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Thüringer Handball-Verband
21.11.2008 - 23:28:23 *
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Autor Thema: 21. Spieltag  (Gelesen 1182 mal)
Marco
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« am: 30.03.2008 - 00:01:59 »

29.03.2008  16:30
SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg
[Sporthalle Am Schiefer Königsee]

29.03.2008  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - LSV Ziegelheim
[Nessetalhalle Goldbach]

29.03.2008  19:30
HSV Apolda 1990 - Post SV Gera
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

30.03.2008  15:00
ThSV Eisenach II - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Werner Assmann Sporthalle Eisenach]

30.03.2008  16:00
Sonneberger HV - Ernestiner SV Gotha
[Sporthalle Berufschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

30.03.2008  16:00
SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

30.03.2008  16:00
SG Könitz/Saalfeld - SV T&C Behringen/Sonneborn
[Dreifelderhalle Saalfeld-Gorndorf]
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Marco
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« Antworten #1 am: 30.03.2008 - 23:23:49 »

HP Ziegelheim

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - LSV Ziegelheim  38:31 (16:14)
   
Eine erneute Überraschung wie noch in der Vorsaison ist den Ziegelheimern diesmal in Goldbach nicht gelungen. Personell fehlten die Alternativen. Robert Kühnert, Nick Sense waren verletzt, Karsten Knöfler schlug sich mit einer Grippe herum, und nach 13 Minuten schied Steffen Moritz mit einer Sprunggelenksverletzung aus. Dennoch lag die erste Hälfte unter den Erwartungen. 18 Fehlwürfe, davon mehrere unvorbereitete Standwürfe, luden die Goldbacher zu ihrem Tempospiel ein. Ein weiteres Plus besaßen die Hausherren auf der Torhüterposition. Das Resultat fiel letztlich etwas zu hoch aus.

Den Ziegelheimern gelang zunächst kaum Nennenswertes. Im Angriff zu wenig Bewegung, dafür Schläfrigkeit gepaart mit Wurfversuchen aus der zweiten Reihe, die Sport-Chef Harald Moritz später zurecht als „Spaß-Würfe“ betitelte. Es regierte die absolute Harmlosigkeit. Und sogar freie Chancen wurden von Außen kläglich vergeben. Hinzu kam, dass die Gäste die bekannt gefährlichen Gegenstöße der Hausherren nicht energisch genug unterbanden und sich damit einen frühzeitigen Rückstand einfingen (4:10, 14.). Just in dieser Phase musste Steffen Moritz verletzt raus. Für ihn war die Partie beendet. Zumindest agierte die Abwehr jetzt endlich etwas aggressiver, vorn traf Ralf Reusch vom Kreis. Bis zur Pause verkürzten die Ziegelheimer bis auf zwei Treffer.

Nach dem Seitenwechsel schien Goldbach sofort auf die Siegerstraße einzubiegen (19:14, 33.). Dann endlich erwachten die Ziegelheimer. Die Heinig-Brüder mit einem Male wie verwandelt, ließen Erinnerungen an das Spiel in Apolda wach werden. Die schmetterten jetzt die Bälle mit Dampf aus dem Rückraum in die Maschen. Vier Treffer am Stück bedeuteten plötzlich den 21:21-Ausgleich (40.). Jetzt entwickelte sich ein munteres Scheibenschießen auf beiden Seiten. Als Spielertrainer Karsten Knöfler die fünfte Führung der Blau-Weißen egalisierte, tobte der LSV-Fan-Block (26:26, 45.). In dieser Phase schien für die Ziegelheimer in Anlehnung an das Apolda-Spiel sogar mehr drin zu sein. Aber leider funktionierte das Zusammenspiel der Abwehr mit den Torhütern nicht und im Gegensatz zu den Goldbachern konnte keiner der drei LSV-Keeper mit einer konstant starken Leistung aufwarten. Als die Ziegelheimer schließlich zwei Chancen nicht nutzten, setzten sich die Gastgeber auf drei Tore ab (30:27, 49.). In der Endphase spielte der LSV, um dem Spiel vielleicht doch noch mal eine Wende zu geben, dann mit höherem Risiko, das jedoch leider nur mit Gegentreffern „belohnt“ wurde. Konterpässe kamen nicht an. Torwürfe wurden pariert. Und so passierte dann das, was in Goldbach meistens passiert. Die Hausherren legten gleich noch einige Tore drauf und schraubten das Resultat noch in die Höhe.
 
LSV: Urwank, Hahn, Rüger; Godlinski (1), D. Heinig (15/2), S. Graichen (1), A. Heinig (4), Moritz (2/1), Reusch (5), Knöfler (2), Wunderlich (1), P. Jahn, M. Jahn
Strafminuten: BW 6; LSV 8     
7m: BW 6/6; LSV 4/3
Schiedsrichter: Hanner / Klante (SV Finken Raguhn)
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« Antworten #2 am: 31.03.2008 - 17:20:51 »

OTZ Sport  31.03.2008

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

Königsee bleibt der Favoritenschreck

24:23-Sieg über HSV Ronneburg

Im ersten der beiden Ostthüringen-Derbys der Handball-Oberliga an diesem Spieltag war der SV Thuringia Königsee 24:23 (11:11) über den HSV Ronneburg erfolgreich.
Königsee bleibt also Favoritenschreck der Liga. Nach Goldbach stolperte am Sonnabend mit Ronneburg der zweite Medaillenanwärter. Königsee führte in der Schlussphase 18:16 und 20:18. Die Gäste aus Ronneburg leisteten sich vor 200 Zuschauern viele Fehlwürfe.

Bester Werfer war der 42-jährige Thuringia-Spielertrainer Steffen Varchmin. Für Königsee war es eine gute Generalprobe für das Duell am 5. April mit dem Tabellenführer.

Königsee: Cadek, Föhr, Göring, Knedlik, Dademasch (2), Hüttner, Pojonie (2), Oldenburg (2), Najman (8), Schmeißer (1), Lächa, S. Varchmin (9).

HSV Ronneburg: Zehmisch, Wolf, T. Koska, D. Koska, Zänsler (7), Nowak (6), Heidrich (6), Förster (2), Meyer (1), Bauer, Kusch (1), Ganzha.

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - LSV Ziegelheim 38:31 (16:14)
Ziegelheim verlor nach vier Minuten Steffen Moritz mit komplizierter Fußverletzung. Ihm droht eine längere Pause.

Der LSV hielt bis zum 25:25 (45.) die Partie offen.

LSV Ziegelheim: Urwank, Hahn, Rüger, Godlinski (1), D. Heinig (15), S. Graichen (1), A. Heinig (4), Moritz (2), Reusch (5), Knöfler (2), Wunderlich (1), P. Jahn, M. Jahn.

HSV Apolda 1990 - Post SV Gera 29:27 (16:12)
Apolda kam vor 250 Zuschauern zu drei leichten Toren und zum 16:12, baute den Vorsprung bis zum 20:14 aus. Es spricht für die Moral des Post SV Gera, dass sich die Mannschaft noch einmal herankämpfte. Zweimal gelang der Anschluss - aber nicht mehr.

Gera: Nedwed, Szlapka, Krech (5), Seidemann (1), Pfeifer, Botor (1), Borik, Teichmann (9), Remme (2), Grützbach (4), Martin (2), Seime (5).

SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg 29:37 (16:14)
Der Spitzenreiter Bad Blankenburg übersprang die Hürde Hermsdorf II. 40 Minuten hielt der Gastgeber die Partie offen. Dann taute Igor Ardan auf, verletzte sich Michael Varchmin, und Andreas Herzig kassierte die dritte Zeitstrafe.

SVH II: Passarge, Hentschel, Herzig (3), Hobritz (2), Werrmann (4), M. Varchmin (8), Opel, Taubert, Trautvetter (2), Bocek, Parybyk (10).

HSV: Jahn, Recknagel, Korbel (6), Gottschalk (3), Schröder, Vollgold, Wiegand (1), Meilahn, Oertel (2), Bergner (8), Hanl, Jäschke (9), Ardan (7).

SG Könitz/Saalfeld - SV T&C Behringen/Sonneborn 27:29 (11:16)
Könitz führte 10:7. Acht Tore in Folge brachten den Gast mit 15:10 nach vorn.

Könitz/S.: Lindig, Matussek, P. Schmidt (1), Heerwagen, Gittner (1), Arnold (6), M. Dietzel (3), M. Volkmar (3), S. Schmidt (3), Markus Hinz (4), A. Volkmar (6), F. Dietzel.
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« Antworten #3 am: 31.03.2008 - 17:22:35 »

HP Sonneberg

Unnötige Dramatik

Sonneberger HV – Ernestiner SV Gotha 30:29 (16:13)

Sonnebergs Handballer fuhren am vergangenen Sonntag einen weiteren Heimsieg ein, mussten kurz vor Schluss aber nochmal unnötig zittern. Den gut 200 Zuschauern war es egal, auch bei schönstem Frühlingswetter bereuten sie ihr Kommen nicht, denn spannend war es alle mal und die Spielzeugstädter verließen am Ende ja auch als Sieger das Parkett.

Die ersten Minuten des Spiels verschliefen die Sonneberger komplett. Erst nach der Auszeit durch Trainer Blechschmidt in der 14. Spielminute ließ sich sein Team etwas wach rütteln. Doch Gotha störte sich wenig daran und konnte 6:9 in Führung gehen. Erst in den letzten zehn Minuten des ersten Durchgangs spielten die Sonneberger Handball. Durch eine aggressivere Abwehrarbeit und dem nötigen Fortüne im Angriff konnte man aufholen, egalisieren und selbst in Führung gehen. Robert Blechschmidt erzielte dann mit etwas Glück den 16:13 Halbzeitstand.

Nach dem Wechsel erhöhten die Spielzeugstadt gleich im ersten Angriff auf 17:13 und konnten auch in der Folgezeit den Vier-Tore-Vorsprung beibehalten. Ein ums andere netzten Dmytro Sydorchuk oder der stark aufspielende Martin Blechschmidt ein und konnten so die Führung etwas ausbauen. Beim 24:18 erzielte man erstmals ein Polster von sechs Toren und sah auch wie der sichere Sieger aus. Bis zum 27:22 war die Welt auch noch in Ordnung, doch anschließend wurden Konter freistehend verballert, oder der Ball blieb am Gebälk hängen. Die Gäste aus Gotha konnten Tor um Tor verkürzen und schafften mit ihrem 26. Treffer den Anschluss. (27:26)

Doch hier verstandenen es die Sonneberger durch erkämpfte Tore wieder in Front zu gehen. 90 Sekunden vor Schluss konnten die Spielzeugstädter wieder auf 30:27 erhöhen, doch zwei leicht unverständliche Zeitstrafen brachten die Gäste wieder ins Spiel. Durch einen überhastet abgeschlossenen Angriff und dem folgenden Kontertor der Gothaer stand es plötzlich 30:29 und es war noch eine halbe Minute zu spielen. Glücklicherweise verstanden es die Spielzeugstädter zumindest dieses eine Tor über die Ziellinie zu retten und konnten anschließend zwei weitere wichtige Heimpunkte bejubeln. Auch wenn es am Ende noch einmal unnötig eng wurde, siegte am Ende die Mannschaft, die den Tick aggressiver und einsatzfreudiger war.

In einer Woche allerdings müssen die Sonneberger nach Ronneburg reisen und dort erwartet das Team von Uwe Blechschmidt ein extrem schwerer Gang. Einerseits ist Ronneburg der amtierende Vizemeister und andererseits verloren diese letzte Woche völlig überraschend in Königsee. Wiedergutmachung wird für die Gastgeber also auf dem Programm stehen und mit einer Leistung wie gegen Gotha, wird man in Ronneburg keinen Blumentopf gewinnen. Die Spielzeugstädter sollten sich darüber schon während der Fahrt bewusst werden und eher an Ziegelheim denken.

Sonneberg: de Rooij, Werner, Schmidt, Müller, R. Blechschmidt (4), M. Blechschmidt (13/6), Gurtowoi (1), Kienel (2), Kroll (2), Sydorchuk (8), Bartl
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« Antworten #4 am: 31.03.2008 - 17:24:24 »

HP Königsee

Thuringias Kämpferherz

SV Thuringia Königsee - HSV Ronneburg 24:23 (11:11)

Königsee gewinnt nach Herzschlagfinale gegen Ronneburg
 
Im Duell der Dienstältesten des Thüringer-Handball-Oberhauses waren die Gäste der Favorit, welche sich auf dem zweiten Tabellenplatz befinden, während die Königseer in Sichtweite des Abstiegsgespenstes sind. Doch das sollte nicht ausschlaggebend sein, da die Rinnestädter schon so oft manchem Krösus ein Bein stellen konnten. Und das sollte auch dieses Mal so sein. Doch der Weg bis dahin war schwer. Thuringia begann die Partie etwas unkonzentriert, vergab seine ersten Anläufe, welche Ronneburg konsequent nutzte und in Führung ging (2:0, 3.). Von diesem Spielstand an platzte auch der Knoten bei den Gastgebern durch Spielertrainer St. Varchmin, welcher durch Bruder Peter von der Bank aus unterstützt wurde. Die Königseer taten sich schwer und liefen der Führung des Tabellenzweiten weiter hinterher (4:3, 8.). Auch in der Folgezeit bekam die Abwehrreihe der Rinnestädter die Angriffswucht der Ronneburger nicht in den Griff (7:5, 15.). Doch die Mannen vom Schiefer konnten mit diesem Rückstand leben, zumal man sich sichtbar festigen konnte und den Ausgleich in der Hand hatte. Thuringia blieb auch weiterhin dran und bekam den Favorit in die Hand, so dass der erstmalige Einstand fiel (8:8, 20.). Doch das Erfolgserlebnis setzte sich nicht fort, da die Gäste sich absetzten (10:8, 23.). Die Königseer warfen auch weiterhin ihr Kämpferherz in die Waagschale und kamen zum zweiten Mal zum Ausgleich (11:11, 28.), der auch mit der Pausensirene bestand hatte. Wie die Rinnestädter den ersten Durchgang beenden konnten, so startete man den Zweiten. Mit einem Tor und der erstmaligen Führung dieses Spiels (12:11, 31.). Auf den Rängen witterte man jetzt Morgenluft. Beide Vertretungen suchten den offenen Schlagabtausch, bei dem die Königseer weiter gut aussahen (14:13, 35.). Ronneburg blieb dran, was den erneuten Führungswechsel (14:15, 38.) bedeutete, den die Varchmin-Schützlinge sofort beantworten konnte (16:15, 40.). Die Partie war jetzt an Spannung nicht mehr zu überbieten. Und als der junge Föhr im Thuringia-Kasten seinen zweiten Siebenmeter entschärfe kam Thuringia im Gegenzug zur Zwei-Tore-Differenz (18:16, 43.). In diesen Minuten wurde die Halle zum Hexenkessel, der Favorit zeigte Nerven und die Rinnestädter hatten die Möglichkeit mit drei Toren davonzuziehen, was man ausließ. Ronneburg fand wieder zu seiner Treffsicherheit, doch die hatten die Gastgeber auch (21:19, 48.). Thuringia haderte mit der Vorteilsauslegung und der Gast traf (21:21, 53.). Die niveauvolle Partie kam in die entscheidende Phase, wo jeder Fehler seine Konsequenzen bekommen konnte. Vier Minuten vor Schluss war Königsee weiter vorn. Ronneburg begann zu patzen. Thuringia macht mit, führt allerdings 24:23 und bringt den Vorsprung in dem Herzschlagfinale über die Zeit.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring, Knedlik, Dademasch (2), Hüttner, Pojonie (2), Oldenburg (2), Najman (8), Schmeißer (1), Lächa, St. Varchmin (9).
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« Antworten #5 am: 31.03.2008 - 17:25:26 »

HP Bad Blankenburg

Sieg nach Leistungssteigerung in zweiter Halbzeit

SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg 29:37 (16:14)   
 
Bevor das Spiel begann, wurden die Fans beider Lager standesgemäß durch den Hallensprecher begrüßt und der Geräuschpegel explodierte sofort in der Werner-Seelenbinder-Halle. Nachdem die Unparteiischen Klich/ Pfefferkorn das Spiel eröffneten, begann sofort eine emotionale erste Halbzeit und Stefan Oertel warf das erste Tor der Partie in der ersten Minute. Aber die Männer des SV Hermsdorf, die in dieser ersten Halbzeit besser ins Spiel fanden, blieben nichts schuldig und glichen nicht nur aus, sondern erhöhten sofort auf 3:1. Die in dieser Phase nervös agierenden Schreiber-Schützlinge liefen so einem Rückstand hinterher. Erst in der zwölften Minute konnten die Kurstädter durch einen Konter von Petr Korbel zum 7:7 ausgleichen. Bis zur 18. Minute folgte nun ein Schlagabtausch beider Mannschaften, bei dem stets der SV Hermsdorf II vorlegte. Steffen Schreiber nahm eine Auszeit, um seine Mannschaft neu einzustellen. So fanden die HSV-Männer ihren Spielfaden wieder und in der 20. Minute markierte Ferenc Bergner mit dem 11:11 erneut den Gleichstand. Die letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit schaffte es der HSV jedoch nicht, sich in Führung zu bringen und geriet durch fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen in einen Drei-Tore-Rückstand. Der Kabinengang wurde mit einem 16:14-Halbzeitstand für die Hausherren angetreten.

Offensichtlich hatte Trainer Steffen Schreiber in der Kabine die richtigen Worte gefunden und so wurde nach Wiederanpfiff zur Aufholjagd geblasen. In der 34. Minute konnte der HSV den Führungstreffer erzielen und ließ sich nun nicht mehr beirren. Der gut aufgelegte Ferenc Bergner fühlte sich in der Halle heimisch und leistete nicht nur in der Abwehr gute Arbeit, sondern konnte bis zum Abpfiff neun Treffer für sich verbuchen. Gemeinsam mit Andre Jäschke, der ebenfalls neun Tore erzielte, war er an diesem Tag der beste Torschütze des HSV. In der 42. Minute wurde der Hermsdorfer Spieler Michael Varchmin durch einen unglücklichen Angriffsversuch am Nasenbein getroffen und das Spiel musste unterbrochen werden. Die starke Blutung ließ Schlimmeres vermuten, sodass er nicht mehr am Spiel teilnehmen konnte. Wir wünschen ihm gute Besserung und eine schnelle Genesung. Der HSV spielte jetzt seine Favoritenrolle aus und konnte durch disziplinierte Spielweise in der 56. Minute einen Zehn-Tore-Vorsprung herausarbeiten. Trotzdem gab die Regionalligareserve des SV Hermsdorf nicht auf und versuchte weiterhin, die Angriffswelle der Bad Blankenburger zu stören. So zeigten die beiden Unparteiischen in der 54. Minute gleich zweimal den roten Karton gegen Hermsdorf und auch der Hermsdorfer Keeper trat in der 59. Minute eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe an. Am Ende gewinnt der HSV mit 29:37.

Mit diesem schwer erkämpfen Sieg rückt der HSV seinem Saisonziel wieder ein Stück näher und hat gezeigt, dass Kampfgeist und Siegeswille alle Hürden überwinden können. Der HSV bedankt sich bei seinen Fans und Trommlern, die ihre Mannschaft noch lange nach Spielende feierten. Am nächsten Wochenende wird dann die Reise zum Oberliga-Urgestein Königsee angetreten und hoffentlich ein weiterer Sieg gefeiert.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (7), Bergner (9/1), Gottschalk (3), Hanl, Jäschke (9/1), Korbel (6/1), Meilahn, Oertel (2), Schröder, Vollgold, Wiegand (1)
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« Antworten #6 am: 31.03.2008 - 17:36:47 »

HP Gera

Warum kann das Postteam in Apolda nicht gewinnen?

Es fehlt der letzte Tick Cleverness

HSV Apolda 1990 - Post SV Gera 29:27 (16:12)

Der Start in Gera mit gemischten Gefühlen. Maik Grützbach angeschlagen, Jörg Mühlberg verletzt und Udo Werler musste kurzfristig absagen.
Dann dazu, was erwartet uns heute in Apolda? Die Reise schnell und unkompliziert und man betrat die Halle, zeigte sich und sah Apolda mit voller Kapelle am Start.

Nun nichts für Ungut, dachte man doch auch, das man in Apolda stets gute Spiele ablieferte. Natürlich begrüßte man seinen alten Sportskollegen Lars Möbus, jetzt Torhüter beim Gastgeber, sportlich fair.

Das Spiel begann und nach 4 gespielten Minuten stand es 2 : 0. Keine Spur von Unruhe, denn nun kamen die Geraer Männer auch ins Spiel und erzielten das 3 : 2. Abwehr stand gut, Ball erkämpft, aber Gera scheitert mit seinem Konter an Lars Möbus, es wäre das 3 : 3 gewesen. Dieses folgte dann aber im nächsten Angriff und von nun an war es ein ausgeglichenes heiß umkämpftes Spiel, was das 5 : 5, 7 : 7 und 8 : 8 belegen kann. Team-Time-out auf Apoldaer Seite was aber die Geraer besser hätten nutzen können. Nach Wiederanpfiff, weiter konsequente Abwehrarbeit, dazu auch einen hervorragenden Petr Nedved, und das Tor zum 8 : 9. Der nächste Gasgeberangriff wird erfolgreich geblockt und im Konterverhalten scheitern die Gäste mit dem möglichen 8 : 10, dafür kassiert man das 9 : 9. Beim 11 : 10 gehen die Apoldaer wieder in Führung, welche sich herausstellte, diese nie wieder abgeben zu müssen. Beim 13 : 12 immer noch ein enges Match, dann aber der erste Hänger im Geraer Team. Unkonzentriertheiten, Fehlwürfe schafften Luft für den Gastgeber, die dies schadlos ausnutzen und bis zur Pause einen komfortablen 4 Tore-Vorsprung sich erarbeiten. Pause und ein 16 : 12 muss mit in die Kabine genommen werden.

Welche Worte der Trainer in der Kabine fand, weis ich nicht, aber das Team kam gestärkt heraus, war das Team der ersten Minuten in Halbzeit 2, denn sie erkämpften sich das 16 : 14. Mehr ließen aber die Hausherren nicht zu, sondern erkämpften sich einen 5 Tore-Abstand, so beim 19 : 14 und 20 : 15. Es schien, dass die Postler das Spiel abhakten. Aber man sah sich doch getäuscht. In der 41. Minute nur noch ein 20 : 18. Spannung blieb, 23 : 21, 24 : 21 und Strafwurf für Gera, Apolda wechselt, den bis dahin sehr gut haltendenden Lars Möbus gegen den Youngster Nils Hübscher mit dem Resultat, die Postler scheitern. Die Apoldaer raffen sich auf, ziehen auf 26 : 21 davon und noch 9 Minuten waren zu spielen, Ursache dafür zu leicht weg geworfene Bälle als angeblichen Torwurf oder man scheiterte freistehend an Nils Hübscher.

Team-Time-out Gera, denn man wollte von einer Spielentscheidung noch nichts wissen. Gera kämpfte und wurde belohnt, denn in der 57. Spielminute erzielen die Postler das 27 : 25. Team-Time-out Apolda und danach Dramatik pur. 27 : 26, Abwehr Gera, Ball erkämpft, aber statt Konter, Abspielfehler und Apolda markiert das 28 : 26. Dennoch blieben 1 ½ Minuten Zeit. Der Angriff wird ausgespielt und man erzielt wiederum den Anschlusstreffer, diesmal zum 28 : 27. Immer noch waren ca. 40. Sekunden zu spielen, Zeit genug, um vielleicht doch wenigsten einen Punkt mit auf die Heimreise zu nehmen, aber auch mit dem Warnzeichen des Zeitspiels ließen sich die Apoldaer nicht aus der Ruhe bringen, und ausgerechnet der lange verletzte Oldie Steffen Müller setzte dem sonst super haltendenden Petr Nedved, den Ball in die kurze Ecke zum 29 : 27 in die Maschen. Noch 21 Sekunden, aber die unnötige Niederlage war unabwendbar.

Zählt man die kleinen Unachtsamkeiten, Fang- und Abspielfehler sowie ein paar Fehlwürfe zusammen, dann weis man, warum man mit 2 Toren Unterschied verloren hat, denn das waren die Punkte der fehlenden Konzentration.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, Ch. Szlapka --- K. Krech (5/2 Tore), H. Seidemann, E. Pfeifer, D. Botor (1), P. Borik, S. Teichmann (7), M. Remme (2), M. Grützbach (4), St. Martin (2) und M. Seime (5). 
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« Antworten #7 am: 31.03.2008 - 17:40:18 »

HP Eisenach

In kleiner Formation Tabellenplatz 4 gefestigt 
   
ThSV Eisenach II - SG Erfurt/Bad Langensalza  29:26 (12:12)

In der Prioritätenliste spielte am vergangenen Wochenende das Oberligapunktspiel der Männer beim ThSV Eisenach eine untergeordnete Rolle. Mit einem kleinen Kader, zwei Torhütern und sieben Feldspielern, darunter der 18-jährige Bert Hartfiel und der 17-jährige Philipp Lindner, die unmittelbar zuvor im bedeutungsvollen Gipfeltreffen der A-Jugend-Regionalliga nahezu über die gesamte Distanz am Ball waren, gelang dennoch ein 29:26 (12:12)-Erfolg über die SG Erfurt/Bad Langensalza.
 
Die Schützlinge von Frank Ihl festigten mit diesem Doppelpunktgewinn ihren respektablen 4. Tabellenplatz. „Dank und Respekt an die beiden Fohlen, die sich trotz Krämpfen durchgebissen haben, sodass ich selbst nicht noch ran musste“, stellte Frank Ihl in seiner Bilanz vorn an. Er bescheinigte zudem Adrian Wöhler und Daniel Luther eine gute Leistung. „Alle waren mit Engagement bei der Sache, gegen eine durch Andre Ahrens einen schnellen Ball spielende Erfurter Mannschaft“, fügte der ThSV-Coach an. Beide Teams befleißigten sich einer fairen Spielweise, was durch die kleinlich amtierenden Unparteiischen Kunze/Lang (Mühlhausen) mit 22 Strafminuten nicht honoriert wurde.

Mit dem Team aus der Landeshauptstadt reisten einige ehemalige Eisenacher an: Steffen Ahrens, vor zwei Jahren noch mit den Rhein-Neckar-Löwen in der 1. Bundesliga, 1997 zur Eisenacher Aufstiegsmannschaft zählend, beschränkte sich verletzungsbedingt auf die Trainerrolle. Daniel Baumgarten, erst im Vorjahr aus den Reihen des ThSV-Zweitligateams berufsbedingt gen Erfurt gewechselt, gesundheitlich gehandicapt, kam nur sporadisch im Angriff. Andre Ahrens, in ganz jungen Jahren Erfolge in den Eisenacher Nachwuchs-Reihen sammelnd, beeindruckte mit seiner Dynamik und Torgefährlichkeit im rechten Rückraum. Der 23-jährige Linkshänder verschleudert sein Potential in der Oberliga. Felix Menge kam mit seiner Rolle als Regisseur nicht sonderlich zurecht. Auf der Außenbahn scheint der ebenfalls 23-jährige besser aufgehoben.

In der Besetzung mit Kapitän Daniel Wernicke auf der zentralen Aufbauposition, Daniel Luther im linken Rückraum, Johannes Drieß und Bert Hartfiel wechselweise auf Rechtsaußen und im rechten Rückraum, Adrian Wöhler auf Linksaußen und Philipp Lindner am Kreis sowie Andreas Nositschka (erste Halbzeit) und Sven Luckert (zweite Halbzeit) im Tor hatten die Eisenacher in den ersten 30 Minuten ihre Schwierigkeiten mit den quick lebendig und unbekümmert aufspielenden Gästen. Andre Ahrens ließ sich nicht stoppen. Unkonzentriertheiten im Vorwärtsgang führten zu Ballverlusten. Adrian Wöhler setzte sich auf Linksaußen zum 8:7 (16.) durch. Mit der Einwechslung von Daniel Baumgarten gewann Erfurts Angriffsspiel deutlich an Durchschlagskraft. „Baumi“ selbst traf zum 9:11 (24.). Bert Hartfiel (2) und Daniel Wernicke brachten die Gastgeber wieder 12:11 (27.) in Vorhand. Andreas Nositschka blieb gegen den frei vor ihm auftauchenden Felix Menge Sieger, meisterte auch einen Freiwurf unmittelbar vor dem Gang in die Halbzeitpause.
Schwungvoll starteten die Gäste in die zweite Halbzeit. Das 15:16 (37.), Rico Braun von Rechtsaußen, bedeutete die letztmalige Führung. Fortan hatten die Eisenacher die Nase vorn. Ein Luther-Ball zischte zum 16:16 ins Netz. Zwei Ballgewinne schlossen Philipp Lindner und Johannes Drieß zum 18:16 (40.) ab. Wegen Reklamierens nach einem Wechselfehler handelte sich Gästecoach Steffen Ahrens eine Zeitstrafe ein und reduzierte sein Team auf dem Parkett. Daniel Luther traf für die Gastgeber zum 20:17 (45.), Adrian Wöhler zum 22:18 (47.). Der bedingungslose Fight um Pluszähler war den Gästen in der Schlussviertelstunde nicht anzumerken. Nur Andre Ahrens und Daniel Baumgarten vermochten die Eisenacher Abwehr zu überlisten. Ernsthaft in Gefahr geriet der Doppelpunktgewinn des ThSV Eisenach II nicht. Drei Treffer von Johannes Drieß sorgten für das 28:25 (57.).

ThSV Eisenach II: Nositschka, Luckert (ab 31.); Wernicke (1), Schulze, Drieß (7/2), A. Wöhler (7/1), Luther (7/1), Hartfiel (4), Lindner (3)

SG Erfurt/Bad Langensalza: Hielscher, Wunderlich (ab 51.); Stange, A. Ahrens (7/1), Menge (2), Ludwig (2), Trommer (5), Ratz (2), Schalles (2), Braun (1), Schröpfer (2), Frank, Baumgarten (3)

Zeitstrafen: ThSV II 5 x 2 Min. (Rot gegen Luther nach 3. ZS) Erfurt 6 x 2 Min.
Siebenmeter: ThSV II 4/3 – Erfurt 2/1
Schiedsrichter: Kunze/Lang (Mühlhausen)
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« Antworten #8 am: 31.03.2008 - 17:55:26 »

HP Goldbach

TLZ

"FC Bayern der Oberliga"

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - LSV Ziegelheim  38:31 (16:14)

Mit einem deutlichen 38:31 (16:14) über den amtierenden Thüringenmeister Ziegelheim gaben Goldbachs Oberliga-Handballer die passende Antwort auf ihre zuletzt desolate Vorstellung in Eisenach.

Gleich zu Beginn wusste Dirk Andreas zu gefallen; vier der ersten fünf Treffer konnte er sein Eigen nennen. Das ganze Team überzeugte in der Anfangsphase durch variantenreiches Spiel, Siegeswillen und mannschaftliche Geschlossenheit. Zahlreiche Paraden von Torhüter Harseim gaben zusätzlichen Rückhalt. So zogen die Gastgeber zielstrebig von 5:4 (10.) auf 10:4 (15.) davon. Ungeachtet des verletzungsbedingten Ausscheidens von Spielmacher Moritz (13./Sprunggelenk) fanden die Gäste wieder ins Spiel zurück. Ihnen kam dabei ein richtiger “Durchhänger” der Blau-Weißen zugute. So waren die Nessetaler beim Halbzeitstand von 16:14 fast wieder eingeholt.

Nach der Pause ließen die Gastgeber den Ball dreimal in Folge im Gäste-Netz zappeln (Mitrovic 19:14/33.). Trotzdem machten es die Nessetaler erneut spannend. Sprungtalent David Heinig (15 Treffer) hämmerte seinen Wurf zum 21:21-Ausgleich (41.) ein. Danach legte Goldbach fünfmal vor, doch Ziegelheim glich immer postwendend aus (26:26, 46.). Nun warf Dejmek zur rechten Zeit seine Wurfgewalt in die Waagschale, sorgte für die wichtigen “einfachen” Tore. Alle Goldbacher zogen nochmals an einen Strang, brachten zur Freude der Fans Blau-Weiß auf die Siegerstraße zurück.

“Das Spiel hat mir gefallen, die Leistung war mehr als ordentlich, eine deutliche Steigerung war erkennbar”, lautete Trainer Rothhämels zufriedenes Fazit. “Schaut man sich den Kampf um Platz zwei an, sind wir wohl der FC Bayern der Handball-Oberliga”, gab Rothhämel mit einem Augenzwinkern zu verstehen. Auch wenn es bei Blau-Weiß mal nicht läuft, die direkten Kontrahenten straucheln ebenfalls, so wie Ronneburg mit einer Niederlage in Königsee.

Goldbach: Harseim, Schneegaß, Walter - Hahn, Voigtritter 1, Skowronek 4, Paslat, Mitrovic 11/5, Dejmek 9, St. Juhnke 3, Taubert 3/1, Andreas 5, M.Stegner 2, Moratschke; Strafwürfe: 6/6 (Ziegelheim: 4/3); Zeitstrafen: 3 (Ziegelheim: 4).


TA

Wieder Tabellenvize

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - LSV Ziegelheim  38:31 (16:14)

Eine deutliche Leistungssteigerung zum vermurksten Eisenachspiel und etwas Glück bescherte den Goldbacher Handballern am Samstag wieder den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga.Wie schon im Hinspiel sorgte Dirk Andreas für das erste Tor der Begegnung….

…Sein Einsatz auf der halblinken Position war ein guter Schachzug vom Trainer - vier der ersten fünf Treffer kamen von Andreas. Besonders beeindruckend war die erste Viertelstunde. Nach einem ausgeglichenen Beginn (5:4) setzten sich die Gastgeber klar ab. Die Ziegelheimer zeigten sich geschockt, als ihr Regisseur Steffen Moritz nach 13 Minuten mit einer Fußverletzung das Spiel beenden musste. Nach einer Harseim-Parade im Tor der Gastgeber kam der wieder genesene Stefan Juhnke (Fingerverletzung) zum 10:4 (15.). Doch der Thüringenmeister erholte sich und kam nochmals auf 14:12 heran. Auch nach der Pause stiegen die Gastgeber wieder schwungvoll in die Partie ein und enteilten vom 16:14-Halbzeitstand zum 19:14. Abgefangene Bälle von der Abwehr oder Keeper Harseim - zwischenzeitlich stand auch Schneegaß zwischen den Pfosten - wurden erfolgreich in Konter umgesetzt. Die Goldbacher Abwehr blockte immer wieder erfolgreich die langen Ziegelheimer Werfer. Tihomir Mitrovic erwies sich als sicherer Siebenmeterschütze, spielte sein gutes Auge aber auch beim Schlagwurf zum 19:14 aus, als er den Innenpfosten traf. Mit etwas Glück erhöhte Skowronek von Linksaußen auf 20:15 und Mitrovic zirkelte das Leder vom Punkt durch die Torwartbeine zum 21:17 in die Maschen. Ziegelheims bester Spieler David Heinig (15 Treffer) glich zum 21:21 aus und Rechtsaußen Wunderlich verlängerte die Spannung bis zum 26:26. Erst dann starteten die Blau-Weißen ihre Schlussoffensive. Taubert traf zum 28:26, Dejmek war mit Sprungwürfen aus dem Rückraum erfolgreich. Eine Parade von Schneegaß und drei schnelle Tore von Mitrovic, Dejmek und Taubert brachten die Entscheidung (35:30). Zwischendurch sorgte Sprecher Siegfried Juhnke mit der Verkündung von Ronneburgs Niederlage in Königsee für zusätzliche Motivation - der zweite Tabellenplatz lockte! Fabian Voigtritter kam in den letzten Sekunden zu seinem ersten Treffer von Rechtsaußen (37:31) und Dirk Andreas beendete die Partie auch mit dem letzten Torwurf.

“Das war 40 Minuten guter Handball”, resümierte ein zufriedener Trainer Rothhämel.

Goldbach: Harseim/Schneegaß - Hahn, Voigtritter (1), Skowronek (4), Paslat, Dejmek (9), Mitrovic (11/5), S. Juhnke (3), Taubert (3/1), Andreas (5), Stegner (2), Moratschke
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« Antworten #9 am: 31.03.2008 - 23:58:30 »

HP Gotha

Punkteteilung verpasst

Sonneberger HV - Ernestiner SV Gotha  30:29 (16:13)

Mit einer hauchdünnen Niederlage kehrte der ESV aus Südthüringen heim. Lange Zeit sah es nach einer sicheren Angelegenheit für die Gastgeber aus, am Ende mussten sie noch zittern.
Trotz verspäteter Ankunft und dadurch verkürzter Erwärmungsphase kamen die Gothaer gut in die Partie. Das 2:1 egalisierten sie und gingen selbst in Führung (2:3). Beim Spielstand von 3:5 erzielte Sonneberg zwei Treffer zum erneuten Ausgleich, ehe der ESV wieder vorlegte (5:7) und sogar das 6:9 markierte.
Äußerst schwache zehn Minuten ab Mitte der ersten Halbzeit gaben dem Spiel die Wende. Das Erfolgsrezept im Angriff - aus sicherem Kombinationsspiel die Lücke erkennen und konzentriert abschließen - fand keine Fortsetzung und die Deckung leistete sich zunehmend Schaltpausen. Die Gegner spazierten munter hindurch oder hatten keine Mühe, aus dem näheren Rückraum (M. Blechschmidt, Sydorchuk) unbedrängt zu vollenden.
Vier Buden in Folge mussten die Gäste hinnehmen (10:9), von jetzt an liefen sie hinterher. Nach dem 11:11 machten wiederum die Hausherren drei leichte Tore. Und beim 14:13 wurde die Chance zum Ausgleich kläglich vergeben, stattdessen Sonneberg mit der Sirene gar Tor Nummer 16 geschenkt.
Verloren war zur Pause zwar noch nichts, doch kam man nicht mit dem nötigen Feuer aus der Kabine. Sonneberg hatte wenig Mühe, die Führung zu behaupten (20:17) und auszubauen (23:18). Mit dem 25:19 schien die Sache gelaufen, der ESV bewegte sich Richtung Packung. Die Gastgeber spürten wohl auch eine gewisse Überlegenheit und verfielen in eine Lockerheit, die es den Ernestinern gestattete, zurückzukommen.
Noch gut zwölf Minuten galt es zu absolvieren, als sich die Gäste auf 27:24 herangekämpft hatten. In ihrem Lauf versenkten sie sogar den Anschlusstreffer zum 27:26. Jetzt war alles wieder offen. Sonneberg berappelte sich jedoch zum rechten Zeitpunkt, vergrößerte den Abstand nochmals (29:26, 30:27). Gotha setzte alles auf ein Karte und wurde mit zwei schnellen Toren belohnt. Mit Glück und Geschick hielten die Spielzeugstädter die Kugel in den letzten Sekunden in den eigenen Reihen.
Eine Punkteteilung war für Gotha in greifbarer Nähe, doch die Schaltpausen in der Abwehr sowie Unvermögen im Angriff verhinderten diese. Die Außen enttäuschten, Stegner fehlte das Wurfglück. Ein wenig Entlastung hätte den diesmal starken Halben Behling, Thieme und Hofmann und somit dem gesamten Gothaer Spiel sicher gut getan.
ESV: Scheerschmidt, Steinbrecher - Jicha 3, Wandtke, Meß, Perner 1, Behling 14/6, Stegner, Thieme 6, Hofmann 5, Schneider
Strafwürfe: 6/6 (Sonneberg 6/6)
Zeitstrafen: 5 (5)
Schiris: Heinzmann/Merten (Ilmenau)
Zuschauer: 150
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« Antworten #10 am: 01.04.2008 - 00:01:42 »

HP Ronneburg

23 Tore reichen nicht in Königsee
Ronneburg verliert und rutscht auf Platz drei

SV Thuringia Königsee – HSV Ronneburg 24:23 (11:11)

Ronneburgs Handballer verspielen nach und nach ihre Chance auf die dritte Thüringer Vizemeisterschaft nach 1994 und 2007. Am Sonnabend unterlagen die Spieler von Trainer Stefan Koska überraschend bei Thuringia Königsee 23:24. Da parallel Blau-Weiß Goldbach gegen den LSV Ziegelheim 38:31 gewann, ist Goldbach wieder erster Verfolger vom HSV Bad Blankenburg
Die Sorgenfalten in Handball-Ronneburg werden immer größer: Mit 13 Minuspunkten bei noch sechs Partien laufen die HSV-Spieler sogar Gefahr, ihre Teilnahme am erstmals auszutragenden Mitteldeutschen Handball-Pokal zu gefährden.
Dazu ist mindestens Platz vier nach Abschluss der Meisterschaftsserie nötig. Coach Koska wirkte in seinen öffentlichen Aussagen weiter sehr ruhig, hoffentlich nicht zu ruhig. „Wir haben zu viele einfache Bälle im Umkehrspiel weg geworfen“, sagte der Trainer nach der Königsee-Pleite. In Einzelkritik verfiel der Verantwortliche auch diesmal nicht. Dabei hätte er genügend Grund. Nur 23 Tore auswärts zu werfen, dass ist alles andere als ein Oberliga-Spitzenwert. Von Spiel zu Spiel werden die fehlenden personellen Alternativen im Rückraum der Ronneburger überdeutlich. Fast alles liegt auf den Schultern und in den Händen von Mathias Zänsler und Thomas Heidrich. Die HSV-Führungsetage kennt die offenen Baustellen. Die Verpflichtung von Robert Herling ist nur eine erste Reaktion darauf.
„Von Sebastian Klecha, der vor der Saison aus Hermsdorf kam, hatten wir uns viel erhofft. Die Rechnung ist nicht aufgegangen. Wenn er bei uns eingeschlagen hätte, stünden wir jetzt sicher ganz woanders“; sagte HSV-Vizeboss Bernhard Jander.
Königsee, mit einem bärenstarken Oldie Steffen Varchmin, kämpfte, wehrte sich und lag im zweiten Durchgang fast immer in Führung, wenn auch nur mit einem, maximal mit zwei Toren. Für Stefan Koska war die spielentscheidende Phase im ersten Durchgang. „Da haben wir es verpasst, mit zwei, drei oder vier Toren wegzuziehen.“ Je länger das Spiel ging, umso größer wurden die Chancen für den Gastgeber.
„Wenn die nach 45 Minuten noch auf Augenhöhe sind, bekommen sie die dritte Luft. Gegen uns war das leider der Falle“, so Koska senior. Zu allem Überfluss verballerte der sonst so sichere Siebenmeter-Schütze Florian Förster noch zwei Strafwürfe gegen die Nummer zwei im Thuringia-Tor, Mario Föhr.

HSV: Zehmisch, Wolf, T. Koska, D. Koska, Zänsler (7), Nowak (6), Ganzha, Bauer, Heidrich (6), Förster (2), Kusch (1), Meyer (1).
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« Antworten #11 am: 01.04.2008 - 00:07:03 »

TA Gotha  01.04.2008

Erster Auswärtssieg für Sonneborn

SG Könitz/Saalfeld - SV T&C Behringen/Sonneborn  27:29 (11:16)
 
Die Handballer des SV Behringen/Sonneborn feierten bei der SG Könitz/Saalfeld mit 29:27 ihren ersten Auswärtssieg in der Handballoberliga.Im Kellerduell hatten die Gastgeber den besseren Start. Sie lagen mit 5:2 (10.) und auch noch beim 10:7 (20.) vorne. Die Sonneborner legten aber ihre Nervosität ab und kamen immer besser ins Spiel. Mit einer ganz starken Phase kippten die Gäste dann den Rückstand mit neun Toren in Folge zur eigenen 16:10-Führung. Dabei hatte man mit einer starken Abwehr und einem gut aufgelegten Keeper Andreas Münch den Grundstein gelegt. Im Angriffsspiel hatten Christopher Kohls mit seinen gewohnten Kontertreffern, der Neuzugang Michal Kovar und Mirko Brachmann mit ihren Toren aus dem Rückraum für diesen erfolgreichen Zwischenspurt gesorgt. Unmittelbar vor der Pause erzielten die Könitzer noch einen Treffer zum 11:16-Pausenstand. Nach der Pause kam Könitz zunächst besser zum Zuge und egalisierte zum 18:18 (40.). Doch die Gäste steckten nicht auf und legten wieder die Führung vor (24:21/50.). Das Spiel blieb umkämpft und Sonneborn verteidigte seinen knappen Vorsprung bis über die Ziellinie. Zwischenzeitlich hatten Mirko Brachmann und sein Gegenspieler nach einem Privatduell jeweils Rot (58.) gesehen.

Zdenek Vanek: "Es war das erwartet schwere Spiel. Die Mannschaft hat mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung einen verdienten Erfolg erzielt. Unsere Fans haben uns dabei sehr gut unterstützt und die Mannschaft bedankt sich für die Unterstützung."

Sonneborn: Münch, Busch; St. Ehrhardt, Blaß, Schenk (1), Brachmann (5), Kohls (10/4), Sv. Ehrhardt (2), Voß (1), Hellmund, Stehmann (4), Marx, Kovar (5) und Kulhavy (1).
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« Antworten #12 am: 01.04.2008 - 11:21:25 »

HP Erfurt

Rumpftruppe verpasst Überraschung nur knapp

ThSV Eisenach II - SG Erfurt/Bad Langensalza  29:26 (12:12)

„Das war ein sehr positiver Auftritt. Der Wille, sich für das Gera-Debakel zu rehabilitieren war deutlich zu spüren. Wir haben uns trotz der knappen 29:26-Niederlage sehr gut verkauft.“ so lautete das durchaus mutmachende Fazit des Trainergespanns Baumgarten/Ahrens nach der schweren Oberligagastspiel bei der Bundesligareserve des ThSV Eisenach.
In der Tat war vor dem Anpfiff in der Werner-Assmann-Halle nicht all zu viel von diesem ersatzgeschwächten Rumpfteam zu erwarten. Mit Steffen Ahrens und Chris Göpfert fiel die etatmäßige Regieposition komplett aus und auch Tobias Michalewski musste wegen einer Oberschenkelverletzung passen. Rechtsaußen Carsten Machts fehlte berufsbedingt und auch für Daniel Baumgarten reichte es nach langer Verletzungspause nur zu einigen Kurzeinsätzen.
Doch was eine geschlossen kämpfende Mannschaft zu leisten im Stande ist, zeigte die SG an diesem Nachmittag. Man erwischte einen guten Start und überraschte die junge Eisenacher Mannschaft mit einer offensiven Deckungsvariante. Offensiv wird zunächst sehr diszipliniert bis zur Chance gespielt, wobei sich Felix Menge auf ungewohnter Regieposition das Lob seiner Trainer verdiente. So hielt der Gast die Partie lange offen, erst zum Ende der 1. Halbzeit konnten sich die Wartburgstädter mit 2 Toren auf 11:9 absetzen.
Doch diesen Rückstand konnten die Erfurter schon kurz nach der Pause wieder in einen Vorsprung umwandeln, besonders André Ahrens übernahm im Angriff immer wieder die Verantwortung. Aber auch alle anderen eingesetzten Feldspieler trugen mit sehenswerten Aktionen zu einem guten Spiel bei. Doch dann folgte der Knackpunkt: Einige äußerst fragwürdige Schiedsrichterentscheidungen brachten die bravourös kämpfende Gastmannschaft nun immer wieder in Unterzahlsituationen, was Eisenach nutzte, um das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen. Binnen weniger Minuten zog der Gastgeber bis auf 21:18 davon und konnte diesen Vorsprung bis zum Schlusspfiff clever verwalten. Steffen Ahrens: „Mit etwas mehr Kraftreserven und Abgeklärtheit wäre heute vielleicht sogar noch mehr möglich
gewesen. Aber auf dieser Leistung lässt sich in den nächsten Wochen aufbauen.“
Nächster Gradmesser wird am kommenden Sonntag der HSV Apolda sein. Anpfiff zu dieser Partie ist wie gewohnt um 16.00 Uhr am Erfurter Sportgymnasium.
 
SG Erfurt/Bad Langensalza:
Hielscher, Wunderlich, Stange – A. Ahrens 7, Menge 2, Ludwig 3, Trommer 4, Ratz
2, Schalles 1, Braun 1, Schröpfer 3, Baumgarten 3, Frank n.e.

Spielfilm:
1. HZ:   2:2 - 6:6 - 9:11
2. HZ: 12:12 - 15:15 - 18:17 - 21:18 - 25:22 - 27:25 - 29:26

Schiedsrichter:
Kunze / Lang (Apolda / Mühlhausen)
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« Antworten #13 am: 02.04.2008 - 00:18:38 »

HP Holzlandpower

Grandiose erste Halbzeit

Hermsdorf II liefert Tabellenführer großen Kampf - Am Ende siegt die Cleverness

SV Hermsdorf II - HSV Bad Blankenburg  29:37 (16:14)

Man musste sich schon zweimal die Augen reiben. Wer war denn hier der Spitzenreiter, und welches Team will sportlich nicht absteigen? Die Hermsdorfer Reserve zeigte am Sonntag 40 Minuten lang eine beeindruckende Leistung gegen den Tabellenführer.

Der Gast aus Bad Blankenburg musste schon seinen Stamm-Sechser fast komplett durchspielen lassen, um sich Peinlichkeiten zu ersparen.

Spielentscheidend war die Phase um die 40. Minute. Plötzlich erwachte Linkshänder Igor Ardan im halbrechten Rückraum aus seinem Tiefschlaf. Dann musste Hermsdorfs Michael Varchmin, bis dahin mit acht Toren erfolgreichster Werfer, minutenlang behandelt werden. Am Abend wurde in der HNO-Klinik in Jena ein Nasenbeinbruch diagnositiziert. Und dann flog Aufbauspieler Andreas Herzig nach seiner dritten Zeitstrafe vom Parkett. "Diese Rückschläge konnten wir zum Schluss nicht mehr kompensieren", sagte Hermsdorfs Trainer Christian Escher.

Dem Tabellenführer reichten fünf starke Minuten zum Zwischenspurt vom 21:21 zum 25:21. Hermsdorf II kam noch mal auf 23:25 (46.) heran. Der Stammsechser von Bad Blankenburger hatte mehr Kraft und auch die nötige Cleverness, enteilte bis zum 36:26 (56.). Das war der erwartete Sieg, der am Ende einiges zu hoch ausfiel.

"Trotzdem muss ich meinen Jungs ein Kompliment machen. Sie haben eine grandiose erste Halbzeit hingelegt", sagte Escher.

Die hoch gelobte HSV-Offensive fand in dieser Phase kein Mittel gegen die aggressive Deckung der Hermsdorfer. Entweder wurden die Bälle abgeblockt oder der 17-jährige Felix Hentschel im SVH-Tor brachte noch irgendein Körperteil an den Ball. Mit 16:14 ging es in die Kabine. Der Ex-Hermsdorfer Ferenc Bergner warf seine Mannschaft mit vier Toren im Alleingang zur 19:18.

Hermsdorf II hielt dagegen, dank der Tore von Marcus Parybyk. Der Rechtshänder übernahm, wie schon gegen Goldbach, Verantwortung. Seine Würfe schlugen millimetergenau im rechten oder linken Torwinkel ein. Gästetrainer Steffen Schreiber reagierte nach der Pause, beorderte den Ex-Ronneburger Swen Gottschalk in die Nähe von Parybyk - vergebens. Parybyk traf weiter und empfahl sich für die neue Saison.

"Wir haben dem Favoriten eine großen Kampf geliefert. Für die Sensation fehlten uns die personellen Alternativen und etwas die Kraft", sagte Escher.
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