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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 15. Spieltag  (Gelesen 752 mal)
Marco
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« am: 28.01.2008 - 00:29:06 »

26.01.2008  17:00
SV T&C Behringen/Sonneborn - HSV Ronneburg
[Hainichsporthalle Behringen]

26.01.2008  19:00
Post SV Gera - Ernestiner SV Gotha
[Sporthalle IGS Birkenstraße Gera-Lusan]

26.01.2008  19:30
HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

26.01.2008  19:30
SV Hermsdorf II - SV Thuringia Königsee
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

27.01.2008  14:00
SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]

27.01.2008  16:00
SG Könitz/Saalfeld - Sonneberger HV
[Dreifelderhalle Saalfeld-Gorndorf]
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« Antworten #1 am: 28.01.2008 - 00:39:30 »

OTZ  28.01.2008

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

Festival der Siebenmeter im Hermsdorfer Derby
 
Königsee 22:20 bezwungen

In der Handball-Oberliga gab es ein Spiel der Siebenmeter. Bei SV Hermsdorf II - SV Thuringia Königsee 22:20 (9:9) wurden sieben Strafwürfe für Hermsdorf verhängt, zehn für Königsee. Nach der Pause führte der Gast sogar 13:9. Hermsdorf II blieb seiner Taktik treu. Erst gelang der Ausgleich, und nach 52 Minuten hieß es 20:17. Mit dem dritten Saisonsieg verließen die Hermsdorfer die Abstiegsränge.
SVH II: Passarge, Hentschel, Hobritz (7), Werrmann (3), M. Varchmin (5), Steinbach, Taubert (3), Bocek (2), Parybyk (2), Trautvetter.

Königsee: Cadek, Föhr, Oldenburg (9), Friedrich (2), Najman (4), Hüttner, Dademasch (1), Pojonie (3), Göring, Schmeißer (1), Knedlik.

SV T&C Behringen/Sonneborn - HSV Ronneburg 22:25 (8:13)
Es war kein Spiel für Feinschmecker. Ronneburg erledigte seine Pflichtaufgabe und bleibt im Sportjahr 2008 ungeschlagen. Auf dem Rückweg machten einige HSVer in Apolda einen Zwischenstopp und freuten sich über die Niederlage des Tabellennachbarn Goldbach. Ronneburg ist damit Zweiter und erster Verfolgter von Bad Blankenburg, das spielfrei war.

HSV: Zehmisch, Wolf, D. Koska (2), T. Koska, Zänsler (4), Nowak (4), Bauer (3), Heidrich (1), Förster (1), Kusch (5), Meyer (5).

Post SV Gera - Ernestiner SV Gotha 28:24 (17:10)
Standesgemäßer Sieg für die Post. Vor allem die erste Halbzeit war ansehnlich. Nach dem Wechsel verwaltete der Gastgeber den Sieg. Gotha konnte das Ergebnis freundlicher gestalten. Bei Gera fehlte Rückraumwerfer Krech aus privaten Gründen.

Post: Nedwed, Szlapka, Seidemann (1), Pfeifer (2), Botor (6), Borik, Teichmann (3), Remme (2), Mühlberg (2), Grützbach (6), Martin (4), Seime (2).

SG Könitz/Saalfeld - Sonneberger HV 22:25 (12:12)
Aufsteiger Könitz/Saalfeld war gestern vor 120 Zuschauern drauf und dran, für eine Überraschung zu sorgen. Nach 55 Minuten stand es 22:22. "Am Ende fehlte uns das Glück, die Gäste aus Sonneberg profitierten in der Endspielgestaltung von ihrer Erfahrung", sagte SG-Trainer Christian Wagner.

SG: Lindig, Matussek, A. Volkmar (4), Beyer, P. Schmidt (3), Heerwagen, Gittner (3), Arnold (6), Leuthäuser (1), M. Dietzel (2), M. Volkmar, Marcus Hinz, F. Dietzel.

SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim 26:26 (11:13)
Die SG kam gestern zu einem verdienten Punkt. Vorjahresmeister Ziegelheim verschenkte den Sieg im Angriff. "Wer so viele Chancen weg lässt, hat er einfach nicht verdient, als Sieger vom Parkett zu gehen", sagte LSV-Sportdirektor Harald Moritz.

LSV: Urwank, Hahn, D. Heinig (8), A. Heinig (6), Kühnert, Godlinski, S. Moritz (9), Knöfler (1), Sense, Jahn, S. Graichen, Wunderlich, Reusch (2).
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« Antworten #2 am: 28.01.2008 - 00:47:54 »

HP Gera

Sieg vor "Minuskulisse" gegen Gotha

Post SV Gera - Ernestiner SV Gotha 28:24 (17:10)

In einer fast leeren Halle empfing am Samstagabend der Post SV Gera die Oberligamänner aus Gotha. Parallel zum Spiel in Gera kämpften die deutschen Nationalspieler um den Einzug ins Finale in Norwegen.
Ohne ihre Routiniers Udo Werler und Karsten Krech wollte der Gastgeber unbedingt den Sieg. In der Hinrunde hatte man beide Punkte in Gotha liegen gelassen und war gewarnt, das Spiel allzu leicht zu nehmen.
Das Spiel begann auch gleich mit einer 1:0 Führung für die Gäste. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch keiner, dass dies ihre einzige Führung sein sollte. Von Anbeginn hatte der Gastgeber das Spiel gut unter Kontrolle. Die Abwehr stand sicher und Petr Nedved war der gewohnt starke Rückhalt im Tor. Im Angriff wurde variantenreich und schnell gespielt. Torgefahr kam von jeder Position und Daniel Botor führte klug Regie. Über die Stationen 5:2- 10: 5 - konnte sich der Gastgeber bis zur Pause mit 17:10 absetzen.

Auch nach dem Seitenwechsel kein Bruch im Spiel der Hausherrn.

Beim Spielstand von 21:12 waren es dann erstmals 9 Tore und das Spiel entschieden. Eine 4 - Minutenstrafe verbunden mit 4 Minuten Unterzahl stoppte dann den Sturmlauf der Geraer. 4 Tore in Folge für Gotha und es stand 21:16. Durch diese Unterzahl ging die Leichtigkeit im Angriff verloren und Unkonzentriertheiten schlichen sich ein. Logische Konsequenz Auszeit auf der Geraer Bank- 12 Minuten vor dem Ende. Klare Ansage- jetzt kämpferisch gegenhalten! Das wurde dann auch umgesetzt. Die Abwehr -wieder sehr gut von Michael Remme organisiert- fand zurück ins Spiel und hielt Gotha immer auf Distanz. Der Vorsprung schmolz nie weiter wie auf 4 Tore. Auch im Angriff wurde wieder kombiniert, doch scheiterte man in der Schlussphase häufig am guten Gothaer Torhüter. Am Ende ein leistungsgerechtes 28:24 für Gera in einer fairen Oberligabegegnung.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, Ch. Szlapka --- K. Krech (9 Tore), H. Seidemann, E. Pfeifer (5/4), D. Botor (3), U. Werler (7), P. Borik, S. Teichmann (3), M. Remme (3), J. Mühlberg, M. Grützbach (4) und M. Seime. 
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« Antworten #3 am: 28.01.2008 - 01:02:13 »

HP Gotha

Post nicht zu stellen

Post SV Gera - Ernestiner SV Gotha  28:24 (17:10)

Für diese Auswärtspartie gilt dasselbe wie das vorletzte Heimspiel gegen Bad Blankenburg: Da war mehr drin! Nach einer Halbzeit hatte Gera den ESV jedoch schon so gut wie im Postsack.
Hauptgrund für die magere Ausbeute war die miese, 30-prozentige Trefferquote der Gäste. Geras Torhüter Nedved zog den Ernestinern eifrig die Zähne. Zu allem Überfluss erlaubten sich die Gothaer Fehlschützen Frustschaltpausen, ehe ans Zurücklaufen gedacht wurde. Eins, zwei, drei, überbrückten die Postler das Spielfeld und hatten beim Abschluss die entscheidenden Schritte Vorsprung.
Der erste Angriffszug war zugleich der beste, Perner schloss ihn sehenswert zum 1:0 ab. Später scheiterte nicht nur er mehrfach, alle anderen warfen sich die berühmten Blasen. Langsam, aber sicher, gerieten die Gäste ins Hintertreffen. Über die Stationen 2:2, 2:5, 5:8, 7:13 stand zur Pause ein enttäuschendes Sieben-Tore-Minus zu Protokoll.
Gera ist für den ESV kein gutes Pflaster. Hier gab es noch nie was zu holen und diese erste Halbzeit frischte die Erinnerung an das Trauerspiel vom letzten Jahr unangenehm auf.
Dass die Mannschaft intakt ist, bewies sie nach Wiederbeginn. Zunächst setzte allerdings der Gastgeber weiter Akzente, denn noch dauerte die Ladehemmung auf Gothaer Seite an. Die Nachpausenminuten, als Gera auf 21:12 davonzog, sollten maßgeblich für den Spielausgang sein. Danach dominierten nämlich die Gäste. Er kam nur leider zu spät, der 12:7-Endspurt.
Behling traf endlich von hinten oder schickte Außen Wandtke gekonnt in die Luft. Auch Thieme sprang über seinen Schatten und seine Gegner. Irmisch vertrat schließlich den wirkungslosen Jicha und machte es besser.
In der Deckung wurde gekämpft, so manche Trophäe erkämpft, die ein oder andere Lücke aber nicht konsequent bekämpft. Hinzu kamen bereits sicher gewonnene Bälle, die im Übereifer wieder beim Gegner landeten. Somit wusste die Post trotz schwindender Kräfte ihren Vorsprung zu verteidigen.
Zweimal nahten die Ernestiner zwischendurch auf vier heran (23:19, 26:22), zu mehr hat es dann auch am Ende nicht gereicht.
ESV: Steinbrecher - Jicha 1, Wandtke 5, Perner 2, Meß 1, Irmisch 3, Behling 7/2, Thieme 3, Stegner 1, Schneider 1, Trott
Strafwürfe: 2/2 (Post 5/3)
Zeitstrafen: 5 (7)
Rote Karten: 1/60. Irmisch nach Foul (2/42. Pfeifer nach 3x2, 60. Grützbach nach Revanchefoul)
Schiris: Bätz/Langbein (Arnstadt/Bad Blankenburg)
Zuschauer: 46
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« Antworten #4 am: 28.01.2008 - 01:06:33 »

HP Goldbach

TLZ
In der Abwehr viel zu ruhig

HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  34:31 (18:16)

Das Oberliga-Team von Goldbach/Hochheim wollte sich auf dem zweiten Tabellenplatz festsetzen, dies ist durch eine 34:31-Niederlage in Apolda jedoch misslungen. Die notwendige Frische, die für einen Sieg in Apolda wichtig ist, war diesmal nicht zu erkennen. Sie wirkten ausgelaugt und platt.

Ungeachtet dessen, gelang es den Nessetalern in der ersten Halbzeit mehrmals den Ausgleich zu erzielen (6:6, 8:8, 15:15) und den Abstand zu den Gastgebern nie größer als drei Treffer werden zu lassen. Es war eine Abwehrschlacht, beide Teams standen in der Verteidigung sehr defensiv. Nur die Toptorjäger wurden zeitweise auf “Mann” genommen. So kümmerte sich Taubert intensiver um Sava und Apolda gab Stegner wenig Raum.

Aufgefallen: In der Goldbacher Abwehr wurde erstaunlich wenig gesprochen. Dadurch rannten sie den Gastgebern häufig einen Schritt hinterher, erleichterten den Außen das erfolgreiche Einlaufen. Dippmann (14 Tore), bescherte den Goldbachern die größten Probleme. Er verstand es, sich als Kreisläufer sowie Rückraum- und Siebenmeterschütze gleichermaßen gut in Szene zu setzen. Halbzeitstand: 18:16.

In Hälfte zwei wirkte die Partie hektisch und zerfahren, die Blau-Weißen hielten sich durch kämpferische Einzelleistungen im Spiel. Dejmek und Schneegaß diskutierten mit den Schiedsrichtern; handelten sich unnötige Zeitstrafen ein. Zwei Treffer von Rothhämel in Folge, stellten wieder den Anschluss her (48.). Dies gelang nochmals durch einen verzögerten Wurf von Linksaußen Skowronek (31:30, 59.). Nun drehten die Apoldaer nochmals auf, zogen uneinholbar auf 34:30 davon.

Trainer Rothhämel: “Wir haben in Apolda verdient verloren, auch weil wir uns auf zu viele “Nebenkriegsschauplätze” begeben haben. Was von der Partie noch zu retten gewesen wäre, haben die Schiedsrichter mit manch fragwürdiger Entscheidung kaputt gepfiffen.”

Goldbach: Schneegaß, Harseim; Voigtritter 1, Skowronek 4, Rothhämel 2, Dejmek 8, St. Juhnke 2, Taubert 4/1, Andreas 2, Stegner 5, Moratschke 3; 
Strafwürfe: 1/3 (HSV: 4/5);
Zeitstrafen: 9 (HSV 12) -
Rot: Dejmek (nach 3×2, 51.) - Sava (54.), Dippmann (nach 3×2, 59.)

TA
Gäste waren einfach platt

HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  34:31 (18:16)

Die Goldbacher Handballer sind als Tabellenvize in Apolda angereist und haben die Glockenstadt nach einer vermeidbaren Niederlage wieder als Dritte verlassen.

Es war kein gutes Wochenende für Handballer. Nicht nur die Nationalwerfer haben in Norwegen gepatzt, auch die Oberligamannschaften aus unserem Landkreis mussten allesamt Niederlagen quittieren.

Wie schon in der Vorwoche verkürzte Florian Dejmek mit einem eleganten Hüftwurf auf 3:2 (3.). Die Goldbacher blieben anschließend an den gut gestarteten Gastgebern dran, ein langes Zuspiel von Dejmek verwandelte Jens Moratschke zum 4:3 (6.). Da beide Mannschaften vorrangig defensiv agierten, kamen die Rückraumschützen nur zu wenig Toren. Trotzdem war die Abwehr der Gastgeber löchrig Abstimmungsprobleme führten immer wieder zu einem Hinterlaufen der Goldbacher Verteidigungsreihe.

Der Apoldaer Dippmann (14 Treffer) war nicht nur als Siebenmeterschütze gefährlich, er rotierte zwischen Kreis- und Rückraumposition und war nur schwer zu bändigen. Der sonstige Hauptschütze der Gastgeber, Sava (6 Tore), wurde dagegen von Dirk Andreas gut abgeschottet. Die Blau-Weißen glichen mehrmals aus, konnten aber nie die Führung übernehmen. So erzielte Michael Stegner nach Anspiel von Voigtritter das 8:8 (15.). Torhüter Schneegaß fiel durch mehrere Doppelparaden positiv auf, allerdings kassierte er auch eine zweimalige Zeitstrafe nach unnötigen Diskussionen mit dem Schiedsrichter. In Überzahl glich Moratschke nochmals zum 16:16 aus (29.), doch bereits zur Pause hatten sich die Gastgeber mit dem 18:16 wieder positioniert.

Florian Dejmek hielt nach der Spielunterbrechung seine Mannschaft im Rennen (19:18), aber einen Ausgleich gab es nicht mehr. Das Spiel wurde auf beiden Seiten immer hektischer und nickeliger. Die Glockenstädter schirmten Stegner gut ab und die Gäste wirkten mit ihrem kleinen Spielerkader einfach platt. Trainer Sven Rothhämel wechselte sich zur Entlastung der Mannschaft selbst ein (41.), aber es gelangen nur noch Achtungszeichen.

So verkürzte Oliver Taubert in doppelter Unterzahl (23:21) und Thomas Skowronek schaffte mit einem verzögerten Wurf von Linksaußen den erneuten Anschluss (31:30). Apolda gelang der Schluss-Sprint zum 34:30, nur Skowronek traf nochmals mit dem Schlusspfiff zum 34:31. Wir haben verdient verloren, auch weil wir uns auf zu viele “Nebenkriegsschauplätze” begeben haben, resümierte Trainer Rothhämel. “Und was von der Partie noch zu retten war, das haben die schwachen Schiedsrichter kaputt gepfiffen.”

Goldbach: Schneegaß/Harseim Voigtritter (1), Skowronek (4), Dejmek (8), Stefan Juhnke (2), M. Stegner (5), Moratschke (3), Rothhämel (2).
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« Antworten #5 am: 28.01.2008 - 15:35:01 »

HP Holzlandpower

Mit alten Tugenden zum dritten Saisonsieg

Mit einem 22:20 gegen Königsee verlässt Hermsdorf II die Abstiegsränge

SV Hermsdorf II - SV Thuringia Königsee  22:20 (9:9)

Die Hermsdorfer Handballer haben ihre Chance gewahrt, am Saisonende sportlich auf einem Nichtabstiegsplatz einzukommen.

Am Sonnabend gelang gegen Oberliga-Dauerbrenner Königsee ein wichtiger 22:20-Sieg. Es war der dritte Saisonerfolg für die Hermsdorf. Nach dem 15. Spieltag steht der SVH II vor Behringen/Sonneborn und Könitz/Saalfeld auf den drittletzten Tabellenplatz.

"Da wollen wir auch bleiben. Ich denke mal, mit zwölf Punkten bist du auf der sicheren Seite", sagte SVH-Rückraumspieler André Werrmann zur aktuellen Konstellation.

Im Königsee-Spiel übernahm Werrmann kurz vor Schluss Verantwortung. 15 Sekunde waren noch zu spielen. Hermsdorf lag 21:20 in Front. Königsee hatte auf komplette Manndeckung umgestellt. Werrmann täuschte aus neun Metern einen Hüftwurf an, ging an seinem Gegenspieler vorbei, zog unwiderstehlich zum Tor und verwandelte.

"Wenn ich nicht getroffen hätte, hätte ich wahrscheinlich die A...karte gezogen. Dann hätte Königsee vielleicht noch ausgeglichen. Doch es reichte zum Heimsieg. Die knapp 80 Zuschauer honorierten die starke kämpferische und vor allem disziplinierte Spielweise ihrer Jungs mit starkem Beifall.

Im Vorwärtsgang wurden die eigenen Angriffe sehr lange ausgespielt, bis die Lücke da war. Und auch beim Stand von 9:13 kurz nach dem Wiederanpfiff ließ sich die Truppe von Trainer Christian Escher nicht verrückt machen.

"In der Hinrunde hätten wir sicher zu schnell den eigenen Abschluss gesucht. Von dieser hektischen Spielweise haben wir uns wieder verabschiedet , sagte Werrmann. Nach und nach kamen die Hermsdorfer auf, glichen zum 17:17 (47.) aus. Dann klappte bei Hermsdorf alles, bei den Gästen nichts. Mit drei Toren in Folge zum 20:17 war eine Vorentscheidung gefallen. Doch Königsee verkürzte auf 19:20 und dann noch mal auf 20:21. Bis Werrmann sein Herz in beide Hände nahm und mit seinem dritten Treffer im Spiel seine Mannschaft um zwei Punkte reicher machte.
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« Antworten #6 am: 28.01.2008 - 15:52:56 »

HP Sonneberg

SG Könitz/Saalfeld – Sonneberger HV 22:25 (12:12)

Erwartet schwerer Gang

Das Ergebnis am Ende täuscht etwas über den Spielverlauf hinweg, stellt sich aber dennoch für die Spielzeugstädter gut dar. Ein glücklicher, aber im Endeffekt doch verdienter Auswärtssieg beim Aufsteiger von der Spielgemeinschaft Könitz/Saalfeld. Es war das erwartet unangenehme Spiel, in dem eine böse Überraschung aber aus blieb und die Sonneberger mit weiteren zwei Punkten nach Hause reisen durften.

Die Anfangsphase bestimmten die Gäste aus der Spielzeugstadt, verpassten es allerdings sich entscheidend abzusetzen und so kämpfte sich Könitz/Saalfeld ins Spiel und schaffte beim 7:7 erneut den Ausgleich. Auch wenn die Sonneberger optisch überlegen wirkten, zeigten sie ihre Stärken doch zu selten. Vor allem in der Abwehr wurde zwar teilweise sehr gut zugepackt, doch in der Vorwärtsbewegung die Ballgewinne wieder zu Nichten gemacht. Der Gastgeber blieb dran und ging kurz vor der Pause erstmals selbst in Führung (11:10). Bis zum Pausentee tat sich dann nicht mehr viel und so wurden beim Stande von 12:12 die Seiten gewechselt.

Nach dem Wechsel das gleiche Bild: Sonneberg tat sich schwer und der Gastgeber kämpfte bravourös und wurde dafür auch belohnt. Ein ums andere mal konnte die SG Könitz/Saalfeld in Führung gehen, schaffte jedoch nie einen Zwei-Tore-Vorsprung. Die Spielzeugstädter indes taten nicht mehr als nötig, glichen immer wieder aus, doch den mitgereisten Fans wurde wohl mehrmals bange, denn so viele Fehler waren sie doch nicht gewohnt. Das Spiel gestaltete sich bis zur 55. Minute ausgeglichen, denn stets konnte nach dem Führungstreffer, der Anschluss erzielt werden. Doch in den letzten fünf Spielminuten steigerte sich de Rooij im Sonneberger Tor entscheidend und im Angriff wurde endlich mal sicher abgeschlossen. So kam es, dass Könitz/Saalfeld kein Tor mehr gelang, wobei die Spielzeugstädter noch drei eigene erzielen konnten.

Sonneberg wurde seiner Favoritenrolle gerecht, wenn auch nur in den letzten fünf Minuten, doch am Ende zählen wie immer die zwei Punkte. Ein riesiger Dank der Mannschaft geht auch diesmal wieder an die mitgereisten Fans, denn rund 30 Sonneberger Anhänger verbreiteten Heimspielatmosphäre und konnten natürlich nach dem Schlusspfiff gebührend feiern.

Am kommenden Samstagabend müssen sich die Mannen von Trainer Uwe Blechschmidt erneut beweisen. Wenn um 19 Uhr die zweite Mannschaft des SV Hermsdorf gastiert, sollte sich das Team aus der Spielzeugstadt besser präsentieren, als gegen Könitz/Saalfeld, um erneut zwei Punkte einfahren zu können. Am Abend zuvor steht allerdings die erste Mitgliederversammlung mit anschließender Faschingsfeier an. Es bleibt also abzuwarten, ob und wie sich die Sonneberger am Samstagabend verkaufen können.

Sonneberg: de Rooij, Werner; Schmidt (1), Müller (2), R. Blechschmidt (1), M. Blechschmidt (5/2), Poser (1), Gurtowoi (5/1), Kroll (4/1), Weiß (1), Sydorchuk (5)
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« Antworten #7 am: 28.01.2008 - 15:54:53 »

Infoline Könitz

Lebenszeichen - Neuling verliert in den letzten fünf Minuten spannendes Spiel

SG Könitz/Saalfeld - Sonnerberger HV 22:25 (12:12)

Nach 58 Minuten und 37 Sekunden reißt Uwe Blechschmidt die Arme nach oben: "Jaaaaa", schreit der Übungsleiter der Sonneberger, als das 25:22 für den Gast fällt. Erst 83 Sekunden vor dem Schlusspfiff ist sich der Trainer des Tabellensiebten sicher, die Gorndorfer Sporthalle als Sieger zu verlassen.
Hängende Köpfe dagegen bei der Spielgemeinschaft. Die muss gestern Nachmittag zwar erneut eine Niederlage einstecken, gibt aber trotz der bisherigen Pleitenserie wieder ein Lebenszeichen von sich: "Wir haben heute", so Coach Christian Wagner, "ein gutes Spiel gemacht."

Vor allem aber ein spannendes: Im Laufe der Partie gibt es lediglich einmal einen Zwei-Tore-Abstand (3:5, 12.). Ansonsten begegnen sich die beiden Teams auf Augenhöhe, kann sich keiner absetzen. Nach dem erstmaligen Ausgleich des Neulings (7:7, 19.) ist die SG drauf und dran, mit einer Führung in die Pause zu gehen. Dabei verkraften sie zunächst auch die Rote Karte für Markus Hinz (23.), der wegen einer Unsportlichkeit das Trikot vorzeitig ausziehen muss. Doch als die Sonneberger Fans ihr Team auffordern, endlich zu kämpfen, trafen die noch zum Ausgleich.

In der zweiten Halbzeit ändert sich relativ wenig an diesem Bild. Die Chance, sich abzusetzen, vergeben zum einen Arnold (34.) und P. Schmidt (37.). Stattdessen führt wieder der Gast (15:16), der diese Führung aber auch nicht behaupten kann (19:18, 49).

Als in der 53. Minute die Gastgeber zum 22:22 ausglichen, keimt immer größere Hoffnung auf den nun doch ersten Erfolg in der Handball-Oberliga auf. Der Neuling kämpft, rackert, überzeugt in der Abwehr - vergisst aber plötzlich wieder das Tore werfen. Denn während Arnold und A. Volkmar verballern, bauen die Sonneberger in Unterzahl einen Zwei-Tore-Vorsprung auf. Als dann gar noch das 25:22 für die Gäste in eben jener 59. Minute fällt, sind die Messen für die Gastgeber gelesen.

"Wir waren in vielen Phasen zu überheblich", ärgerte sich nach der Begegnung der Sonneberger Coach. Es sei schwer, bei einem Neuling mit nur einem Pluszähler die notwendiger Konzentration aufzubauen.

Gut möglich, dass das auch die Chance für die Gastgeber ist, wenn sie am kommenden Wochenende beim derzeitigen Tabellendritten Goldbach antreten müssen. Dort erwarten wohl die wenigsten Punkte für die Spielgemeinschaft, die gestern zwar punktlos blieb, aber wieder ein Lebenszeichen von sich gab.

SG: Lindig, Matussek - A. Volkmar (4), M. Beyer, P. Schmidt (3), M. Heerwagen, T. Gittner (3), M. Arnold (6), R. Leuthäußer (1), M. Dietzel (2), M. Volkmar, S. Schmidt (3), Mark. Hinz, F. Dietzel

"Wir haben am Ende einfach nur Pech und Sonneberg das nötige Glück gehabt." (SG-Coach Christian Wagner)
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« Antworten #8 am: 28.01.2008 - 15:57:18 »

HP HSC Erfurt

Heimserie hält

SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim  26:26 (11:13)

Es bleibt dabei – lediglich Tabellenführer Bad Blankenburg gelang es, den Erfurtern in einem Heimsspiel beide Punkte abzunehmen. Auch der favorisierte Landesmeister vom LSV Ziegelheim konnte die SG Erfurt/Bad Langensalza nicht bezwingen und brachte es in einer schwachem Oberligabegegnung am Sonntagnachmittag nur auf ein leistungsgerechtes 26:26- Unentschieden. Allen war klar, dass der verletzungsbedingte Ausfall von Daniel Baumgarten schwer wiegen würde. Und da zudem beide Ahrens-Brüder angeschlagen in die Partie gingen war ein Punktgewinn gegen den wieder erstarkten Gast aus dem Wieratal nicht unbedingt zu erwarten. Tatsächlich lief spielerisch auch nicht all zu viel zusammen, aber immerhin überzeugte das Team von Andreas Köthe kämpferisch und verdiente sich so auch die Punkteteilung redlich.
Das Spiel begann zerfahren, beide Teams kamen nicht recht in Tritt. Ziegelheim fand zu erst den Spielfaden und legte bis zum 0:3 vor. Die Erfurter Deckung kam mit dem wendigen und 1:1-starken Ziegelheimer Rückraum nicht klar. Zudem ergaben sich immer wieder große Lücken am Kreis, wo Steffen Ahrens von seinen Nebenspielern sträflich allein gelassen wurde. Zum Glück hatte Keeper Philipp Hielscher wieder einen guten Tag erwischt, hielt sein Team im Rennen und konnte sich sogar bis zum Schlusspfiff immer weiter steigern. Dennoch wirkte das Spiel des Gastgebers in der 1. Hälfte äußerst statisch, auch im Angriff lief der Ball nur schleppend. Schwache Würfe von Trommer und A. Ahrens brachten das Ziegelheimer Gehäuse nicht in Gefahr, so dass erst die Hereinnahme von Steffen Ahrens und Carsten Machts für mehr Belebung in der Offensive sorgte. Die beiden übernahmen in wichtigen Situationen die Verantwortung, auch wenn die Trefferquote zumindest bei Machts insgesamt noch verbesserungswürdig blieb. Bis zur Halbzeit (11:13) liefen die SG-Spieler aber dem Rückstand aus den Anfangsminuten hinterher und nahmen sich vor, in den kommenden 30 Minuten etwas strukturierter den Weg zum Tor zu suchen. Dies misslang jedoch zunächst, immer wieder waren es unmotivierte weil unvorbereitete Würfe von den Halbpositionen, welche die Gäste stark machten. So blieb Ziegelheim vor allem über Tore der Heinig-Brüder immer zwei Tore in Front, ehe beim 23:23 durch Machts der Ausgleich, durch S. Ahrens sogar kurz darauf die erste Führung (24:23, 48.min) gelang. Ziegelheim hatte den Spielfaden etwas verloren, fand ihn aber durch einen Wechsel im Tor recht schnell wieder. Denn ab nun vernagelte Tobias Hahn den Kasten der Gäste, allein drei Siebenmeter brachten die Erfurter nicht an ihm vorbei (Menge, A. Ahrens, Ludwig). Moralisch derart gestärkt kämpften die schon etwas ratlos wirkenden Ostthüringer weiter und hielten die Partie durch ihren erst 18-jährigen Rückraumkanonier David Heinig weiter offen. Und als eben jener Youngster auch noch einen Passversuch von Trommer abfing und allein auf Philipp Hielscher im Erfurter Tor zulief, musste man Schlimmes befürchten. Doch „Hille“ wuchs einmal mehr über sich hinaus und parierte diesen Konter grandios. Vorne traf Menge zum 25:25-Ausgleich. Ziegelheim verspielte erneut den Ball, gleiches passierte aber auch auf der rechten Angriffsseite der Einheimischen. Steffen Moritz stibitzte den Ball und brachte ihn im Konter auch an Hielscher vorbei, nun waren noch 25 Sekunden zu spielen. Die SG spielt erneut Menge auf Linksaußen frei und der trifft durch die Beine des Gästekeepers zum umjubelten Ausgleich.

SG Erfurt/Bad Langensalza:
Hielscher, Hering, Wunderlich – A. Ahrens 2, Göpfert, Menge 5/2, Ludwig 1, Machts 4, Braun, S. Ahrens 7, Trommer 5/1, Ratz, Schalles 2, Michalewski
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« Antworten #9 am: 28.01.2008 - 15:59:40 »

HP Königsee

Punkte verschenkt

SV Hermsdorf II - SV Thuringia Königsee 22:20 (9:9)

Königseer können Vier-Tore-Vorsprung nicht über die Zeit retten
 
Nach den letzten beiden Doppelpunktgewinnen in Folge sind die Königseer auch mit einer gehörigen Portion Selbstvertrauen gen Holzland gereist, wo man die Serie nicht unbedingt abreißen lassen sollte. Mit einem Punktgewinn wollten die Rinnestädter sich weiter von den Abstiegskandidaten distanzieren. Doch der Tabellenvorletzte brannte auf die Revanche der knappen Hinrundenniederlage, welche ihnen in den letzten Minuten auch glückte, so dass die Thuringia-Sieben nach ihrer Führung bis in die Schlussminuten wieder mit leeren Händen da stand.
Die Mannen vom Schiefer begannen dieses Ostthüringen-Derby konzentriert, eröffneten den Torreigen und blieben bis zum 4:3 (15.) knapp vorn. In der bis zu diesem Zeitpunkt ausgesprochen torarmen Partie drehte die Regionalliga-Reserve beim 5:4 (18.) erstmals das Blatt und verurteilte die Varchmin-Schützlinge zur Aufholjagd. Diese taten das mit Bravour, glichen stets wieder aus und kamen kurz vor der Pausensirene erneut in Vorderhand (9:8, 28.). Fast mit dem Halbzeitpfiff dann doch noch der Einstand der Hermsdorfer. Bereits in diesen Minuten des ersten Durchgangs war zu erkennen, dass Leistungsträger wie Hüttner, Dademasch, Najman oder Oldenburg nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten, da sie sich zahlreiche Fehlwürfe und Zeitstrafen leisteten.Ganz nach dem Wunsch der Verantwortlichen auf der Thuringia-Bank begann der zweite Spielabschnitt. Die Königseer schienen ihre Nervosität abgelegt zu haben, bestimmten plötzlich eindeutig das Geschehen und setzten sich ab (13:9, 37.). Auch in den weiteren Minuten ließen die Rinnestädter nichts anbrennen, so dass die Gastgeber lediglich zur Ergebniskosmetik kamen (11:15, 40. - 12:16, 44.). Eine Viertelstunde vor dem Ende häuften sich die Königseer Fehler, Zeitstrafen taten ihr übriges, was der SVH II zu nutzen wusste und sich langsam wieder ins Gespräch brachte (15:17, 50.). In den folgenden Minuten kamen die Königseer nun zu nichts Zählbaren mehr. Das Team aus der Seelenbinder-Sporthalle witterte Morgenluft, kam zum Ausgleich (17:17, 52.) und zum zweiten Mal in Vorderhand in diesem Match und konnte sich in dieser entscheidenden Phase absetzen (20:17, 55.). Thuringia setzte in den letzten Spielminuten noch einmal alles auf eine Karte, warf sein Kämpferherz in die Waagschale, um wenigstens noch eine Punkteteilung zu retten (19:21, 59.). In den letzten Atemzügen des Spiels dann noch das 20:21, doch im unmittelbaren Gegenzug Sekunden vor der Schlusssirene machte Hermsdorf alles klar. Sie verlassen mit diesem Doppelpunktgewinn erstmals die Abstiegsränge. Für Königsee bleibt es nach dieser Niederlage weiter bei der Vier-Punkte-Differenz zu den Rängen gen Landesliga.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Friedrich (2), Dademasch (1), Pojonie (3), Hüttner, Najman (4), Schmeißer (1), Oldenburg (9)
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« Antworten #10 am: 28.01.2008 - 16:01:23 »

HP Ronneburg

Sieg in Sonneborn ist vier Punkte wert

Ronneburg ist Tabellenzweiter

SV T&C Behringen/Sonneborn – HSV Ronneburg 22:25 (8:13)

Die Ronneburger bleiben sich ihrer Linie treu: Viertes Spiel im Sportjahr 2008, vierter Sieg. Optimaler konnte der Einstieg nicht verlaufen für das HSV-Team. Der 25:22-Erfolg spiegelt nur annähernd die 60 Minuten in der Sporthalle in Sonneborn wieder. „Für uns war’s schon vor dem Anpfiff klar, dass es hier keine Schönheitspreise gibt. Das hat sich dann auch so bestätigt“, sagte HSV-Trainer Stefan Koska (48) über die Partie beim abstiegsgefährdeten Aufsteiger. Seine Jungs lagen über weite Strecken der Partie stets mit drei, vier und sogar fünf Toren vorn. Die Schiris zeigten sehr oft auf den Siebenmeterpunkt. Behringen bekam 12 Strafwürfe, Ronneburg acht. Im HSV-Rückraum hielt sich der 29 Jahre alte Thomas Heidrich sehr vornehm zurück. Es lag am Harz. „Der Thomas hätte eigentlich zu Hause bleiben können. Er kommt ohne Klebemittel nicht zurecht.“ Nur ein Törchen steuerte der wuchtige „Heidi“ Heidrich bei. Viel erfolgreicher war er da bei seinen Zuspielen zum besser postierten Nebenmann. „Wenn man den Ball nicht richtig greifen kann, geschweige denn werfen, ist das kein Handballspiel für mich“, sagte Heidrich unmittelbar nach der Partie.Veit Nowak (27), der im Hinspiel einen Nasenbeinbruch erlitt, zeigte sich stark formverbessert. Mit vier Toren gehörte er zu den erfolgreichsten Werfern seiner Mannschaft an diesem Tag. „Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ich will und ich kann da keinen Spieler hervorheben“, sagte Koska-Senior. Der Auswärtssieg wurde auf der Rückfahrt nach dem Zwischenstopp in der Sporthalle in Apolda noch aufgewertet. Teile der Ronneburger Mannschaft waren Augenzeuge des 34:31-Sieges von Apolda gegen Goldbach. „Wenn man man’s so nimmt, ist unser Sieg vier Punkte wert gewesen“, sagte der rührige HSV-Betreuer Wolfgang Klinger.Die Ronneburger stehen nach dem 15. Spieltag wieder auf Rang zwei, sind also der erste Verfolger des spielfreien HSV Bad Blankenburgs. „Jetzt sieht man erst mal, wie wichtig unsere Siege in Eisenach und gegen Bad Blankenburg waren. Das hätte uns die Konkurrenz sicher nicht zugetraut“, sagte Trainer Koska. Nach dem goldenen Januar soll jetzt ein goldener Februar folgen für die Ostthüringer. Nächstes Wochenende kommt Gera zum Derby nach Ronneburg. „Das wird keinen Deut leichter, als gegen Bad Blankenburg“, ist sich HSV-Keeper Robert Zehmisch (21) sicher.

HSV: Zehmisch, Wolf, D. Koska (2), T. Koska, Zänsler (4), Nowak (4), Bauer (3), Heidrich (1), Förster (1), Kusch (5), Meyer (5).
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« Antworten #11 am: 28.01.2008 - 16:16:31 »

TA Gotha  28.01.2008

Unerwartet starke Gegenwehr

SV T&C Behringen/Sonneborn - HSV Ronneburg  22:25 (8:13)
 
Die Ronneburger Aufstiegsaspiranten kamen weder mit dem ungeharzten Ball, noch mit den kämpferischen Gastgebern zurecht. So verloren die Sonneborner etwas unglücklich, aber das nur sehr knapp.Keiner der gut 100 Zuschauer musste sein Kommen ob des parallel laufenden Handball-Halbfinals der EM bereuen. Was die Sonneborner Handballer gegen die hoch favorisierten Gäste in Behringen aufboten, das war durchaus respektvoll. Die Gäste führten von Beginn an, doch schon nach wenigen Sekunden glich Christopher Kohls per Konter zum 1:1 aus. Als Mario Stehmann einen Siebenmeter vergab und Behringen wiederholt an der guten Abwehr der Buga-Städter scheiterte, da wurde der Vorsprung größer (2:5). Zwei Siebenmeter (Stehmann) und zwei schön herausgespielte Tore von Florian Schenk brachten die Gastgeber zurück ins Spiel. Die Ronneburger verfluchten das harzlose Spiel, konnten aber offensichtlich doch nicht ganz ohne den Kleber auskommen. So wurden sie von den Referees schon in der ersten Halbzeit zum gemeinsamen Händewaschen geschickt. Erst scheiterte erneut Stehmann beim Strafwurf am linken Pfosten, dann Kohls unmittelbar vor der Pause (8:13) am rechten Gebälk. Zwischenzeitlich hatte der Linksaußen mit zwei Konterläufen für Jubel im Publikum gesorgt (8:10).
Seinen Fehler glich Kohls sofort nach dem Seitenwechsel mit zwei Treffern vom Punkt zum 10:14 aus. In einer guten Phase mit sieben Gästetreffern konnten die Einheimischen nur durch ein Tor des an diesem Tage etwas langsam wirkenden Kreisspielers Sven Marx punkten (11:20/43.). Der Untergang schien unaufhaltsam.

In den Behringer Reihen fehlte ein wirkungsvoller Rückraumschütze, denn Neuzugang Jindrich Kulhavy saß leider verletzt im Publikum. Doch die Mannschaft rückte zusammen. Florian Schenk traf plötzlich aus der zweiten Reihe, im Tor sorgte der für Münch eingewechselte Tobias Busch mit Glanzparaden für Sicherheit. Dazu hämmerte Kohls einen Ball nach dem anderen in die Maschen (16:21/50.). Gäste-Coach Stefan Koska sah offensichtlich den Sieg in großer Gefahr und startete eine arrogante Schimpfkanonade gegen die Gastgeber und Schiedsrichter. Diese zeigten sich jedoch unbeeindruckt. Die Schiris bestraften nur die Vergehen auf dem Parkett, und die Sonneborner nutzten eine Überzahl von zwei Spielern kurz vor Halbzeit zur weiteren Aufholjagd. Mit dem Schlusspfiff traf Thomas Blaß im Nachwurf zum 22:25-Endstand.

"Heute haben wir das Publikum belohnt und gezeigt, wir können kämpfen", fand Sonneborns Co-Trainer Hilmar Albrecht. "Uns fehlt ein guter Rückraumschütze, Steffen Ehrhardt konnten wir nach Verletzung nur in der Abwehr einsetzen. Nun müssen wir das Spiel in Blankenburg noch überstehen."

Sonneborn: Münch/Busch - St. Ehrhardt, Blaß (2), Schenk (3), Brachmann, Kohls (12/5), Sven Ehrhardt, Voß, Hellmund, Stehmann (3/3), Albrecht, Neumann (1), Marx (1).

Siebenmeter: 12/8 (Sonneborn) - 8/8 (Ronneburg).
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« Antworten #12 am: 28.01.2008 - 23:30:42 »

HP Ziegelheim

SG Erfurt/Bad Langensalza - LSV Ziegelheim  26:26 (11:13)
 
Das Positivste vornweg: Ziegelheim bleibt im neuen Jahr auch nach dem Auftritt in der Landeshauptstadt weiter ungeschlagen. Trotzdem machte sich leichte Enttäuschung breit, denn das Unentschieden war angesichts 45-minütiger Führung eher ein verlorener Punkt. Dabei scheint sich das Thema Chancenverwertung mittlerweile wie ein roter Faden durch den gesamten Saisonverlauf zu ziehen. Zu viele, vor allem dicke Gelegenheiten wurden wieder ausgelassen. Über Außen gelang kein einziges Tor. Am Ende rettete Keeper Tobias Hahn (u.a. drei parierte Strafwürfe) nach 21:23-Rückstand wenigstens einen Punkt.

Ziegelheim begann furios treffsicher. Besonders Andre Heinig scheint nach seiner Verletzung immer besser in Tritt zu kommen und lieferte seine bisher beste Saisonleistung im Angriff. Nach zehn Minuten hatten sich die Ziegelheimer über Heinig und Moritz 5:1 in Front geworfen und behaupteten relativ souverän diesen Vorsprung. Nach Fehlern der Erfurter oder gelungenen Abwehraktionen ging es in den Gegenstoß, abgeschlossen über Ralf Reusch oder Heinig (10:7, 20.). „Gegen Ende der ersten Hälfte hat sich das Unheil aber irgendwie angebahnt“, so Karsten Knöfler und meinte damit die Nachlässigkeiten in der Ziegelheimer Chancenverwertung. Denn eigentlich hätten es statt der zwei gut und gerne fünf Tore Vorsprung zur Halbzeit sein können.

Nach der Pause behaupteten die Gäste einen knappen Vorsprung. Erfurt blieb über Regisseur Steffen Ahrens aber immer brandgefährlich und drehte schließlich den Spieß um. Während der LSV sich in technischen Fehlern verzettelte und so weiter die Konsequenz in der Chancenverwertung vermissen ließ, hebelte Erfurt nun die LSV-Deckung aus und zog mit 20:18 in Front (46.). Zumindest Torhüter Tobias Hahn hielt die Gäste überhaupt im Geschehen. Erst recht als Ziegelheim beim 21:23 (53.) die nächste Hundertprozentige verballerte und Hahn einen Strafwurf rausfischte. So bahnte sich doch noch eine dramatische Schlussphase an, an die wohl kaum noch einer der Ziegelheimer ernsthaft geglaubt hatte. Der LSV holte sich das 25:25 zurück, während die Erfurter nun in der letzten Minute ihrerseits hätten in Führung gehen können. Aber die Gastgeber fabrizierten einen Fehlpass, den sich Steffen Moritz angeln konnte und zum 26:25 verwandelt. Immer noch 30 Sekunden. Erfurt spielte den Außen Menge frei, der den Ball zum Ausgleich in die Ziegelheimer Maschen drückte. Dem LSV gelingt in den verbleibenden fünf Sekunden außer einem direkten Freiwurf nichts Siegbringendes mehr. „Wir haben hier ganz klar einen Punkt liegen gelassen, müssen aber letztlich sogar noch froh über das Unentschieden sein“, bilanzierte Mannschaftsleiter Andreas Dennstedt.
 
LSV: Urwank, Hahn; Godlinski, D. Heinig (8), S. Graichen, Ch. Graichen, A. Heinig (6), Moritz (9/5), Reusch (2), Knöfler (1), Wunderlich, Kühnert, M. Jahn, Sense
Strafminuten: SG 16, LSV 14     
7m: SG 7/4; LSV 5/5
Schiedsrichter: Schiech (HSV Naumburg-Stößen) / Südter (HG 85 Köthen)
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« Antworten #13 am: 30.01.2008 - 14:47:12 »

HP Apolda

Endlich wieder ein Erfolg

HSV Apolda 1990 - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 34:31 (18:16)

Für unsere Oberligamannschaft gab es am vergangenen Samstag gleich mehrfach Grund zum Feiern. Erstens konnte unser HSV-Team seinen ersten Erfolg 2008 feiern. Zweitens besiegten wir die Erzrivalen aus Goldbach und drittens behielten unsere Männer damit Anschluss an die Mannschaften auf den Podiumsplätzen.
Doch vor allem die Art und Weise, wie unsere Jungs gegen den bis dato Tabellenzweiten auftraten, lässt nach den Durchhängern des Januar wieder hoffen. Konzentriert und diszipliniert bestimmten wir die Begegnung von Beginn an, lagen nie in Rückstand. Immer wieder erspielten sich unsere Männer gute und sehr gute Einwurfgelegenheiten. Lediglich das Nutzen dieser vielen Chancen war noch immer ein Manko im HSV-Spiel. Doch die Gäste konnten nur wenig Profit daraus schlagen, denn unsere Abwehr fing sich nach einigen Schnitzern zu Spielbeginn und steigerte sich. So ergab sich vor der Pause ein ausgeglichenes Spiel mit leichten Vorteilen für unseren HSV. Wir legten ein, zwei auch mal drei Tore vor und die schnellen Goldbacher kämpften sich wieder ran. Fast unmittelbar mit dem Pausenpfiff dann das 18:16 für uns.
Die zweite Halbzeit hatte es dann noch einmal in sich. Goldbachs Coach stellte seine Abwehr um, versuchte, früh zu stören, unseren Spielfluss einzudämmen. Was bis jetzt noch eine lockere Abendunterhaltung war, wurde schnell zum dramatischen Fight. Alle Tricks und Kniffe packten die Spieler beider Teams aus, den Gegner zu verunsichern, von seiner Linie abzubringen. Erfreulich, dass es dabei im Großen und Ganzen immer fair zuging. Auch für die Unparteiischen wurde das Amtieren jetzt deutlich schwerer, wobei sie mit ihren, manchmal etwas kleinlichen, Entscheidungen dennoch fast immer richtig lagen. Die Gäste empfanden dies anders, ließen sich zu Diskussionen mit den Herren im samtenen Grün hinreißen und verloren darüber immer öfter ihren Spielfaden. Als HSV-Keeper Nils Hübscher den Goldbachern drei Strafwürfe in Folge abkaufen konnte, neigte sich die Waage. Beim 25:24 (46. Minute) schlossen die Nessetaler zum letzten Mal auf. Als sie dann Florian Dejmek (bis dahin bester Goldbacher) nach der dritten Zeitstrafe auf die „Tribüne“ schicken mussten, waren unsere Männer wohl endgültig auf der Siegerstraße. Dem Tabellenzweiten gingen die Mittel aus, unser Team nochmals in Verlegenheit zu bringen. So sorgten unsere Jungs in den Schlussminuten dafür, dass es wieder einmal zufriedene Gesichter im Fanlager des HSV Apolda gab.
Denn neben zwei Punkten bleibt der Eindruck, dass es neben viel Kampf und Einsatz, jetzt auch spielerisch mit dem HSV wieder aufwärts geht.

Unsere Mannschaft
Lars Möbus, Nils Hübscher (Tor)
Roger Gierschick (2), Torsten Dippmann (14), Arsim Zogaj, Matthias Koch (5), Sebastian Triller (2), Volker Goldmann (2), Viorel Sava (6), Mark Rath (2), Alexander Berceanu (1), Martin Bomba

Strafwürfe: HSV: 5/5 Goldbach: 4/1
Zeitstrafen: HSV 12x2min+1RK Goldbach 9x2min

Schiedsrichter: Dähne / Scholz (Post SV Gera)

Spielfilm: 1:0, 1:1, 5:3, 7:7, 11:10, 13:10, 15:15, 18:16 (Hz.)
18:17, 20:18, 23:20, 25:24, 27:24, 29:27, 31:27, 33:30, 34:31
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