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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 20. Spieltag  (Gelesen 1118 mal)
Marco
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« am: 18.03.2007 - 20:58:00 »

17.03.2007  17:30
LSV Ziegelheim - ThSV Eisenach II
[Wieratalhalle Ziegelheim]

17.03.2007  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - SV Hermsdorf II
[Nessetalhalle Goldbach]

17.03.2007  19:00
HSV Ronneburg - Post SV Gera
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

17.03.2007  19:30
HSV Bad Blankenburg - HV Spielzeugstadt Sonneberg
[Guts-Muths-Sporthalle LSS Bad Blankenburg]

18.03.2007  16:30
Ernestiner SV Gotha - HSV Apolda 1990
[Sporthalle Ernestinum Gotha]

18.03.2007  16:30
ESV Lok Meiningen - SV Thuringia Königsee
[Multihalle Meiningen]
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« Antworten #1 am: 18.03.2007 - 23:53:30 »

OTZ Sport  19.03.2007

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

Tabellenführer wieder in der Erfolgsspur
 
 
LSV Ziegelheim - ThSV Eisenach II 34:31 (15:14)
Der Spitzenreiter ist nach drei sieglosen Spielen wieder in der Erfolgsspur. Überzeugend war der Auftritt des LSV gegen ThSV Eisenach II beim 34:31 (15:14)-Erfolg vor 500 Zuchauern nicht. Verkrampft, nervös, unsicher, der LSV ist weit entfernt von seiner Unbekümmertheit aus der Hinrunde. Erst in der Schlussphase verringerte Ziegelheim seine Fehlerquote. Mit dem 30:24 (50.) war die Partie gelaufen.
LSV: Hahn, Urwank, Knöfler (4), Bartlick (3), Kühnert (4), Sense (1), A. Heinig (4), D. Heinig (9), Zielke, Moritz (9), Etzold, Jahn, C. Graichen.

HSV Bad Blankenburg - HV Spielzeugstadt Sonneberg 39:33 (14:20)
Ein ganz verrücktes Spiel gab es in Bad Blankenburg. Bei Halbzeit lagen die Gäste aus Sonneberg mit sechs Toren vorn. Dann stellte HSV-Trainer Steffen Schreiber von einer 5:1-Deckung auf ein modernes 3:2:1-Abwehrsystem um, plötzlich lief der Motor auf Hochtouren. Zehn Minuten nach der Pause schaffte der Gastgeber den Ausgleich. Bad Blankenburg gewann die zweite Hälfte 25:13.

HSV: Recknagel, Jahn, Korbel (5), Ardan (7), Sabrusla (6), Oertel (6), Jäschke (1), Hellwig (13), Wendlandt, Wiegand, Meilahn, Hanl, Gäbler, Reichmann.

HSV Ronneburg - Post SV Gera 31:27 (15:13)
Favorit Ronneburg kam zu einem knappen, aber nicht unverdienten Sieg. Gera war über weite Strecken auf Augenhöhe, verpasste beim Stand von 27:29 den Anschlusstreffer.

HSV: Zehmisch, Seidemann, Gottschalk (2), Zänsler (6), Dathe (1), Bauer, Heidrich (4), Vollgold (3), Sidortschuk (1), Förster (2), Puta (8), Meyer (4).

Post: Szlapka, Möbus, Nedwed, Krech (5), Teichmann, Martin (7), Botor, Mühlberg (2), Pfeifer (2), Haupt, Rosenbaum (3), Borik, Werler (3), Grützbach (5).

SV BW 1893 Goldbach-Hochheim - SV Hermsdorf II 31:24 (14:12)
Hermsdorf konnte bis zum 14:16 (40.) bei Goldbach mithalten. Der Gastgeber kam im Schlussdrittel bis zum 27:18 zu leichten Toren. Der SVH II rappelte sich auf und verkürzte.

SVH II: Passarge, Oswald, Hobritz, P. Dennhardt (4), M. Varchmin (2), Rust (4), Opel (2), de la Motte (4), Trautvetter (5), Schreck (3), Bozek.

ESV Lok Meiningen - SV Thuringia Königsee 14:22 (7:10)
Königsee kam beim Schlusslicht Meiningen zum vierten Saisonsieg. Nach 41 Minuten stand es nur 11:12. Ein Zwischenspurt zum 20:12 (52.) sorgte für klare Fronten im Kellerduell.

Thuringia Königsee: Cadek, Höhne, Göring (1), Götz (3), Lächa (1), Friedrich (1), Förster (1), Pojonie 4), Najman (7), Oldenburg (5).
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« Antworten #2 am: 18.03.2007 - 23:54:25 »

HP Bad Blankenburg

Sieg nach glänzender zweiter Halbzeit

HSV Bad Blankenburg – HV Spielzeugstadt Sonneberg 39:33 (14:20)

Nach dem deutlichen Auswärtssieg in Eisenach kamen die Zuschauer am Samstagabend erwartungsvoll in die Vierfeldhalle. Die HSV-Fans wünschten sich einen Sieg gegen Sonneberg, damit sich die Mannschaft weiter in der Spitzengruppe der Oberliga festsetzen konnte. In der ersten Halbzeit jedoch machten die Gäste den Kurstädtern hierbei einen Strich durch die Rechnung.

Die Südthüringer begannen die Partie überlegen und ihr erfolgreichster Torschütze Martin Blechschmidt erzielte schon nach 21 Sekunden das 1:0. Nach zwei weiteren Toren durch ihn stand es nach drei Minuten 3:1 für die Sonneberger. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und konnten diesen Vorsprung gegen eine hilflos wirkende Abwehr der Bad Blankenburger halten, Spielstand nach 15 Minuten 11:7. In dieser Phase konnte Tobias Jahn einige wenige Akzente setzen, wodurch die Gastgeber auf 10:11 verkürzen konnten. Er fand jedoch alles in allem nicht zu seinem Spiel, passte sich der schwache Abwehrleistung des HSV an und wurde durch den dann gut haltenden Frank Recknagel ersetzt. Zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 17:11 für die Gäste und Erinnerungen an das Pokalspiel gegen Eisenach wurden wach, Halbzeitstand 20:14.

Mit dieser Spielweise drohte wieder eine deftige Heimniederlage, zumal die Abwehr im Laufe des Spiels immer schwächer wurde. Allerdings nutze Trainer Steffen Schreiber die Pause optimal. Aufbauende Worte halfen der Mannschaft, wieder zu sich zu finden. Kein Zuschauer erkannte das Team wieder, als sie aus der Kabine kamen. Kampf- und Spielgeist waren plötzlich wieder da, jeder kämpfte für den anderen. Ein überragend spielender Daniel Hellwig warf wichtige Tore. Ebenso der die ganze Partie in Manndeckung genommene Igor Ardan sowie Stefan Oertel wurden nun sowohl im Abwehrverhalten als auch im Spiel nach vorn besser und trafen ebenfalls in den richtigen Momenten. Petr Korbel übernahm die Regie und traf auch selbst viermal in der zweiten Hälfte.

Es dauerte zwei Minuten und der HSV hatte drei Tore in Folge erzielt. Damit war man bereits auf Tuchfühlung mit dem Gegner, Spielstand in der 33. Minute 17:21. Dieser Dreitorevorsprung rettete die Gäste noch bis zur 39. Minute, 180 Sekunden später war bereits der Anschlusstreffer zum 25:26 erzielt. Nun scheiterte Daniel Hellwig jedoch am Siebenmeterpunkt. Dies war aber sein einziger Fehlwurf in diesem Spiel – eine unglaubliche Leistung. Nach 46 Minuten war es Ardan vorbehalten, mit einem Konter den Ausgleich zu erzielen, Spielstand 27:27. Zwei Minuten später traf Korbel erstmals zum Führungstreffer für die Grün/Gelben. Die in sich zusammenbrechenden Gäste hatten nun nichts mehr entgegenzusetzen. So wurden die letzten sieben Minuten eine Werbung für den Handballsport in der Kurstadt. Angefeuert von den nun fantastisch mitgehenden Fans des HSV glich die Sporthalle einem Tollhaus, in dem nur noch die Blankenburger überzeugten. Man sah herrliche Tore wie am Fließband, Sonneberg schien stehend k.o. Endstand eines verrücken Handballspiels war 39:33. Damit hatte der Gastgeber die zweite Halbzeit mit 12 Toren gewonnen und wurde gebührend gefeiert.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (7), Gäbler, Hanl, Hellwig (14), Jäschke (1), Korbel (5), Meilahn, Oertel (6), Reichmann, Sabrsula (6), Wendlandt, Wiegand
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« Antworten #3 am: 19.03.2007 - 00:00:17 »

HP Eisenach

Trotz Nasenbeinbruchs – 13 Treffer von Alexander Schiffner

Den Tabellenführer tüchtig ins Schwitzen gebracht

LSV Ziegelheim - ThSV Eisenach II  34:31 (15:14)

Der ThSV Eisenach II brachte den Tabellenführer in dessen gefürchteter Halle mächtig ins Wackeln. Das kleine „Trüppchen“ aus der Wartburgstadt, ein Torhüter und acht Feldspieler einschließlich des erneut mitwirkenden Trainers Frank Ihl, zeigte vorbildliche kämpferische Einsatzbereitschaft, gepaart mit spieltechnischen Vorzügen.

Favorit LSV Ziegelheim war beim Abpfiff froh, durch ein 34:31 (16:15) beide Zähler im Altenburger Land zu behalten und die Spitzenposition in der Oberliga zu behaupten. „Wir haben bis zum Ende prächtig gefightet. Wäre die Partie noch länger gegangen, hätten wir sogar Zählbares mitgebracht“, orakelte ein von Stolz geprägter Frank Ihl.
Entgegen der Ankündigung fand das Comeback von Andre Ludwig noch nicht statt. Dessen Knieprobleme verhinderten einen Einsatz. Torsten Laufer, Adrian Wöhler und Daniel Luther, sonstige Stammkräfte im Oberligateam, gehörten zum Kader des am gleichen Abend stattfindenden Zweitligaspieles. „Ganz klar, Priorität genießt unsere erste Mannschaft, das Flaggschiff des Vereins“, weiß Frank Ihl. Die Eisenacher begannen zunächst mit Sven Marx am Kreis. Nach Trainingsrückstand kam Marcel Liebetrau erst später auf das Parkett. Steffan Helbig, ebenfalls mit Trainingsrückständen, übernahm nahezu ausschließlich Abwehraufgaben. Mit schnellem Kombinationsspiel wurde die Ziegelheimer Deckung ausmanövriert. Alexander Schiffner spazierte trotz eines vor zwei Wochen zugezogenen Nasenbeinbruchs durch die Reihen der Hausherren. Youngster Felix Abad zeigte auf Außen eine beherzte Partie. In der Abwehr wechselten indes beim ThSV Eisenach Licht und Schatten. „Da war leider keine Kontinuität zu verzeichnen“, kritisierte Frank Ihl. Mitte der ersten Halbzeit führte sein Team 9:7 (16.). Doch dann unterliefen Nachlässigkeiten in der Abwehr, blieben gute Torchancen ungenutzt. Mit einer hauchdünnen Führung für die Handballer des Landsportvereins Ziegelheim wurden die Seiten gewechselt (16:15).
Auch nach Wiederanpfiff blieb die Begegnung zunächst ausgeglichen. Die Youngster Lars Lumpe und Felix Abad ließen sich von der großen Kulisse nicht beeindrucken. „Bis zum 23:23 (39.) blieben wir unserer taktischen Linie treu“, skizzierte Frank Ihl. In Unterzahl leistete sich der ThSV Eisenach II gegen die stürmisch gen Luckert-Gehäuse marschierenden Ziegelheimer nun einige „Aussetzer“. Zehn Minuten meldeten die Eisenacher „Land unter“. Die Hausherren trafen zum 30:23 (49.). „Wir gingen aber nicht unter. Wir retteten uns mit unserem mannschaftlichen Zusammenhalt, steckten die Köpfe frech raus und stürzten die siegessicheren Hausherren in manche Verlegenheit“, zollte Frank Ihl seinen Schützlingen Lob. „Dieser Geist muss auch die Akteure unserer ersten Mannschaft beseelen“, fügte der Coach des ThSV-Oberligateams mit Blick zum „Aushängeschild“ an. Der ThSV II verkürzte Treffer um Treffer. „Wir bekamen einen richtig guten Lauf. Leider reichte die Zeit aber nicht zu einer Überraschung. Die Hypothek des zehnminütigen Aussetzers war zu schwer“, räumte Frank Ihl ein.

ThSV II: Luckert; Abad (6), Lumpe (2), Helbig, Marx, Schiffner (13/6). Liebetrau (5), Wernicke (2), Ihl (3)
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« Antworten #4 am: 19.03.2007 - 00:02:07 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - ThSV Eisenach ll  34:31 (15:14)
 
Die Ziegelheimer können doch noch gewinnen. Mit einer deutlichen Steigerung nach der Pause bezwangen sie die Bundesligareserve des ThSV Eisenach noch recht sicher. Die Vorzeichen dieser Partie standen jedoch alles andere als günstig. Nicht nur, dass die drei sieglosen letzten Spiele sichtbare Spuren am Nervenkostüm des Tabellenführers gezeigt hatten, auch die Ausfallliste nahm Mitte der Woche ein enormes Ausmaß an. Durch Verletzungen, Erkrankungen, Urlaub und berufliche Verpflichtungen drohte der Verlust der halben Stammformation. Am Samstag fehlten schließlich mit Ralf Reusch und Christian Godlinski die beiden Kreisläufer sowie Außen Sylvio Graichen. Für Nick Sense, Chris Graichen, Andre Heinig und Torsten Urwank gab es, obwohl noch nicht wieder im Vollbesitz ihrer Kräfte, erst kurz vor dem Anpfiff „grünes Licht“. Entsprechende Verunsicherung zog sich damit wie ein roter Faden durch die komplette erste Hälfte. Hier legten die LSV-Männer vor gespannten 550 Zuschauern zwar einen 3:0-Paradestart hin, doch konnte das die momentane Verfassung des LSV nur übertünchen. Denn als die ThSV-Reserve ins Spiel kam, begann das Nervenflattern. Plötzlich war sie wieder da die alt bekannte Abschlussschwäche, einhergehend mit Problemen im Deckungsverhalten. Eisenach kippte ein 3:5 zur eigenen 8:6-Führung (15.). Ziegelheim jetzt völlig von der Rolle, produziert Fahrkarten und einfache technische Fehler. Zumindest gelang der erneute Ausgleich, was die Eisenacher zu einer Auszeit veranlasste (8:8, 18.). Davon profitierten aber vor allem die Ziegelheimer. Zweimal hintereinander klappt der Gegenstoß über Robert Kühnert (11:9, 21.), womit endlich der Bann gebrochen schien. Doch so einfach ist es eben nicht. Bis zur Halbzeit waren die Gäste nach 12:15-Rückstand wieder auf Schlagdistanz.

Nicht wenige unter den Zuschauern und Spielern beschlich wohl zur Pause dieses ungute Gefühl, am Ende wieder mit leeren Händen dazustehen. Diese Verunsicherung war dann auch auf dem Feld zu spüren. Einen Anfangsknaller von David Heinig (17:14) beantworteten die Gäste mit vier Treffern in Folge (18:17, 36.). Die LSV-Truppe gab jedoch nicht auf, überzeugte nicht unbedingt spielerisch, dafür aber kämpferisch (24:23, 45.). Und das sollte sich doch noch auszahlen. Ab Mitte der zweiten Hälfte zeigten die Kabinenvorsätze Wirkung. Die LSV-Abwehr bekam das Eisenacher Positionsspiel allmählich in den Griff, was endlich zu einer Tempoverschärfung führte. Die Gegenstöße kamen ins Rollen. Im Positionsangriff ackerten die Hausherren bewegungsfreudig gegen die offensive Gäste-Deckung um jeden Ball. Und mit jedem Treffer wuchs das Selbstvertrauen. Als schließlich Graichen-Ersatz Franz-Josef Bartlick (nach siebenwöchiger berufsbedingter Handballpause) zweimal hintereinander zum 30:23 verwandelte, kochte endlich die Wieratalhalle (53.). Die Eisenacher gingen nun für die Schlussminuten zur offensiven Manndeckung über. Aber der LSV bewahrte jetzt klaren Kopf, hielt die Gäste auf Distanz und hatte nur ein Ziel: endlich wieder jubeln. Und nach nicht unbedingt sehenswerten, dafür aber kämpferisch starken 60 Minuten war es dann so weit.
 
LSV: Hahn, Urwank; D. Heinig ()), A. Heinig (4), Moritz (9/4), Etzold, Bartlick (3), Kühnert (4), Sense (1), Jahn, Börngen, Ch. Graichen, Zielke
Strafminuten: LSV 8; ThSV 6       
7m: LSV 5/4; ThSV 5/5
Schiedsrichter: Leinhos/Sondermann (Thüringer HC)
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« Antworten #5 am: 19.03.2007 - 00:05:33 »

TLZ Gotha  19.03.2007

Für Holger ein Sieg zum Heulen

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - SV Hermsdorf II  31:24 (14:12)

Markerschütternd Schreie hallten am Samstag durch die Nessetalhalle und ließen alle Zuschauer urplötzlich verstummen. Gerade hatten sie noch den Siegeszug der Goldbacher Handballer bejubelt, da mussten sie entsetzt mit ansehen, wie sich Holger Paslat, einer der Spieler, vor Schmerzen krümmte. Trotz unmittelbar eingeleiteter Erste-Hilfe-Maßnahmen konnte ihm die Qual nicht genommen werden. So musste der 35-Jährige bis zu seinem Abtransport ins Klinikum aushalten, wo er in der Nacht am linken Fuß operiert wurde. Für ihn war der 31:24-Sieg gegen Hermsdorf II zum Heulen.
Bis zu dem Schock hatten die Goldbacher eine bestenfalls durchschnittliche Leistung abgeliefert. Weit entfernt vom spielerischen Niveau der zurückliegenden Wochen kämpften sie um jeden Torerfolg. Warum, lässt sich aber angesichts ihres eigentlich guten Starts (5:2/9.) nur schwer erklären. Vermutlich kamen sie mit der sehr offensiven Deckung der Hermsdorfer nicht zurecht. Oder sie waren noch müde von den zuletzt so Kraft raubenden Spielen. "Ich hatte manchmal den Eindruck, die Männer versuchen es heute im Schongang", stellte Sven Rothhämel hinterher fest, ohne aber irgendjemandem daraus einen Vorwurf machen zu wollen. "Nach vielen guten Spielen in letzter Zeit sei ihnen eine solche Leistung auch mal zugestanden", warb der Trainer um Verständnis. Immerhin gerieten die Goldbacher kein einziges Mal in Rückstand.

Nachdem es vor der Pause etwas knapper geworden war (12:12/28.), stellte Sven Rothhämel seine Abwehr um. Mit Stefan Juhnke im Zentrum und Michael Stegner an der Spitze griffen die Goldbacher fortan beherzt zu. So bauten sie ihre Führung rasch aus: auf drei (16:13), vier (18:14), fünf (19:14) und mehr Tore. Beim Stand von 21:16, direkt im Anschluss an einen Konter, verletzte sich Holger Paslat schwer. Von da an wollten die Blau-Weißen das Spiel nur noch zu Ende bringen.

Goldbach: Schneegaß, Walter - Voigtritter (1), Skowronek (3), Paslat, Dejmek (5), St. Juhnke (3), Mitrovic (4/2), Andreas (3), Stegner (5), Moratschke, Seb. Juhnke (7).
Strafwürfe: 4/2 (1/0).
Zeitstrafen: 2 (4).
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« Antworten #6 am: 19.03.2007 - 00:11:17 »

HP Gotha

Reine Nervensache

Ernestiner SV Gotha - HSV Apolda 1990  34:34 (15:17)

Auch der Tumult nach dem Schlusspfiff brachte keinen Gewinner hervor. Den Sieg hätten die Ernestiner beim letzten Anwurf zwei Sekunden vor dem Ende eh nicht mehr rausreißen können, aber ein Apoldaer wollte nichts anbrennen lassen und den gerade noch ergatterten Punkt "sichern".
Die Hausherren spielten zu drei Vierteln sehr guten Handball (wie seit Ewigkeiten nicht mehr), die in der übrigen Zeit fabrizierten Fehler (wie gewohnt) kosteten den vollen Erfolg. Der war beim 34:31 schon fast daheim, doch fehlte in letzter Minute die Cleverness, mit der man zuvor (30:31) die Partie gedreht hatte.
ESV: Scheerschmidt, Seitz - Irmisch 2, Perner 3, Schneider, Behling 5/3, Thieme 4, Meß, Trott, Jicha, Gewalt 6, C. Steinbrecher 3, Adam, Stegner 8/4
Strafwürfe: 7/7 (HSV 8/7)
Zeitstrafen: 9 (HSV 9)
Rausschmisse: Gewalt/3x2/57., Stegner/Tätlichkeit/60. (HSV Tätlichkeit/60.)
Schiris: Luther/Jäger (Meiningen)
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« Antworten #7 am: 19.03.2007 - 08:49:48 »

HP Sonneberg

HSV Bad Blankenburg – HV Spielzeugstadt Sonneberg 39:33 (14:20)

Es ist der Wurm drin

Sonnebergs Handballer kamen am vergangenen Samstag mit einer weiteren Niederlage im Gepäck aus Bad Blankenburg zurück. Doch auch diese erneute unnötige Niederlage wird schwer verdaulich sein. Denn nach einer 20:14-Halbzeitführung verstanden es die Spielzeugstädter im zweiten Abschnitt nicht, diesen sechs Tore Vorsprung ins Ziel zu retten.

„Ich verstehe das nicht, es kann nicht sein, das wir uns diese Führung noch aus der Hand nehmen lassen. Wir standen so knapp davor und verlieren dann wieder die Nerven. Manchmal sieht es so aus, als hätten wir Angst davor, zu gewinnen!“ meinte Kapitän Manuel Müller merklich angefressen, nach der dritten Niederlage in Folge. Und seine Laune war auch verständlich, denn Sonneberg begann sehr gut, ging mehrmals in Führung und konnte sich zur Halbzeit absetzen, doch diese Führung nicht verteidigen.

In der prall gefüllten Guths-Muths-Halle in Bad Blankenburg sahen die gut 400 Zuschauer in der ersten Hälfte einen stärkeren Gast. Die Spielzeugstädter spielten souverän und routiniert und ließen auch in brenzligen Situationen nichts anbrennen. Den Gastgebern gelang es zu keiner Zeit den Ausgleich zu erzielen und kurz vor der Pause schafften es die Spielzeugstädter sogar etwas davon zu ziehen. Beim Halbzeitstand von 20:14 keimten bei den Gästen und deren mitgereisten Fans natürlich berechtigte Hoffnungen auf einen Auswärtssieg.

Doch was nach dem Pausentee geschah, konnte sich im Nachhinein keiner so richtig erklären. Bad Blankenburg stellte in der Deckung etwas um und konnte in Überzahl gleich zwei Tore in Folge verbuchen. Die Spielzeugstädter hingegen bekamen den Angriffswirbel der Gastgeber im Vergleich zur ersten Hälfte überhaupt nicht mehr in den Griff. Und auch im Angriff lief nichts mehr zusammen. So konnten die Kurstädter Tor um Tor aufholen. In der 47. Spielminute gelang ihnen dann auch erstmals in dieser Partie der Ausgleich. (27:27) Dem hatten die Sonneberger dann nicht mehr viel entgegen zu setzen. Mit einem stark dezimierten Kader schafften es die Spielzeugstädter nicht mehr ins Spiel zurück zu kommen und mussten den Blankenburgern das Spielfeld komplett überlassen. Diese nutzten diese sich bietende Chance natürlich eiskalt und gewannen das Spiel am Ende etwas zu hoch mit 39:33.

Die anstehenden Aufgaben der Sonneberger versprechen also extrem viel Spannung. Denn im anstehenden Heimspiel am kommenden Sonntag erwarten die Spielzeugstädter den LSV Ziegelheim und ein Sieg ist schon fast Pflicht!

Sonneberg: Werner, Funkstein; Schmidt, Müller (6), R. Blechschmidt (2), M. Blechschmidt (11/3), Poser (2), Gurtowoi (9), Kroll (3), Kienel, Grieseler

Siebenmeter: Bad Blankenburg: 4/5 Sonneberg: 3/4
Zeitstrafen: Bad Blankenburg: 6 Sonneberg: 3
« Letzte Änderung: 19.03.2007 - 10:29:12 von Marco » Gespeichert
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« Antworten #8 am: 19.03.2007 - 19:22:34 »

HP Meiningen

ESV Lok Meiningen – SV Thuringia Königsee 14:22 (7:10)

Frischer Frühlingswind wurde abgelöst von farbenfreudigem Herbststurm

So könnte man die Oberligapartie der Männer zwischen den beiden Letztplatzierten in der Kurzfassung beschreiben.  Für diese Partie hatten sich die Meininger Männer alles vorgenommen. Diesmal sollte der Punkt(e)gewinn her. Die Voraussetzungen dafür waren bei Lok nicht die Idealsten, da kein Rückraumspieler zur Verfügung stand (Chr.Toennies verletzt, S.Schmidt Urlaub, B.Rosemeier dienstl.). Die Situation war aber auch in der Partie gegen Gotha nicht anders und dort hatte man eine, für diese Besetzung, gute Partie abgeliefert. Also war man mit viel Selbstvertrauen und guten Mutes in das Spiel gegangen. Königsee war in kleiner Besetzung angereist, aber diese Spieler brachten alle jahrelange Oberligaerfahrung und somit viel Routine mit. Das gab am Ende auch den Ausschlag. Mit dem Anwurf gaben die Gäste gleich die Marschroute vor. N.Pojonie erzielte mit Sturmlauf auf das Lok-Tor das 1:0 für die Gäste. Davon wollten sich die ESV-Spieler diesmal nicht beeindrucken lassen und Norman Volkmar konnte ausgleichen. In den nächsten Minuten war die Partie offen. Königsee legte vor, Lok konnte ausgleichen. In der 9.Minute gelang Matthias Baumann mit dem 4:3 die einzigste Führung für Lok. Die Meininger waren aber in  der Folge nicht in der Lage, diese Führung zu behaupten oder gar auszubauen. Immer wieder brachten die einfachen Fehler der Lok Spieler die Gäste in Ballbesitz. Sie nutzten im Gegensatz zum Gastgeber viel mehr ihre Torchancen und konnten logischerweise die Führung etwas ausbauen. Erleichtert wurde den Gästen das Tore werfen in den letzten Minuten der 1.HZ noch zusätzlich durch Zeitstrafen für Lok. 2x in doppelter Unterzahl (24./25. und 29./30.Min) hatten die Gäste mehr Platz für ihre Angriffe. Holger Volkmar und als dieser eine der Zeitstrafen absitzen musste, Mike Pfeiffer im Lok-Tor verhinderten aber mit wieder guten Paraden, dass diese Führung größere Ausmaße annahm. In der Halbzeitpause motivierten sich die Lok-Spieler noch einmal gegenseitig, und Trainer Dieter Schulz gab wichtige taktische Hinweise. So ausgerüstet, öffnete Lok das Ventil gleich mit dem Anwurf. Den ersten Lok-Treffer erzielte wieder N.Volkmar (8:10/33.). Dann gab es den ersten Blackout der bis dahin einigermaßen sicher agierenden Schiedsrichter. Sie übersahen eine klare Tätlichkeit vom Thuringia-Spieler St.Göring gegen Frank Baumann, der für dieses Spiel wieder zur Verfügung stand. Das war eigentlich der Anfang vom eingangs erwähnten Herbststurm. Lok konnte mit 3 Treffern in Folge noch einmal ausgleichen (11:11/39.). Dann wurde das Spiel ruppiger und damit farbenfreudiger. Nach dem roten Karton für Mike Pfeiffer wegen eines groben Foulspiels mußte der Meininger Trainer umstellen und es kam der vielzitierte Sand ins Angriffsspiel bei Lok. Es war kein Spieler vorhanden, die das Angriffspiel von Lok wieder in geordnete Bahnen hätte rangieren können. Völlig verunsichert wurden viele Angriffe versiebt oder man scheiterte am nun im Gästetor stehenden J.Cadek, der seine Klasse einmal mehr nachwies. Von 12:14 zogen die Gäste auf 12:20 (53.) davon. Die Vorentscheidung war  gefallen. Auch H.Volkmar hatte dann seine Nerven nicht mehr im Griff und sah in der 56. Minute ebenfalls rot. Als „dritter“ Torhüter kam Marcel Struck zum Einsatz und ließ nur noch 2 Treffer zu. Am Ende eine ganz bittere Niederlage für den ESV, die vielleicht hätte verhindert werden oder zumindest knapper hätte ausfallen können, wären die nötigen Entscheidungen durch die Schieris auch für die Fouls der Gästespieler regelgerecht und so konsequent, wie für Lok, erfolgt. Positiver Aspekt war, dass mit Matthias Baumann ein Youngster für Belebung im Angriff sorgte und die meisten Tore für Lok erzielt hat (4).   

Statistik: Holger Volkmar, Frank Baumann, Matthias Baumann (4), Mike Pfeiffer (3/2), Andreas Bauer, Marcel Struck (1), Michael Leipold (2), Björn Voigt (2), Olaf Henkler, Norman Volkmar (2), Georg Brachmann, Jörg Kellner

ESV:  7m 3/2     2Min  6 + 2x r.K. gr.Foul.           
Kön.: 7m 5/4    2Min  2 
Schieri:  Kunze / Vollrath     Nordhausen/Apolda                   
Zuschauer:  100
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« Antworten #9 am: 20.03.2007 - 22:32:05 »

HP Königsee

ESV Lok Meiningen - Thuringia Königsee 14:22 (7:10)

Zittersieg im Keller - Königsee mit ersten Auswärtszählern in dieser Saison

Rehabilitation war angesagt bei den Königseern nach ihrer Blamage von Bad Langensalza. Doch auch das punktlose Schlusslicht witterte in dieser Partie der Kellerkinder Morgenluft, um seine ewig lange Durststrecke endlich zu beenden. So war man auf beiden Seiten gespannt, wessen Nervenkostüm am stabilsten ist. Auch die Unterstützung für die Rinnestädter war in diesem Auswärtsspiel vom Feinsten. Thuringia hatte ihre Trommler-Garde hinter sich. Thuringia musste in dieser Partie weiter auf Hüttner und Dademasch verzichten, begann jedoch hoffnungsvoll und übernahm vom Anpfiff weg die Führung. In dieser Phase sah der Auftritt der Ostthüringer im Vorwärtsgang konzentriert aus, allerdings hatte man dabei leichte Abstimmungsprobleme im Abwehrverhalten, so dass die Gastgeber zu leichten Ausgleichstoren kamen (3:3; 6.). Als sich jedoch die ersten ausgelassenen Möglichkeiten einstellten, wechselte erstmals die Führung an die Lok-Sieben. Dem blieben die Königseer nichts schuldig, welche postwendend ausglichen und sich erneut in Vorderhand warfen (5:4; 11.). Einziges Problem bis dato war die Torhüterposition, wo keine Sicherheit ausgestrahlt wurde, ansonst hätten die Gäste zu diesem Zeitpunkt schon ein kleines Torepolster haben können, das man aber nun auch im Angriff verspielte. Das sollte sich dann doch langsam ändern, indem sich die Hohmann-Schützlinge ein 8:5 (21.) erspielten. Als sich allerdings die Fehler erneut häuften und ein Strafwurf ausgelassen wurde, kam Meiningen wieder näher (7:8; 26.). Da in diesen Minuten auch beim Schlusslicht nicht viel zusammenlief, blieben die Rinnestädter weiter vorn und schufen sich wieder eine Drei-Tore-Differenz bis zur Pausensirene. Die Partie war nicht der unbedingte Knaller, was auch die Tabellenstände beider Vertretungen deutlich zeigen. Doch die Gäste wahrten ihre Erfolgsabsicht, was man auch für den zweiten Durchgang hoffte. Dieser begann nach mehreren Fehlversuchen auf beiden Seiten mit dem Anschlusstreffer. Thuringia mühte sich, suchte seinen Spielfaden, welcher nicht greifbar war (10:9; 36.). Erst ein Abwehrfehler der Gastgeber brachte für die Königseer den ersten Treffer (11:9; 37.). Meinigen wirkte in dieser Phase stabiler und hatte mehrfach den Ausgleich in der Hand, der beim 11:11 (38.) Realität wurde. Thuringias Spielweise erinnerte in diesen Minuten an die der Vorwoche. Nichts lief im Vorwärtsgang, so dass der zweite Rückstand in diesem Spiel sich anbahnte, den Najman verhinderte und Oldenburg die Führung wieder ausbauen ließ (13:11; 42.). Doch nach wie vor ließen die Angriffsbemühungen einige Wünsche offen. Mit der Zeit fingen sich die Thuringia-Akteure, zeigten etwas mehr Übersicht und Konzentration und bauten ihren Vorsprung weiter aus (18:12; 48.). Zehn Minuten vor dem Ende sah nun die Welt für die Hohmann-Schützlinge besser aus, welche ihre ersten Auswärtspunkte der Saison vor Augen hatten, sollten sie nicht noch einbrechen. Das hatte allerdings nicht den Anschein, da die Gäste durch Konter weiter davonzogen (20:12; 52.) und auf die Zehn-Tore-Differenz zusteuerten. In den letzten Minuten eskalierte die Begegnung, da sich so mancher Meininger nicht mit dem Spielstand abfinden wollte und vorzeitig zum Duschen gehen musste. Königsee ließ sich davon nicht anstecken, spielte sein Pensum herunter und sicherte sich das Punktepaar trotz einiger Zittereinlagen.

Thuringia: Höhne, Cadek, Göring (1), Götz (3), Lächa, Friedrich (1), Förster (1), Pojonie (4), Najman (7), Oldenburg (5)
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« Antworten #10 am: 22.03.2007 - 19:34:17 »

HP Apolda

Ernestiner SV Gotha - HSV Apolda 1990 34:34 (15:17)

Zweiter Auswärtspunkt der Saison - glücklich und verdient

Es wurde nichts mit dem ersten Auswärtssieg unserer Männer im "heiligen" Ernestinum zu Gotha.
Druckvoll, aus einer sicheren Abwehr heraus, wollten wir agieren doch das gelang leider nicht durchgehend. Konnten wir in Halbzeit eins die taktische Marschroute umsetzten, lagen wir immer 2 Tore vorn. Mit Beginn der 2. Halbzeit gaben wir durch leichtfertige Abspielfehler und nicht immer bis zum Schluß umgesetzte Spielzüge immer wieder Gelegenheit ran zukommen. Zu unserem Glück nahmen die Ernestiner diese Geschenke nicht an. So hielten wir bis zum 23:20 eine "eigentlich" beruhigende 3 Tore Führung. Da sich unsere Fehlerquote just in diesem Moment dramatisch steigerte, gelang es der Gothaer Mannschaft ihrerseits mit 25:23 in Führung zu gehen. Leider erwischte Markus im Tor keinen so guten Tag und Thieme, Stegner, Behling und Herr Gewalt ließen uns ein ums andere mal "alt" aussehen.Nach 50 Minuten schien beim Stand von 30:26 für Gotha alles entschieden und es sollte alles seinen gewohnten Gang nehmen, wenn wir auswärts gastieren und brav Geschenke verteilen. Doch ganz so wollten wir nun doch nicht aus Gotha verschwinden. Mit Kampfgeist, schnellen Kontern und dem Glück des Tüchtigen erzielten wir 5 Tore in Folge und Gotha sah sich vier Minuten vorm Schlußpfiff mit 30:31 im Hintertreffen. Doch diese "kleine" Aufholjagd hatte Kraft gekostet, die Ernstiner nutzten unsere Verschnaufpause um Ihrerseits zwei Minuten vor Ultimo schier uneinholbar auf 34:31 davonzuziehen.
60 Sekunden vor Schluß erzielten wir unser 32. Tor. Ergebniskosmetik? - Denkste! In dieser Situation spielte Gotha einen unnötigen Pass an den Kreis, Mischu erobert sich den Ball und schickte unseren Mü auf Reisen, der sich mit einem Tor bedankte. Gotha jetzt mit viel Zeit, doch mit einer Wurffalle trieben wir die Ernestiner-Crew zum Abschluss. Und siehe da, der Ball des Kreisläufers landete am Gebälk. Würde uns die verbleibende Zeit reichen? Wiederum war es Mischu vorbehalten den Ball übers ganze Spielfeld nach vorne zu peitschen. Unser "Erlöser" Goldi war dieses Mal der dankbare Abnehmer und 3 Sekunden vor Ultimo katapultierte er den Ball ins Ernstiner Gehäuse. Gotha verblieben mit dem Anpfiff noch zwei Sekunden. Stege bekam den Ball, sah sich aber 2 Apoldaer Spielern gegenüber und nahm resignierend den Ball herunter. Ein Apoldaer bemerkte dies zu spät und brachte den Ernstiner Spieler "sicherheitshalber" zu Fall. Für dieses Foul bedankte sich der Gothaer nach "Z.Zidan-Manier". Im sofortigen Anschluß "unterhielten" sich mehrere Spieler beider Teams recht angeregt über diese Situation. Nachdem auch dieses "ausdiskutiert war, konnten wir endlich in den ehrwürdigen Katakomben der Ernestiner mit einen Bier unseren zweiten Auswärtspunkt der Saison feiern. Hoffen wir, dass noch einige dazu kommen.

Unsere Mannschaft:
Helm, Salitzki im Tor, Gierschick, Dippmann 6/4, Koch 3, Goldmann 6, Sava 11, Rath 1, Berceanu, Hellerle, Müller 6, Utschig, Schmitt 1

Strafwürfe: Gotha 7/7 HSV 8/6   
Zeitstrafen: Gotha 9 + 2 RK HSV 9 + 1RK   
Schiedsrichter: Luther/Jäger
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« Antworten #11 am: 22.03.2007 - 19:35:52 »

HP Gera

Post SV Gera verkauft sich beim Favoriten in Ronneburg sehr teuer

HSV Ronneburg - Post SV Gera 31:27 (15:13)

Mit einem schwer erkämpften Heimsieg im Derby über die Geraer Post-Sieben haben sich die Ronneburger alle Chancen im Kampf um den Landesmeistertitel bewahrt. Der diesmal von Bernhard Jander betreute HSV - Trainer Stefan Koska ist im Urlaub - tat sich sehr schwer: "Post hat sich teuer verkauft. Besonders gegen Torwart Nedved haben wir uns schwer getan. Weil wir zu viele Chancen vergeben haben, blieb es eng. Am Ende zählen nur die zwei Punkte", so Jander nach der Partie. Post-Trainer Steffen Waldenburger resümierte: "Wir haben in dieser Saison schon schlechter gespielt und gewonnen. In unserer derzeitigen Verfassung können wir nicht 60 Minuten Power-Handball spielen. Das muss man aber tun, um hier zu gewinnen."
Ronneburg ergriff von Anbeginn die Initiative. Bis zum 3:1 (6.) hatten die Torhüter Seidemann (Ronneburg) und Nedved (Gera) schon einige freie Bälle pariert. Post blieb dran, schaffte beim 3:3 (9.) den Ausgleich. Große Schwächen offenbarte zu Beginn HSV-Rückraumkanonier Puta. Bis zur 18. Minute ließ sein erster Treffer auf sich warten, der zugleich beim 9:6 (18.) die zweite Drei-Tore-Führung der Gastgeber im Spiel bedeutete. Gera kämpfte und hatte nur zwei Minuten später nach Toren von Krech, Martin und Grützbach zum 9:9 egalisiert. Die Post-Defensive bot immer wieder Lücken in die Abwehrmitte, in die vor allem Zänsler immer wieder stieß. Nach zwei Gleichständen führte Ronneburg ur Halbzeit doch mit zwei Toren, wenngleich Kreisläufer Meyer noch einen Siebenmeter verworfen hatte (29.).
Die Gäste starteten besser in die zweite Halbzeit. Krech und Martin glichen sofort zum 15:15 (32.) aus. Auch beim 17:17 (35.) hieß es noch Pari-Pari. Dann nutzte der HSV eine Sechs-gegen-Vier-Überzahl, um sich ein Polster zu verschaffen. Sechs Minuten in Folge trafen die Geraer nicht. Ronneburg zog auf 21:17 davon (41.). Auf der anderen Seite musste sich Post jeden Treffer hart erarbeiten. Als auch die Geraer nach Zeitstrafen zwei Spieler mehr auf dem Feld hatten, konnten sie daraus kein Kapital schlagen. Krech vergab eine Konterchance, als er an Seidemann hängenblieb. Beim 24:22 (51.) war Post nochmals auf zwei Tore heran. Puta, der zum Schluss immer besser zum Zuge kam, traf von der Siebenmeterlinie sicher. Nach seinem 28:23 (55.) schien alles klar. Beim 29:26 (58.) ging die Waldenburger-Sieben zur Manndeckung über. Nach Rosenbaums 29:27 wären dem Tschechen in Geraer Diensten fast noch der Anschluss gelangen. Aber die Referees entschieden in zwei strittigen Situationen in der Schlussphase für den Gastgeber, der insgesamt nicht wie ein Regionalliga-Aufsteiger auftrumpfte. Zänslers 30:27 (60.) bedeutete dann die endgültige Entscheidung

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, Ch. Szlapka --- K. Krech (5/2), U. Werler (3), E. Pfeifer (2), D. Botor, P. Borik, K. Rosenbaum (3), M. Grützbach (5/2), St. Martin (7), S. Teichmann und J. Mühlberg (2). 
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