|
Marco
|
 |
« Antworten #1 am: 09.12.2007 - 00:48:01 » |
|
HP Ilmenau
HV Ilmenau 55 – SV Wartburgstadt Eisenach 24:24 (11:11)
Punkt gewonnen oder Punkt verloren?
Nach einer tollen Aufholjagd war im Heimspiel der Ilmenauer Handballdamen in der Schlusssekunde sogar ein Doppelpunktgewinn möglich, doch Annika Kunze scheiterte vom Siebenmeterpunkt an der Eisenacher Torfrau. Somit trennte man sich wie schon in der Vorsaison am Fuße der Wartburg leistungsgerecht 24:24. Nachdem die HV-Sieben in der Vorwoche unglücklich ohne Punkte aus Hermsdorf zurückkehrte, stand man nun mit 2:8 Punkten als Tabellenvorletzter schon gehörig unter Druck. Die rote Laterne schon in Sichtweite starteten die HV-Damen gegen den SV Wartburgstadt Eisenach dementsprechend nervös. Überhaupt war die Anfangsphase der Partie von einer Vielzahl technischer Fehler auf beiden Seiten gekennzeichnet. Das 1:0 der Gäste glich Andrea Bornheim per Siebenmeter aus. So ging es 10 Minuten weiter, Wartburgstadt legte ein Tor vor und Ilmenau stellte den Gleichstand wieder her. Beim Stande von 2:3 konnte das HV-Team gleich zwei Tore in Folge erzielen und das gleiche Spielchen ging nun mit umgekehrten Vorzeichen weiter. Jetzt legte Ilmenau vor und Eisenach glich aus bis zum Halbzeitstand von 11:11. Dabei hatten die Gastgeberinnen genügend Möglichkeiten sich schon im ersten Spielabschnitt abzusetzen, aber beste Wurfgelegenheiten wurden ausgelassen und bei doppelter Überzahl bekleckerte man sich ebenfalls nicht mit Ruhm. Nachdem die Fehler in der Kabine analysiert wurden, sollte nun der Bock umgestoßen werden. Doch zunächst zeichnete sich auf dem Parkett das gleiche Bild ab wie in Halbzeit 1. Erst nach 38 Minuten gewann ein Team die Oberhand und das waren die Gäste von der Wartburg. Die Ilmenauerinnen mussten dem schnellen Spiel und den geringen Wechselalternativen Tribut zollen. Im Angriff lief nicht mehr viel zusammen und im Abwehrverband konnten nicht alle Lücken konsequent geschlossen werden. Lediglich die erfahrenen Anne Arlt und Kathrin Zink überzeugten durch vorbildlichen Einsatz, konnten aber ihre jüngeren Nebenleute nicht immer mitziehen. Dies setzte sich auf der Torhüterposition fort, wo weder Luisa Ihle noch Sabine Juchheim ihren besten Tag erwischt hatten. Das Glück hat eben nur der Tüchtige, und dies fehlte Mitte der 2. Spielhälfte des Öfteren im Angriff wie auch in der Abwehr. So setzte sich Eisenach Schritt für Schritt bis auf 16:23 ab und auf den Rängen wurde es merklich ruhiger. Doch mit dem 7. verwandelten Siebenmeter durch Andrea Bornheim ging ein Ruck durch die HV-Sieben und es begann eine Aufholjagd. Mit der zweiten Luft wurden nun einige Gästefehler provoziert, die endlich auch einmal in erfolgreichen Kontern mündeten. Die sichtlich verunsicherten Gäste machten sich nun das Leben selber schwer und haderten mit den beiden Unparteiischen. In Überzahl war der Rückstand schließlich beim 23:23 wieder aufgeholt. Eisenach gelang noch mal die Führung, welche Annika Kunze vom Kreis egalisierte. In der folgenden hektischen Schlussminute setzte Kathrin Zink noch mal zum Konter an. Unter Bedrängnis beförderte sie den Ball noch in die Maschen, doch ein Schiedsrichterpfiff ertönte, bevor der Ball die Torlinie überquerte. So gab es das finale Siebenmeterduell, welches der HV zwar verlor, aber am Ende insgesamt einen Punkt gewann.
HV Ilmenau: Ihle, Juchheim; Bornheim (8/7), Arlt (5), Kunze (4), Zink(5), Fürich (1), Schenke, Kühn (1), Eschebach
Strafwürfe: Ilmenau 9/7, Eisenach 9/8 Strafzeiten: Ilmenau 5 x 2 min, Eisenach 6 x 2 min Schiedsrichter: Rudolph, Welsch (Thüringer HC)
|