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Thüringer Handball-Verband
06.07.2008 - 05:53:44 *
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Autor Thema: 18. Spieltag  (Gelesen 750 mal)
Marco
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« am: 04.05.2008 - 10:31:21 »

03.05.2008  16:00
HSV Apolda 1990 - HSG Nordhausen
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

03.05.2008  17:00
TSV Motor Gispersleben - 1. SSV Saalfeld 92
[Sporthalle Bukarester Straße]

03.05.2008  18:00
LSV Ziegelheim - SV Aufbau Altenburg
[Wieratalhalle Ziegelheim]

04.05.2008  14:00
SV Hermsdorf - TSG Ruhla
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]

04.05.2008  16:00
HBV Jena 90 - HSV Weimar
[Werner Seelenbinder Sporthalle Jena-Lobeda]
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Marco
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« Antworten #1 am: 05.05.2008 - 23:08:09 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - SV Aufbau Altenburg 21:22 (10:11)
 
Das Beste kommt zum Schluss, denn das Derby des Altenburger Landes stand am letzten Spieltag der Oberligasaison auf dem Spielplan und nur zu gern hätten sich beide Mannschaften unter anderen Umständen in der Wieratalhalle gegenüber gestanden. Denn obwohl es vor einigen Wochen noch so aussah als würde die Partie fast ohne Druck und Brisanz ablaufen können, die Aufbau Frauen schienen längst gerettet und die LSVer so gut wie abgestiegen, kam schließlich alles ganz anders. Als nämlich die Ziegelheimer völlig überraschend Ex-Meister Ruhla schlugen und die Altenburgerinnen vor einer Woche gegen Erfurt-Gispersleben schwächelten und sich eine Heimniederlage leisteten, avancierte dieses letzte Spiel schließlich für beide Teams zur Alles-oder-Nichts-Begegnung. Denn mit einem mal war klar, dass der diesjährige Oberliga Absteiger der Frauen aus dem Altenburger Land kommen würde. Die Konstellationen vor dem Spiel war allen klar, die „Gäste“ mit dem Vorsprung von 2 Punkten und sechs Toren in die Wieratalhalle „angereist“, strotzten nach ihrer schnellen 4:1 Führung auch gleich vor Selbstbewusstsein. Aber nun erwachten auch die Ziegelheimer Frauen spielten schnell und sicher vor der Aufbau-Abwehr. Vor allem die eher zierliche Isabel Tausch wirbelte was das Zeug hielt, erzielte schließlich mit schöner Einzelaktion den 4:4 Ausgleich und brachte zweimal Christina Harles in Wurfposition, welche die zur 8:5 Führung Mitte der ersten Halbzeit umsetzte. Jetzt kochte die Halle und es herrschte Männer-Oberliga-Atmosphäre, denn der Zuschauerrekord vom Hinspiel im Goldenen Pflug dürfte mit den knapp 300 Fans beider Lager hier noch leicht übertroffen worden sein. Das Spiel zwar weiter kaum hochklassig, was auch nicht zu erwarten ist beim Aufeinandertreffen des Letzten gegen den Vorletzten, aber dennoch enorm spannend und unterhaltsam. So konnten die Gastgeber bis fünf Minuten vor der Pause ihren Vorsprung behaupten, nun aber ging über die Mitte fast gar nichts mehr und jetzt sollten sich auch die fehlenden Alternative auf der Außenposition negativ bemerkbar machen. Denn gerade dort konnten die Altenburger mit Anne-Kathrin Rudolph einen echten Trumpf ausspielen, die mehrere Male schön frei gespielt, erstaunlich sicher ihre Chancen nutzte und schließlich kurz vor dem Pausenpfiff gar noch die zu diesen Zeitpunkt etwas überraschende Aufbau-Pausenführung markieren konnte. Die zweite Halbzeit begann mit einer Aufbau-Offensive und schnell hatten die Frauen des scheidenden Trainers Sebastian Heilmann (sein Nachfolger Michael Zita hatte schon mal mit Platz genommen auf der Aufbau-Bank!) die 15:12-Führung erzielt. Aber der LSV gab sich noch lange nicht auf, wenngleich mittlerweile wohl klar war, dass der notwendige Sieben-Toresieg nicht mehr möglich war und dennoch die Partie wurde noch spannender als die Einheimischen beim 15:16 wieder den Anschluss geschafft hatten. Der gelang der kleinsten Spielerin auf dem Feld Scady Wagner, die wohl zum Glück für die Altenburger der LSV die gesamte erste Halbzeit auf der Bank schmoren ließ und jetzt wirbelte was das Zeug hielt und immerhin vier herrliche Tore von Rechtsaußen erzielte. Gegen Ende des Spieles kamen nun auch die beiden im bisherigen Saisonverlauf besten Schützinnen beider Teams Grit Geilen und Claudia Voigt besser ins Spiel, denn bei beiden zeigten die Sonderbewachungen welche ihnen von der ersten Minute an verordnet wurde merklichen Erfolg. Die letzten zehn Spielminuten wurde die Begegnung dann verständlicherweise auch etwas härter, allerdings dennoch jederzeit im sportlich fairen Rahmen. Aufbau legte immer wieder glänzend von ihrer Spielmacherin Iris Teichert initiiert ein Tor vor und der LSV konnte über die gute, aber dennoch viel zu wenig aus ihrem Talent machende Christina Harles den Anschluss erzielen. Zu mehr reichte es dann aber nicht mehr und mit dem Schlusspfiff des Geraer Schiedsrichtergespannes konnten verständlicherweise nur die Altenburger feiern, während bei den meisten Ziegelheimer Frauen dicke Tränen flossen. Dennoch hatte das Team hier nicht enttäuscht und war bis an ihre Möglichkeiten gegangen, der große Verlierer indes dürfte die Thüringer Oberliga sein, in der man nun zumindest im nächsten Jahr ein packendes und stimmungsvolles Derby schmerzhaft vermissen wird.

LSV: Welker, Grünler; Schmelzer (1), I. Tausch (3/1), Dittrich, Weidauer, Herziger, Wagner (4), Geilen (6/2), Harles (5/1), Petzold, Werrmann (1)
 
Strafwürfe: LSV 5/4, Aufbau 4/4 
Strafminuten: LSV 12, Aufbau 8
Schiedsrichter: Jung/Jung (Gera)
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Marco
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« Antworten #2 am: 05.05.2008 - 23:16:13 »

HP Ruhla

Ruhlas Handballerinnen werden Vizemeister!

SV Hermsdorf - TSG Ruhla 16:24 (7:9)

Es war schon eine verrückte Saison für die Handballdamen der TSG Ruhla, die am letzten Spieltag den nicht mehr eingeplanten Vizemeister nach tollem Spiel in Hermsdorf erreichten. Die Saison war geprägt von vielen Ausfällen, demzufolge konnte die Mannschaft vor allem in der zweiten Halbserie nie ihre wahre Leistungsstärke abrufen und war eigentlich vor dem letzten Spieltag aus den Medaillenrängen. Auch nach Hermsdorf konnte Trainer Koburger nur mit sechs Feldspielerinnen und zwei Torleuten reisen. Breitbarth, Lochner, Wirrwich und Schmidt standen nicht zur Verfügung. Die Einheimischen spielten als Aufsteiger eine starke Saison und wollten am letzten Spieltag mit einem Sieg den zweiten Tabellenplatz erringen. Die Voraussetzung mit einer vollen Spielerbank war gegeben.
Ruhla überzeugte in Hermsdorf, vor allem die in den letzten Spielen fehlende Spielfreude war wieder vorhanden und so überraschte man die Gastgeberinnen mit einer konzentrierten Leistung und einem auch in der Höhe verdienten Sieg.
Bereits nach 8 Minuten führte man durch Treffer von Mischke, Gebhardt u. Arndt mit 5:2 Toren, stand im Abwehrverband sicher und gestattete den Hermsdorferinnen nur wenige Lücken zum Torerfolg. Im Angriff wurde überlegt und konzentriert gespielt. Nach 26 Minuten führte man mit 9:4 Toren, versäumte mit zwei vergebenen Strafwürfen und weiteren guten Gelegenheiten das Ergebnis aus zu bauen. Hermsdorf in seiner stärksten Phase nutzte diese kleinen Unzulänglichkeiten um bis zur Halbzeit auf 7:9 Tore zu verkürzen.
Auch in der zweiten Spielhälfte konnte man sich am Spiel der TSG Spielerinnen erfreuen, die mitgereisten Fans unterstützten ihre Mannschaft dabei lautstark und sahen wie Ruhla nach einem Zwischenspurt sich vom 12:10 (39.), zum 18:12 in der 48. Minute absetzte. Hermsdorf probierte alles, spielte mit zwei Kreisläufern, deckte offensiv oder press. Ruhla war damit an diesem Tag nicht zu beeindrucken. Es klappte einfach alles, bis auf die vier vergebenen Strafwürfe. Hermsdorf musste die Überlegenheit der Rühlerinnen anerkennen und sich am Ende klar 16:24 geschlagen geben.
Die Freude der TSG Frauen über den Sieg zum Saisonabschluss war natürlich riesengroß.
Als man dann auch noch erfuhr, dass dieser Sieg die Vizemeisterschaft der Saison bedeutete, brachen alle Dämme.
Somit setzen die Ruhlarinnen ihre tolle Erfolgsbilanz im Thüringer Handball fort. 4mal Meister, 2mal Vize und 1mal Dritter.

Aufstellung: Karn, Zdeb im Tor; Möller 2, Mischke 6/2, Antje Gebhardt 4, Arndt 4, Erbe 2, Göpfert 6.
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« Antworten #3 am: 06.05.2008 - 01:45:06 »

TLZ Weimar  05.05.2008

Keine halben Sachen beim HSV Apolda

HSV Apolda 1990 - HSG Nordhausen  34:30 (21:13)
HBV Jena 90 - HSV Weimar  22:22 (12:12)
   
Ende einer erfolgreichen Saison: Die Handball-Frauen des HSV Apolda wurden am Samstag als Landesmeister geehrt. Weimars Frauen spielten unterdessen 22:22 beim HSB Jena.
 
Es war schon seit längerer Zeit gewiss - doch nun durften sie ihn endlich in sicheren Händen halten. Nach dem Spiel gegen die HSG Nordhausen wurden die Handball-Damen des HSV Apolda als Landesmeister geehrt. Aus den Händen des THV-Vizepräsidenten Hans-Werner Kasobke empfingen sie Urkunden, Goldmedaillen und den Pokal. Unklar bleibt noch, ob dies das letzte Punktspiel unter Trainer Steffen Müller gewesen ist: Nach der Abschlußfahrt in der nächsten Woche und dem Pokalfinale am 25. Mai will sich Müller entscheiden. Wegen seines Montagejobs wollte er eigentlich einen Schlussstrich ziehen - die Frauen baten ihn allerdings, noch zu bleiben. "Ich überlege noch, allerdings mach ich keine halben Sachen", sagte Müller.
Auch in der Partie gegen die HSG machten die Gastgeberinnen keine halben Sachen. Dabei hatten die Nordhäuser Damen noch den besseren Start, schon nach acht Minuten führten sie mit 6:4. Doch wie schon so oft in dieser Saison legten die Gastgeberinnen den Schalter um, kämpften sich mühsam heran und gingen mit 8:7 in Führung, die sie auch sofort zum 11:7 ausbauten.

Doch Nordhausen blieb dran und verkürzte auf ein 11:10. Doch erneut gingen die Gastgeberinnen in die Vollen und führten zur Pause deutlich mit 21:13. Auch nach Wiederbeginn gehörte die erste Viertelstunde den HSV-Damen, die mit dem 26:17 durch Planer-Seifert das Spiel schon entschieden hatten. Nach dem 29:20 ließen es der HSV etwas ruhiger angehen, was die starken Nordthüringerinnen mit Toren quittierten. Mit dem 32:29 waren sie drei Minuten vor dem Ende wieder auf Tuchfühlung heran, ehe M. Planer-Seifert und A. Scherf mit einem 34:30 den verdienten Sieg sicherstellten.

Unentschieden ging am Sonntagabend die letzte Partie der Weimarer Oberliga-Frauen zu Ende: Gegen die Frauen des HBV Jena war für die stark unterbesetzten Weimarerinnen immerhin ein 22:22 (12:12) machbar.
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« Antworten #4 am: 06.05.2008 - 01:55:55 »

OTZ Stadtroda  05.05.2008

Spiel und Medaille verloren - Hermsdorf unterliegt Ruhla 16:24 - Gäste spielen viel cleverer

SV Hermsdorf - TSG Ruhla 16:24 (7:9)

Sie ließen sich ihre Enttäuschung nach dem Abpfiff nicht anmerken. Hermsdorfs Frauen hatten nicht nur das Spiel gegen Ruhla deutlich verloren. Sie flogen am allerletzten Spieltag noch aus den Medaillenrängen heraus. Platz vier, das klingt gut, es war aber für den Liga-Neuling mehr drin gewesen.
"Ich hatte es befürchtet, dass das Spiel so laufen wird. Ruhla ist clever, erfahren. Diese Mannschaft hat schon den Titel geholt , sagte SVH-Trainer Frank Olbrich. Der nahm nach dem Spiel einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche. Auch er musste das hohe 16:24 erst mal verarbeiten.

Hermsdorf, wieder ohne Maria Olbrich und Julia Hellmann, lieferte am Sonntag ein Fehler-Festival ab. Im Angriff ging es fast nur über 1:1-Aktionen. Die Ruhlaer Frauen griffen energisch zu.

Mit dieser Zweikampfhärte kam der Gastgeber zu keiner Phase der Partie zurecht. Selbst eine offensive Deckung in den letzten 14 Minuten brachte nichts. Überhastet, hektisch, nervös, so präsentierte sich die gesamte Mannschaft. Zum Glück leistete sich der Gast noch vier Fehlwürfe vom Siebenmeterpunkt. Als Jana Kastner einen Siebenmeter zum 11:13 (39.) verwandelte, durften die knapp 150 Zuschauer noch auf eine Wende im Spiel hoffen. Nix da! Die Hermsdorferinnen legten ihre Nervosität nicht ab. Die Gäste, die nur mit sechs Feldspielern und zwei Torhütern anreisten, schnappten sich die Bälle weg und konterten nach Belieben.

Ruhla feierte die Vizemeisterschaft. Nordhausen, das am Tag zuvor in Apolda verlor, wurde Dritter. Hermsdorf muss sich mit Platz vier begnügen. "Die Medaille haben wir nicht heute verloren, sondern in anderen Spielen , sagte Olbrich.

Einige SVH-Frauen wurden spätestens am Sonntag auf den Boden der Realität zurückgeholt. Nach der starken Hinrunde und einigen glücklichen Siegen in der Rückrunde wähnten sich einige Spielerinnen schon im Handball-Himmel. "Ich hoffe, dass alle Spielerinnen erkannt haben, wie wichtig regelmäßiges Training ist. Dann kann man auch gegen solch einen Gegner gewinnen , sagte Olbrich. Das "Happy End" bei den Hermsdorfer Handballerinnen blieb aus. 20 Pluspunkte sind gut. Mit 21 hätte der SVH Silber geholt.

SVH: Mehlhose, M. Pfüller, Zosel, Gareis (3), Kastner (8), A. Pfüller (2), N. Olbrich, Taubert, Schubert (1), Sybille Weyda, Fechner, Löffler, Nidoschefsky, Susann Weyda (2).
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« Antworten #5 am: 06.05.2008 - 01:59:25 »

TA Nordhausen  05.05.2008

Spiel verloren, Bronze gewonnen

HSV Apolda 1990 - HSG Nordhausen 34:30 (21:13)

Acht lange Jahre mussten die Frauen der HSG warten, um in der Handball-Oberliga endlich wieder einen Medaillenplatz zu belegen.

In der Saison 1999/2000 war das letztmals mit dem Silberrang hinter der 2. Mannschaft des THC, die seitdem in der Regionalliga spielt, gelungen. Es folgte eine endlose Verletzungsgeschichte und der Abrutsch in untere Tabellenregionen. Stück für Stück arbeitete man sich wieder nach oben, verpasste die ersehnte Medaille aber immer wieder um Haaresbreite. Nun hat sich das Pech der vergangenen drei Jahre in Glück gewandelt, und es wurde um eine Haaresbreite der Bronzerang belegt. Es war ein Zieleinlauf hinter dem längst feststehenden Meister HSV Apolda, wie er kaum enger hätte seit können. Fünf Mannschaften hatten vor dem letzten Spieltag noch Medaillenchancen, vier von ihnen waren am Ende punktgleich, so dass erst eine gesonderte Tabelle nur aus den Spielen dieser vier untereinander für die Endplatzierung zurate gezogen werden musste. Da schnitt die TSG Ruhla durch den überraschend deutlichen 24:16-Auswärtssieg beim bisherigen Tabellenzweiten Hermsdorf am besten ab und entriss dem Aufsteiger noch die schon sicher geglaubte Medaille. Nordhausen behauptete trotz der 30:34-Niederlage in Apolda Platz drei vor Weimar, das in Jena nur zu einem 22:22-Remis kam.

Die HSG-Frauen boten zum Abschluss noch einmal eine gute Leistung. Claudia Kohl war trotz Prüfungsstress mit dabei, und als Joker wurde die eigentlich ihre Laufbahn schon abgeschlossene Mandy Basse eingesetzt. Apolda war sichtlich überrascht, wie der selbstbewusste Start die Nordhäuserinnen, der ihnen eine schnelle 3:1-Führung bescherte, zeigte. Es dauerte immerhin bis zur 15. Minute, ehe Apolda das Spiel in die Hand bekam und mit 8:7 erstmals selber die Führung übernahm. Begünstigt allerdings durch sich nun einschleichende technische Fehler bei der HSG und eine bis dahin nicht sehr glücklich agierende Nancy Brodhuhn im Tor. Für sie kam Nicole Reinhardt und machte ihre Sache sehr gut. Aber ihre Vorderleute waren nun nicht mehr konzentriert genug. Fehler und überhastete Torwürfe waren gefundenes Fressen für die Einheimischen, die sich bis zur Pause mühelos bis auf 21:13 absetzen konnten.

Auch der Beginn der zweiten Halbzeit gehörte zunächst wieder dem HSG-Team, das zwei Treffer zum 15:21 landete und danach die Partie bis zur 40. Minute ausgeglichen gestaltete. Es folgte ein kleiner Hänger, den die athletisch überlegenen und ausgeglichener besetzten Gastgeberinnen sofort nutzten und auf 29:19 enteilten. Doch die HSG gab nicht auf und holte Tor um Tor auf. Drei Minuten vor Schluss lag man nur noch 29:32 hinten. Apoldas Trainer reagierte und nahm eine Auszeit. In der verbliebenen Zeit fand Nordhausen dann aber nicht mehr die Kraft, die Aufholjagd erfolgreich fortzusetzen. Die Nachrichten von den Ergebnissen aus den anderen Hallen aber ließen den leisen Ärger über die Niederlage schnell vergessen. Spiel verloren, aber Bronze gewonnen. Ein lang gehegter Wunsch ging in Erfüllung. Etwas glücklich, aber auf alle Fälle verdient.

HSG Nordhausen: Brodhuhn/Reinhardt - Grob (3), Mohrig (8), Böttcher, Makarinus, Kohl (2), Tapaninen (5), Kwella (10), Klodt, Basse (2).
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