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Thüringer Handball-Verband
02.12.2008 - 22:17:47 *
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Autor Thema: 24. Spieltag  (Gelesen 1232 mal)
Marco
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« am: 26.04.2008 - 11:31:55 »

26.04.2008  17:00
SV T&C Behringen/Sonneborn - Sonneberger HV
[Hainichsporthalle Behringen]

26.04.2008  19:00
HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

26.04.2008  19:30
HSV Apolda 1990 - SG Könitz/Saalfeld
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

27.04.2008  16:00
SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Hermsdorf II
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]

27.04.2008  16:00
HSV Bad Blankenburg - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Guts-Muths-Sporthalle Landessportschule Bad Blankenburg]

27.04.2008  16:00
Post SV Gera - SV Thuringia Königsee
[Panndorfhalle Gera]

27.04.2008  16:30
Ernestiner SV Gotha - ThSV Eisenach II
[Ernestinum Sporthalle Gotha]
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« Antworten #1 am: 28.04.2008 - 13:24:50 »

OTZ Sport  28.04.2008

Übersicht über die Spiele der Ostthüringer Teams

HSV vorzeitig am Ziel

Bad Blankenburger machen vorzeitigen Aufstieg perfekt

In dieser Saison ließ sich der HSV Bad Blankenburg nicht von Goldbach/Hochheim überraschen: Im Mai vergangenen Jahres hätten die Kurstädter ebenfalls aufsteigen können, doch sie verloren das entscheidende Spiel bei den Rand-Gothaern knapp. Dieses Mal klappte es - wohl auch wegen Aufstiegsgarant Ferenc Bergner. "Ich glaube, es ist mein vierter Regionalliga-Aufstieg", sagt der 33-Jährige Rückraum-Akteur, der Anfang der Saison zum HSV stieß.
Doch im Gegensatz zu den Hermsdorfern, mit denen Bergner bislang die Erfolge feierte, sei es dieses Jahr enger gewesen. Auch wenn es drei Spieltage vor Saisonschluss mit dem Landesmeistertitel recht souverän aussieht.


Vor fast ausverkauftem Haus war der Druck auf die Blankenburger trotz des Sieben-Punkte-Polsters groß: "Die Fans erwarteten von uns, dass wir den Sack zuhause zumachen", sagt Bergner, der aber auch nicht verhindern konnte, dass das Team zwar die meiste Zeit in Führung lag, sich am Ende aber letztlich zum Sieg zitterte. Da habe man gemerkt, dass viele doch nicht so mit dem Druck umgehen konnten.

Nach dem gestrigen entscheidenden Spiel wird nicht nur Bergner seine Ellenbogenverletzung auskurieren. "In den nächsten Spielen werden andere Spieler Verantwortung tragen müssen", kündigt HSV-Trainer Steffen Schreiber an. Angegriffen wird dennoch noch einmal in dieser Saison. Die Kurstädter wollen nach der vorzeitigen Meisterschaft auch Thüringer Pokalsieger werden. Am 25. Mai erwartet man in der heimischen GutsMuthshalle an der Landessportschule den HSV Ronneburg. Erst danach steigt die offizielle Aufstiegsfeier - natürlich mit dem Aufstiegsgaranten Bergner.

Ronneburg wahrt seine Chance auf Bronze

36:29 über Ziegelheim


Mit einem 31:29 (16:13)-Erfolg über den SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim sicherte sich der HSV Bad Blankenburg vorzeitig die Meisterschaft in der Thüringer Handball-Oberliga.
Es war das erwartete Spitzenspiel zweier gleichwertiger Mannschaften. Kleine Nuancen brachten dem HSV letztlich den knappen Sieg.

Torwart Frank Recknagel zeigte eine starke Leistung.

HSV: Recknagel, Korbl (5), Gottschalk (2), Gruner, Schröder, Vollgold (6), Meilahn, Wiegand, Bergner (7), Jäschke (5), Hanl, Ardan (6).

HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim 36:29 (19:16)
Die Ronneburger haben ihre theoretische Chance auf Bronze gewahrt. Gegen Ziegelheim trumpften die beiden Torhüter Robert Zehmisch und Hannes Seidemann auf.

Der HSV hatte ein deutliches Plus auf der Torhüterposition. Bei den Gästen musste Stammtorwart Torsten Urwank schmerzlich vermisst. Der wird am Dienstag operiert.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Wolf, D. Koska, Alexy (1), Zänsler (6), Ganzha (1), Bauer (1), Stölzner, Müller, Förster (9), Kusch (8), Meyer (10).

LSV: Hahn, Rüger, Börngen, M. Jahn (3), Kühnert, Knöfler (2), Reusch (3), Moritz (8), D. Heinig (13), Wunderlich, Godlinski.

HSV Apolda 1990 - SG Könitz/Saalfeld 34:23 (17:12)
Etwas zu hoch fiel die Niederlage für die Könitzer aus. Sie hatten große Probleme mit der zweiten Welle der Apoldaer.

Personell meldet die SG, dass die Mannschaft nächste Saison in der Landesliga komplett zusammen bleibt, auch Matussek und Arnold wechseln nicht - trotz zahlreicher Angebote.

SG: Lindig, Matussek, Matthias Hinz (5), M. Dietzel (1), Arnold (9), Heerwagen (2), P. Schmidt (1), A. Volkmar (2) Markus Hinz (1), F. Dietzel (1), Gittner (1).

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Hermsdorf II 29:27 (15:11)
Hermsdorf II - nur mit acht Spielern angereist - hätte sich gestern einen Punkt verdient. Gegenüber dem Hinspiel vor 14 Tagen konnte sich der Ostthüringer Vertreter in der Abwehr enorm steigern.

SVH II: Passarge, Hobritz (1), Herzig (9), Opel (5), Taubert (4), Trautvetter (3), Bocek (5), Escher.

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 41:34 (16:17)
Königsee gab innerhalb von sieben Minuten das Spiel ab. In der 40. Minute stand es noch 24:24. Gera zog auf 30:24 weg.

Post: Nedwed, Szlapka, Krech (10), Seidemann (2), Pfeifer (1), Botor (3), Borik, Teichmann (2), Remme (4), Grützbach (4), Martin (12), Seime (4).

Königsee: Cadek, Föhr, Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (2), Pojonie (4), Schmeißer (7), Oldenburg (9), S. Varchmin (2), Najman (3).
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« Antworten #2 am: 28.04.2008 - 13:31:43 »

Infoline Könitz

HSV Apolda 1990 - SG Könitz/Saalfeld  34:23 (17:12)

Am späten Samstagabend musste die SG beim Tabellendritten in Apolda antreten. Dabei waren die Vorzeichen nicht unbedingt die besten. Denn ohne Stefan Schmidt und Mario Beyer im Abwehrzentrum konnten die Gäste im Vergleich zu den Gastgebern mehr oder weniger nur eine nahezu zwergenhafte Aufstellung aufbieten. Doch die SG begann gut und ging durch Treffer von Martin Dietzel und Martin Arnold mit 2:0 in Führung. Diese wehrte allerdings nicht lange und Apolda wendete das Blatt zum 3:2. Dabei machte besonders die zweite Welle der Gastgeber zu schaffen. Denn mit viel Druck wurden die Gäste teilweise überrannt. So ging Apolda kurz darauf auch mit 6:4 in Front, doch die Gäste ließen sich nicht beunruhigen und spielten weiter locker auf. Beim 7:7 durch Matthias Hinz war wiederum der Ausgleich erreicht. Dabei war besonders Christian Lindig im Tor ein starker Rückhalt. Mit insgesamt 5 gehaltenen Strafwürfen im Spiel und vielen überragenden Aktionen war der Könitz/Saalfelder Schlussmann über weite Strecken der auffälligste Spieler auf dem Parkett. Bis zum 10:9 für Apolda nach ca. 22 Spielminuten war die Partie offen und die Gäste hatten keinen Grund sich zu verstecken. In der Folgezeit unterliefen der SG im Spielaufbau leichte Fehler, die von den Hausherren sofort kaltschnäuzig bestraft wurden. Immer wieder tauchten die Apoldaer Angreifer freistehend vor Lindig auf und verwandelten die meisten Bälle kompromisslos bis zum 15:9. Nach einer Auszeit der Gästebank konnten zwei gut herausgespielt Angriffe der Gäste beobachtet werden, welche durch Arnold und Philipp Schmidt zum 15:11 verwandelt wurden. Bis zur Pause erzielten die Hausherren ihren 17. Treffer und hatten noch die Möglichkeit weiter zu erhöhen, welche Lindig allerdings zunichte machte. Dummerweise kassierte die SG eine Sekunde vor dem Pausenpfiff noch eine unnötige Zeitstrafe und musste so die Anfangsphase in Hälfte zwei mit einem Mann weniger in Angriff nehmen. Apolda nutzte die Gelegenheit und erhöhte mit drei Toren auf 20:12, bevor der frisch ins Spiel gekommene Andreas Volkmar den 13. Treffer für die Gäste besorgte. Der Abstand blieb dann auch weiter bestehen und Florian Dietzel erzielte den 19. Treffer der SG bei allerdings inzwischen 27 Gegentoren. Trotz der teilweise erkennbaren Überlegenheit der Hausherren kämpften die Gäste ihren Verhältnissen entsprechend vorbildlich. Doch trotz aufopferungsvoller Abwehrarbeit war beim 30:20 erstmals der Zehn-Tore-Rückstand auf der Anzeigetafel zu sehen. Dabei machten besonders die Schiedsrichter, welche über die gesamte Spielzeit recht auffällig agierten, immer wieder gute Aktionen zunichte. Arnold und Matthias Hinz verkürzten im Anschluss wieder auf 30:22. Auch der 23. Gästetreffer durch Tim Gittner konnte das Ergebnis nicht mehr verschönern und die deutliche Niederlage verhindern. Am Ende fiel das Ergebnis vielleicht etwas zu deutlich aus, was die gezeigte Leistung nicht ganz wiederspiegelt.

Lindig (TW), Matussek (TW); Arnold 9, Mat. Hinz 5, Heerwagen 2, Volkmar 2, M.Dietzel 1, F.Dietzel 1, Mar. Hinz 1, Gittner 1, Schmidt 1.
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« Antworten #3 am: 28.04.2008 - 13:36:49 »

HP Ziegelheim

HSV Ronneburg - LSV Ziegelheim  36:29 (19:16)   

Knapp 50 Minuten wurden zumindest vom Resultatsverlauf her die Erinnerungen an das vergangene Jahr wach gehalten, als in zwei hauchdünnen Entscheidungsspielen mit dem LSV der spätere Landesmeister ermittelt wurde. Diesmal reichte die Kraft der verletzungsgebeutelten Ziegelheimer nicht länger. Zudem besaßen sie deutliche Nachteile auf der Torhüterposition. Nur sechs Paraden im ganzen Spiel sind zu wenig. Torsten Urwank ist zur  Zeit nicht zu ersetzen. Am Ende unterlagen die Gäste etwas zu hoch. Eine kleine Wiedergutmachung der blamablen Vorstellungen gegen Gotha war aber dennoch zu erkennen, was auch die wieder zahlreich mit nach Ronneburg gereisten LSV-Fans mit Beifall honorierten. .

Die Partie begann ausgeglichen. Den Ziegelheimern war der Wille zu einer engagierteren Deckung deutlich anzumerken. Sie versuchten die Ronneburger immer wieder unter Druck zu setzen. Ballgewinne wurden für schnelle Gegenstoß-Aktionen genutzt, die für eine rasche 5:3-Führung (7.) sorgten. Die Gastgeber ließen sich dadurch nicht beeindrucken. Vor allem der sonstige Kreisläufer-Koloss Meyer sorgte für Tore am Fließband aus dem Rückraum. Gegen seine geballte Wucht war kein Kraut gewachsen. Wenige Minuten später hatte sich Ronneburg mit 9:6 in Front geworfen (13.). Doch auch Ziegelheim dachte nicht an Aufgabe. In der Hintermannschaft provozierten die Gäste einige Fahrkarten der Ronneburger. David Heinig zog alle Register, entweder per Konter oder aus dem Rückraum und plötzlich waren die LSV-Männer wieder mit 12:10 vorn (19.). Dass sich bis zur Pause aber trotzdem ein Rückstand eingehandelt wurde, lag an der nach wie vor hohen Zahl an technischen Fehlern und den Nachteilen auf der Torhüterposition. So schlug selbst der direkte Freiwurf von Zänsler im LSV-Kasten ein, bei dem weder Mauer noch Keeper gut aussahen.

Im zweiten Durchgang sah es zunächst danach aus, als sollten die Ronneburger nun endgültig auf die Siegerstraße einbiegen. Aber Ziegelheim deckte jetzt offensiver, die Gastgeber produzierten dadurch einige Fehler. Der LSV schlug zurück. Nach einer Dreiviertelstunde stand es erstmals wieder unentschieden (23:23). In der 49. Minute schafften die Gäste letztmalig den Anschluss (27:26). Dann ging es Schlag auf Schlag. Der LSV jetzt mit einer Schwächephase, die Ronneburg gnadenlos ausnutzte und vorentscheidend auf 31:26 davonzog (53.). Am Ende bejubelten die Gastgeber den ersten Erfolg nach vier sieglosen Spielen gegen den LSV. Die Ziegelheimer müssen auf der für 50 Minuten gezeigten Leistung aufbauen und am besten noch einige Schippen drauf legen. Denn am kommenden Sonntag gibt es die Wachablösung in der Wieratalhalle. Dann trifft der alte Meister LSV Ziegelheim auf den neuen Champion HSV Bad Blankenburg.
 
LSV: Rüger, Hahn, Urwank (n.e.); Godlinski (1), D. Heinig (13), Moritz (8/4), Reusch (3), Knöfler (1), Wunderlich, P. Jahn, Kühnert, M. Jahn (3), Börngen (n.e.)
Strafminuten: HSV 10; LSV 6   
7m: HSV 7/7; LSV 4/4
Schiedsrichter: Kunze / Lang (VfB TM Mühlhausen 09)
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« Antworten #4 am: 28.04.2008 - 13:38:24 »

HP Gotha

Der dritte Sieg in Folge

Ernestiner SV Gotha - ThSV Eisenach II  34:31 (20:15)

Beim Handball in Gotha weiß man ja nie, wie's kommt; bei der ThSV-Reserve nie, wer kommt. So wurden die in der Masse 17- und 18-Jährigen mit Adrian Wöhler und Daniel Luckert diesmal von zwei Zweitligaspielern unterstützt, die noch am Vorabend einen rauschenden Triumph über den künftigen Erstligisten Bayer Dormagen gefeiert hatten.
Während sich die Eisenacher Mannschaft auf voller Breitseite erwärmte, dackelten auf der Gothaer Hälfte gerade mal zehn Hanseln hin und her. Zwar erfuhr das dürre Aufgebot unmittelbar vor dem Anpfiff von Sonntagsarbeiter Rolf Trott Ergänzung, doch kam dieser später ebensowenig zum Einsatz wie Routinier Marko Schneider. Grund dafür war jedoch nicht etwa Entbehrlichkeit, sondern die Beharrlichkeit, welche die aktive Acht über sechzig Minuten aufs Parkett legte. Lechzte so mancher ESV-Spieler schon zur Pause nach dem Sauerstoffzelt, offenbarte sich auch im zweiten Durchgang kein Schwachpunkt, der personelle Korrektur erfordert hätte.
 Schier unglaublich, mit welcher Frische der neue Gothaer Mannschaftsgeist durch die Ernestiner-Halle wehte, wie die alten Eisen dem jungen Gemüse die Punkte abspenstig machten. Dabei konnte einem nach kurzer Zeit schon Bange werden, als die Gäste mühelos zweimal einklinkten, während ihr Torwart elastischen Schrittes selbst präzise ESV-Geschosse aus den Ecken kratzte. Doch lange konnten und wollten die Hausherren mit dem Rückstand nicht leben. Kapitän Detlef Irmisch, der den verletzten Danilo Perner auf Rechtsaußen blendend vertrat, warf sich persönlich in die Waagschale und die ersten drei Gothaer Tore zum 3:3-Ausgleich. Als Oli B. den zweiten seiner insgesamt fünf Siebener bombensicher verwandelte, wechselte die Führung (5:4). Der ESV befand sich nun inmitten einer absoluten Rekordserie: 14 Angriffe infolge wurden erfolgreich abgeschlossen!
Eisenach hielt zunächst locker dagegen, nutzte die Stellungsfehler der Gothaer Deckung immer wieder zu leichten Treffern aus dem Rückraum (Luther glänzte mit acht Unhaltbaren) oder über die freigespielten Außen. Doch die Gastgeber ließen sich nicht ins Bockshorn jagen, kämpften wie die Löwen und überzeugten im Angriff durch immense Variabilität. Für die ThSV-Schlussmänner gab es jetzt kein Halten mehr, die Ernestiner preschten bis zur Halbzeit auf fünf Tore davon.
Erwartungsgemäß stärker kamen die Wartburgstädter aus der Kabine. Sie verkürzten auf 20:17, wenig später auf 23:21. Rechtzeitig straffte Gotha die Zügel, polsterte den Spielstand wieder auf (27:21). Florian Wandtke machte die wichtigen Buden von oder mit links. "Wurfkuh" Sebastian Hofmann ragte nicht nur körperlich heraus: Wie der D-Zug am Schrankenwärterhäuschen zischten seine Bälle am Eisenacher Torhüter vorbei!
Eng wurde es aber trotzdem nochmal, denn Eisenach netzte viermal in Serie ein - nur noch 28:26 stand es. Würde das Spiel jetzt kippen? Nö! Mit aller Entschlossenheit krönten die Ernestiner ihre famose Leistung. Auch als der Tabellenfünfte zur bedingungslosen Offensive überging, verteidigten sie einen Drei-Tore-Vorsprung und somit den einstelligen Tabellenplatz neun.
ESV: Scheerschmidt, Steinbrecher - Jicha 1, Wandtke 8, Behling 7/5, Thieme 2, Hofmann 10, Irmisch 6, Gewalt, Trott, Schneider
Strafwürfe: 5/5 (ThSV 3/3)
Zeitstrafen: 7 (6)
Schiris: Dähne/Scholz (Gera)
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« Antworten #5 am: 28.04.2008 - 13:40:36 »

HP Sonneberg

Verschenkter Punkt

SV Town & Country Behringen/Sonneborn – Sonneberger HV 28:28 (12:16)

Wenn man das gesamte Spiel betrachtet, muss man aus Sonneberger Sicht von einem verschenkten Punkt sprechen. Am Ende hatte man jedoch Glück, überhaupt einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.

Die Spielzeugstädter begannen etwas verschlafen und ließen den Gastgeber gewähren. Dieser bedankte sich mit leichten, aber sehenswerten Treffern und konnte bis zum 8:6 stets vorlegen. Anschließend wurde auf Sonneberger Seite etwas energischer zugriffen und vor allem in der Deckung stand man jetzt sicher. De Rooij im Tor hielt nun auch zwei „Freie“ und leitete damit den Endspurt der ersten Hälfte ein. Vom zwischenzeitlichen 10:10 enteilten die Spielzeugstädter auf 16:12, denn mit dem Pausenpfiff gelang Robert Blechschmidt ein Tor aus gut zehn Metern.

In der Halbzeitbesprechung hatten sich die Sonneberger nochmal einiges vorgenommen, wollte man den Aufsteiger doch klar in seine Schranken weisen und die Möglichkeit eines besseren Tabellenplatzes nicht verlieren. Mit Elan und Schwung kamen die Mannen um den besten Torschützen Steve Kroll (7) aus der Kabine. Es sah auch nach einem leichten Gang aus, denn die Gastgeber hatten erst wenig entgegen zu setzen. Die Spielzeugstädter konnten ihren Vorsprung stets halten (13:18; 15:20; 21:25), versäumten es jedoch, sich entscheidend abzusetzen.

Die Gastgeber der Spielgemeinschaft aus Behringen und Sonneborn bekamen ihre zweite Luft, witterten die Chance zur Sensation. Peu a peu kämpften sie sich zurück ins Spiel und kamen immer näher. (23:25; 26:27) Nach der erneuten zwei Toreführung in der 57. Spielminute gelang den Gästen aus der Spielzeugstadt jedoch kein Treffer mehr und die Gastgeber setzten alles auf eine Karte. Eine Minute vor Schluss gelang der Ausgleichstreffer zum 28:28. Sonneberg war wieder im Angriff. Bevor die Schiedsrichter auf Zeitspiel entschieden, nahm Trainer Uwe Blechschmidt seine Auszeit. Den letzten Freiwurf spielten die Sonneberger bis zu Kroll durch und dieser bekam einen Strafwurf zu gesprochen. Etwas glücklich für Sonneberg, aber diesen musste man ja auch erstmal versenken. Der bis dahin sichere Siebenmeterschütze Martin Blechschmidt schritt an den ominösen Punkt und scheiterte. Es waren nach 20 Sekunden zu spielen. Auszeit der Gastgeber durch Cdenek Vanek. Die Devise war klar, Ball halten und den Punkt mitnehmen. So hielten die Behringer das Spielgerät die letzten 20 Sekunden in ihren Reihen und fielen sich nach Schlusspfiff natürlich überglücklich in die Arme.

Auf Sonneberger Seite suchten viele die Schuld bei sich selbst: Sei es der vergebene Strafwurf, eventuelle Wechselfehler oder einfach nur zu viele verworfene Bälle und technische Fehler. Am Ende war es egal was überwog. Eine insgesamt schlechte Leistung, mit der man auch gegen Aufsteiger nicht gewinnen kann.

Am kommenden Samstagabend heißt es dann Abschied nehmen, denn das letzte Heimspiel dieser Saison steht an. Die Vereinsführung hat sich dafür natürlich das ein oder andere Highlight überlegt und wird dies im Laufe der Woche natürlich noch konkretisieren.

Sonneberg: de Rooij, Werner; Schmidt (1), Müller (1), R. Blechschmidt (2), M. Blechschmidt (6/5), Poser (1), Gurtowoi (6), Kroll (7/1), Kienel, Sydorchuk (4), Bartl
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« Antworten #6 am: 28.04.2008 - 13:42:33 »

HP Bad Blankenburg

Der HSV Bad Blankenburg ist Thüringenmeister – Saisonziel vorzeitig erreicht

HSV Bad Blankenburg – SV BW 1893 Goldbach/Hochheim 31:29 (16:13)   
 
Der Sonntag geht in die Geschichte der Stadt Bad Blankenburg ein und der HSV ist erstmals Thüringenmeister und Regionalligaaufsteiger. Das Team um Steffen Schreiber und Kapitän Ronny Wiegand hat es geschafft. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung haben die Kurstädter die gesamte Saison dominiert. Trotz schwerer Ausfälle hat dieses Team immer gezeigt, dass es die klare Nummer Eins der Liga ist. Der Meistertitel ist mehr als verdient.

Jedoch begann das Spiel gar nicht nach dem Geschmack der Fans in der ausverkauften Vierfelderhalle. Goldbach war zu Beginn die spielbestimmende Mannschaft und warf bereits in der ersten Minute zwei Tore zum 0:2. Doch nun fand auch der Gastgeber zu seinem Spiel und glich durch Ardan in der dritten Minute zum 2:2 aus. Hier merkte man, dass die beiden Spitzenteams in Thüringen aufeinander trafen, denn es entwickelte sich ein absolut hochklassiges Handballspiel. Bis zum 7:7-Ausgleich durch Jäschke war stets Goldbach in Führung, doch der HSV glich aus. In der elften Minute konnten die Grün-Gelben erstmals in Führung gehen. Erneut war der Torschütze Andre Jäschke. Die Gäste kämpften und spielten dennoch weiterhin äußerst stark. So kamen die zur erneuten Führung in der zwölften Minute. Doch nun wurden die Kurstädter immer stärker und warfen vier Tore in Folge zum 12:9 in der 18. Minute. Petr Korbel organisierte das Angriffsspiel des HSV hervorragend und im Kasten stand mit Frank Recknagel ein überragender Mann, der sein Tor förmlich vernagelte. In der 21. Minute schaffte Ferenc Bergner beim 14:10 erstmals die Vier-Tore-Führung. In den letzten neun Minuten des ersten Durchgangs mussten beide Mannschaften dem hohen Anfangstempo Tribut zollen. Es fielen nur noch fünf Tore zum 16:13-Halbzeitstand für den HSV.

Andre Jäschke traf mit Beginn der zweiten Halbzeit sofort zum 17:13. Die Gäste aus Goldbach ließen sich jedoch nicht einschüchtern. Sie spielten ebenfalls sehr guten Handball und ließen sich nicht abschütteln. Goldbach holte in dieser Phase auf und der Vorsprung schmolz auf zwei Tore. Dieser wurde bis zur 48. Minute gehalten. Beide Mannschaften lieferten sich einen erbitterten Kampf, doch dann warf der HSV drei Tore in Folge und führte plötzlich mit fünf Toren. Die Halle bebte und der Fastthüringenmeister dachte wohl schon an die Siegesfeier. Dafür waren die Gäste jedoch zu stark und bestraften diese Nachlässigkeiten sofort. Sie warfen ihrerseits vier Tore und waren plötzlich beim 28:27 in der 54. Minute wieder dran. Es war kein Spiel für schwache Nerven. Der HSV nahm eine Auszeit und diese half, wie so oft. Gottschalk und Vollgold trafen zum 30:27 und das Spiel war in der 56. Minute entschieden. Der überragende Recknagel hielt dann auch noch einen Siebenmeter und Lutz Vollgold traf zum 31:28. Die überzeugenden Gäste konnten nur noch zum 31:29-Endstand verkürzen. Es war vollbracht und die Halle feierte so wie Blankenburger eben feiern.

Für den HSV spielten: Recknagel; Ardan (6), Bergner (7/2), Gottschalk (2), Hanl, Jäschke (5), Korbel (5), Meilahn, Schröder, Vollgold (6), Wiegand
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« Antworten #7 am: 28.04.2008 - 15:24:50 »

TLZ Gotha  28.04.2008

Energieleistung dreht Partie nochmal um

SV T&C Behringen/Sonneborn - Sonneberger HV  28:28 (12:16)

Punkt gewonnen - Punkt verloren. Beides stimmt für die Oberliga-Handballer des SV Town & Country Behringen/Sonneborn, die Samstagabend vor heimischer Kulisse dem Sonneberger HV ein 28:28 (12:16) abrangen.
Punkt gewonnen, weil die Sonneborner in der zweiten Hälfte mit einer Energieleistung einen Fünf-Tore-Rückstand (16:21/38.) aufholten. Punkt verloren, weil die Sonneborner in der Schlussphase der ersten Hälfte völlig konfus agierten und so den Gegnern unnötig einen komfortablen 12:16-Pausenvorsprung ermöglicht hatten.

Die Partie begann eigentlich wunschgemäß. Sonneborns Deckung stand, vorne agierte das Team von Zdenek Vanek zielstrebig. Beim 7:4 durch Mirko Brachmann schien es sogar, als könnten sich die Hausherren frühzeitig absetzen. Aber Sonneberg kam ran. Konfusion bei den Hausherren und dazu eine Zeitstrafe machten es den Gästen leicht.

Damit aber wollten sich vor allem Kreisspieler Thomas Blaß, Rückraumakteur Mirko Brachmann und Linksaußen Christopher Kohls nicht abfinden. Die rackerten unaufhaltsam, um den Rückstand aufzuholen. Mit Erfolg: Thomas Blaß erzielte in der 59. Minute tatsächlich den 28:28-Ausgleich. Danach Dramatik pur: Auszeit für Sonneberg 29 Sekunden vor Spielende. Gleich nach Wiederanpfiff ein Siebenmeter. Sonneberg jubelt! Zu früh, Sonneborns Torwart pariert. Wieder Auszeit. Noch 13 Sekunden. Sonneborn greift an, aber als der Ball Kohls in guter Position erreicht, dröhnt die Schlusssirene.

Behringen/Sonneborn: Münch, Busch - St. Ehrhardt, Blaß 7, Schenk, Brachmann 6, Kohls 6, Voß, Hellmund 1, Stehmann 4/2, Albrecht 2, Sv. Ehrhardt, Kulhavy 1, Kovar 1.
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« Antworten #8 am: 28.04.2008 - 17:01:39 »

Infoline Oppurg

HSG Suhl  –  TSV 1898 Oppurg  29:20 (13:8)

Auf und Ab der Saison spiegelt sich auch im letzten Saisonspiel der Oppurger Handballer wieder - Klassenerhalt trotz Niederlage in Suhl perfekt!

Große Freude gab es am Wochenende bei den Oppurger Handballern über den Ligaverbleib. Nachdem bereits die Teams der A-Jugend und der Reserve den Meistertitel in ihren Spielklassen holten, schließt auch die erste Mannschaft die Saison 2007/2008 mit einem Schmunzeln ab. Freude pur also, dass die erste Mannschaft in der kommenden Saison erneut in der zweithöchsten Spielklasse Thüringens spielen wird und die raren 13 gesammelten Zähler genau ein Punkt genug sind. In einer sehr schwierigen Saison sicherte sich das Team von Trainer Tom Kriesche doch noch den neunten Tabellenrang.
Mit einem leichten Kribbeln im Bauch fuhr man am späten Samstagnachmittag zum Spiel nach Suhl. Kribbelig deswegen, weil der angestrebte Klassenerhalt eben noch nicht in Sack und Tüten war und es eventuell doch auf das eigene Ergebnis im letzten Saisonspiel beim souveränem Tabellendritten, der HSG Suhl, ankam. Doch schon vor dem Anpfiff machte die erfreuliche Kunde die Runde, dass zumindest ein Konkurrent im Abstiegskampf gepatzt hatte. Das nahm den Oppurger Spielern, die ohne ihren verletzten Leistungsträger Patrick Herzog ins Spiel gehen mussten, zumindest die Anspannung und beruhigte die Nerven. Doch sollte das nicht unbedingt zum Gelingen der Partie in einer stimmungsvoll besetzten Suhler Wolfsgrube beitragen. Denn nicht nur die Suhler Kapelle auf der Tribüne, sondern auch die Gastgeber auf der Platte gaben vom Start weg den Ton an. Mit aufwendigem Kombinationsspiel und einer Spur mehr Selbstvertrauen begegneten sie einer an diesem Tag mal wieder zu löchrigen Oppurger Defensive. Die TSV-Männer standen nicht locker genug auf den Beinen und kamen schon zu Anfang oftmals zu spät, was den Gegner zu oft zu frei vor Oppurgs Hüter Schrödel auftauchen ließ. So war es kaum verwunderlich, dass der TSV schnell 3:0 in Rückstand geriet und von Beginn an den Gastgebern hinterher lief. Doch zeigten die zu oft zu wechselhaften und inkonstant aufspielenden Gäste auch wieder ihre bessere Seite, als sie nach Balleroberungen per schnellen Kontertoren durch Escher und Greiling den Abstand verkürzen und zumindest das 7:4 markieren konnten. Ein Zeichen also dafür, dass man es eigentlich besser kann und es auch geht, wenn man mutig und engagiert ans Werk geht. Doch wieder gelang auch auf Grund merkwürdiger Regelauslegungen der Schiedsrichter kaum Durchdachtes und Suhl bewies größere Konsequenz im der Chancenverwertung. Mit fünf Toren in Folge ließen die Gastgeber nochmals keinen Zweifel an ihrem Siegeswillen und erhöhten bis zur Pause auf 13:8. Oppurg dezimierte sich zusätzlich mit dem Halbzeitpfiff nochmals und musste somit schon gehandicapt in die zweite Spielhälfte gehen.
In diese startete man zwar nochmals mit einem Aufbäumen bis zum 16:12, doch musste man gleich in der Folge die Siegchancen verwerfen, weil wieder zu lässig agiert wurde und man abermals vier Gegentreffer in Folge kassierte. So war es dann mehr ein Mitspielen in einer Partie, die Suhl zu schnell für sich entschieden hatte, ohne wirklich zu glänzen. Das andere TSV-Gesicht präsentierte später noch einmal der eingewechselte Hüter André Prätor, der wieder Biss zeigte und mehrere Glanzparaden beisteuerte. Über die Stationen 20:12, 25:15 und ging es dem Ende eines wechselhaften Spiels, wie auch einer wechselhaften Saison entgegen, in der kaum das gezeigt wurde, was die Mannschaft kann und man sich zu oft unter Wert verkaufte. Trotzdem gilt es an den Leistungen und den guten Spielen, die es durchaus gab, anzuknüpfen und optimistisch aus der scheidenden Spielserie zu gehen, da mit dem Klassenerhalt das primäre Saisonziel erreicht ist. Dank gilt vor allem den nachrückenden Spielern aus der Jugend und der Reserve, die einen Anteil wie kaum zuvor am positiven Abschneiden hatten.

Für den TSV spielten:
Prätor und Schrödel (im Tor), Wunderlich (1), Pechtl, Könitzer, Nater (1), Greiling (3), May, Escher (7), Bergner (4), Kempe, Hellrung (3), Knaf (1).
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« Antworten #9 am: 28.04.2008 - 23:07:02 »

HP Eisenach

ThSV Eisenach II rutschte auf Tabellenplatz 7 ab 
   
In der Abwehr wie Fahnenstangen

Ernestiner SV Gotha II - ThSV Eisenach II  34:31 (20:15)

Bei strahlendem Sonnenschein vor der Hallentür bot die Zweitbundesligareserve des ThSV Eisenach in der Ernestiner-Halle in Gotha eine düstere Vorstellung, kassierte die dritte Niederlage in Folge. Der Ernestiner SV Gotha feierte über den ThSV Eisenach II einen 34:31 (20:15)- Sieg. Richtete sich der Blick des ThSV Eisenach II vor zwei Wochen noch in Richtung Bronze-Medaille, rutschten die Schützlinge von Frank Ihl jetzt gar auf Tabellenplatz 7 ab.

„Ich hatte vor dem Anpfiff an die Einstellung eines jeden appelliert, diese Partie nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, sie mit Einsatzbereitschaft in Angriff und Abwehr zu absolvieren“, erklärte ein frustrierter Frank Ihl. Ihm war es nicht gelungen, bei seinen jungen Spielern nochmals Spannung aufzubauen. Der unter den Zuschauern weilende ThSV-Zweitligacoach Hans-Joachim Ursinus konnte sich keine positiven Notizen machen, zumindest nicht von Spielern seines Vereins. Beim Ernestiner SV Gotha indes bot der ehemalige Eisenacher Oliver Behling als Ideengeber, Auslöser nahezu sämtlicher Angriffszüge und sicherer Vollstrecker vom Punkt eine überzeugende Partie. „Wir standen in der Abwehr wie Fahnenstangen“, so das vernichtende Urteil von Frank Ihl über die Defensivleistung seines „namhaften“ Aufgebotes. Gedanklich nicht fit, auf den Beinen nicht spritzig genug. Egal welches Deckungssystem Frank Ihl wählte, die Hausherren spazierten durch die Abwehr der Gäste. Sebastian Hoffmann (10 Treffer) und Florian Wandtke (8) trafen schier nach Belieben. Die zwanzig Gegentore der ersten Halbzeit hatten aber auch ihren Ursprung in schlampig vorgetragenen eigenen Angriffszügen, die die Gastgeber nach Ballgewinnen zu präzisen Tempogegenstößen nutzten. Verständnislos schüttelte Hans-Joachim Ursinus den Kopf. Wollen und sollen doch einige der Talente in absehbarer Zeit für Erfolge in der 2. Liga sorgen. Der neuerliche Auftritt in einem Oberligaspiel war jedenfalls alles andere wie eine Empfehlung!

Der gute Start durch Treffer von Philipp Emmlmann und Daniel Luther zum 0:2 (3. Min.) erwies sich rasch als Strohfeuer. Als Adrian Wöhler gegen Oliver Behling wieder einmal zu spät kam, verwandelte der inzwischen 31-jährige ehemalige Eisenacher zum 5:4 (9.) für seine Farben. Nur wenn Daniel Luther und Robert Weiß aus dem Rückraum abzogen, drohte dem Gothaer Kasten Gefahr. Der als Regisseur aufgebotene Philipp Emmelmann zog sich frühzeitig eine Oberschenkelverletzung zu, versuchte es nach einer Behandlungspause noch einmal, musste dann aber passen. Robert Weiß übernahm die Rolle des mittleren Aufbauspielers. Wahrlich keine auf ihn zugeschnittene! Der enttäuschende Johannes Drieß traf von Linksaußen zum 9:9 (14.). Der letztmalige Gleichstand! Eine halbherzig und mit Schaltpausen praktizierte offensive Deckungsvariante gegen Gothars Lars Thieme und Oliver Behling öffnete den Hausherren relrecht Tür und Tor zum 14:11 (17.). Da entwischte selbst der 40-jährige Gothaer Mannschaftskapitän Detlef Irmisch nach schnellen Ballstafetten mehrfach den 20 Jahre jüngeren Eisenachern, sorgte mit kuriosem Treffer für das 18:14 (25.). Auch personelle Umstellungen, Lars Keller kam auf Linksaußen, änderten nichts. Oldie Detlef Irmisch nutzte die Schläfrigkeit der ThSV-Abwehr, lief von Rechtaußen zur Mitte ein und traf zum 20:15 Pausenstand.
Mit Dan Schellbach am Kreis, Linkshänder Bert Hartfiel im rechten Rückraum und Felix Abad auf Rechtsaußen ging es in die zweiten 30 Minuten. Zwar agierte die Eisenacher Abwehr zunächst mit mehr Biss, mit einfach strukturiertem Angriffsspiel rissen die Hausherren dennoch Loch auf Loch in die Eisenacher Defensivabteilung. Ein kurzes Anrucken bei Bert Hartfiel, zwei gute Aktionen von Dan Schellbach, beim 23:21 (38.) waren die Eisenacher auf Tuchfühlung ran. Dann hämmerte Bert Hartfiel das Leder über den Kasten. Johannes Drieß scheiterte und kassierte wenig später eine 2-Minuten-Strafe. Daniel Luther unterlief ein Schrittfehler. Die Gastgeber zogen auf 27:21 (43.) davon. Die Umstellung auf eine 5:1 Deckungsvariante fruchtete. Die Eisenacher eroberten sich Ball auf Ball. Adrian Wöhler versenkte drei Bälle in Folge von Linksaußen zum 28:26 (49.), stoppte die Aufholjagd erst durch einen Schrittfehler (50.) und wenig später durch eine unnötige Zeitstrafe. Eine, zugegeben umstrittene, Schiedsrichterentscheidung kommentierte er unpassend. Ernestiner Gotha traf zum 32:27 (54.), ließ sich den dritten Sieg in Folge nicht mehr entreißen. Felix Abad scheiterte kläglich von Rechtsaußen. Die Treffer 10 und 11 von Daniel Luther hatten lediglich statistischen Wert.

Ernestiner SV Gotha: Scheerschmidt, P. Steinbrecher (38.-53.); Gewalt, Jicha (1), Wandtke (8), Hofmann (10), Trott, Schneider, Behling (7/5), Irmisch (6), Thieme (2)

ThSV Eisenach II: Luckert, Krüger (ab 21.); Weiß (6), Emmelmann (1), Schulze, Drieß (2), Wernicke, Hartfiel (3), Lindner (1), Keller (1), Schellbach (1), Luther (11/3), A. Wöhler (5), Abad

Siebenmeter: Gotha 5/5 – Eisenach 3/3
Zeitstrafen: Gotha 7 x 2 Min. – Eisenach 6 x 2 Min.
Schiedsrichter: Dähne/Scholz (Bad Klosterlausnitz/Gera)
Zuschauer: 70
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« Antworten #10 am: 28.04.2008 - 23:10:06 »

HP Apolda

Erfolg gegen das Schlusslicht

HSV Apolda - SG Könitz/Saalfeld 34:23 (17:12)

Übernommen haben wir uns nicht“, lautete das Fazit des HSV-Coaches Ralph Börmel nach der Begegnung gegen die bereits als Absteiger feststehenden Könitz/Saalfelder. Ohne größere Mühe fuhren unsere Jungs den Pflichtsieg ein. Dabei übertrafen sich die Apoldaer lediglich unter der Rubrik: “Wer versemmelt die besten Gelegenheiten?“. Denn was die Sava, Goldmann und Co an Chancen ungenutzt ließen, reichte mal wieder locker für zwei Spiele. Allein fünf Strafwürfe brachten wir nicht im Gehäuse des Gästetorwarts unter. Folgerichtig spiegelt das Endergebnis nur vage die Überlegenheit der Gastgeber wider. Spielerisch sah es zumindest ganz gut aus, was unsere Männer den Fans boten. Immer wieder tauchten unsere Jungs völlig frei vor dem Saalfelder Keeper auf. Die Mittel der Gäste reichten nicht, die Angriffsmaschine HSV entscheidend zu stoppen. Die Fehler, welche unser Team produzierte, waren nur selten der Stärke des Gegners zuzuschreiben. Eher hinderten uns immer diese kleinen Unkonzentriertheiten, wirklich überzeugend aufzutreten. Nur in der Anfangsphase der Begegnung setzten die Gäste mit platzierten Würfen einige Achtungszeichen. Doch im weiteren Spielverlauf setzten wir uns ab und strebten ungefährdet dem Sieg entgegen. Letztlich ein erwarteter Erfolg ohne Glanz. Alle Spieler wurden eingesetzt. Das Rennen um die Bronzemedaille bleibt offen. Nächste Woche müssen wir uns steigern!

Unsere Mannschaft:
Lars Möbus, Nils Hübscher (Tor) Torsten Dippmann (1), Arsim Zogaj (2), Matthias Koch (7), Sebastian Triller (1), Volker Goldmann (6), Viorel Sava (6), Mark Rath (2), Alexander Berceanu (5), Steffen Müller, Martin Bomba (4)

Strafwürfe: Apolda: 9/4 Könitz/Saalfeld: 5/3
Zeitstrafen: Apolda: 6x2min Könitz/Saalfeld: 7x2min

Schiedsrichter:  Lugauer/Schuster

Spielfilm: 0:2, 7:7, 10:8, 15:10, 17:12 (Hz.)  20:12, 24:16, 28:19, 30:20, 34:23
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« Antworten #11 am: 29.04.2008 - 20:48:07 »

HP Erfurt

Keine Wiedergutmachung

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Hermsdorf II  29:27 (15:11)

Trotz des 29:27-Erfolges der SG Erfurt/Bad Langensalza gegen den designierten Absteiger SV Hermsdorf II wollte bei Aktiven und Fans des Oberligisten am Sonntagnachmittag keine rechte Zufriedenheit aufkommen. Die erhoffte Wiedergutmachung für das Saalfeld-Debakel vom vergangenen Wochenende blieb jedenfalls aus, spielerisch erreichten beide Teams erneut kaum Oberliganiveau. Das verwunderte bei der nur mit sechs Feldspielern angereisten Regionalligareserve aus Ostthüringen weniger als bei den in Bestbesetzung auflaufenden Gastgebern – lediglich SG-Keeper Philipp Hielscher fehlte grippebedingt. Denn während die Gäste ihr Pensum bemerkenswert ruhig herunterspulten, fand sich angesichts der Manndeckung gegen Rückraumspieler Daniel Baumgarten erneut niemand in den Erfurter Reihen, der Verantwortung für das eigene Aufbauspiel übernehmen konnte. Die ohne weiteres gegebenen Freiräume in der gegnerischen Deckung wurden nicht konsequent genutzt, lediglich im Überzahlspiel zeigte sich die SG leicht verbessert. Überhaupt überzeugte das Team immer dann, wenn Bewegung im Spiel war. Dann gelang es scheinbar mühelos, sich von den in ihren spielerischen Mitteln begrenzten Hermsdorfern abzusetzen. Solch guten Phasen folgten aber immer auch Abschnitte, in denen Disziplinlosigkeiten einzelner Akteure die Gäste wieder auf Tuchfühlung brachten. Einzig konstant waren dagegen die Konzentrationsschwächen im Deckungsverhalten der Erfurter, dabei musste man den Torhütern Stange und Wunderlich sogar noch Normalform zugestehen. In einer der besseren Phasen gelang es den Hausherren allerdings, sich vorentscheidend bis auf 27:23 abzusetzen, zudem kassierte der Hermsdorfer Trautvetter auch noch seine 3. Zeitstrafe und musste mit Rot vom Parkett. Nun streifte sich der Coach der Gäste das Trikot über, doch anstatt den Vorteil zu nutzen, produzierte die SG weiterhin Ballverluste und unmotivierte Würfe aufs gegnerische Tor. So kamen die „Kreuzritter“ sogar noch einmal auf, verkürzten zum 27:26, den Ausgleich konnten sie jedoch an diesem Tag nicht mehr schaffen. Das Fazit des noch immer verletzten Spielertrainers Steffen Ahrens: „Das war erneut eine enttäuschende Leistung unserer Mannschaft. Respekt vor der Leistung der sieben Hermsdorfer Spieler, die sich am Ende sogar einen Punkt verdient hätten.“
Am kommenden Samstag reist das Team zum heimstarken SV Thuringia Königsee. Dort muss eine bessere und vor allem disziplinierte Leistung abgerufen werden, will man „Am Schiefer“ nicht wie so mancher Favorit zuvor untergehen.

SG Erfurt/Bad Langensalza: Stange (1.HZ), Wunderlich (2.HZ) - Schröpfer, A. Ahrens 4, Göpfert 4, Menge 6/2, Ludwig 1, Machts 4, Trommer 2, Ratz, Baumgarten 4, Schalles 3, Braun 1

Spielfilm: 1. Halbzeit: 2:0 - 6:3 - 9:6 - 13:8 - 15:11  2. Halbzeit: 17:11 - 19:17 - 27:23 - 27:26 - 29:27
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« Antworten #12 am: 29.04.2008 - 20:49:45 »

HP Königsee

Königseer unterliegen in der zweiten Halbzeit - Spiel wieder zu lang

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 41:34 (16:17)

Am ungeliebten Sonntag weilte Thuringia in der Geraer Panndorf-Halle. Doch die Rinnestädter sahen lange gut aus, bis das alte Problem der verflixten zehn Minuten begann. Thuringia begann konzentriert, nutzte seine Angriffe optimal, was sie nach dem jeweiligen Geraer Ausgleich stets in Vorderhand brachte (3:2, 5.). Mehr ließ das Post-Team zunächst nicht zu. Auch in den weiteren Minuten das gleiche Spiel. Königsee legte vor und zwang Post zur Aufholjagd (6:5, 9.). Nach einem verworfenen Gastgeber-Siebenmeter hatten die Gäste die Möglichkeit, sich eine Zwei-Tore-Führung zu schaffen, welche vergeben wurde. So blieb es auch in der Folgezeit eng. Nach knapp einer Viertelstunde konnten die Gastgeber erstmals das Blatt durch einen der zahlreichen Strafwürfe wenden (8:7, 13.), dem gleich der nächste folgte, welcher die Geraer vorn ließ. Als Thuringia allerdings vorn zweimal in Folge leer ausging, konnten die Gastgeber weiter erhöhen (10:8, 16.). Königsee kämpfte aufopferungsvoll weiter, um in Reichweite zu bleiben, was bis dato gelang (10:11, 22.). Und als sich Oldenburg in der Abwehr das Leder angelte, zum Tempogegenstoß ansetzte, war der Ausgleich wieder da (12:12). Im Anschluss legte Dademasch nach, der seine Farben erneut in Front brachte (13:12, 25.). Königsee war es in diesen Minuten vergönnt zu erhöhen (15:13, 27.). Die Freude währte allerdings nicht lange, da waren die Hausherren wieder auf gleicher Höhe (15:15, 28.). Kurz vor der Pausensirene eine erneute Zwei-Tore-Führung der Gäste (17:15, 29.), welche sie jedoch nicht halten konnten. Thuringia wollte sich auch weiterhin gut verkaufen, musste allerdings mit Beginn des zweiten Durchgangs den Einstand hinnehmen. Doch die Königseer blieben im Bilde und knapp vorn (19:18, 33.), nachdem Gera die Möglichkeit zur Führung ausließ. Ein Überzahlspiel nutzten nun die Rinnestädter, welche sich ein weiteres Mal leicht absetzen konnten (21:19, 35.). Die Gastgeber zerrten nun mächtig an den Ketten, was ihnen den erneuten Ausgleich brachte. Thuringia wirkte nun unkonzentriert, verlor und vergab viele Bälle, was den Führungswechsel brachte (24:23, 40.). Nun wurden die Königseer in die Verfolgerrolle gedrängt, welche weiter im Vorwärtsgang patzten (24:26, 42.). In diesen Minuten schien die Spielentscheidung heranzureifen, da die Gäste weiter Vollstreckerqualitäten vermissen ließen (24:30, 45.). Thuringia versuchte sich aufzubäumen. Post hatte sich aber eingestellt, sah eine Leistungssteigerung seines Keepers und vorn arbeitete weiter die Torefabrik, welche zur Zehn-Tore-Differenz tendierte (33:25, 50.). In diesen Minuten waren die Rinnestädter um Ergebniskosmetik bemüht, was ebenfalls nicht gelang (26:36, 56.). Da war die Partie endgültig entschieden.

Thuringia: Cadek, Föhr. Göring (1), Knedlik, Dademasch (6), Hüttner (2), Pojonie (4), Schmeißer (7), Oldenburg (9), Varchmin (2), Najman (3)
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« Antworten #13 am: 29.04.2008 - 20:51:52 »

HP Gera

Waldenburger-Sieben jetzt auf Rang fünf

Post SV Gera - SV Thuringia Königsee 41:34 (16:17)

Nach den Kantersiegen gegen Könitz/Saalfeld und bei der Hermsdorfer Reserve ließen die Geraer Post-Handballer auch gegen Königsee nichts anbrennen. Mit dem 41:34-Erfolg schob sich die Waldenburger-Sieben vor allerdings nur 80 Zuschauern in der Panndorfhalle auf den fünften Tabellenrang nach vorn - eine Platzierung, die man schon lange nicht mehr inne hatte. Trotzdem war Post-Trainer Steffen Waldenburger mit der Leistung seines Teams nicht durchweg zufrieden: "In der Abwehr haben wir in der ersten Halbzeit katastrophal gespielt. Schlechter geht es nicht. Nach dem Wechsel haben wir uns dann gesteigert. Wir haben zurzeit Spaß am Handball. Die angekündigten Abgänge nach Saisonende spielen keine Rolle. Wir absolvieren derzeit eine der besten Spielzeiten, die es in Gera je gegeben hat."
Zunächst tat sich der Gastgeber gegen die sehr langsam ihr Spiel aufbauenden Königseer schwer. Sieben Mal in Folge ging Thuringia in Führung. Postwendend gelang der Post-Ausgleich, obwohl die Geraer bereits in den ersten zehn Minuten durch Krech und Grützbach zwei Siebenmeter an den Pfosten geworfen hatte. Beim 8:7 (14.) lag der Gastgeber erstmals vorn. Bei zwei Überzahlsituationen taten sich die Geraer schwer, blieben ohne Treffer. Mit vielen technischen Fehlern und einer schwachen Abwehrarbeit machte man es Königsee leicht. Beim 13:15 (26.) wurden "Aufwachen -Rufe von der Tribüne laut. Auch Torhüter Nedved hatte zunächst nicht seinen besten Tag erwischt. Mit einem 16:17-Rückstand ging es in die Kabine.

Nach Wiederbeginn ging das Führung-Ausgleich-Spiel weiter. Bis zum 24:24 (41.) hatte es 16 Mal pari pari gestanden. Dann machte der Gastgeber ernst, der sich auch von der Manndeckung gegen Grützbach nicht beeindrucken ließ. Teichmann, Krech, Krech, Seime, Grützbach und nochmals Seime sorgten mit sechs Toren hintereinander binnen fünf Minuten für die Entscheidung - 30:24 (46.). Königsee gab sich auf. Torhüter Nedved parierte einen Siebenmeter (49.). Trainer Waldenburg hielt seine Schützlinge von der Seitenlinie immer wieder an, die Angriffe möglichst lange auszuspielen und auf die sich bietende Wurfchance zu warten. Zudem geizten die Schiedsrichter nicht mit Siebenmetern, die zumeist wegen Abwehraktionen durch den Kreis vergeben wurden. Beim 36:26 (54.) waren die Geraer erstmals auf zehn Tore enteilt. Durch Unkonzentriertheiten im Abschluss konnte Königsee wieder etwas verkürzen. Den 40. Treffer steuerte der mit zwölf Toren überragende Rechtsaußen Stefan Martin bei. Bereits zum dritten Mal erzielten die Postler damit in dieser Saison 40 und mehr Tore. Am Ende stand ein deutlicher 41:34-Sieg zu Buche, der eigentlich eine größere Kulisse verdient gehabt hätte.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, Ch. Szlapka --- K. Krech (10/6), H. Seidemann (2), E. Pfeifer (1), D. Botor (2), P. Borik, S. Teichmann (2), M. Remme (4), M. Grützbach (4/1), St. Martin (12) und M. Seime (4). 
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« Antworten #14 am: 29.04.2008 - 20:53:35 »

HP Holzlandpower

Einen Punkt verdient

Hermsdorf II schlägt sich mit Mini-Kader achtbar - In Erfurt nur 27:29 verloren

SG Erfurt/Bad Langensalza - SV Hermsdorf II  29:27 (15:11)

Auf die Spiele der Oberliga-Handballer des SV Hermsdorf II sollte man zurzeit lieber keine Wetten abgeben. Bestes Beispiel war die Partie am Sonntag in Erfurt. Jeder Experte hätte vorher garantiert auf eine hohe Niederlage getippt. Kein Wunder, fuhr das Team doch mit einem Mini-Kader - ein Torhüter, sechs Feldspieler und Trainer Christian Escher - in die Landeshauptstadt. Und beinahe hätte genau dieser Kader für eine mittelgroße Sensation gesorgt.

Mit großer Mühe rettete die favorisierte SG Erfurt/Bad Langensalza, die ab Sommer als HSC Erfurt weiterspielt, einen 29:27-Sieg (15:11) über die Zeit.

"Wir waren dicht dran. Wir hätten am Ende zumindest einen Punkt verdient. Es sollte nicht ganz sein", sagte Christian Escher. Der musste in den letzten acht Minuten selbst nochmal aufs Parkett. Enrico Trautvetter, dessen Leistungskurve vor allem in der Abwehr deutlich nach oben zeigt, hatte gerade seine dritte Zeitstrafe kassiert. "Da musste ich noch mal mit aushelfen. Geplant war das nicht."

Hatten die Holzländer im Hinspiel vor 14 Tagen große Probleme mit der wuchtigen Spielweise von Daniel Baumgarten, sah es diesmal ganz anders aus. Escher ließ Baumgarten in Manndeckung nehmen. Erst musste der kleine Andreas Bocek für diese Sonderaufgabe ran, später Ralf Taubert. Beide machten ihre Sache richtig gut.

Nach der Pause, als Erfurt bis auf 17:11 wegzog, musste man kurz um die Gäste bangen. Doch es kam ganz anders: "Wir fanden ins Spiel zurück. Für mich als Trainer war das ein richtig geiles Gefühl. Da sitzt du fast allein auf der Auswechselbank und die eigene Mannschaft spielt so Herz erfrischenden und erfolgreichen Handball. Das hat richtig Spaß gemacht", sagte Escher über diese Phase.

Logisch, dass der Trainer nach dem Abpfiff seinen Jungs ein dickes Kompliment machen musste. "Das war mit Abstand das beste Auswärtsspiel, seit ich allein verantwortlich bin für die Truppe." Dass es am Ende nicht zum Happyend bzw. zum Punkt reichte, lag auch an den Schiedsrichtern. Escher fühlte sich in einigen Momenten benachteiligt. "Immer dann, wenn wir dran waren auf zwei Tore, flogen wir für Nichtigkeiten vom Parkett."
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