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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: Viertelfinale  (Gelesen 669 mal)
Marco
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« am: 06.01.2008 - 22:35:53 »

05.01.2008  14:30
SV Aufbau Altenburg - Nordhäuser SV
[Südost-Sporthalle Altenburg]

05.01.2008  18:00
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Nessetalhalle Goldbach]

05.01.2008  19:30
HSV Ronneburg - HSG Werratal 05
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

05.01.2008  20:00
SG Erfurt/Bad Langensalza - HSV Bad Blankenburg
[Sporthalle Mittelhäuser Straße Erfurt]
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Marco
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« Antworten #1 am: 06.01.2008 - 22:43:57 »

HP Ronneburg

Zwar klar gewonnen, aber nicht überzeugt

Ronneburg steht im Pokal-Halbfinale

HSV Ronneburg – HSG Werratal 05 29:20 (17:12)

Handball-Oberligist HSV Ronneburg hat man Sonnabend das Nötigste getan, um ins Halbfinale einzuziehen. In einem schwachem Spiel mit vielen vergebenen Möglichkeiten gewann Ronneburg 29:20. Die Gäste von der HSG Werratal standen sehr kompakt, hatten aber im gesamten Spiel nie die Spur einer Chance, für eine Sensation zu sorgen.

HSV-Trainer Stefan Koska wirkte nach der Partie überraschend gelassen, ließ sich seinen Frust über die dürftige Vorstellung seiner Jungs in der Schlussphase nicht anmerken. „Wir haben im zweiten Durchgang viel durchgewechselt. Da war es klar, dass der Spielfluss verloren geht.“

Der traue Handball-Fan litt vor allem in den letzten 14 Minuten. Es hagelte Fehlwürfe und Fehlabspiele. Gut, dass es da schon 25:17 (46.) stand. Erst scheiterte Florian Förster vom Siebenmeterpunkt (47.). Dann kam der Abwurf von Michael Wolf nicht bei Förster an. Keine Minute später versemmelte Carsten Kusch den Ball fast einen Meter unbedrängt über den HSG-Kasten. Die Peinlichkeiten im HSV-Spiel rissen nicht ab. Da knallte der Abwurf von Wolf gegen die Hallendecke. Torsten Koska ließ sich anstecken, er setzte den Ball links neben das Aluminium. Ins Bild passte der Dreher-Versuch von Förster von Rechtsaußen. Das Spielgerät hoppelte ins Toraus.

Veit Nowak, der von Rechts- auf Linksaußen wechselte, machte es da viel besser. Er überwandt den Keeper zum 27:18 (51.). Förster durfte ihm nicht nach stehen. Sein Heber fiel wunderschön ins Netz zum 28:18 (53.). Den Schlusspunkt in einem mäßigen, sehr biederen Handballspiel setzte Nowak. Nebenmann Kusch spielte den Ball mit Kempa-Trick in den Raum. Nowak griff sich die Kugel in der Luft und vollendete zum 29:20 (56.).

Die Werrataler wollten auch ihre handballerischen Fähigkeiten aufblitzen lassen. Ein gut gedachter Rückhandwurf landete am Kopf von Keeper Wolf. Fünf Sekunden später war Schluss. Ronneburg hatte seine Pflicht erfüllt. Eine Offenbarung war’s ganz sicher nicht. „Die ersten 15 Minuten waren in Ordnung“, sagte Koska-Senior. Über die restlichen 45 Minuten schwieg er – besser war’s. Er weiß: Kommenden Sonnabend in Eisenach und die Woche drauf gegen den verlustpunktfreien Liga-Primus Bad Blankenburg (19. Januar) muss sich seine Mannschaft gewaltig steigern. Hallensprecher Jürgen Bäumler warb nach dem Abpfiff schon mal fleißig fürs nächste Heimspiel. Über die neue Lautsprecheranlage prophezeite er, dass „wir Bad Blankenburg die ersten Punkte abnehmen werden.“ Wer die Partie gegen Werratal live gesehen hat, wird diesen Optimismus nicht teilen können.

HSV: Zehmisch, Wolf, D. Koska (6), T. Koska, Zänsler (6), Nowak (2), Bauer (1), Heidrich (5), Förster (2), Kusch (4), Meyer (3).
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« Antworten #2 am: 06.01.2008 - 22:47:19 »

HP Bad Blankenburg

Glanzvolles Pokalspiel des HSV in der Landeshauptstadt

SG Erfurt/Bad Langensalza - HSV Bad Blankenburg 26:34 (14:17)
 
Igor Ardan herausragender Spieler in einem starken Team

Der HSV Bad Blankenburg wurde seiner Favoritenrolle in der mit Ostalgie behafteten Sporthalle in der Mittelhäuser Straße in Erfurt vollkommen gerecht. In einem sehr guten Handballspiel gewannen die Kurstädter gegen die gewiss nicht schwachen Erfurter mit acht Toren. Die Gastgeber aus der Landeshauptstadt hatten sich viel vorgenommen, zumal sie in der letzten Pokalrunde den einzigen Regionalligisten SV Hermsdorf mit 31:23 vom Parkett fegten. Jedoch war die Truppe von Steffen Schreiber nach der Weihnachtspause glänzend eingestellt und präsentierte sich als eine homogene Einheit mit tollem Spielwitz und unbändigem Kampfgeist. Vor allem der Stammsechser mit Oertel, Ardan, Bergner, Korbel, Sabrsula und Jäschke zeigte nach dem Kurztrainingslager begeisterten Handball. Auch Frank Recknagel, der für den sich im Urlaub befindlichen Tobias Jahn, das Tor hütete, war seinem Gegenüber aus Erfurt klar überlegen. Die Gastgeber fanden trotz ihres gelobten Mittelblocks mit Baumgarten und Ahrens gegen die kombinationssicheren Angriffe der Grün/Gelben keine Gegenmittel. Es gab jedoch noch ein Phänomen in Erfurt: nicht nur die Trommler, die wiederum einen wunderbaren Sound anschlugen, sondern auch die Fans der Kurstädter waren in deutlicher Überzahl und ließen echte Heimspielatmosphäre aufkommen.
Das Spiel begann und die Gäste erzielten durch Oertel und Sabrusula die ersten beiden Tore zum 2:0. Es dauerte sechs Minuten ehe die Erfurter durch ihren zweiten Siebenmeter zum ersten Torerfolg kamen. Ersteren hatte Recknagel in großem Stil pariert. Bis zum 4:4 in der neunten Minute schafften die Hausherren noch Gleichwertigkeit, danach zogen die Gäste jedoch kontinuierlich davon. Als der HSV in Unterzahl zwei Tore durch Ardan und Bergner warf, war in der 12. Minute erstmals der 3-Tore-Vorsprung erreicht. In der 13. Minute wechselte Erfurt den Torhüter; es kam zur wohl kuriosesten Szene im Spiel. Erfurt hatte drei Torhüter auf dem Spielprotokoll. Der Stammkeeper ging zur Auswechselbank, die beiden Ersatzleute stritten sich, wer die Nachfolge antritt, Bad Blankenburg erkämpfte den Ball und Peter Korbel lief auf das leere Tor; Spielstand 10:6 für die Gäste. Diese Führung wurde bis zur 20. Minute durch drei herrliche Tore von Ardan auf 14:9 ausgebaut. Nun begann der Trainer munter durchzuwechseln. Alle Spieler erhielten ihre Einsatzzeiten. Dadurch erfolgte ein kleiner Riss im Spiel, wobei der Vorsprung von 5 Toren jedoch bis zur 28. Minute verteidigt wurde. Danach mussten die Gäste aber zwei völlig überflüssige Tore zum 17:14 Halbzeitstand hinnehmen.

In der zweiten Halbzeit warf Erfurt das erste Tor und wittert beim 15:17 nochmals Morgenluft. Diese Illusion wurde dem Gastgeber jedoch in kürzester Zeit genommen, denn Bad Blankenburg warf in fünf Minuten vier Tore, Spielstand 21:15. Angefeuert von den Fans wurden Spielkombinationen vom Allerfeinsten gezeigt. Der Abschluss war dann nur noch Formsache. Die Abwehr stand fantastisch und so konnte man bereits nach 40 Minuten beim Stand von 26:18 eine Vorentscheidung herbeiführen.
Nun begann das gleiche Spiel wie in der ersten Halbzeit. Der Trainer gab verständlicherweise allen Spielern seine Einsatzzeit. Das Spiel war in dieser Phase bis zur 53. Minute ausgeglichen. Der Vorsprung von 8 Toren wurde beim Spielstand von 30:22 gehalten. Doch nun wollten die Gäste noch mehr und erhöhten das Ergebnis in den nächsten fünf Minuten auf einen 11-Tore-Vorsprung.
Die Partie war nun endgültig entschieden. Bereits in Feierlaune mit ihren Fans musste man noch drei unnötige Tore hinnehmen, wobei man den Erfurtern bescheinigen muss, dass sie den aussichtlosen Kampf bis zur letzten Sekunde aufnahmen.
Das Endergebnis von 34:26 spiegelt die Überlegenheit des in dieser Saison ungeschlagenen Tabellenführers der Oberliga wider.
So hat man auch in dieser Saison das Halbfinale des Thüringencups erreicht, wo man letzte Saison gegen eine Rumpfmannschaft aus Eisenach verlor. Diesmal will man jedoch aus den Fehlern der Vorsaison lernen.

Für den HSV spielten: Recknagel, Gohlke; Ardan (10), Bergner (3), Hanl, Hellwig (5/1), Jäschke (5), Korbel (3), Oertel (2), Sabrsula (4), Wendlandt (2), Wiegand
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« Antworten #3 am: 06.01.2008 - 22:50:03 »

HP Erfurt

Von Anfang an im Dunkeln

SG Erfurt/Bad Langensalza - HSV Bad Blankenburg  26:34 (14:17)

Mit einer verdienten 26:34-Heimniederlage gegen den HSV Bad Blankenburg hat sich die 1. Mannschaft der SG Erfurt/Bad Langensalza am Samstagabend aus dem Pokalgeschehen der laufenden Saison verabschiedet. Im Viertelfinale stand man dabei gegen den Klassenprimus der Oberliga von Beginn an wortwörtlich im Dunkeln. Erst war das Licht in der Kabine der Erfurter ausgefallen und auch auf dem Spielfeld hatten die Schützlinge von Trainer Andreas Köthe zunächst nicht den richtigen Durchblick. Es schien, als hätte man nichts aus der Heimniederlage im Ligageschehen gelernt. In der Abwehr wurde nicht wie verabredet dagegen gehalten, die Torhüter bekamen kaum einen Ball zu fassen. Offensiv waren es wie so oft vor allem Einzelaktionen, die das Spiel der Erfurter prägten. Doch so war den körperlich starken und robust zu Werke gehenden Blankenburgern freilich nicht beizukommen, zumal sie in Frank Recknagel einen gut aufgelegten Keeper zwischen den Pfosten hatten. Fehlabspiele, technische Fehler und immer wieder unvorbereitete Würfe von den Halbpositionen luden die Gäste denn auch zum Kontern ein, während man selbst im Umkehrspiel die Bälle reihenweise vertändelte. Dass man nach 30 Minuten mit 14:17 aber dennoch in Reichweite war, ließ in der bestens gefüllten Sporthalle noch einmal Hoffnung auf eine bessere und spannende 2. Halbzeit aufkommen. Und besser lief es auch, aber für die aus Erfurter Sicht falsche Mannschaft. Blankenburg präsentierte sich als gefestigtes Team und spulte weiter seine lauffreudigen Kombinationen herunter. So setzten sich die Kurstädter bis auf 21:15 ab und hatten somit schon fast eine Vorentscheidung erreicht. Die Heimmannschaft mühte sich weiter redlich, hatte aber mit ihrer Spielanlage nicht den Hauch einer Chance gegen weiter kompromisslos zu Werke gehende Blankenburger Abwehrspieler. Da nutzte auch die verordnete offensive Deckungsvariante nichts, denn ohne Körperkontakt kann man nun mal keine erfolgreiche Abwehr spielen.

In der Folge wechselten beide Teams nun auch ihre Bankspieler ein, was das Spiel doch etwas zerfahrener erscheinen ließ. Auf Seiten der Erfurter nutzten allerdings Chris Göpfert, Tobias Michalewski und Torwart Philipp Hielscher ihre Chance und konnten positive Akzente setzen. Das Spiel blieb arm an Höhepunkten und endete schließlich leistungsgerecht für den HSV Bad  Blankenburg. Im Halbfinale treffen die Schreiber-Schützlinge nun in einem Heimspiel auf den vermeintlich leichtesten verbliebenen Gegner, den Landesligisten SV Aufbau Altenburg.

Die SG Erfurt/Bad Langensalza wünscht dem HSV Bad Blankenburg weiterhin viel Erfolg im Pokalgeschehen.

Aufstellung SG Erfurt / Bad Langensalza:
Hering, Wunderlich, Hielscher - A. Ahrens 3, Göpfert 2, Menge 1, St. Ahrens 6, Trommer, 3, Ratz, Baumgarten 6, Schalles 1, Braun, Michalewski 2, Ludwig 1

Aufstellung des HSV Bad Blankenburg:
Gohlke, Recknagel - Korbel 3, Wendlandt 2, Sabrsula 4, Wiegand, Oertel 2, Bergner 3, Hanl, Jäschke 5, Ardan 10, Hellwig 5

Spielfilm: 1. Halbzeit:      0:2 - 4:4 - 5:8 - 8:13 - 11:16 - 14:17
             2. Halbzeit:      15:17 - 15:21 - 17:25 - 20:27 - 22:32 - 26:34

Siebenmeter:  Erfurt 6/5  HSV Bad Blkb. 2/1
Zeitstrafen:  Erfurt 2x2min  HSV Bad Blkb. 9x2min + RK für Oertel

Schiedsrichter: Grußdorf/Breier (Nordhäuser SV)
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« Antworten #4 am: 07.01.2008 - 23:36:45 »

HP Goldbach

Fronten geklärt - Erste weiter

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  24:43 (13:16)

Es war das vorausgesagte Vereinsduell, in dem der Herausforderer Goldbach/Hochheim II nur in der ersten Hälfte dem großen Bruder Paroli bieten konnte.
Wer in das Halbfinale geschickt werden soll, war von vornherein geklärt. Dennoch gaben die Landesliga-Handballer um Jens Merten nicht klein bei und zeigten phasenweise ansprechende Leistungen. In ihrer Mitte die höherklassig erfahrenen Gerald Glief, Dirk Liening und Sven Rothhämel.

So konnten die ersten 15 Minuten nicht ausgeglichener sein. Dabei versiebten aber auch auf beiden Seiten die Spieler einige ihrer Torchancen, so Voigtritter und Skowronek, aber auch Rothhämel und Walger. Florian Schneegaß baute dabei auf seine Erfahrung mit seinem Coach Sven Rothhämel, denn zu oft wusste er, wo der Ball hingehen sollte.

Auch in der Defensive ließen Stegner, Juhnke und Andreas ihren Coach auflaufen. Doch der groß gewachsene Glief fischte einige Bälle für Konter heraus und hatte mit Liening, Lorenz, dem jungen Köhler und Walger seine Vollender. “Es reicht dem Trainer der Zweiten, er bittet um ein Team-Time-out”, sagte Hallensprecher Siegfried Juhnke beim 11:16, als die Erste aus dem 10:10 (18.) einen 5-Tore-Vorsprung herausgearbeitet hatte.

Rothhämel traf zwar zum 12:16, ärgerte sich danach aber über zwei Angriffe, die über das Tor knallten. Glief stellte per Fernwurf den Pausenstand von 13:16 her.

Mit einem Zwischenspurt durch Juhnke und Taubert, führten die Oberligisten eigentlich fünf Minuten später schon die Vorentscheidung herbei (13:21). Mit Ballverlusten und anderen Fehlern lud die Zweite ihren großen Buder zum Kontern ein. Zudem machte Schneegaß seinen Kasten dicht, aber auch Gehb hielt sicher, besonders gegen Dejmek aus halblinker Position.

Was Skowronek in der 46. noch misslang, schaffte Dejmek dann elf Minuten später: der Kempa-Trick. Sowohl Walger 20:35 / 53. alsauch Voigtritter 21:40 / 56. erhöhten per Schlagwurf für ihr Team.

Auffallend Torwart Bernd Gehb, der sowohl einen Siebenmeter von seinem Gegenüber Schneegaß entschärfte, als auch mit einem Solo, durchgelaufen bis zum 7-Meter-Kreis, zum 24:42 konterte.

In dem eher ruhigen Pokalfight-Derby fehlte es also auch nicht an Highlights..
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