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Thüringer Handball-Verband
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Autor Thema: 7. Spieltag  (Gelesen 1360 mal)
Marco
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« am: 03.11.2006 - 23:17:49 »

04.11.2006  16:30
SV Thuringia Königsee - ESV Lok Meiningen
[Sporthalle "Am Schiefer" Königsee]

04.11.2006  19:00
HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Bad Blankenburg
[Sporthalle Berufsschulzentrum Sonneberg-Steinbach]

04.11.2006  19:30
HSV Apolda 1990 - Ernestiner SV Gotha
[Werner Seelenbinder Sporthalle Apolda]

05.11.2006  14:00
ThSV Eisenach II - LSV Ziegelheim
[Werner Assmann Halle Eisenach]

05.11.2006  16:00
Post SV Gera - HSV Ronneburg
[Panndorfhalle Gera]

05.11.2006  16:00
SV Hermsdorf II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim
[Werner Seelenbinder Sporthalle Hermsdorf]
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« Antworten #1 am: 05.11.2006 - 22:00:58 »

HP Bad Blankenburg

Knappe Niederlage in einem echten Spitzenspiel

HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Bad Blankenburg 37:35 (18:13)

Das Spiel zweier Spitzenteams der Oberliga hatte eigentlich alles, was ein Handballherz höher schlagen lässt. Viele herrliche Tore, wunderbare Kombinationen, Schnelligkeit und Dramatik pur. Und trotzdem muss sich der HSV eine herbe Kritik gefallen lassen und das ist seine Abwehrarbeit. Wer 35 Tore beim Gegner wirft, muss eigentlich als Sieger das Parkett verlassen. Anders die Blankenburger, die trotz eines gut aufgelegten Tobias Jahn im Tor (über 20 gehaltene Bälle) 37 Tore kassieren und in der Abwehr herumrennen, als gehört dieser Teil des Spiels nicht dazu. Völlig unorganisiert, ohne jegliches Konzept stand man den Angriffswellen der Südthüringer ein um das andere mal hilflos gegenüber. Es ist nun mal eine alte Handballregel, dass Spiele in der Abwehr gewonnen werden, jedoch denkt der HSV, diese Regel übergehen zu können. Was dabei heraus kommt, hat man in Sonneberg gesehen. Nicht nur eine Niederlage, sondern auch der Verlust der hart erarbeiteten Tabellenführung, welche jetzt Sonneberg zurückerkämpft hat. Es gab jedoch auch bemerkenswerte positive Erkenntnisse in dieser Partie. Die in der letzten Woche prognostizierte positive Rückkehr von Stefan Oertel ist erfolgt. Er machte eines seiner allerbesten Spiele für den HSV, warf 9 Tore bei 10 Versuchen (sensationell) und war neben Igor Ardan bester Spieler auf Seiten der Kurstädter.
Das Spiel wurde angepfiffen und der HSV begann voller Tatendrang und führte nach 3 Minuten durch Tore von Hellwig und Jäschke mit 2:0. Als Jahn nach 6 Minuten seinen ersten von 4 Siebenmetern entschärfte, konnten die Kurstädter nach 7 Minuten auf 4:1 davonziehen.
Dieser Start hätte eigentlich dem Team von Steffen Schreiber Sicherheit geben müssen, jedoch war die oben erwähnte Abwehrschwäche schuld daran, dass dieser Vorsprung schnell verspielt wurde. Nach 13 Minuten hatten die gut eingestellten Sonneberger erstmals den Ausgleich erzielt. Andre Jäschke erzielte zwar nochmals beim 9:8 in der 14. Minute die Führung für die Grün/Gelben, doch dies war zugleich der letzte Vorsprung für die Gäste. Ab jetzt regierte der HVS Sonneberg das Geschehen. Es waren lange 30 Minuten, in denen der HSV völlig von der Rolle war. Diese Schwankungen im Spiel der Kurstädter sind bereits in den letzten Spielen aufgetreten und müssen unbedingt und mit allen Mitteln vom Trainer und seiner Mannschaft abgestellt werden. Die vielen mitgereisten Fans verzweifelten fast auf der Tribüne. Die Gastgeber nahmen die Geschenke ihres Kontrahenten dankend entgegen und zogen bis zur 26. Minute auf 15:11 davon. Stefan Oertel verkürzte mit einem sehenswerten Tor nochmals auf 12:15, ehe erneut Sonneberg 3 Tore in Folge warf. Es half auch nichts mehr, dass Hellwig mit dem Halbzeitpfiff auf 13:18 verkürzte. Es war bereits eine gewisse Vorentscheidung gefallen.
Die Halbzeitpause wurde von der Mannschaft für einen Pausentee genutzt, jedoch wurden die Worte ihres Trainers nicht umgesetzt. Man kam auf das Spielfeld und musste 4 Tore im Minutentakt hinnehmen. Und so stand es nach 34 Minuten 22:13. Beim Stand von 26:16 in der 39. Minute lag man erstmals in diesem Spiel mit 10 Toren zurück. Die Hoffnung auf einen Sieg der Gäste war auf dem Nullpunkt. Nach 41 Minuten stand es 28:18 und man hatte Angst, dass der HSV völlig untergeht. Die Kurstädter besannen sich jetzt urplötzlich, da die Konzentration im Gefühl des sicheren Sieges bei den Sonnebergern weg war. Jetzt zeigte der HSV, was in ihm steckt. Igor Ardan warf Tor um Tor. Die Abwehr stand jetzt auch sicherer, und schon waren die Gastgeber verwundbar. Nach 56 Minuten war der Vorsprung beim Stand von 33:31 fast aufgebraucht. Wenn jetzt die zwei totsicheren Bälle gesessen hätten, wäre das Spiel noch dramatischer geworden. Es ist zu bezweifeln, dass sich dann Sonneberg von diesem Schlag erholt hätte. Es wäre aber auch des Guten zu viel gewesen, denn insgesamt war an diesem Tag der Gastgeber die bessere Mannschaft, die vor allem am Kreis deutlich besser besetzt war. Sie rettete den Vorsprung über die Zeit und ihr Jubel war beim Abpfiff grenzenlos.

Für den HSV spielten: Jahn, Recknagel; Ardan (10), Gäbler, Hanl (1), Hellwig (4/2), Jäschke (7), Meilahn, Oertel (9/1), Reichmann, Sabrsula (3), Wiegand (1)
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« Antworten #2 am: 05.11.2006 - 22:12:38 »

HP Eisenach

Verschenkter Punkt

ThSV II trotz 11-Treffern von Daniel Luther nur Remis gegen Ziegelheim

ThSV Eisenach II - LSV Ziegelheim  28:28 (13:11)

Der ThSV Eisenach II verschenkte beim 28:28 (13:11) über den Tabellenzweiten LSV Ziegelheim regelrecht einen Zähler. Eine komfortabeler 6-Tore-Vorsprung (13:7, 25.) wurde zunächst nicht bis zum Seitenwechsel behauptet (13:11). „Das war der erste Knackpunkt“, bilanzierte ThSV-Coach Frank Ihl. Im zweiten Abschnitt konnte Ziegelheims Linksaußen Sylvio Graichen immer wieder nahezu unbedrängt zum Torwurf ansetzen, hielt seine Farben mit insgesamt 10 Treffern auf Tuchfühlung.

„Unsere rechte Abwehrseite inklusive Torhüter ließ sich immer wieder nach dem gleichen Muster vernaschen“, vermisste Frank Ihl den Lerneffekt in seinen Reihen. Auf die Idee, Ziegelheims Goalgetter vor dem Ballbesitz zu stören, kam die ThSV-Abwehr nicht. In den aus Altenburg angereisten Schiedsrichtern Pfefferkorn/ Vollrath hatten die Eisenacher zusätzliche Widersacher. Zumindest eine „unglückliche Ansetzung“, kommt doch der LSV Ziegelheim aus dem Altenburger Land! Bei der Beurteilung von Zweikämpfen am Kreis legten sie zweierlei Maß an. Daran wollten die Eisenacher das Remis aber nicht festmachen, lagen sie 26:22 (51.) und 27:24 (57.) vorn. „Wir spielten einfach nicht clever genug, brachten uns mit Disziplinlosigkeiten um den verdienten Lohn“, war Frank Ihl stinksauer nach dem Abpfiff.
Mit einer leichtfüßigen hochkonzentrierten Abwehrarbeit eroberten sich die Eisenacher zum Auftakt mehrere Bälle aus den Gästereihen. Torhüter Andreas Nositschka kaufte zudem Ziegelheims Torjäger Steffen Moritz gleich einen Siebenmeter ab (5.). Per Tempogegenstößen legten die Gastgeber einen 6:1 Feuerwehr-Start hin (9.). Der mit einer Schulterverletzung in die Partie gegangene Robert Weiß brachte mit drei Fehlwürfen den Motor erstmals ins Stottern. Eine 4:6 Unterzahl nach zwei Weiß-Zeitstrafen – für Rückraumspieler Robert und Betreuer Peter – wurde unbeschadet überstanden. Im Gegenteil, Daniel Luther wuchtete zum 9:4 ein (19.). Viel Bewegung mit und ohne Ball war Trumpf des ThSV Eisenach II. Daniel Luther schloss immer wieder erfolgreich ab, versenkte vom Punkt zum 13:7 (25.). Zu überhastet wurde der Abschluss gesucht. Der Vorsprung schmolz bis auf zwei Treffer.
Die ThSV-Schwächephase fand auch nach dem Seitenwechsel ihre Fortsetzung. Ziegelheims Robert Kühnert markierte nach einem Konter den 14:14-Ausgleich (33.) und brachte die Gäste von Rechtsaußen gar mit 14:15 in Vorhand (34.). Die Eisenacher besannen sich auf ihre spielerischen Stärken, Ausgangspunkt Alexander Schiffner und Vollender Daniel Luther (18:15, 37.). Die Eisenacher schienen die Kräfteverhältnisse der ersten 25 Minuten wieder hergestellt zu haben. Aber auch der Torhüterwechsel – Christoph Trinks kam für Andreas Nositschka – sowie die Hereinnahme von Stephan Helbig auf Rechtsaußen, vermochte die Trefferflut von Ziegelheims Sylvio Graichen nicht zu stoppen. Diese Abwehrschwäche vermochten die Eisenacher, in Halbzeit zwei mit Andre Ludwig im Rückraum, durch ihre Offensivstärken zunächst zu kompensieren. Torsten Laufer hob technisch elegant das Leder zum 24:20 ins Ziegelheimer Gehäuse (48.). Der eingewechselte Tobias Hahn im Gästekasten zeichnete sich nun aus. ThSV-Kollege Christoph Trinks blieb beim Stand von 25:22 im Siebenmeterduell gegen Nick Sense Sieger (50.). Im Gegenzug zappelte ein Ludwig-Ball zum 26:22 im Netz (51.). Adrian Wöhler gingen die Nerven durch, hatte seine Zunge nicht im Zaume. Das Spiel war für ihn beendet. Die rote Karte wird zudem eine Sperre nach sich ziehen. Alexander Schiffner wechselte auf Linksaußen, der 17-jährige Lars Lumpe schlüpfte in die Regierolle. Daniel Luther scheiterte vom Punkt an LVZ-Keeper Tobias Hahn (56.), traf dann aber aus dem Feld zum 27:25 (57.) und 28:26 (59.). Ziegelheim markierte
durch David Heinig den Anschlusstreffer. Zur Besprechung der letzten Aktionen griff Frank Ihl 39 Sekunden vor Ultimo zur Auszeit. Der praktischen Umsetzung fehlte die Kaltschnäuzigkeit. Eine Attacke gegen Andre Ludwig ignorierten die Spielleiter. David Heinig dankte für das Entgegenkommen zum 28:28 Ausgleichstreffer; sehr zur Freude der mitgereisten eigenen Anhänger. Eine Freiwurf vier Sekunden vor Ultimo brachte für den ThSV II nichts mehr ein.

ThSV Eisenach II: Nositschka, Trinks (ab 42.); Schiffner (4), Weiß (1), Luther (11/2), Wöhler (3), Ludwig (3), Laufer (3), Abad (3), Lumpe, Drieß (n.e.), Helbig, Marx (n.e.)

LSV Ziegelheim: Urwank, Hahn (ab 43.); D. Heinig (4/1), S. Graichen (10), C. Graichen (1), A. Heinig, Moritz (2/1), Reusch (3), Knöfler (1), Kühnert (4), Sense (3/2), Zielke

Siebenmeter: ThSV II 3/2 – Ziegelheim 8/ 4
Zeitstrafen: ThSV II 9 x 2 Min. (Rot gegen Wöhler 51., wegen Schiedsrichterbeleidigung)
Ziegelheim: 4 x 2 Min. (Rot gegen Sense nach 3. ZS)
Schiedsrichter: Klich/Pfefferkorn (Eisenberg)
Zuschauer: 150
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« Antworten #3 am: 05.11.2006 - 22:14:27 »

HP Gotha

Traditionen pflegen

HSV Apolda 1990 - Ernestiner SV Gotha 34:27 (17:13)

Wozu reisen die Ernestiner überhaupt noch in die Glockenstadt? Ganz gleich, in welcher Besetzung sie dort auflaufen - am Ende setzt es traditionell eine Klatsche.
Ein Déjà-vu-Erlebnis ist auch deren Zustandekommen: Irgendwann in der zweiten Halbzeit gehen die Angriffsversuche des ESV nach hinten los und Apolda stürmt auf und davon. So auch diesmal: Nachdem die Gäste endlich zu ihrem Spiel gefunden und Tor um Tor bis zum 24:25-Anschluss (45.) aufgeholt haben, kassieren sie zunächst per Strafwurf den 26. HSV-Treffer und bleiben dann, aller Gelegenheiten zum Trotz, eine Antwort schuldig. Schlimmer noch: Sie bekommen fünf weitere, schmerzhafte Gegentore (31:24), ehe der Bann endlich gebrochen wird. Zu spät, Apolda kontert sich locker über die Runden.
Waren die Gastgeber wirklich so viel besser? Eher nicht. Die Gothaer riefen einfach ihr wahres Können nicht ab. Nach verheißungsvollem Auftakt und 3:1-Führung begann das Flattern: Mittels drei, vier weiterer Tempogegenstöße hätte man das Ergebnis in die Höhe schrauben können, doch guckte so manchem Ernestiner im Vorwärtsgang der Kupferbolzen.
Die Quittung gab es schließlich mit dem erstmaligen Ausgleich (3:3) der nun aufgetauten Hausherren. Auf der Gästebank fröstelte einem indes, da man mit ansehen musste, wie naiv sich die eigene Mannschaft anstellte. Die zu Anfang noch optimal arbeitende Deckung, die Sava & Co zu Fehlwürfen animierte, wurde nun von anderen Gegenspielern bloßgestellt: Goldmann marschierte durch die Mitte, Dippmann ballerte unbehelligt von Halbrechts und Rechtsaußen Raddatz fintierte sich leichtfüßig zu acht(!) Torerfolgen. Wo war da die nötige Gegenwehr?
Und was passierte im Angriff? Nicht viel Gutes. Miserable Quote von Außen, nur ein Treffer vom Kreis, technische Fehler zuhauf - lediglich bei einigen Stegner-Toren konnte man mit der Zunge schnalzen; bei den meisten Aktionen musste man höllisch aufpassen, sich selbige nicht abzubeißen. Die Gäste kämpften sich zwar vom 8:5 wieder auf 11:11 heran, nach dem 13:12 trugen jedoch oben beschriebene Unzulänglichkeiten zum deutlichen Halbzeitrückstand bei.
Ebenso deutlich beschallten Dietz' Worte die Kabine seiner Mannschaft. Sie schienen sich ins Gewissen der Spieler eingebrannt zu haben, denn der ESV ließ Apolda nach der Pause nicht weiter ziehen. Die Zwischenstände 20:15, 22:19 und 24:20 zeugen davon. Beim bereits erwähnten Anschlusstreffer schien sogar die Wende zum Auswärtssieg möglich. Doch jede nicht genutzte Chance vorne, jeder weitere Gegentreffer hinten zwang die Gäste zu einem noch schnelleren, risikoreicheren Abschluss. Aus dieser Spirale gab es kein Entkommen mehr.

ESV: Scheerschmidt, P. Steinbrecher - Eisenacher, Wandtke 1, Perner 1, Irmisch 1, Schneider 3, Behling 3/3, Thieme 6/1, A. Stegner 7, Hofmann 3/1, Adam 1
Strafwürfe: 5/5 (Aploda 5/3)
Zeitstrafen: 7 (6)
Schiris: Kolb/Raßbach (Goldlauter/Breitungen)
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« Antworten #4 am: 06.11.2006 - 13:19:16 »

HP Sonneberg

Die Spitze zurück erobert

HV Spielzeugstadt Sonneberg - HSV Bad Blankenburg 37:35 (18:13)

Dank des sensationellen Erfolges hat der HV Spielzeugstadt Sonneberg den HSV Bad Blankenburg als Tabellenführer abgelöst.

Eine derartige Begeisterung hat der Handballsport in der Spielzeugstadt wohl noch nie erlebt. Die Fans aus beiden Lagern feierten nach der Schlusssirene ihre Mannschaften, als hätten sie die Champions League gewonnen. Zu Recht! Denn was die Akteure den Zuschauern über die gesamte Spielzeit servierten, war Handball auf hohem Niveau. „Größere Werbung hätten die Jungs heute gar nicht machen können“, so der Taktgeber der Trommlerschweine Sven Langbein. Er war ähnlich durchschwitzt wie die Spieler, die bis zuletzt alles aus sich heraus holten. Und das war auch bitter nötig. Mit einer starken Leistung ist einer Mannschaft wie dem HSV nämlich nicht beizukommen. Da bedarf es schon einer außergewöhnlichen, und die präsentierte der HV Spielzeugstadt seinem Anhang.
Als Werner kurz nach der Halbzeit gegen Hellwig parierte und Kienel im Gegenzug auf 19:13 erhöhte, hielt es die Fans nicht mehr auf den Sitzen. Und es wurde noch schöner. Das Team vom Trainergespann Uwe Blechschmidt/Michael Mäder spielte sich förmlich in einen Rausch. M. Blechschmidt, Kienel, Weiß und Gurtowoi trafen quasi nach Herzenslust. Als Gurtowoi nach traumhaften Anspiel von R. Blechschmidt auf 25:15 (!) erhöhte, drohte den Gästen ein Fiasko.
Doch die gaben sich nicht einmal in dieser schier ausweglosen Situation auf und kämpften verbissen weiter. Bei den Sonnebergern machte sich nun ein erster Kräfteverschleiß bemerkbar und dies nutzte der HSV. Ardan, Jäschke und Oertel holten Tor um Tor auf und vier Minuten vor Schluss wurde den Sonneberger Fans mulmig. Nur noch zwei Tore Vorsprung! Aber immer wenn der Anschlusstreffer drohte, übernahm der überragende HV-Kapitän M. Müller Verantwortung und lochte die Kugel in die Maschen. Und so rettete Sonneberg den Vorsprung mit viel Routine über die Zeit.
Dabei sah‘s zunächst nicht sonderlich gut für den Gastgeber aus. Bad Blankenburg erwischte nämlich einen verheißungsvollen Start und sah sich mit 4:1 in Führung. „Aber vielleicht war das gut so. So fühlten sich die Blankenburger vielleicht etwas zu sicher und ließen sich zu laxer Spielweise hinreißen“, mutmaßte ein Sonneberger Fan, der damit sogar den Nagel wohl genau auf den Kopf getroffen hat. (jpie)

Sonneberg: Werner; N. Weiß, Funkstein; Schmidt, Müller (7), R. Blechschmidt (1), M. Blechschmidt (9), Poser, Gurtowoi (9), Kroll, Kienel (4), C. Weiß (7), Grieseler, Seifarth

Bad Blankenburg Jahn, Recknagel; Ardan (10), Gäblel, Hanl (1), Hellwig (4/ 2), Jäschke (7), Meilahn, Oertel (9/1), Reichmann, Sabrsula (3), Wiegand (1)
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« Antworten #5 am: 06.11.2006 - 13:21:36 »

HP Königsee

SV Thuringia Königsee - ESV Lok Meiningen 27:13 (13:6)

Königsee diktiert das Kellerduell

Durststrecke gestoppt - Thuringia-Keeper Höhne lässt Gäste verzweifeln

Nach äußerst knappen Resultaten, die nichts Zählbares für die Königseer brachten, sollte es nun in diesem Kellerduell klappen. Doch die ebenfalls noch punktlosen Südthüringer wollten auch dieses Dilemma beenden, so dass man mit einer nervenaufreibenden Partie rechnen musste. Das war am Ende nicht so, da die Gastgeber das Match diktieren konnten und mit Höhne einen Mann im Kasten hatten, der hielt, was zu halten war, und die Lok-Angreifer verzweifeln ließ. Thuringia, ohne Oldenburg und Anders, versuchte, vom Anpfiff weg die Akzente zu setzen, was Meiningen durchkreuzte und sich zunächst nach dem 0:1 mit 2:1 (4.) in Vorderhand brachte. Die Rinnestädter suchten weiter ihr Spiel, wurden stärker, hatten allerdings die eine oder andere Abschlussschwierigkeit. Da auch das Schlusslicht mit diesen Problemen zu kämpfen hatte, konnten sich die Gastgeber langsam absetzen (6:2, 11.). In diesen Minuten erwies sich Thuringia-Keeper Cadek als wahrer Siebenmetertöter, doch Lok kam und kämpfte sich heran (5:7, 16.). Mit Torerfolgen bei Tempogegenstößen sorgten die Hohmann-Schützlinge allerdings wieder für klarere Fronten (10:5, 21.). Die Königseer hatten die Partie in sicherer Hand, sündigten allerdings mit ihren Möglichkeiten, so dass das Resultat für die Gäste schmeichelhaft war. Kurz vor der Pausensirene hatte sich das Spiel auf eine Fünf-Tore-Differenz eingepegelt, welche die Rinnestädter nun noch ausbauten. Mit einer klaren Führung im Rücken konnten die Königseer ohne eine nervliche Belastung an die zweiten 30 Spielminuten gehen, denn die halbe Miete zum ersten Doppelpunktgewinn sollte zu diesem Zeitpunkt eingefahren sein, was nicht nur die kühnsten Optimisten so sahen. Die ersten Minuten hatten die Gastgeber in Unterzahl zu überstehen, was ohne Gegentreffer über die Bühne gebracht wurde. In der Folgezeit übernahmen die Hausherren wieder das Kommando und bauten den Vorsprung weiter aus (16:7, 35.). Königsee schickte sich an, eine Zehn-Tore-Differenz herauszuspielen, gegen die sich die Lok-Sieben mit allen Mitteln wehrte. Nach guten Reflexen von Schlussmann Höhne und einem Treffer des jungen Götz war es beim 18:8 (42.) dann doch so weit, was die Meininger nun nicht mehr verhindern konnten. Thuringia ließ trotz des komfortablen Vorsprungs die Zügel nicht schleifen und setzte die Südthüringer weiter unter Druck. Allerdings ließ bei manchen Aktionen der Abschluss zu wünschen übrig (22:9, 51.). Das wurde den Akteuren um ihren überragenden Schlussmann Höhne verziehen, denn niemand glaubte noch an einen Einbruch, zumal der Vorsprung weiter bestand hatte (24:11, 54.). Fünf Minuten vor dem Ende waren alle Messen gelesen. Während Königsee seine Durststrecke stoppen konnte, hält diese bei Meiningen an.

Thuringia: Höhne, Cadek, Götz (1), Göring (4), Friedrich (4), Dademasch (6), Najman (10), Varchmin (1), Pojonie (1), Brähne
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« Antworten #6 am: 06.11.2006 - 19:33:37 »

HP Apolda

HSV Apolda 1990 - Ernestiner SV Gotha 34:27 (17:13)

Fehlerteufel erfolgreich bekämpft

Den Gästen vom Ernestiner SV Gotha begegneten wir mit gehörigem Respekt. Schließlich konnte die neu formierte Dietz-Truppe bereits durch einige gute Resultate auf sich aufmerksam machen. Die erreichten Remis in Goldbach, gegen Ronneburg und Ziegelheim waren Achtungszeichen für unsere Jungs, diesen Gegner ernst zu nehmen. Das taten wir dann auch, wenngleich es zumindest zu Spielbeginn nicht so aussah. Fehler über Fehler und phlegmatisch im Spielaufbau starteten unsere Männer. Gerade so als wollten sie sich für einen Stammplatz bei den älteren alten Herren bewerben. Zu allem Überfluss schien bei unseren Werfern das Gerücht von den neuen, größeren Toren auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Folgerichtig gingen die Gäste in Führung (1:3). Doch schaute der Virus auch bald im Gothaer Team um, denn auch die Stegners und Co konnten aus unserem miserablen Start kein Kapital ziehen. Wir hatten also genügend Zeit und Gelegenheiten, in unsere Spur zurück zu finden, was unsere Männer denn auch taten. Beim 5:5 schlossen wir wieder auf, begannen uns peu´a peu´ abzusetzen und ließen Gotha nur noch einmal gleichziehen (11:11). Danach bestimmten wir die Partie, ohne zu glänzen. Das 17:13 zum Pausentee sollte unseren Jungs schon etwas Sicherheit verliehen haben.
Besseres Rückzugsverhalten, konsequentere Chancenverwertung waren die großen Reserven für den zweiten Spielabschnitt. Dazu den Fehlerteufel entschieden bekämpfen, oder noch besser auf die Gothaer Bank schicken. Sollte er dort sein Unwesen treiben uns nicht mehr belästigen! Doch so einfach ist das nicht. Unser Team benötigte ein etliches an Zeit und Einsatzwillen, um den Erfolg zu sichern. Denn obwohl wir immer in Front lagen konnten wir uns erst nach dem 26:24 mit einem energischen Zwischenspurt zum vorentscheidenden 30:24 absetzen. Jetzt fügten sich die Gäste, kämpften nicht mehr um den Erfolg. Der Rest war noch Kosmetik, wobei damit nicht die Platzwunde unseres Hans Raddatz gemeint ist. Die bekam er beim Spielstand 33:27 zugefügt. Das ist nicht fein wenn man bedenkt, dass zu diesem Zeitpunkt noch genau 28 Sekunden zu spielen waren. Doch das Positive überwiegt, denn mit diesem Erfolg setzen sich unsere Jungs im oberen Drittel der Tabelle vorerst fest.

Unsere Mannschaft:
Markus Helm, Nils Hübscher (Tor); Marco Stanek (1), Roger Gierschick (1), Torsten Dippmann (4),
Hans Raddatz (8), Mark Rath (6), Matthias Koch (1), Volker Goldmann (4), Viorel Sava (8), Alexander Berceanu (1)

Strafwürfe: HSV 5/3 Gotha 5/5   
Zeitstrafen: HSV 6 Gotha 7   
Schiedsrichter: Kolb/Raßbach
Spielfilm: 0:1, 1:3, 4:4, 8:5, 11:11, 15:12, 17:13 (Hz.) 20:15, 23:19, 25:23, 25:24, 26:24, 30:24, 32:27, 34:27
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« Antworten #7 am: 06.11.2006 - 22:26:59 »

TLZ Gotha  07.11.2006

Alte Haudegen bringen nötige Ruhe rein

SV Hermsdorf II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  21:27 (12:15)
 
Das gute Spiel gegen Post Gera (40:27) war keine Eintagsfliege. Auf ähnlich hohem Niveau haben sich die Goldbach/Hochheimer Oberliga-Handballer auch in Hermsdorf präsentiert, wo sie den Regionalliga-Reservisten am Sonntag zwei Punkte abknöpften. Die blau-weißen Gäste gewannen verdient mit 27:21 (15:12) Toren.
Bis die Goldbacher ins Spiel fanden, vergingen allerdings einige Minuten. Gerade in der Verteidigung mangelte es ihnen an den richtigen Mitteln, um die quirligen Hermsdorfer Handballer zu stoppen. Also stellte Trainer Sven Rothhämel seine Abwehr um: von 5:1 auf 6:0. In der Mitte machten die alten Haudegen Gerald Glief und Holger Paslat dicht. So erzwangen sie nach eigenem 1:4-Rückstand die Trendwende. Immer wieder unterbrochen von den kleinlich pfeifenden Schiedsrichtern holten die Goldbacher Tor um Tor auf, glichen beim 6:6 aus, zogen vorbei und verschafften sich bis zur Pause (15:12) ein kleines Polster, auf dem es sich gut ausruhen ließ. "Wir sind als Mannschaft gewachsen", stellte der Trainer zufrieden fest.

Mit Lobeshymnen für seine Spieler hielt sich Sven Rothhämel dennoch zurück, weil er im Angriff einige Unzulänglichkeiten beobachtet hatte. Abgesehen von Tihomir Mitrovic (11) und Michael Stegner (5) überzeugten ihn nur wenige Angreifer.

Wahrscheinlich auch, weil Goldbach auf links kaum Torgefahr entwickelte, blieb es bis weit in die zweite Halbzeit hinein beim Drei- bis Vier-Tore-Abstand. Erst ganz zum Schluss packten die Gäste ein paar Tore drauf, was das Ergebnis besser aussehen ließ. Stefan Juhnke plagten derweil andere Sorgen. Er zog sich am Sonntag eine Knieverletzung zu. Diagnose: Innenband-Anriss. Prognose: 14 Tage Pause.

Goldbach: Walter, Schneegaß - Mitrovic 11/4, St. Juhnke, Glief, Stegner 5, Voigtritter 2, Paslat 2, Dejmek 2, Seb. Juhnke 5/2, Skowronek.
Strafwürfe: 6/5 (8/8).
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« Antworten #8 am: 06.11.2006 - 22:36:47 »

HP Ronneburg

Post SV Gera - HSV Ronneburg  27:32 (13:18)
 
HSV jetzt an der Tabellenspitze
 
Durch einen ungefährdeten 32:27 Erfolg im Derby beim Post SV Gera vor 400 Zuschauern hat der HSV Ronneburg die Tabellenführung in der Thüringer Oberliga übernommen. Die Gäste, die zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieben, entschieden die faire Begegnung im Anfangsdrittel, als man sich einen Sechs–Tore–Vorsprung erarbeitete. Trotz des Erfolgs war HSV – Trainer Viktor Sidortschuk mit dem Auftritt seiner Sieben nur bedingt zufrieden: „Nach dem großen Vorsprung zu Beginn haben wir die kampfstarken Geraer nach und nach wieder herangelassen, zu überheblich gespielt. Normalerweise reichen 20 Minuten gutes Spiel nicht zum Sieg“. Post – Coach Steffen Waldenburger resümierte: „Wir sind dem Rückstand, den wir uns in unserer Schwächephase zu Beginn eingehandelt haben, das ganze Spiel hinterhergelaufen. Wir haben die Tore einfach nicht gemacht. Der Rückraum ist unser Problem. Kämpferisch habe ich meinem Team nichts vorzuwerfen. In den entscheidenden Phasen war Ronneburg einfach cleverer“. Die erste Halbzeit gehörte den Gästen. Zwar führte Post nach beiderseits nervösem Beginn zu-nächst mit 2:0 (3. Min.) und 3:2 (6. Min.), blieb in der Folge aber viel schuldig. Im Rückraum konnte nur Grützbach für Druck sorgen. Bei vielen freien Bällen scheiterten die Geraer am prächtig reagierenden HSV–Torwart Seidemann, der der Waldenburger-Sieben ein ums andere Mal den Schneid abkaufte. So kam die Ronneburger Angriffsmaschinerie ins Rollen. Mit fünf Toren hintereinander zog man auf 3:7 (11. Min.) davon, wobei sich in dieser Phase der rechte Kreisläufer Förster mit vier Treffern hervortat. Beim 5:7 (13. Min.) schien der Post SV wieder dran. Aber Puta bewies nun auch Übersicht, brachte mit klugen Anspielen an den Kreis immer wieder Meyer zur Geltung, der es bis zur Halbzeit auf fünf Tore brachte. Dem Gastgeber fehlte die Konstanz im Spiel. Schwächen in der Defensive bescherten Ronneburg Vorteile. Beim 5:11 (17. Min.) führte der ausgeglichen besetzte Gast erstmals mich sechs, beim 10:17 (26. Min.) schon mit sieben Toren. Der angeschlagene Grützbach fehlte den Postlern zeit-weise im Angriff. Sonst mangelte es im Rückraum an Durchschlagskraft. Nach Wiederbeginn enteilte der HSV beim 14:22 (36. Min.) sogar auf acht Treffer, ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel aber merklich schleifen. Dem Gastgeber fehlte die Beständigkeit im Spiel. Mal fielen zwei Tore hintereinander, dann wieder lange Zeit keines. Die Partie verflachte. Die Geraer gaben aber nicht auf. Nedved im Tor steigerte sich, so dass man beim 26:30 ( 56. Min. ) urplötzlich auf vier Tore heran war. Hätten Haupt und Pfeifer ihre freien Wurfchancen verwertet, hätte es noch einmal eng werden können. So parierte der eingewechselte Zehmisch zwischen den Pfosten jeweils glänzend. Auf der anderen Seite machte dann Gottschalk mit dem 26:31 ( 58. Minute ) alles klar.
 
Torschützen für HSV Ronneburg:
Koska (1), Dathe (1), Ganzha (2), Gottschalk (3), Puta (5), Förster (6), Heidrich (6), Meyer (8), 
Siebenmeter: Post SV Gera: 2/1, HSV Ronneburg: 3/1, 
Zeitstrafen: Post SV Gera: 5 x 2min, HSV Ronneburg: 6 x 2min, 
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« Antworten #9 am: 07.11.2006 - 01:30:23 »

OTZ Stadtroda  07.11.2006

Chancenflut zum Spielende

SVH-Reserve misslingt Anschlusstreffer

SV Hermsdorf II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  21:27 (12:15)

Hermsdorfs Trainer Jens Friedrich ärgerte sich schon ein wenig. Fünf Minuten vor Schluss waren seine Jungs drauf und dran, dem Favoriten Goldbach mächtig in Verlegenheit zu bringen. Der Gast führte 24:20. Doch plötzlich ergaben sich Chancen - drei an der Zahl. Alle blieben ungenutzt.
"Schade, ich hätte Goldbach gern mal erlebt, wenn wir den Anschluss geschafft hätten." Der Vorjahres-Vizemeister, routiniert und clever, spulte sein Pensum runter. Nach dem Abpfiff erhielt Friedrich wie schon gegen Bad Blankenburg nette Komplimente von der Gegenseite. "Für diese Schulterklopfer können wir uns nichts kaufen, leider", meinte der Verantwortliche. Der beklagte das Fehlen von Daniel Franke.

Über weite Strecken der Partie musste er auch auf Manuel Rust wegen einer Verletzung verzichten. Rust kam nur bei Siebenmetern in die Partie. Eines machte das Sonntag-Spiel erneut deutlich. "Auf die Abwehr ist Verlass, vorn fehlt ein Werfer." Ansätze zeigte Enrico Trautvetter, der mit Abstand längste im SVH-Team. "Ich freue mich vor allem über die jungen Leute, sie sind alle in der Oberliga angekommen. Noch reicht es nicht ganz, um gegen Goldbach zu bestehen. Das kriegen wir aber noch hin", meinte Friedrich mit einem gewissen Abstand zu den 60 Minuten.
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« Antworten #10 am: 07.11.2006 - 01:46:16 »

TA Gotha  07.11.2006

Berg- und Talfahrt in Hermsdorf

SV Hermsdorf II - SV BW 1893 Goldbach/Hochheim  21:27 (12:15)
 
Die Blau-Weißen Oberliga-Handballer ziehen als Mannschaft wieder an einem Strang. Nach dem Sieg gegen Gera zu Hause kehrten sie auch am Sonntag aus Hermsdorf erfolgreich (27:21) mit zwei Punkten wieder heim.
Dass sie auf dem aufsteigenden Ast sind, konnte Goldbachs Trainer Sven Rothhämel bestätigen, "wir haben wieder ein Ziel vor Augen". Dennoch fehle Kontinuität. Noch gehe es rauf und runter, sehr gute Phasen würden von Durchhängern abgelöst. Es fehle noch der Feinschliff. Streckenweise laufe es prima, dann wieder stellen einige ihre Leistung nicht in den Dienst der Mannschaft, versuchen auszubrechen, nennt Rothhämel Sorgen in der spieltechnischen Disziplin.

Die Berg- und Talfahrt auch bei der Regionalliga-Reserve. Zunächst schlecht gestartet (4:1), half die Umstellung der Deckung von 4/1 auf 6/0. Gerald Glief und Holger Paslat powerten und steckten ihre Mitspieler an, die auch im Angriff sehr gut einschlugen und den Rückstand aufholten. Leider verletzte sich Stephan Juhnke schon in der 10. Minute (Innenbandriss linkes Knie). Holger Paslat vertrat ihn am Kreis aber recht gut.

Ausgeglichen in die Pause, folgte eine gute Viertelstunde in Hälfte zwei. Dann folgte der Absacker, Hermsdorf zog nach. Doch gefährlich wurde es nicht, Goldbach besann sich auf seine Stärken. Besonders Tiho war wieder ganz der Alte, schoss elf Tore und hatte wie immer ein gutes Auge auf seine Mitspieler, um sie richtig in Szene zu setzen. Auch Micha Stegner spielte eine starke Partie. Die linke Seite hatte dagegen ein paar Probleme, wobei Sebastian Juhnke sich immer noch mit einem Überbein am Fuß quält. Mehr erwartet habe er von Dejmek, Skowronek und Voigtritter.

Dennoch war Rothhämel recht zufrieden. "Wir haben einen Schritt weiter nach vorn getan", blickt er weiter, Sonnabend kommt Eisenach in die Nessetalhalle, eine Woche später ist Pokal in Bad Blankenburg, bevor es zum jetzigen Spitzenreiter Sonneberg geht. "Hier wird sich zeigen, ob wir nur einen schlechten Start hatten oder dieses Jahr nicht mehr drin ist".
Goldbach/Hochheim: Walter, Schneegaß, Mitrovic 11/4, Stegner 6, S. Juhnke 3/1, Dejmek 2, Paslat 2, Skowronek 1, Voigtritter 2
Strafwürfe: 7/5 (5/3)
Zeitstrafen: 10 - 8
Rot: Skowronek
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« Antworten #11 am: 07.11.2006 - 01:48:31 »

HP Ziegelheim

ThSV Eisenach ll - LSV Ziegelheim  28:28 (13:11)   

Wie die Jungfrau zum Kinde, so kamen am frühen Sonntagnachmittag die Ziegelheimer Handballer zu einem glücklichen Unentschieden bei der Eisenacher Bundesliga-Reserve. Am Ende trauten Fans und Spieler ihren Augen kaum, als sie das 28:28 auf der Anzeige leuchten sahen, welches die Kräfteverhältnisse auf dem Parkett völlig auf den Kopf stellte. Nichts war zu spüren vom Kampfgeist der Vorwoche. Die Abwehr war mit Ausnahme von Nick Sense und den Torhütern Torsten Urwank und Tobias Hahn nahe einem Totalausfall. Im Angriff hagelte es Fehler über Fehler, im Rückraum ging so gut wie gar nichts. Die Erkrankung von Steffen Moritz (ging mit einer fiebrigen Erkältung in dieses Spiel) machte sich dabei stärker bemerkbar als vorher befürchtet. So konnte er in der 1. Halbzeit fast gar nicht und in der 2. Halbzeit phasenweise nur im Angriff eingesetzt werden. Die Außen mit Sylvio Graichen und Robert Kühnert retteten das LSV-Team.

Die ersten zehn Minuten lagen die Ziegelheimer noch im Tiefschlaf. Eisenach spielte nicht mal schnell, sondern nahm die Gäste im Positionsangriff regelrecht auseinander. Dank Keeper Torsten Urwank stand es lediglich 1:6. Es hätte weit schlimmer ausgehen können. Vorn übertrafen sich die LSV-Männer im Auslassen guter Chancen und in Fehlabspielen sowie simplen Ballverlusten. Die Flüche von der LSV-Bank hallten durchs weite Rund der Assmann-Halle. Fassungslosigkeit machte sich breit angesichts dieser desolaten Vorstellung (6:12, 22.). Erst mit der Hereinnahme von Nick Sense und David Heinig wurde die Deckung etwas stabiler. Und so konnte bis zur Pause auf 11:13 verkürzt werden.

Nach der Pause drehten die Ziegelheimer weiter auf, zogen gleich über den kaum zu stoppenden Sylvio Graichen (15:15, 35.). Doch fast kinderleicht und ein bisschen lässig noch dazu setzten sich die Gastgeber wieder auf 18:15 ab. Dieser Rückstand hielt sich nun permanent. Selbst in einer vierminütigen Überzahl, stellenweise 6-4 brachten es die Ziegelheimer nicht auf die Reihe, näher heran zu kommen (19:22, 45.). Dank Robert Kühnert blieben die Gäste überhaupt im Spiel. Der LSV-Rechtsaußen wurde von den Eisenacher Jungspunden als vermeintliche Ziegelheimer Schwachstelle bewusst  frei zum Torwurf gelassen. Doch im Gegensatz zu sonstigen Spielen behielt Kühnert die Nerven: vier Würfe, vier Treffer. Auch in der Schlussphase spulten die Eisenacher souverän ihr Pensum herunter (26:22, 51.). Aber schlagartig verloren sie etwas ihre Disziplin, suchten sich zu frühe Würfe, vertändelten die Bälle. Ziegelheim kam schubweise näher, schaffte eine Minute vor Ende sogar den Anschluss zum 27:28. Dann Auszeit Eisenach 30 Sekunden vor Ende. Der Eisenacher Ludwig versucht sich im 1-1 gegen David Heinig. Doch der LSV-Youngster spitzelt ihm den Ball weg, jagt vor zum Gegenstoß und hämmert den Ball zum Ausgleich in die Maschen. Dramatik in den letzten vier Sekunden: Freiwurf für Eisenach. Der Ball fliegt über den Ziegelheimer Kasten. Abpfiff!. Der LSV-Anhang und Spieler sind aus dem Häuschen. Damit hatte wohl keiner mehr gerechnet.
 
LSV: Urwank, Hahn; D. Heinig (4/1), S. Graichen (10), Ch. Graichen (1), A. Heinig, Moritz (2/1), Reusch (3), Knöfler (1), R. Kühnert (4), Sense (3/1), A. Zielke
Strafminuten: ThSV 20 incl. 1 RK (Unsportlichkeit); LSV 10 incl. 1 RK (3x2')   
7m: ThSV 3/2; LSV 8/4
Schiedsrichter: Klich / Pfefferkorn (TSV Eisenberg)
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« Antworten #12 am: 12.11.2006 - 22:04:24 »

HP Gera

"Abgezocktere Ronneburger" nehmen Pluspunkte mit nach Hause

Post SV Gera - HSV Ronneburg 27:32 (13:18)

Durch einen ungefährdeten 32:27-Erfolg im Derby beim Post SV Gera vor 400 Zuschauern hat der HSV Ronneburg die Tabellenführung in der Thüringer Oberliga übernommen.
Die Gäste, die zum sechsten Mal in Folge ungeschlagen blieben, entschieden die faire Begegnung im Anfangsdrittel, als man sich einen Sechs-Tore-Vorsprung erarbeitete. Trotz des Erfolgs war HSV-Trainer Viktor Sidortshuk mit dem Auftritt seiner Sieben nur bedingt zufrieden: "Nach dem großen Vorsprung zu Beginn haben wie die kampfstarken Geraer nach und nach wieder heran gelassen, zu überheblich gespielt. Normalerweise reichen 20 Minuten gutes Spiel nicht zum Sieg." Post-Coach Steffen Waldenburger resümierte: "Wir sind dem Rückstand, den wir uns in unserer Schwächephase zu Beginn eingehandelt haben, das ganze Spiel hinterhergelaufen. Wir haben die Tore einfach nicht gemacht. Der Rückraum ist unser Problem. Kämpferisch habe ich meinem Team nichts vorzuwerfen. In den entscheidenden Phase war Ronneburg einfach cleverer."
Die erste Halbzeit gehörte den Gästen. Zwar führte Post nach beiderseits nervösem Beginn zunächst mit 2:0 (3.) und 3:2 (6.), blieb in der Folge aber viel schuldig. Im Rückraum konnte nur Maik Grützbach für Druck sorgen. Bei vielen freien Bällen scheiterten die Geraer am prächtig reagierenden HSV-Torwart Hannes Seidemann, der der Waldenburger-Sieben ein ums andere Mal den Schneid abkaufte. So kam die Ronneburger Angriffsmaschinerie ins Rollen. Mit fünf Toren hintereinander zog man auf 3:7 (11.) davon, wobei sich in dieser Phase der rechte Kreisläufer Florian Förster mit vier Treffern hervortat. Beim 5:7 (13.) schien Post wieder dran. Aber Martin Puta bewies nun auch Übersicht, brachte mit klugen Anspielen an den Kreis immer wieder Oliver Meyer zur Geltung, der es bis zur Halbzeit auf fünf Tore brachte. Dem Gastgeber fehlte die Konstanz im Spiel. Schwächen in der Defensive bescherten Ronneburg Vorteile. Beim 5:11 (17.) führte der ausgeglichener besetzte Gast erstmals mit sechs, beim 10:17 (26.) schon mit sieben Toren. Der angeschlagene Maik Grützbach fehlte den Postlern zeitweise im Angriff. Sonst mangelte es im Rückraum an Durchschlagskraft.
Nach Wiederbeginn enteilte der HSV beim 14:22 (36.) sogar auf acht Treffer, ließ im Gefühl des sicheren Sieges die Zügel aber merklich schleifen. Dem Gastgeber fehlte die Beständigkeit im Spiel. Mal fielen zwei Tore hintereinander, dann wieder lange Zeit keines. Die Partie verflachte. Die Geraer gaben nicht auf. Petr Nedved im Tor steigerte sich, so dass man beim 26:30 (56.) urplötzlich wieder auf vier Tore heran war und "Morgenluft" witterte. Hätten Stefan Haupt und Enrico Pfeifer ihre freien Wurfchancen verwertet, hätte es noch einmal eng werden können. So parierte der eingewechselte Robert Zehmisch zwischen den Pfosten jeweils glänzend. Auf der anderen Seite machte dann Sven Gottschalk mit dem 26:31 (58.) alles klar. Am Ende ein verdienter Sieg der Gäste mit 27:32.

Der Post SV Gera spielte mit:  P. Nedved, L. Möbus, Ch. Szlapka --- K. Krech (3), E. Pfeifer (5/1), D. Botor (2), K. Rosenbaum, St. Haupt (1), A. Schnöd, J. Mühlberg (5), M. Grützbach (7) und St. Martin (4). 
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« Antworten #13 am: 01.12.2006 - 22:38:13 »

HP Meiningen

SV Thuringia Königsee - ESV Lok Meiningen  27:13 (13:6)

Ausgekontert...                                                                                                                                                                                         
In der Halle des Gegners kann der ESV Lok kaum nachweisen, dass Kontinuität in seine Spielweise reinkommt, was in eigener Halle doch langsam erkennbar ist. So auch im Duell der Kellerkinder in Königsee. Der Gastgeber, zusätzlich geschwächt durch den Ausfall ihres Rückraumschützen R.Oldendurg, versuchte in kleinerer Besetzung (8 Spieler+ 2TH), in die Routinier Steffen Varchmin geholt wurde, mit Tempohandball den Gast in die Knie zu zwingen. In den ersten Minuten lief alles noch ausgeglichen. Thuringia ging 1:0 in Führung, Mathias Krüger glich per 7m aus. Für die einzigste Führung zum 2:1 für Lok sorgte dann Frank Baumann, den Trainer Dieter Schulz für dieses wichtige Spiel noch einmal aktiviert hatte. Er sollte Stabilität in die Abwehr bringen und als Antreiber und Motivator agieren. Schon in den nächsten Minuten zeigte sich, dass Königsee genau das Spiel aufzog, dass Trainer Schulz vorausgesagt hatte. „Sie haben einen sehr starken ersten Sechser, mit dem können sie bis etwa zur 40. Minute Tempo machen“, so der Trainer. Er verlangte von seinen Spielern, dass sie sich richtig reinhängen und ergebnismäßig dranbleiben, um dann vielleicht noch einmal mit Power in den letzten Minuten ein gutes Ergebnis zu erreichen. Das einzigste, was gut funktionierte bei den Lok-Männern, war die Abwehrarbeit bei normalen Angriffen. Die Toredifferenz kam zustande durch permanente Konterläufe, hauptsächlich durch R.Najman. Ermöglicht wurden diese Konter durch Fehlabspiele und schlechte Torwürfe der Meininger Spieler, Würfe vom Punkt inbegriffen. Zu lässig und ungenau erfolgte die Weitergabe des Balles. Für die schnellen Spitzen des Gastgebers ein gefundenes Fressen. Dazu kam, dass die Angriffe von Lok oft zu statisch nach vorne gebracht wurden. Es fehlte die Bewegung und Dynamik im Angriffsspiel. Auch Routinier Frank Baumann konnte keine Abhilfe schaffen. Später wurde dann Norman Volkmar auf die mittlere Aufbauposition beordert, der aber auch nur sporadisch das Tempo anzog. Mit 13 erzielten Treffern blieb Lok weit unter seinen Möglichkeiten. Daran hatten aber auch die beiden Königseer Torhüter einen großen Anteil. Sie waren der große Rückhalt für ihre Mannschaft. Alle Meininger Spieler waren natürlich nach Spielschluss enttäuscht über das Ergebnis. So hatte man es nicht erwartet. Vielleicht ist man auch zu leichtgläubig an das Spiel gegangen und hat den Gegner unterschätzt. So etwas hat sich bisher immer gerächt. Für die nächsten beiden Spiele, die alle auswärts stattfinden (11.11. in Apolda, 3.12. in Gera), keine guten Voraussetzungen. Eine positive Erkenntnis gibt es aber auch, es kann eigentlich nur besser werden.   

Fazit des Trainers: die Abwehr im Positionsspiel war in Ordnung. Die Ballverluste durch Fehlabspiele war viel zu hoch.

Statistik: Holger Volkmar,  Mike Pfeiffer (Tor) Andreas Bauer, Matthias Baumann, Georg Brachmann (1), Olaf Henkler, Thomas Hildebrandt (2), Mathias Krüger (3/2), Michael Leipold (5), Marcel Struck, Björn Voigt, Normen Volkmar, Christian Toennies (1), Frank Baumann (1)

SV Th.: 7m  1/1     2 Min  9+r.K. (3x2)             
ESV Lok:  7m 4/2    2Min  6           
Schieri: Hauke/ Olbert   Pößneck/Jena           
Zuschauer:     160
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