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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 23. Spieltag  (Gelesen 1146 mal)
Marco
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« am: 14.04.2007 - 21:31:44 »

14.04.2007  16:00
ThSV Eisenach II - Ernestiner SV Gotha
[Jahnsporthalle Eisenach]

14.04.2007  16:30
SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Am Schiefer Königsee]

14.04.2007  19:00
HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Ronneburg
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

15.04.2007  16:00
SV Hermsdorf II - HSV Apolda 1990
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

15.04.2007  16:00
SG Erfurt/Bad Langensalza - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]

15.04.2007  16:30
ESV Lok Meiningen - Post SV Gera
[Multihalle Meiningen]
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Marco
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« Antworten #1 am: 16.04.2007 - 01:54:49 »

OTZ Sport  16.04.2007

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

Thuringia Königsee nimmt Ziegelheim die Punkte ab
 
Spitze in Handball-Oberliga eng beisammen

Die Dramatik in der Handball-Oberliga nimmt zu. Drei Spieltage vor Schluss hat sich die Spitze noch weiter zusammengeschoben.
Ziegelheim unterlag in Königsee, Ronneburg in Sonneberg. Gewinner des 23. Spieltag ist der HSV Bad Blankenburg, und der Verein war spielfrei. Es spricht einiges dafür, dass die Titelentscheidung erst am letzten Spieltag in der Partie zwischen Goldbach und Bad Blankenburg entschieden wird. Vorausgesetzt, die Favoriten erledigen bis dahin ihre Pflichtaufgaben.

SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 29:25 (14:9)
Königsee sorgte vor über 300 Zuschauern für die Überraschung und fügte dem Tabellenführer weitere zwei Minuspunkte zu. Thuringias Abwehr stand mit dem 6:0-Riegel. Keeper Jan Cadek parierte 21 Bälle und zwei Siebenmeter.

Ziegelheim, ohne Hahn, Godlinski und Zielke, haderte nicht nur mit dem Klebemittelverbot, sondern auch mit der zweifelhaften Schiedsrichter-Ansetzung.

Es pfiffen zwei Referees vom Liga-Rivalen Ronneburg. "Die Jungs haben sich seit Anfang der Woche nur mit diesem Thema beschäftigt. Für sie war diese Ansetzung nicht nachvollziehbar, für mich auch nicht. Was haben sich die Herren vom Verband dabei nur gedacht?", meinte LSV-Manager Harald Moritz.

Thuringia: Cadek, Höhne, Lächa, Friedrich (3), Dademasch (7), Pojonie (1), Hüttner (4), Oldenburg (1), Göring (2), Najman (8), Knedlik (2).

LSV: Urwank, Rüger, Etzold, Bartlick, A. Heinig, D. Heinig (8), Moritz (9), Knöfler, S. Graichen (2), C. Graichen, Reusch (3), Sense (1), Kühnert (2).

HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Ronneburg 30:28 (16:13)
In einer ausgeglichenen, emotionsgeladenen und spannenden Partie war Ronneburg in der Schlussphase beim 27:27 dran, fabrizierte aber leichte Fehler. Knackpunkt aus Ronneburger Sicht war die Rote Karte für Oliver Meyer (45.) nach Foulspiel. "Eine harte, aber vertretbare Entscheidung", meinte HSV-Trainer Stefan Koska.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Koska (1), Gottschalk (5), Ganzha (3), Zänsler (2), Dathe, Bauer (2), Heidrich (4), D. Sidortschuk (2), Förster (1), Puta (3), Meyer (5).

SV Hermsdorf II - HSV Apolda 1990  28:29 (16:19)
Hermsdorf II lag fast immer mit zwei, drei Toren im Rückstand. Konnte der Gastgeber aufschließen, unterliefen vorn Fehler, die Apolda bestrafte. Kurz vor Schluss hatte Norman Kietzmann zweimal den Ausgleich in der Hand. Der HSV rettete den Sieg über die Zeit.

SVH II: Passarge, Meißner, P. Dennhardt (1), Hobitz (2), Opel (1), M. Varchmin (2), Machts (3), E. Trautvetter (1), de la Motte (7), Schreck (5), Werrmann, Bocek, Kietzmann (5), Parybyk (1).

ESV Lok Meiningen - Post SV Gera 23:39 (10:17)
Post brauchte gute zehn Minuten, um sich auf den Gegner einzustellen. Danach wurde die Partie zu einer klaren Angelegenheit. Das Team spielte für Stefan Martin, der konnte seine Trefferbilanz auf 14 Tore nach oben schrauben.

Post: Möbus, Nedwed, Krech (4), Teichmann (4), Martin (14), Botor (5), Mühlberg (2), Pfeifer (2), Haupt (1), Seime (4), Rosenbaum (2), Borik (1).
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« Antworten #2 am: 16.04.2007 - 06:25:30 »

Handball, Oberliga Männer

HVS Sonneberg – HSV Ronneburg   30:28   (16:13)

Endlich wieder ein Sieg!!!

Doch dieser erhielt einen faden Beigeschmack, denn gegen Mitternacht erhielten dann auch die Spieler und Trainer die Information aus dem Sonneberger Krankenhaus. Torsten Schmidt hat sich wieder verletzt, diesmal ist es an der rechten Hand: der Daumen ist gebrochen! Das bedeutet jetzt womöglich wirklich das Ende der Saison für ihn. Nach seinen Bandscheibenproblemen in der Vergangenheit fand er gerade wieder zu seinem alten Rhythmus und nun wirft ihn erneut eune Verletzung aus der Bahn. „Es ist wirklich bitter, vor allem weil uns Torsten in der ersten Halbzeit im Spiel hielt. Die ersten Feldtore und alle Siebenmeter wurden durch ihn vollstreckt!“ bekannte Trainer Michael Mäder.

Aber zum Spiel: Sonneberg begann relativ gut konnte sich nach dem 1:1 etwas absetzen und nur noch einmal im gesamten Spiel überhaupt, den Ausgleich hinnehmen. Über die Stationen 5:2, 8:4 und 11:6 schafften es die Spielzeugstädter durch druckvoll vorgetragene Angriffszüge und einer gut gestaffelten Abwehr, sich immer wieder abzusetzen. Kurz vor der Pause dann ein kleiner Einbruch (12:10, 13:11), doch in der Endphase der ersten Hälfte war man wieder hellwach und markierte das 16:13.

Nach dem Wechsel wurde das taktische Konzept beibehalten, welches schon von Anfang an für Verwirrung in den Gästereihen sorgte. Ein sogenanntes 4-2-System legte die Schaltzentrale der Gäste lahm und dadurch kamen die gefährlichen Werfer, wie Puta, Ganzha und Zänsler, nie richtig ins Spiel, was am Ende auch der entscheidende taktische Schachzug war. Und so konnten die Sonneberger auch in Halbzeit zwei immer der Vorhand bleiben. Zwar pegelte sich der Vorsprung immer bei zwei Toren ein, doch nicht wie in den letzten Spielen verfiel man in Hektik, sondern die Angriffe wurden weiter konzentriert ausgespielt und meist sicher verwandelt. Christopher Weiß zeigte sich am vergangenen Samstag mal wieder von seiner besseren Seite und konnte sechs Tore und einige Zweiminutenstrafen für die Gäste zum Sieg beisteuern. Positiv auch die Entwicklung von Thomas Werner im Tor. Nachdem er die gesamte Woche nicht trainieren konnte, erwartete man natürlich nicht viel, doch was er dann hielt, war schon fast sensationell. In den entscheidenden Phasen konnte er seiner Mannschaft mit Glanzparaden immer wieder den Rücken frei halten. Auch Roman Gurtowoi, der diesmal im Prinzip keine Chance am Kreis hatte, denn seine drei Gegenspieler waren nochmal einen halben Kopf größer als er, mühte sich redlich und spielte sehr mannschaftsdienlich.

Trainer Uwe Blechschmidt kommentierte am Sonntag das Geschehen folgendermaßen: „Klar sind wir jetzt erstmal zufriedener, denn ein Sieg tut gut, nach der langen Durststrecke, doch durch die erneute Verletzung von Torsten, wird dies natürlich etwas getrübt. Nichtsdestotrotz war eine geschlossene Mannschaftsleistung, in der jeder für jeden kämpfte.“ Und Michael Mäder fügte noch hinzu: „Was mich besonders freut ist, dass die taktischen Vorgaben umgesetzt wurden und diese Disziplin war ein Grundstein für diesen wichtigen Heimsieg.“

Alles in allem kann natürlich von einem gelungen Wochenende gesprochen werden, doch was dies wert ist, zeigt sich schon am nächsten Sonntag, denn dann steht das nächste Heimspiel an. Gegner wird Gotha sein und auch da sollte natürlich gepunktet werden.
*Thomas Kunz/Pressewart*

Sonneberg: Werner, N. Weiß, Funkstein,; Schmidt (6/3), Müller (7/2), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (6), Poser (3), Gurtowoi (1), Kroll, Kienel (1), Chr. Weiß (6), Seifarth

Strafwürfe: Sonneberg: 5/8   Ronneburg: 5/6
Zeitstrafen: Sonneberg: 7   Ronneburg: 7
Disqualifikation: Sonneberg: 2   Ronneburg: 1   
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« Antworten #3 am: 16.04.2007 - 13:46:20 »

HP Ziegelheim

SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim  29:25 (14:9)

Beim Tabellenvorletzten sind die LSV-Männer nach einer desaströsen ersten Hälfte gestolpert und haben damit eine bessere Ausgangsposition für das Meisterschaftsfinale verspielt. Schon Tage vor der Partie schlugen die Wellen beim LSV aber hoch. Unverständnis erntet dabei die Ansetzung ausgerechnet zweier Ronneburger Schiris, also vom direkten Titelkontrahenten. „Das muss ja zwangsläufig Fans und Spieler provozieren. Wenn dann einige ausflippen, hat der THV auch eine Aktie dran“, meinte Steffen Moritz schon vor der Partie. Schade eigentlich, dass das spannendste Meisterschaftsrennen seit Jahren dadurch einen faden Beigeschmack erhält.

Die Ziegelheimer haderten zunächst mit dem Klebemittelverbot sowie einer, die Gesundheit der Spieler beider Mannschaften, gefährdenten glatten Halle und wurden einmal mehr auf dem falschen Fuß erwischt. Im Angriff klappte rein gar nichts. Einfache Fangfehler, Würfe gleich meterweise am Tor vorbei oder völlig unplatziert, luden die Königseer zum Konterhandball ein (4:1, 8.). Der LSV selber kam nicht in die Gegenstöße, wirkte zunehmend verunsichert. Und wie schnell man „Am Schiefer“ unter die Räder geraten kann, zeigte sich zwischen der 20. und 25. Minute als die Hausherren von 8:7 auf 12:7 enteilten. Mit der Einwechslung von Steve Rüger im Kasten klappte dann zumindest für die Thuringia-Männer nicht mehr alles. Steve Rüger, für den verletzten Tobias Hahn eingesprungen, zeigte eine tolle Leistung und bewahrte den LSV ganz allein schon in Hälfte eins vor dem Untergang. Nach der Pause erwachte endlich der Kampfgeist der Ziegelheimer. Sie holten auf und blieben auf Tuchfühlung (16:13, 42.). Doch immer dann, wenn sie sich im Aufwind befanden, brachten sie den Ball nicht in den Kasten oder mussten nun mit ansehen wie die beiden Referees zunehmend das Zünglein an der Waage spielten (20:17, 49.). Da nutzte es wenig, dass sie schließlich in der selbst verschuldeten Hektik noch kurz vor Ende mit roten Karten um sich warfen. Der LSV steckte zumindest nicht auf, kam aber nicht in die Lage, die Partie zu drehen. „Wir hätten heute von Beginn an gleich einen Vorsprung von mindestens 5 Toren heraus werfen müssen um am Ende eine Chance auf den Sieg zu haben. Das ist uns nicht gelungen. Und damit war die Kiste eigentlich schon zur Pause durch.“ so Moritz später enttäuscht. Gerechtigkeit gab es aber auch noch zu vermelden. Da Ronneburg überraschend in Sonneberg unterlag, bleiben die Ziegelheimer zumindest für zwei Wochen vorn. Dann nämlich wird sich aller Voraussicht nach Bad Blankenburg an die Spitze setzen, weil der LSV an jenem Wochenende spielfrei ist. Am ersten Mai-Wochenende kommt es dann für die Ziegelheimer in Bad Blankenburg zum Finale. Dann dürfte sich das LSV-Team wieder in der weitaus geliebteren Außenseiterolle sonnen.

Der LSV ist weit davon entfernt, die Niederlage auf die Schiris aus Ronneburg abzuwälzen. Wir werden uns sehr kritisch mit unserer eigenen Leistung auseinander setzen. Wir haben auch stets in unseren Spielberichten auf eine Einschätzung der Schirileistung verzichtet und hätten dies auch gern nach dem Spiel in Königsee getan. Wir betrachten die Schiedsrichter in erster Linie als Partner, die zu einem guten Handballspiel einfach dazu gehören. Das werden wir auch weiterhin tun. Gerade deshalb sollte nach dem am Sonnabend Erlebtem an dieser Stelle noch etwas über die Leistung der beiden Schiris und den Verantwortlichen beim THV gesagt werden dürfen. Was hat sich eigentlich der Schiedsrichteransetzer des THV dabei gedacht, als er für die Leitung dieser Partie in der entscheidenden Meisterschaftsphase die Schiris Buschner und Franz vom Mitkonkurrenten um die Meisterschaft, dem HSV Ronneburg, ansetzte (ein Schelm, der Böses dabei denkt)? Damit hat man doch weder ihnen noch der OL Thüringen einen Gefallen getan. Durch diesen Fauxpas wurde das Spiel spätestens in der zweiten Halbzeit leider zur Farce. Von nun an pfiff insbesondere Schiedsrichter Franz ohne ersichtlichen Grund konsequent gegen Ziegelheim und beging dabei eklatante Fehler, die einem Schiedsrichter seiner Güte einfach nicht passieren dürfen. Das Königsee den gewährten Vorteil weidlich ausnutzte, kann man ihnen nicht zum Vorwurf machen. Das hätte jede andere Mannschaft genau so getan. So gesehen haben sie nicht einmal unverdient gewonnen. Einen Vorschlag an den Verantwortlichen beim THV habe ich zum Abschluss doch noch. Es sollte doch möglich sein, dass die Sportfreunde Buschner und Franz am letzten Spieltag das Spiel SV BW 1893 Goldbach/Hochheim – HSV Bad Blankenburg leiten. Vielleicht haben sie dort ja ein glücklicheres Händchen und können ihren Kritikern beweisen, dass sie in Königsee einfach nur einen schlechten Tag erwischt haben.
 
LSV: Urwank, Rüger; D. Heinig (8/2), S. Graichen (2), Ch. Graichen, A. Heinig, Moritz (9/2), Reusch (3), Knöfler, Etzold, Bartlick, Kühnert (2), Sense (1) 
Zeitstrafen: SV 16 incl. 3 RK; LSV 12 incl. 1 RK   
7m: SV 7/6; LSV 6/4 
Schiedsrichter: Buschner/Franz (HSV Ronneburg) 
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« Antworten #4 am: 16.04.2007 - 13:50:05 »

HP Königsee

SV Thuringia Königsee - LSV Ziegelheim 29:25 (14:9)

Sensationeller Thuringia-Sieg

Königsee leistet Schützenhilfe für spielfreie Blankenburger

Mit dem Spitzenreiter hatten die Königseer nach Bad Blankenburg eine weitere harte Nuss, die man knacken musste. Doch um das zu bewerkstelligen, hatte man auch die Unterstützung der Kurstädter, welche durch einen Sieg der Rinnestädter am Thron schnuppern würden. Thuringia begann die Partie äußerst couragiert und bot der LSV-Sieben Paroli, doch schwache Angriffsaktionen bzw. technische Fehler verhinderten eine höhere Trefferausbeute. Da allerdings die Gäste auch sündigten, blieb die Partie ausgeglichen (3:1/7.). Abwehrmäßig wirkten die Gastgeber kompakter. Auf der vollbesetzten Tribüne wurden Erinnerungen wach an die Spiele gegen Goldbach/Hochheim oder Sonneberg, denn die Rinnestädter führten (4:1/9.). Da die Gäste zunächst nicht mehr zuließen und verkürzten (3:4/11.) blieb es weiter knapp. Die Königseer, bis dato nicht wiederzuerkennen gegenüber ihren Auftritten in Bad Langensalza bzw. Bad Blankenburg, blieben vorn, was von den Fans honoriert wurde (6:4/15.). Auch in der Folgezeit blieb die Partie offen (7:7/20.) bzw. versuchte das Match zu kippen. Thuringia stemmte sich gegen dieses Vorhaben und setzte sich erneut ab (10:7/22.). In diesen Minuten hatte der Spitzenreiter seinen Faden verloren, denn auch Spielmacher und Torschütze vom Dienst Moritz konnte keine Akzente setzen, so dass sich die Hohmann-Schützlinge eine Fünf-Tore-Führung herausspielen konnten (12:7/25.). Nach der Pausensirene hatte diese Differenz weiter Bestand (14:9/30.). Mit diesem Spielstand war man auf hiesiger, aber auch auf Bad Blankenburger Seite zufrieden. Doch beide Teams begannen mit Ladehemmung, bevor die Gäste den Torreigen eröffneten (11:14/33.) Diese Auftaktminuten sahen nicht gut aus für Königsee, welches sich angriffsmäßig schwer tat, was der wiedergenesene Hüttner abwendete (15:11/35.). Ziegelheim begann, mit der Zeit Morgenluft zu schnuppern, da bei der Thuringia-Sieben in diesen Minuten weiterhin nicht viel zusammenlief (12:15/36.). Die Königseer mühten sich, hatten in Keeper Cadek einen starken Rückhalt (17:13/42.). 15 Minuten vor dem Ende begann der Kampf auf Biegen und Brechen (20:17/43.). Der Spitzenreiter zerrte an den Ketten, doch die Thuringia-Mannen hielten weiter dagegen, was die Ziegelheimer Bank nicht verkraften konnte und ausfällig wurde. Schwerstarbeit war angesagt für das junge Ronneburger Schiedsrichterduo. Königsee führte 22:17 (51.). In diesen Minuten Tollhausstimmung in der Schiefer-Arena, da eine Sensation näher rückte (24:18/53.). Doch Ziegelheim gab sich nicht geschlagen (21:24/54.). Nun wurde mit Haken und Ösen gekämpft, um die Rinnestädter einzuschüchtern, welche sich erneut aufrappelten (26:22/56.), aber nach Oldenburg durch Najman den zweiten roten Karton sahen. In diesen Schlussminuten schien alles gegen den Außenseiter zu laufen, da auch Cadek nach einer Handgreiflichkeit vorzeitig zum Duschen musste und der LSV wieder verkürzte (25:27/58.). Doch der junge Knedlik behielt die Übersicht, versenkte zwei Mal und sicherte den Königseer Sensationserfolg.

Thuringia: Höhne, Cadek - Lächa, Friedrich (3), Dademasch (7), Pojonie (1), Hüttner (4), Oldenburg (1), Förster, Götz (1), Göring (2), Najman (8), Knedlik (2).
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« Antworten #5 am: 16.04.2007 - 13:53:05 »

HP Meiningen

ESV Lok Meiningen – Post SV Gera  23:39 (10:17)

Das vorletzte Männer-Oberligaspiel in eigener Halle in der zu Ende gehenden Saison ist Geschichte. An einem Sommertag im April fanden nur wenige Zuschauer den Weg in die Multihalle, um den Sieg der Geraer Postmannschaft mitzuerleben. Trainer Dieter Schulz hatte zum ersten Mal in einem Heimspiel größere Besetzungsprobleme. Mit Michael Leipold (Bänderiss), Björn Voigt (private Gründe) und Christian Toennies (verletzt) fehlten ihm drei Leistungsträger und Torschützen. Marcel Struck (Bund) und die Junioren Georg Fiebiger, Martin und Christian Hardt standen auch nicht zur Verfügung. Das größte Handycup war aber die Verletzung von Torhüter Holger Volkmar, der sich schon im letzten Spiel gegen Apolda mit Knieproblemen durchgequält hatte. Er wollte aber seine Mannschaft nicht im Stich lassen und hielt bis zum Spielende durch. So war die Leistung der eingesetzten Spieler um so höher zu bewerten. In keiner Phase des 60 Spielminuten gaben sie sich auf. Einsatzfreude, kämpferischer Einsatz und Laufbereitschaft waren bis zum Schluss vorhanden. Mit einer erneut veränderten Aufstellung hielt Lok in den Anfangsminuten das Ergebnis offen, führte sogar bis zum 4:3 (9.) mehrfach. Aber dann zeigte sich die alte Schwäche, man traf nicht ins Tor des Gegners. Mindestens 15 Großchancen konnte Lok im Verlaufe des Spiels nicht verwerten, darunter auch 2 Siebenmeter. Unkonzentriert wurden viele freie Würfe vom Kreis auf den Torhüter oder neben und über den Kasten geworfen. Der Gästetorhüter war schon ein guter Rückhalt seiner Mannschaft, aber mit einem besseren Ausgucken des Keepers hätte Lok einige Treffer mehr erzielen können. Die Abpraller landeten dann meistens auch noch bei Postspielern und wurden von diesen sofort über den Konter in Zählbares umgemünzt. Dies ist in fast allen Spielen von Lok in dieser Saison das größte Problem gewesen, dass man sich zu viele Kontertore nach Ballverlusten oder nicht erzielten Treffern eingefangen hat. Die mittlere Abwehr stand im normalen Positionsspiel gut, aber Gera hat viele gute Außenspieler und diesmal dazu einen überragenden St.Martin, der alleine 14 Treffer erzielte. Dies war auch mit der Hauptgrund für die hohe Ergebnisdifferenz. Die beiden Nachwuchsspieler Matthais Baumann und Christian Ludwig bekamen längere Einsatzzeiten und zeigten gute Leistungen. M.Baumann zeigt schon mit seinen 4 Treffern den richtigen Zug zum Tor, muss aber an seiner Technik im 1:1-Verhalten noch arbeiten. Auch Chr.Ludwig hatte sehr gute Szenen, war aber oft schon zu nah an der gegnerischen Abwehr, sodass diese dann seinen Aktionsradius einengen konnte. In einem insgesamt fairen Spiel hatten die unauffällig und gut leitenden Schiedsrichter wenig Mühe.

Statistik: Holger Volkmar, Frank Baumann, Mike Pfeiffer 8/2, Andreas Bauer 4, Olaf Henkler, Norman Volkmar 5, Georg Brachmann, Jörg Kellner, Matthias Baumann 4, Christian Ludwig 2, Alexander Zienert

ESV:  7m  5/3      2Min   3               
Post: 7m  1/1   2Min  3
Schieri: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)
Zuschauer:  50
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« Antworten #6 am: 17.04.2007 - 00:58:03 »

HP Eisenach

Überragend: Torhüter Sven Luckert

Miniaufgebot des ThSV Eisenach II fertigt Gotha ab

ThSV Eisenach II - Ernestiner SV Gotha  26:15 (12:8)

Mit einem Miniaufgebot von sieben Feldspielern und zwei Torhütern trumpfte der ThSV Eisenach II im Punktspiel der Handballoberliga der Männer gegen den Ernestiner SV Gotha prächtig auf. Die Abwehr rührte im Zusammenspiel mit dem sich in Galaform präsentierenden Torhüter Sven Luckert regelrecht Beton an. „Unsere Abwehrarbeit verdient ein Sonderlob“, so Frank Ihl, der erneut mitspielende ThSV-Coach. Die Gäste, mit klangvollen Namen im Aufgebot, wie die ehemaligen Eisenacher Bundesligaspieler Andre Stegner und Oliver Behling, enttäuschten auf der ganzen Linie.

Der ThSV Eisenach II feierte einen auch in dieser Höhe völlig verdienten 26:15 (12:8)-Erfolg. „Wir hatten merklich Spaß am gemeinsamen Handballspielen“, unterstrich Frank Ihl.
Die Eisenacher legten ein rasches 4:1 vor (7.). Die Gäste trafen zum Anschlusstreffer (4:3, 9.). In der Folge dominierten in der Jahnsporthalle die Gastgeber. Gotha fand keine Mittel, um Eisenachs Abwehr entscheidend zu knacken. Kamen die Gothaer zum Torwurf, stand da ja noch ein Teufelskerl namens Sven Luckert im Eisenacher Gehäuse. Im Vorwärtsgang kombinierten die Eisenacher nach Herzenslust, trafen zum 9:4 (20.), ließen jedoch noch die eine oder andere Torchance aus. Ernestiner-Keeper Scheerschmidt verhinderten einen größeren Rückstand für seine Farben.
Kritisch wurde es unmittelbar nach Wiederanpfiff. Steffan Helbig kassierte nach einer überzogenen Abwehraktion die rote Karte (38.). Andre Ludwig war mit zwei Zeitstrafen aus der ersten Halbzeit vorbelastet. Eine weitere hätte für den Rückraumspieler auch das gänzliche Aus bedeutet. Vorsorglich präparierte sich schon mal Keeper Andreas Rabe, um als Feldspieler auszuhelfen. Doch die Notmaßnahme kam nicht zum Tragen. Die Eisenacher waren klar Chef auf dem Parkett, brillierten mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Der kleine Kader hielt wie Pech und Schwefel zusammen. Andre Ludwig und Alexander Schiffner überzeugten aus dem Rückraum. Kapitän Torsten Laufer narrte die Gästeabwehr am Kreis zum 21:11 (47.). Die Gäste aus dem Nachbarkreis ergaben sich ihrem Schicksal. Von Aufbäumen keine Spur. „Letztlich war Gotha mit dem Endresultat noch gut bedient. Bei allem Lob für unsere Abwehrarbeit, unsere Wurfausbeute ist kritisch zu beleuchten“, bilanzierte Frank Ihl.

ThSV Eisenach: Luckert, Rabe; Laufer (4), Schiffner (7), Helbig, Ludwig (7), Ihl (2), Marx (2), Wernicke (3)

Ernestiner SV Gotha: Scheerschmidt; Gewalt (1), Jicha (3), F. Wandtke, Perner (2), Behling (1), Meß (1), Achim, Schneider (2), Irmisch (1), Thieme (1), Stegner (3)

Zeitstrafen: ThSV II 2 x 2 Min/ Rot gegen Helbig, 38.  Gotha 1 x 2 Min.
Siebenmeter: ThSV II 3/2 Gotha 1/0
Schiedsrichter: Bätz/Langbein (Sützerbach/Saalfeld)
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« Antworten #7 am: 17.04.2007 - 01:02:20 »

OTZ Stadtroda  17.04.2007

Im Eishockey-Stil gegen Apolda

SV Hermsdorf II - HSV Apolda 1990 II  28:29 (12:16)
 
Hermsdorf II unterliegt Ex-Landesmeister 28:29 nach spannender Schlussphase

"Im Europapokal wären wir ´ne Runde weiter", meinte Hermsdorfs Cheftrainer Jens Friedrich in Richtung von Apolda's Manager Harald Dippmann.
Recht hatte er. Das Hinspiel gewannen die Hermsdorfer 34:33, das Rückspiel am Sonntag verloren sie mit 28:29. Für Friedrich war´s ein schwacher Trost. Er wollte auch den Ex-Landesmeister von 2005 richtig ärgern.

Doch die Gäste mit dem wurfgewaltigen Viorel Sava im halblinken Rückraum spielten cool ihren Stiefel runter. "Immer dann, wenn wir dran waren, haben uns Fehler im Angriff zurück geworfen", analysierte Friedrich.

Der Hermsdorfer zeigte sich gegen Apolda extrem experimentierfreudig. Er begann die Partie mit der jungen Garde und wechselte Mitte der ersten Halbzeit im Stile eines Eishockey-Trainers komplett im Block durch. Sechs Mann runter, sechs Mann rauf aufs Parkett. Für diese Taktik gab´s eine nachvollziehbare Überlegung: Er wollte die Apoldaer müde spielen. Vielleicht wäre an diesem Tag eine etwas defensivere Grundausrichtung die bessere gewesen. Das meinte auch Friedrichs Freund und Kumpel sowie früherer Trainerkollege Mario Kühne. "Ich weiß, dass du die offensive Deckung bevorzugst, ich glaube, gegen Sava wäre die defensive Taktik erfolgreicher gewesen", sagte Kühne nach der Partie zu ihm. Friedrich nickte.

Gerade in der Schlussphase wirkte Sava müde, ballerte drei Bälle drüber oder der Hermsdorfer Torwart Matthias Passarge verkürzte geschickt den Winkel.

Als Torsten Dippmann zum 29:26 traf und René Opel eine Zeitstrafe kassierte, schien die Partie gelaufen. Die Hallenuhr zeigte die Spielzeit von 56 Minuten und 41 Sekunden an. Doch was ist schon eine Drei-Tore-Führung im Handball. Torben de la Motte verkürzte zunächst auf 27:29, dann auf 28:29. Für diesen Doppelpack brauchte er gerade 41 Sekunden. Noch war genügend Zeit. 58:15 Minuten, zeigte die Uhr nun noch. Sava beförderte einen Ball fast zwei Meter über die Latte. Auf der anderen Seite erreichte das Leder nicht den Nebenmann.

Apoldas Coach Ralph Börmel zückte die Grüne Karte - Auszeit! 43 Sekunden waren noch zu spielen. Ballbesitz für Hermsdorf. Die Uhr tickte runter. Norman Kietzmann wirft, der HSV-Keeper hält. Der Schiri erkennt auf Foulspiel. Hermsdorf bleibt weiter am Ball. Dann wieder ein Pfiff. Noch zwei Sekunden! Die Schiris recken drei Finger nach oben. Freiwurf, wieder eine Sache für den langen Kietzmann. Abspiel, Block von drei Mitspielern, der Ball geht links unten vorbei. Schluss, die Apoldaer jubeln.

SVH: Passarge, Meißner, P. Dennhardt (1), Hobritz (2), Opel (1), M. Varchmin (2), Machts (3), Parybyk (1), de la Motte (7), E. Trautvetter (1), Schreck (5), Werrmann, Bocek, Kietzmann (5).
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« Antworten #8 am: 17.04.2007 - 01:04:03 »

OTZ Gera  17.04.2007

Ronneburger nutzen Chancen nicht

Nach der Niederlage bangt der HSV berechtigt um die Meisterschaft

HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Ronneburg 30:28 (16:13)

Das Ronneburger Oberliga-Team ging am Sonnabend auf Reisen und traf in der Sporthalle des Berufsbildenden Zentrums auf den Tabellensiebenten vom HV Spielzeugstadt Sonneberg. Man sprach bereits im Vorfeld in Ronneburg vom wohl schwersten Spiel von den drei restlichen. Sicherlich auch deshalb, weil die Sonneberger nach einigen Niederlagen in eigener Halle etwas gut zu machen hatten. Und genau so sollte es auch werden.
Nach zunächst ausgeglichenem Spiel (1:1, 2:2) klingelte es drei Mal in Folge im HSV-Gehäuse und man geriet mit 5:2 ins Hintertreffen. Und nach zehn Minuten stand es bereits 8:4 für die Hausherren. Während Sonneberg durch druckvolle Angriffszüge und eine gut gestaffelte Abwehr zu überzeugen wusste, konnten bei den Ronneburgern nicht alle im Team ihr Leistungsvermögen 100-prozentig abrufen, man produzierte einige Fehler. Sonneberg konnte dadurch auf fünf Tore davonziehen (10:5, 11:6). Nach zwanzig Minuten waren die Ronneburger allerdings wieder auf zwei Tore heran (12:10), und wenig später erzielte man den Anschlusstreffer zum 14:13. Die Endphase der ersten Spielhälfte gehörte dann wieder dem Gastgeber, welcher den 16:13-Pausen-stand markierte. Die berechtigte Frage in der Pause: Haben die Gäste in den ersten und letzten Minuten der ersten Halbzeit einiges "verschenkt" bzw. zu viele Chancen ausgelassen? Das erste Tor in den zweiten dreißig Spielminuten erzielten die Ronneburger (16:14), doch Sonneberg hielt sich an seine taktische Marschroute, und mit seinem so genannten 4-2-System ließ man Ronneburgs Werfer nicht so richtig zum Zuge kommen. Auch auf der Torhüterposition hatten diesmal die Gastgeber die besseren Karten.

Trotzdem, Ronneburg fand zeitweilig zu seinem Spiel und schaffte in der 41. Minute den 20:19-Anschlusstreffer. Das emotionsgeladene Spiel wurde nun spannend. Drei Gastgeber-Tore am Stück und Sonneberg führte wieder mit vier Toren (23:19). In dieser Phase dann eine sehr harte Entscheidung gegen den HSV Ronneburg, denn in der 44. Minute fing sich Kreisspieler O. Meyer eine rote Karte ein, was aus Ronneburger Sicht zum Knackpunkt des Spieles wurde. Trotzdem, die HSV-Sieben gab sich keinesfalls geschlagen, und nach dem 25:21 konnte man den Ball dreimal in Folge im Gastgebergehäuse zum 25:24-Anschlusstreffer versenken. Bei dieser Differenz blieb es einige Minuten (26:25, 27:26), ehe den Ronneburgern der 27:27 Ausgleich gelang.

Wer nun dachte, das Spiel wäre nun zu Gunsten des HSV-Ronneburg gekippt, sah sich leider getäuscht. In der Schlussphase fabrizierte die HSV-Truppe zu viele kleine Fehler und brachte sich selbst um den verdienten Lohn. Die Hausherren zogen wieder auf zwei Tore davon (29:27), was zu diesem Zeitpunkt wohl gleichbedeutend mit einem Sieg war. Die Gäste verkürzten zwar noch zum 29:28, doch mehr ließ die Zeit und Sonneberg nicht zu. Den letzten Treffer erzielte der HV Sonneberg, der somit das Spiel mit 30:28 gewann. Bleibt abzuwarten, wer von den Meisterschaftsaspiranten am Schluss die besseren Karten hat.
Ronneburg: H. Seidemann, R. Zehmisch, D. Koska (1), S. Gottschalk (4), S. Ganzha (3), M. Zänsler (2), Ch. Dathe, R. Bauer (2), Th. Heidrich (4), D. Sidortschuk (2), F. Förster (1), M. Puta (3), O. Meyer (5).
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« Antworten #9 am: 18.04.2007 - 12:04:29 »

HP Thüringer HC

Sieben schwache Minuten nach der Halbzeit brachten die Niederlage

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  29:32 (16:16)

Auch im letzten Spiel vor dem Erfurter Publikum in der Saison 2006/2007 konnten die Oberliga-Männer der SG Erfurt/Bad Langensalza den Bock nicht umstoßen und verloren nach gutem Spiel gegen den alten Rivalen SV BW 1893 Goldbach/Hochheim mit 29:32 (16:16).

Trotz des herrlichen Sommerwetters und des Handballpokalendspiels THW Kiel gegen Kronau/Östringen zog die Partie ca. 300 Besucher in die Sporthalle des Sportgymnasiums.
Diese sahen ein kampfbetontes und niveauvolles Oberligaspiel, in dem zum Schluss die ausgeglichener besetzte und cleverere Mannschaft aus Goldbach als Sieger das Parkett verließ.

Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch in dem die Gäste immer wieder über die Aufbaupositionen zu einfachen Toren kamen. Insbesondere Jens Ludwig und Dominique Schlösser hatten mit ihren Gegenspielern ihre liebe Müh und Not und machte es beiden Torleuten an diesem Tage schwer eine Einstellung zu den gegnerischen Würfen zu bekommen. Auf der Gegenseite konnte die SG immer wieder mit individuell starken Leistungen im Angriff gegenhalten und hatten in Andre Ahrens einen sicheren Vollstrecker.

Leider schlichen sich in das Spiel der Einheimischen immer wieder einfache Konzentrationsfehler, die es ihnen nicht erlaubte sich von den Goldbachern abzusetzen. Bezeichnend der Ausgleich zum 16:16 vor der Pause. Man hatte gerade die 16:15 Führung erzielt und es waren noch 15 Sekunden zu spielen. Die Goldbacher versuchten natürlich noch einmal zum Torerfolg zu kommen. Einzig Andrej Minewski erkannte dies und deckte den ballführenden Spieler nach dem Anwurf offensiv. Als er ihn dann auf die halblinke Deckungsseite abgedrängt hatte, und um einer Zeitstrafe aus dem Wege zu gehen, nicht klammerte, staunte die gesamte Deckung inclusive Torwart als der Goldbacher Tihomir Mitrovic warf und der Ball im Tor zappelte. Die war zwei Sekunden vor dem Halbzeitpfiff.

In solchen und weiteren Aktionen spiegelt sich die nicht clevere Spielweise der Erfurt/Bad Langensalzaer wieder, die es Ihnen noch nicht möglich macht, Spiele gegen Spitzenmannschaften zu gewinnen und selber auch noch keine ist. Die Gäste kamen dann auch mit der besseren Einstellung aus den Kabinen und setzten sich durch gekonnt herausgespielte Chancen und deren fast 100prozentiger Verwertung mit fünf Toren ab. Und das obwohl die Einheimischen teilweise mit zwei Feldspielern mehr auf dem Feld waren. Ganz im Stil der letzten Sekunden vor der Pause bekam man sogar in dieser Situation ein Gegentor. Im weiteren Verlauf schaffte man dieses Kunststück noch einmal. Und genau das war der entscheidende Unterschied zu den Gästen an diesem Tag.

Immer wieder kämpfte man sich mit hervorragender Moral an den Gegner heran, um dann durch die geschilderten Fehler sich des Lohnes zu berauben.
Nicht unerwähnt sollten in diesem Zusammenhang die Schiris Hauke/Olbert sein. Durch nichtnachvollziehbare Entscheidungen auf beiden Seiten brachten Sie nicht nur die Zuschauer auf die Palme. Auch auf dem Parkett wurde es ruppiger und nicht immer wurde der foulspielende Spieler auch entsprechend bestraft. Beispiel hierfür war die Disqualifikation von Daniel Baumgarten. Gewiss spielt Daniel einen körperbetonten Handball und setzt seinen Körper auch in der Deckung voll ein. Aber das meist mit fairen Mitteln. Diesmal wurde er für zumindest zwei Aktionen nicht gerechtfertigt hinausgestellt. Und nach seiner Disqualifikation lief Daniel hinter der Auswechselbank zur Grundlinie und wurde mit einer weiteren Strafe belegt. Dies sahen die Schiedsrichter genau und handelten zwar regelgerecht, aber mit wenig Fingerspitzengefühl. Diese Genauigkeit hätten Sie anwenden sollen, als Ihnen das Verabreichen eines Ellenbogen-Checks gegen Andrej Minewski entging und er eine Platzwunde im Gesicht in Kauf nehmen musste.
Alles in allem war es aber eines der besseren Spiele der SG in dem leider nur Andre Ahrens eine überdurchschnittliche Leistung zeigte.

Der SG wurde noch einmal deutlich aufgezeigt wo man für die nächsten Spiele und vor allem für die nächste Saison zulegen muss. Und dann sollte auch wieder ein voller Erfolg gegen eine Spitzenmannschaft gelingen.
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