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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 6. Spieltag  (Gelesen 519 mal)
Marco
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« am: 16.11.2008 - 22:31:49 »

15.11.2008  16:30
TSG Ruhla - HSV Weimar
[Sporthalle Bermbachtal Ruhla]

15.11.2008  17:00
TSV Motor Gispersleben - HSG Nordhausen
[Sporthalle Bukarester Straße Erfurt]

15.11.2008  18:45
HBV Jena 90 - Sonneberger HV
[Sporthalle Sportforum Halle I Jena]

15.11.2008  20:00
SV Aufbau Altenburg - HSV Apolda 1990
[Sporthalle Goldener Pflug Altenburg]
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gunnar1m
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« Antworten #1 am: 17.11.2008 - 10:38:19 »

TA Eisenach, 17. November 2008

TSG Ruhla - HSV Weimar 18:21 (10:9)

RUHLA (gn). Zu viele eigene Fehler ließen den dritten Teil der TSG-Trainer-Planvorgabe platzen. Gegen die engagierteren, durchsetzungsfähigeren und zielstrebigeren Goethestädterinnen musste sich die TSG geschlagen geben.

Ruhla trat wie schon in der Vorwoche zu Spielbeginn zu unkonzentriert und lasch auf. Die Aufholjagd konnte nach dem 1:5 (11.) nicht wie gegen Gispersleben erfolgreich gestaltet werden. Weimar war aus anderem Holz geschnitzt als die Rand-Erfurterinnen. Es dauerte bis zur zehnten Minute, ehe Ruhla der erste Treffer gelang (1:4). Die TSG offenbarte vor allem von den Außenpositionen ungewohnte Schwächen - Nadine Arndt blieb gänzlich ohne Torerfolg. Bis zur Pause beklagte Trainer Reiner Koburger bereits 12 Fehlversuche. Ruhla konnte außerdem die kompromisslose und hart zupackende HSV-Abwehr nur selten ausspielen. Nur langsam fand Ruhla nach dem 2:6 (16.) den Faden und verkürzte auf 5:6 (19.). Zwei Kontermöglichkeiten ließ Ruhla ungenutzt verstreichen.

Weimar profitierte von den Ruhlaer Fehlern und baute den Vorsprung wieder auf zwei Tore aus (6:8/23.). Danach schien es, als könnte Ruhla den Respekt vor den körperlich überlegenen HSV-Spielerinnen ablegen. Antje Gebhardt (2), die insgesamt blass bleibende Romy Göpfert und Christin Erbe glichen nicht nur aus (8:8), sondern schafften den 10:8 Vorsprung.

Nach dem Wechsel schied mit Susanne Möller (33.) die TSG-Spielgestalterin wegen Verletzung aus. Ein ungenutztes Überzahlverhältnis und viele leichtfertige Fehler ließen kein Ausbauen des Vorsprungs zu. Sicherheit kehrte deshalb bis zum Schluss nicht in die Ruhlaer Reihen ein. Nach dem 15:15 (48.) hatte die TSG dem Weimarer Siegeswillen zu wenig entgegen zu setzen. Den Zwei-Tore-Vorsprung (15:17/52.) verteidigte der Gast mit allen Mitteln. Auch mit theatralischen Verletzungseinlagen, daraus folgenden Auszeiten, cleverem, ungeahndetem langen Ballhalten und mit Hilfe der oft inkonsequenten Schiedsrichter. Die Niederlage hatte sich Ruhla dennoch selbst zuzuschreiben. Bis zum Abpfiff leistete sich die TSG weiter zu viele Fehler.

TSG Ruhla: Zdeb/Wirrwich - Antje Gebhardt (4), Arndt, Möller (2), Göpfert (2), Erbe (5/3), Lochner (4), Schmidt, Brenner (1), Müller, Köllner. .
« Letzte Änderung: 17.11.2008 - 10:43:35 von gunnar1m » Gespeichert
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« Antworten #2 am: 17.11.2008 - 10:41:02 »

TLZ Jena, 17. November 2008

HBV Jena 90 - Sonneberger HV 29:22 (14:11)

Zweimal gewonnen

Jena. (tlz/rp) Die Jenaer HBV-Handballerinnen mischen in der Oberliga weiter im oberen Tabellendrittel mit. Vorgestern war der Sonneberger HV in Jena ohne Gewinnchance, lag zur Pause 11:14, am Ende klar 22:29 zurück. Mit Ausnahme von Zwischenständen von 3:3 und 9:9 führte Jena ständig und hatte diesmal in Claudia Sprengler (7 Tore) die treffsicherste Spielerin. Ihr folgten Claudia Gresch (5), Sandra Oswald (4) und Melanie Fiedler (4). Das weitere HBV-Aufgebot: Frances Petrow (3), Anja Bülow (3), Claudia Schmidt (2), Stefanie Klaus (1), Marie Göpfert, Cornelia Dressler und Torhüterin Jeanette Weigelt. Vom Landesligavergleich beim SV Hermsdorf II kehrten die II. HBV-Frauen mit einem Sieg (28:24) heim. Zur Pause lag Jena II bereits 14:7 vorn, später 16:9, dann aber nur 17:14. Den Sieg sicherten die Torhüterinnen Liesa Fuhrmann, Lisa Hilmer sowie die Feldspielerinnen Anne Müller (5), Kartin Pelzer (5), Susanne Stanek (3), Birgit Gärtner (3), Julia Bachmann (3), Stephanie Kieslich (2), Tina Karczewski (2), Iris Eisenmann (2), Martina Hebig (2), Romy Schakau (1), Stefanie Kraska und Anne Göpfert.
« Letzte Änderung: 17.11.2008 - 10:44:02 von gunnar1m » Gespeichert
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« Antworten #3 am: 17.11.2008 - 10:43:04 »

TLZ Weimar, 17. November 2008

TSG Ruhla - HSV Weimar 18:21 (10:9)

Weimarer Damen mit Überraschung

Ruhla. (tlz/tif) "Endlich ist der zweite Sieg da", werden sich die HSV-Verantwortlichen aus der Weimarer Oberligamannschaft gedacht haben. In der Handball-Begegnung mit der TSG Ruhla waren die Weimarer Damen klare Außenseiterinnen und schafften es trotzdem, den Favoriten in eigener Halle zu stürzen. Die Spielerinnen von Trainer Michael Metzler gewannen verdient mit 21:18 und bewegen sich damit wieder in einer sichereren Spur.

Es begann mit einem fulminanten Auftakt: 5:1 führte Weimar nach zehn Minuten. Bis zur 22. Minute konnte ein 7:5 im Hexenkessel behauptet werden. Danach folgte eine kleine Schwächephase, in der die HSV-Damen wieder ihr "altes" Gesicht zeigten. Das nutzte Ruhla mit dem 10:9 bis zum Pausenpfiff aus.

Nach dem Wechsel schenkten sich beide Teams nichts, wobei in diesem Spiel vor allem die HSV-Abwehr den Grundstein zum Erfolg legte. Den gefährlichen Rückraumschützen Gebhardt und Göpfert wurde kaum Raum gelassen. Bis zum 15:15 (48.) wechselte die Führung ständig. Die Schlussphase gestaltete Weimar konzentrierter und zielstrebiger. Beim 20:17 (58.) waren die Würfel gefallen und die HSV-Damen machten die Überraschung des 6. Spieltages perfekt, gewannen hochverdient. Nun müssen sie die gezeigte Leistung weiter bestätigen, sonst war dieser Erfolg umsonst.
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« Antworten #4 am: 17.11.2008 - 10:59:33 »

HP Sonneberg

Sonneberger HV – HBV Jena 90 22:29 (11:14)

Am Samstag, dem 15.11.08 fuhren die 1. Sonneberger Damen am späten Nachmittag nach Jena um 18:45 Uhr ihr 6. Spiel in der Oberliga-Saison anzutreten.

Als der 11-Mann starke Kader allerdings in Jena anreiste und die Halle betrat, mussten sich die Spielerinnen erst einmal an die dortigen Hallenverhältnisse gewöhnen. Das Licht wäre für ein Candle-Light-Dinner sehr angenehm gewesen, aber nicht zum spielen. Auch der Hallenboden war verdreckt, da die Zuschauer des vorherigen Spiels mit ihren Straßenschuhen über das Parkett gelaufen sind. Somit war auch der Ball stets verdreckt und schlecht zu „händeln“.

Jedoch wollten die Damen des SHV zeigen, dass sie auch mit dem derzeitigen 2.Platz in der Tabelle mithalten können und so kämpfte man als Mannschaft von der ersten bis zur letzten Minute. Das Motto lautete „Einer für alle und alle für einen“.

Man kam auch gut ins Spiel und führte in der 2.Minute mit 1:0. Die Gastgeberinnen ließen aber nicht lange auf sich warten und es kam zum Ausgleich. Von nun an boten sich 13 Torchancen für die Spielzeugstädterinnen, leider landeten nur 3 davon im Kasten. Jena´s Torhüterin füllte mit ihrer Größe das Tor zu weiten Teilen völlig aus und die Torschüsse mussten wirklich ganz präzise kommen um auch verwandelt werden zu können. Aber auch die Gegenseite tat sich schwer und so stand es nach drei 7-Metern für Jena in der 12. Spielminute 4:5. Dadurch wurde der Kampfgeist der Sonnebergerinnen nicht geschwächt und man hielt weiterhin zusammen (18. 7:8). Allerdings schlichen sich nun einige Fehler ein. Man ließ jedoch die gegnerische Mannschaft nie aus den Augen und ging mit einem Spielstand von 11:14 in die Halbzeitpause.

In der Pause ermutigten sich die Spielerinnen gegenseitig und wollten mindesten mit einem Unentschieden nach Hause fahren. Zurück auf dem Spielfeld hielt die Pechsträhne aber weiter an. Mit Abspiel-, Fang- und Schrittfehlern machte man sich das Spiel unnötig schwer. Die gegnerische Mannschaft nutzte dies aus und zog innerhalb von 13 Minuten durch schnelle Angriffe auf 13:21 davon. Trotz des Einbruchs sprach sich die Mannschaft stets Mut und Kampfgeist zu. Jedoch schwanden mit jeder schnellen Aktion der Jena´er Spielerinnen die Kräfte der SHV-Damen (16:24; 18:28). So verlor man gemeinsam Auswärts mit einem 22:29, was die Schützlinge von Trainer Bernd Knortz jedoch nicht traurig stimmte, sondern noch mehr zusammen schweißte. Denn das war das erste Spiel in dieser Saison, in der die Mannschaft vom Anfang bis zum Ende als eine Einheit auftrat. Weiter so Mädels, jetzt seit ihr auf dem richtigen Weg!!

Sonneberg: Mahr Rebecca, Mierisch Ramona; Lützelberger Theresa (2), Albrecht Kerstin (4), Heubach Nadine(1), Köhler Grit (2), Zech Katharina (2), Otto Franziska (2), Normann Chris, Schlossarek Sarah , Müller Stefanie (9)
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Marco
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« Antworten #5 am: 17.11.2008 - 14:19:00 »

HP Altenburg

Starker Sieg gegen Apolda

SV Aufbau Altenburg - HSV Apolda 1990  31:27 (16:14)       
 
Die Altenburgerinnen kommen immer besser in Schwung. Knappsten sie in der letzten Woche nach einem nicht so rosigem Spiel aber viel Kampf dem Spitzenreiter SV Hermsdorf einen Punkt ab, so sollte in einem alten und immer wieder jungen Duell diesmal Apolda die Punkte lassen. Das Beste was die Altenburgerinnen zu bieten haben, stand zur Verfügung. Doch auch dieses Spitzenspiel, Apolda ist immerhin der Meister des letzten Jahres, begann etwas verschlafen.

Die Altenburgerinnen kamen etwas hektisch und nervös in das sonst sehr gute Spiel. Kleine Fehler im Angriff und im Abwehrgefüge ermöglichten es den Gästen die Führung erst einmal zu übernehmen. Allerdings hatten sie die Rechnung ohne die Aufbau Frauen gemacht. Denn nach dem 5:7 Rückstand wurde alles besser gemacht.Das Spiel wurde zu einem wirklichen Spitzenspiel. Einmal lag es daran, dass die Gäste aus Apolda im Gegensatz zu Hermsdorf auf allen Positionen ausgeglichener besetzt sind und zum anderen haben sich die Altenburgerinnen soweit im Griff, dass sie mit einem Rückstand gut leben können, ohne die Nerven zu verlieren. Vor allem das Angriffsspiel von Yvonne Dietrich lobte der Trainer sehr. Sie brachte Bewegung ins Spiel und konnte im Gegensatz zur letzten Woche das Spiel bis zum Schluss miterleben. Das Angriffspiel der Gastgeberinnen war vor allem in der ersten Halbzeit problemlos aufgebaut. Ob es Claudia Voigt in bewehrter Manier im Zug zum Tor oder Iris Teichert mit Übersicht und einem Auge für den Nebenmann war, alle brachten ihre geforderte Leistung so der Trainer.

Dem Rückstand der Altenburgerinnen folgte in der zehnten Minute dann der doch verdiente Ausgleich zum 7:7. Der Abwehrverband stand felsenfest. Noch dazu wurde die in dieser Phase agielste Apoldaerin durch eine direkte Abwehr aus dem Rennen genommen. Eine in diesem Spiel wesentlich stärker spielende Franziska Holz, die im letzten Jahr noch 1. Schweizer Liga spielte, brachte ihre Gegnerin des öfteren zum verzweifeln und erzielte vier wichtige und schöne Tore. Ein vier Tore Vorsprung konnte zeitweise durch die gute Altenburger Mannschaft herausgespielt werden. Jetzt war vor allem zwischen der fünfzehnten und fünfundzwanzigsten Minute die Altenburger Abwehr voll da. Doch mit der Sicherheit, das Spiel jetzt in der Hand zu haben, schlichen sich auch kleine Fehler in die Leistung ein. Abspielfehler und unkonzentrierte Würfe brachten die Apoldaerinnen dann doch wieder heran. Mit Sicherheit ist die Gastmannschaft mit eine der stärksten in der Thüringen-Oberliga. Aber einfach mal nach Altenburg fahren und die Punkte holen, wie in den letzten Jahren, dass gibt es nicht mehr. Die Altenburgerinnen lagen mit 16:13 in Front und bekamen durch kleine Unachtsamkeiten wieder kurz vor dem Halbzeitpfiff noch ein Tor zum 16:14.

Wie oft führten die Aufbau-Damen schon und verloren dann wichtige Punkte in der zweiten Hälfte des Spiels. Auch in der zweiten Hälfte schenkten sich beide Mannschaften nichts. Die Altenburgerinnen führten und Apolda blieb dran. Nur beim 20:19 konnten die Gäste nochmals erhoffen, den Altenburgerinnen das Spiel zu entreisen. Aber das Team ist gereift und in der Lage, sich gegenseitig zu stärken. So waren kleine Gedankensprünge, wo man nicht weiß was jetzt mit dem Ball, die den Trainer stinksauer machten, nicht mehr spielentscheidend.Die letzten fünfzehn Minuten gehörten dann der wohl erfahrensten Spielerin Iris Teichert. Annekathrin Rudolph wurde in kürzester Zeit zweimal am Kreis wunderschön durch sie angespielt und konnte sicher verwandeln.Beim schon vorentscheidenten Zwischenstand von 27:22 konnten die Altenburgerinnen etwas zurückfahren. Die letzte Luft der Gäste konnte sie nochmal auf 27:25 heranbringen.Hier zeigte aber Iris Teichert nochmal den Biss der manchaml doch etwas vermißt wurde. Drei Treffer in Folge zum 29:25 zwei Minuten vor Schluß entschied das auf sehr hohem Niveau geführte Spiel. Die Altenburgerinnen feierten den 31:27 Sieg angemessen und können mit ihrer Leistung durch aus zufrieden sein. Nun kommt es in zwei Wochen wieder zu einem Spitzenspiel. Diesmal ist Nordhausen der Gegner. Hier treffen die stärksten Werferinnen aber auch die schwächsten Abwehrreihen der Liga aufeinander. Für unsere Frauen viel Glück.

Aufbau spielte mit:
R. Fischer, G. Wodrich, C. Neumann, C. Arnold, F. Holz 5 Tore, S. Weidauer, L. Winkler, Voigt 11, Y. Dietrich 4, J. Kirmse, A. Rudoplh 3, I. Teichert 8, F. Gommert .
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« Antworten #6 am: 18.11.2008 - 14:12:51 »

HP Gispersleben

Um eine Enttäuschung reicher

TSV Motor Gispersleben - HSG Nordhausen  29:32 (17:14)

Es ist einfach nicht zu erklären. Die Formschwankungen der Gisperslebener Oberliga-Damen nehmen immer kuriosere Konturen an. Zuletzt noch mit einem herausragenden Auswärtssieg beim Landesmeister HSV Apolda glänzend, leistete sich das Team um Trainer Frank Stange nun binnen zwei Wochen zwei mehr als enttäuschende Niederlagen.
Am Samstag zeigten die Erfurterinnen ihre zwei Gesichter mal wieder binnen eines Spiels. Ohne langes Abtasten entwickelte sich zunächst eine rassige Oberligapartie, in dem Tempo und schöne Ballstafetten das Spiel prägten. Dabei erwischte Gispi den etwas glücklicheren Start, als Nordhausen in schöner Regelmäßigkeit nur das Gebälk der Tore prüfte. Nach vorne wurde vor allem über die überragende Feldspielerin Franziska Lücke der Abschluss gesucht, so dass man eigentlich während der 1. Halbzeit den Eindruck gewinnen konnte, Gispersleben habe alles unter Kontrolle. Doch es kam mal wieder anders. Die Gastgeber schluderten mit ihren Großchancen. Lücke traf völlig frei nur den Pfosten, Grimmig setzte einen Siebenmeter neben das Tor und die Außen Holick und Keller ließen selbst beste Einwurfgelegenheiten aus. Hergt verzettelte sich im Angriff und warf unplatziert. Die schon üblichen Abspielfehler taten ihr Übriges, um erneut am Nervenkostüm zu zehren. So blieb Nordhausen trotz einiger Glanzparaden von Gispi-Torfrau Ihle im Spiel und konnte zur Halbzeit beim 17:14 noch auf die Wende hoffen.
Und diese Wende brach sofort nach der Halbzeitpause über die Gastgeberinnen herein. In dem Wissen, eine mögliche Vorentscheidung in der 1. Halbzeit verpasst zu haben, zitterten sich die Damen nur so über das Parkett. Nordhausen nutzte dies erst zum Ausgleich (18:18) und kurze Zeit später gar zur 3-Tore-Führung (22:19). Und genau in dieser Situation fehlte Gispi an diesem Tag mal wieder eine Führungsspielerin, welche die Ärmel hochkrempelt und an der sich andere aufrichten könnten. Kapitän Grimmig blieb unauffällig, Hergt fabrizierte Fehler über Fehler und fand erst in den letzten Minuten ihren Wurf. Bei Lücke schien ein erster konditioneller Substanzverlust unübersehbar, was aber angesichts ihres Einsatzes nicht verwundert. Die Außen blieben weiterhin ohne Torerfolg und zeigten mehr als deutlich auf, wo im Gisperslebener Team die Schwachpunkte zu finden sind. Klare Vorgaben des Trainers wurden missachtet, stattdessen trottete man noch weitere 20 Minuten mit hängenden Köpfen über das Feld. Spaß entwickelten nur noch die Gäste, welche unermüdlich ihre ebenfalls bescheidenen Möglichkeiten in die Waagschale warfen und bis zum Umfallen kämpften. Gispersleben zeigte nun vor allem auch defensiv Zerfallserscheinungen, ließ die Außenspielerinnen der Gäste unbedrängt zum Abschluss kommen und konnte sich bei Torfrau Ihle bedanken, dass es nicht noch früher noch schlimmer kam. Und tatsächlich eröffneten die Gäste dem Gastgeber plötzlich noch eine Chance zum Punkten, als sie nach einer regelkonformen Roten Karte lautstark protestierten und eine weitere Zweiminutenstrafe kassierten. Doch selbst im 6:4-Überzahlspiel brachte Gispi keinen vernünftigen Wurfversuch zu Stande und musste am Ende über eine verdiente 29:32-Niederlage quittieren.
Dementsprechend geknickt zeigte sich Trainer Frank Stange nach der Partie, welche die Gisperslebener nach gelungenem Saisonstart nun doch wieder in die Abstiegszone brachte: „Ich kann mir all das nicht mehr erklären. Wir hatten den Gegner 30 Minuten lang fest im Griff und machen uns dann alles kaputt. Es wird einfach zu wenig von dem umgesetzt, was ich sage und deshalb verlieren wir solche Spiele.“
Gelegenheit zur Wiedergutmachung hat sein Team am 29.11. beim punktgleichen HSV Weimar. Der Gegner brachte sich durch einen überraschenden Sieg beim Titelanwärter TSG Ruhla für den Abstiegskampf in Stellung und wird die Punkte sicher nicht freiwillig hergeben. Bleibt zu hoffen, dass die Gispi-Frauen bis dahin den Kopf frei bekommen, denn das Potenzial im Team muss in dieser ausgeglichenen Liga einfach zu mehr als dem Abstiegskampf reichen.

TSV Motor Gispersleben:
Ihle, Holick – Lücke 11/2, Hergt 7, Schulze 4, Braun 2, Fuhrmann 2, J. Holick 1, Keller 1, Nonne, Grimmig
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« Antworten #7 am: 18.11.2008 - 14:53:01 »

TA Nordhausen  18.11.2008

Imponierender Nordhäuser Siegeswille

TSV Motor Gispersleben - HSG Nordhausen 29:33 (17:14)

Es geht eng zu im Kampf um Titel und Medaillen in der Handball-Oberliga der Frauen. Nur drei Punkte trennen nach sechs Spieltagen den derzeitigen Sechsten, die TSG Ruhla (6:6 Punkte), vom Spitzenreiter SV Hermsdorf (9:3). Bestens im Geschäft ist weiterhin die Mannschaft der HSG Nordhausen, die das schwere Auswärtsspiel beim TSV Motor Gispersleben mit 33:29 gewann. Mit 8:4 Punkten liegt die HSG als Vierter auf der Lauer.

Trotz des Sieges war längst noch nicht alles Gold. Erneut blieben zu viele klare Chancen ungenutzt, deshalb musste man bis zuletzt um den Sieg hart kämpfen. Der unbedingte Siegeswille aber imponierte, und über den Kampf fand die Mannschaft auch zu einer deutlichen spielerischen Steigerung gegenüber den jüngsten Partien. Das war gegen einen deutlich verbesserte Gisperslebener Mannschaft aber auch dringend nötig. Nordhausen begann nervös. Die Verunsicherung nach den zuletzt bescheidenen Leistungen war der Mannschaft deutlich anzumerken. Gispersleben hingegen startete selbstbewusst und zog mit 4:0 in Führung. Nancy Brodhuhn im Tor impfte dann mit guten Paraden ihren Vorderleuten zunehmend mehr Sicherheit ein. Nordhausen kam auf, und beim 7:7 war erstmals Gleichstand erzielt. In der Folge schlichen sich aber wieder einige Unkonzentriertheiten ein. Die quirligen Gastgeberinnen nutzten diese Chancen sofort aus, zogen wieder mit 10:7 in Front. Diesen Vorsprung verteidigten sie bis zur Pause mit Leidenschaft, und beim Stand von 17:14 wurden die Seiten gewechselt.

Die HSG-Frauen kamen entschlossen aus der Kabine zurück. Sie präsentierten sich nun als geschlossene Einheit. Die Abwehr, zuletzt sorgenbehaftet, gab sich kaum eine Blöße. Und auch die nun das Tor hütende Mandy Holznagel war wie zuvor Nancy Brodhuhn ein sicherer Rückhalt. Innerhalb weniger Minuten wendete sich das Blatt. Nordhausen glich beim 18:18 zum zweiten Mal in dieser Parte aus und zog sofort und unwiderstehlich auf 22:18 vorbei. Die Gastgeberinnen waren geschockt, brauchten eine ganze Weile, um selber wieder Akzente setzen zu können.

Nordhausen strahlte weiter Gefahr von allen Positionen aus, kam beim 28:23 zum größten Vorsprung des Spiels. Man hatte das Geschehen fest im Griff. Fünf Minuten vor dem Ende bei 30: 26-Führung aber galt es dann doch noch eine brenzlige Situation zu überstehen. Mandy Basse wurde nach einem Foul mit Rot vom Parkett geschickt. Und einige unnötige Unmutsäußerungen von der Bank über diese Entscheidung zog noch eine weitere 2-Minuten-Strafe nach sich. Gispersleben nutzte die Überzahl zum 27:30, kam dann noch auf 29:31 heran. Die HSG-Frauen behielten nun aber kühlen Kopf und nutzten noch zwei Chancen eiskalt zum hochverdienten Sieg.

HSG: Brodhuhn/Holznagel - Grob (3), Mohrig (3), Weinrich, Böttcher (5), Weber (6), Richter, Kwella (10), Basse (6).
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