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Thüringer Handball-Verband
07.01.2009 - 23:30:08 *
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Autor Thema: 19. Spieltag  (Gelesen 1088 mal)
Marco
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« am: 09.03.2007 - 23:50:18 »

10.03.2007  19:30
HSV Apolda 1990 - HSV Ronneburg
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

11.03.2007  15:00
SG Erfurt/Bad Langendsalza - SV Thuringia Königsee
[Salza-Halle Bad Langensalza]

11.03.2007  16:00
Post SV Gera - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Panndorfhalle Gera]

11.03.2007  16:00
ThSV Eisenach II - HSV Bad Blankenburg
[Jahnsporthalle Eisenach]

11.03.2007  16:00
SV Hermsdorf II - LSV Ziegelheim
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

11.03.2007  16:30
Ernestiner SV Gotha - ESV Lok Meiningen
[Sporthalle Ernestinum Gotha]
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Marco
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« Antworten #1 am: 11.03.2007 - 22:34:51 »

HP Thüringer HC

Dem Gegner nicht die Spur einer Chance gelassen

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Thuringia Königsee  36:16 (17:6)

Die SG Männer siegten im Spiel gegen Thuringia Königsee 36:16. Der auch in dieser Höhe verdiente Sieg zeichnete sich schon in der Anfangsphase ab.
Nach dem eher mäßigen Spiel am vergangenen Wochenende in Meiningen wollte man den Zuschauern bessere Handballkost bieten und ging von der ersten Minute an konzentriert zu Werke.

Über die Stationen 4:0 und 8:2 zeigte man sofort wer Herr im Hause ist.
Die Königseer fanden in keiner Phase des Spiel eine Einstellung zur kompakt stehenden 6:0 Deckung und was dann auf Tor kam war meist eine Beute vom sehr gut aufgelegten Torhüter Dirk Wunderlich. Zur Halbzeit war beim Stande von 17:6 das Match eigentlich schon gelaufen.

Aber auch in der zweiten Halbzeit ließen die ehrgeizigen Hausherren nicht nach und vergrößerten ihren Vorsprung ständig. Auch die Einwechselung der Reservespieler tat dem Spielverständnis keinen Abbruch und so konnten die Schützlinge von Andre Minevski mit teilweise herrlichen Kombinationen über die Stationen 24:10, 32:12 letztlich völlig verdient den höchsten
Saisonsieg verbuchen. Wohltuend war auch die Fairness von beiden Vertretungen in diesem Spiel.

Mit dieser Leistung setzten die SG Männer vor den kommenden Spielen gegen die direkten Tabellennachbarn Bad Blankenburg, Ziegelheim, Goldbach/Hochheim und Ronneburg noch einmal ein Achtungszeichen. Die Thüringer Handballgemeinde und die Fans können auf die weitere Entwicklung dieser Mannschaft gespannt sein und hoffen natürlich auf die Fortsetzung der
Serie von jetzt 9 Spielen ohne Niederlage.

Die SG spielte mit:
Dirk Wunderlich, Ulf Hering, Daniel Baumgarten(8/2), Andre Ahrens(7), Felix Menge(4), Jens Ludwig(2), Marcus Tunger(2), Johannes Trommer(4), Christian Schmidt(2), Sebastian Irovsky(2), Dominque Schlösser(4), Phillipp Kley(1/1).

Strafminuten: 8 - 10.

Schiedsrichter: Dagmar Jung/Gerhard Jung (Gera).
« Letzte Änderung: 11.03.2007 - 23:17:01 von Marco » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 12.03.2007 - 00:52:14 »

HP Apolda

HSV Apolda 1990 - HSV Ronneburg 35:27 (15:11)

Sicher wie lange nicht

Nach dem LSV Ziegelheim vor zwei Wochen gab sich am Samstagabend der nächste Topfavorit auf den Meistertitel die Ehre in der Apoldaer Sporthalle. Der HSV Ronneburg wollte im Titelkampf punkten, weiteren Boden gut machen. Doch mit dem Seitenwechsel beider Teams vor Anpfiff der beiden guten Schiedsrichter waren wohl auch die Vorzeichen vertauscht worden. Denn nach der anfänglichen Führung der Gäste (1:2) bestimmte nur noch unsere Mannschaft das Geschehen. Einmal die Nervosität abgelegt diktierten unsere Jungs den Spielverlauf. Sicher und kämpferisch in der Defensive gestatteten wir den Ostthüringern selten gute Wurfgelegenheiten. Was dann noch durchkam wurde immer öfter Beute unseres Jüngsten. Nils hielt seinen Kasten rein, wie es ihm in der Glockenstadt noch nie gelungen war. Serienweise parierte er die Geschosse der Puta und Co, konnte oft genug erfolgreiche Gegenstöße einleiten. Auch im Angriff stabilisierten wir uns, nutzten aber noch nicht alle Chancen. Dennoch konnten wir uns kontinuierlich bis zum 15:11 Pausenstand absetzen. Die Gäste wirkten zu diesem Zeitpunkt schon ein wenig verzweifelt.
Im zweiten Durchgang fast das gleiche Bild. Einen Unterschied gab es dennoch, denn jetzt startete auch unsere Abteilung Vorwärts richtig durch, überzeugten wir auch im Angriff. Das gastgebende HSV-Team aus Apolda baute schnell den Vorsprung aus (19:11). Die eigentlichen Favoriten fanden keine Mittel mehr, uns noch einmal in Schwierigkeiten zu bringen. Über 25:15 und 30:18 fuhren unsere Männer einen ungefährdeten Sieg ein. Ein Erfolg, der in der Art und Weise schon fast wieder unspektakulär erschien, dennoch aufhorchen lässt.

Unsere Mannschaft:
Markus Helm, Nils Hübscher (Tor);
Roger Gierschick (2), Torsten Dippmann (6), Matthias Koch (6), Volker Goldmann (2), Viorel Sava (15), Mark Rath (3), Alexander Berceanu, Ronny Hellerle, Steffen Müller (1), Kristjan Schmitt

Strafwürfe : HSV 4/2 Ronneburg 4/2   
Zeitstrafen : HSV 7 Ronneburg 7   
Schiedsrichter : Lothspeich/Schröter (Jena)

Spielfilm : 0:1, 1:2, 5:2, 9:5, 11:6, 11:9, 13:10, 15:11 (Hz.)
  19:11, 24:14, 26:18, 30:18, 32:24, 35:27
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« Antworten #3 am: 12.03.2007 - 20:07:30 »

HP Eisenach

Trotz 14 Treffern von Daniel Luther, ThSV II unterliegt Bad Blankenburg

ThSV Eisenach II - HSV Bad Blankenburg  31:37 (11:17)

Revanche für peinliche Pokalschlappe

Der Stachel der peinlichen 27:33 Heimniederlage im Halbfinale des Thüringer Vereinspokals gegen ein Notaufgebot des ThSV Eisenach II saß beim HSV Bad Blankenburg tief. Um Oberligazähler präsentierte sich drei Wochen später in der kleinen Eisenacher Jahnsporthalle ein anderer HSV Bad Blankenburg: konzentriert in Abwehr und Angriff von der ersten Minute. Der ThSV Eisenach II musste über eine 31:37 (11:17) Niederlage quittieren.

 

Die zweitbundesligaerfahrenen Asse Igor Ardan (10 Treffer) und Daniel Hellwig (12) stachen für die Gäste. „Für die Pokal-Blamage haben wir uns rehabilitiert. Im klug die Spielfäden knüpfenden Peter Korbel und dem torgefährlichen Igor Ardan hatten wir die herausragenden Akteure. Wichtiger Faustpfand war unsere stabile Abwehrleistung in der ersten Halbzeit. Meine Mannschaft hat die Vorgaben umgesetzt und das Parkett verdient als Sieger verlassen“, resümierte Steffen Schreiber, der Coach des HSV Bad Blankenburg. Die per Sonderbus angereiste Fangemeinde feierte ihr Team, das angesichts der Niederlage von Tabellenführer Ziegelheim bei Hermsdorfs Reserve wieder mit dem Meistertitel liebäugelt. Der ThSV Eisenach II bekam seine (derzeitigen) Grenzen aufgezeigt. „Gegen eine konzentriert zu Werke gehende kompakte eingespielte Mannschaft mit erfahrenen Legionären fehlt uns das erforderliche Niveau“, gestand ThSV-Coach Frank Ihl ein, der sich mangels Personal wieder selbst das Trikot übergestreift hatte. Ihn wurmte jedoch das „lapidare Auftreten einiger Spieler, deren Trikot kaum naßgeschwitzt war“. Völlig verausgabt hatte sich Daniel Luther. Gegen dessen Würfe fanden die Gäste nach dem Seitenwechsel kein Mittel. 12 seiner 14 Treffer markierte der 19-jährige Rückraumspieler im zweiten Abschnitt. Der wegen eines Nasenbeinbruchs zum Zuschauen verurteilte Alexander Schiffner wurde schmerzlich vermisst.
Die Gäste standen von Beginn unter Volldampf, auch wenn ihnen, ähnlich wie den Gastgebern, zunächst einiges misslang. Dem ThSV-Spiel, mit Daniel Wernicke auf der Regieposition und Sven Marx am Kreis, fehlte die Struktur. Kapitän Torsten Laufer rückte nach nervösen Anfangsminuten an den Kreis, der 17-jährige Lars Lumpe kam im Rückraum. Nach dem Ausgleichstreffer für den ThSV II vom jungen Rechtsaußen Felix Abad zum 2:2 (8.) dominierten jedoch die Gäste. Wuchtig zog der bullige Karol Sabrsula in Richtung ThSV-Keeper Andreas Nositschka, legte jedoch zu Linksaußen Daniel Hellwig ab (2:5, 10.). Nach einer Auszeit kam ThSV-Coach Frank Ihl selbst. Der eingewechselte Sven Luckert wehrte einen Hellwig-Siebenmeter ab. Doch Bad Blankenburgs Abwehr stand stabil. Die Würfe von Daniel Luther fanden (zunächst) nicht ihr Ziel. Anders die Gäste, die temposcharf und mit großer Durchschlagskraft ihr Angriffsspiel aufzogen, immer wieder zu Daniel Hellwig auf Linksaußen ablegten (5:8, 18., 6:10, 21.). Mit ungenauen Zuspielen brachten sich die Eisenacher selbst in Bredoulle und Bad Blankenburg startete präzise Tempogegenstöße. Adrian Wöhler kassierte nach einem Wortduell bereits seine zweite Zeitstrafe. Daniel Hellwig erhöhte per Doppelpack zum 7:13 (24.). Beim 7:15 (26.) schienen den Eisenachern sämtliche Felle wegzuschwimmen. Rotation im Eisenacher Rückraum blieb ohne Wirkung. Zuspielfehler eröffneten den cleveren Gästen die Wurfchancen zum 11:17 beim Gang in die Kabinen.
Stand die erste Halbzeit bei den Gästen im Zeichen von Daniel Hellwig, trumpfte nach dem Seitenwechsel Igor Ardan aus dem Rückraum auf. Im Eisenacher Rückraum explodierte Daniel Luther. Beide wetteiferten mit ihrer Wurfvariabilität um die Torjägerkrone. Auf Eisenacher Seite besetzte Sven Marx wieder die Kreisposition, rückte Torsten Laufer auf die Rechtsaußenposition. Dem schwungvollen wuchtigen Angriffsspiel der Gäste haben die Eisenacher eigentlich nur die Tore von Daniel Luther sowie die eine oder andere schlitzohrige Einlage von Torsten Laufer entgegenzusetzen. Igor Ardan trifft zum 15:23 und Sekunden später Torsten Laufer zum 16:23 (37.). Munteres Torewerfen ist angesagt. Die Dominanz der Gäste ist ungebrochen. Mit einer offensiven Abwehrvariante versuchen die Eisenacher in der Schlussviertelstunde die Gäste ins Straucheln zu bringen. Vorn trifft Daniel Luther nach Belieben. Da hilft auch kein Torhüterwechsel bei den Gästen. Der ThSV II tastet sich Treffer um Treffer bis zum 28:32 (55.) heran. Ein Torsten-Laufer-Ball landet nur am Holz. HSV-Coach Steffen Schreiber greift zur grünen Karte. Auszeit. Mit vier Treffern nach Wiederanpfiff zum 28:36 (59.) räumen Daniel Hellwig und Steffen Oertel alle Zweifel vom Tisch. Daniel Luther setzt mit seinem 14. Treffer den Schlußpunkt unter seine eigene glanzvolle zweite Halbzeit und zum 31:37 Endstand.

ThSV Eisenach II: Nositschka (1.-24./31.-42.), Luckert; Wöhler (1), Lumpe (3), Abad (2), Luther (14/1), Marx (1), Wernicke, Laufer (6/1), Ihl (4/2)

HSV Bad Blankenburg: Jahn, Recknagel (ab 48.); Korbel (1), Sternkopf (1), Ardan (10), Wendtland, Sabrsula (4), Wiegand, Oertel (7/1), Hanl, Gäbler (2), Hellwig (12/3), Grüner

Siebenmeter: Eisenach 6/4 – Bad Blankenburg 6/4
Zeitstrafen: Eisenach 8 x 2 Min. – Bad Blankenburg 5 x 2 Min.
Schiedsrichter: Fläderer/Möller (Arnstadt)
Zuschauer: 120 in der Jahnsporthalle
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« Antworten #4 am: 12.03.2007 - 22:42:24 »

HP Ziegelheim

SV Hermsdorf II - LSV Ziegelheim 31:27 (14:13)
 
Es bleibt dabei. Ziegelheim kann einfach in Hermsdorf nicht gewinnen und setzte gleichzeitig auch die Negativserie mit dem dritten sieglosen Spiel in Folge fort. Da aber erneut die Konkurrenz aus Ronneburg patzte, stehen die LSV-Männer nach wie vor am Platz an der Sonne der Oberliga. Trotzdem ist Ernüchterung ins Ziegelheimer Lager eingezogen. Angesichts des recht heftigen Restprogramms mit Partien gegen unmittelbare Verfolger sind die Aussichten auf Behauptung dieser Position nach dem sonntäglichen Spiel jedoch rapide gesunken.

Auch gegen Hermsdorf haben die Ziegelheimer ihre Unbekümmertheit nicht wieder gefunden. Und war der Angriff samt Chancenverwertung in den letzten Begegnungen ohnehin nicht sonderlich erbaulich, kamen nun noch Probleme im Abwehrverhalten hinzu. Zunächst fehlte hier Motivator Nick Sense (Rückenbeschwerden) und nach knapp 40 Minuten auch noch Andreas Zielke (Disqualifikation). Hinzu kam, dass, wie schon in Gera,  beide LSV-Torhüter erneut unglücklich agierten. Die endgültige Talfahrt des LSV war eingeleitet. In einer 3-6-Überzahl setzte Hermsdorf die vorentscheidenden Treffer.

Der LSV begann vor fast heimatlicher Kulisse (über die Hälfte der Zuschauer kam aus dem Altenburger Land) wie schon gegen Gera zu verhalten. Die Gastgeber lagen schnell mit 4:1 vorn. Zwei Graichen-Konter brachten die Ziegelheimer zumindest wieder auf Tuchfühlung (5:3). Die Gäste liefen dennoch immer einem Rückstand hinterher, weil sie erst eigene Chancen zu schlecht verwerteten und dann auch noch in der Deckung mehrmals richtig alt aussahen. Spielend leicht marschierten die Hermsdorfer durch die Abwehr oder zogen mühelos aus dem Rückraum über Kitzmann ab. Selbst der Ausgleich in eigener Überzahl (10:10) beflügelte die Ziegelheimer nicht. Bis zur Pause waren die Hausherren wieder tonangebend.

Nach dem Seitenwechsel währte das Ziegelheimer Aufbäumen nur kurz (16:15). Eine doppelte Überzahl nutzte Hermsdorf als Ausgangspunkt, um sich mit fünf Treffern am Stück auf 23:17 abzusetzen. In dieser Phase scheiterten die Gäste zudem gleich ganze fünfmal völlig freistehend an Keeper Oswald. Die dritte Zeitstrafe und damit einhergehende Rote Karte für Andreas Zielke tat ihr Übriges dafür, dass in der LSV-Deckung auch gar nichts mehr lief. Jeder schwer erkämpfte Ziegelheimer Treffer wurde umgehend mit einem Gegentor beantwortet. Zwar gaben die Gäste nie auf, verkürzten noch einmal auf 25:28. Es blieb aber lediglich beim Versuch einer Aufholjagd.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (4), D. Heinig (9/3), S. Graichen (3), Ch. Graichen, A. Heinig (3), Moritz (6/2), Knöfler (2), Kühnert, Zielke
Strafminuten: SV 18, LSV 14 incl. 1 RK (3x2')     
7m: SV 5/3, LSV 5/5
Schiedsrichter: Hauke/Olbert (Pößneck / Jena)
« Letzte Änderung: 13.03.2007 - 01:02:31 von Marco » Gespeichert
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« Antworten #5 am: 12.03.2007 - 22:44:25 »

HP Ronneburg

HSV Apolda 1990 - HSV Ronneburg  35:27 (15:11)
 
Ronneburg patzt in Apolda
 
Mit schlechter Wurfleistung war kein Blumentopf zu gewinnen

Am Sonnabend kam es in der Glockenstadt zur Auseinandersetzung zwischen den Dauerrivalen Apolda und dem HSV Ronneburg und nicht wenige stellten sich die Frage, wem man die Favoritenbürde in diesem Spiel zuschreiben soll. Ronneburg wollte Boden gut machen und die Hausherren wollten dies verhindern. Auch wenn einige Ronneburger sich mit einer fiebrigen Erkältung herumplagten (dies soll nicht als Ausrede verstanden werden ), blieb also abzuwarten, wer die besseren Karrten hat. Das sollte sich bereits nach wenigen Minuten zeigen. Nach der schnellen 1:2 Führung für die Gäste, zeigte Apolda wer Herr im Hause ist und versenkte den Ball vier mal in Folge im Ronneburger Gehäuse zur 5:2 Führung. Diese gab man bis zum Schlusspfiff auch nicht mehr aus der Hand. Bei Ronneburg dagegen klappte einiges nicht und die Tatsache, dass man in den ersten zehn Minuten nur zwei Treffer erzielte spricht Bände. Nach zwanzig Minuten stand es 10:6 für die Hausherren und allgemeines Kopfschütteln auf den Rängen über die Ronneburger Leistung. Der Ronneburger Rückraum verpulverte zu viele Bälle, wodurch die Gastgeber erfolgreiche Gegenstöße einleiten konnten und somit auch verdient mit einer 15:11 Führung in die Pause gingen. Wer nun dachte in den zweiten dreißig Minuten, drehen die Ronneburger den Spieß um, sah sich getäuscht, denn es waren die Gastgeber, die im Angriff zu überzeugen wussten. Wieder vier Tore am Stück und es stand bereits 19:11 und nach vierzig Minuten 24:14. Bedenkt man, dass Apolda in den ersten zehn Minuten der zweiten Halbzeit neun und Ronneburg nur drei Treffer erzielte, so war das Kopfschütteln in der Pause sicherlich berechtigt. Das gastgebende HSV – Team brachte die Ronneburger immer wieder in Schwierigkeiten, die ihrerseits keine Mittel Fanden sich besser in Szene zu setzen. Und wie das nun einmal ist, wenn der „Wurm im Spiel ist“, dann kommen auch noch Verletzungen hinzu (nach 45 Minuten D. Koska). Zehn Minuten vor Ultimo führte Apolda weiter mit zehn Toren (31:21) und die Messen waren längst gegen die Ronneburger gelesen, bei denen Normalform und mehr von Nöten gewesen wäre um in Apolda noch etwas zu reißen. Doch das kann man nicht mit über vierzig Fehlwürfen, auch wenn es mit zunehmender Spieldauer hier und da etwas besser lief. Lediglich Kreisspieler O. Meyer sorgte für Torgefahr und erzielte mit insgesamt 9 Toren die meisten Treffer für die Ronneburger. Nach dem 35:25 dann noch etwas Kosmetik, damit man wenigstens nicht zweistellig verliert. Am Ende hat die an diesem Tag klar bessere Mannschaft gewonnen. Mit 35:27 und einem gut aufspielenden V. Sava (15 Tore) waren das die Apoldaer. Nun sollte man nach diesem Spielausgang nicht in einen „Fragekatalog“ verfallen ( was wäre, wenn, hätte und aber .... ), sondern ganz einfach zugestehen, dass man einen „rabenschwarzen Tag“ erwischt und in Apolda schlecht gespielt hat. Eine neue Bewährungsprobe haben die Ronneburger am kommenden Wochenende zum Derby in eigener Halle gegen den Post SV Gera.
 
Torschützen für HSV Ronneburg:
Koska (1), Förster (1), Sidortschuk (2), Gottschalk (2), Vollgold (1), Puta (5), Heidrich (6), Meyer (9), 
Siebenmeter: HSV Apolda 1990: 2/4, HSV Ronneburg: 2/4, 
Zeitstrafen: HSV Apolda 1990: 7 x 2min, HSV Ronneburg: 7 x 2min
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« Antworten #6 am: 12.03.2007 - 22:46:07 »

HP Bad Blankenburg

HSV durch Glanzleistung wieder im Titelrennen

ThSV Eisenach II – HSV Bad Blankenburg 31:37 (11:17) 
 
Wer hätte vor 3 Wochen nach dem desolaten Ausscheiden im Thüringenpokal gedacht, dass der HSV sich selbst in sehr überzeugender Art aus der Krise wirft? Trainer Steffen Schreiber hat ganze Arbeit geleistet. Er hat es verstanden, in kurzer Zeit aus dem HSV wieder eine Mannschaft zu formen. Durch unerwartete Niederlagen vom HSV Ronneburg und LSV Ziegelheim nun nur noch einen Punkt Rückstand zum Tabellenführer. Da jedoch auch die hinter den Bad Blankenburgern platzierte Mannschaft punktete, ist die Meisterschaft offener denn je.

Daniel Hellwig mit 8 Toren in der ersten und Igor Ardan 9 Toren in der zweiten Halbzeit waren die Garanten des Sieges. Jedoch kann dem gesamten Team ein Lob ausgesprochen werden. Besonders in der ersten Hälfte hat die Abwehr hervorragend funktioniert. Für die Gastgeber gab es kaum Durchkommen und den Rest entschärfte Tobias Jahn im Blankenburger Kasten. Die Eisenacher Spielertrainer Frank Ihl und Sven Marse, die zum Pokalspiel in Bad Blankenburg noch Tore wie am Fließband warfen, wurden fast komplett ausgeschaltet. Dies hinterließ Spuren bei den Eisenachern, zumal die Angriffsmaschine der Gelb/Grünen sehr gut lief. Bereits nach 22 Sekunden schlug das runde Leder im Tor der Wartburgstädter ein. Diese Führung wurde von den Kurstädtern nicht wieder aus der Hand gegeben, vielmehr kontinuierlich ausgebaut. Nachdem Hellwig drei Tore in Folge warf, stand es nach neun Minuten 4:2. Korbel, welcher eine Glanzpartie auf der Aufbauposition zeigt, und erneut zweimal Hellwig ließen den Vorsprung nach 13 Minuten auf 6:3 wachsen. Daraufhin verwarf Oertel dreimal in aussichtsreichen Positionen, wodurch die Eisenacher auf 5:7 verkürzen konnten. Nun jedoch stand die Abwehr der Gäste immer besser und die Gastgeber erzielten in den nächsten zehn Minuten nur ein Tor – der HSV jedoch acht, Spielstand nach 25 Minuten 15:7. Der für Oertel eingewechselte Gäbler erzielte in dieser Phase zwei herrliche Tore, verwarf in der Folgezeit jedoch einige sehr gute Chancen. In den letzten fünf Minuten spielten beide Mannschaften gleichwertig, Halbzeitstand 17:11 für die Gäste.

In der zweiten Halbzeit sah man wiederum einen gut kämpfenden und spielerisch überzeugenden HSV, der in dieser Partie seine obligatorische Schwächephase auf fünf Minuten reduzierte. So konnten sie diesen sicheren Auswärtssieg erringen. Das erste Tor in der zweiten Spielhälfte war den Gastgebern vorbehalten, ehe Igor Ardan zu großer Form auflief und dreimal in Folge traf. Das Spiel gestaltete sich insgesamt schneller. Das rief viele Tore auf beiden Seiten hervor. Der Vorsprung der Kurstädter blieb aber konstant, da ihre Schützen im Abschluss die Nerven behielten. In der 51. Minute bei einem Spielstand von 32:25 für die Gäste wurden die Bad Blankenburger unachtsam und leichtsinnig. Hier merkte man jedoch, welches Potenzial in den Eisenachern steckt. Sie nutzten diese Schwächephase eiskalt und konnten in nur fünf Minuten auf 28:32 verkürzen. Das Spiel wurde jetzt noch einmal hektisch. Steffen Schreiber nahm zum richtigen Zeitpunkt eine Auszeit. Bis zum Schlusspfiff erzielten die Kurstädter noch fünf Tore, wobei Stefan Oertel nun endlich nach Belieben traf und drei herrliche Tore beisteuerte. Mit dieser Form wird es wohl momentan jede Oberligamannschaft schwer haben, den HSV Bad Blankenburg zu schlagen.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (10), Gäbler (2), Hanl, Hellwig (12), Korbel (1), Oertel (7), Sabrsula (4), Sternkopf (1), Wendlandt, Wiegand
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« Antworten #7 am: 13.03.2007 - 01:03:33 »

HP Königsee

Sonntagsausflug endet mit Debakel für Königsee - Thuringia enttäuscht

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Thuringia Königsee 36:16 (17:6)

Vor der erwartet schweren Aufgabe stand Oberliga-Urgestein Königsee in der "Salza-Halle" gegen einen Gastgeber, welcher sich in der Winterpause noch einmal enorm verstärkt hat. Und mit diesem Aufgebot will man die Gewähr schaffen, sich in Thüringens Handball-Eliteliga festzusetzen, was man von den Königseern nicht sah.
Die Gastgeber begannen konzentriert, standen sicher in der Abwehr und trafen im Vorwärtsgang (3:0 - 3.). Thuringia tat sich wie üblich in fremden Gefilden schwer, blieb wirkungslos bzw. durchsichtig. Die Torflaute in dieser Auftaktphase beendete Oldenburg zum 1:4 (6.). Auch in den weiteren Minuten agierten die Hohmann-Schützlinge mit einer enormen Fehlwurfquote, so dass der Rückstand unwillkürlich anwuchs, was nichts Gutes ahnen ließ (2:7 - 10.).

Trotz einer Auszeit lief es nicht besser bei den Gästen, welche auch weiterhin den SG-Keeper bei ihren unplatzierten Würfen nicht überwinden konnten (4:10 - 15.). So pegelte sich die Partie nach gut einer Viertelstunde auf eine Sechs- bis Sieben-Tore-Differenz ein. Königsee blieb harmlos, so dass sich bereits vor der Pausensirene der Zehn-Treffer-Rückstand anbahnte, welcher beim 15:5 (23.) Realität wurde. Auch bis zum Seitenwechsel tat sich so gut wie nichts bei dem erschreckend schwachen Auftritt der Rinnestädter.

Wer nun bei der kleinen Königseer Anhängerschar dachte, dass sich eine leichte Besserung mit Beginn des zweiten Durchgangs einstellt, sah sich getäuscht. Thuringia knüpfte voll an seine schwache Vorpausenleistung an und machte den Gastgeber weiter stark, welcher sich entsprechend bedankte (19:6 - 33.). Die Königseer spielten weiter ohne jeglichen Biss, ließen auch die wenigen Möglichkeiten vom Siebenmetern aus, was ein Schmunzeln auf der Tribüne hervorrief und bei den wenigen Gästefans ein Kopfschütteln (8:23 - 41). Auf der Spielfläche plätscherte die Partie nun niveaulos vor sich hin. Der Neuling tat auch nur noch das Nötigste (10:25 - 45.).

Die Gäste wirkten Mitte der zweiten Halbzeit nicht überfordert sondern regelrecht lustlos. Zehn Minuten vor dem Ende der Begegnung bahnte sich langsam der Zwanzig-Tore-Rückstand an (11:29 - 52.). Diesen schaffte die SG mit dem 32:12 (54.) vom Siebenmeterpunkt.

An den Gästen plätscherte auch in den Schlussminuten das Spiel vorbei, welche kein Aufbäumen erkennen ließen und ihren Sonntagsausflug mit einem noch nicht da gewesenen Debakel beendeten.

Thuringia: Cadek, Föhr - Lächa (2), Göring, Götz (1), Förster, Friedrich (1), Pojonie (2), Oldenburg (6), Najman (4).
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« Antworten #8 am: 13.03.2007 - 01:05:41 »

HP Gera

Post kann nicht anknüpfen

Geschwächte Geraer ohne Kraftreserven - Große Schwächen in Defensive

Post SV Gera - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 23:31 (12:18)

Nach den starken Auftritten gegen den Tabellendritten Bad Blankenburg (30:29) und Spitzenreiter Ziegelheim (26:26) patzten die Postler im dritten Heimspiel in Folge.

Gegen die vor der Partie auf Rang sechs liegende Sieben aus Goldbach-Hochheim hatten die Geraer beim 23:31 nie eine echte Siegchance. "Goldbach hat sich sehr stark präsentiert. Keiner meiner Spieler konnte sein Leistungsvermögen heute abrufen", so Post-Trainer Steffen Waldenburger nach Spielende.

Zu Beginn hielten die Post-Handballer mit. Bis zum 6:6 (10.) konnte sich kein Team absetzen. Auf Geraer Seite überzeugte Grützbach in der Anfangsphase, hatte zu diesem Zeitpunkt schon drei Treffer markiert. Besonders vom Siebenmeterpunkt erwies er sich als sicherer Vollstrecker. Einfache Ballverluste, technische Fehler und misslungene Würfe machten Goldbach stark. Mit fünf Treffern in Folge zog der Gast auf 6:11 (16.) davon. Die Post-Sieben bekam insbesondere die Rückraumkanoniere der Gäste Mitrovoic (am Ende zehn Tore) und Dejmek (sieben Treffer) nicht in den Griff. Bei der desolaten Abwehrleistung stand auch Torwart Nedved auf verlorenem Posten. Selbst in Überzahl fingen sich die Geraer Konter ein.

Beim 9:18 (28.) schien schon eine Vorentscheidung gefallen. Aber Post-Tore von Grützbach, Seime und nochmals Grützbach ließen den Gastgeber beim 12:18-Pausenstand nochmal hoffen. Die Last in der Offensive ruhte fast nur auf Grützbach. Der krank ins Spiel gegangene Kapitän Martin konnte bei sechs Versuchen nur ein Tor bejubeln und blieb in Halbzeit zwei ganz auf der Bank. Nach Botors 13:18 (31.) schien vor nur 150 Zuschauern in der Panndorfhalle die Wende möglich. Aber beim Gastgeber fehlte die Konstanz. Rückraumschütze Krech kam wegen Achillessehnenproblemen meist nur in der Abwehr zum Einsatz. Grützbach verwarf beim 14:21 einen Siebenmeter, was Goldbach dazu animierte, beim 14:25 (38.) bis auf elf Tore zu enteilen. Hektik und Härten kamen auf. Die Schiedsrichter Lugauer/Schuster (Gispersleben) hatten die Partie nicht immer im Griff, erwiesen sich als alles andere als Heimreferees. Nichts zu deuteln gab es an Rot für Botor, der einem durchgebrochenen Goldbacher in den Wurfarm gegriffen hatte (44.). Die Zeitstrafen-Quote nahm zu. Besonders der Gast kam aus dem Rhythmus. Nach dem 16:27 (44.) blieb Goldbach neun Minuten ohne Treffer. Post verkürzte bis auf 21:27 (53.) und hätte den Rückstand weiter verringern können. Aber die Konstanz im Post-Spiel fehlte.

Unerzwungene Ballverluste und vergebene Wurfchancen - Pfeifer scheiterte per Siebenmeter (57.) - stoppten die Aufholjagd. So zogen die Goldbacher in den Schlussminuten nochmals auf 23:31 davon.

Post SV Gera: Nedved, Szlapka; Krech (1/1), Werler (1), Pfeifer, Botor (3), Seime (2), Borik, Rosenbaum (2), Teichmann (4), Mühlberg (2), Grützbach (7/5), Martin (1).
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« Antworten #9 am: 13.03.2007 - 01:07:29 »

OTZ Stadtroda  13.03.2007

Hermsdorf II kämpft und spielt

Oswald wehrt fünf Bälle ab - Linksaußen wirft die wichtigen Tore

SV Hermsdorf II - LSV Ziegelheim 31:27 (14:13)

Hermsdorfs Reserve hat gestern Nachmittag den Tabellenführer aus Ziegelheim beim 31:27-Sieg mächtig gedemütigt. In der zweiten Halbzeit wuchsen Linksaußen Marvin Schreck und Keeper Karsten Oswald über sich hinaus. Zwischen der 40. und 44. Minuten wehte das Handball-Denkmal "Ossi" Oswald fünf freie Bälle des Gegners ab. Die Fans in der Halle riefen laut seinen Spitznamen.
Schreck war für die wichtigen Tore verantwortlich, sogar von halblinks hämmerte er den Ball ins LSV-Tor. "Der Jungs hat einen super Lauf. Nicht umsonst hat er sich in den Stamm gespielt", freute sich sein Trainer Jens Friedrich.

Und was war mit den Top-Favoriten auf den Meistertitel, mit der Mannschaft, die noch vor einigen Wochen in Ronneburg brillierte? Der hoch gelobte Ziegelheimer Rückraum rieb sich an der energisch zu Werke gehenden Hermsdorfer Abwehr auf. Kreisläufer Godlinski, der auffälligste Ziegelheimer, verletzte sich früh, musste unter Schmerzen durchspielen.

"Jeder von uns hat heute hundert Prozent und mehr geliefert. Marvin war sensationell und Ossi hat überragend gehalten. Ich würde sogar sagen, dass wir dem Gegner spielerisch überlegen waren", freute sich Hermsdorfs Kapitän René Opel (32) nach dem Abpfiff. In 14 Tagen kommt mit Ronneburg der nächste Top-Favorit nach Hermsdorf. "Mal sehen, vielleicht können wir auch diesen Gegner ärgern", grinste Friedrich.

SVH: Oswald, Meißner, Remme (7), Hobitz (2), Dennhardt (1), Varchmin, Rust (5), Opel (2), de la Motte (2), Trautvetter, Bozek, Schreck (7), Kietzmann (5).
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« Antworten #10 am: 13.03.2007 - 01:09:19 »

HP Gotha

Schulter an Schulter - Serie (nicht) gerissen

Ernestiner SV - ESV Lokomotive Meiningen  28:21 (12:10)

Nach einem Vierteljahr Sieglosigkeit ist es passiert: Der Ernestiner SV hat wieder ein Oberligaspiel gewonnen. Ein gegen die mit der Roten Laterne ausgerüstete Lok durchaus einkalkuliertes Ergebnis, doch war selbst in dieser Partie den Ernestinern alles - also auch nichts - zuzutrauen.
Derlei Befürchtungen nährte die erste Halbzeit aufs Allerbeste. Zunächst knüpfte Rückraumkanonier Hofmann mit zwei zielsicheren Granaten da an, wo er in Ronneburg aufgehört hatte. Doch alsbald gab es einen Knacks im Spiel der Gastgeber, der einem ebensolchen in der Schulter des Torschützen folgte. Hofi musste vom Feld und wird dieses nun für längere Zeit nicht mehr betreten. Das Leidenspech beim ESV nimmt kein Ende.
Ebenfalls davon betroffen Regisseur André Stegner (Kapsel) sowie beide(!) Torhüter: Auch Patrick Steinbrecher (Handgelenk) und - völlig überraschend - Mike Scheerschmidt (Grippe) waren von vornherein nur Zuschauer.
Detlef Seitz fiel vor Schreck die Schwarte von der Gabel, als ihn beim Eisbein der Notruf des Managers ereilte. Der Feuerwehrmann von der Dritten verdaute den Brocken jedoch augenscheinlich gut und zeigte eine Klasseleistung zwischen den Pfosten.
Trotzdem gelang den Gästen immer mal eine Führung, weil zum einen die Gothaer Deckung kein Mittel gegen Meiningens Kreisschwergewicht fand, zum anderen im Angriff die Präzision im Pass- und Abschlussverhalten fehlte. Bewegungshandball zelebrierten die Einheimischen nur in Unterzahl, Tore inklusive.
In einer auf durchschnittlichem Landesliganiveau dahinplätschernden Begegnung, bei der die meisten Beifallsäußerungen den Schiedrichtern galten, verzeichneten die Ernestiner einen knappen Pausenvorsprung.
So war bei Wiederanpfiff alles offen - aber nicht mehr lange. Stück für Stück schüttelten die Gastgeber den Gegner ab. Sie agierten jetzt mit mehr Biss in der Verteidung und mehr Drang nach vorne. Lars Gewalt zeigte sich wiederholt als Antreiber, startete aus bereits abgebrochenen Schnellangriffen noch erfolgreiche Wellen. Einfache Tore, wie sie in der Vergangenheit vermisst wurden. Das Publikum honorierte es mit Applaus.
Dieser war auch Carsten Steinbrecher gewiss, als er nach dreimonatiger Zwangspause die Platte betrat. Neben dem ebenfalls Ex-Langzeitverletzten und wieder am Training teilnehmenden Michael Adam hatte er erstmals wieder auf der Bank gesessen. Ein Tor wollte ihm nicht gelingen, was allerdings verzeihlich ist, vergleicht man den verdienten Endstand mit der Misere der ersten Halbzeit.

ESV: Seitz - Wandtke, Irmisch 2, Perner 2, Schneider 3, Behling 7/3, Thieme 4, Hofmann 2, Meß, Trott, Jicha 3, Gewalt 5, C. Steinbrecher, Adam
Strafwürfe: 3/3 (Lok 6/4)
Zeitstrafen: 9 (3)
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