Ulf
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« am: 04.03.2008 - 14:29:52 » |
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Am vergangenen Sonntag, dem 02.03.08, standen sich die Jungs des Post SV Gera und des VfB TM Mühlhausen am letzten Spieltag der Oberliga mJB gegenüber. Von Anfang an machten beide Mannschaften klar, dass sie die zwei Punkte mit nach Hause nehmen wollen. Demzufolge war der Schlagabtausch offen und die Spielweise beiderseits schnell. Am Anfang konnte die Geraer Mannschaft schnell eine Führung aufbauen. Nachdem die Trainer des VfB ihre Auszeit der ersten Halbzeit in Anspruch nahmen, wurde das Spiel der Mühlhäuser Jungs wesentlich konzentrierter und sie konnten innerhalb weniger Minuten ausgleichen und sogar in Führung gehen. In dieser Phase des Spiels verhängten die Schiedsrichter innerhalb weniger Minuten drei nicht-nachvollziehbare Zeitstrafen gegen Marcus Bergmann, so dass nach knapp 20 Minuten die erste rote Karte gegeben wurde. Die Vergabe dieser drei Zeitstrafen erweckte den Eindruck, dass die Schiedsrichter den Spielmacher der Mühlhäuser Mannschaft vom Feld haben wollten. Die erste Zeitstrafe wurde in einer normalen Verteidigungssituation, die zweite während einer Angriffsphase des VfB nach einem Übersteiger gegeben und die dritte während eines Konters der Geraer. An-geblich hatte Marcus Bergmann hier geklatscht um den Spieler beim Torwurf zu behindern. Das war eine eindeutige Fehlentscheidung. Nach Rückfrage in der Halbzeitpause über die Gründe der Zeitstrafen konnten die Schiedsrichter die Vergabe der Zeitstrafen nicht erklären. In dieser Situation dachten alle Zuschauer, dass die Geraer Mannschaft jetzt ein leichtes Spiel haben würde und ihre Führung würde schnell ausbauen können. Nach einer kurzen Schreckens-phase hatten sich die VfB-Jungs aber wieder gefasst und konnten am Spielgeschehen dran blei-ben und sich noch alle Optionen offen halten. In die Halbzeitpause gingen die Mannschaften mit einer Zweipunkteführung aus Sicht des Post SV Gera. Mit Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Spielweise der Geraer Mannschaft zunehmend aggres-siver und teilweise auch unfair. Mehrfaches Schlagen ins Gesicht, „runterpflücken“ im Sprung und „hintendran hängen“ in der Abwehr durch Geraer Spieler wurde nur gelegentlich bestraft. Die schlimmste Situation jedoch war, als ein Geraer Spieler einen VfB-Spieler, wenn auch vielleicht nicht mit Absicht, direkt im Gesicht erwischte. Zwar entschuldigte er sich sofort, aber seitens der Schiedsrichter wurde hier keine Zeitstrafe vergeben, da der Geraer Spieler sonst seine dritte Zeit-strafe erhalten hätte und damit auch das Feld hätte verlassen müssen. Doch gaben die VfB-Jungs nicht auf. Herausragend in dieser Situation war Moritz Fick, der die Lücke schnell ausfüllen konnte, die durch die rote Karte gerissen wurde. Durch sehenswerte Rückraumwürfe und Konter auf Grund von Fehlern der Geraer wurde der Ausgleich und kurz darauf sogar wieder die Führung erzielt. Mit einer zwei Tore Führung des VfB war für beide Mannschaften noch der Erfolg möglich. Hier jedoch kam wieder die geballte Schiedsrichtermacht zum Ausdruck. Bei einem Freiwurf für die Geraer Mannschaft wurde wieder eine Zeitstrafe, wegen angeblichen Nichteinhaltens des 3m-Abstandes, verhängt. Auch diese Zeitstrafe war nicht gerechtfertigt, da der Mühlhäuser Spieler sich erst nach Anpfiff bewegt hatte. Letztendlich war für den Post SV Gera damit der Weg zum Sieg geebnet, da die VfB-Jungs kräf-temäßig am Ende waren. Gera gewann mit 34:29. Als Zuschauer hat man schon die unterschiedlichsten Schiedsrichterleistungen erlebt, gute und weniger gute. Aber noch nie hat man erlebt, dass ein Schiedsrichterpaar so offensichtlich für eine Mannschaft Partei ergriffen hat. Spielvorteile für den VfB wurden gnadenlos abgepfiffen, wenn Torgefahr bestand und Zeitstrafen für Foulspiele wurden sehr oft nicht gegeben. Selbst manche Geraer Zuschauer haben über die Leistung der Schiedsrichter nur den Kopf geschüttelt und konn-ten nicht glauben, was sie da sahen. Der THV hat mit der Reduzierung der Mannschaftsstärken in der Jugendoberliga die Absicht kundgetan, die spielerische Qualität in der Liga zu verbessern. Das allein genügt aber nicht. Um faire Spiele in der Oberliga sicherzustellen, muss auch die Qualität der Schiedsrichterleistungen den hohen gesetzten Ansprüchen genügen. Die Schiedsrichterpaarung des Spiels Gera vs. Mühl-hausen konnte diesem Anspruch nicht gerecht werden.
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