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Thüringer Handball-Verband
02.12.2008 - 16:12:27 *
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Autor Thema: 26. Spieltag  (Gelesen 1400 mal)
Marco
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« am: 20.05.2007 - 12:25:47 »

19.05.2007  16:00
SV Hermsdorf II - ThSV Eisenach II
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

19.05.2007  19:30
Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee
[Sporthalle Ernestinum Gotha]

19.05.2007  19:30
LSV Ziegelheim - ESV Lok Meiningen
[Wieratalhalle Ziegelheim]

19.05.2007  19:30
HV Spielzeugstadt Sonneberg - Post SV Gera
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

19.05.2007  19:30
HSV Apolda 1990 - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

19.05.2007  19:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Bad Blankenburg
[Nessetalhalle Goldbach]
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Marco
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« Antworten #1 am: 20.05.2007 - 23:20:10 »

HP Gera

40 starke Minuten zu wenig, um in Sonneberg zu siegen

HV Spielzeugstadt Sonneberg - Post SV Gera 29:22 (10:12)

Bei bestem Sommerwetter machten sich die Post-Handballer auf den Weg nach Sonneberg zum letzten Oberligaspiel der Saison. Sonneberg konnte als "frischgebackener" Pokalsieger Thüringens (Glückwunsch nach Sonneberg) mit breiter Brust in das letzte Heimspiel gehen. Ein Spiel sicherlich nicht so spannend, wie der Kampf um die Meisterschaft, doch wichtig für beide. Mit einem Sieg konnten die Gäste, den HV Sonneberg in der Abschlusstabelle hinter sich lassen, eine Möglichkeit mit der man vor der Saison wohl kaum gerechnet hat.
Damit war auch kein "Sommerhandball" zu erwarten und beiden Mannschaften begannen konzentriert die Partie. Die ersten Minuten verliefen dabei sehr torarm, einerseits weil beide Torhüter sofort hellwach waren und andererseits weil die Werfer das Visier noch nicht justiert hatten. Als erstes fanden die Sonneberger ihre Treffsicherheit wieder und konnten bis zum 6:4 mehrfach mit zwei Toren in Front gehen. Mit zunehmender Spieldauer fanden jedoch die Männer um Kapitän Stefan Martin zu dem Spiel, was phasenweise in Apolda und insbesondere in Eisenach sehr erfolgreich vorgetragen wurde. Eine aggressive Abwehr mit einem starken Petr Nedved im Tor und schnelles Umkehrspiel. Die Post übernahm die Initiative im Spiel, ging in Führung, baute diese phasenweise auf 3 Tore aus und ging mit zwei Toren Vorsprung (12:10) in die Kabine.
Jeder wusste jetzt wie es geht, um auch in Sonneberg zu gewinnen. Was konnte Sonneberg noch entgegensetzen und würden die Kräfte der Gäste in der recht schwülen Luft der Sonneberger Halle über 60 Minuten reichen. Fragen für die zweite Halbzeit.
Die zweite Halbzeit begann wie die erste Halbzeit beendet wurde, mit einer Geraer Mannschaft die klar das Spiel und das Tempo bestimmte. Insbesondere Stefan Martin wurde in dieser Phase mehrfach schön ins Spiel gebracht und konnte erfolgreich abschließen.
Die Gästen bauten Ihren Vorsprung bis zur 40. Minute auf 18:14 aus. Danach folgten 5 Minuten im Spiel wo Fortuna ganz klar nicht auf Seiten der Gäste stand. Stark erkämpfte Bälle in der Abwehr der Gäste kamen (glücklich, zufällig) zurück zu Sonneberg und ermöglichten den Gastgebern einfache Tore. Dazu kam das 2-3 hundertprozentige Chancen im Angriff vom jetzt starken Sonneberger Torhüter gehalten wurden und Sonneberg war dran und vorbei. 20:19 nach 47. Minuten.
Auszeit bei den Gästen - doch ohne Wirkung. Bis zum 23:21 kämpfte die Post noch mit, doch dann baute Gera rapide ab und im gleichen Atemzug bekam Sonneberg angefeuert von ihren Zuschauern die zweite Luft. Ab der 50. Minute spielte nur noch eine Mannschaft und das war Sonneberg. Die Gästen wehrten sich kaum noch und ergaben sich ihrem Schicksal. Unterm Strich mit 29:22 ein Ergebnis was wenig über den Spielverlauf aussagt. Glückwunsch nach Sonneberg für einen verdienten Sieg. Für Gera am Ende ein guter 7. Platz in der Abschlusstabelle der Oberliga und Vorfreude auf die kommende Saison, wo man sicherlich nicht nur 40 Minuten guten Handball abliefern will.

Der Post SV Gera spielte mit:  Ch. Szlapka, P. Nedved -- Krech (4/1 Tore ), M. Grützbach (4), S. Teichmann (2),St. Martin (6), D. Botor (1), J. Mühlberg, M. Seime (2), K. Rosenbaum (3), P. Borik und U. Werler. 
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« Antworten #2 am: 20.05.2007 - 23:21:33 »

HP Bad Blankenburg

Selters für den HSV – Saisonziel Medaille verfehlt

Schmerzliche 40:42 - Niederlage in Goldbach

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Bad Blankenburg 42:40 (22:18)

Eigentlich war alles für eine große Feier vorbereitet. Über 200 Bad Blankenburger Fans machten sich auf den Weg zu den Randgothaern, um mit ihrer Mannschaft ein Handballfest der besonderen Art zu erleben. Es ging um den Titel des Thüringenmeisters. Die Euphorie um die Mannschaft zeigte sich ganz deutlich. Die Fans stehen hinter ihrem Team und auch nach dem Spiel versuchten sie, die Spieler mit ihren Gesängen aufzubauen.
Das Spiel wurde auf oberstem Niveau des Thüringer Handballs gespielt, wobei jedoch beide Angriffsreihen dominierten. 82 Tore in 60 Minuten sprechen eine deutliche Sprache. Dazu muss einfach bemerkt werden, dass für die Kurstädter 40 Tore in Goldbach zum Sieg hätten reichen müssen. Jedoch hat ihre sich über die gesamte Saison hinziehende Abwehrschwäche dieMannschaft um Steffen Schreiber ihren angestrebten Titel gekostet. So traurig dies im Moment der Niederlage auch ist, so müssen für die nächste Saison schon jetzt Erkenntnisse gezogen werden, um diesen Schwachpunkt zu bekämpfen und das Ziel des Thüringenmeisters im nächsten Jahr nicht aus den Augen zu verlieren.

60 Minuten Handballzauber in der Nessetalhalle waren nichts für schwache Nerven. Das Spiel war an Schnelligkeit kaum zu überbieten, wobei der Hallensprecher im Ansagen der Tore oft nicht hinterherkam. In beiden Fanlagern war man oft fasziniert über herrliche Wurfvarianten der einzelnen Akteure. Juhnke und Stegner auf Goldbacher Seite sowie Ardan und Oertel bei den Blankenburgern zeigten, wie schön Handball sein kann.

19:30 Uhr begann das Spiel unter den Jubelgesängen in der bis auf den letzten Platz gefüllten Halle in Goldbach. Dem hohen spielerischen Niveau passten sich sofort die beiden Herren in Schwarz an, die ein großes Lob durch ihr zurückhaltendes, aber äußerst umsichtiges Pfeifen in einer so brisanten Partie verdienen. Es dauerte nur wenige Sekunden und der Ball schlug zum ersten Mal ins Goldbacher Tor ein. Der am Anfang gut spielende, dann jedoch immer mehr seiner Form hinterherlaufend Sabrsula erzielte diesen Treffer. Doch die Gastgeber hielten mit und trafen zweifach. Somit gingen sie nach drei Minuten erstmals in Führung. Beide Mannschaften spielten in dieser Anfangsphase gleichwertig. Nach neun Minuten führte der HSV mit 5:3, eine Minute später jedoch war beim 5:5 der Gleichstand wieder erreicht. Bis zur 16. Minute konnte sich keine Mannschaft absetzen, Spielstand 10:10. In den nächsten vier Minuten ging ein Ruck durch die Reihe des HSV, die Abwehr stabilisierte sich. Tobias Jahn im Tor zeigte tolle Paraden und die Gäste konnten sich durch herrliche Tore von Ardan, Oertel und Jäschke absetzen (19., 14:11). Durch eine Zeitstrafe gegen Goldbach war der HSV in Überzahl, allerdings verlor man völlig die Nerven. Vor allem Petr Korbel machte in dieser Phase katastrophale Fehlabspiele, welche die Goldbacher dankend annahmen. Das Spiel drehte sich in nur zwei Minuten und die Gastgeber lagen plötzlich wieder mit 15:14 vorn. Doch Oertel traf postwendend den Ausgleich. Nach 25 Minuten glich man erneut zum 17:17 aus, ehe sich die Goldbacher mit einer Energieleistung bis zum Halbzeitpfiff auf 22:18 absetzen konnten.

Die Gastgeber eröffneten den Torreigen in der zweiten Halbzeit und führten nun bereits mit fünf Toren. War dies schon die Vorentscheidung? Die Bad Blankenburger waren sich der Wichtigkeit bewusst und legten all ihre kämpferische Kraft in die Waagschale. Ihre Angriffslawine überrollte die Gastgeber und der Vorsprung schmolz. In der 37. Minute war er aufgebraucht und die Kurstädter erzielten durch den im Angriff überragenden Ardan den 24:24 – Ausgleich. Die Partie war gedreht und begann wieder bei Null. Der weit unter seinen Möglichkeiten spielende Hellwig traf durch Siebenmeter in der 39. Minute zum 25:25, ehe der Leichtsinn bei den Grün/Gelben erneut die Überhand gewann. Wie bereits in der ersten Halbzeit nutzten die Goldbacher dies aus und trafen viermal in Folgen in den HSV–Kasten. Diesem Vorsprung liefen die Kurstädter nun bis zum Schluss hinterher. In der 50. Minuten eröffnete sich nochmals die Chance zum Augleich, jedoch verwarf Hellwig vom Siebenmeterpunkt. Selbst in der 58. Minute, als Wendlandt ein herrliches Kontertor zum 39:40 erzielte, keimte nochmals Hoffnung bei den 200 Bad Blankenburger Fans auf. Doch die Gastgeber ließen sich ihren Vorsprung nicht mehr nehmen. Durch einen Strafwurf gelang ihnen erneut die Zweitore–Führung. Oertel verkürzte nochmals zum Schlusspunkt dieser Saison auf 40:41. Das letzte Tor war den Gastgebern vorbehalten, welche sich damit die Bronzemedaille in der Meisterschaft sichern konnten. Für den HSV blieb mit einem Punkt Rückstand zum Meister Ziegelheim nur der undankbare vierte Platz. Die Tränen standen den Spielern in den Augen. Trotz allem gilt der Dank jedem Einzelnen für diese mitreißende Saison mit einem Höhepunkt, der es in sich hatte und einen tragischen Ausgang für Bad Blankenburg nahm.

Für den HSV spielten:
Jahn, Recknagel; Ardan (14), Gäbler, Hanl, Hellwig (5/2), Jäschke (5), Korbel (5), Meilahn, Oertel (7), Sabrsula (2), Sternkopf, Wendlandt (2), Wiegand
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« Antworten #3 am: 20.05.2007 - 23:24:27 »

HP Gotha

Lange Saison siegreich beendet

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee  29:26 (16:11)

Wenige Kilometer entfernt startete ein heißes Rennen um Gold und Aufstieg bzw. Bronze. Kein Wunder, dass der Streit um die goldene Ananas in der Ernestiner-Halle nur wenige Zuschauer fand.
Mit einem Sieg hätte der ESV (18 Punkte) noch einen Platz gutmachen können, aber auch Hermsdorf II (19) gewann sein Heimspiel (33:27 gegen Eisenach II) und verteidigte somit Rang zehn. Für die in Gotha gastierenden Königseer (13) war's einerlei, sie mussten sich eh als Vorletzter aus der Saison verabschieden.
Gothas Ansporn: den zwanzigsten Punkt einfahren und die Ungeschlagenserie auf sechs Spiele ausbauen. Das konnte zwar die verpfuschte Saison nicht retten, ihr aber zumindest einen versöhnlich stimmenden Ausklang verleihen.
Thuringia hatte den Spielverderber-Part inne, rasselte sechzig Minuten seinen Stiefel runter und verpasste am Ende nur knapp, seine Rolle vollends auszufüllen. Die fehlende Cleverness nach dem Anschlusstreffer zum 26:25 erlaubte den wankenden Ernestinern, den Sack zuzuschnüren.
Ein Langweiler war diese Partie keinesfalls. Ohne Lars Gewalt hätte der ESV zu Beginn wahrscheinlich (noch) weniger gut ausgesehen, die ersten fünf Tore gingen aufs Konto des Frontmanns. Es stand 5:5, kurz darauf 8:5. Scheerschmidt bügelte einige Aussetzer seiner Vorderleute aus, die die Abstimmung vermissen ließen. Königsee ging in Führung (8:9).
Es blieb knapp bis zum 12:11, dann landeten die Hausherren vier Treffer zum deutlichen Pausenvorsprung. Der führte wohl dazu, dass einige mit einem verfälschten Gegnerbild aufs Feld zurückkehrten. Es lief nicht mehr viel zusammen; die Gäste hatten mit Cadek frischen Rückenwind zwischen die Pfosten gebracht, schlossen mit dessen Stärke erneut auf (17:16).
Jetzt stemmten sich die Gothaer dagegen, zerrten den Karren aus dem Tal, den Berg wieder hinauf (22:17). So recht und schlecht wurde die Führung verwaltet, neben dem unverdrossenen Gewalt kam auch Perner besser zum Zuge, versenkte die Bälle technisch perfekt von rechtsaußen.
Des Sieges sicher konnten sich die Ernestiner indes nie sein. Immer wieder ließen sie die Gäste herankommen, was deren lautstarken Fans' Hoffnung nährte. Diese starb erst in den letzten drei Spielminuten.
ESV: Scheerschmidt, Seitz - Irmisch 1, Perner 5, Schneider, Thieme 3, Jicha 4, Gewalt 11, Stegner 3, Wandtke 2/1, Hofmann 1
Strafwürfe: 2/1 (Königsee 7/7)
Zeitstrafen: 6 (5)
Schiris: Grußdorf/Breier (Nordhausen)
Zuschauer: 60
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Sonneberg
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« Antworten #4 am: 21.05.2007 - 11:19:04 »

HP Sonneberg

HV Spielzeugstadt Sonneberg – Post SV Gera 29:22 (10:12)

Versöhnlicher Abschluss der Saison

Im letzten Punkt- und Heimspiel der Saison 2006/2007 boten die Sonneberger Handballer ihren treuen Fans noch einmal richtige Dramatik und sorgten damit wahrscheinlich auch für den ein oder anderen erhöhten Blutdruck. Doch am Ende gingen die Spielzeugstädter als deutlicher Sieger vom Parkett und konnten damit eine gelungene Saison mit einem würdigen Abschluss krönen, nach dem Pokalsieg der letzten Woche, war der Sieg am vergangenen Samstag das i-Tüpfelchen.

Die Vorzeichen für diese Partie allerdings waren denkbar schlecht. Mit Kroll und Kapitän Müller fehlten zwei wichtige Stammkräfte. Dazu konnte der Pechvogel der Saison, Torsten Schmidt, nur sporadisch ins Spielgeschehen eingreifen, denn sein gebrochener Daumen hinderte ihn mehrfach, das Spielgerät richtig unter Kontrolle zu bringen. Auch dachten wahrscheinlich viele, dass die Saison bereits letzte Woche beendet wurde, denn einerseits war der Pokalerfolg in Thüringen wahrlich ein Novum, doch auch das letzte Saisonspiel bot noch einmal Spannung, denn mit einer Niederlage waren die Spielzeugstädter auf den siebten Tabellenplatz abgerutscht.

Das Spiel an sich begann relativ verheißungsvoll für den HVS und bis zum 6:5 lag man stets in Führung. Doch dann stellte sich das Manko ein, welches vor allem in der ersten Hälfte auf den Rängen für entsetzen sorgte: Sonneberg gelang kein Tor mehr! Von der 15. Spielminute bis zum Pausenpfiff waren es lediglich noch vier Treffer, welche die Sonneberger beisteuern konnten. Die Gäste aus Gera indes ließen sich nicht beirren und zogen ihre Kreise. Beim 9:12 kurz vor der Pause hingen die Köpfe der Gastgeber schon ganz schön weit unten, doch Christopher Weiß konnte erneut einen sehenswerten Treffer zum 10:12 Halbzeitstand erzielen. Er war es vor allem im ersten Abschnitt, der die Spielzeugstädter weiter auf Tuchfühlung hielt.

Nach dem Wechsel dann erneut das gleiche Bild: Sonneberg spielte lethargisch und verkrampft, wobei Gera hingegen locker aufspielte und beim 11:15 und 14:18 mit vier Toren in Front lag. Erstaunlicher Weise ging dann auf einmal ein Ruck durch die Mannschaft, vielleicht dachte der ein oder andere doch wieder an die vielen treuen Fans, welche erneut die Halle füllten. Und Sonneberg begann ab der 40. Minute dann doch noch einmal Handball zu spielen. Mit Spielwitz, gelungenen Kombinationen, einer aggressiveren Deckung und vor allem einem Nicolas Weiß im Tor schafften es die Gastgeber aus der Spielzeugstadt, den Spieß doch noch einmal zu wenden. Vor allem der erst 19-jährige Torhüter der Spielzeugstädter konnte im letzten Saisonspiel sein wahrscheinlich bestes für den HVS bestreiten und kaufte den Geraer Werfer mehrmals entscheidend den Schneid ab. Beim 19:19 erzielten die Sonneberger dann den vielumjubelten Ausgleichstreffer und nach einem kurzen Zwischenspurt von 23:21 auf 26:21 waren dann alle Dämme gebrochen. Die Gäste aus Gera fügten sich in ihr Schicksal und ließen die Sonneberger nun gewähren. Den Schlusspunkt in diesem Spiel und für die gesamte Saison setzten zwei der Hauptprotagonisten: Die Gebrüder Blechschmidt liefen zehn Sekunden vor Schluss zum Konter und der kleinere von beiden (Robert) spielte den Ball zum Kempatrick in die Luft und Martin musste dies nur noch vollenden. Danach stand die Halle natürlich Kopf und die Begeisterung kannte, schon wie letzte Woche nach dem Pokalerfolg, keine Grenzen mehr.

Nach dem Schlusspfiff ließen sich dann natürlich die Mannschaft und Trainer gebührend feiern und auch für die treuen Fans hatte sich der Verein etwas ausgedacht. Denn bis kurz vor Mitternacht feierten Verantwortliche, Spieler und Fans bei Freibier eine gelungene Saison.

Sonneberg: Werner, N. Weiß, Funkstein; Schmidt, R. Blechschmidt (3), M. Blechschmidt (6/2), Poser (7), Gurtowoi (4), Kienel (2), Chr. Weiß (6/1), Grieseler (1)
« Letzte Änderung: 21.05.2007 - 18:14:48 von Marco » Gespeichert
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« Antworten #5 am: 21.05.2007 - 18:16:07 »

HP Königsee

Punktgewinn für Königsee durchaus möglich - Hektische Partie

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 29:26 (16:11)

Die Königseer, welche nicht chancenlos zum Tabellennachbarn nach Gotha gereist waren, mussten schon frühzeitig erkennen was ihr Manko an diesem letzten Spieltag des Thüringer-Handball-Oberhauses war. In der von beiden Seiten schwach und hektisch geführten Partie fehlte es den Thuringia-Mannen an einer geordneten Hand, den nötigen Impulsen aus dem Rückraum, wo die entsprechenden Ballpassagen Torgefahr bzw. Treffsicherheit vermisst wurden. Najman stand auf der Position des fehlenden Dademasch, von wo nur ein Treffer aus dem Feldspiel heraus kam. Ansonst traf der Mann aus dem tschechischen Cheb vom Siebenmeterpunkt wie gewohnt in sicherer Manier. An der moralischen Unterstützung sollte es auch nicht gelegen haben, da die Hohmann-Schützlinge erneut euphorisch von der Trommlergarde den entsprechenden Rückhalt erhielten. Thuringia Königsee begann die Partie in gewohnter Manier, spielte ruhig bzw. diszipliniert und wartete auf seine Möglichkeiten. So blieb es in dieser Auftaktphase meist ausgeglichen (4:4, 10.). Als die Königseer allerdings anfingen in größerer Manier zu patzen, setzten sich die Hausherren leicht ab (8:5, 16.). Das beeindruckte die Oldenburg, Hüttner, Najman & Co. keinesfalls, die innerhalb weniger Minuten wieder auf Tuchfühlung waren und ausglichen (8:8, 21.). Doch nach wie vor waren die Rinnestädter zur Aufholjagd gezwungen (9:11, 24.). Fünf Minuten vor der Pausensirene Kopfschütteln auf der Königseer Bank sowie bei den gut 20 mitgereisten Fans, als urplötzlich nichts mehr in den Thuringia-Reihen zusammenlief, was Gotha zu einem noch deutlichen Pausenstand zu nutzen wusste (16:11, 30.). Mit Beginn des zweiten Durchgangs zunächst Tore auf beiden Seiten und eine Thuringa-Sieben, welche urplötzlich wusste, was sie in dieser Begegnung wollte. Mit fünf Treffern in Folge wahrte sie seine Punktgewinnchance (16:17, 34.). Doch die Freude und der Hoffnungsschimmer währte nicht lange, da der Ernestiner SV die Schwächen der Mannen vom Schiefer erkannten und diese gnadenlos ausnutzte (21:16, 41.). Die Gäste steckten nicht auf bzw. ließen den Abstand nicht größer werden (22:24, 49.). Fehler, Nervosität und eine hüben wie drüben einsetzende Toreflaute bestimmten in den weiteren Minuten die Szenerie, in der sich die Ostthüringer langsam wieder ins Gespräch brachten und die Gastgeber bangen ließen (25:26, 57.). Dieser wackelte zwar kurz, fiel aber nicht, da es die Königseer in diesen Schlussminuten nicht schafften den Sack zu zubinden. Das nahmen die Gothaer Gastgeber um den Ex-Thuringia-Akteur Irmisch an, versenkten das Streitobjekt noch drei Mal in den Maschen, während die Rinnestädter dagegen nur noch einmal jubeln konnten.

SV Thuringia Königsee: Höhne, Cadek, Föhr, Götz (1), Göring (1), Knedlik (2), Förster, Pojonie, Friedrich (3), Hüttner (7), Oldenburg (4), Najman (8).
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« Antworten #6 am: 21.05.2007 - 18:19:34 »

TLZ Gotha  21.05.2007

Torejagd mit Bronze belohnt
 
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Bad Blankenburg  42:40 (22:18)

Der Jubel in der Goldbacher Halle kannte zum Saisonabschluss keine Grenzen. Denn in einer mitreißenden wie packenden Partie hatten die Blau-Weißen aus Goldbach den noch mit Titelambitionen angetretenen Blankenburgern einen 42:40- Sieg abgerungen …….

……und selbst den Bronzeplatz geschafft. Beide Mannschaften gaben sich einen offenen Schlagabtausch. Bezeichnend dafür die hohe Trefferzahl auf beiden Seiten. Goldbachs Torleute Schneegaß und Walter kassierten so viel Treffer wie in keiner Partie zuvor, aber vorn trafen Sebastian Juhnke und Co. auch. So wogte das Spiel hin und her.

Mit großem Tross waren die Gäste aus Blankenburg angereist, um ihre Mannschaft zum Titel zu puschen. Mit einem Sieg wären sie als Erste nach Haus gefahren. Die Goldbacher standen hinsichtlich laufstarker Unterstützung nicht nach. Schließlich ging es für sie um Bronze. Nach Schwächen in der Hinrunde hatte sich die Mannschaft auf in der Tabelle hochgearbeitet. Entsprechende engagiert gingen die beiden Teams aufs Parkett.

Keiner Mannschaft wollte ein entscheidender Vorsprung gelingen. Zwar lag Goldbach zur Halbzeit vier Treffer vorn (22:18), aber Blankenburg steckte nie auf. Zwei Zeitstrafen in der 36. Minute gegen Gerald Glief, der sein letztes Spiel für Goldbach bestritt, und Michael Stegner brachte die Gäste auf 25:25 heran (38.). Weiter ging die Torejagd. Die Goldbacher wussten immer eine Antwort und hatten am Ende das glücklichere Ende für sich. Blankenburg blieb statt Titel nur der undankbare vierte Platz.

Goldbach: Schneegaß, Walter - Voigtritter 6, Skowronek 1, Djemek 1, St. Juhnke 5, Mitrovic 6, Taubert, Andreas 2, Stegner 8, Glief 1, Moratschke, Seb. Juhnke 12;
Strafwürfe: 5/3 (Blankenburg 4/3);
Zeitstrafen: 8 (6);
Zuschauer: 500
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« Antworten #7 am: 21.05.2007 - 18:21:53 »

TA Gotha  21.05.2007

Bronze erkämpft

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Bad Blankenburg  42:40 (22:18)

“Oh, wie ist das schön” sangen die Fans in der Nessetalhalle am Samstagabend. In einem spannenden Spiel erkämpfte sich Blau-Weiß Goldbach/Hochheim mit einem Sieg noch den dritten Platz in der Thüringer Handball-Meisterschaft.

Während die Goldbacher feierten, gab es bei Spielern, Betreuern und Fans des Gegners vom HSV Bad Blankenburg betretene Gesichter - hätten nämlich die Gäste gewonnen, wären sie Thüringer Handball-Meister geworden. Durch die Niederlage fielen sie auf den vierten Platz zurück, auf dem vor dem Spiel die Goldbacher standen.Dabei hatte Blankenburg die Partie furios begonnen, war gleich in Führung gegangen. Doch die Blau-Weißen hielten den Anschluss. Selbst als die Gäste 5:3 vorn lagen, kämpfte sich Goldbach wieder heran. Über das 12:10 und gar das 14:11 sah es so aus, als ob Blankenburg auf dem Weg zum Meistertitel ist, doch die Gastgeber zeigten, was in ihnen steckt, als sie in Unterzahl aufholten, den Ausgleich zum 14:14 schafften und dann in Führung gingen. Kurz vor der Pause drehten die Blau-Weißen richtig auf - sie zogen auf den 22:18-Halbzeitstand davon.

Nach dem Wiederanpfiff sah es zunächst so aus, als ob sie sich zu sicher wähnten. Innerhalb von acht Minuten waren die Blankenburger wieder im Spiel - es stand 24:24. Doch die Gastgeber ließen sich nicht beirren und konnten sich eine Viertelstunde vor dem Ende mit einem Drei-Tore-Vorsprung (31:28) erneut leicht absetzen. Die Gäste jedoch gaben nicht auf, und so blieb das Spiel spannend bis zum Schluss. In den letzten drei Minuten führte Goldbach immer nur hauchdünn mit einem Tor, aber auch dank guter Paraden des Torwarts Florian Schneegaß blieb den Gästen der Ausgleich verwehrt. Und schließlich gelang Goldbach in der letzten Minute der Treffer zum 42:40 - da stimmten die Fans die Feier-Gesänge an und gingen die Blankenburger mit hängenden Köpfen vom Spielfeld.

Wolfgang Birth, der Präsident des Thüringer Handball-Verbandes, übergab den Männern von Blau-Weiß Goldbach/Hochheim die Bronzemedaillen, und dann wurde gefeiert. ”Ich bin stolz auf die Mannschaft. Sie hat hervorragend gekämpft, diszipliniert gespielt, und ich kann eigentlich keinen herausheben - außer Sebastian Juhnke, der ist über sich hinausgewachsen. 13 Spiele in Folge haben wir nicht mehr verloren, das ist schon stark, macht aber auch ein bisschen wehmütig, dass wir einen schlechten Saisonbeginn hatten. Sonst könnten wir jetzt ganz oben stehen. Aber wir greifen in der nächsten Saison wieder an”, sagte Trainer Sven Rothhämel. Thüringer Handball-Meister wurde Ziegelheim vor Ronneburg dank des besseren Torverhältnisses.

Vor dem Spiel waren Marc Walter und Gerald Glief verbaschiedet worden. Sie haben ihre aktive sportliche Laufbahn beim Sportverein Blau-Weiß Goldbach-Hochheim beendet.
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« Antworten #8 am: 21.05.2007 - 22:14:53 »

OTZ Sport 21.05.2007

Kein Aufsteiger aus der Handball-Oberliga

LSV Ziegelheim neuer Landesmeister

Thüringen bleibt in der Handball-Regionalliga Südwest weiter ein Exot. Nur der SV Hermsdorf vertritt den Freistaat im nächsten Jahr in der dritthöchsten Spielklasse.
Der neue Landesmeister LSV Ziegelheim hatte bereits vor vier Wochen verzichtet. Ronneburg bleibt bei seiner Aussage, Aufstieg nur beim Titelgewinn.

Der war nach den beiden Entscheidungsspielen (30:31, 26:26) futsch. Ein Tor fehlte am Ende. Goldbach als Dritter verzichtete auch und Bad Blankenburg fällt als Tabellen-Vierter raus.

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Bad Blankenburg 42:40 (22:18)
Bad Blankenburg stand dicht vor dem Titel. Dreimal konnte der HSV einen Drei- bzw. Vier-Tore-Rückstand der Goldbacher aufholen.

Was fehlte, waren die wichtigen Tore zur eigenen Führung. "Es war ein klasse Spiel, Werbung für den Handball. 82 Tore in 60 Minuten, das sagt wohl alles aus", sagte HSV-Trainer Steffen Schreiber.

HSV: Jahn, Recknagel, Korbel (5), Sternkopf, Ardan (16), Wendlandt (1), Sabrusla (2), Wiegand , Meilahn, Oertel (7), Jäschke (5), Gäbler, Hellwig (4).

LSV Ziegelheim - ESV Lok Meiningen 45:14 (22:9)
LSV Ziegelheim ist der neue Meister der Oberliga Thüringen. 750 Zuschauer blieben nach dem Abpfiff auf ihren Rängen sitzen und wurden vom Hallensprecher Dieter Wildenhain über die Schlussphase aus Goldbach informiert.

Als das Ergebnis offiziell wurde, gab es kein Halten mehr. Sektduschen und Konfettiregen bestimmten die Szenen auf dem Parkett. Die 60 Minuten gegen das Schlusslicht Meiningen waren fast schon ein Kinderspiel.

LSV: Urwank, Hahn, Godlinski (3), D. Heinig (9), S. Graichen (3), C. Graichen (2), A. Heinig (5), Moritz (6), Reusch (3), Knöfler (1), Etzold (2), Bartlick (4), Sense (3), Zielke.

Ernestiner SV Gotha - SV Thuringia Königsee 29:26 (16:11)

Königsee: Cadek, Höhne, Götz (1), Göring (1), Lächa, Knedlik (2), Förster, Pojonie, Friedrich (3), Hüttner (7), Oldenburg (4), Najman (8).

SV Hermsdorf II - ThSV Eisenach II 33:27 (15:17)

SVH II: Meißner, Oswald, P. Dennhardt, Opel (4), M. Remme (7), M. Varchmin (5), Werrmann (8), Bocek (1), E. Trautvetter (2), Schreck (6), Rust.

HV Spielzeugstadt Sonneberg - Post SV Gera 29:22 (10:12)

Post SV Gera: Szlapka, Nedwed, Krech (4), Grützbach (4), Teichmann (2), Martin (6), Botor (1), Mühlberg, Seime (2), Rosenbaum (3), Borik, Werler.
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« Antworten #9 am: 21.05.2007 - 22:19:36 »

OTZ Stadtroda  21.05.2007

Der alte Werrmann meldet sich zurück - Hermsdorf II gewinnt Reserve-Duell gegen Eisenach

SV Hermsdorf II - ThSV Eisenach II  33:27 (15:17)

Hermsdorfs André Werrmann streckte nach seinen Toren die Faust gen Publikum. Und damit meinte er vor allem seinen Zieh-Vater Ralf-Jürgen Kühne.
"Er hat immer an mich geglaubt, auch in der Phase, wo ich verletzt war", erklärte Werrmann die Reaktionen. Drei Monate musste der wurfgewaltige Rückraumspieler wegen eines komplizierten Handbruches aussetzen.

Am Sonnabend beim letzten Saisonspiel gegen den ThSV Eisenach II durfte er die zweite Halbzeit im halblinken Rückraum ran und er spielte wie in seinen besten Zeiten. "Es hat viel Spaß gemacht, weil die Nebenleute den freien Mann gesehen haben", sagte der 22-Jährige.

Acht Treffer steuerte er zum letztlich klaren 33:27-Sieg über die Zweite von Eisenach bei. Werrmann brillierte nicht nur als Konterspieler, er sorgte auch für die einfachen Tore im Positionsangriff.

Bis zur 40. Minute sah es im Reserve-Duell der beiden besten Thüringer Vereine im Männerhandball nicht nach dem klaren Erfolg aus. Eisenach profitierte im ersten Durchgang von der Verletzung von Manuel Rust.

"Ich musste in der Deckung umstellen, wir hatten anfänglich unsere Probleme. Das hat Eisenach ausgenutzt", sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich.

Mit fünf Toren lagen die Gäste schon in Führung. Die Ostthüringer blieben ruhig, überdrehten nicht und kamen bis zum Pausenpfiff auf 15:17 heran. "André und René waren heute ganz sicher unsere Matchwinner", erklärte Friedrich. Mit Rene meinte er den Torwart Rene Meißner, der nach dem Wechsel reihenweise freie Bälle mit allen zur Verfügung stehenden Körperteilen entschärfte. "Als Torwart bist du nur so gut, wenn dich die Abwehr nicht in Stich lässt. Heute hat das ganz prima geklappt. Nur schade, dass wir einige Abpraller nicht zu fassen bekommen haben", sagte der 28-jährige Keeper.

Die Minuten nach dem Abpfiff gehörten auch den Holzländern. Sie bildeten einen Kreis, hakten sich unter, tanzten und sangen das Lied "Heute war Hermsdorf mit dem Hammer wieder da." Mit diesem Erfolg hat die Mannschaft eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie zur Oberliga gehört. Für Michael Remme, Sohn des Nachwuchstrainers Uwe Remme, war´s wohl das letzte Pflichtspiel im Hermsdorfer Trikot. Er wechselt in der Sommerpause zum Liga-Rivalen Post SV Gera.

SVH II: Meißner, Oswald, P. Dennhardt, Opel (4), M. Remme (7), M. Varchmin (5), Werrmann (8), Bocek (1), Schreck (6), Rust, E.Trautvetter (2).
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« Antworten #10 am: 21.05.2007 - 22:21:51 »

HP Eisenach

Mit 5. Niederlage in Folge aus der Saison verabschiedet

SV Hermsdorf II - ThSV Eisenach II  33:27 (15:17)

Ein bedeutungsloses Aufeinandertreffen im Tabellen-Mittelfeld war der Vergleich der Regionalliga-Reserve des SV Hermsdorf gegen die Zweitbundesliga-Reserve des ThSV Eisenach. Spannend ging es in der Handballoberliga der Männer am letzten Spieltag der Saison nur um den Titel zu. Den sicherte sich der Landsportverein Ziegelheim aus dem Altenburger Land nach einem 45:14 Erfolg über den völlig punktelos die Saison beendenden ESV Lok Meiningen (0:48 Punkte).

Vizemeister wurde der HSV Ronneburg (zum Saison-Halali spielfrei). Der HSV Bad Blankenburg unterlag zur gleichen Zeit in einem wahren Torefestival bei Blau-Weiß Goldbach/Hochheim mit 40:42 und verspielte damit seine Titelchancen. Bronze ging dadurch noch an Goldbach, vor den punktgleichen Bad Blankenburgern. Titelträger Ziegelheim nimmt allerdings die direkte Aufstiegschance (!) in die Regionalliga nicht wahr. Die nächstplatzierten Teams verzichten ebenso. Das hat Folgen für Teams in den verschiedensten Spielklassen (z. Bsp. Werratal und SV Wartburgstadt).

Mit der 5. Niederlage in Folge (Punkt- und Pokalspiele) beendete der ThSV Eisenach II die Pflichtspiele der Saison 2006/2007. Der SV Hermsdorf II bezwang die Ihl-Schützlinge mit 33:27 (15:17). Der ThSV Eisenach II kam mit 22:26 Punkten auf Rang 8 über die Ziellinie. Im Vorjahr mussten das junge Team bis zum allerletzten Spieltag um den Oberligaverbleib zittern.
Nach einer 2:0 Führung mussten die Eisenacher frühzeitig verletzungsbedingt auf Marcel Liebetrau verzichten. Mit ihm ging nach 8 Minuten der etatmäßige Kreisspieler. Der junge Jens Herting schlüpfte in die ungewohnte Rolle. Mit schnellen Kombinationen übernahmen die Eisenacher nach dem 5:5 (10.) das Kommando, zogen auf 7:11 und 9:13 davon. „Wir drauf und dran, den Sack zuzubinden“, blickt ThSV-Coach Frank Ihl zurück. Doch die Eisenacher vergaben die klaren Torchancen kläglich (Ludwig) oder stoppten den eigenen Spielfluss mit technischen Fehlern selbst. Der SV Hermsdorf II kam bis zur Halbzeitpause wieder auf Tuchfühlung heran. Bis zum 20:20 (39.) blieb die Begegnung ausgeglichen. „Was folgte, waren ein Fiasko in Abwehr und Angriff“, verstand Frank Ihl die (Handball-)Welt seiner Schützlinge nicht mehr. „Wir verstrickten uns, statt den Ball zum schnellsten Mitspieler zu machen, in haarsträubenden Einzelaktionen“, wetterte der ThSV-Coach. Doch gerade bei Einzelaktionen wurden die körperlich athletischen Defizite der jungen Eisenacher gegenüber gestandenen Oberligaspielern allzu offensichtlich. Die ThSV-Abwehr glich einem Torso. „Aber auch im Angriff versagten wir kläglich“, bilanzierte Frank Ihl. Hermsdorf zog über 23:20 auf 29:24 (50.) davon. Die Entscheidung.

ThSV Eisenach II: Luckert, Trinks; Wöhler (5), Luther (6/1), Schiffner (6), Liebetrau (2), Ludwig (3), Drieß (2), Lumpe (1), Herting (2), Gherhard
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« Antworten #11 am: 23.05.2007 - 12:07:07 »

HP Ziegelheim

Sensation perfekt  -  LSV Ziegelheim Landesmeister !!!

LSV Ziegelheim - ESV Lok Meiningen  45:14 (22:9)

Der Traum eines Handballdorfes ist in Erfüllung gegangen. Der Meistertitel geht an den Landsportverein Ziegelheim. Rund 700 Zuschauer waren am späten Samstagabend in die Wieratalhalle gekommen, um den Ausgang der wohl verrücktesten Handballwoche des LSV live mitzuerleben. Zuerst der hauchdünne Sieg am Sonntag im ersten vorgezogenen Entscheidungsspiel gegen den Titelfavoriten aus Ronneburg, dann das noch knappere Unentschieden am Mittwoch beim Rückspiel und nun der letzte Spieltag der Oberligasaison. Aber alles musste passen an diesen Tag, denn allein ein von allen erwarteter Ziegelheimer Sieg gegen Meiningen bedeutete nur die halbe Miete im Meisterkampf, die alles entscheidende Partie spielte sich in Goldbach ab, wo der HSV Bad Blankenburg es selbst in der Hand hatte, mit einen Auswärtssieg die Meisterschale in seinen Besitz zu bringen.
Die Begegnung in Ziegelheim ist dann schnell erzählt, das Duell Titelaspirant gegen Absteiger hielt genau das was es versprach. Eine einseitige Begegnung, die schnell entschieden war. Der LSV legte einen Blitzstart hin und führte bereits nach einer Viertelstunde mit 11:2. Die jederzeit fairen Gäste versuchten sich tapfer zu wehren, hatten aber nicht die Spur einer Chance, denn der LSV lief zur Hochform auf und wollte unbedingt seinen Publikum zum Saisonabschluss noch einmal ein Torefestival bieten. So leuchtete zur Halbzeit ein sicherer 22:9-Spielstand auf, die Partie war entschieden. Aber die Spannung sollte in der zweiten Halbzeit noch einmal gesteigert werden. Neben den zum letzten Mal amtierenden Hallensprecher „Flido“ Wildenhain nahm nun Steffen Mäder Platz, der zunächst per Handy, dann aufgrund der Lautstärke nur noch per SMS im zwei Minuten-Takt live mit Goldbach verbunden war. Die Begegnung dort fast dramatisch. Zur Pause führte Goldbach 22:18 und in Ziegelheim begann man vom möglichen wohl größten Erfolg der Vereinsgeschichte zu träumen.
Dann hatte gerade hatte David Heinig den insgesamt 40.Treffer für den LSV erzielt und fünf Minuten waren noch zu spielen. Aber dies interessierte fast nur noch am Rande, in Goldbach hing die Partie infolge der Dramatik rund 10 Minuten hinterher und die Hausherren führten weiter 33:31.

Dann Spielschluss und 45:14-Erfolg der Ziegelheimer in der Wieratalhalle. Aber der wohl mit Sicherheit zunächst am verhaltensten gefeierte Sieg des LSV, denn in Goldbach waren es immer noch fast 10 Minuten, die zu spielen waren. Keiner der Zuschauer verließ zu diesem Zeitpunkt die Wieratalhalle, die LSV-Spieler hatten einen Kreis gebildet, das Warten auf die nächste SMS fast unerträglich. Dann die ersten Freudengesichter, als „Flido“ die Goldbacher 40:37-Führung gut zwei Minuten vor dem Abpfiff verkündete. Das konnte einfach nicht mehr schief gehen. Aber es sollten lange zwei Minuten bis zur Gewissheit für Fans und Spieler werden. Die Wieratalhalle in Totenstille, wie sie fast keiner kennt, jede Stecknadel die zu Boden gefallen wäre, hätte ein Donnerwetter verursacht. Dann der letzte Piepser am Handy und übers Mikro der entscheidende Satz: „Endstand Goldbach – Bad Blankenburg 42:40!“
Welch unglaubliche Szenen sich nun auf den Spielfeld abspielten, kann nur erahnen, wer schon einmal eine Meisterfeier miterlebt hat. Wahnsinn, was jetzt hier los war, Wahnsinn, welche Entwicklung der Handball in diesen Dorf genommen hat. Ohne ausländische Spitzenspieler, ohne überhaupt Spieler anderer Vereine eingekauft zu haben - die Handball Erfolgsphilosophie des Machers Harald Moritz ist voll aufgegangen und muss jetzt wohl neu geschrieben werden. Ein Querulant wer diesem Verein diesen Erfolg missgönnt. Dieser 19. Mai wird sicher in der Dorfchronik seinen Niederschlag finden und über Jahre hinaus Feiertagsstimmung in Ziegelheim verbreiten.

LSV: Hahn, Urwank; Godlinski (3), D. Heinig (9), S. Graichen (7), Ch. Graichen (2), A. Heinig (5), Moritz (6/3), Reusch (3), Knöfler (1), Etzold (2/1), Bartlick (4), Sense (3/1), Zielke
Strafminuten: LSV 4, ESV keine         
7m: LSV 5/5, ESV 1/0
Schiedsrichter: Leinhos/Sondermann (Thüringer HC)
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