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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 22. Spieltag  (Gelesen 983 mal)
Marco
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« am: 01.04.2007 - 17:07:13 »

31.03.2007  17:30
LSV Ziegelheim - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Wieratalhalle Ziegelheim]

31.03.2007  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HV Spielzeugstadt Sonneberg
[Nessetalhalle Goldbach]

31.03.2007  19:00
HSV Ronneburg - ThSV Eisenach II
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

31.03.2007  19:30
HSV Apolda 1990 - Post SV Gera
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

01.04.2007  16:30
Ernestiner SV Gotha - SV Hermsdorf II
[Sporthalle Ernestinum Gotha]

01.04.2007  17:00
HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee
[Guts-Muths-Sporthalle LSS Bad Blankenburg]
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« Antworten #1 am: 01.04.2007 - 20:05:32 »

HP Sonneberg

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim – HV Spielzeugstadt Sonneberg 31:27 (13:12)

Ein kleiner Lichtblick

Sonnebergs Handballer kehrten am vergangen Samstag zwar wieder mit einer Niederlage aus Goldbach zurück, doch es keimt wieder Hoffnung. Zufrieden konnte man am Ende natürlich wieder nicht sein, denn zum fünften mal in Folge gingen die Spielzeugstädter als Verlierer vom Platz, doch „im Vergleich zu den letzten Spielen, speziell letzte Woche, war es eine hundertprozentige Leistungssteigerung“, so Trainer Uwe Blechschmidt unmittelbar nach dem Spiel. Und die Enttäuschung war auf Seiten der Sonneberger um Kapitän Manuel Müller nicht so groß, wie die Wochen zuvor, als man jedesmal kläglich unterging. Durch den nötigen kämpferischen Ehrgeiz und etwas mehr Glück konnten die Spielzeugstädter das Spiel offen gestalten.
Der Start verlief auch gleich nach Maß, denn die Truppe vom Trainergespann Blechschmidt/Mäder hatte sich einiges vorgenommen, denn es gab ja auch viel wieder gut zu machen. Durch ein druckvolles Angriffspiel und konzentrierte Abwehrarbeit ging man schnell mit 3:0 in Führung. Diese Führung währte zwar nicht lange, denn den Goldbachern gelangen vier Tore am Stück, doch Sonneberg gab sich nicht auf und spielte weiter munter mit. Durch schön herausgespielte Tore konnte man sich wieder leicht absetzen. (5:7, 7:10, 9:11)
Doch schon in dieser Phase machte sich bemerkbar, dass es an diesem Samstag noch ganz schwer werden würde. Denn die Blau-Weißen aus Goldbach spielten fast durchgängig ein 4:2-Abwehrsystem welchem es vor allem dem besten Torschützen Martin Blechschmidt nicht leicht machte. Zu dem agierte dieser auch sehr glücklos, speziell in Halbzeit eins, was leidglich zwei Toren auch deutlich belegen. Doch nichtsdestotrotz konnten die Spielzeugstädter dran bleiben und hielten den Rückstand bis zur Pause in Grenzen. (13:12) Einen Löwenanteil daran hatte am vergangen Samstag vor allem auch Torhüter Thomas Werner, der mit schönen Paraden Schnitzer seiner Vorderleute wett machte.
Nach dem Pausentee dann eine starke Phase der Gastgeber, die durch gezielt vorgetragene Angriffe immer wieder zu leichten Toren kamen. Vor allem Stegner (9), Oejmek (6) und Mitrovic gaben der Sonneberger Deckung oftmals Rätsel auf. Doch nicht wie in den Wochen zuvor ließen sich die Spielzeugstädter diesmal nicht klein kriegen. Vor allem Steve Kroll hatte diesmal einen großen Anteil daran, dass er und seine Mitspieler weiterhin im Spiel waren. (20:16)
Goldbach schaffte es aber dennoch zeitweise mit sechs Toren in Front zu gehen, doch auch im finalen Endspurt steckten die Gäste nicht auf. Im Gegenteil: Durch schnelle Tore schaffte man beim 28:25 wieder den Anschluss. Doch die sehr routiniert spielenden Rand-Gothaer ließen sich diesen Sieg natürlich nicht mehr nehmen und hatten mit Michael Stegner auch den besten Mann an diesem Abend in ihren Reihen.
Trotz der fünften Niederlage in Serie blickten die Sonneberger nach dem Anpfiff wieder optimistischer in die Zukunft. Mit dieser Zuversicht gilt es nun auch die nächsten Aufgaben anzugehen, um endlich mal wieder einen Sieg landen zu können. Einfacher wird dies allerdings nicht, denn nach dem spielfreien Osterwochenende kommt mit Ronneburg natürlich wieder ein ganz harter Brocken. Deswegen meinte Michael Mäder nach dem Spiel auch noch: „Wir können jetzt wieder zuversichtlicher drein schauen, doch wir haben wir verloren und deshalb dürfen wir dieses Spiel auch nicht überbewerten. Gegen Ronneburg werden die Karten neu gemischt und dann werden wir sehen, was dieses Spiel heute wert war.“

Sonneberg: Werner, Funkstein; Schmidt (3), Müller (4/1), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (6), Poser, Gurtowoi (7), Kroll (5), Kienel, Weiß (2), Seifarth
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« Antworten #2 am: 01.04.2007 - 20:10:31 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - SG Erfurt/Bad Langensalza  33:26 (15:16)
 
Pünktlich zum Saisonfinale scheinen die LSV-Handballer wieder so richtig in die Erfolgsspur zu kommen. Mit einer grandiosen Abwehrleistung (allen voran Nick Sense) nach der Pause und einem überragenden Ralf Reusch auf Kreismitte haben die Ziegelheimer ihre Tabellenführung für weitere zwei Wochen verteidigt. Nach dem Auswärtssieg in Sonneberg wartete mit der SG Erfurt/Bad Langensalza der nächste dicke Brocken, eine Mannschaft, die ausgerechnet nach ihrer 28:43-Heimpleite gegen den LSV, zu einer Serie von neun Spielen ohne Punktverlust ansetzte. Und dass die Qualität der Erfurter nicht nur durch Bundesliga-Neuzugang Daniel Baumgarten eine ganz andere als noch vor Monaten war, davon konnte sich jeder in der Wieratalhalle überzeugen.

Die erste Hälfte war beinahe ein offener Schlagabtausch. Ziegelheim hatte zwar durch schnelle Gegenstöße ein frühes 2:0 heraus geworfen (2.), kassierte aber durch mangelhafte Chancenverwertung durch ebenso temporeiches Spiel der Gäste postwendend den Ausgleich. Und spätestens nach den ersten kraftvollen Alleingängen von Baumgarten war allen klar, dass hier nur die beste Abwehr gewinnt. Die LSV-Truppe legte häufig vor, hatte aber besonders in der Anfangsviertelstunde etwas Glück. Der Erfurter Keeper war meistens dran, kegelte sich einige Bälle mit etwas Pech selber noch irgendwie rein (9:8, 15.).

Insgesamt wirkten die Gäste aber durchschlagskräftiger. Spielertrainer Minevski bediente mit gutem Auge seine Nebenleute und war ein ständiger Unruheherd, gegen den die LSV-Deckung noch keine Mittel fand (14:14, 25.). Kurz vor der Pause gingen die Erfurter sogar in Führung.

Nach dem Seitenwechsel legten die Gäste weiter vor, erzielten viele einfache Tore (19:19, 35.). Als aber nach einem hektischen Gerangel Andreas Zielke mit der roten Karte vom Feld musste, gab es das Startsignal. Zu dem Zeitpunkt lagen die Ziegelheimer mit 20:21 hinten (38.). Von nun an war das Publikum hellwach, peitschte die LSV-Truppe bis an die Leistungsgrenze. Die Abwehr deckte offensiver, störte den Erfurter Spielaufbau. Daniel Baumgarten rieb sich in Zweikämpfen mit Nick Sense auf. Fernwürfe landeten im Heinig-Block oder bei Keeper Torsten Urwank. Ziegelheim drehte auch im Angriff auf. David Heinig ließ es unbeirrt aus der Ferne klimpern, Robert Kühnert fasste die Gegenstöße ab und Ralf Reusch gelang es, seine Leistung noch zu toppen. Der LSV-Kreisläufer konnte beinahe bedenkenlos mit Pässen von Karsten Knöfler, David Heinig und Steffen Moritz gefüttert werden. Er fischte sich jede Kugel auf kleinstem Raum und verwandelte mit traumwandlerischer Sicherheit. Zehn Minuten lang brachten die Gäste keinen einzigen Treffer zustande, während Ziegelheim unter ohrenbetäubendem Jubel auf 26:21 enteilte (48.). Nachdem es anfangs noch nach einer Zitterpartie ausgesehen hatte, dominierten jetzt die LSV-Handballer in vollen Zügen (30:23, 55.). Spätestens jetzt feierten die Zuschauer euphorisch auf den Rängen und machten die Schlussphase zum Freudenfest. Und fast hätte es mit einem Kempatrick noch das Sahnehäubchen eines perfekten Abends gegeben. Doch Erfurts Keeper parierte den Wurf von David Heinig. Nach dieser Partie ist das Meisterrennen weiter offen und es bahnt sich ein hoch dramatisches Saisonfinale an. Mit Ronneburg, Bad Blankenburg und Spitzenreiter Ziegelheim kämpfen drei Teams um den Titel und selbst der Vierte Goldbach hegt noch berechtigte Medaillenträume.
 
LSV: Urwank, Hahn; D. Heinig (11), S. Graichen (2), Ch. Graichen, A. Heinig (2), Moritz (6/2), Reusch (8), Knöfler, Etzold, Bartlick (1), Kühnert (3), Sense, Zielke
Strafminuten: LSV 8 incl. 1 RK; SG 8         
7m: LSV 3/2; SG 5/4
Schiedsrichter: Hauke/Olbert (Pößneck/Jena)
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« Antworten #3 am: 02.04.2007 - 10:52:31 »

HP Goldbach

Verschärftes Tempo

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HV Spielzeugstadt Sonneberg  31:27 (13:12)

Dank einer starken zweiten Halbzeit sicherten sich die Blau-Weißen zu Hause gegen Sonneberg die zwei Punkte und bleiben im vorderen Quartett der Tabelle weiter im Gespräch.

Bundestrainer Heiner Brand moderierte am Samstagabend die verlorene Wette von Thomas Gottschalk im ZDF, mit Ruhe und gewählten Worten. Drei Stunden zuvor sprang dagegen Goldbachs Coach Sven Rothhämel wie ein aufgescheuchtes Huhn am Spielfeldrand in der Nessetalhalle auf und ab, die Arme hochgerissen. Schuld war wiedermal der Schiedsrichter, der für ihn nicht nachvollziehbar “unmögliche Entscheidungen” traf.

Das machte auch die Mannschaft nervös, die sowieso erstmal mit sich zu tun hatte, um ins Spiel zu finden. Die Blau-Weißen krankten erneut an Wachproblemen.

Torsten Schmidt, nutzte das dreifach, bevor Mitrovic nun endlich nach fünf Minuten mit seinem Siebenmeter ein Lebenszeichen der Goldbacher andeutete. Sebastian Juhnke erhöhte, hinten hielt Marc Walter, Stegner ließ den Nachschuss von Thios Lattenpraller im Netz zappeln, sodass mit 4:3 die Wachphase eingeleitet schien. Doch weder halbrechts noch über den Kreis kam Nachschub, als Voigtritter sein erstes Tor markierte, lag Sonneberg wieder vorn (7:10/20.). Stegner war es dann, der dreimal bis zum ersten Team-Timeout der Goldbacher den Ausgleich wieder herstellte (11:11). Sonneberg sehr defensiv eingestellt, versuchte schon von Beginn an die Goldbacher in ihrem Tempo zu drosseln. Und Tempomachen war angesagte Devise.

In der zweiten Hälfte fanden die Blau-Weißen mit guten Kombinationen in mannschaftlich geschlossener Spielweise den Weg, mit ihrem Tempo auch Tore zu machen. Nach der 40.Minute lief es immer besser, trotz zahlreicher Strafminuten. Dabei griffen Skowronek und Moratschke stärker mit ins Geschehen ein. Im Kampf fünf gegen fünf konnte zwar Sonneberg nochmal einen Siebenmeter unterbringen (49.), doch dann setzten sich die Hausherren merklich ab, dank einer starken Abwehr mit Walter im Kasten, vorne lösten sich im wesentlichen Stegner, Mitrovic, Dejmek und Sebastian Juhnke ab (26:21/52.).

Zum Ende hin hatten die Gäste zwar noch einmal einen Schub (28:25/57.), der sie aber nicht wirklich gefährlich werden ließ. “Wir haben versucht, Tempo zu machen, was besonders in der zweiten Hälfte sehr gut gelang, haben läuferisch viele Tore aus dem Rückraum erarbeitet”, lobte Rothhämel, der am Ende sichtlich ruhiger und entspannter wirkte.

Goldbach/Hochheim: Walter, Schneegaß, Voigtritter 1, Skowronek, Moratschke 1, Mitrovic 7/2, Andreas, Dejmek 6, St. Juhnke 1, Glief, M. Stegner 9/2, Seb. Juhnke 6;
Strafwürfe: 4/4 (2/1);
Zeitstrafen: 7, St. Juhnke 3×2 (Rot)
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« Antworten #4 am: 02.04.2007 - 11:07:14 »

OTZ Sport  02.04.2007

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

LSV Ziegelheim auf dem Weg zum Meistertitel

Aber Verfolger bleiben dran

Tabellenführer LSV Ziegelheim kommt dem Meistertitel in der Handball-Oberliga immer näher.
Die SG Erfurt/Bad Langensalza wurde 33:26 (15:16) bezwungen. Konditionelle Vorteile in der Schlussphase machten den Unterschied zweier gleichstarker Mannschaften aus. LSV-Mann Nick Sense neutralisierte geschickt SG-Spielmacher Daniel Baumgarten. Über 24:21 (45.) und 30:24 (55.) kam Ziegelheim vor 600 Zuschauern zum Sieg.

LSV: Urwank, Hahn, D. Heinig (11), S. Graichen (2), C. Graichen, A. Heinig (2), Moritz (6), Reusch (8), Knöfler, Etzold, Bartlick (1), Kühnert (3), Sense, Zielke.

HSV Ronneburg - ThSV Eisenach II 37:33 (18:18)
Der HSV musste sich vor 200 Zuschauern mächtig strecken gegen die Bundesliga-Reserve aus Eisenach. Stanislav Ganzha überzeugte fast ohne Training mit sieben Toren. Erst in der Schlussphase machte der HSV den Sieg perfekt. Bei Eisenach traf Alexander Schiffner 18 Mal. Beim Gastgeber fehlten Koska (verletzt) und Zänsler (krank). Puta spielte mit Fieber.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Gottschalk (2), Ganzha (7), Dathe, Bauer, Heidrich (6), D. Sidortschuk (6), Förster (2), Puta (7), Meyer (7).

HSV Apolda 1990 - Post SV Gera 29:28 (15:21)
Gera spielte 20 Minuten lang wie ein Spitzenteam. 15:6 stand es für Gera, Apolda wirkte hilflos, fand keine Antworten. Dann flog der bis dahin auffälligste Spieler Karel Rosenbaum nach einer diskussionswürdigen Roten Karte vom Feld. Am Ende wurde es eine Frage der Kraft. Apolda kam vor 200 Zuschauern zu einem sehr schmeichelhaften Sieg.

Gera: Nedwed, Möbus, Szlapka, Krech (5), Pfeifer, Botor, Seime (1), Borik (1), Rosenbaum (2), Teichmann, Mühlberg (4), Grützbach (8), Martin (7).

HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee 42:24 (22:10)
Volle Halle und 600 Zuschauer beim Derby in Bad Blankenburg. Leider konnten die Gäste spielerisch nicht annähernd mithalten. HSV-Trainer Steffen Schreiber leistete sich den Luxus und wechselte munter durch. Jeder Spieler kam zu einem Torerfolg. Königsees Betreuer Karl-Heinz Schnabelrauch hatte genau mitgezählt: Sein Team kassierte allein 22 Kontertore.

HSV: Jahn, Recknagel, Korbel (1), Sternkopf (3), Ardan (5), Wendlandt (4), Sabrsula (2), Wiegand (1), Meilahn (1), Oertel (9), Jäschke (2), Hanl (1), Gäbler (4), Hellwig (9).

Königsee: Cadek, Höhne, Lächa, Götz, Friedrich (2), Dademasch (6), Najman (11), Pojonie (1), Förster, Oldenburg (4), Knedlik, Riwe, Göring.

Ernestiner SV Gotha - SV Hermsdorf II 34:25 (15:8)
Gotha kam zum verdienten Sieg. In der zweiten Halbzeit bekam Hermsdorfs junge Garde lange Spielzeiten. Varchmin, Schreck & Co. bedankten sich beim Trainer fürs Vertrauen und trafen 16 Mal.

"Das Spiel haben wir in der ersten Halbzeit verloren", meinte SVH-Coach Jens Friedrich. Stark war die Phase unmittelbar nach der Pause: Als Hermsdorf auf eine 3:3-Deckung umstellte, kam der Gast bis auf 15:18 heran.

SVH II: Passarge, Meißner, Hobritz (2), Werrmann, P. Dennhardt (1), M. Varchmin (3), Rust (4), Opel (3), Machts, de la Motte (3), E. Trautvetter.
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« Antworten #5 am: 02.04.2007 - 11:10:52 »

HP Bad Blankenburg

Ausgekontert

HSV Bad Blankenburg bezwingt Thuringia Königsee im Kreisderby

HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee 42:24 (22:10)

"Hier regiert der HSV", skandieren die Fans der Blankenburger Oberliga-Handballer. Im gestrigen Kreisderby besiegte der favorisierte HSV Bad Blankenburg den Vorletzten aus Königsee in eigener Halle 42:24 (22:10).
Für die Königseer 1:0-Führung sorgte Ralf Oldenburg, bevor HSV-Akteur Igor Ardan im Gegenzug ausglich. Die ersten beiden Siebenmeter des Kreisderbys finden ihren Weg in die Maschen, anschließend kann Blankenburgs Schlussmann Tobias Jahn zwei Mal gegen Radek Najman parieren. Doch der Tscheche steckt nicht auf, bezwingt Jahn im nächsten Tempogegenstoß (4:3) und zieht mit einem Grinsen im Gesicht in die eigene Hälfte zurück. Das Lachen sollte dem Tabellenvorletzten aber schnell vergehen. Die deutlich agileren Bad Blankenburger überwanden nach guter Abwehrarbeit das ganze Feld oft mit nur einem Pass, vor dem Kasten von Thuringia-Keeper Jan Cadek reichte dann meist eine Einzelaktion zum Torerfolg.

Durch Treffer von Wiegand, Hellwig und Oertel bauten die Kurstädter ihren Vorsprung kontinuierlich aus, Königsee hatte in dieser Phase nichts zu erwidern. Bereits in der 22. Minute vergrößerte der Tabellendritte der Oberliga sein Polster auf zehn Tore (16:6). Vor der Halbzeit konnte der zweite HSV-Torhüter, Frank Recknagel, sein Können vorführen, und zeigte den Königseer Angreifern mehrmals ihre Grenzen auf. Einen der wenigen Thuriniga-Konter platzierte Radek Najman im Kasten der Blankenburger. Recknagel parierte kurz vor der Pause ein letztes Mal, beim Stand von 22:10 ging es in die Kabinen.

Den Auftakt in den zweiten 30 Minuten machte Felix Gäbler (23:10). Der HSV präsentierte sich weiter von seiner besten Seite, so sollte auch die 30-Tor-Marke vor 600 Zuschauern in der GutsMuths-Halle der Landessportschule ohne Probleme geknackt werden. Daniel Hellwig vollendete in der 43. Minute, die HSV-Sieben lag mit 30:15 vorn. Die Verzweiflung war den Gästen jetzt anzusehen. Vorn lief wenig zusammen, und in der Verteidigung wurde ebenso gepatzt. Bezeichnend eine Szene in der 45. Minute, als Torhüter Jan Cadek sein Gehäuse verlässt um einen Ball abzufangen, doch Daniel Hellwig ist schneller, sichert sich das Spielgerät und kann ohne Mühe ins verwaiste Tor werfen.

In den letzten zehn Minuten schaltete Blankenburg einen Gang zurück, Königsee wusste das zu nutzen und Najman verkürzte auf 36:19. "Wir wollen 40", ruft HSV-Präsident Georg Jahn unmittelbar danach seinem Trainer Steffen Schreiber zu. Die Mannschaft tat, was sie konnte, Stefan Oertel erfüllte dem Vereinschef in der 59. Minute seinen Wunsch. Für den Schlusspunkt zum 42:24 sorgte dann wenig später ebenfalls der glänzend aufgelegte Oertel.

"Wir haben die Königseer in der ersten Halbzeit einfach ausgekontert", erzählt der Bad Blankenburger Daniel Hellwig, "die vielen Zuschauer im Rücken haben uns auch Auftrieb gegeben, dazu unsere Gäste mit Sicherheit auch ein wenig aus der Ruhe gebracht." Und ein verletzter Michael Hüttner: "Wenn wir hier mit zehn Toren verlieren, hätten wir das Gesicht gewahrt. Aber wir sind undiszipliniert ins offene Messer gelaufen."

HSV: Jahn, Recknagel - Korbel (1), Sternkopf (3), Ardan (5), Wendlandt (4), Sabrsula (2), Wiegand (1), Meilahn (1/1), Oertel(9), Jäschke (2), Hanl (1), Gäbler (4), Hellwig (9/3)

Thuringia: Höhne, Cadek - Föhr, Lächa, Förster, Pojonie (1), Friedrich (2), Najman (11/2), Götz, Göring, Oldenburg (4/2), Dademasch (6), Riwe, Knedlik
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« Antworten #6 am: 02.04.2007 - 11:13:23 »

HP Gotha

Schluss (mit) lustig!

Ernestiner SV Gotha - SV Hermsdorf II  34:25 (15:8)

Nein - zu Aprilscherzen waren die Ernestiner weiß Gott nicht aufgelegt. Nach der "Apokalypse von Gera" stand viel mehr als die bloße Wiedergutmachung auf dem Spiel. Geschehenes lässt sich bekanntlich nicht ungeschehen machen; wenn sich jedoch eine neue, letzte Chance ergibt, sollte man diese nicht ungenutzt verstreichen lassen.
Mit "SV Hermsdorf - die Zwote" hatte sie einen Namen, der den Startschuss der Talfahrt des ESV repräsentiert: Im November hatten die Gothaer im Holzland auf unrühmliche Weise verloren (31:35) und damit ihre eigene Misserfolgsserie eingeläutet.
Höchste Zeit also, die Reißleine zu ziehen. Wenn nicht jetzt, wann dann?! Kapitän Detlef Irmisch redete seiner Mannschaft ins Gewissen. Und los ging's - mit dem ersten Treffer für die Gäste. Bis zum 2:3 blieben diese in Vorhand, dann wendete sich das Blatt. 4:4 bedeutete letzmalig Gleichstand, die Hausherren bestimmten vortan die Szenerie. Auch wenn nicht alles rund lief, versuchten sie stets, an Ecken und Kanten zu feilen, mit gar ausgefeilten Spielzügen Hermsdorfs Abwehr zu knacken.
Das gelang recht gut. Besonders im Schlussdrittel der ersten Hälfte wurden deutliche Akzente gesetzt und von 9:7 auf 15:8 davongezogen. Erfreulich stabil stand die Deckung, im Angriff verdienten sich die Außenvollstrecker (Behling, Perner) ein Extralob. So zufrieden wie beim Pausenpfiff hatte man die Ernestiner lange nicht erlebt.
Das wollten die einen Tabellenplatz besser rangierenden jungen Gäste nicht auf sich sitzen lassen. Ihre Antwort topfit: 3:3-Defensive. Der Vorsprung begann zu schmelzen. Zu wenig Bewegung, fehlende Ideen im Aufbau; die Souveränität war dahin und die Zwote zurück im Spiel (18:15).
Grund zur Sorge? Kaum. Mit stoischer Gelassenheit à la Henry Maske sprengten individuelle List mit dem Abschluss oder -spiel zum rechten Zeitpunkt auch diese (Abwehr-)Ketten. Jetzt war sie wieder da, die Mannschaft! Dem 23. SVH-Treffer folgten die entscheidenden der Gastgeber, nämlich Nummer 28 bis 30. Alle eingesetzten Feldspieler schafften den Eintrag in die Torschützenliste, als es schließlich munter hin und her ging. Schlitzohr Stegner holte in letzter Sekunde noch den Neun-Tore-Sieg - der kecke Lupfer direkt von der Anwurflinie überraschte Hermsdorfs Torwart. Am Ende also doch: April, April!
ESV: Scheerschmidt, Seitz - Irmisch 3, Perner 4, Schneider 3, Behling 8/3, Thieme 3, Meß, Jicha 1, Gewalt 2, C. Steinbrecher 2, Adam 2, Stegner 6, Wandtke
Strafwürfe: 3/3 (SVH 4/2)
Zeitstrafen: 10 (6)
Schiris: Fladerer/Möller (Arnstadt)
Zuschauer: 100
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« Antworten #7 am: 02.04.2007 - 21:37:32 »

HP Gera

Postteam zeigt zwei unterschiedliche Halbzeiten, HZ 1 Topp, HZ 2 Flop

HSV Apolda 1990 - Post SV Gera 29:28 (15:21)

Unendlich traurige Gesichter bei dem Geraer Postteam, denn man gab ein Spiel aus der Hand, was man 55 Minuten klar bestimmte. Im Gegensatz zur Ankündigung, Karsten Krech wird fehlen, stellte er sich in den Dienst der Mannschaft. Da aber ein kleiner Rückschlag, Enrico Pfeifer musste krankheitsbedingt als Zuschauer das Spiel beobachten.
Hochkonzentriert gingen die Postler in die Partie. 0:2 hieß es in der 3. Spielminute und Apoldaer Torschütze vom Dienst, Viorel Sava, schon mit seiner ersten Zeitstrafe. Beim 4:8 in der 10. Spielminute veranlasste es den Apoldaer Trainer ein Team-Time-out zu nehmen. Wenig Erfolg damit, denn sein Team kam nicht ins Spiel zu diesem Zeitpunkt. Ursache dafür war die absolut couragierte und faire Abwehrarbeit, gepaart mit wieder einer super Leistung von Petr Nedved im Geraer Gehäuse, dazu ein Torefestival von Maik Grützbach und Stefan Martin, die bis zur 25. Spielminute jeden ihrer Würfe im Apoldaer Tor unterbrachten. Torfolge: 5:10 (14.), 6:15 (19.), 8:17 (21.) oder das 9:18 (23.). Entsetzen, denn Apolda läuft einen Konter, Karel Rosenbaum neben her und ein unglückliches Zusammentreffen beider Spieler veranlasst die Schiedsrichter für Karel die rote Karte zu ziehen. Soll es der Knackpunkt der Partie werden? Beim 15:19 (28.) war Apolda dran, aber die Postler erzielten noch zwei Tore zum Halbzeitstand von 15:21.
Die Apoldaer Fans sauer auf die Leistung die sie in Halbzeit eins gezeigt haben, aber war es schon das Spiel des Gastgebers?
Halbzeit zwei begann und die Geraer erzielten gleich wieder den ersten Treffer zum 15:22. Was dann folgte ist für den Trainer Steffen Waldenburger nicht mehr nachvollziehbar, denn das Team spielte nicht mehr Handball. Sie ließen das Kombinationsspiel völlig außer Acht, d.h. keine Kombination wurde zu Ende gespielt. Stückwerk eines jeden Einzelnen, dazu auch die Vernachlässigung der Abwehr und kein glückliches Händchen beim Torwurf. So waren die Gastgeber beim 20:23 in der 40. Spielminute im Spiel. Team-Time-out bei Gera, aber es sollte jetzt in diesem Fall nichts nützen. Apolda hat beim 24:25 (47.) den ersten Anschlusstreffer setzen können.
Schlagabtausch von beiden Seiten mit wenigen Torerfolgen, aber Apolda nun mit dem Publikum im Rücken und beim 28:27 in der 56. Spielminute mit der aller ersten Führung im gesamten Spiel. Strafwurfentscheidung für Gera, Ausgleich zum 28:28 und noch waren 3 Minuten zu spielen. Die Gastgeber machten in der 58. Spielminute das Tor zum 29:28, Gera hatte noch 1 ½ Minuten Zeit, aber sie liefen sich fest in der Apoldaer Abwehr, die sie nun auch veranlasste zu zeitig den Abschluss zu suchen. Apolda 12 Sekunden vor Schluss nochmals im Ballbesitz, Team-Time-out, aber die Sekunden reichen um den schmeichelhaften Sieg fest zu halten. Enttäuschung dafür bei den Geraern, die ein Spiel in nur vier Minuten aus der Hand gaben.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, L. Möbus, Ch. Szlapka --- K. Krech (5/2 Tore), D. Botor, M. Seime (1), P. Borik (1), K. Rosenbaum (2), S. Teichmann, J. Mühlberg (3), M. Grützbach (8/4) und St. Martin (7). 
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« Antworten #8 am: 02.04.2007 - 22:00:01 »

HP Thüringer HC

Ein Daniel Baumgarten war zuwenig

LSV Ziegelheim - SG Erfurt/Bad Langensalza  33:26 (15:16)

Am Samstag 17.30 Uhr in der Ziegelheimer Wieratalhalle wollten die Spieler der SG ihr gewachsenes Leistungsvermögen auch auswärts unter Beweis stellen. Dies gelang Ihnen leider nur in der ersten Halbzeit. Am Ende verlor man die Partie 26:33 (16:15).

Von der ersten Minute an entwickelte sich eine kurzweilige Partie, in der die Gäste nach etwa fünf Minuten ihre Nervosität ablegten und dem Favoriten Ziegelheim einen beherzten Kampf boten. Beide Mannschaften gingen mit einem 6:0 Deckungsblock in die Partie und schon nach wenigen Minuten war zu erkennen, dass an diesem Tag die Aufbaureihen den Ton angeben würden.

Hatte man auf SG-Seite den Deckungsblock offensiv eingestellt, um die Gefährlichkeit des Torschützenkönigs, Steffen Moritz, einzudämmen, so standen die Ziegelheimer eher defensiv und ermöglichten den Außen- und Kreisspielern der Gäste kaum eine Chance. Die sich bietenden Freiräume nahmen Daniel Baumgarten und Andre Ahrens gern an und brachten die SG immer wieder in Führung. Bei noch konsequenterem Ausnutzen der sich bietenden Chancen hätte die SG mit einem höheren Vorsprung in die Pause gehen können, vielleicht sogar gehen müssen. Denn die Ziegelheimer boten im ersten Abschnitt alles andere als eine überzeugende Leistung. Aber auch hier war schon zu sehen, was der SG in der zweiten Hälfte Probleme bereiten sollte.

Es hatte sich noch nicht bis in die Reihen der Gäste herumgesprochen, das es da einen weiteren Aufbauspieler gab, der unbedrängt den Torhütern keine Chance lies (André Heinig - 11 Tore). Ebenso unverständlich war, wieso bei einer 6:0 Deckung mit einem routinierten Innenblock der gegnerische Kreisläufer so häufig unbedrängt abschließen konnte.
Nach dem Pausentee hofften die mitgereisten Fans auf eine weitere Steigerung, denn Ziegelheim war an diesem Tag bezwingbar. Leider wurden sie enttäuscht. Die Gastgeber hatten in der Pause taktisch umgestellt und deckten den besten Gäste-Akteur, Daniel Baumgarten, jetzt wesentlich offensiver. Auch eine rote Karte für seinen Bewacher brachten sie nicht von der taktischen Marschroute ab und so sah sich Daniel meist zwei Deckungsspielern gegenüber. Die sich bietenden Räume konnte aber Andrej Minewski und Andre Ahrens nicht nutzen. Zu hoch war an diesem Abend die Fehlerquote der Beiden um im zweiten Abschnitt das Rennen offen zu halten.

Da man auch in der Deckung aus den gemachten Fehlern der ersten Halbzeit nicht die entsprechenden Konsequenzen zog, kam was kommen musste.
Einmal in Vorderhand, spielten sich die Einheimischen in einen regelrechten Rausch und hatten binnen weniger Minuten die, in der ersten Halbzeit eher verhaltenen, Zuschauer hinter sich.
Enttäuschend war die Gegenwehr der Gäste. Außer Daniel Baumgarten war auch in kämpferischer Hinsicht keiner in der Lage den Gastgebern entgegenzutreten.
Es bleibt das Fazit, das die SG noch längst kein Spitzenteam ist. In Ziegelheim zu verlieren ist sicherlich keine Schande. Eine Halbzeit aber mit
18:10 abzugeben ist schon ernüchternd. Spielt hierbei das verletzungsbedingte Fehlen von Steffen Ahrens sicher eine wichtige Rolle, so sollte man die Augen nicht davor verschließen, das bei einigen Akteuren zu oft Licht und Schatten wechseln und der Mannschaft einfach auch die Alternativen auf einigen Positionen fehlen. Bedenklich stimmt auch, das die „Freizeithandballer“ aus Ziegelheim auch in kämpferischer Hinsicht deutlich motivierter zu Werke gingen.
Nun wird man sich mächtig strecken müssen um, im Kampf um Platz fünf, die Verfolger wie Sonneberg, Eisenach, oder sogar Apolda nicht noch vorbeiziehen zu lassen. Denn dann droht man wieder im Mittelmaß abzutauchen.
Das Umfeld hat mit seinen Bemühungen Besseres verdient.
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« Antworten #9 am: 03.04.2007 - 12:46:18 »

HP Apolda

HSV Apolda 1990 - Post SV Gera 29:28 (15:21)

Die zwei Gesichter des HSV

Das Heimspiel gegen die "Post" aus Gera war mal wieder nichts für schwache Nerven. Unser Team, angetreten die beiden Niederlagen des Herbstes wett zu machen, nahm die Fans des HSV mit zur Achterbahnfahrt der Gefühle. Zwei Halbzeiten, wie sie unterschiedlicher kaum sein konnten und am Ende ein glücklicher Sieg. Ein Wunder fast, dass nicht der Notarzt gerufen werden musste, weil es den einen oder anderen vor Aufregung aus den Socken gehauen hat. Doch zum Spiel. Unsere Jungs hatten sich vorgenommen, mit ähnlicher Leistung wie in den beiden vorangegangenen Heimspielen gegen Ziegelheim und Ronneburg aufzutreten. Wir waren uns sicher, dass dies auch gegen die Geraer zum Erfolg führen würde. Doch was die Fans nach dem Anpfiff der Unparteiischen sahen, war nicht zu fassen. Laufstarke, kombinationssichere und wurfgewaltige Gäste auf der einen Seite. Ihnen gelang, vor allem in der Anfangsviertelstunde einfach alles. So wünscht sich der Geraer Coach sein Team ganz gewiss immer. Beim HSV dagegen ausgemachte Tristesse. Kein Tempo, kein Engagement und eine schläfrige Abwehr, die wohl zum Tag der offenen Tür eingeladen hatte. Die Zuschauer rieben sich die Augen, kamen gar nicht zum Luft holen ob der vielen Nackenschläge für unser Team. Sollte das der HSV sein, der sich noch in den letzten Spielen eine Menge Selbstvertrauen geholt hatte? Alle Umstellungen halfen nicht viel. Wir waren stets die zweiten Sieger und lagen folgerichtig mit teilweise neun(!) Toren im Rückstand. Erst als sich Geras Karel Rosenbaum den roten Karton einfing, begannen unsere Männer, sich langsam auf ihre Stärken zu besinnen. Doch gut sah es noch lange nicht aus. Ganz anders dann der zweite Spielabschnitt. Das HSV-Team, das war jetzt deutlich zu spüren, wollte sich nicht sang- und klanglos ergeben, begann zu kämpfen. Vor allem die Defensivabteilung arbeitete nun sehr gut. Der 38-jährige Andreas Stephan im Kasten, eigentlich nur für den Fall der Fälle auf der Bank, konnte sich mehrfach auszeichnen. Ganz anders die Ostthüringer, die nun ihrerseits kaum wieder zu erkennen waren. Es schien, als wollten sie erst ihren guten Sechs-Tore Vorsprung verwalten. Doch spätestens beim 22:24 sah man in den Gesichtern der Gästespieler zunehmend die Angst. Angst, dass alles umsonst war, der so schön herausgespielte Vorsprung zum Schluss nicht reichen würde. Diese Angst lähmte die Postler augenscheinlich und unsere Männer kamen peu a peu heran, ohne spielerisch zu überzeugen. Erst drei, dann zwei, dann nur noch ein Tor Rückstand für den HSV. Apolda kämpfte, holte sich nun auch das Glück des Tüchtigen zurück und beim 28:27 in der 56. Minute die erste Führung für unsere Jungs. Ausgleich, erneute Führung und Gera ist nicht mehr in der Lage, einen Treffer zu landen. Sieg für unseren HSV und Jubel bei den Fans, die uns großartig unterstützt haben auf der einen Seite. Sprachlosigkeit und bittere Enttäuschung im Gästeteam. Das ist Sport und diesmal gewann die glücklichere Mannschaft.

Unsere Mannschaft:
Markus Helm, Andreas Stephan (Tor);
Roger Gierschick (2), Torsten Dippmann (5), Matthias Koch (6), Volker Goldmann (3), Viorel Sava (5), Mark Rath (1), Alexander Berceanu (4), Ronny Hellerle, Steffen Müller (3), Marco Utschig

Strafwürfe: HSV 3/1 Gera 8/6   
Zeitstrafen: HSV 7 Gera 1+ 1 RK   
Schiedsrichter: Grußdorf/Breier (Nordhausen)

Spielfilm: 0:2, 2:5, 4:9, 5:14, 9:18, 12:20. 15:21 (Hz.) 16:23, 21:24, 24:26, 26:27, 28:28, 29:28
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« Antworten #10 am: 03.04.2007 - 13:05:58 »

OTZ Stadtroda  02.04.2007

Hermsdorf II verliert in Gotha 25:34 - Spieler sammeln aber viel Erfahrung

Ernestiner SV Gotha - SV Hermsdorf II 34:25 (15:8)

Handball-Trainer Jens Friedrich (37) gilt als experimentierfreudig, als mutig. Das zeigte er auch am Sonntag beim Gastspiel des SVH II im Gothaer Ernestinum. Mit Wiederanpfiff setzte er komplett auf den talentierten Nachwuchs.

Er schickte Michael Varchmin (21), Marvin Schreck (19), Andreas Bocek (20), Marcus Parybyk (20), Tony Hobritz (19) und Perry Dennhardt (19) aufs Feld. Damit musste sich eine komplette " Jugend-Brigade" beweisen.

"Und die Jungs haben mich nicht enttäuscht, das hat richtig Spaß gemacht, den Burschen zuzuschauen", lobte Friedrich sein U 21-Team.

Die klare Pausenführung für den Gastgeber von 15:8 war schnell aufgebraucht. Plötzlich stand es 18:15, später 20:17. Die Hermsdorfer hatten in der Abwehr auf ein offensives 3: 3-System umgestellt. Damit kamen die Gothaer ein zeitlang gar nicht zurecht.

Am letztlich deutlichen 34:25-Sieg für das Team von Ernestiner änderte diese starke Phase allerdings nichts.

Sieben Minuten vor Schluss - Gotha lag mit vier Toren vorn - riskierte der Trainer noch mehr, ordnete Manndeckung an. Der erhoffte Erfolg blieb aus. Friedrich nahm´s locker: "Das macht gar nichts, das sind wichtige Erfahrungen für später."

Das Spiel hatten die Gäste in der ersten Halbzeit verloren. Die Angriffe wurden viel zu statisch vorgetragen, fast schon behäbig, ohne Bewegung, nichts Überraschendes. Ein klarer Zug zum Tor war nicht erkennbar.

Gotha packte in der Deckung kompromisslos zu. "Das liegt uns nicht, diese harte und robuste Gangart." Nach 30 Minuten waren die Messen gesungen. Vergessen war der gute Start bis zum 6:8 aus Hermsdorfer Sicht.

"Bei uns fällt deshalb die Lampe nicht runter", meinte Friedrich etwas lapidar in seiner Analyse, "denn selbst aus einer solchen Niederlage kann man noch was Positives mitnehmen."

Vielleicht lag es ja auch am Auswärtssieg der ersten Mannschaft am Vorabend beim TV Vallendar. Dadurch sind die Chancen zum Ligaverbleib des Reserve-Teams in der Oberliga über Nacht enorm angestiegen. "Ich glaube nicht, dass das wirklich eine Rolle gespielt hat", widersprach er dem Reporter.

SVH II: Passarge, Meißner, Hobritz (2), Werrmann, Dennhardt (1), Varchmin (3), Rust (4), Opel (3), Machts, de la Motte (3), Trautvetter, Bozek (1), Schreck (7), Parybyk.
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