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Thüringer Handball-Verband
22.11.2008 - 03:36:14 *
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Autor Thema: Nachholspiel vom 3. Spieltag, vorgezogene Spiele vom 8., 9., 10. & 12. Spieltag  (Gelesen 757 mal)
Marco
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« am: 03.10.2008 - 00:42:41 »

03.10.2008  16:00
SV Thuringia Königsee - HSG Werratal 05
[Sporthalle Am Schiefer Königsee]

03.10.2008  17:00
SV T&C Behringen/Sonneborn - SV Hermsdorf
[Hainichsporthalle Behringen]

03.10.2008  17:30
LSV Ziegelheim - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Wieratalhalle Ziegelheim]

04.10.2008  19:00
HSV Ronneburg - HSV Apolda 1990
[Sporthalle Zeitzer Straße Ronneburg]

05.10.2008  16:00
HSC Erfurt - ThSV Eisenach II
[Sporthalle Sportgymnasium Erfurt]
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Marco
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« Antworten #1 am: 05.10.2008 - 22:32:46 »

Infoline Werratal

Handball Oberliga Thüringen

SV Thuringia Königsee – HSG Werratal   24:30 (10:13)

Verdienter Auswärtssieg der HSG Werratal!   

Die HSG Werratal hat in der Oberliga Thüringen ihren ersten Auswärtssieg verbuchen können. Am Tag der deutschen Einheit und zum Kirmeswochenende wurde ein souveräner Sieg in Königsee eingefahren. Das Trainerduo Schneider/Gehri musste zwar auf den langzeiterkrankten Spindler verzichten, hatte dafür aber Abwehrstratege Osterwald wieder mit dabei. Die Abwehrleistung und zwei gute Torhüter, waren letztendlich auch der Grundstein für die erkämpften Punkte in Königsee. Die Werrataler nahmen gleich zu Spielbeginn das Heft des Handelns in die Hand. Die gut funktionierende 6:0 Deckung, um den starken Innenblock Schneider/Osterwald, brachte die Gastgeber schier zur Verzweiflung. Was die Abwehr nicht blockte, machte der gut aufgelegte Torhüter Jakob zunichte und gleiches gelang später dem Youngster Menschner. Im Angriff zeigte sich zunächst Kleint sehr treffsicher und so setzten sich die Werrataler schnell auf drei Tore ab. Lediglich die hohe Quote von Abspiel- und Fangfehlern war in Hälfte eins der Partie auf Werrataler Seite stark zu bemängeln. Allerdings fehlten dem Gastgeber die spielerischen Mittel, um dies konsequent nutzen zu können. Zu ideenlos gestaltete die Mannschaft von Trainer Varchmin ihr Angriffsspiel und strahlte über ihre beiden Halbspieler Hüttner und Oldenburg nur wenig Torgefahr aus. Da die Werrataler Fehlerquote sich Mitte der ersten Hälfte nochmals erhöhte, kam Königssee trotzdem bis auf einen Treffer heran. Trainer Schneider reagierte und nahm eine Auszeit. In dieser wurden dann recht deutliche Worte gefunden und die Mannschaft verstand die Botschaft recht gut. Kolbe übernahm nunmehr die Rolle des Spielmachers und tankte sich mehrfach glänzend durch die Abwehrreihen der Königseer. Schließlich ging es mit einer drei Tore- Führung der Werrataler in die Kabinen. Trainer Schneider hatte lediglich die zu hohe Fehlerquote zu bemängeln und schwor seine Männer ein, weiter aufs Tempo zu drücken. Die Vorentscheidung des Spiels, zu Gunsten der HSG, fiel dann auch in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit. Königsse versuchte mit einer Manndeckung, wechselseitig gegen Schneider und Westhues, den Spielfluss der HSG zu unterbinden. Diese Maßnahme griff jedoch überhaupt nicht, da die anderen Werrataler Spieler den sich bietenden Platz konsequent für Tore nutzten. Auch die rechte Angriffseite mit Dohnal und Wagner entwickelte Torgefahr und so führte die HSG Mitte der zweiten Halbzeit mit 20:13. Damit war die Moral der Gastgeber gebrochen, zumal ihre Kräfte mit zunehmender Spieldauer schwanden. Trainer Schneider nutzte den klaren Vorsprung um allen Spielern ausreichend Einsatzzeiten zu gewähren. Am Ende gelang ein völlig verdienter und nie gefährdeter Auswärtssieg des Aufsteigers HSG Werratal. Der Jubel nach dem Spiel bei den Werrataler Spielern und den deren Anhänger war dementsprechend groß.

HSG: Jakob, Menschner; Kleint 9/2, Kolbe 6, Wagner 4, Dohnal 3, Westhues 3/1, Schneider 2, Schmidt 2, Schlesinger 1, Osterwald, Barth
     
Siebenmeter: HSG 4/3 Königsee  10/6
Zeitstrafen: HSG  6 Königsee 5   
Zuschauer: 150
Schiedsrichter: Dähne / Scholz ( Bad Klosterlausnitz /Gera)
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« Antworten #2 am: 05.10.2008 - 22:41:32 »

HP Ziegelheim

LSV Ziegelheim - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim   27:28 (15:13) 

Am Tag der deutschen Einheit erlebten gut 500 Zuschauer in der Wieratalhalle zum Spitzenspiel der Oberliga einen echten Handball-Thriller. Zum Leidwesen der Ziegelheimer Fans jubelten am Ende die Gäste. Es war ein emotionales und mit sehr harten Bandagen geführtes Spiel, bei dem die beiden Referees insgesamt 42 Strafminuten und sechs rote Karten verhängten. In der Partie dominierten die Abwehrreihen. Ziegelheim, ohne den verletzten Torhüter Steve Rüger (für ihn half Tobias Hahn aus) und den urlaubsbedingt fehlenden Christian Godlinski, spielte vor allem im zweiten Durchgang zu statisch und drucklos. Durch überhastete Aktionen wurde die Vorentscheidung verpasst. Was prima funktionierte, waren die Tempogegenstöße des LSV. Das reichte aber nicht. Goldbach kämpfte sich immer wieder ran und setzte am Ende die „big points“. „Wir hatten die Goldbacher Spielzüge voll im Griff, aber nicht deren, teilweise bei angezeigten Zeitspiel abgezogenen Schlagwürfe“, bemängelte Karsten Knöfler. In erster Linie galt das Goldbachs Linkshänder David Trenkelbach, der die Ziegelheimer mit zwölf Treffern bei 15 Versuchen fast im Alleingang abschoss. Abwehrchef Nick Sense fand die Defensive ganz in Ordnung, lobte seine Nebenleute für den Einsatz. „Es fehlte jedoch die Konsequenz bis zum Schluss“, so Sense.

In der ersten Hälfte hatten die Ziegelheimer die Nase vorn. Die Abwehr passte, die Konter rollten (9:7, 20.). David Heinig pausierte zunächst noch auf der Bank. Die Gäste aber spielten ihre Angriffe lange aus, rannten sich oft fest und erst aus der Not heraus feuerten sie die Bälle auf den Kasten. Und da schlugen sie plötzlich ein. Nur aufgrund dieser Nachlässigkeiten des LSV waren die Blau-Weißen überhaupt noch dran. Häufig sah es aber anders aus. Ziegelheim blockte und stürmte sofort das Goldbacher Tor, schaffte damit immer wieder einen kleinen Vorsprung (12:9, 23.). Nach dem Seitenwechsel gleich der nächste symptomatische Angriff der Gäste. Sie rannten sich fest, der Wurf wurde pariert, der Abpraller landete jedoch beim Außen, der den Anschluss herstellte. Es folgte die nächste Ziegelheimer Drangphase. Mit sehenswerten Tempogegenstößen dampften die Hausherren in wenigen Minuten auf 18:14 davon (34.). Hier und dann noch einmal beim 20:17 versuchten die LSV-Männer viel zu verkrampft eine Vorentscheidung zu erzwingen. Einzelaktionen, kaum Spielfluss und daraus resultierend  unplatzierte Würfe brachten die zunehmend abgeklärter wirkenden Gäste wieder ins Geschäft. Spätestens mit Beginn der Schlussviertelstunde und dem 22:22-Ausgleich (48.) bahnte sich der Krimi an. Ziegelheim fiel im Angriff nichts mehr ein, Goldbach erzielte mit dem 25:24 die erstmalige Führung im Spiel (54.). In der 57. Minuten dann die wohl spielentscheidende Situation. David Heinig wird beim Torwurf von seinem Goldbacher Gegenspieler 7m-reif gefoult. Der Pfiff blieb aus und die Goldbacher erhöhten im Gegenzug schließlich auf 27:25. Der LSV riskierte nun alles, wirkte aber zu überhastet und nicht souverän genug, um wenigstens das Unentschieden zu retten. Zwar verkürzten sie noch einmal auf 26:27, doch im Gegenzug machten die Gäste 50 Sekunden vor Schluss alles klar. Der Treffer zum 27:28 kam zu spät. Am Ende feierten die Goldbacher einen sehr glücklichen Sieg.
 
LSV: Urwank, Hahn; D. Heinig (8), S. Graichen (1), A. Heinig (3), Moritz (6/2), Reusch (2), Knöfler, Wunderlich (1), Kühnert, M. Jahn (2), Sense (3)
Strafminuten: LSV 16 (inkl. 2 RK 3x2min) + 2 RK; BW 16 inkl. 2 RK
7m: LSV 3/2; BW 6/4
Schiedsrichter: Kunze / Lang (VfB TM Mühlhausen 09)
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« Antworten #3 am: 05.10.2008 - 23:09:08 »

OTZ Stadtroda  06.10.2008

Fehlstart ist perfekt
 
Hermsdorfer verlieren in Sonneborn - Mit 3:3-Punkten so schlecht wie noch nie

SV T&C Behringen/Sonneborn - SV Hermsdorf 28:25 (11:12)

Hermsdorfs Handballer sind gestern Abend wohl endgültig im nackten Oberliga-Alltag angekommen.
In Sonneborn kassierte der letztjährige Regionalligist eine völlig überraschende 25:28-Klatsche. Machte nach dem 30:30 im Heimspiel gegen den LSV Ziegelheim das Wort vom missglückten Traumstart die Runde, müssen seit gestern andere Vokabel verwendet werden. Drei Spiele und nur 3:3-Punkte - und das für den ehemaligen Drittligisten, die Hermsdorfer haben bei ihrer Rückkehr ins Thüringer Oberhaus einen klassischen Fehlstart hingelegt. Man muss die letzten Spieljahre der Oberliga gar nicht strapazieren: So schlecht ist eine erste Hermsdorfer Männermannschaft noch nie in eine Oberliga-Saison gestartet.


Gestern sündigten die Hermsdorfer reihenweise im Abschluss. Was half es, wenn die Chancen gut vorbereitet und herausgespielt wurden. Mit einer Quote von 25 Fehlwürfe kann man auch in Sonneborn nichts bestellen.

25 geworfene Tore, das erinnerte sehr an die verkorkste Regionalligazeit. Eigentlich sollte alles besser werden, eigentlich wollten die Protagonisten für einen Neuanfang sorgen. Es ist bisher nur bei leeren Worthülsen geblieben.

Beim Stand von 21:20 kam der wacker kämpfende Gastgeber zur ersten Führung. Zweieinhalb Minuten vor Schluss ging SVH-Trainer Jens Friedrich volles Risiko, stellte beim 24:25 auf Manndeckung um - es half nichts mehr.

Sonneborn feierte seinen zweiten Heimsieg in dieser noch jungen Saison. Mit 4:2-Punkten liegt die SG nach drei Spieltagen vor Hermsdorf in der Tabelle. Friedrich war auch 30 Minuten nach dem Abpfiff mächtig bedient.

Der gute Start seiner Jungs mit der 8:4-Führung war höchstens wichtig für die Statistiker. "Einige müssen langsam mal von ihren hohen Ross herunter kommen, Hermsdorf ist nicht die Handballmacht", sagte Friedrich und ging damit ans Eingemachte.

Nur die beiden Torhüter - Pierre Liebelt und René Meißner - blieben im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Den Rest der Mannschaft hätte man gestern ständig hin und her wechseln können, zu einem Punkt oder gar zu einem Sieg hätte es wohl nie gereicht.

Der Gastgeber Sonneborn feierte den Sieg ausgelassen. Die zwei anderen Saisonresultate haben gezeigt, dass sich hier einiges tut. Schon Apolda musste sich im Heimspiel gegen die Westthüringer mächtig strecken, Der letztlich klare Sieg täuschte über die Verhältnisse hinweg. Und dann verlor vor 14 Tagen Sonneberg ebenfalls in Sonneborn.

SVH: Liebelt, Meißner - Remme (2), Högl (6), Grützbach (3), Parybyk, Heilwagen (3), Varchmin, de la Motte, Herzig (2), Najman (8), Rust, Pfeifer.
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« Antworten #4 am: 07.10.2008 - 00:17:46 »

HP Königsee

Ratlosigkeit um das Thuringa-Team

SV Thuringia Königsee - HSG Werratal 05 24:30 (10:13)

Dritte Heimniederlage - So kein Erfolgserlebnis bei Königsee in Sicht

Auch wenn sich Werratal als Aufsteiger am Schiefer präsentierte sind sie keine Unbekannten. Sie waren lange Jahre eines der Top-Teams des Thüringer-Handball-Oberhauses und krönten ihre sportlichen Erfolge über die Regionalliga bis hin zur zweiten Bundesliga, wo für sie durch Insolvenz das Aus kam. Klein wieder angefangen haben sie sich nun wieder auf die Handball-Bühne des Freistaates gespielt und wie sie da schon wieder mitmischen mussten die Königseer erfahren. Sie fanden keine Einstellung zum Spiel, blieben auch nach dem dritten Heimauftritt ohne Zähler und sind nun ratlos, zumal nun ganz dicke Brocken kommen. Thuringia begann die Partie unglücklich, da sowohl Dademasch als auch Hüttner nur das Holz trafen. Anders die Gäste, welche nach mehreren Anläufen in Führung kamen. Die Königseer leisteten sich bereits in dieser Anfangsphase zu viele technische Fehler, so dass die Mannen aus Breitungen ihre Führung ausbauen konnten (4:1, 7.). Der Gastgeber agierte auch in der Folgezeit äußerst nervös (2:6, 12.). Thuringia, angefeuert von den Rängen, mühte sich um die Korrektur, was langsam gelang (4:7, 14.). Doch mehr wollte nicht gelingen (4:9, 18.). In diesen Minuten behielt wenigstens der junge Föhr im Kasten die Übersicht und vorn traf man auch etwas besser (7:9, 23.). Nun schien der Knoten geplatzt, doch die Königseer trafen weiter nur das Gebälk, so dass Werratal die Differenz erhöhen konnte (11:8, 27.). Mit dem Drei-Toren-Rückstand war zwar noch nicht aller Tage Abend, um das Blatt zu wenden, doch dies bedurfte einer Energieleistung. Und genau das forderte Coach Varchmin für den zweiten Durchgang. Doch zunächst trafen erst einmal wieder die Gäste, welche sich einen Fünf-Tore-Vorsprung schufen (15:10, 32.). Thuringia blieb weiter nervös, so dass sich der Rückstand erhöhte (11:17, 37.). Obwohl noch 20 Minuten Zeit waren das Blatt zu wenden, traute man dies den Rinnestädtern nun nicht mehr zu (13:20, 42.). Hier lief ein weiteres Mal einfach nichts zusammen (14:22, 46.). Vor heimischer Kulisse bahnte sich ein Zehn-Tore-Rückstand an, gegen den sich die Rinnestädter wehrten (16:22, 47.). Zehn Minuten vor dem Ende wurde die Welt etwas freundlicher (18:23), was sich als Strohfeuer erwies (18:27, 54.). Die Punkte waren erneut futsch, was die Lage immer prekärer werden lässt.

Thuringia Königsee: Föhr, Dewender, Szotowski, Göring, Förster, Dademasch (4), Hüttner (1), Pojonie, Schmeißer (3), Meilan (3), Hanl (1), Oldenburg (12).
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« Antworten #5 am: 07.10.2008 - 00:20:33 »

HP Eisenach

HSC Erfurt siegt Dank seiner Routiniers über den ThSV Eisenach II 
   
Zu Grün zum Punkten

HSC Erfurt - ThSV Eisenach II  36:33 (19:16)

„Die Erfahrung in unseren Reihen gab wohl den Ausschlag“, bekannte Gerd Stefanowsky, der Coach des HSC Erfurt, nach dem 36:33 (19:16)-Erfolg seiner Schützlinge über die junge Zweitligareserve des ThSV Eisenach II. Mit den bundesligaerfahrenen Steffen Ahrens und Daniel Baumgarten sowie dem dynamischen Andre Ahrens – alle drei trugen auch einmal das Trikot des ThSV Eisenach – wucherten die Gastgeber im Rückraum.
 
Sie entwickelten selbst viel Torgefahr, schufen damit die Räume für die eigenen Außen Stefan Martin (9 Tore) und dem Ex-Eisenacher Felix Menge (6). Im Duell von zwei Teams, die am Spieltag zuvor deftige Auswärtspleiten kassierten, erstaunte Erfurts Trainer Gerd Stefanwosky, zuvor viele Jahre in Suhl tätig, „das große Engagement der jungen Garde aus Eisenach.“ Der Handballfachmann hatte aber auch gesehen, dass von Bert Hartfiel und Paul Lipsky trotz deren körperlicher Voraussetzungen zu wenig Durchschlagskraft aus dem Aufbaubereich ausgeht. Eine überzeugende Leistung bot hingegen Johannes Drieß, sowohl von Linksaußen als auch aus dem linken Rückraum. Elf Feldtore sind Beleg dafür. „Eine klare Steigerung gegenüber dem Desaster in Ronneburg, doch in kniffligen spielentscheidenden Situationen offenbarten wir unsere Unerfahrenheit“, analysierte ThSV-Coach Frank Ihl, und meinte speziell die Phase, als sein Team zum 24:24-Ausgleich kam (43.) und danach patzte. „Erfurt profitierte von unseren Fehlern, nahm unsere Einladungen natürlich an“, fügte Frank Ihl mit süßsaurer Mine an. „Uns fehlt die Abgeklärtheit.“ Der ThSV-Coach haderte mit den Unparteiischen Heinzmann/Merten, die klare Grundregeln des Handballs nicht umgesetzt hätten. Auch Schiedsrichterbeobachter Gunnar Beyer sah die Leistung der Spielleiter kritisch und dürfte diesen im Anschluss einiges dargelegt haben. „Die Gründe für die Niederlage müssen wir in erster Linie freilich bei uns suchen“, wollte Frank Ihl den „schwarzen Peter“ keinesfalls an die Unparteiischen schieben.
.
Ahrens-Brüder und Daniel Baumgarten Erfurts Erfolgsgaranten
Gegen den routinierten und kantigen Deckungsinnenblock mit Steffen Ahrens und Daniel Baumgarten hatten die Eisenacher, vornweg Kreisspieler Philipp Lindner, einen schweren Stand. Das 0:1 nach 28 Sekunden blieb dann auch der einzige Treffer des 17-jährigen Kreisspielers. Andre Stegner, der einzige Routinier im Eisenacher Kader, versuchte von der mittleren Aufbauposition das Spiel seines Teams zu lenken. Eine präzise Steilvorlage von Torhüter Alexander Enke versenkte der einst auch für Erfurt auflaufende 33-jährige zum 3:4 (7.). Konterspezialist Lars Keller legte wenige Augenblicke später gar zum 3:5 nach. Mit ihren „Dampfloks“ Daniel Baumgarten und Steffen Ahrens marschierten die Hausherren immer wieder in Richtung ThSV-Abwehr, bedienten zudem Stefan Martin maßgerecht auf Rechtsaußen, der zum 10:7 (16.) für den HSC Erfurt vollendete. Eisenacher Zuspielversuche zur Kreismitte waren Auslöser für Tempogegenstöße der Gastgeber. Mit Manuel Blezinger in der Regierolle, Andre Stegner rückte auf Linksaußen und Johannes Drieß in den linken Rückraum, kam frischer Schwung ins Eisenacher Angriffsspiel. Johannes Drieß war von den Erfurtern einfach nicht an die Ketten zu legen. Nach Regelwidrigkeit an ihm verwandelte Andre Stegner vom Punkt zum Anschlusstreffer (12:11, 23.). Doch zuviel lastete auf Johannes Drieß. Nur ansatzweise deutete Bert Hartfiel seine Möglichkeiten an. Mit dem ehemaligen Geraer Karsten Krech belebten die Erfurter ihr Angriffsspiel aus dem Rückraum. Andre Ahrens narrte mit seiner Dynamik die Eisenacher Abwehr, erwies sich auch sicher vom Punkt (19:15 (29.).

Nur Johannes Drieß ließ es für den ThSV Eisenach richtig krachen
Nach einer Fußverletzung musste Manuel Blezinger passen. Andre Stegner kehrte wieder in die „Chefrolle“ zurück. Nach Ballgewinnen in der Abwehr wurde das Leder jedoch in Überhast wieder leichtfertig vergeben. Die ausgebufften Erfurter nahmen die Präsente zum 22:18 (37.) an. Doch es geht auch besser. Lars Keller und Johannes Drieß lochten nach geradlinigen Tempogegenstößen zum erneuten Anschlusstreffer ein (24:23, 42.). Harte Bandagen der Erfurter Abwehr, insbesondere gegen Philipp Lindner, blieben, ebenso wie Attacken in den Wurfarm von Johannes Drieß, zumeist ungeahndet. Andre Stegner verwandelte seinen 6. Strafwurf zum 24:24-Ausgleich (43.). „Danach in Führung zu gehen, die big points zu machen, dafür waren wir noch zu Grün“, konstatierte Frank Ihl. Leichtfertige Ballverluste (Lipsky) bestrafte der HSC Erfurt konsequent zum 29:26 (51.). Nicht zimperlich verteidigte Erfurt gegen die nie aufsteckenden jungen Eisenacher seinen Vorsprung, startete Daniel Baumgarten mit Wucht selbst in Richtung des in der zweiten Halbzeit von Julian Krüger gehüteten ThSV-Kasten durch. „Wieder ein Stück Lehrgeld gezahlt. Doch das ist nun einmal bei einer solch jungen Truppe so“, betonte Frank Ihl nach dem Abpfiff. Da waren Spieler und Trainer des HSC Erfurt bereits dabei, Werbebanden und Tore abzuräumen, um die Halle des Sportgymnasiums für den Schulunterricht am nächsten Morgen in sauberen Zustand zu übergeben!

HSC Erfurt: Hielscher, Stange; A. Ahrens (11/5), Schmidt, Krech (4), Trommer, S. Ahrens (2), Baumgarten (4), Ratz, Menge (6), Martin (9), Machts, Schröpfer

ThSV Eisenach II: Enke, Krüger; Lipsky (1), Drieß (11), Keller (7), A. Stegner (8/6), Lindner (1), Blezinger, Hartfiel (5), Knoblich, Schulze, Eisenberg

Siebenmeter: Erfurt 6/5 – ThSV II 6/6
Zeitstrafen: Erfurt 5 x 2 Min. – ThSV II 7 x 2 Min./ Rot gegen Lindner nach 3. ZS 54.
Schiedsrichter: Heinzmann/Merten (Ilmenau/Langewiesen)
Zuschauer: 150
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« Antworten #6 am: 07.10.2008 - 11:24:36 »

HP Ronneburg

Ronneburg gewinnt gegen Spitzenreiter

HSV Ronneburg – HSV Apolda 1990 33:29 (17:14)

Mit der besten Saisonleistung besiegten die Handballer aus Ronneburg am Sonnabend den als Tabellenführer angereisten HSV Apolda. Beim 33:29-Heimsieg gab die stärkere Abwehr den Ausschlag für die Ostthüringer.

Auf der Torhüterposition hatte Ronneburg auch ein Plus. Hannes Seidemann und Enrico Olzmann, die jeweils eine Halbzeit hielten, hatten jeweils 20 starke Minuten. Im Angriff demonstrierten die „Halben“ Thomas Heidrich und Robert Herling ihre individuelle Klasse. Heidrich traf neun Mal, Herling sieben Mal. Der Ex-Hermsdorfer ersetzte im halbrechten Rückraum den fehlenden Matthias Zänsler. „Der Matthias hatte Probleme bei der Anreise“, sagte Ronneburgs Pressesprecher Bernhard Jander nach der Partie. Zänsler absolviert im Rahmen seines Kunst-Studiums ein Auslandssemester in der Schweiz.

Apolda brillierte vor allem mit dem wurfgewaltigen Florian Dejmek. Den Rechtshänder bekamen die Ronneburger nicht wie gewünscht in den Griff. „Er hat uns das Leben ganz schön schwer gemacht. Bei ihm standen wir nicht nah genug dran“, sagte Jander. Mit elf Toren war Dejmek erfolgreichster Werfer auf dem Feld.

Die 330 Zuschauer – das ist für Ronneburger Verhältnisse neuer Besucherrekord – kamen über die volle Spielzeit auf ihre Kosten. Die Partie war eine Werbung für den Thüringer Handballsport. Jander: „Es wurde im Vorfeld von einem Spitzenspiel gesprochen. Ich denke, beide Mannschaften haben alles dafür getan, dass es auch ein Spitzenspiel wurde.“

Als die Apoldaer zum 21:21 ausglichen, rutschte auch Bernhard Jander auf der Zuschauerbank etwas unruhig hin und her. Doch seine Jungs verfielen nicht in Hektik – mit großem Erfolg. Fünf Minuten vor Schluss war der Spannungsfaktor gleich Null. Ronneburg lag beim 32:26 mit sechs Toren vorn. Der dritte Heimsieg und die Pluspunkte fünf und sechs waren unter Dach und Fach für den Gastgeber. Apolda musste nach drei klaren Auftaktsiegen (darunter 32:20 gegen HSC Erfurt) die erste Saisonpleite hinnehmen.

Das Schiedsrichter-Duo Leinhos/Sondermann bot eine überzeugende Leistung. Beide Mannschaften spielten trotz der Bedeutung des Spiels insgesamt fair. Die eine oder andere ausgesprochene Zeitstrafe war für Jander zu viel. Dennoch ging sein Daumen nach oben. „Solche guten Schiris wünscht man sich jedes Wochenende.“

Durch den Sieg von Goldbach in Ziegelheim, ist Goldbach neuer Spitzenreiter. Die Ronneburger werden sich immer noch ärgern. Mit einem Sieg in Goldbach vor 14 Tagen – der drin gewesen wäre – hätten sie Tabellenführer sein können. So rangiert die Mannschaft nach vier Spielen auf Position drei.   

Ronneburg: Seidemann, Olzmann – D. Koska (1), Bauer (2), Nowak (5), Heidrich (9), Förster (4), Herling (7), Kusch (3), Meyer (2).   
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« Antworten #7 am: 18.11.2008 - 01:49:39 »

HP Goldbach

Dritter Auswärtssieg

LSV Ziegelheim - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  27:28 (15:13)

Der vierte Sieg in Folge: Goldbach/Hochheim gewann gestern Abend sein Handballspiel beim LSV Ziegelheim mit 28:27 Toren.Wie gewohnt kamen die Nessetaler Oberligisten langsam ins Spiel, lagen noch zur Halbzeit mit 13:15 zurück.

Zu Beginn hielt David Trenkelbach die Blau-Weißen im Rennen. Mit seinen Sprungwürfen aus dem rechten Rückraum und verdeckten Hüftwürfen gab der 19-Jährige der Ziegelheimer Abwehr einige Rätsel auf. 15 Würfe gab er in Richtung des Gastgeber-Kastens ab, konnte dabei zwölf Mal den Keeper überwinden. Trotzdem liefen die Goldbacher einem Rückstand hinterher. In der 53. Minute bescherte Kohls mit seinem Konter zum 24:25 den Goldbachern erstmals die Führung; ein Sprungwurf von Sebastian Juhnke stellte eine Zwei-Tore- Führung her (25:27, 58.) Moritz brachte Ziegelheim nochmals heran, doch ein Siebenmeter-Treffer durch Kohls stellte wieder den alten Abstand her. Zehn Sekunden vorm Abpfiff verkürzte Ziegelheim aber nochmals. Goldbach nahm noch eine Auszeit und wenig später war der dritte Auswärtssieg perfekt.Trainer Rothhämel: "Ich bin begeistert von der Mannschaft. Sie hat sich zum wiederholten Mal sehr kämpferisch präsentiert. Der Wille ist bei allen da, mit voller Kraft über 60 Minuten zu gehen."

 Goldbach: Schneegaß, Harseim, Obst n.e., Skowronek, Kohls 5/1, Paslat, St.Juhnke 1, Taubert 2, Andreas, M.Stegner 1, Trenkelbach 12, Moratschke 1, Se. Juhnke 6/2, Laufer.
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