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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: Entscheidungsspiele  (Gelesen 930 mal)
Marco
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« am: 15.05.2007 - 11:25:47 »

13.05.2007  16:00
LSV Ziegelheim - HSV Ronneburg
[Wieratalhalle Ziegelheim]

16.05.2007  19:00
HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]
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Marco
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« Antworten #1 am: 15.05.2007 - 11:31:50 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - HSV Ronneburg 31:30 (18:17)
 
Im ersten der zwei Entscheidungsspiele um die Titelvergabe (oder eben die Vizemeisterschaft) in Thüringen konnten die LSV-Männer im Ostthüringenderby den Ronneburgern einen knappen Sieg abringen. Eines war offensichtlich. Beiden Teams scheinen die Spiele vielleicht ungelegen zu kommen, doch den Titel wollen beide mit aller Macht. Ziegelheim fast in Bestbesetzung, Ronneburg hatte trotz erster Behauptungen alles an Deck, sogar den geschassten Puta. „Mir ist es sowieso lieber, wenn die hier mit voller Kapelle anrücken. Dann wissen bei uns nämlich alle, dass sie zweimal am Limit spielen müssen, um überhaupt eine Chance zu haben,“ so Steffen Moritz zu Beginn. Und nach dieser ersten Partie wird genau das nun im Rückspiel dringend nötig sein.

Nach einer anfänglichen Abtastphase (1:1, 5.) kamen die LSV-Männer besser zum Zuge. Bis zur Pause lagen sie stets knapp vorn. Im Rückraum nutzten die Heinig-Brüder und Moritz die angebotenen Räume oder bedienten Ralf Reusch auf Kreismitte. Da die Ziegelheimer Hintermannschaft aber gegen die druckvolle Spielweise der Gäste stellenweise recht indisponiert wirkte, entwickelte sich die erste Hälfte zu einem offenen Schlagabtausch beider Mannschaften. Ronneburg kam dabei zu den einfacheren Treffern meist über den enorm starken Kreisläufer Meyer. Kurz vor der Pause in Überzahl schien es so als sollten die Ziegelheimer tatsächlich einen kleinen Vorsprung erringen können. Doch die Kontereinlage zum 16:12 (24.) entpuppte sich als Strohfeuer. Ronneburg ließ sich nicht abschütteln.

Nach dem Seitenwechsel wendete sich allmählich das Blatt. Der LSV versiebte nun wie schon in Durchgang eins einige dicke Chancen. Der Weg durch das Ronneburger Deckungszentrum wurde immer schwieriger. Zumeist mussten Einzelaktionen herhalten oder eben Tempogegenstöße. Da aber die eigene Abwehr keine Mittel fand gegen Heidrich, Ganzha und immer wieder Meyer, funktionierte auch das Tempospiel nicht wirklich konstant. Somit drehte das Resultat. Die Gäste zogen zum 26:24 erstmals mit zwei Toren davon (48.) und behaupteten die Führung bis kurz vor Ende. Ab der 55. Minute aber verbarrikadierten die Ziegelheimer endlich ihr Gehäuse, profitierten dabei zunächst von einer Überzahlsituation. Aus dem 29:30-Rückstand kämpften sie sich unter ohrenbetäubendem Jubel noch zum 31:30-Sieg. Was der schließlich wert ist, wird sich dann am Mittwoch beim Rückspiel zeigen. Die besseren Karten, so sieht es realistischer Weise aus, haben die Ronneburger. Die dürften nach der 25:30-Heimpleite im Januar ohnehin vorgewarnt sein.
 
LSV: Urwank, Hahn, Rüger; Godlinski, D. Heinig (8), S. Graichen (2), Ch. Graichen, A. Heinig (3), Moritz (10/4), Reusch (5), Knöfler, Bartlick (2), Kühnert (1), Sense
Strafminuten: LSV 6; HSV 8   
7m: LSV 6/4; HSV 6/5
Strafminuten: Fischer/Schüller ll (SG Nickelhütte Aue)
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« Antworten #2 am: 15.05.2007 - 11:33:55 »

OTZ Gera  14.05.2007

HSV unterliegt in Ziegelheim

Entscheidung fällt erst im Rückspiel am Mittwoch in Ronneburg
 
LSV Ziegelheim - HSV Ronneburg 31:30 (18:17)

Noch vor dem letzten Meisterschaftsspiel, wo Ronneburg eigentlich zum Zuschauen verurteilt ist, wurden durch den THV Entscheidungsspiele zwischen dem LSV Ziegelheim und dem HSV Ronneburg angesetzt. Das Los wollte es so, dass die Ronneburger am Sonntag zum ersten Spiel nach Ziegelheim reisen mussten. Also ein schwerer Gang für die Gäste, die sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel schaffen wollten.

Von Beginn an waren beide Teams bemüht, konzentriert zu spielen und so wenig wie möglich Fehler zu "produzieren". Dementsprechend ausgeglichen gestaltete sich das Spiel, wobei es den Hausherren nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. Nach zwischenzeitlichem 3:1 führte Ziegelheim nach zehn Minuten lediglich mit 4:3 und nach 20 Minuten mit 12:11. Danach zwei Ronneburger Fehlwürfe und ein technischer Fehler und Ziegelheim ließ es dadurch drei mal in Folge im HSV Gehäuse klingeln. 15:11 und der HSV war nun im Zugzwang, kämpfte sich wieder heran und schafft beim 17:16 wieder den Anschluss.

Es blieb spannend, wobei jeder Mannschaft noch ein Treffer gelang und es mit einer 18:17 Gastgeberführung die Halbzeitpause ging. Die zweiten dreißig Minuten verliefen ähnlich der ersten Spielhälfte. Keinem Team gelang es, sich entscheidend abzusetzen (18:18, 19:19, 20:20). Nach vierzig Minuten dann erstmals eine Ronneburger Führung zum 20:21, allerdings hielt diese nicht lange.

Der Gastgeber erzielte postwendend den Ausgleich und ging selbst wieder in Führung (22:21) und Ronneburg war immer wieder um den Ausgleich bemüht. Nach dem 24:24 gelangen der Oberliga-Sieben des HSV zwei wichtige Treffer am Stück zum 24:26. Eine Entscheidung im Spiel war das jedoch keinesfalls. Nach dem 25:27 waren es dann wieder die Ziegelheimer, die den Ball zweimal in die HSV - Maschen setzten und sich somit den Ausgleich zum 27:27 erspielten.

Das Spiel blieb weiterhin spannend und ausgeglichen, noch waren zehn Minuten zu spielen. Wieder lag Ronneburg nach einigen gespielten Minuten mit zwei Toren vorn (27:29) und der Gastgeber war zum nachziehen verurteilt, schaffte aber wieder den Ausgleich zum 29:29.

In dieser Phase erhielt der HSV einen Siebenmeter, den O. Meyer leider nur an den Innenpfosten setzte. Ronneburg vergab also in der Schlussphase ein besseres Ergebnis. Es gelang lediglich noch ein Tor, während die Hausherren noch den Ausgleich zum 30:30 und kurz vor Ultimo den 31:30 Siegtreffer erzielen konnten. Sicherlich war für den HSV mehr drin, doch nur drei erzielte Tore in den letzten zehn Minuten waren zu wenig.

Man kann allerdings, wie zu hören war, mit diesem sehr knappen Spielausgang leben, hat sich eine gute Ausgangsposition für das Rückspiel am Mittwoch, den 16. Mai, 19 Uhr in der Ronneburger Sporthalle geschaffen. Kurz gesagt, die Entscheidung fällt, vor hoffentlich zahlreichen Zuschauern und Fans, in Ronneburg.

Ronneburg: H. Seidemann, R. Zehmisch, D. Koska (1), S. Gottschalk (2), S. Ganzha (3), M. Zänsler (4), Ch. Dathe, R. Bauer, Th. Heidrich (4), L. Vollgold, D. Sidortschuk (3), F. Förster, M. Puta (3), O. Meyer (10).

Siebenmeter Ronneburg 6/5 Ziegelheim 6/4,
Zeitstrafen Ronneburg 4x2 Min. Ziegelheim 3x2 Min.
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« Antworten #3 am: 18.05.2007 - 00:36:29 »

HP Ziegelheim

HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim  26:26 (11:16)

Es waren unglaubliche Szenen, die sich unmittelbar nach dem Abpfiff in der Ronneburger Sporthalle abspielten. Wie entfesselt nach einem Herzschlagfinale stürmten die LSV-Fans die Spielfläche und tanzten ausgelassen mit ihrer Mannschaft um die Wette. Soeben hatte Oliver Meyer einen direkten Freiwurf in die LSV-Abwehr geknallt und damit den Ziegelheimer Triumph im Entscheidungsspiel besiegelt. Das Unentschieden nach dem 31:30-Hinspielerfolg reichte. Damit können die Ziegelheimer nun am Sonnabend gegen Liga-Schlusslicht Meiningen zumindest aus eigener Kraft den Vizemeistertitel erringen. Sollte Bad Blankenburg nicht in Goldbach gewinnen, ist sogar noch der ganz große Wurf drin.

Die Begegnung hatte den Charakter eines echten Spitzenspiels und blieb trotz der Brisanz wohltuend fair ohne grobe Fouls und Nickligkeiten. Die erste Hälfte gehörte den Ziegelheimern, die sich gestützt auf den überragenden Keeper Torsten Urwank wie in einen Rausch spielten und den HSV mit Konterattacken förmlich überrollten. Nach dem Wechsel wuchs deren Torhüter Zehmisch über sich hinaus. Ronneburg kippte die Partie, führte mit zwei Toren, aber Ziegelheim kam mit einer Energieleistung zurück und rettete den Punkt.

Die Bilder der Anfangsphase glichen denen im Januar, als der LSV in ähnlichem Hurra-Stil losgelegt hatte. Ronneburg zeigte Unsicherheiten gegen die im Vergleich zum Hinspiel taktisch disziplinierter agierende LSV-Deckung. Kamen sie dann doch durch, war spätestens bei Torsten Urwank Endstation. Was der an Großchancen in Durchgang eins zunichte machte, war fast nicht zu zählen (5:2, 8.). Jede dieser Aktionen war Ausgangspunkt für blitzschnelle Konterattacken über Sylvio Graichen oder vor allem David Heinig. Der Youngster verknallte dabei auch drei Stück, ließ sich aber nicht beirren und variierte in der Folge seine Würfe besser. Ronneburg kam zwar noch einmal zum 5:5-Ausgleich. Mehr war jedoch zunächst nicht drin. Ziegelheim drückt auf die Tube oder spielte geduldig bis zur Chance. Kurz vor der Pause nutzte die LSV-Truppe routiniert eine Überzahl aus, um bis auf 15:10 davon zu ziehen (29.).

Nach dem Seitenwechsel drehten die Ronneburger auf. Mit 8:2 entschieden sie die ersten zehn Minuten für sich und hatten die Partie ganz schnell gekippt (19:18, 40.). Spätestens jetzt war allen klar, dass sich der Kantersieg vom Januar nicht wiederholen lassen würde. Ronneburg hatte deutlich den Kampf angenommen. Deren Keeper Zehmisch hatte nun das Urwank-Niveau erreicht. Und auch im Angriff brachten besonders Ganzha, Zänsler und Meyer die Abwehr in arge Schwierigkeiten. Einzig Torjäger Martin Puta war wieder mal durch Nick Sense völlig abgemeldet. Nur einen Strafwurftreffer brachte der Tscheche zustande. Die Gastgeber führten schließlich mit 23:21 (50.). Ziegelheim versuchte es weiter mit hohem körperlichen Aufwand durch die Mitte, ließ die Hausherren zumindest nicht enteilen. Die Partie blieb eng, Ronneburg legte immer eins vor, Ziegelheim glich aus (23:23, 55.). 30 Sekunden vor Ende machte zunächst Vollgold über Außen den umjubelten Ronneburger Führungstreffer zum 26:25. Die LSV-Männer stürmen in Richtung Tor. Foul! Zeitstrafe gegen Ronneburg. Noch zwanzig Sekunden! Die Ziegelheimer beginnen ihre Überzahlkombi. David Heinig zieht aus dem Lauf ab. Toooor!! Gleichzeitig verhindert der 17-jährige den Anwurf kassiert dafür die rote Karte. Noch acht Sekunden! Die Ziegelheimer verteidigen mit Mann und Maus. Meyer bekommt den Ball, wird gefoult. Freiwurf! Die Zeit ist um. Meyer selber tritt an und wirft in die Deckung. Aus! Was sich jetzt abspielt, ist schier unbeschreiblich!

Stimmen zum Spiel:

Roberto Jahn (Mannschaftsverantwortlicher): Wenn wir am Sonnabend gewinnen, ist es fast egal wie Blankenburg spielt. Was wir bisher geleistet haben, ist einfach gigantisch. Vor allem diese letzten drei Spiele.

Sylvio Graichen (Linksaußen): Das war echte Gänsehaut-Atmosphäre. Du kommst geschlossen in eine fremde Halle und plötzlich erheben sich fast alle Zuschauer und bejubeln dich euphorisch. Wahnsinn!

Karsten Knöfler (Spielertrainer): Nachts um drei bin ich aufgewacht und habe noch an der Aufstellung herumgebastelt. Es hat sich tatsächlich gelohnt.

Steffen Moritz (Spielertrainer): Die letzten drei Spiele waren kämpferisch phänomenal. Wie wir trotz der Rückstände am Ende immer wieder zurückgekommen sind, zeigt schon unsere neue Qualität.

Andreas Dennstedt (Mannschaftsleiter): Wir werden dennoch auf dem Teppich bleiben. Auch gegen Meiningen müssen wir erst noch gewinnen. Glückwünsche nehme ich erst nach einem Sieg am Samstag entgegen.

Hans-Werner Kasobke (Leiter der Spielkommission): Ein tolles Spiel. Und trotz der großen Spannung und Brisanz war es wirklich ausgesprochen fair.

Stefan Koska (Trainer Ronneburg): Das war Werbung für den Handball. Ich kann meiner Truppe keinen Vorwurf machen, sie hat Charakter gezeigt und sich ins Spiel zurückgekämpft (Quelle: OTZ, 17.05.07)

Harald Moritz (Sportlicher Leiter – LSV): Unser Torwart hat die Partie entschieden. So stark hab ich den Torsten noch nicht erlebt. Einfach Klasse! (Quelle: OTZ, 17.05.07)
 
LSV: Urwank, Hahn, Rüger; Godlinski, D. Heinig (8), S. Graichen (3), Ch. Graichen, A. Heinig (4), Moritz (8/7), Reusch (2), Knöfler, Bartlick, Kühnert, Sense (1)
Strafminuten: HSV 6; LSV 6           
7m: HSV 2/1, LSV 7/7
Schiedsrichter: Hennig/Störr (HSG Neudorf/Döbeln)
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« Antworten #4 am: 18.05.2007 - 00:39:27 »

OTZ Gera  16.05.2007

Heute fällt Entscheid zum "Gipfeltreffen"

Gespräch mit HSV-Coach Stefan Koska
Heute trifft die Handball Oberliga Männer in der Ronneburger Sporthalle zum Entscheidungsspiel HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim um 19 Uhr aufeinander. Im Vorfeld dieser Begegnung ein Gespräch mit HSV - Coach Stefan Koska:

Wie hat man das Spiel in Ziegelheim verkraftet, wie ist die Stimmung?

Ich bin nach wie vor der Auffassung, dass wir uns in Ziegelheim mit der knappen 31:30- Niederlage eine gute Ausgangsposition für das heutige Rückspiel in Ronneburg geschaffen haben. Die Mannschaft ist guter Dinge und brennt darauf, vor heimischer Kulisse das Ergebnis zu unseren Gunsten zu korrigieren. Mit der Leistung in Ziegelheim konnte man zufrieden sein, auch wenn es hier und da noch Kleinigkeiten abzustellen gilt.

Hat der HSV Ronneburg heute alle Mann an Deck?

Heidrich wird uns krankheitsbedingt leider nicht zur Verfügung stehen und hinter Gottschalk steht noch ein großes Fragezeichen. Dennoch sollte die Mannschaft in der Lage sein, diese Ausfälle zu kompensieren. Wir wollen gewinnen, alles andere steht nicht zur Debatte.

Nun kommen die Ziegelheimer nicht nach Ronneburg, um Geschenke zu verteilen, sie haben ebenfalls den festen Willen zu gewinnen. Wie muss man spielen und was könnte spielentscheidend sein?

Ein wesentlicher Faktor wird sein, wer am heutigen Tag auf der Torhüterposition die besseren Karten hat. Zum anderen muss es uns gelingen, den Aktionsradius der Ziegelheimer Rückraumspieler einzuschränken, um selbst die notwendigen Akzente setzen zu können. Wir müssen schnell und konzentriert spielen, die Fehlerquote in Grenzen halten und unsere Chancen hundertprozentig nutzen, damit sich die Waage zu unseren Gunsten neigen kann. Kurz gesagt, es muss einfach alles stimmen.

Eine letzte Frage zum Umfeld, und wann wird das Spiel angepfiffen?

Wir erwarten selbstverständlich zahlreiche Zuschauer und Fans aus beiden Lagern in der Ronneburger Sporthalle, die ihre Mannschaften sicherlich lautstark unterstützen werden. Mit unseren Fans im Rücken wollen wir auch unseren Sponsoren für deren Unterstützung in der gesamten Saison mit einer Top-Leistung im Spiel Danke sagen. Es steht uns also gute und packende Handballkost bevor und wir erwarten Fair play in allen Belangen. Das Spiel wird 19 Uhr angepfiffen, und die Versorgung einschließlich Thüringer Rostbratwurst ist ab 18 Uhr gesichert.
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« Antworten #5 am: 18.05.2007 - 00:49:08 »

HP Ronneburg

Grosser Schritt für Ziegelheim zum Titel
 
Ronneburg spielt nur 26:26

Die Handballer des LSV Ziegelheim sind ihrem ersten Landesmeistertitel sehr nahe gekommen.

Gestern Abend trennten sie sich im zweiten Entscheidungsspiel beim HSV Ronneburg 26:26 (16:11). Da sie am Sonntag das Hinspiel 31:30 gewannen, liegen sie in der Endabrechnung der beiden Partien vorn.

Wer Meister wird, steht aber erst am Sonnabend nach dem letzten Oberliga-Spieltag fest. Ziegelheim muss gegen Meiningen gewinnen und hoffen, dass der HSV Bad Blankenburg in Goldbach nicht gewinnt. Ronneburg ist raus aus dem Meisterschafts- und damit aus dem Aufstiegsrennen.

Bad Blankenburg kann mit einem Auswärtssieg noch Meister werden und das Ticket für die Regionalliga Südwest lösen. Die beiden Entscheidungsspiele zwischen Ronneburg und Ziegelheim wurden vom Verband vorsorglich angesetzt, weil in der Abschlusstabelle ein absolutes Patt zwischen diesen zwei Teams drohte. So viel zur Mathematik.

Knapp 600 Zuschauer erlebten gestern ein dramatisches Spiel. Zwei Sekunden vor Ultimo wurde Ronneburgs Oliver Meyer siebenmeterreif gefoult. Die Unparteiischen aus Döbeln erkannten nur auf Freiwurf. Der letzte Wurf ging neben das Tor. Danach feierten die Ziegelheimer und knapp die 250 mitgereisten Fans. "Das war Werbung für den Handball. Ich kann meiner Truppe keinen Vorwurf machen, sie hat Charakter gezeigt und hat sich ins Spiel zurück gekämpft", meinte Ronneburgs Trainer Stefan Koska.

Bei Halbzeit lag Ronneburg 11:16 schier aussichtslos hinten. Von Minute zu Minute schmolz aber der Rückstand. Beim 23:21 (50.) lagen sie sogar mit zwei Toren vorn. Der Traum vom Sieg ging nicht in Erfüllung. Die Gastgeber leisteten sich zu viele Fehlwürfe, allen voran der tschechische Gastspieler Martin Puta, der nur vom Siebenmeterpunkt traf.

Bester HSV-Akteur war Keeper Robert Zehmisch. Er rückte für den am Knie verletzten Hannes Seidemann zwischen die Pfosten und wuchs - vor allem im zweiten Abschnitt - über sich hinaus. Einen Tick besser war nur sein Gegenüber Torsten Urwank. "Unser Torwart hat die Partie entschieden. So stark habe ich den Torsten noch nicht erlebt. Einfach Klasse", sagte LSV-Manager Harald Moritz.

HSV: Seidemann, Zehmisch, D. Koska, Gottschalk (3), Ganzha (4), Zänsler (6), T. Koska, Dathe, Bauer, Vollgold (3), D. Sidortschuk (1), Förster, Puta (1), Meyer (8).

LSV: Urwank, Hahn, Rüger, Godlinski, D. Heinig (8), S. Graichen (3), C. Graichen, A. Heinig (6), Moritz (7), Reusch (2), Knöfler, Bartlick, Kühnert, Sense.
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