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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 9. Spieltag  (Gelesen 1027 mal)
Marco
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« am: 19.11.2007 - 01:19:37 »

17.11.2007  15:00
SV Hermsdorf II - SV T&C Behringen/Sonneborn
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

17.11.2007  16:00
ThSV Eisenach II - LSV Ziegelheim
[Werner Assmann Sporthalle Eisenach]

17.11.2007  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - Ernestiner SV Gotha
[Nessetalhalle Goldbach]

17.11.2007  19:00
Sonneberger HV - HSV Ronneburg
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

17.11.2007  19:30
HSV Apolda 1990 - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

18.11.2007  16:00
HSV Bad Blankenburg - SV Thuringia Königsee
[Guts-Muths-Sporthalle LSS Bad Blankenburg]

18.11.2007  16:00
SG Könitz/Saalfeld - Post SV Gera
[Dreifelderhalle Saalfeld-Gorndorf]
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« Antworten #1 am: 19.11.2007 - 01:27:11 »

OTZ Sport  19.11.2007

HSV Ronneburg gewinnt Tor-Festival in Sonneberg - Dramatische Szenen in den letzten Minuten

Der HSV Ronneburg kehrte in der Handball-Oberliga mit einem 30:29 (15:12) vom Sonneberger HV zurück. Carsten Kusch schnappte sich eine Sekunde vor Schluss das Leder und verwandelte vom Siebenmeterpunkt zum 30:29. Mathias Zänsler war zu Boden gerissen worden. Sonneberg vergab acht Sekunden vor Schluss selbst den 30. Treffer. Martin Blechschmidt scheiterte vom Punkt. Er warf über das Tor von Michael Wolf.
HSV: Zehmisch, Wolf, D. Koska, Gottschalk (1), Zänsler (8), Dathe, Bauer, Heidrich (7), Vollgold (1), Förster (8), Kusch (2), Meyer (3).


ThSV Eisenach II - LSV Ziegelheim 29:25 (9:13)
Ziegelheim führte lange. In der Schlussphase bekam LSV-Keeper Tobias Hahn - bis dahin stark - keinen Ball von den Außenpositionen zu fassen. Eisenach II drehte das Spiel in zehn Minuten. "Trotz der Niederlage haben wir ein ordentliches Spiel hingelegt , sagte LSV-Manager Harald Moritz.

LSV: Urwank, Hahn, Godlinski (2), C. Graichen, Moritz (8), Reusch (2), Knöfler, Wunderlich (1), P. Jahn (2), Kühnert (3), Sense (6), M. Jahn (1).

SV Hermsdorf II - SV T&C Behringen/Sonneborn 24:23 (12:12)
Schlusslicht Hermsdorf II durfte den ersten Doppelpunktgewinn bejubeln. Das Tor zum zwischenzeitlichen 24:21 für Hermsdorf warf der 49 Jahre alte Viktor Sidortschuk. Torben de la Motte erzielte zwölf Tore.

SVH II: Meißner, Passarge, C. Remme, Hobritz (4), V. Sidortschuk (2), Werrmann, Rust, M. Varchmin, Steinbach, Parybyk (2), Trautvetter (1), Escher (3), de la Motte (12).

HSV Bad Blankenburg - Thuringia Königsee 39:19 (17:7)
800 Zuschauer (Liga-Saisonrekord) erlebten ein einseitiges Derby. Der HSV bleibt das Maß der Dinge in der Liga. Daniel Hellwig verwandelte vier Siebenmeter.

HSV: Jahn, Recknagel, Bergner (8), Sabrsula (6), Korbel (6), Ardan (3), Wiegand, Oertel (9), Jäschke (5), Hellwig (4).

Königsee: Cadek, Föhr, Göring, Götz (1), Knedlik, Friedrich, Dademasch (5), Hüttner (1), Najman (4), Oldenburg (1), Schmeißer (7).

SG Könitz/Saalfeld - Post SV Gera 14:21 (5:11)
Gera gewann dank einer starken Abwehr. Nach vorn ging wenig, noch weniger ging bei Könitz. SG: Lindig, Matussek, P. Schmidt (1), Heerwagen, Gittner, Arnold, Hinz (4), M. Dietzel (1), Volkmar (3), S. Schmidt (3), F. Dietzel (1), Leuthäuser (1), Wagner.
Gera: Nedwed, Szlapka, Krech (2), Seidemann, Pfeifer, Botor, Werler (5), Teichmann (1), M. Remme (5), Grützbach (3), Seime (3).
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« Antworten #2 am: 19.11.2007 - 01:35:39 »

HP Bad Blankenburg

Tolles Derby mit Zuschauerrekord in der Vierfelderhalle

HSV Bad Blankenburg – SV Thuringia Königsee 39:19 (17:7)    
 
Es war ein Tag, den die 800 Zuschauer so schnell nicht vergessen werden, denn sie sahen ein Spiel der Superlative mit einem überragenden HSV, der Königsee mit 20 Toren bezwang.
Der HSV hatte Anwurf im Kreisderby, doch die Gäste aus Königsee warfen das erste Tor. Davon zeigten sich die Grün-Gelben jedoch unbeeindruckt und warfen drei Tore in Folge. Spielstand nach vier Minuten war 3:1. Bis zur zehnten Minute war das Spiel relativ ausgeglichen. Die Gäste blieben im Spiel und ihr Neuzugang Jörg Schmeißer warf zwei Tore von außen. So führten die Gastgeber nur noch mit 5:4. Doch ab jetzt spielte nur noch eine Mannschaft und dies waren die Kurstädter. Nach 15 Minuten führten sie bereits 9:5. Aus einer sicheren Abwehr mit einem überragenden Tobias Jahn im Tor wurde schnell nach vorn gespielt. Die Königseer wirkten immer hilfloser und als Jahn auch noch zwei Siebenmeter entschärfte, vergrößerte sich der Vorsprung von Minute zu Minute. In der 23. Minute warfen die Gäste beim Stand von 13:7 ihr letztes Tor für diese Halbzeit. Der HSV traf noch viermal ins gegnerische Tor und so wurde nach 30 Minuten bereits die 10-Tore-Führung erzielt. Dabei warf Daniel Hellwig nach Verletzungspause am Siebenmeterpunkt auch sein Tor. Die Mannschaft spielte bis dahin einen überragenden Handball und da kann man auch die eine oder andere vergebene Großchance verzeihen.
Die zweite Halbzeit begann ähnlich wie die erste. Königsee warf das erste Tor, jedoch hielten die Kurstädter erneut dagegen. Die Gäste aus Königsee warfen jetzt ihren ganzen Kampfgeist in die Waagschale und erreichten Gleichwertigkeit gegenüber dem Favoriten. Trotz des 10-Tore-Rückstandes wirkte die Mannschaft jetzt gleichauf und es entwickelte sich ein tolles Handballspiel. Bis zur 38. Minute wurden wunderschöne Tore auf beiden Seiten geworfen, doch dann verflachte das Spiel für einige Minuten. Der wieder genesene Trainer des HSV, Steffen Schreiber, nahm eine Auszeit in der 45. Minute. Diese zeigte ihre Wirkung und das Spiel der Einheimischen wurde wieder besser. Bis zur 50. Minute führten sie mit 30:17. Die letzten zehn Minuten waren dann absolute Werbung für den Handballsport. Die Grün-Gelben spielten wie aus einem Guss und zerrissen den Gegner förmlich. Königsee hatte nichts mehr entgegen zu setzen. Der HSV warf in den letzten zehn Minuten noch neun herrliche Tore. Die voll besetzte Halle stand Kopf und feierte ihre Helden. Der ins Tor gekommene Frank Recknagel schloss nahtlos an die Leistung seines Vorgängers an und brachte die gegnerischen Spieler zur Verzweiflung. Insgesamt hat die Mannschaft ihre Form wieder gefunden und ist mit dieser Spielweise in der Thüringer Oberliga schwer zu schlagen.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (3), Bergner (8), Hanl, Hellwig (4/4), Jäschke (5), Korbel (6), Meilahn, Oertel (7), Sabrsula (6), Wiegand
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« Antworten #3 am: 19.11.2007 - 01:38:31 »

HP Eisenach

ThSV Eisenach II kippt gegen den amtierenden Meister noch den Spielverlauf - Zwei grundverschiedene Halbzeiten

ThSV Eisenach II - LSV Ziegelheim  29:25 (9:13)

Mit einem 29:25 (9:13)-Erfolg über den amtierenden Landesmeister LSV Ziegelheim schob sich der ThSV Eisenach II, bei gleichzeitiger 29:30 Heimniederlage des HV Sonneberg gegen den HSV Ronneburg) auf Tabellenplatz 5 der Handballoberliga Männer.
Zwei grundverschiedene Halbzeiten kennzeichneten diese Partie. All jene ThSV-Anhänger, die nach den ersten 30 Minuten zum Eisenacher Zweitligaspiel nach Baunatal aufbrachen, gaben keinen Pfifferling auf das nur mit einem Minikader (zwei Torhüter, sieben Feldspieler) enttäuschende Reserveteam.

„Das war regelrecht Angsthasenhandball“, wetterte Trainer Frank Ihl, der mal auf Linksaußen, mal im Rückraum selbst aktiv eingriff. „Keiner suchte den, zugegebenermaßen vielleicht schmerzhaften, Weg in die Tiefe. Keiner rief seine normale Leistung ab“, so das nüchterne Fazit von Frank Ihl. Die Gäste um die Spielertrainer Karsten Knöfler und Steffen Moritz hatten leichtes Spiel. Die Würfe von Routinier Krisztian Szep-Kis wurden abgeblockt. Einfache handballerische Mittel mit Einsatzfreude gepaart, reichten aus, um klar die Chefrolle zu übernehmen. Der Toptorjäger der Oberliga Thüringen der letzten Jahre, Steffen Moritz, verteilte mit Übersicht das Leder und zog selbst erfolgreich ab. Auf ThSV-Seite vermochte Felix Abad von Rechtsaußen LSV-Keeper Tobias Hahn nicht zu überwinden. „Ersatz-Linksaußen“ Johannes Drieß fand ebenso im Gäste-Schlussmann seinen Meister. So zeigte die Anzeigetafel nach einer Viertelstunde einen 2:7 Spielstand an. Lars Lumpe gelang es nicht, das Tempo zu forcieren. Der ThSV-Motor zuckelte im ersten Gang dahin. Ansatzlos überwand Steffen Moritz Sven Luckert zum 4:9 (23.). Geradezu harmlos und ohne Feuer die Eisenacher Angriffshandlungen. Steffen Moritz zirkelte das Leder zum 6:11 ins Netz (25.). Der zahlreich aus dem Altenburger Land mitgereiste Anhang war verzückt, sah beim 9:13 Pausenstand optimistisch der zweiten Hälfte entgegen.
In der Kabine setzte Frank Ihl auf eine sachlich ruhige Ansprache. „Lautes Poltern hätte nichts gebracht“, so der 37-jährige. Er fand den richtigen Draht zu seinen Schützlingen. Er konzentrierte sich in der zweiten Hälfte zudem ausschließlich auf seine Trainerrolle. „Von außen hat man doch mehr den Durchblick, kann besser alles überblicken und entsprechende Hinweise geben“, gab Frank Ihl zu. Seine Wechselbank füllte sich zur Absicherung noch mit drei A-Jugendlichen. Mit Wiederanpfiff war „richtig Leben in der Mannschaft“, freute sich der ThSV-Coach. Seine Schützlinge schalteten gleich zwei Gänge höher. Doch nur langsam nahm der Motor die richtige Fahrt auf. Die Ziegelheimer behaupteten eine knappe Führung. Der ThSV Eisenach II setzte auf schwungvolle Angriffszüge zu beiden Außenpositionen. Dort waren Felix Abad und Johannes Drieß gegenüber der ersten Halbzeit wie umgewandelt, hatten ihren „Schlafanzug“ abgelegt, explodierten regelrecht mit knallharten und platzierten Würfen. Die rechte Angriffsseite mit Oldie Krisztian Szep-Kis und Youngster Felix Abad sorgte für gehörig Dampf. Mit der Maßnahme, Ziegelheims Rückraumspieler Steffen Moritz und Parick Jahn durch eine offensive Deckung an die kurze Leine zu legen, nahmen die Eisenacher indes gehörig Dampf aus dem Kessel der Gäste. Für die Moral des ThSV II sprach, ausgerechnet in dreifacher Unterzahl zog Krisztian Szep-Kis erfolgreich zum 22:23 Anschluss ab (45.). Johannes Drieß besorgte von Linksaußen den Ausgleich zum 23:23 (47.). Felix Abad verwandelte vom Punkt zum 24:23 (47.). Die Wende war vollzogen. Johannes Drieß ließ es zum 25:23 krachen (50.). Sven Luckert lief zu großer Form auf. Nun auch offensichtlich, die Eisenacher hatten klare konditionelle Vorteile, ließen sich nicht mehr beirren, bauten ihren Vorsprung auf 29:25 bei der Schlusssirene aus.
„Ein Lerneffekt innerhalb eines Spieles führte zum Erfolg“, resümierte Frank Ihl und setzte die vorgesehene Trainingseinheit für Sonntagmorgen ab. Am kommenden Wochenende ist der ThSV Eisenach II ohne Pflichtspieleinsatz. Im Thüringer Vereinspokal ist die Ihl-Crew nicht mehr dabei.

ThSV Eisenach II: Luckert, Rabe; Lumpe (2), Ihl, Abad (11/5), Weidner, Wernicke (3), Drieß (8), Szep-Kis (5), Zimmermann, E. Müller (n.e.), Schulze (n.e.),

LSV Ziegelheim: Urwank, Hahn; Godlinski (2), C. Graichen, Moritz (8), Reusch (2), Knöfler, Wunderlich (1), Jahn 2), Kühnert (3), M. Jahn (1), Sense (6/3)

Siebenmeter: ThSV II 5/5 – Ziegelheim 4/3
Zeitstrafen: ThSV II 6 x 2 Min. – Ziegelheim 4 x 2 Min.
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Erfurt)
Zuschauer: 100
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« Antworten #4 am: 19.11.2007 - 01:41:03 »

HP Ziegelheim

ThSV Eisenach ll - LSV Ziegelheim  29:25 (9:13)

Die Ziegelheimer sind einmal mehr an der eigenen Chancenverwertung gescheitert. Dabei sah es gegen die junge Eisenacher Truppe fast 40 Minuten recht gut aus. Da lagen die Gäste immer noch mit drei Toren vorn. Das Unheil bahnte sich aber hier bereits an. Der in Hälfte eins überragende Keeper Tobias Hahn und sein an diesem Tag grippegeschwächter Partner Torsten Urwank bekamen keinen Ball mehr zu fassen. Die Eisenacher Außen Drieß und Abad  schossen die LSV-Truppe fast im Alleingang ab, wurden von der Deckung aber letztlich zu halbherzig verteidigt. Das ganze Gegenteil bei den Ziegelheimern. Egal, wer auf den Flügeln auf das Tor zu marschierte, den Ball brachte er  in der Schlussviertelstunde nicht mehr in den Kasten.

Die weiterhin gehandicapten Gäste (David und Andre Heinig sowie Sylvio Graichen fehlten, Robert Kühnert ging ziemlich angeschlagen  in die Partie) begannen konzentriert in der Abwehr mit einem hellwachen Torhüter Tobias Hahn. Die meiste Torgefahr strahlte zunächst der Ungar Szep-Kis. Zwei gelungene Blocks von Christian Godlinski gegen den Linkshänder schienen das richtige Startsignal zu sein. Ziegelheim versuchte es entweder per schnellem Gegenstoß oder nahm sofort das Tempo aus der Partie. Da steckten sie sogar mit dem verletzungsbedingten Ausfall von Regisseur Karsten Knöfler einen erneuten Rückschlag weg. Der musste nach nur fünf Minuten mit einer Oberschenkelprellung nach einem unabsichtlichen „Pferdekuss“ eines Eisenacher Spielers raus. Ziegelheim setzte sich dennoch auf 6:2 ab (13.). Robert Kühnert traf von Rechtsaußen, Steffen Moritz und der für Karsten Knöfler eingewechselte Patrick Jahn sorgten für Torgefahr aus dem Rückraum, Nick Sense brachte alle Strafwürfe im Kasten unter und Christian Godlinski zeigte sich erneut sehr stark im Deckungszentrum. Die Eisenacher probierten eher wenig erfolgversprechend mehrere Abwehrvarianten aus, aber Ziegelheim hielt die ThSV-Truppe überraschend sicher auf Distanz (11:6, 25.). Bis zur Halbzeit brannte nichts an.

Aber schon in der ersten Phase der zweiten Hälfte wehte doch ein ganz anderer Wind. Die
Eisenacher begannen wesentlich druckvoller und markierten ab sofort Tore am Fließband von den Außenpositionen. Den Ziegelheimern, bei denen konsequent Patrick Jahn und Steffen Moritz in Sonderbewachung genommen wurden, merkte man fehlende Alternativen an. Der Spielaufbau hakte. Der Druck zu zeitigen Abschlüssen wuchs an. Da nutzte es wenig, wenn die Außen oft ganz ordentlich frei gespielt wurden. Die Eisenacher attackierten dann nicht mehr, den Rest erledigte deren Torhüter. Mit Tempo ging es vor das LSV-Tor und da fand die Ziegelheimer Abwehr samt Torhütern in Drieß und Abad ihre Meister. Ein Ball nach dem anderen schlug nun im Gäste-Tor ein. Die Ziegelheimer behaupteten zunächst ihre Führung (21:18, 42.), doch das Unheil bahnte sich an. Schließlich überflügelten die Eisenacher ihren Gegner, machten aus einem 21:23-Rückstand (49.) eine 25:23-Führung (53.). Die letzten 10 Spielminuten gingen mit 8:2 an die Gastgeber. Die Ziegelheimer erspielten sich auch jetzt noch genügend Chancen, an der Verwertung haperte es jedoch einmal mehr in dieser Saison. Die Ziegelheimer haben nun drei Wochen Zeit, diese Dinge in den Griff zu bekommen, um, im dann anstehenden Heimspiel gegen den HSV Ronneburg, wieder erfolgreicheren Handball spielen zu können.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski (2), C. Graichen, Moritz (8), Reusch (2), Knöfler, Wunderlich (1), P. Jahn (2), Kühnert (3), Sense (6/4), M. Jahn (1)
Strafminuten: ThSV 12; LSV 8       
7m: ThSV 5/5; LSV 5/4
Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (Ernestiner SV Gotha)
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« Antworten #5 am: 19.11.2007 - 01:44:00 »

HP Sonneberg

Dramatik pur, leider ohne Happy End

Sonneberger HV – HSV Ronneburg 29:30 (12:15)

Fortuna war am vergangenen Samstagabend nicht wirklich auf Sonneberger Seite, denn mit ein bisschen mehr Glück wäre zumindest ein Punkt drin und vor allem gerecht gewesen. In einem Spiel, in dem erkennbar war, warum Ronneburg an zweiter Stelle der Tabelle steht, aber die vielen Fans sahen auch einen Sonneberger Handballverein, der sich nie aufgab und bis zum Schluss kämpfte. Die Gründe für diese Niederlage sind vielseitig, manche behaupten die beiden sehr jungen, aber souverän pfeifenden Schiedsrichter machten genau zwei Fehler, die allerdings spielentscheidend waren. Andere wiederum schimpften über die Sonneberger Eishalle in Steinbach, denn es ist schon eine Zumutung, wie glatt der Hallenboden derzeit ist. Doch die alles entscheidende Zahl ist sicherlich 20. Um genauer zu sein leisteten sich die Spielzeugstädter insgesamt 20 Fehlwürfe, angefangen bei vier verworfenen Siebenmetern, über Konter oder andere freie Würfe brachten die Gastgeber am Ende zu wenig Bälle im Gästetor unter.

Sonneberg lief eigentlich bis zur 40. Spielminute einem Rückstand hinterher. In der Anfangsphase konnte man zwar ausgleichen, doch dann verschärfte Ronneburg das Tempo und zog vom 6:6 auf 10:6 davon. Die Sonneberger indes ließen sich nicht lumpen, kämpften sich zurück ins Spiel und kamen beim 11:13 wieder auf Tuchfühlung. Die letzten Minuten der ersten Hälfte verliefen dann wieder etwas unglücklich, so dass Ronneburg zur 15:12 Pausenführung erhöhen konnte.

Nach dem Wechsel vorerst das gleiche Bild, doch dann besannen sich die Gastgeber aus der Spielzeugstadt ihrer Stärken, kämpften erbarmungslos und konnten in der 40. Minute den Ausgleich erzielen und eine Minute später gar die umjubelte Führung. (19:18) Doch die Gäste waren keinesfalls geschockt und zogen gleich wieder nach. Im Stile einer großen Mannschaft spulten sie völlig unbeeindruckt ihr Pensum ab und erzielten Tor um Tor. Vor allem der starke Zänsler bereitete der Sonneberger Deckung große Probleme. Das Spielgeschehen wogte nun hin und her. Keine Mannschaft konnte sich nun mehr absetzen, immer wieder erzielte ein Team die Führung, die dann postwendend wieder ausgeglichen wurde.

In den letzten Spielminuten überschlugen sich dann allerdings die Ereignisse und der Tabellenzweite konnte sich durchsetzen. In der 58. Spielminute gelang Sonneberg die Führung (29:28), Ronneburg konnte im Gegenzug nicht ausgleichen und Sonneberg hatte gar die Chance auf zwei Tore zu erhöhen. Doch wie zuvor wollte das auch jetzt nicht gelingen, wieder ein Fehlwurf und Ronneburg kam zum Ausgleich. (29:29) Sonneberg im Angriff, es waren noch 50 Sekunden zu spielen. Eigentlich relativ clever drehten die Gastgeber an der Uhr und als 15 Sekunden vor Schluss Sydorchuk zwar rüde gefoult wurde, aber trotzdem traf, stand die Halle Kopf. Doch denkste, die Schiris gaben Strafwurf und eine Zeitstrafe gegen Ronneburg. Im gesamten Spielverlauf hätten sie wahrscheinlich das Tor gegeben, doch in dieser heißen Phase zeigten sie auf den ominösen Punkt. Kapitän Müller schnappte sich den Ball und wollte das Spiel entscheiden. Das tat er auch mehr oder weniger: Doch leider konnte er den Ball nicht im Tor unterbringen und die Gäste starteten einen letzten Angriff. Wieder war es Zänsler der sich durchsetze und nur noch einen Notwurf tätigen konnte. Auch hier wäre wahrscheinlich im gesamten Spiel ein normaler Freiwurf die Folge gewesen, doch wieder zeigten sie auf den Strafwurfpunkt. Die Schlusssirene ertönte. Nun entschied sich das ausgeglichene Spiel doch noch nach dem Schlusspfiff. Das Duell de Rooij gegen Küsch entschied zweiter eiskalt für sich und alle Ronneburger stürmten jubelnd das Spielfeld. In einem an Dramatik kaum zu überbietenden Spiel sahen die knapp 400 Zuschauer am Ende eine unglückliche und eigentlich auch unnötige Niederlage ihrer Sonneberger Mannschaft. Doch alles jammern nützt jetzt nichts mehr. Man hat gesehen, dass man in Sonneberg auch noch richtig gut Handball spielen kann und darauf muss in den kommenden Wochen aufgebaut werden.

Schon die anstehenden zwei Spiele gegen Bad Blankenburg werden richtungsweisend sein. Am kommenden Samstag steht man sich erst im Pokal-Viertelfinale gegenüber und eine Woche später im Punktspiel. Beides allerdings in der Guths-Muths-Halle in Blankenburg.

Sonneberg: de Rooij, Ebert; Müller (2), R. Blechschmidt (3), M. Blechschmidt (8/2), Poser (2), Gurtowoi (2), Kroll, Kienel (2), Weiß (4/1), Sydorchuk (6)
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« Antworten #6 am: 19.11.2007 - 01:50:24 »

HP Goldbach

Heimsieg mit Hilfe

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - Ernestiner SV Gotha  30:22 (19:11)

Das Derby war das, was es versprach, ein Kampf der Nachbarn, den am Ende Goldbach in eigener Halle verdient auch gewann.

Dabei profitierten die Hausherren in zwei Phasen des Spieles allerdings von einer Reihe von Abspiel- und technischen Fehlern der Ernestiner.

Das monierte auch Gothas Trainer Thomas Dietz am Ende, mit so viel technischen Fehlern in Goldbach kein Spiel gewinnen zu können - 14 allein waren es in der ersten Hälfte. Gotha war zunächst mit 1:4 in Führung gegangen, Goldbach in der Verteidigung einfach nicht richtig gestaffelt. Vielleicht war es auch der Anfangsnervosität geschuldet.

Die Aus-Zeit (6. min) durch Trainer Sven Rothhämel kam zwangsläufig und goldrichtig. Eine Umstellung auf 4-2 vollbrachte “Wunder”, und acht Tore in Folge. Durch leichte Ballgewinne und Konter ließen Michael Stegner, Skowronek, und Mitrovic erstmals die voll besetzte Halle zum Kochen bringen. André Stegner und Behling wurden unter “Bewachung” genommen, später auch Gewalt in seinen Bemühungen eingeschränkt.

Dennoch gelang es Gotha bis auf 12:10 wieder heranzukommen, Behlings Siebenmeter schlug zum 12:11 in der 24. Minute ein. Doch mit gemeinsamer Kraft, Mitrovic reaktionsschnell zum 13., mit Juhnke gemeinsam zum 14. Tor - das 12. Gothaer hielt Schneegaß - ließen die Hausherren keinen Zweifel aufkommen, wer am Ende als Sieger vom Parkett gehen würde. Dass bestätigten auch Andreas´ und Mitrovic´ Konter, sowie der zweite Treffer von Rothhämel, der kurzzeitig mitmischte. Als Dirk Andreas zum 19:11 konterte, ging das Goldbacher Publikum aufatmend in die Pause, für die Spieler musste der Vorsprung nun verteidigt werden, kein einfaches Unterfangen.

Die zweite Hälfte war weniger schön anzusehen, in einigen Momenten recht zerfahren. So kam es, dass Goldbach in der 38. Minute in doppelter Unterzahl auf dem Parkett stand, trotzdem Jens Moratschke zum 23:14 traf. Zuvor hatte sich Schneegaß mit drei Paraden in einer Minute ausgezeichnet.

Gute Spielszenen auch auf Gothaer Seite. So machte Wandtke in der 42. Minute links außen den Ball schnell, gab zu Gewalt, der nach vorn in die Lücke sprang, auf Irmisch ablegte, der freistehend rechtsaußen zum 24:16 traf. Oder Scheerschmidt, der Oliver Taubert in der 50. Minute im Versuch, einen Siebenmeter per Heber zu landen, überwand.

Ein kurzes Aufbäumen der Gothaer zwischen der 53. und 56. Minute bescherte ihnen vier Tore zum 27:21, letztes André Stegner nach Ballverlust der Hausherren versenkte. Goldbach/Hochheim wirkte in dieser Phase unkonzentriert, traf nicht und verlor die Bälle.

Doch am Ende war den Hausherren der Sieg nicht mehr zu nehmen. Seinen Show-Einsatz nicht auslassen wollte Skowronek, der das letzte Tor in der Schlussminute “zauberte”. Von außen an den Kreis eingelaufen, warf er im Fallen nach hinten, blind, zum 30:22 und besiegelte den Heimsieg des Derbys.

Goldbach/Hochheim: Schneegaß, Harseim, Voigtritter, Skowronek 5, Rothhämel 2, Dejmek, St. Juhnke 3, Mitrovic 7/2, Taubert 2, D. Andreas 4, M. Stegner 4/1, Moratschke 3

Ernestiner SV: Scheerschmidt, Steinbrewcher, Gewalt 1, Jicha 4/1, Wandtke 1, Perner 3, Hofmann, Meß, Schneider, Behling 2/1, Irmisch 3, Thieme 3, A. Stegner 5/1, Trott
Strafwürfe: 7/3 (6/3);
Zeitstrafen: 4 (6) 3×2 Behling Rot (49.)
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« Antworten #7 am: 19.11.2007 - 14:32:58 »

HP Erfurt

Zwei Knackpunkte

HSV Apolda 1990 – SG Erfurt/Bad Langensalza 34:31 (15:19)

Apolda. Ganze 38 Minuten lang rieben sich die Apoldaer Zuschauer verwundert die Augen, während die Spieler des Gastgebers vergeblich versuchten, mit den Erfurtern mitzuhalten. Selten hatte man die Erfurter so stark in der Glockenstadt agieren sehen, die Rückraumachse der SG funktionierte reibungslos. Doch dann wendete sich das Blatt in ungeahnter Weise. Anlass dafür war eine schwere Knöchelverletzung des Halbrechten André Ahrens, der zuvor als Linkshänder wieder erheblichen Druck auf die gegnerische Abwehr ausgeübt hatte – der erste Knackpunkt! Sein Ausfall war spielerisch und auch konditionell ein an diesem Abend  nicht zu lösendes Problem für die SG aus Erfurt.
Bis dahin hatte man die harmlose Heimmannschaft fest im Griff gehabt. Michalewski arbeitete vorbildlich am Kreis und konnte sich mit schönen Szenen und Toren auch belohnen. Aus dem Rückraum trafen alle eingesetzten Spieler nach Belieben gegen schwache Apoldaer Torhüter. Defensiv brachte man mit vereinten Kräften Apoldas besten Werfer Mischu Sava von Beginn an fest in den Griff, nur ein Treffer gelang dem rumänischen Torgaranten.
Nach jener verhängnisvollen 38.Minute aber wendete sich das Blatt. Beim Stand von 19:24 für die Erfurter übernahm Apoldas junge Garde die Regie auf dem Parkett, Goldmann aus dem linken und Triller aus dem rechten Rückraum düpierten mit kraftvollen und mutigen Aktionen immer wieder den nun verunsicherten Innenblock der Gäste. Hinzu kam, dass sowohl Hering als auch Wunderlich im SG-Tor keine Einstellung zum Gegner fanden – der zweite Knackpunkt in der Partie. Denn der zuletzt überragende Philipp Hielscher plagte sich mit einer Rückenblockade herum und war dennoch der beste Torwart der Erfurter. Erst als er kaum mehr aufrecht stehen konnte machte er notgedrungener Weise Platz. Apolda drehte das Spiel binnen weniger Minuten, beim 24:24 war der Ausgleich hergestellt. Fortan ging man auf Augenhöhe durch die Partie, besonders Baumgarten erzielte wichtige Treffer in dieser Phase. Doch zum Schluss fehlte einfach die Luft und auch ein wenig das Glück, um zumindest noch einen Punkt aus der Seelenbinder-Halle zu entführen. Zweimal scheiterte Baumgarten am Pfosten, Menge vergab aus aussichtsreicher Position. Der Gastgeber konterte und bescherte sich und seinen Fans zwei lange Zeit verloren geglaubte Punkte.
Dennoch kann die SG mit der gezeigten Leistung vollauf zufrieden sein. Der Aufwärtstrend wurde bestätigt und nach dem vorgezogenen Pokalspiel gegen den Hermsdorfer Regionalligisten bleiben zwei Wochen zeit, um die Wunden zu lecken und Verletzungen auszukurieren. Dann gibt am 2. Dezember ab 16.00 Uhr der Aufsteiger aus Könitz / Saalfeld seine Visitenkarte am Erfurter Sportgymnasium ab und wenn es gelingt, weitere kleine Schritte nach vorn zu tun, so wird man hier erstmals in dieser Saison als klarer Favorit ein Spiel bestreiten. Die Fans dürfen gespannt sein, wie das gelingt...

SG Erfurt/Bad Langensalza:
Ph. Hielscher, U. Hering, D. Wunderlich – A. Ahrens 5, F. Menge 3, J. Ludwig, St. Ahrens 5, J. Trommer 4, Chr. Ratz 1, D. Baumgarten 9, T. Michalewski 4, R. Braun
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« Antworten #8 am: 19.11.2007 - 14:50:30 »

Infoline Könitz

Torflaute bei der SG hält an

SG Könitz/Saalfeld - Post SV Gera 14:21 (5:11)

Ganze 12 Spielminuten waren nötig, bis die SG im Heimspiel gegen Gera den ersten Treffer durch Matthias Hinz erlangen konnte. Doch auch die Gäste gingen bis dahin recht sparsam im Abschluss zu Werke und hatten nur zwei Tore erzielt. So konnte Martin Dietzel bei 2:2 den Gleichstand herstellen. Doch die SG haderte weiter mit ihren Chancen und verrannte sich zu oft in der stabilen Gästedeckung. Gera warf fünf Tore in Folge, bevor Rico Leuthäuser vom Siebenmeter-Punkt das dritte Könitz/Saalfelder Tor folgen ließ. Viel zu verkrampft und einfallslos gingen die Gastgeber im Angriff zu Werke und scheiterten bei den wenigen guten Einwurfmöglichkeiten am Gästekeeper, was den Vorsprung der Gäste weiter anwachsen ließ. Bis zur Pause gelang es der SG nicht mehr als fünf Bälle im gegnerischen Tor unterzubringen und den Rückstand zu verkürzen.
Nach der Pause hatten die Gastgeber erst einmal den zwölften Gästetreffer zu verdauen. Doch dies schien ganz gut zu klappen, denn es folgten vier Tore der SG, die somit auf 9:12 verkürzen konnte und das niveauarme Oberligaspiel wieder offener gestaltete. Jedoch bremste eine Auszeit der Gäste die Aufholjagd der SG und Gera erhöhte auf 9:14. Die Gastgeber agierten jetzt weiter zu ideenlos und versuchten mit Einzelaktionen zu Toren zu kommen, was aber selten zum Erfolg führte. Es schien als wären die SG-Spieler blockiert, sobald es in Richtung gegnerisches Tor ging. Denn in der Abwehr wurde beherzt zugegriffen und den ebenfalls nicht berauschend spielenden Gegnern nur selten zu viel Freiraum gelassen.       
Beim Stand von 12:16 keimte noch einmal Hoffnung, als Christian Lindig im Tor der SG einen Strafwurf parieren konnte. Doch dies war nur von kurzer Dauer, denn bereits im Gegenzug leitete die SG mit einem technischen Fehler einen Gästekonter zum 12:17 ein. Gera erhöhte daraufhin weiter auf 12:19 und das Spiel war längst entschieden. Am Ende konnten nur 14 Treffer der SG gezählt werden, was den Trend aus den letzten Spielen leider bestätigt.

Matussek(TW), Lindig(TW); Hinz 4, Volkmar 3, S.Schmidt 3, F.Dietzel 1, M.Dietzel 1, P.Schmidt 1, Leuthäuser 1, Heerwagen, Gittner, Arnold, Wagner
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« Antworten #9 am: 20.11.2007 - 13:11:37 »

HP Holzlandpower

Endlich der erste Sieg - Torben de la Motte wirft zwölf Tore beim 24:23 gegen Behringen/Sonneborn

SV Hermsdorf II - SV T&C Behringen/Sonneborn  24:23 (12:12)

Das war wahrlich kein Spiel für Handball-Ästheten. Schlusslicht Hermsdorf II stolperte sich am Sonnabend irgendwie zum ersten Heimsieg. Ob verdient oder unverdient, darüber wird nächste Woche niemand mehr reden.

Ausgerechnet Viktor Sidortschuk, der im Januar 50 Jahre alt wird, sorgte mit dem zwischenzeitlichen 24:21 (56.) für die Entscheidung in der Partie gegen den Aufsteiger aus Behringen/Sonneborn.

Die letzten Minuten wurden auch für Trainer Jens Friedrich zur Qual. "Du wirst draußen verrückt, wenn du miterleben musst, dass der Gegner noch mal den Anschluss schafft. Exakt um 16.30 Uhr war Schluss. Hermsdorf II hatte seine ersten beiden Punkte eingefahren. Nach den Wochen der Erfolglosigkeit entlud sich bei allen Spielern die Anspannung. Minutenlang genossen sie den Sieg. Sie liefen zur Mitte und tanzten im Kreis. Solche Bilder gab"s zuletzt in der Vorsaison beim Heimsieg gegen den ThSV Eisenach II.

Auffälligster Mann im SVH-Angriff war Torben de la Motte. Zwölf Tore - also die Hälfte - steuerte der 27-Jährige, der im Vorjahr aus Jena kam, bei. Beim Training innerhalb der Woche sah es gar nicht danach aus. "Ich hatte am Daumen der Wurfhand eine schmerzhafte Blase. Mit Pflaster ging gar nichts. Ich habe im Training nicht einen Ball versenkt. Im Pflichtspiel gegen Behringen ließ er die Wunde offen - und schon klappte es.

In der Deckung sammelte André Werrmann viele Pluspunkte. "Er hat gegen den Fünfer von Sonneborn gut gestanden , sagte der kurzfristig eingesprungene Co-Trainer Mario Kühne. Erst kurz nach Mittag 13 Uhr hatte er von Friedrich den Anruf bekommen, ob er auf der Bank aushelfen könnte, da Christian Escher wieder als Spieler ran musste.

Kühne litt genauso. "Wir haben es verpasst, nach dem Drei- und Vier-Tore-Vorsprung den Sack zu zumachen. Er meinte damit die Phasen nach dem Wiederanpfiff, als der Gastgeber erst 15:12 (34.), dann 21:18 (48.) und später sogar 23:19 (53.) führte. "Es war kein schönes Spiel. Am Ende zählen die Punkte , sagte ein ziemlich erleichterter Cheftrainer Friedrich.
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« Antworten #10 am: 20.11.2007 - 13:18:58 »

TA Eisenach  20.11.2007

Niederlage beim Schlusslicht

SV Hermsdorf II - SV T&C Behringen/Sonneborn  24:23 (12:12)
 
Ganz knapp verpassten die Oberliganeulinge aus Behringen eine Punkteteilung beim SV Hermsdorf II und verhalfen so der Mannschaft vom Autobahnkreuz zum ersten Saisonsieg. Die Mannschaft des SV Behringen/Sonneborn wollte sich mit einem Spielerfolg etwas von den Abstiegsplätzen absetzen, scheiterte jedoch am Schlusslicht der Liga, welches ehemalige Regionalligaspieler zum Einsatz brachte. "Gegen Behringen müssen wir gewinnen, was anderes zählt nicht. Da ist es egal, wer am Sonnabend aufläuft, die Jungs werden alles geben", sagte Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich vor der Partie. Einer der Hauptakteure war dabei der 49-jährige Viktor Sidortschuk. Torben de la Motte, ein Spieler des aktuellen Regionalligakaders, erzielte gar zwölf Tore. Nach einem ausgeglichenen Spielbeginn stand es 5:5 (10. Minute). Die Folgezeit blieb ausgesprochen torarm, weder die Behringer, noch die Gastgeber erzielten in den nächsten sieben Spielminuten ein Tor. Die Hermsdorfer fanden zuerst ins Spiel zurück und gingen mit 12:10 Toren in Führung (28.). Christopher Kohls und Mirko Brachmann stellten mit dem 12:12-Halbzeitstand die vermeintliche Handballgerechtigkeit wieder her.
Nach der Pause schienen die Gastgeber ausgeruhter und die Gäste mussten erneut einen Rückstand (15:12) egalisieren. Das Town & Country-Team glich zum 15:15 aus (39.) und wollte wie in den vergangenen Spielen mit Trainer Zdenek Vanek den Abwehrblock stärken. Doch Vanek war kaum auf der Platte, da wurde er auch schon mit einer Zeitstrafe belegt. Co-Trainer Hilmar Albrecht sprach von "Willkür" und beließ seinen Partner auf der Bank. Die Ostthüringer nutzten diese Spielphase und brachten sich wieder ins Gespräch (21:18). Obwohl Behringens Schlussmann Andreas Münch eine solide Leistung bot, war die Regionalligareserve nicht zu stoppen. Viktor Sidortschuk traf zum 24:21 für Hermsdorf (58.). Beim 24:23 waren die Vanek-Schützlinge in der letzten Spielminute im Ballbesitz und Albrecht kündigte eine Auszeit an. Doch die grüne Karte auf dem Kampfrichtertisch wurde wohl übersehen, erst zwei Sekunden vor Ultimo wurden die Gäste im Angriff vom Schiedsrichter gestoppt. In der verbleibenden Zeit machten taktische Anweisungen nun keinen Sinn mehr und es blieb beim 24:23-Endstand.

Co-Trainer Hilmar Albrecht zeigte sich enttäuscht: "Wir haben es versäumt, nach dem 5:5 den Erfolg zu sichern. Von den Außen- und Halbpositionen kam in dieser Phase zu wenig Druck. Dann sorgten die ´Außerirdischen´ mit ihren Zeitstrafen für Unverständnis. Der Höhepunkt war die Strafe gegen Zdenek!"

Behringen/Sonneborn: Münch/Busch - Albrecht (2), St. Ehrhardt (1), Blaß, Schenk, Brachmann (6), Kohls (7), Vanek, Voß, Werner (1), Hellmund (2), Stehmann (4/4), Marx.
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« Antworten #11 am: 20.11.2007 - 19:40:29 »

HP Ronneburg

Carsten Kusch trifft eine Sekunde vor Schluss

Ronneburger gewinnen in Sonneberg

Sonneberger HV - HSV Ronneburg 29:30 (12:15)

Das nennt man gesundes Selbstvertrauen. "Wir haben uns kurz verständigt. Dann habe ich mir den Ball geschnappt und ihn rein gehauen. Carsten Kusch, der erst zu Beginn der Saison aus Freiberg nach Ronneburg gewechselt ist, wurde am Sonnabend in der Sporthalle in Steinbach der Matchwinner. Eine Sekunde vor Ende der regulären Spielzeit verwandelte er den Siebenmeter zum 30:29.

"Ich habe es den Spielern überlassen, wer wirft , sagte HSV-Trainer Stefan Koska. Zur Wahl standen Oliver Meyer und Carsten Kusch.

Die Schlussphase war in Sachen Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Denn: Sechs Sekunden vorm entscheidenden Kusch-Wurf stand der gastgebende Sonneberger HV vorm möglichen Siegtreffer. Doch Martin Blechschmidt, sonst ein sicherer Schütze, setzte den Strafwurf-Ball übers Tor. Dann ging"s ganz fix. Keeper Michael Wolf passte das Spielgerät zu Carsten Kusch, der zu Matthias Zänsler. Der Linkshänder dribbelte in seiner typischen Art und Weise von der Mittellinie aus in Richtung Tor. Er konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Die Schiris, die tadellos pfiffen, zögerten nicht. Sie zeigten sofort auf den Punkt. "Ich denke, wir haben letztlich verdient gewonnen, wenn man das gesamte Spiel betrachtet , sagte HSV-Trainer Stefan Koska.

Die Südthüringer gingen erstmals beim Stand von 29:28 in Führung. Bis dahin lagen immer die Ronneburger vorn. Die offensive 2: 4-Deckung der Sonneberger - erst gegen Swen Gottschalk und Zänsler und später gegen Thomas Heidrich und Zänsler - kam den Gästen entgegen.

"Wir lagen zwischenzeitlich mit drei, vier Toren vorn , sagte Koska beim Blick aufs Spielprotokoll. Der Cheftrainer bewies zehn Minuten vor Spielende ein gutes Näschen. Er tauschte die Torhüter aus. Robert Zehmisch, der gut hielt, ging, dafür bekam Michael Wolf seine Einsatzzeiten. Und Wolf machte seinem Namen alle Ehre. Er schnappte sich erst zwei freie Bälle. Den verworfenen Blechschmitz-Siebenmeter darf sich Wolf auch gut schreiben.

"Wenn man solche Spiele gewinnt, wird man am Ende Zweiter oder Dritter , sagte Koska. Für die Ronneburger war es nach den Erfolgen in Apolda und Gera bereits der dritte Auswärtssieg, den man vorher nicht unbedingt erwarten durfte. Trotz der Freude über die nächsten zwei Punkte fand Koska-Senior auch anerkennende Wort für den Gegner. "Hier werden es noch andere Mannschaften schwer bekommen. Die Sonneberger stehen sehr kompakt, haben einen guten Rückraum.

HSV: Zehmisch, Wolf, D. Koska, Gottschalk (1), Zänsler (8), Dathe, Bauer, Heidrich (7), Vollgold (1), Förster (8), Kusch (2), Meyer (3).

HSV Ronneburg - SV Thuringia Königsee
Ronneburg klärt früh die Fronten
Michael Wolf hält stark - Florian Förster trifft zehn Mal

HSV Ronneburg - Königsee 37:25 (17:9)

Die Ronneburger Handballer haben ihre Hausaufgaben gemacht. Am Sonnabend gelang ihnen gegen den früheren Angstgegner Königsee ein glatter und ungefährdeter 37:25-Sieg. Bereits zur Pause waren die Fronten geklärt. "Sieht man mal von einigen Minuten in der zweiten Halbzeit ab, wo wir fast komplett durchgewechselt haben und der Spielfluss etwas weg war, bin ich sehr zufrieden , sagte HSV-Trainer Stefan Koska. Der musste kurz vor dem Anpfiff eine Änderung auf der Torhüterposition vornehmen. Robert Zehmisch (21), die etatmäßige Nummer eins bei Ronneburg, verletzte sich bei der Erwärmung am Auge. "Ich habe einen Ball mit dem Fuß abgewehrt. Der ist mir ins Auge gesprungen. Ich konnte nichts mehr sehen, alles war verschwommen. Koska lief auf den zweiten HSV-Keeper Michael Wolf (22) zu und sagte: "Micha, du hältst heute. Und Wolf bedankte sich für seine Einsatzchance. Am Ende konnte HSV-Betreuer Wolfgang Klinger 28 Striche für gehaltene Bälle auf seinem Spielprotokoll machen. "Ich habe mich gefreut. Die Abwehr hat es mir heute sehr einfach gehabt. Ich musste nur in meine Ecke gehen und schon hatte ich den Ball , sagte Wolf. Königsee mühte sich, rannte sich in der Deckung der Ronneburger oft fest. Wenn was ging, dann über die Außen oder im Kräfte aufreibenden 1: 1-Verhalten. Die beste Phase hatten die Gäste zwischen der 38. und 43. Minute. Da konnten sie mit vier Toren in Folge vom 13:25 auf 17:25 verkürzen. Mehr ließen die Ronneburger nicht zu. Der 23-jährige Lutz Vollgold netzte dank seiner Schnelligkeit noch fünfmal ein. Rechtsaußen Florian Förster (19) konnte mit dem Tor zum 27:18 (45.) seinen zehnten Treffer im Spiel bejubeln. Fürs 30. Tor der HSVer war Chris Dathe (er feierte am Vortag seinen 37. Geburtstag) verantwortlich. Er spielte Billard. Sein Wurf aus halbrechter Position landete zuerst am linken Pfosten, dann am rechten und dann war er drin. Nach dem Abpfiff bedankten sich die Ronneburger bei den knapp 200 Zuschauern mit einer Laola-Welle. Auch in der Kabine ging"s weiter sehr locker zu. Kreisläufer und Stimmungskanone Rene Bauer frotzelte in Richtung Robert Zehmisch mit den Worten: "Na, der Robert nimmt sich eine Auszeit, das wird hart im Training. Die nächsten zwei Ronneburger Gegner sind von größerem Kaliber: Der HSV muss am Sonnabend nach Sonneberg und die Woche drauf im Landespokal zu Ernestiner Gotha.

HSV: Wolf, Zehmisch, D. Koska (1), Gottschalk (2), T. Koska (2), Zänsler (4), Dathe (1), Bauer, Heidrich (3), Vollgold (5), Förster (10), Kusch (2), Meyer (7).
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« Antworten #12 am: 20.11.2007 - 19:42:27 »

HP Gera

Geraer Sieg der Abwehr - Ungefährdeter Auswärtserfolg der Post-Sieben bei Aufsteiger Könitz/Saalfeld

SG Könitz/Saalfeld - Post SV Gera 14:21 (5:11)

Ihren ersten Auswärtssieg der Saison fuhren die Geraer beim Oberliga-Aufsteiger in Saalfeld-Gorndorf ein. "Hier muss man erst einmal gewinnen. Die Abwehr stand super. Im Angriff hatten wir freilich ein paar Probleme, haben zu unkonzentriert gespielt. Das waren noch die Nachwirkungen von letzter Woche. Manchmal waren wir etwas übermotiviert. Unterm Strich bin ich zufrieden", freute sich Trainer Steffen Waldenburger. Mit dem Erfolg rückten die Postler auf Rang neun der Tabelle nach vorn.
Die Torausbeute blieb für ein Oberliga-Spiel sehr niedrig. Fast sechs Minuten brauchten die Geraer, um durch Michael Seime das 0:1 zu erzielen. Noch einmal so lange dauerte es, bis die in der Offensive harmlosen Gastgeber erstmals jubeln durften. Nach 13 Minuten gelang der SG zum ersten und einzigen Mal in der Begegnung beim Stand von 2:2 der Ausgleich. In der Folge legte die Waldenburger-Sieben die Nervosität etwas ab. Mit fünf Treffern in Folge bis zum 2:7 (21.) warf man sich ein beruhigendes Polster heraus. Die Könitzer fanden immer wieder in Post-Torwart Nedved ihren Meister oder scheiterten an ihrem eigenen Unvermögen im Abschluss. Dass bei den Geraern längst nicht alles rund lief, äußerte sich in zahlreichen technischen Fehlern und einer niedrigen Torwurfeffektivität. Die geringe Torquote nur auf das fehlende, weil nicht erlaubte Harz zu schieben, wollte Trainer Waldenburger nach Abpfiff nicht zulassen. Auch das erste Tor der zweiten Halbzeit kam auf das Post-Konto. Maik Grützbach traf zum 5:12 (32.). Es folgte eine zehnminütige Geraer Torflaute. Könitz/Saalfeld kam etwas auf, stieß aber immer wieder an eigene Grenzen. Die Gäste-Abwehr blieb im Bilde, auch wenn die SG zwischenzeitlich mit vier Toren hintereinander auf 9:12 verkürzen konnte, wobei nur Linksaußen Hinz Oberliga-Ansprüchen genügen konnte. Post straffte sich wieder. Michael Remme und Udo Werler, gegen dessen Heber-Strategie die Saalfelder Torleute kein Mittel fanden, warfen beim 9:14 wieder einen Fünf-Tore-Vorsprung heraus. Der Gastgeber versuchte alles, nahm Rückraumwerfer Karsten Krech in Manndeckung, was aber auch nichts einbrachte. Die Geraer gerieten auch durch Michael Remmes verworfenen Siebenmeter beim Stand von 12:16 (52.) nicht in Gefahr. Ohne große Mühe schaukelte man das Ergebnis über die Zeit. Hinten gut zu arbeiten, genügte, um nach dem 14:21 den kleinen Post-Anhang auf den Gorndorfer Traversen zujubeln zu können.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved --- U. Werler (5), M. Grützbach (3), M. Remme (5/1), M. Seime (3), K. Krech (2), S. Teichmann (1), J. Mühlberg, D. Botor, E. Pfeifer (2/1) und H. Seidemann. 
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