HP Altenburg
Aufbau-Damen am Ende?
SV Aufbau Altenburg - HSV Weimar 21:28 (8:13) Es ist schon schlimm anzusehen, wenn eine Mannschaft sich am Tabellenende befindet. Die Altenburgerinnen sind wieder einmal voll drin im Abstiegskampf. Nur die Punktgleichen Ziegelheimerinnen befinden sich hinter den Altenburgerinnen. In der Bundesliga gäbe es spätestens jetzt die Trainerfrage. Bei den Skatstädterinnen kommt eine ganz andere Frage auf wenn man dieses grauenvolle Spiel gesehen hat. Will die Mannschaft überhaupt noch die kleinen Chancen nutzen und den Klassenerhalt von selbst schaffen oder verlässt man sich auf das Glück der „Tüchtigen“?
Am letzten Wochenende war die Mannschaft aus Weimar in Altenburg und man hoffte, dass man die 21:20 Niederlage aus dem Hinspiel ausgleichen könnte. Doch die Gäste wollten davon nichts wissen. Von Beginn an spielten sie einen temporeichen Handball. Die Altenburgerinnen konnten in der ersten Phase des Spieles immer noch mithalten. Doch der Druck der Altenburgerinnen lag in dieser Phase allein auf den Schultern von Neuzugang Christine Neumann. Nur durch Einzelleistungen gelang es den Gästen bis zum 6:6 auf den Fersen zu bleiben. Die Altenburger Abwehr war aber auch schon in dieser Phase des Spieles angeschlagen. Zu wenig wurde der Raum verteidigt und mehr und mehr wurde es ein Spiel von sechs Einzelspielerinnen. Und allein ein gut aufgelegte Kristina Krämer konnte die Angriffe der Gäste nicht immer parrieren. Die Gäste aus Weimar allerdings störte das sehr wenig. Aus einer aggressiven Abwehr heraus starteten sie ihr schnelles Spiel und begannen die Gastgeber an die Wand zu spielen. Vor allem die beiden Halbspielerinnen konnten machen was sie wollten und spielten bis zur Halbzeit einen respektablen 13:8 Vorsprung heraus.
Eine laute Predigt hätte die Heimischen vielleicht noch aufgeweckt aber der Tonfall in der Kabine war wohl eher der eines sehr gut laufenden Spieles.
Ein klares Zeichen wurde in der Pause also nicht gesetzt.
In der zweiten Halbzeit verschlechterte sich das Spiel. Beide Mannschaften waren jetzt nicht mehr auf das Handballspiel konzentriert. Die Weimaerinnen merkten, dass die Gastgeberinnen an diesem Tag kein Mittel fanden ihnen gefährlich zu werden. Mehr und mehr ging es um unfaire Kleinigkeiten auf beiden Seiten welche die oftmals nicht glücklich agierenden Schiedsrichter aus Gera viel zu harmlos ahndeten. So gab es in diesem Spiel schon 11 Zeitstrafen aber man hätte wesentlich mehr geben müssen. Trotz dieser Tatsache hätten es die Altenburgerinnen wohl an diesem Tag nicht geschafft, die Weimaerinnen zu schlagen. Ein Zwischenstand von 13:20 ließ böses ahnen. Kurzzeitig gelangen wieder ein paar schöne Einzelleistung aber gleich darauf hätte man am liebsten wegschauen können. Die Leistungsträger der Mannschaft wie Claudia Voigt und Iris Teichert konnten an diesem Tag kaum Akzente setzen. Am Ende waren die Altenburgerinnen mit dieser herben 21:28 Niederlage gut bedient.
Wie geht es mit den noch Oberliga-Frauen weiter? Wird der Absteiger in diesem Jahr aus dem Altenburger Land kommen? Werden sich die Altenburger Damen nach 18 Jahre aus der Oberliga verabschieden oder kommt das mannschaftliche Gefüge in den nächsten Spielen so in Schwung, dass am Ende der sichere Klassenerhalt herausspringt? Das alles sind Fragen, die in den nächsten zwei Wochen von der Mannschaft geklärt werden müssen. Die nächsten Gegner kommen aus Gispersleben, Hermsdorf, Saalfeld, Apolda, Nordhausen und Ziegelheim. Im letzten Spiel in Ziegelheim kann, aber wir hoffen es nicht, der Absteiger in die Landesliga ausgespielt werden. Die Hoffnung ist groß, ein weiteres mal das Ziel Klassenerhalt zu erreichen.
Aufbau spielte mit: G. Wodrich, K. Krämer, Y. Dietrich 3 Tore, Claudia Voigt 6, I. Teichert 1, J. Kirmse 1, K. Böhme, Annekatrin Rudolph 1, R. Diener, N. Rexin 1, L. Winkler 2, C. Neumann 4, C. Parnitzke 1, J. Künzel 1.