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Thüringer Handball-Verband
02.12.2008 - 21:52:09 *
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Autor Thema: 23. Spieltag  (Gelesen 1315 mal)
Marco
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« am: 19.04.2008 - 11:25:38 »

19.04.2008  16:30
SV Thuringia Königsee - SV T&C Behringen/Sonneborn
[Sporthalle Am Schiefer Königsee]

19.04.2008  17:30
LSV Ziegelheim - Ernestiner SV Gotha
[Wieratalhalle Ziegelheim]

19.04.2008  18:30
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Ronneburg
[Nessetakhalle Goldbach]

19.04.2008  19:00
Sonneberger HV - HSV Bad Blankenburg
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

20.04.2008  15:00
ThSV Eisenach II - HSV Apolda 1990
[Werner Assmann Sporthalle Eisenach]

20.04.2008  16:00
SG Könitz/Saalfeld - SG Erfurt/Bad Langensalza
[Dreifelderhalle Saalfeld-Gorndorf]

20.04.2008  16:00
SV Hermsdorf II - Post SV Gera
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]
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« Antworten #1 am: 21.04.2008 - 01:04:36 »

OTZ Sport  21.04.2008

Ronneburg vergibt acht Siebenmeter

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Ronneburg 29:25 (10:11)

Dem SV Blau-Weiß Goldbach-Hochheim ist 2. Rang in der Thüringer Handball-Oberliga der Männer nach dem 29:25 (10:11)-Sieg über den HSV Ronneburg sehr nahe.
Beim HSV fehlten mit Heidrich, Nowak, T. Koska und Zänsler (spielte nur die letzten zehn Minuten) vier Spieler. Dafür durfte der junge Alexy auf Linksaußen ran. Knackpunkt war die Schwäche vom Siebenmeterpunkt: Ronneburg vergab acht von zwölf Siebenmetern.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Wolf, D. Koska (3), Alexy (1), Zänsler, Ganzha (5), Bauer (3), Stölzner, Förster, Kusch (8), Meyer (5)

SV Thuringia Königsee - SV Behringen/Sonneborn 31:27 (20:13)
Immer geführt, am Ende kam Königsee vor 200 Zuschauern zu einem verdienten Sieg. Nach 49 Minuten hieß es für den Gastgeber schon 29:20. Die Schiedsrichter hatten keinerlei Probleme, beide Mannschaften agierten sehr fair. Jan Cadek parierte 20 Bälle, plus vier Siebenmeter.

Königsee: Cadek, Föhr, Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (7), Pojonie (1), Najman (9), Schmeißer (3), S. Varchmin (4).

LSV Ziegelheim - Ernestiner SV Gotha 29:34 (9:19)
Zweite Niederlage für Ziegelheim in Gotha innerhalb einer Woche. Beim LSV gibt"s ein Torwartproblem. Urwank muss zur Operation. Rüger und Hahn bekamen bis zur Pause keinen Ball zu fassen. Ziegelheim, das auch auf Sense, Graichen und A. Heinig verzichten musste, konnte vor 450 Zuschauern den Zehn-Tore-Rückstand noch verkürzen.

LSV: Rüger, Hahn, Godlinski (4), D. Heinig (11), Knöfler (2), Moritz (4), Börngen, M. Jahn (3), P. Jahn, Kühnert, Reusch (4), Wunderlich (1).

Sonneberger HV - HSV Bad Blankenburg 29:35 (12:18)
Bad Blankenburg marschiert mit großen Schritten in die Regionalliga. Auch Sonneberg konnte die Entscheidung nicht herauszögern. "Unsere kompakte Abwehr hat das Spiel gewonnen , sagte HSV-Trainer Steffen Schreiber. Er lobte vor allem André Jäschke und Swen Gottschalk. Vergrößert hat sich die Verletztenliste: Torwart Tobias Jahn schied mit Bänderriss im Fuß aus.

HSV: T. Jahn, Recknagel, Korbel (2), Gottschalk (3), Schröder, Vollgold (4), Wiegand (2), Meilahn (1), Bergner (7), Jäschke (4), Ardan (12).
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« Antworten #2 am: 21.04.2008 - 01:06:41 »

HP Sonneberg

Ohne Chance gegen bärenstarken Tabellenführer

Sonneberger HV – HSV Bad Blankenburg 29:35 (12:19)

Sonnebergers Handball mussten am vergangenen Samstagabend gegen den unangefochtenen Tabellenführer und designierten Aufsteiger zwar klar den Kürzeren ziehen, doch auf die gezeigte Leistung kann man in Zukunft aufbauen. Wie in dieser Saison leider schon mehrfach gesehen, gaben sich die Spielzeugstädter trotz großen Rückstandes nicht auf, sondern kämpften bis zum Schluss, was die gut 400 Zuschauer kurz vor Ultimo mit stehenden Ovationen honorierten.

In einem Spiel, in dem Sonneberg nur beim 2:1 eine Führung gelang, untermauerte Bad Blankenburg die Vormachtstellung in dieser Oberliga-Saison. Kontinuierlich bauten sie ihren Vorsprung schon in Halbzeit eins aus. Auffällig dabei war die schwache Ausbeute im Überzahlspiel der Sonneberger. Im Prinzip bis fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff waren die Spielzeugstädter dennoch im Geschäft (12:16), mussten in der Folgezeit jedoch mit fragwürdigen Zeitstrafen und doppelter Unterzahl aber mit einem 12:19 in die Kabine. Sieben Tore Rückstand waren schon ein gewaltiges Polster und gerade gegen eine Mannschaft wie Bad Blankenburg schien es schier aussichtslos, den Spieß noch einmal umzudrehen. Trauriger Höhepunkt des ersten Abschnittes war ein unglücklicher Zusammenprall zwischen Sonnebergs Martin Blechschmidt und Blankenburgs Torhüter Tobias Jahn. Dieser musste anschließend mit Verdacht auf Bänderriss im rechten Sprunggelenk ins Krankenhaus. Von dieser Stelle natürlich gute Besserung und eine komplikationsfreie Genesung.

Nach dem Wechsel ein ähnliches Bild wie in den letzten Minuten der ersten Hälfte. Blankenburg zog seine Kreise und bestrafte jeden nur ach so kleinen Fehler der Gastgeber eiskalt. Beim 16:26 konnten sie erstmals ein Zehn-Tore-Polster heraus werfen. Doch wer dachte, die Spielzeugstädter würden sich ihrem Schicksal ergeben, musste feststellen, dass die Hausherren diesmal gewillt waren, nicht sang und klanglos unterzugehen. Sie kämpften verbissen, taten sich gegen die offensive Deckung des Gastes aber weiterhin schwer. Dabei fiel natürlich sofort auf, dass ein Fehlen des etatmäßigen Kreisläufers Roman Gurtowoi nicht kompensiert werden konnte. Dieser musste kurz vor Spielbeginn eine Teilnahme im Prinzip komplett absagen, denn seine Verletzungen an Wurfhand und Knie waren einfach zu schwer. Es blieb bei einem kurzen, sporadischen Einsatz in Halbzeit eins. Trainer Uwe Blechschmidt wollte in diesem schon verlorenen Spiel den Schaden nicht noch größer machen.

In den letzten zehn Minuten versuchten die Sonneberger noch einmal mit schnellem Angriffsspiel, den Abstand zu verkürzen, was auch teilweise gelang. (21:31, 25:32) Vor allem Dmytro Sydorchuk konnte in dieser Phase sein Wurfgeschick mehrfach unter Beweis stellen und lies es insgesamt neun Mal im Kasten der Blankenburger klingeln. Doch mehr als Ergebniskosmetik war an diesem Abend nicht mehr drin. Der Gast aus Bad Blankenburg war einfach zu stark und unterstrich die Aufstiegsambitionen, was jetzt im Prinzip auch schon so gut wie sicher ist.

Die Spielzeugstädter verließen das Parkett dennoch mit erhobenen Hauptes, denn nicht wie gegen Goldbach lies man sich abschießen. Bis zum Schlusspfiff wurde energisch gekämpft und der Endstand von 29:35 war dann auch der gerechte Lohn, denn es waren „nur“ noch sechs Tore Differenz. Wie auch schon im ersten Abschnitt gab es im Zweiten ebenfalls einen traurigen Höhepunkt und dieser war im letzten Angriff, nur Sekunden vor dem Schlusspfiff. Blankenburgs Kapitän Ronny Wiegand machte seine vorher ausgesprochene Drohung war und versetzte dem Sonneberger Robert Blechschmidt einen Faustschlag ins Gesicht. Dieser verlies die Halle mit blutender Nase, doch auch dies blieb den beiden Unparteiischen Jakob/Kuss, wie so einiges vorher, verborgen.

Nach dieser erneuten Niederlage müssen die Spielzeugstädter in der kommenden Woche zum Aufsteiger aus Behringen und Sonneborn. Auch wenn im Hinspiel ein überaus deutlicher Erfolg erzielt wurde, sorgten die kommenden Gastgeber in eigener schon mehrfach für Furore. Spannung wird auf jeden Fall geboten sein und es bleibt zu hoffen, dass sich die Sonneberger gut aus der Affäre ziehen können und mit zwei weiteren Punkten zumindest Tabellenplatz sechs sichern können.

Sonneberg: Werner, de Rooij; Müller, R. Blechschmidt (4), M. Blechschmidt (10/1), Poser (2), Gurtowoi, Kroll (2), Kienel (2), Sydorchuk (9), Bartl
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« Antworten #3 am: 21.04.2008 - 01:11:01 »

HP Bad Blankenburg

Überzeugender Sieg beim Angstgegner in Sonneberg

Sonneberger HV – HSV Bad Blankenburg 29:35 (12:19)

Die Saison geht dem Ende entgegen und dem HSV gehen die Alternativen aus. Nachdem Karel Sabrsula tödlich verunglückt ist, hat sich vergangene Woche Stefan Oertel schwer an der Schulter verletzt. Nun traf es unsere Nummer Eins im Tor, Tobias Jahn. Nach einem unglücklichen Zusammenprall mit Martin Blechschmidt nach einem Konter erlitt er einen doppelten Bänderriss am rechten Fuß. Die Saison scheint auch für ihn beendet. So schmerzlich dies klingt, es ist jedoch die einzige Negativmeldung von diesem Handballabend. Der HSV präsentierte sich in bestechender Form und ließ keinen Zweifel am Gewinn der Meisterschaft. Die Mannschaft spielte wie aus einem Guss mit überragenden kämpferischen Eigenschaften und dem nötigen Spielverständnis sowohl im Angriff als auch in der Abwehr. Die Fans und Trommler standen wie ein Fels dahinter, peitschten ihre Jungs nach vorn und die Freude nach dem Schlusspfiff war grenzenlos.

Es begann jedoch alles nicht so überzeugend, obwohl Andre Jäschke bereits in der ersten Minute für die 1:0- Führung sorgte. Danach war jedoch viel Leerlauf und Igor Ardan verwarf viermal völlig freistehend. Glücklicherweise stand da Tobias Jahn im Kasten, der seine Mannschaft mit tollen Paraden vor einem Rückstand bewahrte. Als in der 10. Minute Andre Jäschke einen Siebenmeter verwarf, führten die Gäste immer noch mit 3:4. Als die Sonneberger in der 14. Minute den 6:6-Ausgleich erzielten, wurde es Trainer Steffen Schreiber zu bunt und nahm eine Auszeit. Er fand die passenden Worte und der HSV warf 3 Tore in Folge zum 6:9-Zwischenstand. In der 18. Minute kamen die Gastgeber nochmals auf 8:9 heran. Ab dann spielte und kämpfte jedoch nur noch ein Team und das waren die Gäste aus der Kurstadt. Nach 26 Minuten führten sie mit 11:16. Dann kam es zu den bereits erwähnten Konter, der zum 12:16 und zu der Verletzung von Tobias Jahn führte. Jedoch knüpfte Frank Recknagel an die gute Leistung an und gab der Mannschaft den nötigen Rückhalt. Als Trotzreaktion warfen die Grün/Gelben noch 3 Tore zum 12:19-Halbzeitstand.

Die zweite Halbzeit begann und bereits nach 4 Sekunden schlug der Ball erneut im Tor der Südthüringer ein. Igor Ardan, der von Minute zu Minute stärker wurde und ein überzeugendes Spiel ablieferte, traf zum 12:20. Dies war bereits so was wie eine Vorentscheidung, denn Sonneberg kämpfte, war jedoch in spielerischen Belangen klar unterlegen. In der 40. Minute war durch Lutz Vollgold beim 17:27 der 10-Tore-Vorsprung erzielt und die Siegesgesänge beim Bad Blankenburger Anhang wurden immer lauter. Dieser Vorsprung hielt bis zur 47. Minute, Spielstand 21:31. Danach erhielten die ebenfalls überzeugend spielenden Andre Jäschke und Swen Gottschalk jeweils nach der dritten Zeitstrafe die rote Karte und die Mannschaft wurde weiter geschwächt. Dies nutzten die Gastgeber natürlich sofort und gestalteten das Ergebnis freundlicher. Ronny Wiegand und Stefan Meilahn war es vorbehalten, die letzten Tore für den HSV zu erzielen, wobei die Sonneberger jetzt jedoch häufiger trafen. Dies änderte aber nichts mehr an der Heimniederlage der Spielzeugstädter. Endstand nach einer ansprechenden Leistung des Tabellenführers war 29:35.

Da Goldbach sein Heimspiel ebenfalls gewann, kann der HSV am kommenden Wochenende für Bad Blankenburg Handballgeschichte schreiben, denn im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter, kann bei einem Sieg der Aufstieg in die Regionalliga perfekt gemacht werden.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (12), Bergner (7), Gottschalk (3), Hanl, Jäschke (4), Korbel (2), Meilahn (1), Schröder, Vollgold (4), Wiegand (2)
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« Antworten #4 am: 21.04.2008 - 01:12:28 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - Ernestiner SV Gotha  29:34 (9:19)   

Im Rückspiel eine Woche später gegen die gleiche Mannschaft sollte alles besser werden. Das ganze Gegenteil trat schließlich ein. „So eine desaströse erste Halbzeit in eigener Halle habe ich seit Jahren nicht mehr gesehen“ meinte Andreas Dennstedt nach der Partie und dürfte damit auf einer Wellenlänge mit den ebenfalls fassungslosen Zuschauern gewesen sein. Ein Blick auf die Fehlerstatistik sprach Bände: 20 Fehlwürfe, technische und Passfehler in nur einer Halbzeit mit sofortigem Ballbesitz für den Gegner. „Momentan reicht es bei einigen Spielern, sei es in Abwehr oder auch Angriff, nicht für konstante Leistungen auf Oberliga-Niveau. Da fehlen uns dann die echten Alternativen“, so Dennstedt weiter mit Blick auf die erneut schmerzlich vermissten Andre Heinig, Nick Sense, Sylvio Graichen und Torsten Urwank. Im zweiten Durchgang wurde es nur unwesentlich besser. Dass die Ziegelheimer dem völligen Debakel noch entgangen sind, lag zumindest am kämpferischen Aufbegehren. Gotha zehrte jedoch vom Vorsprung. Mehr als ein 25:29 gelang nicht.

Schon in der Anfangsphase deutete sich das ganze Unheil an. Die Abwehr produzierte unzählige Stellungs- und Abstimmungsfehler. Und egal, wer von den Gästen auf den LSV-Kasten warf. Der Ball schlug ein, beide Keeper Hahn und Rüger bekamen keine Hand ans Leder (Torsten Urwank wird wegen einer anstehenden Knie-OP nicht mehr zum Einsatz kommen). So wurde die gesamte Situation immer konfuser. Die Deckung agierte hektisch und nervös. Dem Druck, jetzt im Angriff permanent nachlegen zu müssen, waren die LSV-Männer schon nach einer Viertelstunde nicht mehr gewachsen (3:10). Gotha nahm David Heinig und Steffen Moritz aus dem Spiel. Wenn die beide ihre Verfolger abgeschüttelt hatten, trafen sie auf einen massiven Abwehrblock, der nur selten ein Durchkommen erlaubte. Über Außen ging wieder wenig bis gar nichts. Die gesamte Chancenausbeute war eine einzige Katastrophe (7:16, 25.), was aber auch oft daran lag, dass die Ziegelheimer nun zu überhastet abschlossen und eine Wende erzwingen wollten. Der Pausenpfiff hatte da schon einen Erlösungscharakter.

Im zweiten Durchgang stemmten sich die Ziegelheimer gegen die Niederlage. Steve Rüger im Kasten bekam nun wenigstens einige Bälle zu fassen. Ziegelheim verkürzte den Rückstand etwas von zunächst eingehandelten 10:21 auf 15:23 (40.). Doch immer dann, wenn die Gastgeber tatsächlich in Fahrt kamen, folgte der nächste Rückschlag. Entweder in Form von weiteren vergebenen Chancen, eines technischen Fehlers oder einfach mittels eines lockeren Stemmwurfs durch die Deckung in den LSV-Kasten. In der 55. Minute witterten die Ziegelheimer ihre allerletzte Gelegenheit (26:30). Doch Gotha machte mit drei Treffern in Folge alles klar und sackte hoch verdient zwei Punkte ein.
 
LSV: Urwank, Hahn, Rüger; Godlinski (3), D. Heinig (11/1), Moritz (4/2), Reusch (4), Knöfler (2), Wunderlich (1), P. Jahn, Kühnert, M. Jahn (3), Börngen
Strafminuten: LSV 18; ESV 22 (incl. 2 RK)   
7m: LSV 4/2; ESV 2/1
Schiedsrichter: Kolb / Raßbach (HV Beerberg Goldlauter / HSG Werratal 05)
« Letzte Änderung: 21.04.2008 - 14:22:28 von Marco » Gespeichert
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« Antworten #5 am: 21.04.2008 - 01:16:36 »

HP Goldbach

Entscheidung im Endspurt

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Ronneburg  29:25 (10:11)

Nach schwachem Start fingen sich die Blau-Weißen im Spitzenspiel um den Vizemeistertitel, fielen erneut zurück, konterten sich wieder auf Augenhöhe, um am Ende trotz für Ronneburg begünstigter Unterzahl in den letzten zehn Minuten doch noch die Punkte zu Hause zu behalten.

War dass ein Spiel! Nervös und teils planlos überließen die Gastgeber zunächst Ronneburg das Ruder. Der sonst sichere Mitrovic vergeigte einen Strafwurf, mit Ballverlusten luden die Goldbacher zum Kontern ein, wo sich Carsten Kusch erfolgreich einbrachte. Nur Florian Schneegaß erfüllte seinen Part, und verhinderte schlimmeres. Time Out nach zehn Minuten und einem 2:6-Rückstand. Da hatte sich Spielertrainer Sven Rothhämel schon umgezogen. Mit Dejmek hatte sich der eingeplante Halblinke kurz vorher krank gemeldet. Da hieß es für Rothhämel, schonmal mit warmmachen.

Er gab mit dem 3:6 (13.) ein Zeichen, dem seine Jungs folgten. Tiho gelang der 6:6-Ausgleich (19.), nachdem Schneegaß einen Siebenmeter pariert hatte. Doch Ronneburgs Kusch, Ganzha und Co. ließen nicht locker, trafen immer wieder aus dem Rückraum und sahen Lücken. Doch Voigtritters Doppelkonter brachte den Ausgleich und endlich die erste Führung (10:9 / 26.). Und wieder hielt Schneegaß mit Bravour; Mannschaft und Zuschauern machte er Mut. Schiri Beyer übertrieb mit Zeitstrafen und Strafwürfen, Andreas, Skowronek und auch Rothhämel mussten auf die Bank.

In Überzahl schaffte Ronneburg das 10:11 zur Pause.

Die Gäste erhöhten nach Wiederbeginn gleich mit Druck - Kusch und Meyer zum 10:13. Nun gelang nur noch Rothhämel, auf 17:20 (40.) zu erhöhen, und Voigtritter von Außen per Konter. Endlich zauberte auch Skowronek wieder, ungewohnt täuschte er Zehmisch über die Mitte zum 18:20. Und auch Mitrovic gelang ein Konter nach Skowroneks Ballgewinn.

Härteprüfung für Schneegaß in der 45. Minute, viermal bestand der Torwart sie mit großen Paraden bei Strafwürfen. Und nun trug sich auch Stegner in die Torliste zum 20:20 (47.) ein. Was Tiho dann nicht gelang, machte Rothhämel klar, doch so sehr Goldbach auch um eine höhere Führung bemüht war, der Ausgleich folgte prompt und hielt den Ausgang weiter spannend. Erst als Tiho sicher den zweiten Strafwurf zum 25:23 einnetzte (53.) schien der Bann gebrochen. In der Abwehr wurde endlich härter gerackert, leider im Angriff noch einige Chancen versiebt. Es reichte aber am Ende zum Sieg, den Dirk Andreas per Nachschuss mit seinem einzigen Treffer vollendete, nachdem Moratschke an Zehmisch gescheitert war. Das war ein glücklicher Sieg.

Goldbach/Hochheim: Schneegaß, Harseim, Voigtritter 6, Skowronek 1, Rothhämel 10, Paslat, St. Juhnke, Mitrovic 6/2, Taubert 1, Andreas 1, Stegner 2, Moratschke 2;
Strafwürfe: 3/2 (12/4);
Zeitstrafen: 8 (8).
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« Antworten #6 am: 21.04.2008 - 14:24:04 »

HP Königsee

Königsee problemlos zum Erfolg gegen den Neuling - Herrliche Thuringia-Tore
 
SV Thuringia Königsee - SV T&C Behringen/Sonneborn  31:27 (20:13)

Thuringia hatte sich viel vorgenommen in der Partie gegen den Aufsteiger. So wollte man nahtlos an die guten Auftritte gegen die Großen anknüpfen, sich gleichzeitig für die Hinrundenniederlage revanchieren und sich vom punktgleichen Gegner absetzen. Dies gelang durchaus. Von Anpfiff weg erhielten die Mannen die vollste Unterstützung, welche mit ihrem ersten Angriff sofort die Führung übernahmen. Die Gastgeber begannen konzentriert. Königsee ließ hinten kaum etwas zu und war vorn erfolgreich (5:2, 6.). Doch die Gäste suchten ihr Spiel, welches sie langsam fanden und den Abstand konstant hielten (4:7, 9.). Thuringia agierte weiter druckvoll und unterstrich wer Herr im Haus ist (10:5, 13.). Dieser Spielstand war Wasser auf die Mühle bei den Fans, zumal die Königseer weiter davon ziehen konnten und sich eine sehr frühe Zehn-Tore-Differenz anzubahnen schien (12:5, 15.). Behringen/Sonneborn versuchte sich zu wehren, dem die Rinnestädter nun entgegenkamen (7:13, 18.). Königsee hatte trotzdem die Partie im Griff und glänzte mit herrlichen Treffern (16:8, 21.). In diesen Minuten näherten sich die Thuringia-Akteure ein zweites Mal dem Zehn-Tore-Abstand, der nur noch eine Frage der Zeit schien (17:9, 23.). Die Gäste stemmten sich auch dieses Mal erfolgreich dagegen (18:12, 28.). In der Schlussphase der ersten 30 Spielminuten erspielten die Gastgeber eine Sieben-Tore-Pausenführung. Leerlauf zunächst auf beiden Seiten zu Beginn des zweiten Durchgangs. Dies beendete der Aufsteiger. Thuringia fand in diesen Minuten in der Gästeabwehr keine Lücke, welche man nach sechsminütiger Erfolglosigkeit wieder fand und nachlegte (22:15, 37.). Königsee bestimmte nun wieder die Szenerie und setzte sich weiter ab (24:16, 40.). 20 Minuten vor dem Ende zweifelte kaum noch jemand am Doppelpunktgewinn, zumal der Gast zeitweise überfordert schien. Die Gastgeber nahmen ein weiteres Mal Anlauf zur Zehn-Tore-Differenz, die nun ganz greifbar nah war (29:20, 49.). Doch diese wollte einfach nicht gelingen (22:29, 50.). Der Gast stemmte sich weiter gegen den klaren Rückstand und begann das Resultat freundlicher zu gestalten (24:30, 56.). Vier Minuten vor dem Ende taten die Königseer im Gefühl des Sieges nur noch das nötigste.

Thuringia: Cadek, Föhr - Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (7), Pojonie (1), Najman (9), Schmeißer (3), St. Varchmin (4).
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« Antworten #7 am: 21.04.2008 - 14:26:05 »

HP Gotha

Sensationell einen drauf gesetzt

LSV Ziegelheim - Ernestiner SV Gotha  29:34 (9:19)

Was sechs Tage zuvor in Gotha als Überraschung durchging, avancierte am Samstag zum Fanal: Der ESV gewinnt erneut gegen Ziegelheim und fegt den Thüringenmeister von dessen eigenem Parkett! Sprach man im Hinspiel von der besten Saisonleistung, wurde die nun von der wohl grandiosesten Vorstellung, die der ESV in vier Jahren Oberliga je abgab, in den Schatten gestellt.
Als die Anzeigetafel beim Halbzeitpfiff der gut leitenden Unparteiischen ein 9:19 verkündete, traute wohl keiner der Anwesenden seinen Augen. Am wenigsten die Gäste selber, deren Übungsleiter eindringlich vor dem bekannten Nachpausentief warnte.
Doch Dietz' Schützlinge entzogen der Befürchtung sofort den Nährboden, erzielten mit Treffer Nummer zwanzig den Elf-Tore-Vorsprung. Auch nach dem 21:10 konnten die Hausherren nur geringfügig verkürzen, blieben lange mit sieben im Hintertreffen (28:21). Brenzlig wurde es erst, als die ohnehin schon stattliche Zuschauerzahl noch um zwei angestiegen war: Wegen eines notorischen Fouls respektive der dritten Strafe mussten sowohl Thieme (40.) als auch Trott (52.) den Dienst verfrüht quittieren. Weil dem Rechnung tragend das 29:25 fiel, lief der ESV-Jet Gefahr, noch abgefangen zu werden. Ohne Wechselmöglichkeit, dafür mit zwei weiteren Kandidaten auf der Abschussliste (Jicha, Meß je 2 x 2 min), holten die Gäste jedoch im Schlussgang zum Gegenschlag aus und trafen mit dem 34. Treffer die Entscheidung über Sieg und Niederlage. Acht Tore Rückstand konnte Ziegelheim in verbliebenen drei Spielminuten nicht mehr aufholen.
Herausheben kann man aus dieser beispielhaften Mannschaftsleistung niemanden. Erfahrung plus Jugend ergaben einen zündenden Motivationsmix, dessen Ingredienzen explodierten, um am Ende im Freudentaumel zu ertrinken. Die sich prächtig ergänzenden Torwächter stärkten einer Klasseabwehr den Rücken. Jicha kümmerte sich um D. Heinig (11), Trott wie gehabt um Moritz (4). Im Angriff kam Hofmann für Gewalt. Kombinationen liefen wie am Schnürchen, Behling ballerte beeindruckend, Wandtke verwandelte wagemutig.
Der ESV führte von Anfang an, zunächst mit 2:0, nach einer Viertelstunde 8:2, dann 10:3 und noch vor der Pause lag er mit zehn vorne (17:7). Das war die halbe Miete in einem von gesunder Härte aber keinesfalls Unfairness geprägten Partie, deren Sieger letztendlich auch vom Publikum gebührliche Anerkennung fand.
ESV: Scheerschmidt, Anschütz - Jicha 6, Wandtke 7, Meß 1, Behling 12/1, Thieme 2, Hofmann 6, Gewalt, Trott
Strafwürfe: 2/1 (LSV 4/2)
Zeitstrafen: 10 + 1 RK (9)
Schiris: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)
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« Antworten #8 am: 21.04.2008 - 21:55:26 »

HP Gera

Überzeugender Auswärtssieg für Post Handballer

SV Hermsdorf II - Post SV Gera 23:34 (9:16)

Am Sonntag machten sich die Spieler um Kapitän Stefan Martin auf den kurzen Weg zum Auswärtsspiel nach Hermsdorf. Dabei betraten sie nach den überzeugenden Spielen der letzten Wochen mit viel Selbstbewusstsein die Werner-Seelenbinder-Halle. Nachdem es in den letzten Jahren in Hermsdorf nix zu holen gab für die Postler, wollte man diesmal den Bock umstoßen.
Die Gäste gingen auch sofort hochkonzentriert in die Begegnung. Aggressive Abwehrarbeit und ein schnelles Umkehrspiel und bevor der Gastgeber reagieren konnte stand es 8:2 für die Gäste. 10 Minuten gespielt und Auszeit auf der Hermsdorfer Bank. Der Gastgeber von Trainer Christian Escher nun neu eingestellt fand besser in das Spiel. Die nächsten Minuten verliefen ausgeglichen, ohne dass der Gastgeber den Rückstand verkürzen konnte. Nun war es das konzentrierte Spiel im Positionsangriff der Postler, das zu meist von der 6m Linie erfolgreich abgeschlossen wurde. Ob Stefan Martin auf Außen oder Micha Seime am Kreis, irgendwann war der Ball bei Ihnen. Die letzten Minuten der ersten Halbzeit waren dann geprägt von vielen Zeitstrafen auf beiden Seiten (Hermsdorf 3x2 und Post 4x2) ohne dass das Spiel unfair oder überhart wurde. Die Abwehr der Gäste, wieder überzeugend von Michael Remme organisiert, stand auch in Unterzahl gut und im Angriff war es meist Maik Grützbach der den "vielen" Platz auf seine Weise erfolgreich nutzte. Wurde er unsanft gestoppt war es dann Karsten Krech der sicher vom Siebenmeterpunkt traf. So hielt der Vorsprung und die Gäste gingen mit einer Pausenführung von 16:9 in die Kabine.

Die Kabinenansprache war kurz und lautete: " Genau so weiter - nicht nachlassen!". Die ersten Minuten der zweiten Halbzeit verliefen fast deckungsgleich zum Beginn des Spieles. Die Gäste schneller hellwach und entschieden das Spiel innerhalb weniger Minuten endgültig. Über die Stationen 19:9, 23:11- waren es dann beim Spielstand von 27:13 erstmals 14 Tore. Die Auszeit des Gastgebers in der 45. Minute diente dann sicherlich der Schadensbegrenzung. In der Halle wurde es zunehmend ruhiger und die "Hölle Ost" verstummte. Im Wissen des sicheren Sieges schaltete dann auch die Waldenburger-Sieben einen Gang zurück und setzte alle angereisten Spieler ein. Zum Abschluss war es dann Torhüter C.Szlapka, der per Siebenmeter zum Endstand von 34:23 für Gera einnetzte.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, Ch. Szlapka (1/1 Tor) --- K. Krech (7/4), H. Seidemann (1), E. Pfeifer, D. Botor (2), P. Borik, S. Teichmann (3), M. Remme (1), M. Grützbach (8), St. Martin (8) und M. Seime (3). 
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« Antworten #9 am: 21.04.2008 - 22:01:20 »

HP Eisenach

ThSV Eisenach II unterliegt in der Schlusssekunde dem HSV Apolda
   
ThSV Eisenach II - HSV Apolda 1990  32:32 (19:14)
 
Wende nach zwei roten Karten

Nach 41 Minuten lag der ThSV Eisenach II mit 26:21 in Führung, beim Abpfiff jubelten die Spieler und der mitgereiste Anhang des HSV Apolda. In den Schlusssekunden gaben die jungen Dachse des ThSV Eisenach II beim Stand von 31:31 „den Spatz auf dem Dach“ noch aus der Hand. ThSV-Keeper Julian Krüger hatte gerade einen Torwurf von Apoldas Rückraum-Recken Viorel Sava (10 Treffer) pariert.
   
Noch zehn Sekunden waren zu absolvieren. Überhast statt Besonnenheit. Ballverlust für den ThSV Eisenach, Ballbesitz für den HSV Apolda. Clever bringen die Gäste das Leder zu Linksaußen Alexander Berceanu, der praktisch mit der Sirene zum 31:32 (19:14)-Siegtreffer verwandelt. Knackpunkt der Partie waren jedoch die 45. und 48. Minute, als die schwachen Unparteiischen Heinzmann/Merten (Ilmenau) kurz hintereinander Eisenachs Philipp Emmelmann (3. Zeitstrafe) und dem bis dato mit zehn Treffern überragenden Rückraumwerfer Robert Weiß (Foulspiel) die rote Karte zeigten. „Damit mussten die Führungsspieler von Bord“, konstatierte ThSV-Coach Frank Ihl mit saurer Miene. Die rote Karte gegen Robert Weiß war heiß umstritten. Die Gäste machten sich den Vorteil clever zu Nutze. „Unsere blutjunge Truppe entpuppte sich dann als zu grün, fightete aber mit viel Herzblut“, unterstrich Frank Ihl. „Die 17/18-jährigen Youngster müssen noch viel lernen, im Trainer fleißig weiter arbeiten und im Wettkampf Erfahrungen sammeln“, fügte der Trainer des ThSV II an. Mit der Leistung in der ersten Halbzeit, sowohl in Angriff und Abwehr, war Frank Ihl ausgesprochen zufrieden. „Ärgerlich, wie schnell wir den klaren Vorsprung aus der Hand gaben. Wir gestatteten Apoldas Torschützen vom Dienst dann zu viele Freiräume, agierten bei Einläufern von Außen zu spät.“ Durch diese Niederlage ist Tabellenplatz 3 freilich in weite Ferne gerückt.
Nach einigen Startproblemen übernahm Philipp Emmelmann auf der Regieposition die Schalthebel mit sicherer Hand. Robert Weiß sprühte bei seinem ersten Einsatz nach langer Krankheits- und Verletzungspause vor Tatendrang, strahlte aus dem linken Rückraum enorme Torgefahr aus, wuchtete zum 5:3 (8.) ein. Bert Hartfiel hingegen im rechten Rückraum fehlten beim Torwurf Präzision und Schärfe. Nach dem 7:7 (12.) rückte Johannes Drieß in den linken Rückraum, wechselte Robert Weiß in den rechten Rückraum. Das ThSV-Angriffsspiel nahm merklich an Fahrt zu. Da waren Pfeffer und Spielwitz dabei. Johannes Drieß stieg zum 10:8 (16.) hoch. Dan Schellbach vollendete vom Kreis zum 13:9 (20.). Philipp Emmelmann zog trocken zum 15:10 (22.) ab. Die Angriffszüge des HSV Apolda wurden von der Eisenacher Abwehr im Zusammenwirken mit dem bestens aufgelegten Andreas Nositschka im Tor frühzeitig gestoppt. Das junge ThSV-Team mit dem 24-jährigen Philipp Emmerlmann als „Senior“ bestimmte klar das Geschehen. Gegen die Würfe von Robert Weiß, wie zum 19:14 (29.), war kein Kraut gewachsen.
Unmittelbar nach Wiederanpfiff erhöhten die Gäste die Schlagzahl, forcierten ihren Angriffsdruck. Torjäger Viorel Sava konnte oft ungehindert abziehen. Beim 21:19 (36.) war der HSV Apolda auf Tuchfühlung. Die Eisenacher hatten mit Robert Weiß jedoch die richtige Antwort parat. Der 20-jährige Rückraumspieler, in der nächsten Saison bei Regionalligist Pirna am Ball, ließ es mit seinem 10. Treffer zum 25:20 krachen (40.). Der einst im ThSV-Nachwuchs spielende Sebastian Triller rückte beim HSV Apolda von der Rechtsaußenposition in den rechten Rückraum. Beim ThSV Eisenach ging die Geradlinigkeit verloren: Ungenauigkeiten bei Tempogegenstößen, Eric Fischer patzte gleich doppelt. Der ThSV Eisenach, in dieser Phase zumeist in Unterzahl, büßte sein Torepolster ein (26:24, 45.). Es folgten die spielentscheidenden Minuten. Nach dem vorzeitigen Aus für Philipp Emmelmann hob Apoldas Viorel Sava das Leder zum Anschlusstreffer in die Maschen (26:25, 45.). Die Gäste marschierten mit Wucht in Richtung ThSV-Gehäuse. Nach einer Abwehraktion zückten die Spielleiter den roten Karton gegen Robert Weiß (48.). Nun stand der ThSV II ohne Regisseur und Haupttorschützen da. Noch hielt der „Rest“ dagegen. Lars Keller traf aus schier unmöglichem Winkel zum 28:27. Daniel Wernicke verwandelte einen an Bert Hartfiel verwirkten Siebenmeter zum 29:27 (49.). Der ThSV II, jetzt mit Kapitän Daniel Wernicke auf der mittleren Aufbauposition, Oliver Küch auf Rechts- und Lars Keller auf Linksaußen, Bert Hartfiel und Johannes Drieß im Rückraum, nahm den offenen Schlagabtausch an. Doch es häuften sich die Fehler im Vorwärtsgang. Daniel Wernicke und Bert Hartfiel unterliefen Ballverluste. Matthias Koch glich für die Gäste von Linksaußen zum 30:30 aus. Martin Bomba brachte den HSV Apolda mit 30:31 (54.) in Vorhand. Es folgten einsatzstarke spannungsgeladene Minuten, jedoch ohne Treffer auf beiden Seiten. Daniel Wernicke jagte für die Gastgeber einen Siebenmeter über den Gästekasten. In der Schlussminute traf dann doch Johannes Drieß mit seinem sechsten Treffer zum 31:31. Doch die Eisenacher wollten mehr und standen am Ende mit leeren Händen da.

ThSV Eisenach II: Nositschka, Krüger; Weiß (10), Emmelmann (5), Schulze, Drieß (6), Wernicke (3/3), Hartfiel (1), Lindner (2), Küch, Keller (1), Schellbach (2), E. Fischer (1)

HSV Apolda: Möbus, Hübscher; Dippmann (3/1), Hellerle, Koch (6), Triller (4), Goldmann (3), Sava (10/1), Rath, Berceanu (3), Stanek (1), Bomba (2)

Zeitstrafen: ThSV II 7 x 2 Min. (Rot gegen Emmelmann nach 3. ZS, 45.; gegen Weiß wegen
Foulspiel, 48.)  Apolda 5 x 2 Min.

Siebenmeter: ThSV II 4/3  Apolda 5/2
Schiedsrichter: Heinzmann/Merten (Ilmenau)
Zuschauer: 100
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« Antworten #10 am: 21.04.2008 - 22:04:38 »

HP Apolda

ThSV Eisenach II - HSV Apolda 1990  31:32 (19:14)

Handball-Apolda jubelt - HSV wieder im Medaillenrennen

Nach dem 32:31-Erfolg bei der Bundesligareserve des ThSV Eisenach und der gleichzeitigen Niederlage des HSV Ronneburg in Goldbach kletterten unsere Jungs auf Rang drei der Oberliga. „Jetzt liegt es nur an uns, zum Saisonende auf dem Treppchen zu stehen.“, freute sich Trainer Ralph Börmel über den Erfolg seines Teams. Schwer erkämpft war der Doppelpunktgewinn, eindeutig die Ausgangslage. Der Sieger der Begegnung hätte weiter gute Chancen auf einen Podiumsplatz, der Unterlegene hingegen verabschiedet sich aus diesem Rennen. Entsprechend motiviert gingen die Akteure zur Sache. Nicht zu übersehen, dass vor allem unsere HSV-Spieler einen Riesenrucksack Nervosität mitschleppten. Anders ist die Vielzahl der vergebenen Einwurfgelegenheiten und technischen Fehler nicht zu erklären. Immer wieder scheiterten unsere Jungs, fast völlig frei, am Bundesligatorwart der Gastgeber, Andres Nositschka. Das Selbstvertrauen war zu dieser sonntagnachmittäglichen Stunde wohl noch einen Kaffee trinken. Im Anzug der Apoldaer jedenfalls hatte es sich nicht, noch nicht versteckt. Im ersten Spielabschnitt rannten die Männer vor Keeper Lars Möbus ständig der Eisenacher Führung hinterher. Vom 3:3 über 10:8 und 15:10 bis zum 19:14-Pausenstand hielt uns nur der Wille und die Hoffnung am Leben. Doch auch im Hinspiel gelang es dem HSV einen klaren Halbzeitrückstand in einen Sieg zu verwandeln und was sind schon fünf Tore Differenz. Durchhalteparolen, die durch die Kabine der Apoldaer geisterten. Der feste Vorsatz, sich nicht einfach geschlagen zu geben. Doch im zweiten Spielabschnitt lange Zeit das gleiche Bild. Unsere Jungs kämpften verbissen aber unglücklich, konnten die Eisenacher Führung bis zum 26:21 nicht entscheidend verkürzen. Die mitgereisten Fans des HSV überlegten schon, ob und wie sie sich die Niederlage ihrer Mannschaft schönreden konnten. Da plötzlich zeigte sich der Silberstreif am Horizont, als unser Team eine Eisenacher Zeitstrafe zur Resultatsverbesserung (26:23) nutzen konnte. Jetzt ertönte der Gong zur Runde der Apoldaer. Die Männer um Kapitän Torsten Dippmann holten sich die dritte Luft, kämpften und spielten sich wieder ins Geschehen. Viorel Sava zeigte, warum er so wichtig für den HSV ist. Er versenkte in diesem wichtigen Match zehn seiner unnachahmlichen Granaten im Eisenacher Kasten. Die Gastgeber verloren zunehmend den Faden, wurden nervös, verloren ihre Durchschlagskraft sowie zwei ihrer wichtigsten Spieler. Philipp Emmelmann sah nach der dritten Zeitstrafe und Robert Weiß nach einem überflüssigen und ungeschickten Foul den roten Karton der Unparteiischen. Unsere Kämpfer hingegen waren vom „Rest“ des ThSV Eisenach nicht mehr aufzuhalten. Beim 27:27 schlossen wir auf und beim 30:31 (55.Minute) gingen wir erstmals in Führung. Die letzten Minuten dann Spannung pur in der Werner-Aßmann-Sporthalle zu Eisenach. Keinem Team wollte bis zur letzten Spielminute mehr ein Treffer gelingen. Erst fünfzig Sekunden vor dem Abpfiff glichen die Gastgeber aus. Team-Time-out HSV kurze Besprechung. Für unsere Mannschaft jetzt die heikle Aufgabe, nicht zu früh abzuschließen und dennoch druckvoll zu agieren. Doch die Schiedsrichter hoben schnell den Arm, noch waren 21 Sekunden zu spielen, Freiwurf für den HSV. Viorel Sava steigt hoch und verwirft, noch 15 Sekunden zu spielen. Der Eisenacher Keeper bringt den Ball schnell aber ungenau ins Spiel zurück, Eisenachs Bert Hartfield kann das Leder nicht festhalten, Einwurf HSV, noch neun Sekunden bis zum Abpfiff. Matthias Koch schnappt sich den Ball auf Höhe Mittellinie und beobachtet. Endlos lang, so scheint es ehe er zielgenau Alexander Berceanu am Kreis anspielt und dieser in der letzten Sekunde im ThSV-Gehäuse einlocht. Unbeschreiblicher Jubel bei unserem Team und den anwesenden gut 40 Fans des HSV Apolda. Logisch! Rutschen unsere Männer bei drei jetzt noch ausstehenden Spielen gegen Könitz/Saalfeld, Hermsdorf und Königsee nicht auf dem Parkett aus, ist das Saisonende auf dem Treppchen aus eigener Kraft zu erreichen.

Unsere Mannschaft
Lars Möbus, Nils Hübscher (Tor) Torsten Dippmann (3), Ronny Hellerle, Matthias Koch (6), Sebastian Triller (4), Volker Goldmann (4), Viorel Sava (10), Mark Rath, Alexander Berceanu (3), Marco Stanek (1), Martin Bomba (1)

Strafwürfe: Apolda: 6/2 Eisenach: 5/4
Zeitstrafen: Apolda: 5x2min Eisenach: 7x2min+1RK

Schiedsrichter: Heinzmann/Merten

Spielfilm: 1:0, 3:3, 7:6, 10:8, 13:9, 15:10, 17:11, 19:14 (Hz.)
19:15, 21:19, 25:20, 26:25, 27:27, 30:28, 30:30, 30:31, 31:31, 31:32
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« Antworten #11 am: 21.04.2008 - 22:38:09 »

OTZ Saalfeld  21.04.2008

Ein Sieg fürs Gemüt - Zweiter Saisonerfolg für den Neuling kommt aber zu spät

SG Könitz/Saalfeld - SG Erfurt/Bad Langensalza 22:20 (11:11)

"Auch wenn man es kaum glauben kann, aber Saalfeld führt", schreit SSV-Spielerin Kristin Post kurz vor Spielende von der Tribüne Richtung Kampfrichtertisch. Selbst dort war man scheinbar über den ersten Heim-Erfolg des Neulings so überrascht, dass man bei den Resultaten an der Anzeigetafel durcheinander kam.
"Der Sieg tut gut für das Gemüt, auch wenn es ein schwaches Spiel war", sagt Christian Wagner. Der Coach des Gastgebers sah ebenso wie die Zuschauer gestern Nachmittag einen überragenden Martin Arnold, der allein fünfzig Prozent der Könitz/Saalfelder Tore erzielte. Dabei überstand der Gastgeber auch die obligatorische Schwächephase Mitte der zweiten Halbzeit, als zwischen der 43. und 53. Minute einfach kein Treffer gelingen wollte. Und die Gäste beim Stand von 13:17 vier Treffer in Folge markierten.

Mit dem Erfolg gegen die Erfurt/Bad Langensalzaer gelang dem Neuling gleichzeitig die Revanche für eine der höchsten Niederlagen in der noch jungen Oberliga-Geschichte der SG: In der Hinrunde ging man mit 20:35 unter. Die damals erfolgreichsten Gäste-Akteure - Daniel Baumgarten (Job) und Steffen Ahrens (verletzt) - fehlten gestern. Und Könitz/Saalfeld nutzte diese Chance, wenngleich Spielertrainer Ahrens die Niederlage nicht an dem Ausfall der beiden Goalgetter festmachen wollte: "Wir dürfen hier auch mit dieser Mannschaft nicht verlieren", sagt er. "Ohne die Leistung des Sieger zu schmälern: Das war einfach nur peinlich."

Enttäuscht ging nicht nur Ahrens gestern aus der Halle. Auch Igor Ardan vom Spitzenreiter HSV Bad Blankenburg war wohl umsonst in Saalfeld-Gorndorf, um sich ein Bild von einem der nächsten Gegner des HSV zu machen: "So schwach wie heute werden die Erfurter bestimmt nicht noch einmal auftreten."

Könitz/Saalfeld: Lindig, Matussek - Beyer, P. Schmidt (1), Heerwagen, Gittner, Arnold (11), Matthias Hinz (5), M. Ditzel, Volkmar, St. Schmidt (2), Markus Hinz (2), F. Dietzel
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« Antworten #12 am: 22.04.2008 - 01:33:12 »

OTZ Stadtroda  22.04.2008

Schwache Vorstellung

SV Hermsdorf II - Post SV Gera  23:34 (9:16)
 
Hermsdorf geht gegen Gera unter - Ansprache bleibt ungehört

Die Hermsdorfer Reserve konnte am Sonntag gegen Gera nicht an die starken Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Gegen Gera gab es wie im Hinspiel eine empfindliche Schlappe. Hieß es in der Hinrunde noch 23:33, gab es in Hermsdorf gar einen 34:23-Sieg für die Post.
Schon mit dem Halbzeitpfiff deutete sich eine hohe Niederlage an.

"Ich wollte die Jungs noch mal wachrütteln. Deshalb bin ich auch lauter geworden in der Kabine. Doch die Worte von Trainer Christian Escher kamen diesmal nicht an. Nur in den letzten fünf Minuten der Partie, als Sieger und Verlierer längst feststanden, funktionierte das Laufspiel der Hermsdorfer wieder.

"Wir haben 15 Minuten gebraucht, um ins Spiel zu finden, um die Schwächen in der Rückwärtsbewegung abzustellen , sagte Escher über die Startphase. Gera führte schnell und fast mühelos 5:1. Nach zehn Minuten zückte Escher die Grüne Karte für die erste Auszeit. Am Spielstand ändert sich wenig. Die Gäste zogen auf 13:7 davon. Nach 30 Minuten waren es sogar schon sieben Tore Differenz.

Zu diesem Zeitpunkt musste Marcus Parybyk in der Kabine von Holger Posse behandelt werden. Bei einem Torwurf bekam er einen Schlag ins Gesicht. Übern Auge klaffte eine Platzwunde. Escher wunderte sich über die fehlende Bestrafung. "Das waren zwei Minuten , haderte der Trainer mit dem Schiri, die danach für Belanglosigkeiten auf beiden Seiten Zeitstrafen aussprachen. Spielentscheidend waren die beiden Herren nicht.

Bei Hermsdorf II fehlte die Wucht im Rückraum. Da konnten sich die körperlich kleinen Herzig, Bocek und Rudolf noch so mühen, an der Geraer Deckung war bis zur 55. Minute kaum ein Vorbeikommen. Sein Comeback feierte Carsten Oswald. Drei Stunden vorm Anpfiff erhielt Oswald einen Anruf vom SVH-Trainer: "Felix Hentschel hat kurzfristig abgesagt. Kannst du uns aushelfen, habe ich ihn gefragt , sagte Escher. Oswald zog sich noch mal die Torwart-Kleidung über. Die Heimpleite konnte er nicht verhindern. Bei Gera überzeugte der semmelblonde Maik Grützbach. Hermsdorf darf sich auf ihn freuen. Michael Remme, der ebenfalls mit Hermsdorf im Gespräch steht, deutete seine Klasse aus Ballverteiler an.

SVH: Passarge, Oswald; Parybyk (5), Hobritz (3), Herzig (6), Opel (1), Steinbach, Taubert (2), Trautvetter, Bocek (4), H. Rudolf (1), Krüger (1).
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« Antworten #13 am: 22.04.2008 - 01:41:58 »

OTZ Gera  22.04.2008

Ronneburg fällt auf Platz vier zurück - Niederlage am Sonnabend in Goldbach

SV BW 1893 Goldbach/Hochheim - HSV Ronneburg 29:25 (10:11)

Das Normale ist eingetreten. Pokal-Finalist HSV Ronneburg hat am letzten Sonnabend beim künftigen Vizemeister Goldbach mit 25:29 verloren.

Am Sonntag zog der HSV Apolda nach und rutschte mit einem Sieg beim ThSV Eisenach II auf den Bronze-Platz hoch. Damit liegt Ronneburg drei Spieltage vor Schluss nur noch auf Rang vier.

"Trotz der Niederlage kann ich nicht unzufrieden sein. Ich glaube, wir haben uns genug Selbstvertrauen geholt fürs kommende Heimspiel , sagte Ronneburgs Trainer Stefan Koska.

Der will bei aller Personalnot die restlichen drei Punktspiele gegen den LSV Ziegelheim (26. April), bei Ernestiner Gotha (3. Mai) und gegen Eisenach II (17. Mai) gewinnen.

An einer Statistik wird der Verantwortliche noch einige Tage zu knappern haben: Die Ostthüringer verballerten in Goldbach sage und schreibe acht ihrer zwölf Siebenmeter.

"Strafwürfe kann man nicht üben. Man braucht da auch immer etwas Glück. Das fehlte uns. Mit jedem verworfenen Ball wuchs bei uns die Hemmschwelle, das hat man gesehen. Da wollte fast keiner mehr an den Punkt zu gehen , sagte Koska.

Wie eng Erfolg und Niederlage im Sport liegen, machten drei Siebenmeter deutlich:

Zwei Bälle sprangen vom Innenpfosten nicht ins Tor, sondern wieder zurück ins Feld. Bei einem anderen bekam der Goldbacher Torwart mit einem starken Reflex noch die Fußspitze an den Ball.

Besonders traurig war Flügelflitzer Florian Förster. Der sonst so sichere Schütze scheiterte in der Schlussphase gleich zweimal vom Punkt. Auch seine Tore fehlten für ein besseres Resultat.

Die vor dem Spiel als Sorgenkind ausgemachte neue Rückraum-Achse zeigte sich dagegen von ihrer starken Seite.

Stanislaw Ganzha, eigentlich nur noch "Handballer auf Abruf auf Halbrechts, Carsten Kusch auf der Spielmacherposition und der etatmäßige Kreisläufer Oliver Meyer auf Halblinks warfen zusammen 18 der 25 Tore.

"Sie haben ihre Sache gut gemacht. Das könnte klappen, auch in den restlichen drei Partien , sagte Koska.

Diese Einschätzung trifft auf seinen Top-Spieler Matthias Zänsler nicht zu.

Zänsler konnte in Goldbach nur die letzten zehn Minuten aufs Feld. Die starke Handprellung ließ keinen erfolgreichen Torwurf zu.

Die Diagnose scheint kompliziert. Zänsler suchte schon verschiedene Ärzte auf.
"Der Junge stellt sich in den Dienst der Mannschaft. Das kann man nicht hoch genug anrechnen.
Normalerweise müsste er pausieren , sagte der HSV-Trainer über seinen Linkshänder.

Der HSV Ronneburg spielte mit:
Seidemann, Zehmisch, Wolf - D. Koska (3), Alexy (1), Zänsler, Ganzha (5), Bauer (3), Stölzner, Förster, Kusch (8), Meyer (5).
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« Antworten #14 am: 22.04.2008 - 15:28:44 »

HP Erfurt

Der Auswärtspremiere folgte die Blamage

SG Könitz/Saalfeld - SG Erfurt/Bad Langensalza  22:20 (11:11)

Mit einiger Fassungslosigkeit resümierte Trainer Steffen Ahrens am Sonntag den überaus peinlichen Auftritt seiner SG-Handballer beim Tabellenschlusslicht SG Könitz/Saalfeld: „Leider bin ich sprachlos zu diesem Auftritt in Saalfeld. Fakt ist, dass das, was am Sonntag abgelaufen ist, eine Katastrophe war.“ Somit folgte der Auswärtssiegpremiere vom vergangenen Wochenende in Hermsdorf nun prompt die Blamage in Saalfeld.
Ohne den aus beruflichen Gründen fehlenden Daniel Baumgarten fand sich während des gesamten Spiels niemand, der die Führungsrolle im Team an sich reißen konnte. Stattdessen versuchte jeder nur „auf eigene Faust“, dem Geschehen seinen Stempel aufzudrücken. Und dies misslang gründlich. Dass auch der Gegner in dieser Partie nie Oberliganiveau erreichte, tröstet angesichts dieser Niederlage natürlich wenig. Im Gegenteil, dieser Umstand verdeutlicht nur noch einmal, wie weit Anspruch und Realität derzeit beim Gros der Mannschaft auseinander klaffen. Und damit ist nicht der vielzitierte schlechte Tag gemeint, den man jedem Spieler und auch jeder Mannschaft einmal zugestehen muss. Gemeint ist vielmehr die Einstellung der meisten Akteure an diesem Nachmittag in Saalfeld. Denn trotz mehrfacher Mahnungen, die Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, konnten die Spieler den Schalter einfach nicht umlegen. Offensichtlich schwirrte den meisten noch der Kantersieg aus dem Hinspiel im Kopf herum, als man den Aufsteiger mit 15 Toren Unterschied förmlich aus der Halle schoss. So ließ man gerade in der Defensive jegliche Aggressivität vermissen, lediglich Ratz sowie die beiden Torhüter Hielscher und Stange wollte Ahrens aus seiner Kritik heraus nehmen. Im Angriff agierten seine Männer aber absolut konfus und disziplinlos, was sich natürlich entsprechend negativ auf die Chancenverwertung auswirkte. Zudem bestimmten jede Menge technische Fehler das Bild auf beiden Seiten, auch die Hausherren rissen wahrlich keine Bäume aus. Und so waren die Erfurter beim 17:17 sogar wieder dran, weitere Disziplinlosigkeiten kosteten jedoch den möglichen Erfolg. Könitz / Saalfeld zog ein letztes und nun entscheidendes Mal davon und siegte am Ende verdient mit 22:20 Toren. Für Ahrens passt dieser Auftritt „ins Gesamtbild der Saison“, in der die Inkonstanz die einzige Konstante im SG-Spiel bleibt. Ahrens abschließend: „Glückwunsch an den Gegner, der die Chance heute einfach clever genutzt hat.“
 
SG Erfurt/Bad Langensalza: Hielscher, Stange, Wunderlich (n.e.) , A. Ahrens 5, Göpfert 1, Menge 5/2, Ludwig 1/1, Trommer 5, Ratz, Schalles, Machts 1, Schröpfer 2, Braun (n.e.), Frank (n.e.)

Spielfilm:
1. Halbzeit:   2:2 – 5:7 – 11:11
2. Halbzeit:   14:11 – 17:13 – 17:17 – 20:17 – 22:20
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