man das Gefühl: Jetzt macht die Mannschaft den Sack zu. Aber leider weit gefehlt. Günstigste Ausgangspositionen (bei einem Tor Führung Ballbesitz) wurden unkonzentriert vergeben. Und statt der möglichen Führung mit zwei Toren erfolgte postwendend der Ausgleich.

Dramatisch dann die Schlussminuten. Beim Stand von 28:28, 58 Minute unterlief Daniel Baumgarten ein technischer Fehler, Konter von Eisenach und 28:29, 59. Minute. Dann machte Daniel seinen Fehler wieder gut in dem er kraftvoll aus dem Rückraum abzog und diesmal Luckert keine Chance lies. Im anschließenden Angriff beging Eisenach einen technischen Fehler und Frank Ihl musste nach absichtlichem Ballwegschlagen vom Parkett, schindet dadurch aber wichtige Sekunden für seine Mannschaft.
Noch 16 Sekunden und Erfurt ist im Ballbesitz und in Überzahl. Man versucht über eine Ballstafette Felix Menge auf Linksaußen freizuspielen, was bedingt durch die noch nicht vorhandene Abstimmung mit Daniel Baumgarten nicht gelingt und die Eisenacher hatten einen Punkt gewonnen, Erfurt einen möglichen Sieg verschenkt. Das Spiel brachte auch die Erkenntnis das bis zum vorgegebenen Ziel, das Oberliganiveau mitzubestimmen, noch viel Trainingsschweiß fliesen muss.

Die Gelegenheit hat die Mannschaft bis zum 25.02. Dort gilt es in Sonneberg nachzuweisen was in 20 Tagen Trainingsarbeit geleistet wurde.

SG Erfurt/Bad Langensalza: Dirk Wunderlich, Ulf Hering; Daniel Baumgarten (3/1), Christian Ratz, Andre Ahrens (8), Philipp Kley, Felix Menge (5), Jens Ludwig (5), Andrej Minevski (2), Marcus Tunger (3), Johannes Trommer, Sebastian Irosky, Dominique Schlösser (3)

ThSV Eisenach II: Andreas Nositschka, Sven Luckert; Torsten Laufer (5), Alexander Schiffner (7/3), Daniel Luther (6), Marcel Liebetrau (6), Sven Marx (1), StefanHelbig, Lars Keller, Dan Schellbach, Frank Ihl (4)

Strafminuten: 6 – 10.
Siebenmeter: 1/1 – 4/3.
Schiedsrichter: Mirko Lothspeich/Michael Schröter (HBV Jena 90).
Zuschauer: 300.
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« Antworten #5 am: 06.02.2007 - 22:18:52 »

OTZ Stadtroda 06.02.2007

Nicht mit Ruhm bekleckert

SV Hermsdorf II - ESV Lok Meiningen  35:21 (18:12)
 
Motor bei Hermsdorf II stottert noch gewaltig - Friedrich spielt Rumpelstilzchen

Endlich mal wieder gewonnen, aber dabei nicht mit Ruhm bekleckert. Der sprichwörtliche Motor bei den Oberliga-Handballern des SV Hermsdorf II stottert noch mächtig.
Darüber konnte auch der deutliche 35:21-Sieg am frühen Sonntagnachmittag gegen das Liga-Schlusslicht aus Meiningen nichts ändern.

"Es war ein Pflichtsieg, mehr auch nicht. Vor uns liegt noch jede Menge Arbeit", fasste SVH-Trainer Jens Friedrich das erste Erfolgserlebnis des Jahres 2007 seiner Jungs zusammen.

Wie das Rumpelstilzchen aus dem bekannten Märchen war der Trainer der Hermsdorfer in den letzten Minuten der Partie neben der Trainerbank auf und ab gesprungen - vor Wut, vor Frust und vor Enttäuschung. Seine Jungs ließen im Gegenstoßverhalten freistehend beste Chancen weg.

Irgendwie sah man sich an die Momente erinnert, als die Gäste nach einem 5:11-Rückstand (15.) plötzlich durch drei Konter auf 9:12 verkürzten.

Friedrich musste da schon seine zustehende Auszeit in Anspruch nehmen und seine Jungs mächtig an der Ehre packen, "da haben wir uns einen Schlendrian geleistet, der gegen andere Teams sicher zu einem Rückstand geführt hätte."

Nach dem kollektiven Wachrüttler lief es gleich besser: Hermsdorf konnte in der restlichen Spielzeit wieder ein Sechs-Tore-Polster heraus werfen.

Dann war Pause. Und diese Zeit bekam dem Gastgeber offenbar gar nicht.

Die Uhr tickte herunter, man musste sich schon kräftig die Augen reiben, um zu erkennen, wer Hermsdorf war und wer Meiningen. "Die ersten sieben Minuten nach der Pause waren eine einzige Katastrophe. Da gibt es nichts schön zu reden", schimpfte Friedrich wie ein Rohrspatz.

Ab der 38. Minute spielten die Remmes, Opels, Varchmins endlich so, wie es sich ihr Trainer die gesamte Spielzeit gewünscht hätte. Da wurde in der Abwehr richtig zu gegriffen. Bei diesem energischen Auftreten mussten dem Gegner einfach Fehler unterlaufen. Es kam der große Auftritt vom antrittsschnellen Marvin Schreck. Erst legte er die Kugel mit viel Gefühl im Stile eines Christian Schwarzer an den heraustürzenden Keeper vorbei zum 32:20 ein. Dann traf er vom Kreis (33:20) und dann schloss er im Konter zum 34:20 ab. Für den Dreierpack brauchte er keine 71 Sekunden.

Als Torben de la Motte auf 35:20 erhöhte, richteten sich die Blicke gen Hallenuhr. Noch fünf Minuten. Da geht doch noch was, dachten sich die zirka 100 Zuschauer. Denkste! Der Lok-Keeper wurde vom gerade noch treffsicheren Schreck, von Perry Dennhardt und dann von Tony Hobritz nacheinander regelrecht berühmt geworfen.
SVH: Oswald, Liebelt, de la Motte (6), Rust, Dennhardt (3), Machts (3), Hobritz, Varchmin (2), Opel (5), Remme (5), Schreck (10), Parybyk (1)
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