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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 2. Spieltag  (Gelesen 664 mal)
Marco
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« am: 22.09.2008 - 23:40:06 »

20.09.2008  16:15
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim II - SG Schnellmannshausen
[Nessetalhalle Goldbach]

20.09.2008  18:00
Nordhäuser SV - SV Wartburgstadt Eisenach
[Ballspielhalle Nordhausen]

20.09.2008  19:00
ESV Lok Meiningen - HV 90 Artern
[Multihalle Meiningen]

20.09.2008  19:30
HSG Suhl - VfB TM Mühlhausen 09
[Sporthalle Wolfsgrube Suhl]

21.09.2008  16:00
SV Petkus Wutha-Farnroda - HSV Sömmerda 05
[Hörselberghalle Wutha-Farnroda]
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« Antworten #1 am: 22.09.2008 - 23:42:29 »

HP Mühlhausen

IN DEN SCHLUSSMINUTEN NOCH GEDREHT

HSG Suhl - VfB TM Mühlhausen 09 25:27 (14:12)

Die Handballer des VfB TM Mühlhausen 09 haben auch ihr erstes Auswärtsspiel der neuen Saison gewonnen. Beim der großen Unbekannten, der HSG Suhl, gelang den Mühlhäusern der Clou die Punkte zu entführen. Die Suhler, in der letzten Saison noch in der Staffel 1 spielend, gingen leicht favorisiert ins Spiel. Schließlich konnte ihr Leistungsvermögen schlecht eingeschätzt werden.
So bestimmten sie auch über weite Strecken das Spiel. Nach dem Ausgleich zum 1:1 lagen immer die Gastgeber in Front. Aber die Mühlhäuser, wieder betreut durch Rainer Osmann, blieben immer dran. Mehr wie zwei Tore Differenz gelang den Suhlern nicht. Erst kurz vor der Pause konnten die Mühlhäuser wieder den Ausgleich  erzielen und sogar das erste Mal in Front ziehen (11:10). Doch mangelnde Chancenverwertung verwerte ihnen eine mögliche Pausenführung. So gelang es Suhl die Führung zurück zu holen.
Nach der Pause zunächst gleiches Bild. Bis zum 17:16 war der VfB immer dran. Erst jetzt konnte die HSG erstmals mit vier Toren fortziehen (20:16). Aber Rainer Osmann glaubte an seine Jungs und feuerte sie immer wieder an. So kämpften sie sich langsam Tor um Tor wieder heran. Bei 22:21 war der Anschluss wieder geschafft. In der 52. Minute sogar der Ausgleich zum 23:23. Eine sechs-minütige Torflaute der Suhler spielte dem VfB in die Karten. Basierend natürlich auch auf Grund einer guten Abwehr in dieser Phase. Und die Mühlhäuser Torhüter konnten sich in zu diesem Zeit-punkt auszeichnen. Am Ende drehten sie das Spiel in den letzten zehn Minuten und gingen auf Grund der taktisch guten Umsetzung nicht unverdient als Sieger vom Parkett.

VfB TM mit: Ode, Uehling; Stephani 2, Körtge 2, Kleinschmidt 4, Frömmer, Wiegand 5, Fick, Hartmann 4, Liebau 2, Pfannschmidt, Kaufmann 6, Fitz, Helbig 2.

7 Meter:  Suhl 3/3 , VfB 4/3
2 Minuten: Suhl 3 , VfB 4
Rot: Suhl 1 ( 58.)
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« Antworten #2 am: 23.09.2008 - 00:13:05 »

HP Artern

Verspätung ohne Folgen

ESV Lok Meiningen - HV 90 Artern  23:28 (9:15)

Mit Lok Meiningen hatten es die Arterner eine halbe Ewigkeit nicht zu tun. In grauer Vorzeit hieß es nach einem Verbandsliga-Aufstieg mal: "Lok entgleist am Königstuhl". Diesmal mussten die Arterner zum Staffelwechsler in den Thüringer Süden reisen, wollten aber trotzdem unbedingt gewinnen. Die Erwartungshaltung des HV hat sich auswärts deutlich geändert.

Arterns Spielertrainer Holger Teichmann war gestern mit sich, seiner Truppe und der Welt im Reinen. Sein Zehnkampfstart in Schwerin hatte diesmal keine sich durch die Woche ziehenden Beschwerden zur Folge und zum durch den Rückzug der Zella-Mehliser verspäteten Landesliga-Einstieg der Arterner Männer lief auch nahezu alles wie am Schnürchen. "Wir wollten unbedingt gewinnen und haben auch vom Start weg immer geführt. Bald sogar deutlich", freute sich Holger Teichmann darüber, dass sich die harte Vorbereitung sofort auszahlte. "Im Angriff haben die angesagten Spielzüge gestochen. Da hat alles gepasst", so der Trainer, dem gleichwohl Reserven auffielen: "In der Abwehr haben wir den Meiningern noch zu viel Platz gelassen, kamen mehrfach zu spät und waren nicht aggressiv genug." Dennoch behielten die Arterner die relativ jungen Gastgeber immer im Griff. Auch in einer Phase Mitte der zweiten Halbzeit, als die HV-Männer sich vielleicht schon zu sicher waren und sich auch eine plötzliche Zeitstrafenschwemme auszuwirken begann, blieb der Kopf oben. Von 14:18 auf 19:21 kamen die Hausherren da gegen zeitweise nur noch zu dritt auf dem Feld stehende Arterner noch einmal auf. "Da haben wir gezeigt, dass wir unter Druck bestehen können, ohne in Hektik zu verfallen und Stress in unser Spiel zu bringen. Das hat mir gut gefallen", so Teichmann. "Das war ein richtig guter Auftakt. Und das um so mehr, als noch genügend Luft nach oben ist."

HV 90 Artern: Thomas Blume, Falko Reikowski - Michel Bohne (1), Mario Faulwetter (2), Marcus Getschmann (5), Marko Köppe (4), Marko Lange, André Heckert (2), Alexander Littig (3), Reiner Sonnefeld, Nico Zimmermann (8), Christian Krahmann (1), Holger Teichmann (2).
Siebenmeter: Meiningen 4 (3), Artern 4 (3);
Zeitstrafen: Meiningen 6; Artern 8;
Rote Karten: Meiningen 1 (3x2).
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« Antworten #3 am: 23.09.2008 - 09:57:23 »

TA Nordhausen  23.09.2008

Nordhäuser SV - SV Wartburgstadt Eisenach 36:23 (18:12)
 
Ohne große Mühe setzten sich die NSV-Handballer in der Landesliga gegen den SVW Eisenach mit 36:23 durch. Die 13 Treffer Unterschied spiegeln jedoch in keiner Weise die Überlegenheit der Nordhäuser wider. Die einen warfen und spielten sich den Frust von der Seele, und die anderen waren einfach nur um Schadensbegrenzung bemüht. Die Gäste reisten nur mit einem Minikader an und dezimierten sich durch einmal Rot noch selbst.
Den Torreigen eröffnete NSV-Kanonier Stefan Fuhrmann aus dem Rückraum. In der 2. Minute konnte der SVW zum 1:1 ausgleichen. Dies sollte der letzte Hoffnungsschimmer für die Gäste bleiben. Aus einer starken Abwehr, die wieder einmal von Michael Spieß glänzend organisiert wurde, trieben die Südharzer die abgefangenen Bälle schnell nach vorn. Gegen die Konter von Christian Flötling und Sebastian Kreutz fanden die Gäste keine Gegenwehr. Als dann auch noch Torhüter Karsten Scholz beim Stand von 11:3 in der 15. Minute einen Strafwurf parierte, stand die Halle Kopf. Die Gastgeber schalteten einen Gang zurück. Die Männer von der Wartburg gaben sich aber noch nicht geschlagen und versuchten über einen offenen Schlagabtausch ab Mitte der ersten Halbzeit wieder ins Spiel zu kommen. Ein Mittel, welches die Nordhäuser an diesem Tag nicht aus dem Konzept bringen konnte. Kurz vor der Halbzeit dann noch ein herber Rückschlag für die Gäste. Nach einer rüden unüberlegten Abwehraktion schickten die Schiedsrichter den Verursacher unter die Dusche. Kurz danach konnten sich die Temperamente beim Halbzeittee (18:12) etwas abkühlen.

Im zweiten Durchgang gab Trainer Andreas Meyer auch der zweiten Reihe größere Spielanteile. Nach Taktik wurde schon lange nicht mehr gespielt, der Torhunger der Nordhäuser war nach der unglücklichen Niederlage in Mühlhausen zu groß. Wären dabei alle sich bietenden Torchancen ausgeschöpft worden, hätten sie den SVW mit einem Debakel nach Hause geschickt. Das es nicht so kam, verdanken die Gäste einzig den Platzherren. Im Deckungsverhalten weiterhin stark ließen sie im Angriff viele Chancen ungenutzt.

Kurioses fand zum Spielende statt. Da entschied der Trainer in Absprache mit Nachwuchstalent Thomas Riemekasten einen Wechsel besonderer Art. Der gelernte Feldspieler übernahm den Platz zwischen den Posten. Torhüter Sören Ahlert hatte sich bei der Erwärmung leicht verletzt, und Karsten Scholz musste ab der 49. Minute mit einer Rückenverletzung passen. Am Ende meisterte der Youngster auch diese Herausforderung und der NSV siegte deutlich mit 36:23.

Nordhäuser SV: Scholz, Ahlert - Fuhrmann (15), Stritzel (2), Spieß (3), Kreutz (8), Flötling (2), Kühne (1), Effenberg (2), Holznagel (2), Riemekasten (1).
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« Antworten #4 am: 23.09.2008 - 23:29:06 »

TLZ Gotha  23.09.2008

Reserve reißt das Ruder rum
 
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim II - SG Schnellmannshausen  28:25 (13:12)

Nach dem schwachen Saisonauftakt in Eisenach wollten die Zweite des SV Blau-Weiß Goldbach/Hochheim nun die ersten Pluspunkte in der Handball-Landesliga einfahren. Aber mit der SG Schnellmannshausen war ein starker Kontrahent angereist. Doch die Goldbacher konnten die Gäste mit einer Kraftanstrengung in der Schlussphase bezwingen; Endstand 28:25 (Halbzeit: 13:12).
Die Gäste waren mit einem Mini-Kader angereist, übernahmen aber sofort die Initiative und führten ständig mit zwei bis drei Treffern. Die Goldbacher benötigten etwa eine viertel Stunde, um sich auf die Angriffe der Gäste einzustellen. Ein großer Rückhalt in dieser Phase war Torhüter Steffen Führ, der einige Bälle "entschärfte" und die Blau-Weißen so vor einem größeren Rückstand bewahrte. Zur Halbzeit führten die Gäste mit 13:12. Im zweiten Abschnitt wollten die Nessetaler das Zepter übernehmen, aber wieder ließen sie die Mannen um Mirko Albrecht auf drei Tore enteilen (15:18). In einer Auszeit (48. min.) motivierten sich die Gastgeber neu und kämpften sich heran. Das Spiel stand auf der Kippe. Während Goldbachs Oberligareserve nun alles gelang, haderten die Gäste mit Schiedsrichterentscheidungen und dezimierten ihren ohnehin kleinen Kader. Am Ende stand für die Blau-Weißen ein 28:25-Sieg zu Buche, der über eine geschlossene Mannschaftsleistung erkämpft wurde.

Goldbach/Hochheim II: St.Führ, B.Hübner - D.Köhler (5/3), D.Liening (5), G.Glief (3), M.Walger (6/2), E.Jeron, D.Lorenz (6), C.Neumann (2), D.Obst (1), St. Schlegel, Th. Röser (n.e.); Siebenmeter: 6/5, (Schnellmannshausen 5/4)
Zeitstrafen: 5x2 min. (8x2 min., davon 2 Rot wegen 3x2 min.)
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« Antworten #5 am: 24.09.2008 - 00:00:44 »

TA Eisenach  23.09.2008

In der Schlussphase gekippt
 
SV BW 1893 Goldbach/Hochheim II - SG Schnellmannshausen  28:25 (13:12)
 
Die SGS reiste zwar nur mit neun Mann an, übernahm jedoch sofort die Führung. Während die Gegner nun mit zwei bis drei Toren führten, brauchten die Goldbacher Reservisten eine gute Viertelstunde, um sich auf die Schnellmannshäuser einzustellen. Großen Rückhalt bot in dieser Phase Torwart Steffen Führ. Dabei war das Spiel der Gäste eigentlich ausrechenbar, die SGS kam vorrangig durch Mirko Albrecht und Dirk Koch aus dem Rückraum oder durch den agilen Kreisläufer Michael Müller zum Ziel. Mit einem Heber erzielte D. Lorenz den ersten Gleichstand im Spiel (11:11/23.). Müller und Albrecht stellten aber noch vor der Pause (12:13) das alte Kräfteverhältnis wieder her. Nach langem Kampf am Kreis kam Lorenz nochmals zum Ausgleich (13:13), dann kam Pech mit ins Spiel. D. Köhler traf zwar ins Toreck, doch der Ball sprang nicht in die Maschen und Rechtsaußen D. Liening warf den Ball zwar durch die Beine von Keeper Reiko Cott, aber auch am Tor vorbei. Cott nahm kurz darauf eine Auszeit und nun überzeugte Mario Schmidt bei den Gästen und vereitelte gleich vier Goldbacher Chancen am Stück. Die SGS zog auf drei Tore davon (15:18) und es dauerte geschlagene fünf Minuten, bis Gerald Glief für die Gastgeber das Torewerfen mit dem 16:18 fortsetzte. Im Tor sorgte weiterhin der 40-jährige Steffen Führ für Sicherheit, vorne vergaben Köhler (2) und M. Walger (Siebenmeter) die Chancen. Die Gäste agierten trotz des Vorsprungs immer ruppiger und kassierten Zeitstrafen. Nur zu Viert auf dem Parkett gelang ihnen allerdings das 18:20 nach einem Konterduo von Albrecht und Müller. Sieben Minuten vor Ultimo konterte Müller zum 2-Tore-Vorsprung für die Gäste (21:23). Das Spiel stand auf der Kippe. Während die Schnellmannshäuser sich in Schiedsrichterdiskussionen verstrickten und ihren kleinen Kader weiter dezimierten, gingen die Goldbacher nach drei Siebenmeterwürfen in Folge mit 26:24 in Führung. Rechtsaußen Liening traf zum 28:24 den Gästen gelang durch Thomas Arendt nur noch eine kleine Ergebniskorrektur.
Goldbach II: St. Führ/B. Hübner D. Köhler (5/3), D. Liening (5), G. Glief (3), M. Walger (6/2), E. Jeron, D. Lorenz (6), C. Neumann (2), D. Obst (1), St. Schlegel, Th. Röser.
SGS: Cott/Schmidt; Ley (1), M. Müller (7/3), Montag, Arendt (1), Koch (7), J. Müller (1), Albrecht (8).
 
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« Antworten #6 am: 24.09.2008 - 00:05:42 »

TA Eisenach  23.09.2008

Schnell in Rückstand geraten
 
Nordhäuser SV - SV Wartburgstadt Eisenach  36:23 (18:12)

Am zweiten Spieltag in der Handball-Landesliga der Männer musste die Mannschaft des SV Wartburgstadt Eisenach eine deutliche 23:36 (12:18)-Niederlage hinnehmen.
Der Nordhäuser SV war über die gesamte Partie das klar spielbestimmende Team und kam damit auch zum verdienten Erfolg. Die Ansprüche der beiden Kontrahenten an den Saisonverlauf sind natürlich auch recht unterschiedlich. Die Eisenacher wollen als Aufsteiger den Klassenerhalt und die Gastgeber wollen um den Oberligaaufstieg mitspielen. Im Spiel beim Favoriten musste SVW-Coach Bernd Fichtner ohne Keeper Andreas Fehr (Zehenbruch) und die verhinderten Stammspieler Kai Fabian, Steven Wagner und Kai Schmidt auskommen. Carsten Cech rückte auf die Spielmacherposition und Sebastian Hertel sowie Sven Felsberg komplettierten die Rückraumachse. Nach den 1:1 zogen die Nordhäuser über die 10:3 Führung zum 16:8-Zwischenstand (25.) davon. Der SVW kam mit drei Toren in Folge auf 16:11 wieder etwas heran. Doch danach wieder eine mangelnde Chancenverwertung und somit musste der SVW beim 18:12 in die Pause gehen. Dazu kam das vorzeitige Aus von Marcus Schneider. Er hatte seinen Gegenspieler zu hart attackiert und sah Rot. Nach den Seitenwechsel blieben die Gastgeber spielbestimmend und bauten die Führung auf 23:13 (38.) aus. Bei den Eisenachern lief nicht allzu viel zusammen und deshalb blieb der Gast mit den 19:29 (52.) weiterhin deutlich im Rückstand. Die doch insgesamt faire Partie ging am Ende mit 36:23 klar an den Nordhäuser SV.SVW-Coach Bernd Fichtner: "Der Aufstiegsmitfavorit hat verdient gewonnen. Bei uns lief heute nicht viel zusammen. Ich hätte mir schon ein etwas besseres Resultat gewünscht."
SVW: Göpel; Cech (4), Hertel (6), Felsberg (3/2), Marcus Schneider (2), Tube (5), Martin Schneider (1), Oelschläger (2).
Siebenmeter: Nordhausen 0, SVW 4/2,
Strafminuten: je 6
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« Antworten #7 am: 24.09.2008 - 14:54:11 »

FW Suhl  22.09.2008

In der Schlussphase fiel die Entscheidung

HSG Suhl - VfB TM Mühlhausen 09  25:27 (14:12)

Die Gäste aus Nordthüringen agierten cleverer und drehten die Begegnung noch zu ihren Gunsten.
Ohne die Brüder Remo (Urlaub) und Maik Gerstenberg (krank), das große Talent Christian Münzner (Studium) sowie die Neuzugänge Christian Hoffmann und Maik Hirn (beide wegen überzogener Wechselfrist noch gesperrt) trat die HSG Suhl in der „Wolfsgrube“ zum ersten Heimspiel in der neuen Saison der Handball-Landesliga gegen den VfB TM Mühlhausen an. Die Gäste, die derzeit interimistisch vom früheren Eisenacher Bundesligatrainer Rainer Osmann betreut werden, gingen dabei als Sieger vom Parkett.

Taktische Mängel und eine sechsminütige Torflaute

Vor allem in der Schlussphase des Spiels präsentierten sich die Mühlhäuser als cleverere Vertretung und hatten in taktischer Hinsicht klare Vorteile. Hinzu kam, dass Osmann an der Seitenlinie lautstark Regie führte und seine Truppe dadurch immer wieder nach vorn peitschte. So schafften es die Männer um die wurfgewaltigen Akteure Christopher Kaufmann und Lars Hartmann, einen Vier-Tore-Rückstand (16:20/41. Minute) noch in einen Sieg mit zwei Treffern Vorsprung umzuwandeln. Ihnen spielte zusätzlich in die Karten, dass die Hausherren in den letzten 20 Spielminuten taktische Mängel erkennen ließen. Außerdem warfen sie sechs Minuten hintereinander kein Tor.

Statt über die Außen gehend den Vorsprung zu erhöhen, wie das vorher Marcus Triebel, Sascha Kliem und Michael Schumacher klug getan hatten, wurde versucht, über die wuchtigen Michael Leipold und Christian Görner zum Erfolg zu kommen. Die Mühlhäuser hatten jedoch ein gutes Rezept dagegen. Ihre Innenverteidigung stand ausgezeichnet, und die Torhüter Christopher Ode sowie Florian Wehling erwiesen sich als Könner zwischen den Pfosten. Zu allem Überfluss kam bei der HSG auch noch Wurfpech hinzu. So traf Karsten Schott den Pfosten und Michael Leipold die Latte.

In den ersten 40 Minuten des Spiels vermochten die Suhler hingegen zu überzeugen. Klug durch die Aufbauspieler Karsten Schott beziehungsweise Mario Krieg in Szene gesetzt, sorgten der bei Strafwürfen absolut sichere Michael Leipold und Routinier Michael Schumacher für den erfolgreichen Abschluss zahlreicher gelungener Kombinationen. Auch Michael Adam mit seinen Toren aus dem Rückraum war lange Zeit ein überaus sicherer Rückhalt für sein Team. So ließ man die Gäste zunächst nur ein einziges Mal zu einer Führung kommen (11:10/23.), ehe Triebel mit drei Treffern in Folge die Zwei-Tore-Führung der HSG Suhl zur Pause sicherstellte.

Osmann jubelte über den Sieg und hatte Spaß an der Linie

Auch nach dem Wiederanpfiff der beiden nicht überzeugenden Referees Lugauer und Schuster aus Gotha konnte diese Führung behauptet werden. Dann kam der kleine Einbruch, der für den letztlich nicht unverdienten Sieg der Gäste sorgte. Rainer Osmann zeigte sich darüber verständlicherweise zufrieden: „Eigentlich waren für mich die Suhler favorisiert, doch bei solch einem guten Spiel der eigenen Mannschaft kann man eben auch auswärts etwas holen. Es hat mir richtig Freude gemacht, an der Linie zu stehen.“ schi

Suhl: Gubisch, St. Wetzl – Schumacher 2, Kliem 1, Adam 6, Krieg 1, Leipold 4/3, Klaue, Schott 4, Görner, Triebel 7

Schiedsrichter: Lugauer/Schuster (beide Gotha)
Siebenmeter: Suhl 3/3, Mühlhausen 3/2
Zweiminutenstrafen: Suhl 3, Mühlhausen 4
Rote Karte: Wetzl (58./Schiedsrichterbeleidigung)
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