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Thüringer Handball-Verband
06.09.2008 - 23:07:06 *
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Autor Thema: 24. Spieltag  (Gelesen 913 mal)
Marco
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« Antworten #15 am: 29.04.2008 - 20:54:45 »

HP Ronneburg

Zänsler findet die Lücke

Ronneburg besiegt Ex-Meister Ziegelheim

HSV Ronneburg – LSV Ziegelheim 36:29 (19:16)

Drei Spieltage vor Schluss haben die Handballer des HSV Ronneburg noch eine Mini-Chance auf Bronze. Gegen den Ex-Meister Ziegelheim gelang am Sonnabend ein verdienter und letztlich ungefährdeter 36:29-Sieg. Das Apolda parallel gegen Könitz/Saalfeld gewann, bleibt in der Tabelle alles beim alten. Ronneburg liegt einen Punkt hinter Apolda.

Einer freute sich besonders über das 36:29: Ronneburgs Trainer Stefan Koska. Für ihn war es der erste Sieg überhaupt als Trainer der ersten Mannschaft gegen Ziegelheim. „Endlich ist dieser Fluch zu Ende. Ich dachte schon, meine Jungs können gegen den LSV nicht gewinnen.“

Für das Bonbon des Abends sorgte der wurfgewaltige Matthias Zänsler. Die Spielzeit in der ersten Halbzeit war schon abgelaufen. Ronneburg bekam einen Freiwurf zugesprochen. Ein direkter Torwurf musste her. Die sechs Ziegelheimer bauten eine Mauer auf, reckten die Arme nach oben. Wie sollte dort ein Ball durchpassen? Er passte! Zänsler fand die Lücke und traf unter dem Jubel der HSV-Fans zum 19:16. „So ein Tor kann nur der Matthias werfen“, sagte sein Trainer. Im zweiten Durchgang hielten die Gäste die Partie noch lange offen. In den letzten zehn Minuten gab’s den erwarteten Kräfteeinfall. Zu viel lag auf den Schultern der überragenden David Heinig und Steffen Moritz. Ronneburg, selbst mit großen Personalsorgen ins Spiel gegangen, konnte mehr zusetzen. Der Gewinner des Spiels war der 110-Kilo-Mann Oliver Meyer. Der etatmäßige Kreisläufer lieferte auf der Königsposition, im halblinken Rückraum, eine tolle Leistung ab. Für Stefan Koska kam das nicht so überraschend. „Er hat ja auch was zum Gegensetzen. Wenn 110 Kilo kommen, muss man als Abwehr erst mal gegenhalten.“ Die Ziegelheimer konnten es nicht. Zehn Mal kachelte Meyer das Spielgerät ins Netz.

Beim LSV vermisste man nicht nur den Rückraummann Andre Heinig, sondern auch den Torhüter Torsten Urwank. Seine beiden Vertreter konnten Urwank in keiner Phase auch nur annähernd vertreten. Die Ronneburger hatten mit Hannes Seidemann, der ab der 45. Minute ins Spiel kam, und Robert Zehmisch ein klares Plus zwischen den Pfosten.

Wie vor dem Spiel bekannt wurde, fällt Torsten Koska für mehrere Monate aus. Er zog sich einen mehrfachen Bänderriss im linken Sprunggelenk zu. Ende Mai wird er sich in Eisenberg operieren lassen. „Das ist sehr schade. Der Torsten war auf einem guten Weg“, sagte Vater und Trainer Stefan Koska. Mit Alexy, Stölzner und Müller bekamen am Sonnabend vor der Saisonrekordkulisse von 350 Zuschauern gleich drei talentierte A-Junioren Einsatzzeiten.

HSV: Seidemann, Zehmisch, Wolf, D. Koska, Alexy (1), Zänsler (6), Ganzha (1), Bauer (1), Stölzner, Müller, Förster (9), Kusch (8), Meyer (10).
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Marco
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« Antworten #16 am: 29.04.2008 - 20:57:16 »

HP Goldbach

TA
Goldbach krönt das HSV-Team

HSV Bad Blankenburg - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  31:29 (16:12)

Großer Jubel herrschte nach dem Abpfiff der Handball-Oberligapartie zwischen dem HSV Bad Blankenburg und dem SV Goldbach/Hochheim in der GutsMuths-Halle der Landessportschule. Doch Freude herrschte nur bei den Gastgebern, standen sie doch nach dem 31:29-Erfolg als Aufsteiger fest.

Erstmalig ist der HSV Thüringenmeister und zugleich Regionalligaaufsteiger. Die gesamte Saison lang hat die Blankenburger Mannschaft die Liga dominiert, wenn nicht gerade Goldbach an den Reglern saß, und damit schwerwiegende Spielerausfälle verkraftet.

Zu Beginn des Spieles war jedoch Goldbach die bestimmende Mannschaft. Nach 60 Sekunden führten die Gäste bereits mit 2:0. Nach dem Ausgleich durch Ardan (2:2) entwickelte sich ein hochklassiges Spiel zwischen den beiden Spitzenmannschaften. Goldbach legte vor, Blankenburg glich umgehend aus. Mit vier Treffern in Folge konnten sich die Gastgeber zum 12:9 (18.) absetzen. In den letzten neun Minuten vor der Pause (16:13) fielen nur noch fünf Tore, beide Mannschaften mussten nach dem hohen Anfangstempo verschnaufen.

Nach der Pause ließ sich die Rothhämel-Sieben nicht abschütteln, kämpfte sich wieder auf zwei Tore heran und hielt den knappen Abstand bis in die Schlussphase. Die Gastgeber führten plötzlich mit fünf Toren, Goldbach aber bestrafte jeden Fehler der siegesgewissen Blankenburger und beim 28:27 (54.) war wieder alles offen. Gastgeber Lutz Vollgold machte mit zwei wichtigen Toren seinem Namen alle Ehre und der überragende Keeper Recknagel hielt sogar noch einen Goldbacher Siebenmeter - dann konnte endlich der Aufstieg gefeiert werden.


TLZ
Vorspiel zur Meisterfeier

HSV Bad Blankenburg - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  31:29 (16:12)

Es ist schon schade. Hochklassige Handballspiele wie das am Sonntag zwischen Bad Blankenburg und Goldbach/Hochheim (31:29) wird es auf absehbare Zeit nicht mehr geben. Zumindest nicht in der Oberliga. Denn die Ostthüringer werden die Spielklasse in Richtung Regionalliga verlassen; seit Sonntag stehen sie als Aufsteiger fest.

Im Vorspiel zur Meisterfeier gaben die Goldbacher ihr Bestes, um vielleicht doch noch - im positiven Sinne - "Spaßverderber" zu sein. Liebend gerne hätten sie ihren Rückstand auf den Spitzenreiter verkürzt. Das wäre fast geglückt. Denn: "Bis auf den Abschluss haben wir diesmal alles richtig gemacht", wählte Trainer Sven Rothhämel lobende Worte für die Leistung seiner Mannschaft. Einziger Kritikpunkt: die katastrophale Chancenverwertung von außen. Hätte Goldbach nur die Hälfte dieser sieben oder acht Möglichkeiten genutzt, der Sieger dieses Spiels wäre ein anderer gewesen.

Bad Blankenburg war ungewöhnlich schlecht aus den Startlöchern gekommen (0:2), hatte sich aber im Verlauf der ersten Halbzeit gefangen (7:7). Dass das Team trotzdem an die Tabellenspitze gehört, bewies es mit einem Zwischenspurt zur 14:10-Führung. Jedoch gab sich Goldbach weder in dieser Phase, noch zu einem späteren Zeitpunkt auf. Die Gäste spielten sehr guten Handball. Beim 16:13 wurden die Seiten gewechselt.

Beide Teams lieferten sich einen erbitterten Kampf, der bis zum 28:27 auf des Messers Schneide stand. Rothhämel erinnert sich, dass er in dem Moment gedacht habe: "Jetzt kriegen wir sie!" Das hat sich leider nicht bewahrheitet, obwohl Goldbachs Trainer alles versuchte, die Blankenburger Tormaschine zu stoppen. Holger Paslat und Gerald Glief mischten hinten Beton an, während vorne Michael Stegner und Tihomir Mitrovic die Fäden zogen. Schade, dass es das letzte Aufeinandertreffen gewesen ist. Eine Revanche wäre spannend geworden.

Goldbach/H.: Schneegaß, Harseim - Voigtritter 2, Skowronek, Paslat, Dejmek, Mitrovic 11/3, St. Juhnke 2, Taubert, Andreas 4, M. Stegner 8/2, Glief, Moratschke 2, Hahn (n.e.), Trenkelbach (n.e.).
Strafwürfe: 7/5 (4/2).
Zeitstrafen: 3×2 min (4×2 min).
Gespeichert
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