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Marco
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« Antworten #4 am: 11.02.2008 - 19:32:41 » |
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HP Eisenach
ThSV-Keeper Andreas Nositschka als fairer Sportsmann
Attraktiver gutklassiger Handball
HSV Bad Blankenburg - ThSV Eisenach II 39:34 (18:16)
„Beide Teams boten attraktiven und gutklassigen Handball. Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen, hätte den Kräfteverhältnissen entsprochen“, resümierte Steffen Schreiber, der Coach des Tabellenführers HSV Bad Blanklenburg, nach dem Abpfiff der Partie seines Teams gegen den ThSV Eisenach II.
Die Worte gingen ihm freilich leicht über die Lippen. Die junge Zweitligareserve aus der Wartburgstadt lag nach 56 Minuten mit 34:33 in Führung, doch dann wollte das Leder einfach nicht mehr ins Netz. Anders die routinierten Gastgeber, denen die big points und sechs Treffer in Folge zum 39:34 (18:16)-Sieg gelangen. Der HSV Bad Blankenburg befindet sich damit klar auf Regionalligakurs. Eine seltene sportlich faire Geste hob Steffen Schreiber hervor. In der Schlussphase landete ein Wurf der Gastgeber von Eisenachs Torhüter Andreas Nositschka berührt am Pfosten und dann im Seitenaus. Schiedsrichterin Dagmar Jung entschied zunächst auf Einwurf für die jungen Eisenacher. Proteste der Bad Blankenburger. ThSV-Keeper Andreas Nositschka, „eine ehrliche Haut“, bestätigte, am Ball gewesen zu sein. Es gab Einwurf für Bad Blankenburg. „Das war beispielhaftes Fair play“, unterstrich der Trainer des Tabellenführers. „Ein Spiel für die Zuschauer. Offensive war Trumpf auf beiden Seiten. Beide Abwehrreihen agierten zu inaktiv. Ich hätte mir den Schlusspfiff nach 56 Minuten gewünscht. Zum einen lagen wir da knapp vorn, zum anderen waren die Schiedsrichterpfiffe in den folgenden Minuten aus unserer Sicht recht unglücklich“, resümierte Frank Ihl. Das bis dato mit einer ruhigen sachlichen Spielleitung überzeugende Schiedsrichterpaar Dagmar und Gerhard Jung erkannte einen Treffer des beim Nachsetzen deutlich im Kreis stehenden Ferenc Bergner zum 35:34 für den HSV Bad Blankenburg an. Kurz zuvor blieb bei einem Foul an Eisenachs Krisztian Szep-Kis der Siebenmeter-Pfiff aus. „Mit der Gesamtleistung meiner Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. In den letzten Minuten konnten wir unsere Wurfchancen nicht nutzen, während der Tabellenführer kaltblütig versenkte. Das Resultat spiegelt den Spielverlauf nicht wieder“, ergänzte Frank Ihl, der Coach des ThSV Eisenach II. Die über 300 Zuschauer in der Guts-Muths-Sporthalle der Landessportschule Bad Blankenburg erfreuten sich von Beginn an einem offenen Schlagabtausch beider Teams. Der HSV Bad Blankenburg und der ThSV Eisenach II setzten auf spieltechnische Vorzüge. Der Ball wurde zum schnellsten Mitspieler. Die Eisenacher absolvierten die komplette erste Halbzeit ohne jeglichen Wechsel mit ihrer Startformation: Adrian Wöhler auf Rechtzs- und Lars Lumpe auf Linksaußen, Robert Weiß im linken und Routinier Krsztian Szep-Kis im rechten Rückraum, Philipp Lindner an der Kreismitte, Philipp Emmelmann auf der Regieposition, Sven Luckert im Tor. Auf ThSV-Seite nutzte zunächst Robert Weiß seine Freiräume, traf zum 3:4 (6.) und 7:7 (12.). Die Gastgeber brachten mit schnellen Spielverlagerungen ihren Rechtsaußen Stefan Oertel (insgesamt 10 Treffer) immer wieder in Wurfposition. Karel Sabrzula zog aus dem linken Rückraum platziert ab, traf zum 12:10 (19.). Die Eisenacher blieben die Antwort nicht schuldig, Adrian Wöhler und der mit viel Umsicht auftrumpfende Krisztian Szep-Kis trafen zum 14:14 Gleichstand (26.). Stefan Oertel war nach Ballstafetten mehrfach nahezu völlig frei, zeichnete sich auch für die 18:16-Pausenführung des Spitzenreiters verantwortlich. Durch zwei Treffer ihres Neuzugangs Sven Gottschalk erhöhte der HSV Bad Blankenburg auf 20:17 (32.). Der zweitligaerfahrene Linkshänder Igor Ardan öffnete aus dem rechten Rückraum seine Trickkiste, traf mit seinem 100. Saisontreffer zum 21:19 (35.). Nun war es auf Eisenacher Seite Philipp Emmelmann, der gemeinsam mit Krisztian Szep-Kis zur Attacke blies. In Unterzahl, der gerade eingewechselte Daniel Wernicke musste nach seiner ersten Abwehraktion gleich für zwei Minuten auf die Bank, wurde Krisztian Szep-Kis mustergültig freigespielt, der den Anschlusstreffer für seine Farben besorgte (22:21, 37.). Der 33-jährige ebenfalls zweitligaerfahrene Ferenc Bergner spielte am Kreis immer wieder all seine Routine aus (27:25, 44., 28:26, 45.). Die Eisenacher forcierten das Tempo, setzten zu überraschenden Spielzügen an. ThSV-Keeper Andreas Nositschka fischte einen Heber herunter. Wenige Augenblicke später zog Philipp Emmelmann trocken zum 28:28 (47.) ab. Mit Daniel Wernicke nun am Kreis sowie Johannes Drieß auf Linksaußen packten die Eisenacher noch eine Schippe drauf. Adrian Wöhler versenkte von Rechtsaußen zum 30:31 (50.) und Johannes Drieß von Linksaußen gar zum 30:32 (51.). Die Waage schien sich zugunsten des ThSV Eisenach II zu neigen. „Wir waren da mächtig im Straucheln. Den Eisenachern fehlte die Cleverness, den Sack zu zumachen“, gestand Bad Blankenburgs Trainer Steffen Schreiber. Während Philipp Emmelmann völlig frei das Leder über das HSV-Gehäuse jagte, ein Weiß-Ball am Tor vorbei zischte, trafen Karel Sabrzula und Igor Ardan zum 32:32 (52.). Spannung pur bei Treffern im Sekundentakt. Lars Lumpe egalisierte trotz Foulspiels zum 33:33 (55.). Andreas Nositschka blieb gegen Stefan Oertel Sieger. Schnelle Ballstafette zu Linksaußen, Johannes Drieß versenkte zum 33:34 (56.). Doch das sollte der letzte Eisenacher Treffer gewesen sein. Der 38-jährige Frank Recknagel im HSV-Kasten stand bei Würfen von Johannes Drieß und Adrian Wöhler goldrichtig, holte für sein Team die entscheidenden Kastanien aus dem Feuer. Wurfpech bei Holztreffern von Johannes Drieß und Krisztian Szep-Kis. Sechs Treffer des HSV Bad Blankenburg in Folge besiegelten die Niederlage des ThSV Eisenach II. „Wir wollen die Nummer 1 im Bundesland werden“, erklang es überschwänglich aus dem Hallenlautsprecher. Realität ist freilich, als Spitzenreiter der Oberliga hat der HSV Bad Blankenburg sportlich und wohl auch finanziell erst einmal beste Voraussetzungen zum Titel und zum Aufstieg in die Regionalliga.
Statistik HSV Bad Blankenburg: Gohlke (n.e.), Jahn (1.-9.), Recknagel; Korbel, Gottschalk, Vollgold, Sabrzula (6), Wiegand (2), Meilahn, Oertel (10), Bergner (8), Hanl, Jäschke (3/1), Ardan (8)
ThSV Eisenach II: Luckert, Nositschka (ab 31.); Emmelmann (6), Weiß (6), A. Wöhler (6), Szep-Kis (6), Drieß (2), Lumpe (5/2), Wernicke (1), Schulze (n.e.), Lindner (2), Hartfiel, Reichelt (n.e.)
Zeitstrafen: Bad Blankenburg 5 x 2 Min. - ThSV II 3 x 2 Min. Siebenmeter: Bad Blankenburg 3/2 – ThSV II 2/2 Schiedsrichter: Jung/Jung (Gera) Zuschauer: 300 in der Guts-Muths-Sporthalle der Landessportschule Bad Blankenburg
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