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Thüringer Handball-Verband
08.01.2009 - 20:17:35 *
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Autor Thema: Nachholspiele vom 11. & 14. Spieltag  (Gelesen 606 mal)
Marco
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« am: 22.04.2007 - 10:05:11 »

21.04.2007  16:30
SV Thuringia Königsee - HSV Apolda 1990
[Sporthalle Am Schiefer Königsee]

22.04.2007  16:00
HV Spielzeugstadt Sonneberg - Ernestiner SV Gotha
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]
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« Antworten #1 am: 23.04.2007 - 09:29:58 »

HP Sonneberg

Handball, Oberliga Männer

HVS Sonneberg – Enerstiner SV Gotha   27:27   (9:14)


Am Ende eine gerechte Punkteteilung

Der HV Spielzeugstadt Sonneberg und der Enerstiner SV Gotha trennten sich am Nachholspieltag am vergangenen Sonntag letztendlich leistungsgerecht 27:27 unentschieden. Nach einer desolaten ersten Halbzeit der Spielzeugstädter und einer fast unvergleichlichen Aufholjagd in Halbzeit zwei geht dieses Remis in Ordnung.

Doch was war los, mit dem Gastgeber im ersten Durchgang? War es der Sieg der Vorwoche, der zu viel Selbstvertrauen gegeben hatte oder war es einfach nur Unterschätzung? Egal was es war, eine solche erste Halbzeit darf man vor heimischen Publikum einfach nicht abliefern! Dementsprechend laut ging es auch zur Pause in der Kabine zu und die Erinnerung an die Ehre zeigte in Halbzeit zwei zumindest etwas Wirkung.

Zum Spiel: Nach einem ausgeglichenen Beginn (6:6) konnten sich die Gäste etwas absetzen. Nach einer ein bis zwei Tore Führung gelang es sogar, den Vorsprung immer weiter auszubauen. Nach dem 8:13 gegen Sonneberg, wurden beim 9:14 die Seiten gewechselt. Die Gründe für diese schwache Leistung sind vielseitig. Vor allem das Fehlen vom verletzten Torsten Schmidt machte sich entscheidend bemerkbar, denn weder im Angriff noch in der Abwehr konnten die Sonneberger entscheidende Akzente setzen. Das Angriffsspiel wirkte zu statisch und kaum ein Sonneberger konnte sich vielversprechend ins Spiel einbringen. Vor allem aus dem Rückraum lies Martin Blechschmidt seine gewohnte Schussstärke vermissen. Im Abwehrverhalten wurde auch zu lasch agiert. Entscheidend waren hierbei die leichten Tore aus dem Rückraum und über die Linksaußenposition.

Nach dem Wechsel dann immer noch das gleiche Bild. Gotha konnte locker leichte Tore erzielen und die Spielzeugstädter rackerten sich ab und schafften es nicht, sich entscheidend durchzusetzen. Doch dann ging ein Ruck durch das Team von Kapitän Manuel Müller. In der Abwehr wurde wieder kräftiger zugepackt und im vor allem schnell nach vorne gespielt. Leichte Tore waren die logische Konsequenz und Sonneberg konnte Tor um Tor aufholen. Nachdem Gotha beim 18:10 bereits mit acht Toren fast uneinholbar führte, schafften es die Spielzeugstädtern Stegner & Co. den Schneid abzukaufen und kamen beim 19:19 erstmals wieder zum Ausgleich. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel, wobei sich Sonneberg leicht absetzen konnte. Beim 25:23 und eigenem Ballbesitz in der 55. Spielminute hätte man möglicherweise den Sack zu machen können, doch Unkonzentriertheiten hielten Gotha im Spiel.

Dann Dramatik pur in den letzten zwei Spielminuten. Kapitän Manuel Müller höchstpersönlich erzielt die erneute Führung zum 26:25. Doch da war Sonneberg nur noch mit fünf Spielern auf dem Parkett, denn Martin Blechschmidt erhielt 90 Sekunden vor Schluss bereits eine Zeitstrafe und konnte somit nicht mehr ins Spielgeschehen eingreifen. Nach dem erneuten Ausgleich der Gäste war es wiederum der Spielzeugstädter Spielführer der die Führung zum 27:26 erzielen konnte. Dann verhinderte Christopher Weiß die schnelle Mitte der Gäste regelwidrig und kassierte die rote Karte. Es waren noch 5 Sekunden zu spielen und Gotha hatte Anwurf. Der ehemalige Sonneberger Andre Stegner spielte einen weiten Ball in Richtung Tor von Thomas Werner und da kam Rechtsaußen Perner angeflogen und versenkte den letztmöglichen Wurf per Kempa-Trick im Sonneberger Kasten. Der Ausgleich in wahrlich letzter Sekunde war perfekt und die Gothaer Spieler machten Freudentänze mit der Schlusssirene.

In Anbetracht der beiden völlig unterschiedlichen Halbzeiten ein leistungsgerechtes Unentschieden, in dem aber in der zweiten Halbzeit auf Sonneberger Seite vor allem die Außenspieler Christopher Weiß und Pit Poser zu gefallen wussten.

Am kommenden Wochenende wird sich dann zeigen, welche der beiden Mannschaften eine bessere Auffassungsgabe besitzt, denn am Sonntag reisen die Mannen vom Trainergespann Blechschmidt/Mäder nach Gotha, um das Rückspiel auszutragen.

*Thomas Kunz/Pressewart*

Sonneberg: Werner, N. Weiß, Funkstein; Müller (3), R. Blechschmidt, M. Blechschmidt (5), Poser (5/1), Gurtowoi (4), Kroll (1), Kienel, Chr. Weiß (9/1), Grieseler, Seifarth

Strafwürfe: Sonneberg: 2/3  Gotha: 2/2
Zeitstrafen: Sonneberg: 4 + 1 RK (60. min)  Gotha: 6

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Marco
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« Antworten #2 am: 23.04.2007 - 10:09:26 »

HP Königsee

SV Thuringia Königsee - HSV Apolda 1990 33:26 (13:8)

Apolda an die Wand gespielt

Die Serie von Königseer Überraschungserfolgen hält weiter an

In diesem Nachholspiel hoffte man auf der Tribüne der Königseer Schiefer-Sporthalle auf eine ähnliche Leistung wie in der Vorwoche gegen Ziegelheim. Die Gäste, stets ein unbequemer Gegner für die Rinnestädter, mussten erst einmal abgetastet werden, da sie nicht ganz komplett antreten konnten. Doch die ersten Minuten gehörten eindeutig den Gastgebern, die ihre Abwehr engmaschig machten, vorn die Akzente setzten und zur Freude der Fans trafen (3:0 - 4.). Das war natürlich ein Auftakt nach Maß, welcher Hoffnungen keimen ließ auf den zweiten Doppelpunktgewinn in Folge. Dies setzte sich auch in den weiteren Minuten fort. Thuringia ließ weiterhin den Tabellenfünften nicht zur Entfaltung kommen, der sich schwer tat und in Thuringia-Keeper Cadek seinen Meister fand (5:1 - 9.). Mit der Zeit fing sich Apoldas Hintermannschaft, so dass auch Königsees Angriffsreihe ihre Schwierigkeiten bekam, was allerdings Apolda in Gegenzügen nicht nutzen konnte (6:2 - 14.). Einen großen Anteil an der bis dato torarmen Partie hatten beide Torhüter, welche zahlreiche Angriffe entschärfen konnten. Doch der HSV 1990 kam, hatte sich nun besser auf das Spiel der Hohmann-Schützlinge eingestellt und verkürzte (5:7 - 21.), was die Rinnestädter wieder munterer machte (9:5 - 22.). Apolda ließ sich davon nicht beeindrucken, hielt die Partie offen (7:9 - 25.). Erneut starteten die Rinnestädter einen toremäßigen Zwischenspurt, der sie wieder davonziehen lassen konnte (11:7 - 27.) bzw. den Vorsprung auf fünf Tore ausbauen ließ (13:8 - 30.). Diese Tore-Differenz sollte die nötige Ruhe bringen, um den als Favorit gehandelten Kontrahent weiter auf Distanz zu halten, was eindrucksvoll gelang (16:9 - 33.). Und immer wieder war es Königsees Torhüter Cadek, der die HSV-Angreifer verzweifeln ließ. Königsee blieb weiter spielbestimmend, hielt seinen Vorsprung (19:11 - 38.) und ließ Apolda nie wie einen Tabellenfünften aussehen. Die Gäste mühten sich zwar, versuchten an den Ketten zu zerren, fanden allerdings kaum ein Mittel das Thuringia-Abwehrbollwerk zu überwinden, in dem Keeper Cadek zum Helden wurde. Die Krönung waren gehaltene Strafwürfe sowie der Eintrag in die Torschützenliste mit einem schnell erkannten Weitwurf. Für die Gäste wurde die Partie zu einer Vorführung, die mit zehn Treffern ins Hintertreffen gerieten (12:22 - 44.). Und die Thuringia-Sieben ließ keine Ermüdungserscheinungen erkennen, so dass auch Hochstimmung bei den Fans angesagt war , obwohl die Glockenstädter wieder unter die Zehn-Tore-Differenz kamen (15:24 - 49.), was die Königseer postwendend korrigieren konnten. Bei diesem Spielstand wechselte Coach Hohmann durch, so dass auch die Reservisten zu ihren Bewährungsproben kamen (26:16 - 52.). Sieben Minuten vor dem Ende griff der HSV zu technischen Mitteln, störte frühzeitig den Angriffsaufbau der Gastgeber, was Wirkung zeigte (21:28 - 55.). Doch zu diesem Zeitpunkt war schon alles klar auf wessen Konto das Punktepaar ihren Niederschlag findet. Thuringia hielt dagegen (33:25 - 58.) und krönte seine Klasseleistung mit dem zweiten Sieg in Folge, der die 200 Fans zu stehenden Ovationen animierte.

Thuringia: Höhne, Cadek (1) - Lächa (1), Hüttner (2), Förster, Friedrich (2), Najman (4), Götz (1), Göring, Oldenburg (11), Dademasch (10), Knedlik (1).
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