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Thüringer Handball-Verband
02.12.2008 - 21:03:15 *
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Autor Thema: Nachholspiel vom 10. und 11. Spieltag  (Gelesen 562 mal)
Marco
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« am: 14.04.2008 - 14:01:35 »

13.04.2008  16:00
SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

13.04.2008  16:30
Ernestiner SV Gotha - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Ernestinum Gotha]
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Marco
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« Antworten #1 am: 14.04.2008 - 16:34:13 »

HP Gotha

Es geht doch!

Ernestiner SV Gotha - LSV Ziegelheim  31:24 (16:12)

Ohne Fehl und Tadel wartete die Gothaer Mannschaft im Nachholspiel gegen den LSV aus Ziegelheim auf. Der Landesmeister im Amt wurde mit einer deutlichen Niederlage nach Hause geschickt.
Neben dem Ergebnis am Ende überraschten die Gastgeber bereits vor Beginn der Partie mit dem Aufgebot: Sowohl Mike Scheerschmidt (privat verhindert) als auch André Stegner standen nicht zur Verfügung. Letzterer wird auch in Zukunft nicht mehr für die Ernestiner spielen - unüberbrückbare Differenzen zwischen ihm und der Vereinsführung zogen nun die Trennung nach sich.
Davon unbeeindruckt startete der ESV mit seiner besten Saisonleistung durch. Dem unablässigen kämpferischen Einsatz der Hausherren musste sich der Meister beugen. Dessen gefürchteter Rückraum sah sich sechzig Minuten ärgster Gegenwehr ausgesetzt, konnte sich kaum entfalten. Die von den Säulen Lars Thieme und Gewalt getragene Abwehr leistete Schwerstarbeit, das LSV-Duo D. Heinig/Moritz (3/7) brachte es auf gerademal zehn Feldtore. Dabei sorgte Rolf "Terrier" Trott beim Alttorschützenkönig für Unbehagen, die Torhüter gaben zusätzlichen Rückhalt.
Bereist die Anfangsphase gehörte den Gothaern. Moritz' 1:1 vom Punkt bedeutete den einzigen Ausgleich im gesamten Spiel. Erst nach dem 4:1 gewannen die favorisierten Gäste mehrfach an Boden, schafften immer wieder den Anschluss (5:4, 7:6, 10:9). Ein fulminanter Zwischenspurt bescherte dem ESV vor dem Seitenwechsel sogar eine Fünf-Tore-Führung (14:9). Ein ums andere Mal narrten Thieme, Hofmann und Co. die Gästedeckung. Leider ließ im Überschwang die Angriffskonzentration rapide nach, mit drei schnellen Gegenstößen zum 14:12 bewies der LSV, dass er nichts zu verschenken hatte. Durch starkes Nachsetzen wurde Sekunden vor dem Pausenpfiff ein Siebenmeter rausgeholt, den Behling gewohnt gewieft einlochte.
Traditionell schwächer stieg Gotha in die zweite Halbzeit ein. Schnell war der Vier-Tore-Vorsprung aufgezehrt und Ziegelheim beim 18:17 voll im Geschäft. Die Gastgeber drehten auf - und wie! In der ersten Phase enteilten sie auf 22:17, Phase zwei brachte die Vorentscheidung: Dem zwanzigsten Gästetreffer ließen sie fünf eigene folgen. Dieses Acht-Tore-Polster behaupteten sie bis zu Heinigs bedeutungslosem Strafwurf zum Endstand.
Es geht doch! Was sich in den vergangenen beiden Spielen angedeutet hatte, wurde jetzt endlich ins Resultat umgemünzt. Die Ernestiner können auch gegen besser platzierte Gegner gewinnen, wenn die Einsatzbereitschaft stimmt - und zwar nicht bloß phasenweise sondern über nahezu die volle Distanz.
Kommendes Wochenende steigt bereits die Revanche in Ziegelheim. Dort werden die Karten neu gemischt, denn für die bisherigen Reisen nach Ostthüringen galt stets: Außer Spesen nichts gewesen.
ESV: Steinbrecher, Anschütz - Jicha 2, Wandtke 3, Meß, Perner 1, Behling 8/4, Thieme 7, Hofmann 9, Schneider, Gewalt, Irmisch, Trott 1
Strafwürfe: 4/4 (LSV 8/5)
Zeitstrafen: 9 (3)
Schiris: Jung/Jung (Gera)
Zuschauer: 150
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Marco
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« Antworten #2 am: 14.04.2008 - 23:17:37 »

HP Ziegelheim

Ernestiner SV Gotha - LSV Ziegelheim 31:24 (16:12)
 
Die Ziegelheimer Handballer sind nun wohl endgültig im Niemandsland der Tabelle angekommen. Die verletzten Stammkräfte Sense, Graichen und Andre Heinig fehlten an allen Ecken und Enden. Zudem lag David Heinig noch am Vortag gesundheitlich flach, gab erst kurz vor Spielbeginn grünes Licht für seinen Einsatz. Die LSV-Männer fanden im Angriff nicht zur gewohnten Durchschlagskraft und auch die gezwungenermaßen neu formierte Abwehr funktionierte stellenweise überhaupt nicht. Das einzig Positive war, dass alle Spieler trotz etlicher Blessuren halbwegs unverletzt die Heimreise antreten konnten. Was beide Unparteiische auf dem Feld an Härte zuließen, erfüllte schon den Grad der Gesundheitsgefährdung. Ganze 60 Minuten beharkten sich die Teams in offensichtlich aggressiver Art und Weise mit Schlägen, Beinstellaktionen und Trikotreißen. Erst nach 50 Minuten hatten die Geraer Schiedsrichter ein Einsehen und griffen energischer durch. Viel zu spät! Bis dahin hatte sich die Atmosphäre zwischen den Mannschaften schon bis zum Siedepunkt aufgeheizt.

Der LSV kam mit der offensiven und körperorientierten Deckung der Gothaer nicht zu recht. Waren sie dann doch mal frei, wurden die Bälle aus guten Situationen vom ESV-Schlussmann pariert. In der Hintermannschaft fehlte die Aggressivität, Cleverness und vor allem die Abstimmung. Mit einfachen Sperraktionen und simpel vorbereiteten Würfen sah die Deckung immer wieder alt aus (9:6, 19.). Im Angriff herrschte zu wenig Bewegung. Heinig und Moritz, je in Sonderbewachung befindlich, rieben sich in Zweikämpfen auf. Dass die regelwidrigen Aktionen nur selten geahndet wurden, machte die Lage nur noch aussichtsloser. Ein Mittel dagegen fiel den Ziegelheimern an diesem Tag nicht ein. Zwar kamen sie nach dem Wechsel noch mal bis auf ein Tor heran (18:17, 38.). Es waren die wenigen Minuten der Partie mit einer disziplinierten und halbwegs geordneten Abwehr. Zu mehr aber reichte es irgendwie nicht. Es folgten einfache technische Fehler und weitere Fahrkarten auf das ESV-Gehäuse. Gotha setzte sich wieder ab (22:17, 43.). Ziegelheim lief den Hausherren in der Deckung hinterher, versuchte sich, nach Lernprozess von den Gothaern, nun ebenso in körperlichen Härten. Jedoch nicht erfolgversprechend. Gotha nutzte die Ziegelheimer Ernüchterung, um das Resultat noch deutlich in die Höhe zu schrauben. Schon am Sonnabend können sich die LSV-Handballer revanchieren. Da kommt Gotha zum Rückspiel in die Wieratalhalle.
 
LSV: Urwank, Hahn, Rüger; Godlinski, D. Heinig (6/3), Moritz (8/1), Reusch (5), Knöfler (1), Wunderlich, P. Jahn (4/1), Kühnert, M. Jahn (1), Börngen
Strafminuten: ESV 18; LSV 6     
7m: ESV 3/3; LSV 8/5
Schiedsrichter: Jung / Jung (Sonneberger HV)
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« Antworten #3 am: 15.04.2008 - 14:09:08 »

HP Erfurt

Auswärts zum Start-Ziel-Sieg

SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza  24:29 (11:13)

Mit einem echten Start-Ziel-Sieg gegen den designierten Absteiger SV Hermsdorf haben sich die Oberligahandballer der SG Erfurt/Bad Langensalza am Sonntag doch noch ihren ersten Auswärtssieg der Saison gesichert. Bei dem 24:29-Erfolg wurde allerdings ein durchaus möglicher höherer Sieg in der Schlussphase noch vergeben. Dennoch wollte Interimstrainer Steffen Ahrens nicht unzufrieden sein, sah er doch über die gesamte Spielzeit eine sehr disziplinierte Leistung im gesamten Team: „Der Wille war jederzeit spürbar, wir wussten worum es heute ging.“ so der nach den letzten Pleiten nun doch etwas erleichtert wirkende Ahrens.
Die SG begann konzentriert, besonders Daniel Baumgarten fand sich nach seiner langen Verletzungspause und einigen Kurzeinsätzen nun von Beginn an wieder hervorragend im Aufbauspiel zurecht. So verdiente er sich frühzeitig eine Sonderbewachung durch die junge Hermsdorfer Regionalligareserve, die Antwort der Erfurter aber hieß in dieser Phase Chris Göpfert. Er erzielte seine drei Treffer in dieser wichtigen Phase und sorgte somit entscheidend dafür, dass der Spielfaden nicht schon wieder riss. Dafür haperte es aber deutlich im Defensivverhalten der Gäste, die anfänglich sehr offen, jedoch im Spiel Mann gegen Mann viel zu passiv agierten. Die Kreise des Hermsdorfers Andreas Herzig konnten nur schwer eingeengt werden, allerdings blieb im Rückraum der Ostthüringer allein auf weiter Flur. Dennoch ergaben sich für den Gastgeber viele Tormöglichkeiten am Kreis, welche wie Gift für das ohnehin zuletzt angespannte Nervenkostüm der SG-Spieler wirkten. So ließ man nun offensiv selbst klarste Torgelegenheiten aus und konnte sich daher bis zum Pausenpfiff mit 9:11 noch längst nicht entscheidend absetzen.
Während der Halbzeitpause besprach man nun eindringlich, endlich aggressiver in der Abwehr zu Werke zu gehen. Die Umsetzung des Gesagten folgte nach kurzer Anlaufphase, wodurch nun einige Ballgewinne erzielt und ein vorentscheidender 6- Tore-Abstand herausgeworfen werden konnte. Dieser Vorsprung wurde in der Folge auch durch einige Glanztaten von Torwartoldie Dirk Wunderlich clever gehalten und später sogar kurzfristig auf 8 Tore ausgebaut. Im Angriff wurde weiterhin die Ordnung hochgehalten, besonders im Überzahlspiel sah Ahrens sein Team stark verbessert, was einige leichte Tore einbrachte (A. Ahrens, Baumgarten). Hermsdorf kämpfte weiterhin verbissen, versuchte es in den letzen sechs Minuten gar mit einer offenen Manndeckung gegen die spielerisch überlegenen Gäste. Immerhin schien dies die Erfurter etwas zu verunsichern, plötzlich vergab man freistehend mehrere „Hundertprozenter“. Es wurde hektisch und bedingt durch nun auftretende Konzentrationsschwächen in der Abwehr fand man sich plötzlich in ständiger Unterzahl wieder. Die Gastgeber nutzten dies zur Ergebniskosmetik, ohne den hoch verdienten SG-Sieg freilich noch gefährden zu können.
SG Erfurt / Bad Langensalza:
Hielscher, Wunderlich, Stange – A. Ahrens 8, Göpfert 3, Menge 3/3 , Ludwig, Trommer 3, Ratz 2, Baumgarten 9, Schalles, Braun, Machts 1, Schröpfer

Spielfilm:
1. Halbzeit: 2:2 - 4:7 - 8:10 - 11:13
2. Halbzeit: 13:15 - 14:19 - 18:24 - 19:27 - 24:29
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« Antworten #4 am: 15.04.2008 - 14:12:52 »

HP Holzlandpower

Im Angriff fehlen die Mittel

Defizite im Spiel nach vorn bei Hermsdorfer Reserve gegen Erfurter

SV Hermsdorf II - SG Erfurt/Bad Langensalza  24:29 (11:13)

"Wir haben heute im Angriff nicht die Mittel gefunden, um Erfurt zu ärgern. Christian Escher, Trainer der Oberliga-Handballer des SV Hermsdorf II, nannte vor allem Defizite im Spiel nach vorn als Grund für die 24:29-Heimniederlage (11:13) am Sonntag im Nachholer gegen die Spielgemeinschaft aus der Landeshauptstadt.

"Ich denke mal, heute hat man's ganz deutlich gesehen, dass uns gestandene Leute wie Michael Varchmin und Andre Werrmann sehr fehlen". Beide Spieler waren in der Halle, saßen im Publikum. Der eine hatte eine Gipsmaske im Gesicht, der andere fieberte mit. Was beide eint: Sie fallen mindestens noch drei Monate aus.

Am Engagement der restlichen Spieler von Hermsdorf mangelte es nicht. René Opel mühte sich. Mehr ging aber nicht nach seiner Krankheit. Dem jungen Marcus Parybyk steckte noch das Spiel in Gelnhausen vom Vorabend in den Knochen, genauso wie Andreas Herzig. Der gefiel als Spielmacher und als sicherer Vollstrecker vom Siebenmeterpunkt.

In der Summe reichte es nicht gegen die robusten Erfurter. Die hatten mit Daniel Baumgarten (9 Tore) eine "richtige Tormaschine. Den wuchtigen und dynamischen Rückraumspieler bekamen die Hermsdorfer erst nach der Pause etwas zum Stehen.

Was beim Halbzeitstand von 11:13 noch ganz optimistisch aussah, wich wenig später in Realität. Die Gäste konnten sich Tor um Tor absetzten - erst auf 15:21 (43.), dann auf 17:24 (52.). Escher nahm eine Auszeit, stellte seine Abwehr auf ein 3:3-System um. Den erhofften Erfolg und die erhofften schnellen Ballgewinne brachte die Maßnahme nicht. Die Gäste waren im 1:1-Spiel zu stark. Mit dem Treffer zum 28:20 (56.) war die Partie gelaufen.

"Schade, mit voller Kapelle hätten wir heute sicher eine gute Chance gehabt. Es sollte nicht sein , sagte Escher. Der lobte die gute Leistung von Andreas Bocek auf Linksaußen und in der Abwehr.

SVH II: Passarge, Hentschel, P. Rudolf, Hobritz (2), Herzig (12), Opel (1), Steinbach (1), Taubert (1), Trautvetter, Bocek (3), Parybyk (4).
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