|
Marco
|
 |
« Antworten #1 am: 27.01.2008 - 01:41:06 » |
|
HP Ilmenau
Positiv waren am Ende nur die Punkte
HV Ilmenau 55 – FC 02 Barchfeld 19:18 (8:10)
Nachdem die Partie gegen den FC 02 Barchfeld in der Hinrunde am grünen Tisch verloren ging, wollten sich die HV-Damen für das unsportliche Verhalten der Gäste aus dem Werratal revanchieren. Am Ende standen zwar die erhofften zwei Punkte, nach einem knappen 19:18 Erfolg, aber Werbung für den Handball konnte keine der beiden Mannschaften betreiben. Einer Verlegung des Hinspiels stimmte Barchfeld trotz mehrerer Terminvorschläge seitens des HV nicht zu, so dass diese Punkte kampflos abgegeben werden mussten. So gingen die Handballdamen des HV hoch motiviert und gut vorbereitet in das erste Rückrundenspiel. Doch mit dem Anpfiff waren alle Vorgaben verflogen und es folgte eine äußerst verkrampfte Auftaktphase der Gastgeber. Trotz mehrer Angriffe gelang kein konstruktiver Spielaufbau. Mehrfach ging der Ball verloren und so waren es die Gäste, die den ersten Treffer durch die derzeit erfolgreichste Werferin der Landesliga Stefanie Herrmann markierten. Erst beim 4:3 durch den dritten verwandelten Siebenmeter von Andrea Bornheim schienen die Gastgeber das Match in den Griff zu bekommen. Allerdings konnte die HV-Sieben auch in der Folgezeit die Nervosität nicht ablegen und vor allem sich nicht weiter vom Gegner absetzen. Diese glichen immer wieder aus und setzten vor der Pause sogar die besseren Akzente durch tolle Rückraumtore von Ulrike Marschall, die nun für die manngedeckte Herrmann in die Bresche sprang. Dabei sorgte vor allem das Abwehrverhalten der HV-Damen für Sorgenfalten bei Trainern und Zuschauern. Die logische Konsequenz war ein 8:10 Pausenrückstand, aber noch war nichts verloren. Der zweite Spielabschnitt sollte nun ein anderes HV-Gesicht zeigen, was trotz des sofortigen 8:11 auch kurzzeitig gelang. Denn innerhalb von wenigen Minuten schien die Heimsieben ohne Glanzpunkte zu setzen auf die Siegerstraße einzubiegen. Ein Zwischenspurt mit 8:1 Toren und der 16:12 Führung ließ ahnen, was bei einer konzentrierten Leistung über 60 Minuten möglich gewesen wäre. Leider fanden die HV-Damen trotz des klaren Vorsprungs nicht zu ihrer spielerischen Linie und passten sich dem wenig ansehnlichen Handball der Gäste an. So regierte weiterhin der Fehlerteufel auf dem Parkett und gab den Barchfelderinnen wieder die Möglichkeit sich heranzukämpfen. Die HV-Damen verstanden es über die gesamte Spielzeit nicht die begrenzten spielerischen Fähigkeiten der Gäste zu kontrollieren und selbst der Partie den Stempel aufzudrücken. So waren es Einzelaktionen von Anne Arlt oder Ilonka Otto, die noch einige Treffer einbrachten. Aber die Damen aus dem Werratal holten weiter auf und beim 18:18 eine Minute vor dem Ende schien die Partie tatsächlich noch zu kippen. Den folgenden Barchfelder Angriff konnte die über die gesamte Partie gut haltende Sabine Juchheim im HV-Tor abwehren. Beim Sichern des Abprallers geriet sie allerdings mit einer Gästeangreiferin aneinander, was die beiden Schiedsrichter als Tätlichkeit bewerteten und die Barchfelderin mit Rot vom Feld schickten. Der folgende HV-Angriff wurde noch mal zur Auszeit genutzt und der letzte Spielzug abgesprochen. Dieser klappte dann auch schulmäßig und nur durch Foulspiel an Kathrin Zink konnte dieser gestoppt werden. Den fälligen Siebenmeter setzte Andrea Bornheim sicher in die Maschen. Damit rettete sie wichtige Pluspunkte für ihr Team, da die letzten Angriffsbemühungen an der HV-Abwehr verpufften. So konnte das Fazit am Ende nur lauten, lieber schlecht gespielt und gewonnen, als gut gespielt und verloren.
HV Ilmenau: Ihle, Juchheim; Bornheim (7/5), Arlt (3), Kunze (3/2), Zink(2), Fischer, Lapke, Otto (3), Liebmann (n.e.), Fürich (n.e.), Karrasch (1)
Strafwürfe: Ilmenau 6/4, Barchfeld 3/2 Strafzeiten: Ilmenau 5 x 2 min, Barchfeld 7 x 2 min, 2x Rot Schiedsrichter: Rudolph, Welsch (Thüringer HC)
|