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Thüringer Handball-Verband
22.11.2008 - 00:40:37 *
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Autor Thema: Nachholspiele vom 15. & 16. Spieltag  (Gelesen 606 mal)
Marco
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« am: 10.02.2008 - 20:00:59 »

09.02.2008  19:30
HSV Apolda 1990 - LSV Ziegelheim
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

10.02.2008  16:00
HSV Bad Blankenburg - ThSV Eisenach II
[Guts-Muths-Sporthalle LSS Bad Blankenburg]
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Marco
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« Antworten #1 am: 10.02.2008 - 20:46:46 »

HP Ziegelheim

HSV Apolda 1990 - LSV Ziegelheim  32:34 (17:13)   

„Bei einem Sieg in Apolda gibt’s freien Eintritt zum Fasching für das ganze Team“, hatte LSV-Vereins-Chef Heiko Rüger verkündet. War es vielleicht das, was die Ziegelheimer zu dieser Leistungssteigerung nach der Pause angespornt hatte? Zumindest bewiesen die Gäste (Tobias Hahn verletzt, Chris Graichen und Christian Godlinski beruflich verhindert) unglaubliche Moral. Zunächst steckten sie die völlig überzogene Rote Karte gegen Steffen Moritz nach 25 Minuten weg, um schließlich nach einem 22:27-Rückstand (45.) die Partie auf imponierende Art und Weise noch zu ihren Gunsten zu drehen. Eine bessere Revanche für die Heimniederlage hätte es kaum geben können, denn da war den HSV-Männern ein ähnliches Kunststück gelungen.

Das Spiel begann mit zwei Abwehrreihen, die das Wort nicht im mindestens verdienten. Die Gäste agierten in ihrer offensiven Variante geistig nicht schnell genug und waren so nach wenigen Pässen offen wie das berühmte Scheunentor. Torsten Urwank im Kasten verhinderte in dieser Phase Schlimmeres, wurde häufig im wahrsten Sinne des Wortes allein gelassen. Da den Hausherren aber auch keine gescheite Gegenwehr einfiel, blieb das Spiel torreich und ausgeglichen (10:10, 20.). Dann der Aufreger in Hälfte eins. Steffen Moritz erhält nach einer Ringkampfeinlage kaum nachvollziehbar sofort die rote Karte. Apolda nutzte den Trubel, um sich auf 15:10 abzusetzen. Zur Pause dann erst einmal Ernüchterung im LSV-Lager. Anstatt sich mit einem erhofften Sieg in eine gute Ausgangsposition für die nächsten Spiele zu bringen, machte jetzt das Wort „Schadensbegrenzung“ die Runde. Wer bei den Gastgebern jedoch eventuell schon dachte, ein LSV-Team ohne Moritz auf der Platte würde in ihre Einzelteile zerfallen, der kennt die Ziegelheimer schlecht. Die erste Viertelstunde sah noch danach aus, als würde Apolda den Vorsprung locker über die Zeit schaukeln können. Ziegelheim begann gleich mit einem Fang- und einem Dribbelfehler die zweite Halbzeit. Die Abwehr wirkte weiter nicht kompakt genug. Apolda zog davon auf 27:22. Was aber passieren kann, wenn plötzlich die Strategen aus dem Meisterjahr gleichzeitig zur Hochform auflaufen, erlebten die teils verblüfften Zuschauer in der Schlussphase. Karsten Knöfler führte glänzend Regie. Die Achse Knöfler-Reusch erlebte ihre Renaissance. Reusch am Kreis angelte sich alles und vollstreckte in der Endphase fehlerlos ganze vier Mal. Die beiden Heinigs heizten mit ihren platzierten Fernwurfgranaten der HSV-Deckung samt den chancenlosen Keepern mächtig ein. Satte 22 Mal kam der Torschütze aus der Heinig-Familie. Sylvio Graichen fand zu alter Sicherheit und traf endlich wieder in überzeugender Manier von Linksaußen. Apolda verlor zunehmend die Nerven, der sicher geglaubte Vorsprung war dahin (27:26, 29:29). Die LSV-Fans rieben sich die Augen, stimmten erste Jubelgesänge an. Steffen Moritz an der Seitenlinie: „Ich konnte gar nicht glauben, was da auf einmal abging. Und dann noch dieser Steve Rüger im Tor“. Und in der Tat. Der für den verletzten Tobias Hahn eingesprungene 22-jährige wurde nach seiner Einwechslung für die Hausherren zum Schreckgespenst. Allein in den letzten drei Minuten parierte er drei Hundertprozentige. Der LSV jetzt ganz cool, setzte sich immer wieder in Front und erhöhte gar auf 33:31 und schließlich auf 34:32. Selbst zwanzig Sekunden vor Ende als letzten Hoffnungsschimmer bringen die Apoldaer den Ball nicht an Rüger vorbei. Mit dem Abpfiff stürzen sich alle Ziegelheimer auf den Keeper und wirbeln ihn durch die Halle. Mit diesem Triumph und weiterhin im Jahr 2008 ungeschlagen können die LSV-Handballer allmählich wieder den Blick in Richtung obere Tabellenregion schwenken.
 
LSV: Urwank, Rüger; D. Heinig (13/3), S. Graichen (5), A. Heinig (9), Moritz (1/1), Reusch (6), Knöfler, Wunderlich, P. Jahn, Kühnert, M. Jahn, Sense
Strafminuten: HSV 18 (incl. 1 RK); LSV 18 (incl. 1 RK)   
7m: HSV 7/6; LSV 4/4
Schiedsrichter: Leinhos/Sondermann (Erfurt)
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« Antworten #2 am: 10.02.2008 - 20:57:48 »

HP Bad Blankenburg

Zu hoher Sieg in einem hochklassigen Handballspiel

HSV Bad Blankenburg – ThSV Eisenach II 39:34 (18:16)   
 
Es war wohl bisher das beste, technisch sauberste und emotionsgeladenste Heimspiel der Grün-Gelben in dieser Saison. Zwei fast gleichwertige, gute Mannschaften standen sich gegenüber, wobei die Routine des HSV den Ausschlag gab. Die Eisenacher wollten an diesem Tag mit allen Mitteln den Tabellenführer stürzen. So berief Trainer Frank Ihl gleich drei Spieler der ersten Eisenacher Mannschaft. Mit Weiß, Wöhler und Nositschka wurde das Team enorm verstärkt. So entwickelte sich von der ersten Minute an ein hochklassiges Handballspiel. Sowohl der gastgebende HSV als auch Eisenach spielten wahren Tempohandball, sodass nach vier Minuten bereits sechs Bälle im Netzt des Gegners zappelten, Spielstand 3:3. In dieser Spielweise ging es weiter und kein Team schenkte dem anderen nur einen Zentimeter an Raum. Spielkombinationen ließen die gegnerische Abwehr meist schlecht aussehen. Es wurde Tor um Tor geworfen und keine Mannschaft konnte sich absetzen. Spielstand nach 14 Minuten war 9:9. Nach 15 Minuten nahm der HSV-Coach eine Auszeit, obwohl das Spiel nicht schlecht lief. Stefan Oertel, der beste Spieler im Blankenburger Team, hatte vorher den Ausgleich zum 10:10 erzielt. Wie so oft brachte die Auszeit dann den ersehnten Erfolg. Zweimal traf der überragende Sabrsula und der HSV führte erstmals mit zwei Toren. Dieser Vorsprung wurde bis zur 22. Minute beim Spielstand von 14:12 gehalten. Nun nahm Frank Ihl von den Gästen seine Auszeit und es war durchaus Realität, dass Eisenach wieder ausgleichen konnte. Spielstand in der 24. Minute 14:14. Doch die Blankenburger ließen sich nicht unterkriegen und warfen durch Ardan und Oertel erneut den Zwei-Tore-Vorsprung heraus. So stand es nach 26 Minuten 16:14. Eisenach traf jedoch im Gegenzug auch und so war es zweimal Oertel vorbehalten, den Zwei-Tore-Vorsprung zu erzielen. Halbzeitstand war 18:16 für die Gastgeber, jedoch bekam Sabrsula in den letzten Sekunden nach Foul eine Zwei-Minuten-Strafe, sodass die Kurstädter die zweite Halbzeit mit fünf Spielern beginnen mussten.
Dies störte die Grün-Gelben jedoch nicht, denn Swen Gottschalk erhöhte sofort nach Wiederanpfiff auf 19:16 und somit war erstmals ein Vorsprung von drei Toren erzielt. Doch die an diesem Tag ebenfalls hervorragend spielenden Eisenacher konnten schon in der 33. Minute auf 20:19 verkürzen. In der 42. Minute konnten die Gäste wieder den Gleichstand erzielen. Torschütze war der wohl beste Eisenacher Robert Weiß. Das Spiel tobte hin und her und Eisenach war auf der Torhüterposition klar besser besetzt. Unsere sonst so zuverlässigen und guten Keeper bekamen in diesen Minuten keine Hand an den Ball. Zwischen der 42. und 48. Minute waren die Mannschaften absolut gleichwertig. Jedes Team warf herrliche Tore, Spielstand 30:30. Nun bekam Stefan Oertel eine Zeitstrafe und die Gäste nutzten dies und warfen zwei Tore in Folge. So führten sie nach 50 Minuten mit 30:32. Jedoch kämpften die Gastgeber vorbildlich weiter und kamen wieder ins Spiel. Sabrsula, Ardan und Oertel brachten die Grün-Gelben wieder ins Front und so stand es nach 54 Minuten 33:32. Doch wie so oft in diesem Spiel hielten die Gäste dagegen und konnten in der 55. die Führung zum 33:34 heraus werfen. Die 400 Fans feuerten ihre Mannschaft nun aufopferungsvoll an und dies zeigte Wirkung. Oertel erzielte erneut den Ausgleich und Frank Recknagel hielt im Tor des HSV zwei Hundertprozentige am Stück. Die Grün-Gelben trafen im Gegenzug und nach 59 Minuten führten sie 37:34. Das Publikum stand Kopf und die Halle schien aus allen Nähten zu platzen. Und als der Kapitän Ronny Wiegand in der letzten Minute zwei Tore zum zu hoch ausgefallenen 39:34-Sieg beisteuerte, feierten die Fans ihre Mannschaft minutenlang für den Sieg und ein hochklassiges Handballspiel.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (8), Bergner (8/1), Gottschalk (2), Hanl, Jäschke (3/1), Korbel, Meilahn, Oertel (10), Sabrsula (6), Vollgold, Wiegand (2)
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« Antworten #3 am: 10.02.2008 - 23:47:07 »

HP Apolda

Bittere Pille gegen Ziegelheim

HSV Apolda 1990 - LSV Ziegelheim 32:34 (17:13)

Als Matthias Koch vor lauter Frust den Ball ins Nirgendwo schoss und dafür den roten Karton sah, feierten die Gäste bereits ausgelassen ihren Erfolg. Sie nahmen mit dem 32:34 nicht nur Revanche für die Hinspielniederlage. Die Ostthüringer sorgten auch dafür, dass sich der HSV Apolda nun im Niemandsland der Tabelle wieder findet.
Gründe für die Niederlage unseres Teams gibt es einige. Da wären erstens die Vorjahresmeister, für die Aufgeben ein Fremdwort ist. Die auch nach der roten Karte für ihren Leader Steffen Moritz in der 25. Minute unbeirrt ihren Weg gingen, kämpften bis zum Schluss. Die mit David und Andre Heinig die Spieler des Tages stellten.
Vor allem müssen sich unsere Männer aber selbst hinterfragen. Wie die Truppe einen sicheren und gut heraus gespielten 27:22-Vorsprung noch verspielte, sorgte für Ratlosigkeit im HSV-Lager. Denn bis zur 45. Minute bestimmten wir das Spiel. Im Angriff lief es ganz ordentlich, erspielten wir uns Chancen in Hülle und Fülle, die Mischu Sava und Co auch gut nutzen konnten.
Doch der alten Weisheit, dass Spiele in der Abwehr gewonnen werden schenkten unsere Männer wenig Beachtung. Denn diese löchrige Apoldaer Hintermannschaft war unser Sorgenkind. Leichtfertig gingen wir zu Werke, kämpften zu wenig, hielten nicht zusammen. So gestatteten wir dem LSV zu viele Torwurfgelegenheiten. Auch unsere Torhüter bekamen den Ball meist nur zu fassen, um ihn aus dem Netz zu fischen.
Dennoch schien der Vorsprung zu halten. Eine trügerische Sicherheit, wie sich herausstellen sollte. Als die Gäste dann auch noch Stammkeeper Urwank aus dem Kasten nahmen, schien die Partie gelaufen. Doch mit Entsetzen mussten die zahlreichen Zuschauer mit ansehen, dass unsere Männer nun ihre Arbeit einstellten. Einige Apoldaer dachten wohl nun geht’s von alleine und ballerten kopflos Richtung Gästekasten. Doch Ziegelheims zweiter Torwart entschärfte in den Schlussminuten noch drei, vier hundertprozentige, die anderen HSV-Granätchen hielt er sowieso.
Im Gegenzug stellten sich unsere erfahrenen Abwehrspieler jetzt an, wie Anfänger ließen sich locken und ein ums andere Mal klassisch ausspielen.
Das Spiel kippte in den letzten zehn Minuten und wir waren nicht mehr in der Lage, den Lauf der Dinge aufzuhalten.

Unsere Mannschaft
Lars Möbus, Nils Hübscher (Tor)
Roger Gierschick (2), Torsten Dippmann (9), Matthias Koch (3), Sebastian Triller (1), Volker Goldmann (5), Viorel Sava (12), Mark Rath, Marco Stanek, Martin Bomba, Kristjan Schmitt, Marco Utschig

Strafen
Strafwürfe: HSV: 8x2min+1RK Ziegelheim: 7x2min+1RK
Zeitstrafen: HSV: 8x2min+1RK Ziegelheim: 7x2min+1RK

Schiedsrichter
Leinhos / Sondermann

Spielfilm
2:0, 5:5, 10:10, 15:10, 17:13, (Hz.)
17:14, 19:17, 25:20, 27:22, 27:26, 29:29, 30:31, 31:33, 32:34
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« Antworten #4 am: 11.02.2008 - 19:32:41 »

HP Eisenach

ThSV-Keeper Andreas Nositschka als fairer Sportsmann 

Attraktiver gutklassiger Handball

HSV Bad Blankenburg - ThSV Eisenach II  39:34 (18:16)

„Beide Teams boten attraktiven und gutklassigen Handball. Eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen, hätte den Kräfteverhältnissen entsprochen“, resümierte Steffen Schreiber, der Coach des Tabellenführers HSV Bad Blanklenburg, nach dem Abpfiff der Partie seines Teams gegen den ThSV Eisenach II.

Die Worte gingen ihm freilich leicht über die Lippen. Die junge Zweitligareserve aus der Wartburgstadt lag nach 56 Minuten mit 34:33 in Führung, doch dann wollte das Leder einfach nicht mehr ins Netz. Anders die routinierten Gastgeber, denen die big points und sechs Treffer in Folge zum 39:34 (18:16)-Sieg gelangen. Der HSV Bad Blankenburg befindet sich damit klar auf Regionalligakurs.
Eine seltene sportlich faire Geste hob Steffen Schreiber hervor. In der Schlussphase landete ein Wurf der Gastgeber von Eisenachs Torhüter Andreas Nositschka berührt am Pfosten und dann im Seitenaus. Schiedsrichterin Dagmar Jung entschied zunächst auf Einwurf für die jungen Eisenacher. Proteste der Bad Blankenburger. ThSV-Keeper Andreas Nositschka, „eine ehrliche Haut“, bestätigte, am Ball gewesen zu sein. Es gab Einwurf für Bad Blankenburg. „Das war beispielhaftes Fair play“, unterstrich der Trainer des Tabellenführers.
„Ein Spiel für die Zuschauer. Offensive war Trumpf auf beiden Seiten. Beide Abwehrreihen agierten zu inaktiv. Ich hätte mir den Schlusspfiff nach 56 Minuten gewünscht. Zum einen lagen wir da knapp vorn, zum anderen waren die Schiedsrichterpfiffe in den folgenden Minuten aus unserer Sicht recht unglücklich“, resümierte Frank Ihl. Das bis dato mit einer ruhigen sachlichen Spielleitung überzeugende Schiedsrichterpaar Dagmar und Gerhard Jung erkannte einen Treffer des beim Nachsetzen deutlich im Kreis stehenden Ferenc Bergner zum 35:34 für den HSV Bad Blankenburg an. Kurz zuvor blieb bei einem Foul an Eisenachs Krisztian Szep-Kis der Siebenmeter-Pfiff aus. „Mit der Gesamtleistung meiner Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. In den letzten Minuten konnten wir unsere Wurfchancen nicht nutzen, während der Tabellenführer kaltblütig versenkte. Das Resultat spiegelt den Spielverlauf nicht wieder“, ergänzte Frank Ihl, der Coach des ThSV Eisenach II.
Die über 300 Zuschauer in der Guts-Muths-Sporthalle der Landessportschule Bad Blankenburg erfreuten sich von Beginn an einem offenen Schlagabtausch beider Teams. Der HSV Bad Blankenburg und der ThSV Eisenach II setzten auf spieltechnische Vorzüge. Der Ball wurde zum schnellsten Mitspieler. Die Eisenacher absolvierten die komplette erste Halbzeit ohne jeglichen Wechsel mit ihrer Startformation: Adrian Wöhler auf Rechtzs- und Lars Lumpe auf Linksaußen, Robert Weiß im linken und Routinier Krsztian Szep-Kis im rechten Rückraum, Philipp Lindner an der Kreismitte, Philipp Emmelmann auf der Regieposition, Sven Luckert im Tor. Auf ThSV-Seite nutzte zunächst Robert Weiß seine Freiräume, traf zum 3:4 (6.) und 7:7 (12.). Die Gastgeber brachten mit schnellen Spielverlagerungen ihren Rechtsaußen Stefan Oertel (insgesamt 10 Treffer) immer wieder in Wurfposition. Karel Sabrzula zog aus dem linken Rückraum platziert ab, traf zum 12:10 (19.). Die Eisenacher blieben die Antwort nicht schuldig, Adrian Wöhler und der mit viel Umsicht auftrumpfende Krisztian Szep-Kis trafen zum 14:14 Gleichstand (26.). Stefan Oertel war nach Ballstafetten mehrfach nahezu völlig frei, zeichnete sich auch für die 18:16-Pausenführung des Spitzenreiters verantwortlich.
Durch zwei Treffer ihres Neuzugangs Sven Gottschalk erhöhte der HSV Bad Blankenburg auf 20:17 (32.). Der zweitligaerfahrene Linkshänder Igor Ardan öffnete aus dem rechten Rückraum seine Trickkiste, traf mit seinem 100. Saisontreffer zum 21:19 (35.). Nun war es auf Eisenacher Seite Philipp Emmelmann, der gemeinsam mit Krisztian Szep-Kis zur Attacke blies. In Unterzahl, der gerade eingewechselte Daniel Wernicke musste nach seiner ersten Abwehraktion gleich für zwei Minuten auf die Bank, wurde Krisztian Szep-Kis mustergültig freigespielt, der den Anschlusstreffer für seine Farben besorgte (22:21, 37.). Der 33-jährige ebenfalls zweitligaerfahrene Ferenc Bergner spielte am Kreis immer wieder all seine Routine aus (27:25, 44., 28:26, 45.). Die Eisenacher forcierten das Tempo, setzten zu überraschenden Spielzügen an. ThSV-Keeper Andreas Nositschka fischte einen Heber herunter. Wenige Augenblicke später zog Philipp Emmelmann trocken zum 28:28 (47.) ab. Mit Daniel Wernicke nun am Kreis sowie Johannes Drieß auf Linksaußen packten die Eisenacher noch eine Schippe drauf. Adrian Wöhler versenkte von Rechtsaußen zum 30:31 (50.) und Johannes Drieß von Linksaußen gar zum 30:32 (51.). Die Waage schien sich zugunsten des ThSV Eisenach II zu neigen. „Wir waren da mächtig im Straucheln. Den Eisenachern fehlte die Cleverness, den Sack zu zumachen“, gestand Bad Blankenburgs Trainer Steffen Schreiber. Während Philipp Emmelmann völlig frei das Leder über das HSV-Gehäuse jagte, ein Weiß-Ball am Tor vorbei zischte, trafen Karel Sabrzula und Igor Ardan zum 32:32 (52.). Spannung pur bei Treffern im Sekundentakt. Lars Lumpe egalisierte trotz Foulspiels zum 33:33 (55.). Andreas Nositschka blieb gegen Stefan Oertel Sieger. Schnelle Ballstafette zu Linksaußen, Johannes Drieß versenkte zum 33:34 (56.). Doch das sollte der letzte Eisenacher Treffer gewesen sein. Der 38-jährige Frank Recknagel im HSV-Kasten stand bei Würfen von Johannes Drieß und Adrian Wöhler goldrichtig, holte für sein Team die entscheidenden Kastanien aus dem Feuer. Wurfpech bei Holztreffern von Johannes Drieß und Krisztian Szep-Kis. Sechs Treffer des HSV Bad Blankenburg in Folge besiegelten die Niederlage des ThSV Eisenach II.
„Wir wollen die Nummer 1 im Bundesland werden“, erklang es überschwänglich aus dem Hallenlautsprecher. Realität ist freilich, als Spitzenreiter der Oberliga hat der HSV Bad Blankenburg sportlich und wohl auch finanziell erst einmal beste Voraussetzungen zum Titel und zum Aufstieg in die Regionalliga.

Statistik
HSV Bad Blankenburg: Gohlke (n.e.), Jahn (1.-9.), Recknagel; Korbel, Gottschalk, Vollgold, Sabrzula (6), Wiegand (2), Meilahn, Oertel (10), Bergner (8), Hanl, Jäschke (3/1), Ardan (8)

ThSV Eisenach II: Luckert, Nositschka (ab 31.); Emmelmann (6), Weiß (6), A. Wöhler (6), Szep-Kis (6), Drieß (2), Lumpe (5/2), Wernicke (1), Schulze (n.e.), Lindner (2), Hartfiel, Reichelt (n.e.)

Zeitstrafen: Bad Blankenburg 5 x 2 Min. - ThSV II 3 x 2 Min.
Siebenmeter: Bad Blankenburg 3/2 – ThSV II 2/2
Schiedsrichter: Jung/Jung (Gera)
Zuschauer: 300 in der Guts-Muths-Sporthalle der Landessportschule Bad Blankenburg
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